Markus Baersch

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Blog: Projektmanagement, Suchmaschinen und das Web

Thursday, June 10, 2010

Nervt Google etwa nur, damit Du Dir ein Konto besorgst?

Also, das ist schon irgendwie dreist: Da verschlimmbessert Google das Startseitendesign durch 30"-füllende ätzende Hintergrundbilder und eröffnet nur demjenigen einen Weg zurück zum alten Design, welcher sich vermittels Google Konto anmeldet und wieder ein weißes Hintergrundbild als "Tipp der Redaktion" übernimmt.

Hintergrundbild bei Google
Irgendwie übel riechender "Login-Bait" bei Google: Willste´s wieder schön? Meld! Dich! An!

Davon abgesehen, dass ich schon jetzt eine beachtliche Menge an Leuten darüber aufgeregt haben mag, wird diese Aktion sicher zu einer deutlichen "Optimierung" der Rate bei der Suche angemeldeter Benutzer bedeuten. Oder anders: Statt von Vorteilen der Anmeldung zu überzeugen, werden nun offenbar gezielt künstliche Nachteile für Nichtanmeldung geschaffen, um den "Anreiz" zu erhöhen. Der kleine kennzahlengetriebene Manager in mir zieht vielleicht noch heimlich den Hut vor diesem Schachzug... der Rest findet das aber definitv... naja: übel. ebel. evel. evil. Jedenfalls fast. Zumindest für heute visualisiere ich Google wohl eher als ledergeschürzte und peitschenschwingende Werbeclip-Domina, die mir ein eindringliches "MELD!!!  DICH!!!  AN!!!" befiehlt. Irgendwie unschön.  

Aber was soll das Gemecker? Freuen wir uns an den schönen bunten Bildern! Bing hat das ja schließlich auch. Und schneller ist nun alles auch dank Caffeine. Schneller im Index, schneller gefunden, schneller vollgespammt. Schneller alles eben. Wen stört es da schon, dass es schei..e aussieht?

Monday, April 19, 2010

EasyPeasy: Ideales Linux für den eeePC 901

Wer sich zu früh für ein Netbook entschieden hat, wird an Windows nicht viel Freude haben. Nachdem ich mit der viel zu kleinen 7 Zoll Version meine ersten Schritte mit Linux auf einem eeePC machen durfte und ich zu schnell auf ein neueres Modell umgestiegen war (901), auf dem Windows XP zwar läuft, aber wegen der kleinen, schnellen (4 GB) und viel zu lahmen zweiten SSD in keiner Installationsvariante Spaß macht, habe ich mich entschieden, auch den wegen des ewig knappen Speichers und der ewigen Probleme bei der Aktualisierung des Systems ungeliebten 901 wieder nutzbar zu machen. Sprich: Auch da muss Linux her.

Ein paar Versuche mit eeebuntu und anderen Kandidaten später bin ich nun bei EasyPeasy hängen geblieben:

EasyPeasy 1.5
EasyPeasy nutzt 1024x600 optimal aus: Klick mich!

Die Installation ist denkbar simpel und nach dem Download des ISO-Images und der Erstellung eines USB-Bootsticks kann man erst einmal in Ruhe als Livesystem austesten, ob man damit glücklich wird, bevor die Installation vorgenommen wird. Parallelinstallationen zu XP sollte man sich aber sparen, wenn man nicht selbst für mehr Platz auf den SSDs gesorgt hat.

An Applikationen mangelt es nicht und ich habe dem Standardumfang nur wenige Anwendungen hinzufügen müssen, um alles, was ich vorher unter Windows mit dem Netbook angestellt habe, nun auch mit EasyPeasy zu erledigen. Gute Sache - kann ich nur jedem empfehlen, der wie ich bisher das Gefühl hatte, die Lücke zwischen Handy und Notebook mit dem Netbook dann doch nur zum Teil geschlossen zu haben ;)

Wednesday, April 14, 2010

Projektmanagement-Ausreden gehören in jede gute PM-Toolbox!

Jaja, oft sind es ja die einfachen Ideen, die am besten ziehen. Aktueller Fall: Projectplace sucht die beste Projektmanagement-Ausrede. Da hagelt es sicher eine Menge neuer Links und Tweets, die der Domain guttun -was auch die Vergabe des Tags "SEO" hinreichend erklären sollte ;) Mir soll´s recht sein; also bin ich auch dabei. Nach reiflicher Überlegung habe ich alle Ideen rund um...

  • in parallele Realitäten entwichene Arbeitspakete,
  • Aliens und
  • Hackerangriffe aus China sowie
  • weiteren Unsinn

...verworfen und mich für einen echten Kassiker aus der Paxis entschieden:

"Gestern lief das noch problemlos, ehrlich!"

Wem´s bekannt vorkommt - oder wer mir einfach einen Gefallen tun will, obschon ich sicher keine Chance haben werde - kann hier abstimmen (Danke auch!). Ansonsten findet man am schwarzen Brett unter der Adresse (zumindest eine zeitlang) bestimmt eine Menge an originellen und unverbrauchten Ausreden, wenn das Projekt mal nicht so will wie geplant. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal brauchen kann...  ;)

Wednesday, March 31, 2010

Mutige trauern um entfallenen Zugang zur zensierten Suche in China...

Was bleibt nun nach dem Rückzug von Google als Suchmaschine aus China, wo man sich irgendwann wohl zu sehr verbiegen musste, um den geltenden Zensuranforderungen zu entsprechen? Nicht, dass man bei Google nicht auch in Deutschland und anderen Gebieten zensierte Ergebnisse ausliefern muss, aber das China ein Sonderfall war - und ist -, bestreitet wohl kaum jemand.

Primäres Ziel der Regierung nach dem Umschalten auf die unerwünscht offene Google-Fassung aus Hong Kong ist (wie immer) die Unterbindung von Kritik und Verbreitung der Diskussion, wie die von der Washington Post veröffentlichte Liste der Regularien für Online-Berichterstattung unmissverständlich unterstreicht. Da muss man sich schon wundern, dass es dennoch offenbar zahlreiche Mutige gibt, die Kerzen, Blumen und Kränze vor dem nutzlosen Google-Hauptquartier in Peking ablegen... und sich dabei sogar noch fotografieren lassen. Gibt es aber wirklich; zu sehen in einem Artikel des Guardian über die Bemühungen, sich gegen eben diese Form der "Aussperrung aus dem Internet" zur Wehr setzen.


Tuesday, March 23, 2010

Vorsicht vor "Datenmeldung an www.google.de"

Es ist nicht wirklich neu, dass ab und an ein Fax auf meinem Tisch (ich nehme an, zu meiner Belustigung) landet, bei dem es um einen Eintrag in diesen oder jenen unnützen Webkatalog geht. Jetzt werden diese verzeifelten Inhaber wertloser Domains aber zwischenzeitlich ähnlich dreist wie die Pseudo-SEO-Agenturen, deren Callcenter-Mitarbeiter sich zwar nicht mehr an den Namen der eigenen Firma erinnern können, dafür aber genau wissen, dass man "damals das Häkchen bei SEO gemacht hat", als das AdWords-Konto eingerichtet wurde. Sach´et, Atze: Ja, nee; is´ klar

Das Papier-Pendant, welches ich gerade aus dem Fax gefischt habe, ist ähnlich beknackt mit "Datenmeldung an www.google.de" überschrieben und die monatlichen Kosten von knapp 90,-- Euro netto, die freilich jährlich und vorab fällig werden, sind ebenso gut im Kleingedruckten versteckt wie die "Leistungsbeschreibung". Reichlich teuer für einen Eintrag in ein saftloses Verzeichnis auf den Kokosinseln, finde ich. Schade nur, dass solche Schaumschläger dann im Endeffekt doch zu ihrem Geld kommen, weil 0.01% der angefaxten Klein- und Kleinst-Unternehmer tatsächlich denken, für den vergleichsweise ja sehr günstigen Betrag künftig jede Menge Besucher durch Google zu erhalten. Pfui!

Webkatalogspam

Da ist mir der übliche "Webkatalog-Faxspam" von irgendwas-verzeichnis/buch/liste/dingsda.info-oder-sonstwas schon fast lieber... denn wenigstens versucht man hier nicht auch noch mir vorzugaukeln, Google habe etwas damit zu tun. Dass auch diese Kandidaten mit ihrem "um die 1000,- Euro netto - Nepp" genau so nerven, wie die angesprochenen fähigkeitsfreien SEO-Wunderagenturen, die Top-Rankings für kleines Geld in einer Suchmaschine garantieren, deren Funktionsweise ihnen nicht mal als hoch vereinfachte Bauklötzchen-Kinderskizze bekannt ist, versteht sich aber sicher von selbst...      


Friday, March 12, 2010

Wenn Wiki zum Stern mutiert und Wellen Brücken zur Post bauen...

... dann ist bei Google wohl mal wieder was schief gelaufen. Diesmal geht es mir gar nicht im die zahlreichen neuen und alten Ansatzpunkte für Kritik hinsichtlich Datenschutz & Co., sondern um zwei andere Punkte, die als Symtom für etwas herhalten können, was derzeit zum Problem zu werden scheint: Ungeachtet der unendlich scheinenden Ressourcen verzettelt man sich offenbar bei Google mit steigender Frequenz.

Was der eigenartige Titel erstens meint, ist das inzwischen schon länger verstorbene "SearchWiki" der personalisierten Suchergebnisse für angemeldete Google-Nutzer. Sieht so aus, als hätten wohl deutlich weniger Benutzer als erwartet die Möglichkeit genutzt, Suchergebnisse selbst "umzusortieren", obschon das Feature ja sorgsam in den Labs getestet wurde. Warum wohl? Weil es keine Sau braucht, Einträge von Platz 6 auf Platz 3 zu heben, die Funktion aber nie für mehr als das zu gebrauchen war? Ja, daran kann es ja wohl nicht gelegen haben, oder? Komisch ist allerdings, dass die Kommentarfunktion auch nicht genug Nutzer gefunden zu haben scheint...  Stattdessen wird nun der frei gewordene Platz von "Sternen" belegt, mit denen man einzelne Suchtreffer nicht nur zu einem Favoriten macht, der dann oberhalb der übrigen Suchtreffer angezeigt wird, sondern auch gleich ein Lesezeichen in den Google Bookmarks setzt.

Favoriten in Suchergebnissen

Klingt erst mal praktischer als der alte Ansatz und kommt mir als aktiver Nutzer von Google Bookmarks freilich entgegen. Bestimmt wird sich so auch die Anzahl der Nutzer von Google Bookmarks verbessern lassen.

Trotzdem ist es schon ein Indiz dafür, dass selbst meiner eisernen "Googlegläubigkeit" langsam der Putz abbröckelt, dass ich erst einmal nachsehen musste, ob in meinem Google-Profil dann auch neuerdings alle Bookmarks von mir erscheinen. Glückliches Ergebnis: Nein. Noch nicht. Das mag aber daran liegen, dass die Bookmarks  zu den Diensten gehören, die derzeit noch nicht im Dashboard zu sehen sind. Würde mich nicht wundern, wenn die dann doch irgendwann mal bei mir im Profil zu finden sind und ich das dann selbst aktiv in neuen Optionen des Dashboards abschalten kann. Das jüngste "Google Buzz-Debakel" hat ja schön vorgemacht, wie man selbst bei sonst eher locker mit persönlichen Daten hantierenden Amerikanern eine Welle der Entrüstung lostritt - und auch in Herrn Schmidt´s Statement gegebener guter Rat, eben "nichts in's Netz zu stellen, wenn man nicht will, dass es jeder zu sehen bekommt", erhöht mein Vertrauen in die vielfach eingesetzten Google-Produkte nicht unbedingt. Von den aktuellen Diskussionen rund um StreetView, Buchsuche und vor allem Analytics gar nicht zu reden. Ich kann zwar nicht alles teilen, was es da draußen so an Bedenken gibt (wer es wissen will, darf mich z. B. jederzeit nach meiner IP fragen, die ich nicht als persönliche Information ernst nehmen kann), aber es gesellen sich mehr und mehr Spuren von vorzeitig umgesetzten / veröffentlichten "halb- und unfertigen Konzepten" zu dem ewigen "Datenkraken"-Gefasel-Grundrauschen hinzu, dass man ohnehin ständig über Google zu lesen bekommt. Da scheint lustig mit Bing, Apple und dem Rest der Welt um die Wette entwickelt zu werden (was nichts neues ist) und plötzlich bleibt nicht nur die Qualität auf der Strecke (was auch nichts neues ist), sondern es mangelt an grundlegenden "Muss-Funktionen" und brauchbaren Konzepten.

Warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe? Weil mir gerade klar geworden ist, dass ein weiterer Vertreter dieser Gattung "halbgarer Konzepte" dabei ist, den Geist aufzugeben. Google Wave. Was hatte ich mich gefreut... und wie groß war meine Enttäuschung, als ich dann endlich Zugang zu einem System hatte, was von Anfang an grundlegende Funktionen vermissen läßt und daher auch nur in Sonderfällen wirklich nützlich war. Klar - der Nutzen steigt mit der Anzahl der Kommunikationspartner, aber trotzdem möchte man doch ein Mindestmaß an effizienten Organisationsfunktionen für Nachrichten und Kontakte. Beides wird leider von Wave m. E. noch immer nicht bereitgestellt und ob die "Feedback-Funktion" irgendwann dazu führt, dass diese Dinge nachgebessert werden, muss ich noch erweisen. Man muss jedenfalls den Eindruck bekommen, man sei bei Google derzeit mit anderen Baustellen beschäftigt. Wie sonst kann man sich erklären, dass Wave nun eine Brücke zur E-Mail schlägt (was auch den Rest der Überschrift endlich auflöst) und damit schon in der Erprobungsphase zugibt, bestenfalls als Ergänzungsmedium zur klassischen E-Mail nutzbar zu sein.

Mail-Erinnerungen für Wave

Was soll ich sagen? Ich habe mich der Realität des wavearmen Alltags gebeugt und das Angebot angenommen. Schnief!

Friday, February 26, 2010

"Beinahe Expression Web": HTML-Editor kostenlos von Microsoft

Wer sich im letzten Jahrtausend noch mit Frontpage von Microsoft als "HTML-Editor" herumgeschlagen hat, um Webseiten zu erstellen und zu "pflegen", hat nicht nur unglaublich viel geflucht, sondern auch irgendwann vergeblich auf aktuellere Versionen gehofft. Ein Teil hat den Absprung zu anderen Lösungen geschafft, der Rest ist dann irgendwann bei Expression Web gelandet. Ich will nicht behaupten, dass ich von der ersten Version des Frontpage-Nachfolgers begeistert war, aber ich hatte deutlich weniger Anlass zum Fluchen. Sicher: Mir sind nach wie vor Projekte lieber, in denen entweder ein ordentliches CMS im Spiel ist oder man sich den Editor für statische Seiten selbst aussuchen kann. Und ich weiß auch nicht, ob man jedem eingefleischten Frontpage-Benutzer einfach so ExpressionWeb antun sollte... schon gar nicht nach dem Update auf die Version 3.

Persönlich habe ich zwar die Freude, mich nicht mehr mit DWT-Dateien und anderen Scherzen aus typischen Frontpage-Websites herumzuschlagen und habe Expression Web (in der version 1) daher nur sporadisch als "normalen" HTML-Editor verwendet. Und gern auch einige der Tools wie z. B. die Optimierungsfunktion verwendet, mit der man gut "Word-HTML-Übergewicht" abspecken kann. Es gibt aber noch eine Menge Leute da draußen, die entweder immer noch Frontpage verwenden oder zumindest ein Werkzeug bevorzugen, das funktional und hinsichtlich der Bedienung möglichst nah an Frontpage / Expression Web liegt. Umso überraschter war ich, als man mich jüngst auf den SharePoint Designer 2007 aufmerksam gemacht hat. Hier scheint mir erst einmal alles drin zu sein, was ich aus Expression Web irgendwann mal genutzt habe. Ob damit auch DWT-Mastertemplates bearbeitet werden können, konnte ich allerdings gerade (zum Glück ;)) nicht ausprobieren.

Na gut... das Ding ist vielleicht optisch nicht so ansprechend wie die aktuellen Expression-Produkte, sondern scheint eher der Version 1 zu entsprechen. Dafür ist es aber im Gegensatz zum (mit knapp 150 Euro allerdings auch nicht gerade überteuren) "Expression Web" vollkommen kostenlos und kann ohne viel Zinnober drumherum einfach so bei Microsoft heruntergeladen und eingesetzt werden, Sharepoint hin oder her.   

Ich werde jetzt wohl kaum deshalb auf Notepad++ oder Weaverslave für die Bearbeitung überschaubarer HTML/CSS/PHP/ASP-Dateien verzichten (von denen ich je nach Mondphase mal den einen und mal den anderen bevorzuge) aber zumindest empfehlenswert finde ich dieses Angebot schon und werde sicher das eine oder andere Mal nun zum SharePoint Designer greifen, wenn der Wunsch aufkommt, bestimmte Werkzeuge zu verwenden, die man irgendwann einmal schätzen gelernt und später wieder vergessen hat ;)  

Tuesday, January 26, 2010

Aktualisierungen auf Webseiten mit Google Reader verfolgen

Wie jüngst im Google Reader Blog zu lesen war, kann man mit dem Reader nun nicht nur Feeds von Seiten abonnieren, sondern künftig auch Veränderungen auf einzelnen Webseiten folgen, deren Inhalte gar nicht per RSS, ATOM oder was-weiss-ich-welches-Format ausgeliefert werden. Das ist nicht einfach nur praktisch, sondern spart einigen Nutzern sicher einen Haufen Zeit, die bisher im ständigen "mal nachsehen, ob es was Neues bei xyz gibt" verloren gegangen ist.

Als ich das aber bei der einzigen Seite, die mir auf Anhieb einfiel (Jacob Nielsen´s Alertbox, die zwar Mails bei neuen Beiträgen versendet, aber leider nicht abonniert werden kann), ausprobieren wollte, hat mir mein Google Reader allerdings nach Angabe der entsprechenden URL http://www.useit.com/alertbox/ die gleiche Antwort gegeben, die ich sonst auch bekam: "Für Ihre Suche wurden keine übereinstimmenden Feeds gefunden.". Wer sich davon nicht auf morgen vertrösten lassen will, der kann entweder den langen Weg gehen (google.com -> google.com auf Englisch -> More -> Reader) oder er stellt einfach in den Einstellungen (Link ist oben rechts im Reader unter Einstellungen -> Reader Eintellungen ) die Sprache auf "Englisch -English". Anschließend liefert der Versuch, eine "Nicht RSS-Adresse" einfach über den Button "Add a Subscription" hinzuzufügen, den gewünschten Effekt. Jedenfalls fast, denn bei Jacob´s Alertbox scheint es Probleme mit dem Umwandeln in einen Feed zu geben. Andere Seiten sind da aber weniger zickig und so bekommt man z. B. künftig die Info, ob sich die Startseite der Domain zur Premium-Adwords-Betreuung verändert hat, direkt im Reader mit. Nach einem Klick auf "Create Feed" werden künftig Veränderungen in mehr oder weniger schönen Snipplets im Reader angezeigt.

Feed für veränderte Seiteninhalte

Das wird den Klick auf die Seite wohl nicht verhindern (soll es ja auch nicht), erspart aber das aktive Nachsehen. Aus Pull wird also - mehr oder weniger - Push ;)

 

Monday, January 25, 2010

Top-Positionen bei Google durch Zauberei?

Es häufen sich in letzter Zeit die Anfragen von Kunden aus dem Bereich AdWords, die wissen wollen, ob wir auch "Partner von Google" sind und daher deren Seiten ohne Anzeigen schnell und zuverlässig in die Top 10 der Suchergebnisse bringen können. Dauerhaft. Und das für Keywords, bei denen der durchschnittliche Preis pro Klick in AdWords typischerweise so um die drei Euro liegt. Da fragt man sich doch: Wer kann denn das und wie soll das gehen? 

Wenn ich zurückfrage, wer denn solche unglaublich tollen Dinge anbietet, ohne selbst Herr über die Rankings zu sein (m. E. kann mir nur Google dauerhaft Platz 1 für Keyword yxz versprechen.... und die machen das leider nicht), höre ich verschiedenste Namen von Agenturen. Lassen wir das "Dauerhaft" aus dem ersten Absatz weg, dann mag es noch angehen, für das passende Kleingeld mit Hilfe von Kennern wie Fantomaster & Co. etwas Vergleichbares zu erreichen. Für eine sehr überschaubare Zeit jedenfalls. Diese Namen höre ich dann aber nicht, sondern es geht um "ganz normale SEO-Agenturen"... mit angeschlossener Drückerkolonne, die ungefragt Webmaster anrufen und das globale Ende des Hungers, Unsterblichkeit und ewigen Weltfrieden versprechen.

Einige davon kenne ich, einige habe ich noch nie gehört... es passt aber alles in das ewig gleiche Schema: Im "Verkaufsgepräch" werden die wunderlichsten Dinge versprochen (ich will es nicht übertreiben, aber ein "garantierter" Platz 1 bei "autoteile" für eine vollkommen neue Kackseite innerhalb von zwei Monaten halte ich für extrem sportlich, wenn man nicht gerade Google heißt... oder wenigstens ATU oder so), schriftliche Unterlagen oder gar Verträge hingegen sind nur in einem Bereich sehr konkret: Was muss ich bezahlen? Was man wirklich für sein Geld bekommt, steht dafür i. d. R. dort kaum so, dass man es nachvollziehen kann. Nicht unwahrscheinlich also, dass ich nach 12 Monaten Mindestlaufzeit dann mit nichts außer 20 neuen Schrottlinks aus freien Webkatalogen und schon auf große Entfernung nach Spam müffelnden Twitter-und Facebook-Profilen dastehe... 

Auch finde ich das jeweilige "Tochterunternehmen von Google" (Brüll!) typischerweise auf Platz 80+, wenn ich nach Begriffen wie "Suchmaschinenoptimierung" oder "SEO Beratung" etc. suche. Das sollte eine Google-Tochter, die Kontingente bei Google kaufen kann (die meinen sicher AdWords-Gutscheine ;)) und jede Seite bei jedem Key in Top-Positionen bringen kann, doch eigentlich besser können, oder? Müßte es denen nicht egal sein, wie umkämpft diese Begriffe sind? Oder ist es nur ein mir bisher unbekannter Trick, das eigene Impressum lieber als Grafik statt als Text zu gestalten, der mir einen solch unglaublichen Boost in den Suchergebnissen verschaffen würde? Da ich bisher keine eigenen Erfahrungen mit solcher Zauberei gemacht habe, will ich auch kein abschließendes Urteil fällen, aber zumindest auf m. E. sehr hilfreiche Beiträge wie z. B. diesen hier oder auch den hier verweisen (Kommentare lesen nicht vergessen!). Wer SEO-Angebote bekommt, die zu gut klingen, um wahr zu sein, der sollte prüfen, ob es nicht in das hier skizzierte Bild paßt. Hinterfragen, wie es mit den Leistungen aussieht, die man für sein Geld bekommt, ist auf jeden Fall keine schlechte Idee; weitere Anregungen zur Prüfung im Vorfeld findet man im leicht angestaubten Beitrag zur SEO-Agenturensuche. Der ist zwar schon fast zwei Jahre alt, scheint mir aber aus gegebenem Anlass ein guter Linktipp zu sein. Es gilt auch im SEO-Bereich sicher in gewissem Rahmen die Weisheit "Wat nix kost´, dat is auch nix". Dies bedeutet aber nicht, dass alle kostspieligen Angebote deshalb automatisch prima sind. Ganz und gar nicht! Außerdem sind diejenigen, die wirklich "Premium-SEO" für den eigenen, hoch umkämpften Bereich anbieten könnten, oft entweder unbezahlbar, arbeiten nur gegen dauerhafte Beteiligung am Erfolg oder nehmen überhaupt keine Kunden an, sondern verkaufen denen im besten Fall den Traffic, den sie lieber selbst über eigene Projekte erzeugen. Auf keinen Fall aber rufen diese Kandidaten ungefragt bei Dir an, um teures Zauber-SEO-Zeugs von der Stange zu verkaufen.

Und wer so gar nicht weiß, ob und wie er (gefragt oder ungefragt erhaltene) SEO-Angebote einschätzen kann, kann sich bestimmt auch einigen Ärger durch einen SEO-Vermittlungsservice sparen. Da hat man dann vielleicht nicht alle Kandidaten im Pool, ist aber (hoffentlich) vor allzu miesen Geschäftspraktiken deutlich sicherer. Ich kenne nur einen, also empfehle ich diesen mal, ohne ihn selbst je genutzt zu haben: Hier geht´s zum SEO-United Vermittlungsservice.

Thursday, January 21, 2010

"Sag mal - Warum rankt der Typ besser als ich?"

Diese Frage kann man sich dank SEOmoz künftig selbst besser beantworten, da Ranking bekannterweise eine ganze Menge mit Links zu tun hat. Und deren Quellen, Qualität, den Linktexten, bla bla bla. Viele der Metriken sind im neuen Open Site Explorer abrufbar - und das dauerhaft kostenlos.. wenngleich in einer reduzierten Form. Wer in Eigenregie etwas mehr über das eigene Linkprofil und vor allem die Linkstruktur der Hauptwettbewerber herauszufinden trachtet, der sollte sich beeilen: SEOmoz bietet den "OSE" noch ca. für die nächsten 30 Stunden für alle registrierten Benutzer (eine Registrierung für einen normalen Account ist weder mit Kosten, noch mit Spam verbunden) kostenlos in vollem Umfang an, bevor die Ergebnisse für den Normalsterblichen reduziert werden und nur noch Pro-Member vollumfänglich in den Genuss der Ergebnisse kommen. Den Tipp wollte ich den knapp zehn regelmäßigen Lesern meines Blogs nicht vorenthalten ;)


Sunday, January 03, 2010

Google Chrome erreicht Platz 3 in der Browserstatistik

Neben allen spannenden Neuerungen bei Google (siehe unten) hat sich wohl vor allem das (hoffentlich bald wachsende) Angebot von Google Chrome AddOns positiv auf die Verbreitung ausgewirkt, so dass im weltweiten Vergleich nun offenbar nicht nur Opera, sondern auch Safari überholt wurden und Chrome damit auf dem dritten Platz in der Browserstatistik hinter IE und Firefox angekommen ist (siehe Computerworld Artikel).

Je nach Statistik ist das allerdings ein alter Hut und schon seit einiger Zeit so... bei den eher kleinen Unterschieden zwischen Chrome, Opera und Safari wahrscheinlich nicht ganz unverständlich.

Browserstatistik

Quelle: StatCounter Global Stats - Browser Market Share

In Deutschland ist das übrigens, wenn man StatCounter glauben will, noch nicht der Fall. Auch Logfiles und Webanalyse zeigen oft ganz andere Verteilungen und so sehe ich in vielen Konten z. B. Firefox in den Besucherstatistiken mitunter deutlich vor IE. Trotzdem: Chrome ist auf dem Vormarsch und bietet schließlich nicht nur in Geschwindigkeit, sondern auch beim Thema Sicherheit einige interessante Argumente. Und vielleicht wird sich ja auch "Chrome OS" diesbezüglich noch auswirken, wenngleich ich allein mit Netbooks als Plattform für das "Google Betriebssystem" noch nicht sehe, dass das der große Wurf werden wird.

Google wird jedenfalls auch 2010 sicherlich den in den letzten Monaten gezeigten Trend zu schnelleren und zahlreicheren Neuerungen (ich will nicht alles wirklich als "Innovation" betiteln) fortsetzen. Was ist nicht alles passiert: Schnellere Releasezyklen für neue Features in Analytics, den Webmaster-Tools und an tausend anderen Stellen, sich stetig verändernde Suchergebnisse (Snipplets, PDF/Docs-Integration, "UX"/Userinterface-Tests u. A.), mehr oder weniger sinnvoller Funktionswettlauf mit Bing (Stichwort: Social Search), Elements, Squared, Page Speed, Wave... oder "persönliche Suchergebnisse für alle", dem SEO-Unsinnsthema der letzten Wochen. Es bleibt auf jeden Fall spannend ;)


Monday, November 16, 2009

AdSense mit (anderem) Google Analytics Konto verbinden

Google Analytics kann bereits seit einiger Zeit auch Daten aus einem verbundenen AdSense Konto anzeigen. Was aber, wenn man ein gentrennte Google-Konten für Analytics und AdSense verwendet? Die Lösung vorab: In diesem Fall ist es erforderlich, dem "AdSende"-Konto-Login mittels des Analytics-Nutzermanagers Administratorzugriff auf das Konto zu gewähren, in dem das betreffende Profil der Website verwaltet wird, welches künftig die AdSense-Daten erhalten soll. Der lange Weg:

AdSense-Konto mit Analytics verknüpfen

Zunächst einmal muss die Verknüpfung - am einfachsten aus AdSense heraus - aktiviert werden. Dazu dient der Link "Integrieren Sie Ihr AdSense-Konto in Google Analytics" im AdSense Dasboard:

AdSense Link zu Analytics

Der Link führt (normalerweise; nach erstmaliger Definition später dann direkt zu den Analytics-Daten) zu einer Seite, auf der gewählt werden kann, ob man sich bereits mit einem bestehenden Konto verbinden will oder ein neues Analytics-Konto eröffnet werden soll. Hat man mit dem "AdSense-Google-Konto" bereits Zugriff auf bestehende AdSense-Profile des selben oder eines anderen Kontos (durch den oben genannten Adminzugriff; zur Konfiguration siehe weiter unten), kann hier nun gewählt werden, welches Profil verwendet werden soll.

Entscheidet man sich für mehrere Profile, die mehr als eine Website betreffen, muss auf den zusätzlichen Domains ggf. ein zusätzliches Script implementiert bzw. vorhandene Scripte angepasst werden, damit die Brücke zwischen dem Profil und den AdSense-Daten funktioniert. Eine so definierte Verbindung kann übrigens nachträglich in den Profileinstellungen in Analytics wieder gelöst werden - und auch der Scriptcode ist hier (in den Profileinstellungen) nachträglich noch einmal abrufbar.

Wenn die Liste leer ist: Zugriff auf andere Analytics-Konten

Was aber tun, wenn keine Liste von Profilen eingeblendet wird oder zwar eine Liste vorhanden ist, diese aber keine Einträge zeigt? In diesem Fall ist es erforderlich, das AdSense-Konto im Nutzermanager des gewünschten Analytics-Kontos einzubinden. Nach der Anmeldung in Analytics kann der Nutzermanager über den Link am Ende der Profilliste geöffnet werden:

Nutzermanager in Analytics

Hier dann oben rechts vom Titel "Bestehender Zugriff" auf "Nutzer hinzufügen" klicken und anschließend die Anmelde-Mailadresse des AdSense-Kontos neu eintragen. Als Zugriffstyp "Kontoadministrator" wählen.

AdSense-Konto Zugriff gewähren

Nach Abschluss mit "Änderungen speichern" kann wieder zurück in das AdSense-Konto gewechselt und der obige Vorgang wiederholt werden - nun besteht Zugriff auf die Profile und per Mausklick kann das gewünschte Profil (oder mehrere; s. o.) angegeben werden, welches Daten aus AdSense enpfangen soll.

Auswerten in Analytics

Der Link im AdSense-Dashboard, mit dem eingangs die Verbindung hergestellt wurde, heißt nun "Navigieren Sie zu Ihrem Google Analytics-Konto" und führt künftig direkt zum Dashboard der Analytics-Berichte des verbundenen Kontos - leider nicht zwingend im richtigen Profil... dieses also ggf. noch aus der Auswahlliste oben auswählen. Danach findet man die AdSense-Auswertungen im Bereich "Content":

AdSense-Auswertungen in Analytics

Neben der Tatsache, dass man nun z. B. im Top-Webseiten - Bericht analyticslike weitergehend segmentieren, filtern und pivotieren kann (:-)), gibt es nun auch Ansichten, die sonst nicht so einfach herzustellen sind, wie z. B. eine Liste über besonders erfolgreiche Anzeigenziele über alle Kanäle etc...

Zum Abschluss: Die ganze Mühe lohnt sich - was bei Analytics eigentlich immer gilt - freilich nur dann, wenn man Analytics auch wirklich aktiv nutzt, um regelmäßig Fragen an die eigene Website zu stellen und die Antworten zu verwenden, um eine Optimierung voranzutreiben - sei es für AdSense-Umsätze, Shop-Bestellungen, Anfragen, Downloads, allgemeine Benutzerfreundlichkeit, Suchmaschinen oder alles zusammen...

Monday, October 05, 2009

Das Guxu-Guxu-Guxu-Guxu-Kaufsuauchirgendwann-Prinzip jetzt auch bei AdWords messbar

So haben wir´s gern. Jetzt wird in AdWords also für Content-Kampagnen auch nachvollziehbar gemessen, wenn jemand etwas kauft und vorher mal möglicherweise meine Anzeige gesehen hat. Möglichst mehrfach. Also (zur Übersetzung der Übreschrift): Wenn Du meine Anzeige nur oft genug siehst, kaufst Du auch irgendwann bei mir, nachdem Du die Adresse des Shops ja oft genug gelesen hast. In allen Erfolgsgeschichten aus dem Content-Werbenetzwerk und anderswo wird man (Google) ja auch nicht müde zu erwähnen, dass neben Brandingeffekten und den direkt auf einen Klick zurückführbaren Conversions vor allem spätere Verkäufe durch die möglichst mehrfache Ansicht von Anzeigen via Werbenetzwerkt begünstigt werden. Mehrere Kontakte Werbemitteln wie Content- oder Suchanzeigen vor dem Kauf sind das immer wieder in´s Feld geführte Argument, dass nun z. B. in der Kampagnenübersicht bei AdWords in Form der "View-Through Conversions" nachvollzogen werden kann.

Dass da seit der erst gerade erfolgten Einführung vielleicht auch bei großen Content-Kampagnen noch nichts steht, muss (noch) nicht beinruhigen, denn die Conversions haben ja noch 30 Tage Zeit, um zu geschehen ;). Vor allem derjenige, der auch in den organischen Suchergebnissen zu seinen gut verkaufenden Keywords prima positioniert ist und nebenbei sinnvollerweise dennoch AdWords-Kampagnen betreibt, um dem anzeigeaffinen Googlenutzer eine Chance zum Klick zu bieten, wird demnächst sicher die ersten "VT-Conversions" zu sehen bekommen. Denn mal ehrlich: Es ist einfach "ziemlich wahrscheinlich", dass es zu seinem Keyword auch die eine oder andere gut platzierte oder geschickt verlinkte Seite geben wird, auf der die eigene Anzeige via AdSense durchaus Chancen zur Einblendung hat. Ob diese dort auch wirklich wahrgenommen wird, spielt bei der Messung schlussendlich keine Rolle, sondern dient so oder so dazu, den Wert des Content-Werbenetzwerks auch "optisch" zu verbessern. Dass eine Kaufentscheidung durch mehrere Werbekontakte messbar begünstigt wird, will ja schließlich niemand anzweifeln und es gibt genug Studien dazu. Knackpunkt ist aber die Frage, ob die hier "gemessenen" Kontakte zum Werbemittel auch wirklich stattgefunden haben. Wie oft ist Werbung so schlecht (freilich nur aus der Perspektive des Publishers gesehen) platziert, dass der Besucher der Seite diese selbst dann nicht wahrnehmen kann, wenn er grundsätzlich gar kein Problem mit Werbung hat. Die Zahlen der View-Through Conversions mögen dazu dienen können, sich besser beim Chef für die Ausgaben schlecht geführter Content-Kampagnen zu rechtfertigen... der wirkliche Effekt bei der Kaufentscheidung der erfolgten Einblendungen vor der Conversion ohne Anzeigen-Klick darf in diesem speziellen Fall aber durchaus angezweifelt werden. Praktischerweise kann diese "neue Conversionrate" auch angesichts der Tatsache, dass es unendlich viele Abstufungen von "Anzeigensichtbarkeit und -wahrnehmmung" im bunten Content-Werbenetzwerk gibt, wohl auch nie wirklich mit brauchbaren Zahlen untermauert oder widerlegt werden. Zumindest nicht, bevor keine Mouse- oder (noch besser:) EyeTracking-Daten massenhaft und automatisiert an das Google Conversion-Tracking-System geliefert werden, weil jeder Browser dann irgendwann standardmäßig willens und in der Lage ist, diese zu erheben und Benutzer sich massenhaft dazu (z. B. per Unwissenheit) entscheiden, diese Trackingsystemen zur Verfügung zu stellen. Grusel!

Monday, September 21, 2009

Bekomme ich meine Daten von Google zurück?

Wenngleich ich persönlich recht gern eine ganze Menge von Google-Tools einsetze und schon berufsbedingt damit lebe, dass Google einen ganzen Haufen meiner Daten für mich verwaltet, kann ich den Wunsch durchaus nachvollziehen, dass andere Benutzer verschiedenster Google-Tools die eigenen Daten lieber "zurückbekommen" und in anderen Werkzeugen einsetzen wollen. Oder im gleichen Werkzeug, aber unter einem anderen Namen / Konto. Oder vielleicht parallel in mehreren Produkten... oder wie auch immer. Während in fast allen Anwendungen entsprechende Exportmöglichkeiten - und mitunter auch die Fähigkeit zum Import - vorhanden sind, ist es je nach Produkt nicht immer ganz einfach, diese auch zu finden. Nicht zuletzt wird dazu auch gern mal ein zusätzliches Produkt wie der AdWords-Editor, Google Calendar Sync oder ein entsprechendes API dazu benötigt.

Praktisch für alle, die Ihre Daten beim Umzug zu oder von einer Google-Anwendung mitnehmen möchten, ist daher die Website dataliberation.org, auf der für viele Google-Produkte (verlinkt) aufgezeigt wird, wie man Daten in die Anwendung oder wieder heraus bekommt. Selbst wenn hier nur stehen sollte, dass es derzeit keinen Weg gibt, den gewünschten Schritt von oder zu einer der Anwendungen nebst Daten zu vollziehen, ist das ja auch schon eine Hilfe und erspart mühseliges (und erfolgloses) Rumklicken in diversen Einstellungsdialogen.

Friday, September 18, 2009

Ist meine Website "verdächtig"?

Wenn die eigene Website plötzlich nicht mehr im Index auftaucht oder vielleicht kaum noch zu finden ist oder wenn Kunden sich gehäuft beschweren, dass der Browser komische Warnungen ausgibt, wenn die Site besucht werden soll, ist es höchste Zeit für ein Minimum an Diagnose. Auch dann, wenn der kurze Blick in die Zugriffsdaten des eingesetzten WebAnalyse-Systems signifikante Rückgänge beim Traffic verzeichnet, will man nach dem ersten Schreck genauer wissen, was denn passiert sein könnte- Und wie man das Problem wieder in den Griff bekommt. Ist man ggf. verdächtig, Schadcode im Web zu verbreiten oder gar schon mit der Höchststrafe - dem Rauswurf aus dem Index - belegt worden?

Einige Dinge, die man als Webmaster zur Diagnose direkt erledigen kann, sind z. B. die folgenden Schritte:

  • Der erste Blick, wenngleich nicht vollständig, sollte Google gegönnt werden. Mittels "site:www.meinedomain.de" läßt sich zumindest abfragen, ob überhaupt noch Seiten im Index zu finden sind. Sieht man hier nichts. riecht es schon mal nach "Rauswurf".
  • Wer sich den Spaß schon vorher gegönnt hat, sollte sich nun bei den Google Webmaster Tools anmelden. Probleme werden hier i. d. R. schnell aufgezeigt, so dass es sich lohnen mag, die Anmeldung und Verifikation jetzt nachzuholen, wenn bisher nicht mit den Webmaster-Tools gearbeitet wurde. Übrigens gilt das nicht nur für Google, sondern auch für Bing...
  • Vor allem, wenn man das Problem anhand von Traffic-Auswertungen bemerkt hat, ist das Webanalyse-Tool der erste Anlaufpunkt. Sind alle Quellen versiegt oder nur einzelne Suchmaschinen? Der tolle Link bei Wikipedia mal wieder weg, der 99% der Besucher gebracht hat? Machmal ist es wirklich so einfach, leider aber zu selten...
  • Wer sich zumindest "thoretisch" im Index befindet, aber nicht rankt, muss sich vieleicht - zu recht oder auch "vollkommen schuldlos" - gerade mit einem Google Filter herumschlagen, der dafür sorgt, dass man für die Begriffe, auf die man es abgesehen hat, nun 20, 40, 60, 100 oder wie viele Positionen auch immer nach unten versetzt wurde. Das merkt man schnell daran, wenn man z. B. nur noch für den eigenen Domain- und / oder Firmennamen bei Google auffindbar ist, die anderen Begriffe aber plötzlich keinen Traffic mehr bringen.
  • Hat man sich offenkundig einen dieser Filter oder gar einen kompletten Rauswurf eingefangen, sollte nun die Suche nach dem Grund starten. Und zwar wieder möglichst mittels der Webmaster-Tools. Und zusätzlich per Blick auf den Quellcode der Startseite und der "bisher" prominenten Seiten auf der eigenen Domain. Ist das wirklich das, was man dort erwartet oder hat sich aus der Ferne fremder Schadcode hier eingenistet?
  • Denkbar ist auch, dass die Domain nun deswegen nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint, weil jemand anders sich die Mühe gemacht hat, eine Kopie des kompletten Inhalts der Domain an anderer Stelle zu publizieren, um den Traffic lieber selbst mitzunehmen oder aktiv Schaden für die bestohlene Domain anzurichten. Ein einfacher Weg, dies zu diagnostizieren, ist eine Suche nach einem wirklich langen Ausschnitt aus dem Inhalt der eigenen Seite. Also z. B. "Willkommen bei Lederwaren Dingsda Wir fertigen seit über 400 Jahren Schlangenledertaschen aus Eselsohrhaut im schönen Knacktal an der Wurst...". Findet Google nicht die eigene Seite, sondern eine andere, ist man wohl um seinen Content betrogen worden... oder hat dies selbst getan, indem allzu viele andere Domainnamen auf den gleichen Inhalt zeigen und dies nicht per "sauberer" Weiterleitung tun.
  • Hilft das alles nichts oder will man gleich sicherstellen, dass das Problem nichts mit böser böser Malware zu tun hat, die von der eigenen Domain verbreitet wurde (oder zumindest vom eigenen Server), der kann Googles "Safebrowsing" zu Rate ziehen. Entweder per Firefox Plugin oder durch Aufruf von http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=www.meinedomain.de. Sollte dies für die eigene Domain keine Ergebnisse liefern, lohnt sich ggf. auch ein Klick auf das "Network", so dass auch ausgeschlossen werden kann, dass man mit allzu vielen Spammern auf dem gleichen Server / auf der gleichen IP zuhause ist.

Warum das alles? Ganz ehrlich? Weil ich mir diese verdammte Adresse des Safebrowsing-Diensts nie merken kann, ist nun eigens dieser Blogbeitrag entstanden ;) Wer also nur mal nachsehen will, ob die eigene Domain irgendwie "verdächtig" ist, kann jetzt seinen Domainnamen einfach unten in das Feld eintragen und die Ergebnisse bei Google abrufen. Wer in der Tat mit der obigen Liste ein potentielles Problem diagnistiziert hat und nun wissen will, wie er aus der Falle rauskommt, sollte sich zur Verifikation vertrauensvoll an einen unbeteiligten Dritten wenden und nach einer Überprüfung gemeinsam nach möglichen Wegen suchen. Das muss nicht, darf aber gern unsere Agentur für Suchmaschinenmarketing sein ;)  

Safebrowsing: Ist meine Site verdächtig?

Frag Google. Domainnamen (zur Not auch mal mit und mal ohne www) hier eintragen und nachsehen, was Google in den letzten 3 Monaten so alles über Domain und Server zu sagen hat...

Thursday, August 27, 2009

Content-Werbung via Google wird teurer?

Die eierlegende Wollmilchsau von Google scheint wohl noch ein paar Extras vertragen zu können. Es geht um Werbung, der einzigen ernsthaften Einnahmequelle für Google. Worum genau, kann theoretisch zwar in einem Satz gesagt werden - die Frage ist nur, ob man den dann überhaupt an einem Stück lesen kann. Ich versuch´s natürlich trotzdem (war klar, oder?): Google AdWords-Kampagnen, welche derzeit als Quelle für Anzeigen dienen, die auf Websites erscheinen, die im Rahmen des Gegenstücks "AdSense" Ihrerseits Google Platz zur Darstellung der Anzeigen überlassen, werden künftig nicht der einzige Lieferant von Inhalten für AdSense-Werbeblöcke im so genannten Content- (AdSense-Partner-) Werbenetzwerk sein. 

Der Inside AdSense Blog feierte kürzlich noch die verbesserten Chancen für AdSense Publisher; nun sind die E-Mail-Benachrichtigungen an die AdSense Publisher raus. Die für Google AdSense angebrachten Anzeigenplätze werden künftig nicht nur mit Google-(AdWords/Content) Werbung bestückt, sondern es nehmen auch Anzeigen aus "Drittnetzwerken" an der Auktion um den verfügbaren Platz teil. Das sind zwar nicht irgendwelche Wald-und-Wiesen-Netzwerke, sondern von Google geprüfte und zugelassene Werbepartner; so richtig transparent scheint mir die Nummer aber noch nicht zu sein.

Die Kehrseite der Medaille: Wer über die automatische / kategoriebezogene Platzierung oder gar per dediziertem Placement auf bestimmte Seiten im AdWords-System seine Anzeigen an den Besucher bringen will, muss sich in der Auktion preislich nicht nur mit den Anzeigen anderer Adwords-Kunden, sondern eben auch mit den Anzeigen und entsprechenden Geboten der nun hinzugekommenen Lieferanten für Werbung herumschlagen. Und das passiert in der Regel über den Preis. Wer heute in vergleichsweise kleine (und für den Publisher daher besonders lukrative) Anzeigenblöcke rein will und daher nicht mit kleineren Maximalgeboten etwa Position 5.x erreicht (was auch jetzt schon für wenig Schaltung sorgt) wird künftig seine Position und Reichweite wohl nur halten können, wenn er ein paar Cent auf sein Maximalgebot drauflegt. Und wer bisher so gerade noch in den einen oder anderen größeren Block reingerutscht ist, wird künftig wohlmöglich die Impressions an den Fingern abzählen können...

Der Effekt wird (sowohl seitens Publisher als auch beim Advertiser) abhängig davon sein, wie das Thema der Site und der dort geschalteten Anzeigen lautet; wie viel Nachfrage, Traffic und Wettbewerb herrscht und welche Schwerpunkte die neu hinzukommenden Werbenetzwerke bedienen. Trotzdem wird die Ausweitung auf weitere Bieter in der Auktion um mehr oder weniger begehrte Anzeigenplätze sicher nicht zu einem Preisverfall, sondern einem Anstieg der Werbekosten (respektive -Werbeeinnahmen) sorgen. Jedenfalls dort, wo es sich auch heute schon lohnt, Anzeigen zu schalten bzw. Platz zur Verfügung zu stellen. Nur gut, dass meine Site definitiv nicht dazu gehört ;) 

Wednesday, July 15, 2009

Google "Mein Standort" (my location) mit Firefox 3.5

Wer es bisher nur aus der Google IO-Keynote kennt oder im USA-Urlaub plötzlich Gutscheine von der Pizzeria nebenan auf dem Handy hatte und die dahinter liegende Technik nun auch mal daheim ausprobieren will, der muss eigentlich nur seinen Firefox auf 3.5 aktualisieren (wenn nicht bereits geschehen) und dann Google Maps besuchen. Auch mit Chome und anderen Browsern ist Dank Google Gears die Nutzung des Geolocation-API, welches für die Offenlegung des eigenen Standorts auf Anfrage sorgt, problemlos nun über den integrierten "my location"-Dienst in Google Maps möglich.

Dabei ist es schon erstaunlich, wie genau mitunter die Anzeige sein kann. In meinem Fall ist der heimische Balkon nur um geschätzte knappe 40 Meter verfehlt worden. Gruselig, wenn man sich ausmalt, was da wohl bald an lokaler Werbung über uns hereinprasseln wird, vor allem auf der mobilen Schiene...

Aber Wurscht, man will es ja mal ausprobieren, gell? Also nix wir hin zu Maps und auf den kleinen unscheinnbaren Punkt obren rechts auf der Karte klicken:

my location aktivieren

Unscheinbar, aber für erstaunlich genaue Ortung auch im "DSL-Festnetz"...

Anständigerweise fragt Firefox (ja, auch Chrome fragt und bietet eine Option zum Speichern an) nach, ob man den Zugriff zulassen will. Per Optionsschalter kann die Auswahl dauerhaft gespeichert werden - was ich mich ehrlich zugegeben jetzt erst mal noch nicht getraut habe...

GEOlocation API Zugriff zulassen

Mein kleiner blauer Punkt auf der anschließend erscheinenden Karte war erstaunlich genau platziert...

Ob das nun gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Mir war jedenfalls schon nach dem entsprechenden "Opera-Abschnitt" bei o. g. Keynote (siehe Youtube-Video, der Link spingt gleich zur richtigen Stelle...) schon mulmig, als ich zwischen die Zeilen geschaut habe..."Life´s Better with Location". Ja klar. Aber für wen genau? Ich stelle mir vor allem die Frage, ob jedem Benutzer klar sein wird, was eine schluderige Einstellung in küftigen Tools so alles über jemanden preisgibt, der sich ansonsten rühmt, nicht mal eine Payback-Karte zu haben, um nicht zum gläsernen Kunden zu werden. Unwissenheit wird hier potentiell einigen Schaden anrichten, auf den sich Anbieter lokaler Werbekonzepte (also nicht zuletzt auch Google selbst) schon freuen können.

Thursday, June 25, 2009

Verarbeitungsfehler dank Leerzeilen im RSS - Feed bei Wordpress

Mein ewiger Kampf gegen nervigen Whitespace will offenbar kein Ende nehmen. Letztes Scharmützel: "Plötzlich" funktioniert der RSS-Feed in einem Wordpress-Blog nicht mehr richtig und Browser zeigen Verarbeitungsfehler statt formatierter News oder wenigstens XML wegen einer Leerzeile direkt am Anfang des Feeds. Nur: wo kommt die nun plötzlich her? Es ist mir zwar schon gelungen, durch ungünstige Platzierung des "more"-Seitentrenners in einem beitrag dafür zu sorgen, dass ein Feed nicht mehr valide war, aber in Zeile 1 des Feeds kommt man sicher nicht mit einem Beitrag. Die Version 2.8 von Wordpress fällt als Ursache logischerweise auch aus, weil es erstens dann auch bei den anderen Blogs auf dieser Version so sein sollte und überhaupt. Natürlich habe ich dennoch in einigen der PHP-Dateien nachgesehen, um auf die Spur der Leerzeile zu kommen. Auch hier natürlich (wie erwartet) nix. Was habe ich denn sonst noch geändert? Das typische "... ich schwöre, dass ich nichts am Rechner geändert habe, das Programm stürzt echt ganz von allein auf einmal ab; Nein, ich habe nichts installiert, blablabla" kenne ich selbst nur zu gut und falle sicher nicht drauf rein, wenn ich es selbst zu mir sage. Also was?

Die Lösung: Plugins. Ein Autor hatte mir bei der letzten Aktualisierung seines Plugins eine Leerzeile am Ende des Quelltextes nach dem schließenden php-Tag (am Anfang wäre ja auch viel zu einfach) hinterlassen. Da dieses Plugin bei der Produktion sämtlicher Inhalte (eben auch rss-Feeds) getriggert wurde, spendierte es freundlicherweise eine Leerzeile. Wer also ähnliche Probleme mit Leerzeichen oder Leerzeilen bei der Erstellung seiner XML-Feeds hat, dem sei ein Blick auf alles empfohlen, was an aktivierten Plugins zu finden ist. 

Saturday, June 13, 2009

Facebook Profil-Adresse individell anpassen

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Bei Facebook kann die Adresse des Profils nun individuell gewählt werden, um diese "linkfreundlicher" zu gestalten. So sind statt eines trockenen Parameters sprechende URLs wie facebook.com/markus.baersch möglich, um auf sein Profil zu verlinken. Unter facebook.com/username kann dazu nach der Anmeldung ein Vorschlag übernommen oder ein eigener Vorschlag auf Verfügbarkeit geprüft und anschließend aktiviert werden. Das interessiert natürlich in der Regel keine Sau... außer man hat die wage Hoffnung, den Links auf seiner Profilseite für bestimmten Begriff ein wenig mehr Schwung mit auf den Weg zu geben. Dabei ist sicher keine Eile (mehr) geboten, denn Affiliate-Könige und SEOs werden sich bereits auf die üblichen Begriffe gestürzt und die Pharma-, Finanz- und Onlinezock-Branche ausreichend abgegrast haben. Wer aber seinem eigenen Profil "nur" den letzten Schliff geben will, ist unter oben genanntem Link schnell mit der Individualisierung seiner Profiladresse durch, also: warum nicht? Vielleicht ist ja auch facebook/dein.longtail.suchbegriff noch frei. Für die "Eselsmütze" scheint mir das aber nicht erforderlich und ich mag dafür kein eigenes Profil anlegen ;)

Sunday, June 07, 2009

Spass mit Google Squared: Lustige Abfragen

Irgendwie hagelt es derzeit coole Tools. Mit Google Squared kommt nun ein Vertreter dazu, mit dem man nicht nur unglaublich viel Zeit sparen kann, sondern auch eine Menge Spass haben kann, wenn man sich die Ergebnisse der seiner Abfragen mal richtig anschaut.

Eine ernsthafte Vorbemerkung sei mir jedoch erlaubt: Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass bei entsprechender Qualität der Ergebnisse enorm viel Potential in Squared steckt. Wenn man bedenkt, wie oft täglich in Unternehmen zur Erledigung verschiedenster Recherchearbeiten massenhaft Abfragen an Suchmaschinen abgesetzt werden, die dazu dienen, Daten auf verschiedenen Websites zu sammeln und dann mühselig in eine Tabelle zu übertragen, dann kann man sich schon an einem kleinen Beispiel vorstellen, welche Effizienzsteigerung mit Google Squared denkbar ist. Exemplarisch habe ich Squared ein paar Webanalyse-Systeme auflisten und vergleichen lassen, indem ich einige Spalten hinzugefügt habe.

google squared
Klick zum Vergrößern

Sieht schon recht praktisch aus und hat keinen einzigen Klick in einer Ergebnisliste und Suche nach Fakten auf x Sites erfordert. Ganz schön wolframalphaesque, oder? Egal, jetzt aber zum Spaß: Man kann natürlich mit den richtigen Abfragen und dem Hinzufügen passender Spalten unglaublich interessante Dinge und überraschende Zahlen zu Tage fördern. So belehrt eine Suche nach "google tools" (die Links führen zu gespeicherten Squares, so dass man sich die Arbeit sparen kann, neue Spalten anzulegen) z. B., dass...

  • GMail nur 6 User hat und einem "joe" gehört.
  • Bei Blogger gibt es nur noch 6 Gäste und 2 Bots;
  • Google Wave gibts schon seit 2005...

Und es hört nicht auf; reichlich lustige Zahlen und Fakten.

Ich fand das fast so amüsant wie seinerzeit "`ne Runde D-Info zocken" ("Was, es gibt ernsthaft eine Rosa Schlüpfer in Berlin? Ich schrei' mich weg!") und mußte gleich noch ein paar andere Squares ausprobieren. So zeigt ein interessanter Vergleich der Suchmaschinen, dass...

  • Yahoo nur etwa 2 Millionen Seiten im Index hat,
  • die Live Search als Rating ein "good" verdient und
  • Excite exakt 666 Nutzer sein eigen nennt.

Ha, da wollte ich doch gleich mehr wissen und habe mir mal aktuelle Tipps für Ranking-Faktoren abgerufen. Top-Tipp (weil leider einziger und dann noch total unrelevant) ist die Technik des "Page Themings". Sicher der SEO-Trend des träge anlaufenden Sommers ;) Liest das ausnahmsweise mal jemand, den ich nicht ohnehin persönlich kenne und hat eigene nette Vorschläge? Dann gern als Kommentar! Ich mache die Funktion mal auf und schaue, was passiert. Wird der Spam-o-mat östlich von hier wieder angeworfen, muss ich das halt wieder rückgängig machen - ich würde mich aber über jeden hochkarätigen Query-Vorschlag oder gespeicherten Square freuen. Ich muss jetzt gleich zurück zu meinem gerade entdeckten neuen Lieblingssport im Web: gSquaring!

Monday, June 01, 2009

10 Gründe, warum ich mich auf Google Wave freue

Was wäre, wenn das Medium "E-Mail" erst heute erfunden würde? Die Antwort von Google auf diese Frage lautet "Google Wave". Mit Waves verschmilzen nicht nur Mails und Instant Messages zu einem einzigen Medium, sondern es kommen noch einige andere und wirklich coole Dinge dazu, die eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass Waves die besseren Träger moderner und elektronischer n-Wege Kommunikation sind. Da Waves aber eine Idee von Google sind, wird es wie immer für jeden eine persönliche Liste der Dinge geben, die für oder gegen die Benutzung von Google Wave bzw. eben der "Waves" als Informationsträger im Allgemeinen sprechen. Derzeit gibt es bei Google Wave nur ein interessantes Video und ein paar ebenso interessante Links und meine kleine Liste stützt sich ausschließlich auf das, was man anhand der Präsentation und einem kurzen Überblick über die API-Infos mitbekommt. Für mich reicht es aber, mich auf die Benutzung von Waves zu freuen... zumindest in Fällen, in denen es sinnvoll erscheint und die entsprechenden Teilnehmer diese Einstellung teilen. Wer vor dem recht langen Video ein paar Anreize braucht...:

  1. Instant Messages und Mail in einem Paket, - vor allem ohne vorher entscheiden zu müssen, was daraus werden soll - ist ein geringer, aber dennoch nennenswerter Grund
  2. Dass man wahlweise eine Nachricht zeichenweise bei der Eingabe übertragen und fast in Echtzeit auf dem Zielrechner - oder den Zielrechnern - sehen kann, ist im Gegensatz zu den meisten anderen Messengern hingegen schon ein Riesenvorteil. Wie viel Zeit verbringt man bei diesem Medium mit der Ansicht der Nachricht "John Doe gibt eine Nachricht ein..."? Ich glaube daran, dass man auf diese Weise wirklich viel Zeit sparen kann und weitaus effizienter schriftlich kommuniziert als heute. Den Applaus kann ich hier jedenfalls gut verstehen... es ist cool.
  3. Mindestens ebenso cool ist die Fähigkeit von Waves, deren Entstehungsgeschichte per "Playback" jederzeit nachzuvollziehen. Wer per nachträglicher CC-Überflutung einmal nachträglich in eine mehrfach zitierte Diskussion eingestiegen ist (wer nicht?), wird sich genau diese Funktion schon gewünscht haben. Und gerade deshalb, weil aus Waves sicher mal etwas ganz anderes werden kann, als bei der Erstanlage geplant war (wenn keine Ableger entstehen), ist die Playback-Funktion mein absoluter Liebling, weil sie ein echtes Bedürfnis abdeckt und nicht nur benutzt werden kann, weil es nun plötzlich möglich ist. Besonders praktisch ist diese Funktion neben Mails auch für Dokumente und Notizen, die gemeinsam mon mehreren Personen bearbeitet werden... aber den Punkt haben wir ja noch nicht ;)
  4. Die beeindruckenden Funktionen zur Bilderverwaltung  - Einfügen, Sharing, gemeinsames Kommentieren und Tagging etc. - gehört aus rein technischer Begeisterung in meine Liste, weil ich selbst auch heute kaum gebrauch von Bilderdiensten o. Ä. mache. Außerdem ließt jede Wave - und damit auch die Bilder - bei Google, wenn man keinen eigenen Server betreibt, also ist das schon gleich für viele Kritiker sicher ein unreflektierter Punkt auf der Sollseite.
  5. Gadgets und Extensions heißen die benutzergenerierten Erweiterungen am Client bzw. Server. Natürlich auch cool. Und natürlich auch wieder ein feiner Punkt, um jede Menge Vorbehalte und Sicherheitsbedenken zu schüren. Sicher sind die harmlosen Demos wie die Anbindung einer Wave und deren Bilder per API an ein Blog nett. Und so richtig cool wird diese Demo durch "kommentare 2.0" ;) Da der Content dann aber nicht bei mir liegt... aber lassen wir das!
  6. Die bereits existierenden Extensions wie den Spellchecker (Spelly?), der mich automatisch korrigiert, wenn er sich "sicher genug" ist (uiuiui) oder sonst halt officelike "unterschlängelt" sind schon ungemein praktisch und machen aus der Browserapp dank des Google Web Toolkit und viel Erfindergeist fast einen vollwertigen Desktopsoftware-Ersatz, wenn man es aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit und -führung betrachtet So gesehen ist der Client allein schon irre genug, selbst wenn er nur ein "normales" Mailprogramm wäre.
  7. Wer aber neben den zweifelsfrei praktischen Extensions auch "böse Robots" auf dem verwendeten Wave-Server fürchtet und dort nicht nur "bloggy", "searchy" und "linky", sondern vielleicht auch auch "spammy", "sniffy" und den guten alten "wurmy" vermutet, wird sich vielleicht nach den ersten Erfolgsmeldungen der Unterwanderungsgemeinde zwar wieder auf die olle E-Mail besinnen - für mich sind die vorgestellten Extensions aber ein eches Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Lösungen.
  8. Die Extension "rosy", welche in der Lage ist, neue Kommentare oder eingegebene Passagen in Waves direkt in eine Zielsprache zu übersetzen, um auch internationale Kommunikation in Form von Waves von Sprachbarrieren zu befreien, ist vielleicht in der Praxis nicht immer ganz überlebensfähig (man wird sehen), es ist aber auf jeden Fall ein echtes Highlight für internationale Kommunikation und einen eigenen Eintrag wert!
  9. Open Source! Extensions und Gadgets aus der Community werden den präsentierten Laborratten oder Ideen wie Anbindung von Twitter, Bugtracker, Sourcecodeverwaltungen & Co. sicher noch viele Dinge bescheren, an die man heute noch gar nicht denken mag. Dass Formulare von haus aus unterstützt werden, macht die Sache noch viel einfacher. Es wird also sicher jede Menge noch entwickelt, auf das man sich jetzt schon freuen kann und daher allein schon ist dieser Punkt auf der Liste gerechtfertigt. 
  10. "Open Source!" meint auch, dass man nicht den Servern von Google vertrauen muss. Und gerade hier liegt - wenn auch weit unten auf der Liste - eine echte (wenngleich wahrscheinlich leider eher theoretische) Knallerchance, damit Exchange & Co. im Unternehmensumfeld so richtig in den Allerwertesten zu treten. Ein selbst betriebener Server scheitert sicher an weitaus weniger Policies, als es andere Google Tools derzeit reihenweise tun; Branding und Erweiterung durch eigene und firmenexklusive Extensions und Gadgets nicht ausgeschlossen. Wer also die Vorteile für sein eigenes Unternehmen erkennt und korrekt zu vermitteln weiß, der wird möglicherweise bald zumindest firmenweit viel moderner kommunizieren können, als er es derzeit betreibt. Echt jetzt!

Wer sich einen besseren eigenen Eindruck verschaffen will, kann das Video schauen und nach exakt einer Stunde und 14 Minuten getrost abbrechen, wenn er auf weiteren Applaus und ein paar Marginalien verzichten kann. Die Zeit sollte man lieber gleich mit Träumen von einer wellenförmigen schönen neuen Kommunikation verbringen. Aloha!

Friday, May 29, 2009

Verbessert Bing, was nicht verbessert werden muss?

Nun heißt das Ding also "Bing". Microsofts neue Suchmaschine und (erstmal sicher "endgültiger") Ersatz für die [MSN-]Live-Suche wird, nach allem was es zu Lesen und im unter bing.de hinter dem Button "Find out more" verborgene Vorschauvideo zu sehen gibt, wohl mehr Usability für Suchmaschinenbenutzer mitbringen. Und natürlich viel intuitiver zu bedienen sein. Einfacher zum Ziel führen. Schneller sein. Mehr Spaß machen. Und so weiter. Zugegeben: Es sind ganz bestimmt auch einige Dinge dabei, die der eher erfahrene Webnutzer als sehr praktisch einstufen wird. Und es ist auch ein Schritt nach vorn für eine Suchmaschine, die offenbar ein wenig den Anschluss an die natürliche Evulution im eigenen Markt verpasst zu haben scheint. Denn: Vergleicht man die Ergebnislisten von Google (Yahoo dieses eine Mal ausnahmsweise nicht betrachtet) von ... sagen wir mal: vor zwei Jahren und heute, so hat sich da schließlich auch einiges getan: Es ist mit

  • SearchWiki (den "eigenen" Trefferlisten und Kommentaren) und Google Suggest (den Vorschlägen für Mehrwortsuchanfragen, die so manchen SEO derzeit zur Weißglut treiben) webzwonulliger
  • Je nach Suchanfrage mit passenden News, Blogposts, Bildern oder Videos (oder einer Mixtur) universalsearchiger in den Ergebnislisten
  • Merklichen Verbesserungen in der Behandlung von Schreibfehlern "verzeihender"
  • "Rich Snipplets" (durch entsprechende Auszeichnung bestimmter Informationen auf den Seiten die Snipplets in den Ergebnissen beeinflussen) sogar bald webdreinulliger 

geworden. Google Maps, Earth, Mail, Reader, Pfeffer und Salz funktionieren auch alle mehr oder weniger immer "einfacher", ohne dabei - von freilich Werbung abgesehen - besonders unübersichtlich zu werden und wer wie früher weiter arbeiten mag, kann die Änderungen zumeist einfach ignorieren. Mit Analytics, Webmastertools, Mail und AdWords gönnt man sich derzeit zwar gern hier und da Updates in der Bedienoberfläche einzelner Tools, die unbestritten dadurch nicht nur besser aussehen, sondern teilweise auch echte Verbesserungen der Bedienbarkeit, Effizienzsteigerungen oder nützliche neue Funktionen mit sich bringen... aber das sind nicht die Suchergebnisse, sondern "Nebenkriegsschauplätze". Möglicherweise werden auch andere Tools noch nachziehen, aber einen grundsätzlichen Schwenk Richtung "Applikationsähnlichkeit" für die Suchmaschine, wie er bei Bing nun meiner Meinung nach ansteht, wird es bei Google sicher nicht so einfach "in einem Schritt" geben. Unabhängig davon, ob hier vielleicht ein wenig mehr AJAX in die Trefferliste kommt oder nicht: Die SERPs bei Google werden sich wohl eher eine unauffälligere und sanfte Evolution aufweisen und das ist möglicherweise auch gut so. Braucht der Suchmaschinennutzer wirklich ein "Vollwert-RIA-Bing", wenn er Informationen im Web sucht?

Klar, ich mag die Features, die mir im Bing-Video vorgestellt werden und finde es auch praktisch, wenn die Ergebnisse mehr oder minder intelligent und optisch ansprechend als Navigation "gruppiert" werden... aber ich brauche sie vermutlich nicht. Und ich vermute, dass es eine große Anzahl von Benutzern außerhalb der Web-2.0-Gemeinde gibt, die sich mit der Bing-Oberfläche schwer tun werden. Der Anteil der User, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs bei Google an der Navigation oder allgemeinen Bedienung der gefundenen Webseiten scheitern, ist mit Bing vielleicht schon damit überfordert, die Suchmaschine selbst selbst zu bedienen. Oder einen Großteil der (ernsthaft) tollen neuen Features überhaupt wahr zu nehmen (wenn man sich mal anschaut, wo im Allgemeinen überhaupt die Aufmerksamkeit bei der Suchmaske und den Ergebnissen einer Suchmaschine hinfällt). Ich teile zwar die Einschätzung, dass man mit den ganzen Verbesserungen, die Bing gegenüber den vor einiger Zeit offenbar evolutionstechnisch fast stehen geblieben Live-Suche mit sich bringt, nun besser aufgestellt ist, als vorher. Und zweifelsfrei auch "konkurrenzfähiger" sein wird; besonders in einer nicht zu unterschätzenden Zielgruppe. Aber für die "BestAger", "Pro-, Power- und BusinessUser",  "Seltensurfer" & Co, die die Masse der täglichen Suchanfragen absetzen, wird das vermutlich eher nichts werden und das weiß man bei MS sicher auch. Es wollte ja bestimmt ohnehin kein realistisch denkender Stratege auf diesem Weg einen ernsthaften "Google-Killer" aus dem Hut zaubern, sondern es sollten offenkundig "nur" die Dinge, die man in den letzten Jahren ein wenig verpennt hat, bei Bing nachgeholt werden. Und dabei kann man ja direkt (mal wieder) ein neues Gesicht erfinden und einige der neuen hauseigenen hippen Technologien unterbringen. Was die Qualität der Suchergebnisse angeht, so werden wir sehen, ob es große Unterschiede zur LiveSearch, Yahoo oder Google geben wird... aber das war auch bisher nicht der Grund, warum sich die Marktanteile verteilen, wie sie es nun mal tun. "Google Classic oder iGoogle?" scheint da viel eher die Frage zu sein, die man sich stellt, wenn man zwischen schlichter und informativerer Oberfläche wählen will, nicht "Bing oder was anderes?". Wird Bing mich oder andere "hauptsächlich-Googler" also zu einem "treureren" MS-Suchanfragensteller machen, als man  es derzeit vielleicht ohnehin schon ist? Warum sollte man überhaupt damit rechnen, dass sich wesentliche Anteile in der Nutzung der Suchmaschinen ändern, nur weil es einige neue gibt oder etablierte Anbieter Veränderungen implementieren? Mir erscheint es vielmehr, als würde dieser Krieg ohnehin auch (oder gerade) hier nicht auf funktionaler Ebene, sondern im Marketing und der Brand- und Imagepflege entschieden. Also wieder nix mit dem großen Schwenk zu einer anderen Suchmaschine. Wie immer. Nicht falsch verstehen: Sicher werde ich irgendwann mal in der Zukunft (wenn es prima funktioniert) bei Wolfram|Alpha die Lottozahlen des kommenden Wochenendes abrufen und mich freuen, dass ich das Ergebnis bekomme, ohne noch irgendwelche Links anklicken zu müssen - aber das ist ja bekannterweise weder Absicht noch Sinn von Google oder Bing. Auf einer Ebene jenseits von zusätzlichen Funktionen bleibt Bing ein Pendant zu Google, dass einen grundsätzlich anderen Ansatz verwirklicht, um "bestmögliche Userexperience" beim Suchen und Finden zu bieten: KISS (gepaart mit einem durch den einzigen Monetarisierungszweck bedingten "Klick this Ad, Dude!" - Beigeschmack) bei Google und "Woah!/Impress" bei Microsoft. Also eigentlich nichts Neues ;)

Update 3.5.09: Bing ist live (im wahrsten Sinne)

Nun ist es also so weit: Bing ist bereits seit dem Wochenende in Betrieb, sieht aber erst einmal nur aus wie die LiveSearch, nur mit zugekaufter Liste verwandter Suchvorgänge. Ob die Rankings wirklich überall gleich sind, sei mal dahingestellt (berkaq8scm). Als ich aber eben einen Blick auf die mobile Version unter m.bing.com geworfen habe, war ich doch angenehm überrascht: Eine übersichtliche Mobilfassung, die schon ein wenig mehr von dem anklingen lässt, was sich die Entscheidungsmaschine auf die Fahnen geschrieben hat. Das oben angesprochene Video ist jedenfalls nach wie vor unter http://www.decisionengine.com zu finden; nur eben nicht mehr auf der Startseite verlinkt, seit die "FastFertig-Fassung" online ist.

Thursday, May 07, 2009

LexLive: Auftragsbearbeitung kostenlos im Web

Seit Mittwoch ist bei LexLive als erste Online-Version der kaufmännischen Anwendungen eine "Minimal-Auftragsbearbeitung" vorläufig kostenlos für jeden Anwender im Web verfügbar. Warum "Minimal" und was meint "vorläufig"? Die zweite Frage zuerst: Das kostenlose Angebot gilt nur bis Jahresende, danach kostet die Nutzung knappe 5,-- EUR / Monat. Wer sich also jetzt schon auf die massenhafte Eingabe seiner Daten (Nein, kein Import) stürzt, sollte sich der Folgekosten lieber bewusst sein. Die Anwendung ist in allen verfügbaren Bereichen zwar spartanisch mit Funktionen ausgestattet... für einen Ersatz der berühmten "Office-Fakturierung" mittels Word, Excel & Co. reicht es aber auf jeden Fall. Durch den Einsatz von AJAX ist die Bedienoberfläche trotz der durchaus vorhandenen Desktop-Optik zügig bedienbar - Mausschubserei vorausgesetzt. Überhaupt richtet sich das Paket in der aktuellen Form sicher nicht an den Poweruser, sondern ist bewusst einfach gehalten und überfordert den anvisierten "08/15-Anwender" nicht einmal im Bereich der "Programmoptionen", die sich auf die Stammdaten und das Logo des Benutzers beschränken. 

Was da ist, ist aber recht stabil: Was nicht IE, Firefox, Opera (oder wenigstens Safari) heißt, wird zwar mit einer Warnmeldung beim Betreten der Anwendung begrüßt... solange JavaScript (-> AJAX) ausgeführt werden kann, kommt die Anwendung aber dank eines robust wirkenden Designs (welches sich freilich auch einen Dreck um Suchmaschinenoptimierung kümmern muss) auch auf anderen Browsern wie Chrome / Iron oder exotischeren Vertretern ihrer Zunft gut bedienbar daher. 

Der Zugang erfolgt im "Mehrbenutzerbetrieb" über ein und das selbe Konto und eine Einschränkung von Benutzerrechten wird sicher erst mit mehr Komplexität in das Produkt Einzug halten. Hauptzweck ist die Verwaltung von Kunden und Artikeln (möglichst nicht zu viele, um die Übersicht und Bedienbarkeit zu wahren, um auf dieser Basis schnell ein Angebot oder eine Rechnung zu erstellen. Der Versand per Mail ist ebenfalls ohne viel Schnickschnack möglich. Einige Reports, eine gute Statusübersicht, Austausch mit dem Steuerberater, eine übergreifende Suchfunktion und Newsletterversand an die Kunden runden das Paket ab. Nicht mehr... aber auch nicht weniger. Angesichts der Tatsache, dass viele Anwender damit vollkommen auskommen werden, ist ein Erfolg zumindest nicht von der potentiellen Zielgruppe schon vorab beschränkt. Datensicherheit und hohe Verfügbarkeit werden auch hier offenbar groß geschrieben und am Marketing wird es bei Lexware sicher auch nicht scheitern. Nach ASP und SaaS kommt nun die CloudComputing-Welle also vielleicht gerade recht, um diesen ersten Schritt in´s Web für die "Jederkanns-Versionen" von Lexware zum Erfolg werden zu lassen. Ob aber ausgerechnet heute, wo angesichts der Wirtschaftskrise selbst niedrigste spätere periodische Kosten gescheut werden, viele Anwender den Schritt von kostenlosen oder raubkopierten Office-Versionen zu einer gemieteten Wolkensoftware machen werden, darf in Freiburg gespannt erwartet werden. Wer ein wenig in die Zukunft denkt und sich die Frage stellt, ob und wie er seine Daten bei einem anstehenden Systemwechsel aus LexLive exportieren kann, wird sich - wenn er nicht mehr Glück beim Suchen hat als ich - den Support bemühen müssen, denn eine offensichtliche Funktion dazu habe ich jedenfalls nicht finden können. Fehlt die nur noch, oder gehört die Datenhoheit zum Konzept? Selbst wenn man seine Daten "irgendwie" bekommen kann: Wie genau funktioniert das, welche Formate stehen zur Wahl und wie einfach ist der Vorgang - z. B. zur Anfertigung eigener Sicherungen - durchführbar? OK, vielleicht gehöre ich nicht mehr zur Zielgruppe, wenn ich mir solche Fragen stelle, aber dennoch bleiben bei mir Zweifel, ob man hier nicht seine Daten ähnlich "freiwillig" als Geiseln hergibt wie bei Desktop-Produkten à la WISO Vereinsverwalter & Co...

Der Nachteil, dass die Anwendung noch ganz neu ist, ist m. E. auch zeitgleich ein Vorteil: Viele bereits etablierte kaufmännische Anwendungen, die im Browser verfügbar sind, sind entweder inzwischen optisch nicht mehr so recht auf dem aktuellen Stand oder zumindest wenig ansprechend (was in Einzelfällen aber auch zum Konzept gehört) oder durch die seinerzeit fehlenden Mittel nur träge zu bedienen bzw. mit hohen Systemanforderungen ausgestattet, um ansatzweise "RIA" zu sein. Und während der Umfang von LexLive - zumindest derzeit - noch nicht besonders "Rich" ist, finde ich die  Oberfläche in seiner Einfachheit sehr gelungen und durchaus auch ohne Silverlight oder Flash eine gute Alternative zu installierter Software. Poweruser schauen sich aber lieber m. E. funktional reifere Alternativen an. Das könnte z. B. Collmex im Web sein oder ganz andere Anbieter auf dem Desktop... ich sage jetzt aber nicht, wer das z. B. sein könnte ;)  


Fennec: Mobiler Browser von Mozilla

Wer den integrierten Browser des jeweiligen Herstellers nicht mag, greift heute meistens (wenn es das Betriebssystem des Telefons erlaubt) zu Opera Mini oder Opera Mobile. Und weil der mobile Browsermarkt langsam aber sicher auch vom letzten Ignoranten nicht mehr lange als Nischenmarkt verkannt werden kann, macht man sich auch bei Mozilla mit dem mobilen Browser "Fennec" auf, um den zaghaften, aber messbaren Aufwind für den Firefox auch auf die Handhelds und Mobilgeräte zu retten. Initial für "Maemo" (System auf dem Nokia N810) entwickelt, kann man auch schon in der ersten Betaphase schon Versionen für Windows, Mac und Linux unter abrufen (die Beta 1 für Windows gibt's als Download hier). Windows Mobile und andere mobile Linuxsysteme werden folgen; die Unterstützung soll sowohl touch-basierte als auch tastengesteuerte Endgeräte einschließen.

Was wird aber anders als bei anderen Browsern? Zunächst einmal muss natürlich auch bei Fennec möglichst der komplette Viewport für die Seitendarstellung verwendet werden. "Das einblendbare Menü" gibt es in diesem Fall nicht (wie gewohnt), sondern erst bei Cursorkontakt eingeblendete Adressleisten, Tabs (ja, man kann mehrere Tabs verwenden), Bookmarks und Einstellungen. In der Desktopvariante können diese Elemente durch Verschieben bzw. Skalieren des Viewports sichtbar gemacht werden. Aber das sind noch keine Killer-Argumente für die Benutzung von Fennec auf dem Telefon...  und auf dem Desktop ist ein kleiner Überblick ganz hilfreich, aber der Browser soll und wird es da nicht einmal gegen Chrome, Opera oder Safari schaffen. Neben dem großen Viewport erinnert übrigens auch die Sucheingabe über die Adresszeile an Chrome.

Fennec
Absichtlich unspektakulär: Nichts als die Webseite im Fenster zu sehen

Ganz deutlich für Fennec sprechen aber Dinge, die der Firefox-Benutzer bereits auf dem Laptop oder Desktop schätzen gelernt hat: Öfter mal ein anderes Gesicht dank Themes (prima sicher später auch zur Individualisierung des Browsers für einzelne Hersteller von Endgeräten) und vor allem erweiterbare Funktionalität dank AddOns, Extensions, Plugins. Optimiert für mobile Geräte steht vor allem Performance im Vordergrund - hier wird man abwarten müssen, bis die Betaphase vorbei ist, bevor man sich ein Urteil erlaubt. Helfen soll dabei auch die neue JavaScript-Engine "TraceMonkey", die auch dem nächsten Firefox Beine machen soll. Auch die Skalierung der Darstellung von Webseiten ist freilich in der Windows-Version schlecht zu beurteilen; zumindest kann man es nicht so "fühlen" wie auf dem Desktop. Verkleinert man aber die Ansicht der gleichen Seite parellel in Fennec und im Firefox, sieht das Fennec-Ergebnis in der Tat auch auf dem Windows-PC deutlich lesbarer aus - ob das nun auf dem Telefon später wirklich inßs Gewicht fallen wird oder nicht, bleibt aber ebenfalls abzuwarten.

Fazit: In Ermangelung eines passenden Endgerätes fällt ein abschließendes Urteil zwar schwer, aber es scheint sich auf jeden Fall zu lohnen, diesen mobilen Browser im Auge zu behalten. Nichts gegen Opera (ich bin als Nokia-Anwender extrem dankbar für Opera Mini als Alternative zum proprietären Browser), aber ein "mobiler Firefox" sollte allein durch die Plugin-Schnittstelle genug Potential haben, um eine nennenswerte Nutzergemeinde zu rekrutieren, sobald die Serienreife erlangt ist. Und Webdeveloper werden sich sicher angesichts der steigenden Anforderungen an "mobile Benutz- und Lesbarkeit" von Webseiten heute schon die Finger nach einer WebDeveloper-Toolbar und / oder Firebug für Fennec lecken ;)

Friday, March 20, 2009

"Flashwarnungsgau" beim IE8 fällt offenbar aus

Nachdem mir noch in der vergangenen Woche die letzte Fassung vom Internet Explorer 8 beim Besuch einer jeden Seite, die mit dem Google Analytics Trackingcode versehen ist, eine Warnung ausgegeben hat, scheint das in der finalen Fassung des IE8, die ich mir gerade installiert habe, nicht mehr der Fall zu sein.

Warnung im IE8
Klick zum Vergrößern

Warum überhaupt solche Warnungen bei Seiten erschienen, die offenkundig nichts mit Flash am Hut haben, war mir zuerst gar nicht klar, bevor ich an die Flash-Erkennung bei Google Analytics gedacht habe. Und wenn jede Site bei der Initialisierung des Trackings die beim Besucher vorhandene Flashunterstützung nur nach aktiver Bestätigung hätte auslesen können, wäre das sicherlich noch zum echten Gewissensproblem für jeden Webmaster geworden, der sich für Webanalytics entschieden hat. Möglicherweise also eine Konzessionsentscheidung bei MS gegen eine eigentlich gute Idee zu Gunsten einer ungestörten Browserbenutzung auf den letzten Drücker? Wie auch immer, ich find´s in dieser Auslieferungskonfiguration auf jeden Fall dann doch anwedergerechter.

Friday, March 13, 2009

Interessenbasierte Werbung: AdSense-Publisher in der Pflicht

* Nachtrag zum Beitrag vom 11.03 zum Google Anzeigenvorgaben-Manager: Inzwischen hat sich auch die Frage nach der praktischen Implementierung bei AdSense geklärt. Jeder AdSense-Publisher bekommt die neue Option in aktiviertem Zustand untergejubelt und ist damit in der Pflicht, seine Datenschutzbestimmungen entsprechend anzupassen und auf die interessenbasierte Werbung und den DART-Cookie hinzuweisen (Links und ein Beispiel in den Datenschutzbestimmungen zu markus-baersch.de unter "Werbung auf dieser Site", obgleich ich die Option deaktiviert habe), der auch geblockt werden kann.

Option in AdSense

Natürlich kann man die Option auch über "Bearbeiten" ausschalten und ansonsten nichts weiter tun... Dennoch ist jeder Publisher zur Aktion aufgerufen, weil er sonst nach dem Start der Anpassung ohne Änderung der Option an dieser Veränderung des Programms teilnimmt, ohne seine Besucher darauf aufmerksam zu machen. Dass die Informationen an die Publisher zusätzlich per E-Mail versendet wurden, wird nichts daran ändern, dass es demnächst eine Menge Sites gibt, die AdSense einsetzen und weder die Option verändert noch die Datenschutzerklärung ergänzt haben. Abmahnwelle schon vorhersehbar? Wer sich jetzt die Hände reibt: Wer meckern will, wird sicher irgendwie nachweisen müssen, dass er seinen Interessen entsprechende Werbung per AdSense auf einer Seite geliefert bekommt, die ganz offenkundig nichts mit dem beworbenen Thema zu tun hat. Wenn Google diese Einblendungen nicht gesondert kennzeichnet, hilft also möglicherweise nur eine "beweissicher" festgehaltene Einblendung einer AdSense - Babywindelwerbung auf einer Contentsite für Sportwaffen bei gleichzweitigem Nachweis, dass man sich ständig in Mütterforen rumtreibt, die mit AdSense beworben werden und jeden Tag nach Babynahrung googelt... Wer kann (und will) das schon? ;)

Wednesday, March 11, 2009

Google Anzeigenvorgaben-Manager: Schreien Sie "hier", wenn Sie meine Werbung sehen wollen...

Dass Google eine ganze Menge über seine Nutzer weiß und damit auch bereit ist, etwas anzufangen, ist kein Geheimnis, sondern wird aus verschiedensten Perspektiven seit jeher kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es eine neue Funktion, die alle aktiv ausschalten müssen, die Google verwenden, aber dabei nicht immer "gläserner" werden wollen. Ähnlich wie beim Web-Protokoll ("Waaas, Google weiß, welche Seiten ich besucht habe, nachdem ich auf einen Suchtreffer geklickt habe???" - "Ja natürlich, Du Depp!"), das erst dann für Aufsehen gesorgt hat, als es zu einer vom Nutzer beeinflussbaren Option gemacht wurde, wird die der "Google Anzeigenvorgaben-Manager" sicher ähnliche Entrüstung derjenigen provozieren, die sich vorher überhaupt keine Gedanken beim Surfen gemacht haben, aber nun protestieren, sobald die Bestätigung der Existenz einer solchen Funktion für alle im Web verfügbar ist. Komischerweise ist diese Untermenge der Webnutzer in weiten Teilen deckungsgleich mit den Usern zahlreicher Web 2.0 Communities und Portale, in denen sie bedenkenlos jede Menge Daten in ihre Profile eingeben, die ein noch weitaus wirkungsvolleres Targeting erlauben als die durch die Anzeigenvorgaben bei Google reflektierten Informationen. Aber egal, ich schweife offenbar schon wieder ab... 

Es geht um eine Liste der persönlichen Interessen des Surfers, die sich durch Websites ermitteln lassen, die man besucht hat oder Videos, die man bei YouTube angesehen hat. Sind mehrere der von mir bevorzugten Websites Partner im Google Werbenetzwerk (erscheinen dort also über das AdSense-Programm von Google ausgelieferte Anzeigen), wird davon ausgegangen, dass meine persönlichen Interessen mit den Informations-Segmenten übereinstimmt, in die die entsprechenden Websites einsortiert wurden. Google weiß also auch ohne Verwendung eines Google-Accounts durch entsprechende Cookies unter Umständen nach einer Weile theoretisch recht gut, was mich interessiert. Was liegt näher, als mir beim nächsten Besuch bei YouTube oder einer Website mit aktiviertem Google-Werbeprogramm Anzeigen zu präsentieren, die meinen Interessen entsprechen? Das System, welches mehrfach effektlos ausgelieferte Anzeigen immer weiter aus dem Fokus des Benutzers rückt (das passiert z. B. bei AdWords-Anzeigen in Suchergebnissen, wenn mehrfach nach dem gleichen Begriff gesucht wird), kann auf diese Weise noch verbessert werden und mir nicht nur "relevantere und interessantere Werbung" liefern, sondern eben auch genau die Anzeigen, die die besten Chancen auf einen Klick von mir - unter Berücksichtigung meiner offenkundigen Interessen - haben.

Da dieses System seine Grenzen hat, kann auch der "anonyme Google Nutzer" ohne Anmeldung in einem Google Account selbst Finetuning an den ermittelten Interessen haben. Vordergründig kann so z. B. die Tatsache "korrigiert" werden, dass ich beruflich vielleicht jede Menge Sites besuche, die meine privaten Interessen überhaupt nicht abdecken, so dass ich Werbung sehe, die für meinen Chef sicher klasse ich, mich selbst aber überhaupt nicht anspricht. Kein Problem: Unter http://www.google.com/ads/preferences/ lassen sich die ermittelten Vorgaben bereinigen, eigene Einträge hinzufügen oder die Funktion komplett deaktivieren.

Ich für meinen Teil werde nun erst einmal von der üblichen Cookievernichtung beim Sitzungsende absehen und aus reinem Interesse beobachten, welche Schwerpunkte denn so ermittelt werden, wenn die Funktion einige Zeit zur Analyse meines Surfverhaltens bekommt. Da ich ansonsten ohnehin privat relativ "web-werberesistent" bin und nur aus beruflichen gründen Interesse an AdWords, AdSense und anderen Programmen habe, ist diese Funktion für mich vom reinen Anwendernutzen her eher irrelevant. Aus Sicht des Datenschutzes sehe ich keinen Aspekt, der wirklich neu wäre... außer natürlich, dass Google diese Daten nur dort nutzen kann, wo der AdSense-Publisher dieser Form des verbesserten Targetings überhaupt per AGB oder sonstwie zustimmt*. Illusionen über Privatsphäre im Web ohne besondere Vorkehrungen habe ich auch seit längerer Zeit nicht, so dass mir die Funktion mehr oder weniger "wurscht" ist. Das mag aber nicht jeder teilen und vor allem diejenigen, die aus Prinzip entrüstet sind, wenn es um Google und Nutzerdaten geht, dürfen nun wieder ihre Blogs vollschreiben. Viel Material habe ich zwar zu diesem Thema komischerweise noch nicht gefunden; das kommt aber sicher in den nächsten Tagen.

Siehe hierzu den Beitrag AdSense Publisher in der Pflicht.

Tuesday, March 03, 2009

Steigende Gefahr der Abmahnung wegen fehlerhafter AGB

Fehlende Angaben im Impressum, auf wackeligen Beinen stehende Preisauszeichnungen, unklare Versandkonditionen, mangelhafte Implementierung der Widerrufsbelehrung in den Verkaufsprozess... die Ansatzpunkte für abmahnfreudige Wettbewerber im Internet scheinen besonders für Shopbetreiber oft ein Fass ohne Boden zu sein. Nun kommt mehr und mehr das Thema "Abmahnungen wegen AGB" hinzu. Denn nirgends wird auf das Naivste so viel aus unterschiedlichen Vorlagen "zusammengeklaubt" und zu - nur auf den ersten Blick - passenden und schlüssigen Fassungen neu zusammengestellt wie bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dass gerade hier also besonders viele fragwürdige, unklare oder geltendes Recht ignorierende verstoßende Formulierungen zu finden sind, ist eigentlich kein Wunder.

Während aber bisher der Schaden in der Regel gering war und im Fall unwirksamer Klauseln "nur" die entsprechende gesetzliche Regelung als Ersatz herhalten musste, wenn es denn überhaupt zur Beanstandung kam, ist die Veröffentlichung der AGB im Internet möglicherweise bald eine regelrechte Einladung für echte oder "konstruierte" Wettbewerber, wenn die fraglichen Klauseln mit dem Wettbewerbsrecht kollidieren (siehe auch Beitrag "Klauselkrieg" in der c`t Ausgabe 4/09). Künftige Massenabmahnungen in diesem Bereich sind offenkundig nicht einfach auszuschließen.

Und während man in vielen Fällen (wie z. B. der Preisauszeichnung oder der Versandkostendeklaration) schon durch die sorgfältige Auswahl eines passenden Shopsystems oder die Anpassung einer bestehenden Lösung, die nicht explizit auf die Anforderungen für deutsche Shopbetreiber ausgelegt ist, viele Probleme zur Not auch selbst und aus eigener Kraft vermeiden kann, ist spätestens bei den AGB Schluss mit sinnvoller "Selbsthilfe". Musterwiderrufsbelehrung: OK. Aber "Muster-AGB" in einem Shop können im Ernstfall eigentlich nur schaden und selten helfen. Es gibt also einen Grund, warum es in Shops nur selten vorgefertigte Muster für AGB gibt, wenngleich es in einem guten Shop ansonsten für fast alle anderen Texte, die bei der Einrichtung zu individualisieren sind, in der Regel fast gebrauchsfertige Beispieleinträge existieren. Die AGB müssen zum Unternehmen und den angeboteten Waren und Dienstleistungen passen und bei Einführung neuer Vertriebswege wie einem Onlineshop ggf. fachgerecht überarbeitet oder ergänzt werden, wenn Sie sicher stellen wollen, dass Sie sich auch in Zukunft ansatzweise sicher vor Abmahnungen wegen mangelhafter AGB fühlen können. Ihr Webdesigner kann das nicht; auch nicht die Buchhaltung im eigenen Haus. Aus der Erfahrung mit diversen Shopprojekten für Kunden kann die Empfehlung nur lauten: Ziehen Sie einen Fachanwalt hinzu, wenn es um die Definition von AGB geht und ruhen Sie sich auch nicht auf einer Fassung aus, die bereits mehrere Jahre auf dem Buckel hat. Eine regelmäßige Prüfung verursacht überschaubare Kosten, die Ihnen eine Menge Ärger ersparen können. Und selbst wenn Sie bisher immer gut mit Ihren AGB gefahren sind, lassen Sie sie dennoch von einem Anwalt auf ggf. erforderliche Anpassungen prüfen, bevor Sie damit in einem neu eingerichteten Onlineshop versehen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein Dritter alles so einrichtet, wie es dann schlussendlich auch "rechtskonform gebrauchsfertig" ist - gerade im Fall eines Shops.

Denn selbst dann, wenn es Ihnen mit entsprechenden Mitteln wie JavaScript oder "noindex"-Anweisungen für Robots gelingt, Ihre AGB aus den Suchmaschinen rauszuhalten und sich so wenigstens vor Abmahnungen zu schützen, die daudurch entstehen, dass jemand einfach nach häufig kopierten, aber rechtswidrigen Klauseln bei Google sucht und die Betreiber der Sites aus der Trefferliste mit ungewünschter Post beglückt... Ihre AGB sind dadurch weder besser noch unangreifbarer geworden. Spätestens bei konkretem Interesse eines Ihrer Wettbewerber (im echten Leben oder auch nur in den Suchergebnissen) wird dieser sich Ihre Site genauer ansehen und ggf. auch in den AGB finden, was er gesucht hat, wenn Sie nicht vorgesorgt haben. Es mag heute für diesen noch eine zu große Hürde darstellen, Ihnen daraus einen Strick zu drehen... im "Abmahnland" Deutschland wird sich aber sicher recht bald ein gangbarer Weg finden - wäre ja gelacht, oder?

Saturday, February 28, 2009

Warum Kommentare derzeit deaktiviert sind

Wer sich wundert, warum in einzelnen Beiträgen dazu aufgerufen wird, Kommentare zu hinterlassen oder in Nachträgen auf Kommentare Bezug genommen wird, die man gar nicht sehen kann, dem sei versichert, dass ich das mindestens genau so blöd finde wie er selbst. Da ich derzeit aber täglich - nach einem Update der Blogsoftware (grummel!) - mit ca. 10.000 Spamkommentaren beballert werde, die im Gegensatz zu Wordpress in "dasBlog" leider überhaupt nicht zu handhaben sind (Sorry Clemens); ich aber aus alter Liebe zum Produkt und zum Erhalt der auch nicht immer gelungenen URLs (nochmal Sorry, Clemens*) nicht umsteigen will, muss die Kommentarfunktion leider komplett ausgeschaltet bleiben, bis eine Lösung gefunden ist oder sich die freundlichen Kommentargeber aus SpamALot dauerhaft ein anderes Ziel gesucht haben.

Ich kann also zwar nichts dafür, entschuldige mich aber dennoch für dieses daher hinsichtlich der Interaktion auf "Web1.0-Level" zurückgefallene Blog. Wer Kommentare dennoch über den Umweg einer Mail (gern veröffentliche ich Hinweise auf Wunsch auch "manuell") loswerden möchte, verwendet bitte einfach das Kontaktformular oder sendet mir eine Mail (siehe Impressum).

* ... obschon ich natürlich weiß, dass das inzwischen schon andere längst hätten angehen können und es Dir nicht persönlich ankreide ;)

Wednesday, February 04, 2009

phpBB: Wenn Google Analytics keine Daten bekommt

Das kommt davon, wenn man nicht gleich nachsieht: Vor Wochen habe ich in ein Projekt, welches mit phpBB betrieben wird, über die Templates einen Tracking-Code für Google Analytics implementiert und wollte nun erstmals nachsehen, wie es denn mit den Besucherzahlen dort aussieht und ob bestimmte Bereiche vielleicht mehr Aufmerksamkeit benötigen. Mein erstaunen war groß, als Google Analytics mir meldete, dass der Code korrekt implementiert sei, aber dennoch keine Daten gemessen wurden. "Warte auf Daten"... und zwar seit Wochen. Die Implementierung des Trackingcodes für Google Analytics in phpBB funktionierte also offenbar nicht.

Na klar! Der Code ist irgendwie nicht richtig implementiert. Aber warum? Die Lösung: phpBB scheint "Unnützes" bei der Ausgabe zu filtern und der Trackingcode von Google Analytics hat unter diesem Filter zu leiden. Ich muss gestehen, dass ich kein ausgewiesener phpBB-Fachmann bin und nur so eben gut genug zurecht komme, um ein Forum damit aufzusetzen und einige Anpassungen am Design zu erstellen. Daher habe ich auch keine Ahnung, ob dieses Verhalten per Option steuerbar ist oder nicht. Und so musste in meinem Fall eine eher triviale Lösung her: Ich habe ein Leerzeichen an passender Stelle eingefügt, danach wurden die Daten auch korrekt an Google Analytics übertragen. Falls sich jemand mit einem ähnlichen Problem rumschlagen sollte und dank Suchmaschine auf diesen Beitrag gestoßen ist - hier die Anleitung, damit das Tracking über Google Analytics korrekt funktioniert. 

Im Template lässt sich der Code - egal ob neuer oder alter Trackingcode -, welcher gern am Ende einer Seite wohnt und so möglichst wenig den Seitenaufbau verzögert, simpel - und vor allem korrekt und vollständig - z. B. in overall_footer implementieren. Hierin ist in der letzten Zeile des Trackingscripts ein leerer Anweisungsblock zur Fehlerbehandlung vorhanden. 

Code in phpBB einbauen

Wird diese Änderung gespeichert, liefert phpBB eine "optimierte Fassung" des Codes aus, in dem der leere Anweisungsblock leider fehlt. Dies sorgt dafür, dass das ganze Script nicht korrekt arbeitet und keine Daten bei Google Analytics ankommen. Im Quelltext einer produzierten fertigen Seite sieht das dann so aus:

Defekter Code im Quelltext

Um das Problem zu beheben, kann zwischen die beiden Klammern des leeren Anweisungsblocks im Script beim Einbau in das Template einfach ein Leerzeichen eingefügt werden. Dies reicht offensichtlich, um den Block nicht als "leer und verzichtbar" zu erkennen. Eine Seite beinhaltet nach dieser Anpassung dann auch den vollständigen Code.

Funktionierender Code

Analytics ist damit zufrieden und zeigt künftig Daten an. Die Lösung ist zwar vielleicht nicht elegant, funktioniert aber. Wer weiß, warum das Script ohne diese Anpassung "kaputtoptimiert" wird und wie man dies durch eine entsprechende Einstellung oder Option im System verhindern kann, dem wäre ich für einen entsprechenden Hinweis per Kommentar höchst dankbar.

Friday, January 16, 2009

Google Örs vs. Google Mops

Ich habe schon lange nicht mehr auf dem Weg vom Büro zum Parkhaus laut gelacht. Sieht auch doof aus, wenn man allein durch die Stadt rennt und plötzlich anfängt, sich aus heiterem Himmel laut zu beömmeln. Leider ließ sich das heute nicht ganz vermeiden. Warum? Ganz einfach: Ich verkürze mir den Weg gern mit Hörbüchern oder Podcasts. Leider kommt man nicht immer dazu, alles zeitnah zu hören; z. B. weil Hörbücher epischen Ausmaßes die Podcasts zeitweise ausstechen. Daher konnte ich mir - leider - heute erst die Folge vom 2.12. der Webmasters on the Roof mit dem schönen Titel "Google Örs" anhören. Und schon ist eigentlich genug zum Lachanfall gesagt, oder? Hallo, jemand zuhause? Google Örs statt Google Earth??? Ich wollte einfach nicht glauben, dass eine messbare Anzahl von [ *+~!$"!snipp!] sowas ernsthaft in die Browserzeile eingibt oder gar absichtlich Suchmaschinen damit belästigt. Aber klar doch: Das Google Keyword Tool hat mich eines Besseren belehrt. Egal, ob man den Zahlen nun trauen mag oder nicht. Aber über 200 "navigatorische" Anfragen in der einen oder anderen Art und gar 1900 Mal google örs + ca. 600 google ors im Monat? Ernsthaft? Das ist schooon klasse ;)

Ein Blick in die Synonyme machts aber noch viel schlimmer. gogle örs, goggle örs und googel örs. Genau wie google ör. Mein lieber Schwan. Aber google ehart mit knapp 18.000 Suchanfragen / Monat ist schon fast die Überlegung wert, sich künftig als der "Google Ehart" vorzustellen und als Entschuldigung vorzubringen, die Eltern seien damals auf dem Standesamt halt besoffen gewesen ;-). Der Sieger nach (blödsinnigen) Anfragen - übrigens gefolgt von google imagens - ist... google erth (über 40.000!!!). Nicht zu verwechseln mit google berth. Oder google ernieh. Mannomann, gleich nochmal der liebe Schwan!

Leider nach Punkten mit nur ca. 600 Anfragen pro Monat total abgeschlagen, aber ungeachtet dessen mein persönlicher Favorit: google mops. Danach habe ich mich einfach nicht mehr getraut weiterzusuchen...

Monday, January 05, 2009

Shop Usability: Offene Fragen vermeiden - an jeder Stelle!

Das es für einen Online-Shop keine gute Idee ist, den Benutzer zu verwirren oder vorhersehbare Fragen nicht direkt im Prozess oder zumindest einem gut verlinkten und befüllten FAQ zu beantworten, ist mehr als eine Binsenweisheit. Jeder Shopbetreiber, der sich mit ernsthaft mit der Verbesserung der Usability (und hoffentlich damit auch der Conversions) auseinandersetzt, findet im Verlauf seiner Bemühungen Stolpersteine... oder er läßt diese im Rahmen einer extern durchgeführten Usability-Analyse finden.

Dass nicht nur Produktdetailseiten, der Warenkorb und der Abschlussprozess im Web dazu gehören, wurde mir heute mehr oder weniger als "Opfer" einer extrem unklaren Formulierung eines Shops wieder schmerzlich bewusst. Es gibt auch viele Möglichkeiten, im dem Prozess folgenden - oder wie im Fall von Registrierungsbestätigungen etc. auch den Einkauf begleitenden - Mailverkehr unnötige Fragen aufzuwerfen. Dies geschieht in der Regel durch:

  • Überinformation. Besipiel: Bankverbindung zum Überweisen in Bestätigungsmail nebst eindeutiger Aufforderung, obschon per kreditkarte bezahlt wird? 
  • Zu wenig Information: Bestellung ist eingegangen. Aha, welche? Was habe ich bestellt?
  • Unklare Formulierungen (Beispiel folgt...)
  • Zahlreiche Rechtschreibfehler (fördert nicht wirklich das Vertrauen)
  • Falsche Sprache. Nicht lachen: Shopoberfläche deutsch, Bestätigungsmails englisch ist kein Einzelfall bei internationalen Shops...Aber auch ein plötzliches "Du", obschon der Shop selbst recht förmlich daher kommt, ist schon vorgekommen.

Wenngleich die Probleme in den meisten Fällen nicht zum nachträglichen Kaufabbruch führen und auch doppelt überweisene Zahlungen wieder zurückgezahlt werden können, ist ein zweiter Einkauf nur dann noch wahrscheinlich, wenn man sich im AfterSales-Prozess besondere Mühe gegeben hat. Was im vorlieghenden Fall aber passiert ist, ist eher ein Beispiel für unklare Formulierungen. Oder besser: Unklare Absicht hinter der Mail. Es handelt sich um eine "Bestell[eingangs]bestätigung" des Shops von Borussia Mönchengladbach Eine Bestellung habe ich ungeachtet einiger kleiner Hürden am 20.12., wohlwissend, dass es vor Weihnachten sicher nichts mehr wird, abgeschickt. Eine Bestätigung per Mail habe ich auch erhalten...dachte ich jedenfalls zuerst.

Da nun aber bis heute weder Ware noch Nachricht eingetroffen sind, wollte ich mich über die Verfügbarkeit des Artikels auf der Website informieren. Kurz gesagt: siehe Bild. Abgebildet ist die aktuelle Produktinformation, berienigt um das Bild. Sonst ist alles da, was es zu finden gibt; und das ist - leider - wenig genug.

Produktdetailchen

Unpraktisch, dass das zitierte "Klapp-Menü" nun gar nicht mehr sichtbar ist (zum Zeitpunkt der Bestellung konnte man noch aus zwei Größen wählen) - sicherlich, damit nicht noch mehr Besucher einen Artikel bestellen, den man doch gar nicht liefern kann.

Nun das eigentliche Problem: Der "Durchschnittsbesucher" mit etwas Onlineshopping-Erfahrung geht davon aus, dass die Mail, die unmittelbar nach Bestellabschluss kommt, auch eine Auftragsbestätigung ist. In der Hoffnung, den Liefertermin beim Querlesen vor zwei Wochen einfach nur übersehen zu haben, habe ich nun aber die Mail hervorgeholt und dann folgende Formulierung gefunden:

Betreff: Ihre Bestellung bei Borussia Mönchengladbach 

--------------------------------------------------------------------------
+++ Borussia Mönchengladbach Bestellbestätigung +++
--------------------------------------------------------------------------

Sehr geehrter Herr Baersch,
vielen Dank für Ihre Bestellung bei Borussia Mönchengladbach
vom 20. Dezember 2008.
Bestellnummer: 123456
==========================================================================
Menge Produkt Einzelpreis Gesamtpreis
--------------------------------------------------------------------------
1 Kinderschlafanzug "Home" 24,99 EUR 24,99 EUR
Größe: 164

Versandkosten 4,99 EUR 4,99 EUR
==========================================================================
enthaltene MwSt.: 4,79 EUR
Gesamtsumme: 29,98 EUR
==========================================================================
Diese E-Mail ist keine Auftragsbestätigung. Lieferung erfolgt nur so
lange der Vorrat reicht.


Rechnungsanschrift: Herr Markus Baersch
...
(und so weiter)

Hmm... für mich liest sich der rot markierte Abschnitt als Benutzer des Shops nun im Extremfall so: "Keine Auftragsbestätigung, nur eine Bestätigung der Bestellung. Und man wird nur beliefert, wenn Ware da ist". Fazit: Man hat eigentlich gar keine Ahnung, ob nun eine Bestellung in Bearbeitung ist oder nicht. Offenbar aber jedenfalls nicht, wenn die Ware vielleicht nicht mehr geliefert werden kann.

OK, das ist vielleicht ein gemeines Beispiel, da die Ware nun offenkundig nicht mehr verfügbar ist und eine böswillige Interpretation - zugegeben. Aber auch im wirklichen Leben weiß ich als Kunde nun nicht, ob ich etwas bestellt habe oder nicht. Und ob ich noch mit einer Lieferung und Belastung meines Kontos rechnen darf oder lieber einen Schlafanzug von Hoffenheim kaufen soll ;) Erst eine Rückfrage per E-Mail hat nach einiger Wartezeit die Antwort ergeben, dass die Ware voraussichtlich am Monatsende wieder lieferbar sei. Ohne eine Nachfrage hätte ich das aber sicher erst mit Eintreffen der Lieferung erfahren... unschön. 

Wenn Sie also einen Webshop betreiben, dann lassen Sie sich von diesem Beispiel dazu inspirieren, sich den eigenen Prozess wirklich bis zum Ende anzusehen. Nicht immer, aber ab und zu kann eine sicher gut gemeinte Formulierung viele Fragen aufwerfen - was immer vermeidbar ist. In diesem Fall hätte es ja schon gereicht, den weiteren Verlauf zu skizzieren und zu beschreiben, unter welchen Bedingungen nun was passiert. Und es muss zusätzlich sicher gestellt sein, dass Bestellungen, die in absehbarer Zeit nicht bedient werden können, eine Rückmeldung erhalten und die Kunden entscheiden können, ob weiter gewartet wird oder die Bestellung verworfen werden soll (wenn die Option der späten Lieferung denn überhaupt besteht). Beispiel gefällig: Amazon (wer sonst) macht es auch hier goldrichtig und kann getrost als Vorbild dienen. Solange dort eine Bestellung noch aktiv ist, kann man sich nicht nur online jederzeit über den Status informieren, sondern wird auch per Mail bei weiteren Verzögerungen, Preisänderungen oder sonstigen Anpassungen rund um die bestellten Artikel per Mail informiert.

Empfehlung für SEO AddOns im Firefox

Firefox zeichnet sich als Werkzeug für Suchmaschinenoptimierung besonders dadurch aus, dass es zahlreiche AddOns gibt, die die tägliche SEO Arbeit und vor allem die eingehende Analyse bestimmter Seiten erleichtern. Ich bevorzuge dabei allerdings Tools, die mir die gewünschte Information möglichst direkt im Browser liefern, ohne dafür eine neue Seite eines Webdienstes laden zu müssen, denn Lesezeichen kann ich gerade noch selbst verwalten. Die RankRequest SEO - Toolbar fällt z. B. somit ungeachtet der eigentlich ja ganz sinnvollen Tools unter AddOns, die man sich m.E. getrost sparen kann. Will man einzelne Funktionen hiervon doch mal nutzen, findet man diese problemlos selbst im Web bei RankRequest, ohne sich lediglich die Eingabe der gesuchten Seite zu ersparen, indem man eine platzverschwenderische Toolbar einsetzt, die außerdem noch jede Menge mitbringt, was den typischen SEO wenig interessiert (hmpf!).

Auch problematische "Dauerfeuertools" wie SEOQuake mag ich aus verschiedenen Gründen nicht, die ich in einem eigenen Beitrag an anderer Stelle dargelegt habe und in dem man auch weitere Argumente für einige der im Folgenden aufgezählten Tools findet. Hier also meine Auswahl der Firefox AddOns, die unmittelbar das Feedback bringen, das man gerade braucht und die dann zuschaltbar sind, wenn Sie benötigt werden bzw. den normalen Surfalltag so wenig wie möglich belasten (Reihenfolge bedeutet keine Wertung oder etwas in der Art; alle Tools ergänzen sich undgeachtet einiger Funktionsredundanzen):
  • Search Status
  • Live HTTP Headers
  • Flagfox
  • Firebug
  • Developer Toolbar
  • Customize Google
Die Liste enthält nur Tools, die in aktuellen 3-er Versonen von Firefox laufen und die nicht experimentell sind. Durchaus nützliche Tools wie SEOHAND oder MetaTags fallen daher aus der Liste, sind aber je nach Version und Experimentierfreudigkeit auch einen Blick wert. Sollte es weitere hilfreiche Kandidaten geben, werden diese ggf. als Kommentar an diesen Beitrag angehängt. Über diesen Weg sind auch gute Vorschläge zur Erweiterung der Liste jederzeit willkommen! Möglichst natürlich mit einem guten Argumentfür das jeweilige AddOn.


Wednesday, December 31, 2008

Muss man nach zu viel joinR zum OptikR?

Usability, speziell Web-Usability ist ja nun mal beruflich in gewisser Weise mein Thema, wenngleich weder dieses Blog (ja, ich nenne es das Blog und nicht der Blog und wer wissen will, warum, bekommt die Antwort hier) und auch die eigene Site nicht wirklich als Aushängeschild geeignet sind. Wenn ich aber nebenbei auf dem Notebook meiner Frau per Seitenblick sehe, was man sich in so vielen Web 2.0-Communities so alles gefallen lassen muss, kann ich manchmal nicht anders. Wozu soll es gut sein, wenn die voreingestellte Schrift mehr oder weniger jeden Besucher - selbst denjenigen, der über ein durchschnittlich gutes Sehvermögen verfügt - zum Zoomen zwingt, wenn man sich keine Kopfschmerzen bei längerem Verweilen einfangen will? Ein aktuelles Beispiel mußte ich umgehend (wenn auch nicht unter eigenem Namen) kommentieren - das ist ja schließlich der Sinn und Zweck des Mitmach-Webs ;)

In einer joinR - Gruppe, die dem edlen Zweck dient, Lobeshymnen über den gottgleichen Chuck Norris zu verbreiten, darf man sich (wie in den anderen Gruppen auch) an satten 10 Pixel hohen Verdana-Absätzen erfreuen; der rot umrandete Eintrag ist meine persönliche Bereicherung des Forums.



Für die miese Qualität der Abbildung, die ich leider noch 10% verkleinern mußte, kann ich nur einen Teil der Verantwortung übernehmen. Wer das nur unwesentlich besser lesbare Original live betrachten will, kann auf das Bild klicken und zur Gruppe bei joinR gelangen. Ein paar Pixel mehr und ein gefälliger Zeilenabstand würde hier schon viel verbessern. Ob man da wohl ein offenes Ohr findet? Ich werde es vielleicht einfach mal versuchen...

Was hier genau so vergessen wurde... wie bei vielen anderen Seiten auch: Text im Web ist kein Print-Text! Das wird er erst dann, wenn glücklicherweise separate CSS-Formatierungsanweisungen für den Druck definiert wurden oder einer der beliebten "Druckansicht"-Links benutzt werden. Solange Text aber im Browser zum Zweck des Lesens durch einen Besucher dargestellt wird, sollte die Mindesthöhe für Schrift je nach Evangelium 14 oder 15 Punkte betragen. Und auch eine vergrößerte Zeilenhöhe, die das 1.4/1.5-fache der Schrifthöhe (je nach Font sogar besser mehr) beträgt, erhöht die Lesbarkeit von Webtext enorm. Das würde m. E. auch das Lesen bei joinR um Klassen einfachR machen ;)

Tuesday, December 30, 2008

Ein kleines Jubiläum: 75.000 Downloads der Projektmanagement Muster

Das hätte ich wirklich nicht erwartet, als ich im Februar 2007 damit begonnen hatte, meine bis dahin eher stiefmütterlich behandelte Website umzugestalten und in diesem Zusammenhang kostenlose Muster für Projektmanagement-Dokumente wie Lastenheft, Pflichtenheft & Co. anzubieten. Sicherlich sind 75.000 Downloads nicht die Welt und andere Dinge werden weitaus häufiger heruntergeladen - selbst an einem einzigen Tag. Dennoch ist der nun herrschende rege Besucherverkehr mehr, als ich im Sinn hatte. Zugegeben: Die Vorlagen sind natürlich ein Magnet, der in einem zweiten Schritt auch dazu geeignet sein kann, Geschäft zu generieren (und das hat ja auch in einigen Fällen durchaus funktioniert). Trotzdem steckt eine Menge initialer Arbeit in der Anlage und Gestaltung aller Vorlagen, die auch demjenigen zur Verfügung stehen, der keine Beratung, Schulung oder sonstwas zusätzlich braucht. Und so ich freue mich immer, wenn ein wenig Dank zurückkommt. Stellvertretend für das durchweg positive Feedback, das ich über das Kontaktformular bekommen habe, soll hier zum "kleinen Jubiläum" eine "Kundenstimme" zu Wort kommen:

Nachricht von 26.05.2008, 22:19:26:

Guten Tag Herr Bärsch

hiermit möchte ich Ihnen ein feedback zu den kostenlosen Vorlagen geben, die Sie auf Ihrer Seite anbieten.

Ihnen gebührt mein aufrichtiger und besonderer Dank, da ich erst auf Ihrer Seite endlich einmal Hilfestellung bekommen habe, wie sich die einzelnen Dokumente eines Projektes aufschlüsseln, wie sie aufgebaut sind und als Muster aussehen können.

Vielen herzlichen Dank, dass Sie all diese Downloads gratis anbieten. Das hebt Sie von anderen Seiten im Netz ab, wo man erst eine Mitgliedschaft kaufen muss, um solche Vorlagen einsehen zu können...

Liebe Grüße aus Aachen
Manfred Gaspers

Kurz gesagt: Ich finde es auch prima, wenn jemand eine Vorlage sucht und hier findet, was er benötigt. Dazu ist natürlich auch die Mithilfe von Suchmaschinen gefragt, denn da kommen die Anfragen - und ein großer Teil neuer Besucher - schließlich her. Insofern kann und muss ich mich wohl auch bei Google für die Überraschung bedanken ;-)

Mein eigener Dank geht an alle zurück, die Interesse an den Vorlagen gezeigt haben. Besonders diejenigen, die mich mit einem Backlink belohnt haben, sollen - wenngleich sie dies hier nicht zwingend lesen werden - natürlich besonders gelobt werden (grins). Weiterhin ist jedes Feedback willkommen und wird, wenn irgend möglich, auch zeitnah beantwortet.

Ich hoffe einfach mal, es geht in den nächsten Monaten so weiter wie bisher, so dass sich die Arbeit, die bisher schon in das Thema gesteckt wurde, weiter gelohnt hat. Nach wie vor steht die Fertigstellung eines eBooks, das die noch fehlenden kommentierten Fassungen für alle Dokumente nachliefern soll, aus Mangel an Zeitüberfluss aus. Ich habe den Plan aber noch nicht aufgegeben und bitte bis dahin jeden, der eine Detailfrage zu einem der Dokumente hat, um eine kurze E-Mail. Wenn es sich irgendwie einrichten läßt, kann eine Antwort aus dem bereits bestehenden Rohmaterial für das eBook vorab als Antwort dienen... oder die Frage zwingt mich zur Fertigstellung eines weiteren Bausteins für den geplanten eBook-Leitfaden :-)

Sunday, December 21, 2008

JavaScript-Debugging kostenlos mit Visual Studio

Der enorme Vorteil des Visual Studio beim Debugging von JavaScript ist die Tatsache, dass (fast) alle Unterschiede, die man sonst zwischen dem Debuggen von "echten" Anwendungen und (clientseitigen) Scripten kennt, in dieser Lösung ausradiert werden. Man muss sich allerdings mit der Einschränkung begnügen, dass sich der Debugcomfort auf den Internet-Explorer beschränkt und andere Browser hiermit nicht verwendet werden können. Im Zusammenspiel mit dem IE kann JavaScript-Entwicklung aber mehr oder weniger vollwertig genau so wie bei der Entwicklung von VB, C#, C++ oder anderen "VS-Sprachen" ablaufen: IntelliSense (oder wie heißt diese Funktion nun gerade bei MS?), Haltepunkte (!), Wertemanipulation und komplette Auswertung von Objekten, Eigenschaften und DOM - alles zur Laufzeit und ggf. manuell ausgelöst durch Klicks im Browser. Und schon macht JavaScript wieder Spaß - sogar, wenn man nach Fehlern sucht ;)

Javascript Debugger im VS

Dank des Debuggers im Visual Studio mag ich JavaScript plötzlich wieder ;)

Haltepunkte und überwachte Ausdrücke

Haltepunkte, überwachte Ausdrücke, Aufrufliste, Einzelschritt, Prozedurschritt - alles genau wie bei C# & Co. Eben ein vollwertiger Profi-Debugger; nur eben für JavaScript. Freu! ;)

Debugging im Browser aktivieren

Damit die Verbindung zum Browserprozess funktioniert, muss dies im IE explizit erlaubt werden, was dankenswerterweise nicht im Standard vorkonfiguriert ist. Um die Brücke zu öffnen, muss im IE unter Extras - Internetoptionen - Erweitert relativ weit oben in der Liste der Optionen das Scriptdebugging aktiviert werden (die Optionen zum deaktivieren also ausschalten).

IE Debugging Optionen

Ebenso ist es hifreich, die Anzeige von Scriptfehlern zu aktivieren, so dass der Klick auf die Statusleiste im Fehlerfall entfallen kann.

JavaScript - Debugging im Visual Studio nutzen

Um nun z. B. einen Haltepunkt im Script sezten zu können, wird im VS unter Extras die Verbindung zum Internet-Exporer über "mit Prrozess verbinden..." hergestellt, indem iexplore.exe (genau: der muss dazu gestartet sein) aus der Prozessliste ausgewählt wird. In der Projektmappe werden nun alle am Prozess "hängenden" Dateien angezeigt... darunter auch die HTML-Quellcodes, externe CSS-Dateien und Scripte. Per Doppelklick auf die gewünschte Datei - also das Script oder die Script beinhaltende HTML-Datei - wird diese in den Editor geladen und kann nun bearbeitet werden (im Fall einer lokalen Datei) oder in jedm Fall mit einem Haltepunkt versehen werden. Wird das Script automatisch beim Laden der Seite ausgeführt, genügt ein Reload. Ansonsten klickt man nun auf den Link oder anderen Auslöser für das Ereignis, welches das gewünschte Script aufruft (bzw. den Fehler auslöst ;)). Am Haltepunkt kann nun z. B. Einsicht in aktuelle Zustände von Objekten, Variabeninhalte etc. genommen und das JavaScript schrittweise weiter ausgeführt werden.

Kostenlose Alternative zum "kompletten" Visual Studio

Um diese Vorteile nutzen zu können, ist nicht unbedingt der Erwerb eines Visual Studio erforderlich. Nicht nur zum Ausprobieren, sondern bei Gefallen auch zum dauerhaften Gebrauch eignet sich die kostenlose Express-Edition; z. B. vom Visual Web Developer 2008 - leider steht hierbei aber der Debugger für JavaScript nur über Umwege zur Verfügung. Dennoch kann man mit einem Trick (siehe unten) Webanwendungen auch mit der kostenfreien Variante komfortabel von Fehlern befreien und während der Entwicklung analysieren. Man erhält zudem u. A. einen inzwischen erwachsen gewordener Editor, der gleichermaßen für ASP, HTML, etc. verwendet werden kann. Nur bei PHP ist Essig mit dem Comfort und selbst das Nachpflegen von Syntaxhighlighting für PHP im VS scheitert in dieser Version, weil die Voraussetzungen fehlen. Wer sich bei PHP also auch wohlführen will und keinen zweiten Editor einsetzen mag, sollte sich die Komodo IDE (nicht den freien Editor) ansehen, denn dort ist neben allem anderen auch das Debugging von Scripten möglich. Ob auf der anderen Seite im VS,PHP, das auf der VS-IDE aufsetzt, direkt oder durch Parallelinstallation des Visual Web Developers beides unter einen Hut bringen läßt, kann ich leider nicht sagen, da ich VS.PHP nicht nutze (wer es weiß ist gebeten, einen Kommentar zu hinterlassen - Danke!).  

Visual Web Developer 2008 in der Express-Edition installieren

Die Installation des Pakets ist... nun ja: "relativ" mühselig. Am Anfang steht ein Download des kleinen Installers unter http://www.microsoft.com/express/vwd/, der die benötigten 138 MB (zzgl. ggf. 84 MB für den optionalen SQL Express 2008, der aber für ein erstes Ausprobieren - oder bei Vorhandensein einer älteren Fassung - nicht unbedingt benötigt wird) für das Setup aus dem Internet nachzieht. Das ist bei schnellen Verbindungen kein Thema und in einigen Minuten erledigt, sonst sicher ggf. schon ein erstes kleines Problem.

Die Installation des etwa 1.3 GB benötigenden Pakets dauert hingegen - Visual Studio-typisch - einige Zeit und lädt dazu ein, in der Zwischenzeit etwas Sinnvolleres als die Beobachtung des Fortschrittsbalkens zu unternehmen. Allein die C++ Runtime und das .NET-Framework in der Version 3.5 brauchen zur Installation länger, als das Nachladen des Setups aus dem Netz. Und das sind nur die ersten beiden von insgesamt 11 Komponenten des Visual Web Developer 2008 Express. Mit einem Gesamtaufwand von etwa 1,5 bis 2 Stunden (je nach System und Webanbindung) dauert der ganze Spaß zwar deutlich länger als die Installation eines reinen Editors, dafür bekommt man aber auch einiges mehr. Viele hilfreiche Funktionen rund um CSS, ein hilfreicher Objektinspektor, Instellisense zur Codevervollständigung und auch die einfache Verwendung der AJAX-Controls von MS sind Argumente, die auch für Entwickler, die sonst nicht zu den Visual-Studio-Fans zu zählen sind oder bisher einfach nichts damit zu tun hatten, einen gewichtigen Anreiz bieten. Und vielleicht beschäftigt man sich in einem ruhigen Moment so erstmals mit der komplexen Welt der DotNetNuke-Modulentwicklung, die mein persönlicher Einstieg in das Visual Studio war und die sich auch mit der Express-Edition des Web Developer 2008 ohne finanzielle Hürden erkunden läßt... aber zurück zum Debugger:

Debugger für JavaScript auch in der Express-Version nutzen

Während man in der vollen Version des VS über den oben genannten Menüpunkt unter "Extras" bequem eine Verbindung mit dem gewünschten Prozess aufnehmen kann, gelingt dies im Express-Studio nur dadurch, dass ein neues Webprojekt erzeugt wird. Dazu wählt man "Datei - Neue Website" und dann "Leere Website" aus der Liste der Vorlagen. Dieses (tatsächich leere) Projekt kann nun über die Symbolleiste, das Menü "Debug" oder einfach F5 gestartet werden. Die nachfolgend erscheinende Nachfrage zur "web.config" muss einmalig bestätigt werden. Wer nun nicht vom Internet Explorer, sondern seinem geliebten abweichenden Standardbrowser begrüßt wird, kann die Ausführung z. B. über "Debugging - Debuggung beenden" stoppen und muss den gewünschten Browser wählen. Dazu genügt ein Klick mit der rechten Maustaste auf die leere Website im Projektmappen-Exlorer auf der rechten Seite im VS und ein weiterer Klick auf "Browserauswahl" im erscheinenden Kontextmenü. Dort kann der Internet Explorer dauerhaft als Standard für das Projekt definiert werden.

Wenn nun in einer neuen Registerkarte die zu untersuchende Webseite geöffnet wird, erscheint im Projektmappen-Explorer wie oben beschrieben der Knoten "Scriptdokumente", in dem alle Dateien - auch externe Scripte der aufgerufenen Webseite - angezeigt werden. Diese können nun per Doppelklick in den Editor geladen werden. Voilà: Haltepunkte (F9), Wertemanupulation, Anzeige sich ändernder Variablenwerte, Einzelschritte vorwärts (F10), Prozedurschritte und freies Bewegen rückwärts in der Historie per Mausklick durch den Code... alles drin. Viel Spaß damit ;)

P.S.: Gestandene Delphianer werden mit den genau andersherum als gewohnt belegten Hotkeys F5 und F9 ihre wahre Freude in Visua Studio haben. Ich setze regelmäßig durch den projektweisen Wechsel von Delphi zum Visual Studio Haltepunkte, wenn ich eigentlich starten will (halb so wild)... oder starte das Projekt, wenn ich einen Haltepunkt setzen will (bisweilen extrem blöd). 


Saturday, December 20, 2008

TortoiseSVN: Global ignore pattern funktioniert nicht?

Wenn beim Import in das Subversion-Repository ständig Dateien hochgeladen werden, die lt. "global ignore pattern" in den Einstellungen des Tortoise doch eigentlich ausgelassen werden sollten, dann liegt das mit ca. 0.1% Wahrscheinlichkeit daran, dass Tortoise etwas falsch gemacht hat. Der Rest der Wahrscheinlichkeit verteilt sich in mir unbekannten Anteilen auf mehrere Varianten, die aber immer darauf hinauslaufen, dass das Muster ganz einfach "falsch" definiert wurde. Leerzeichen als Trenner sind ungewöhnlich, die Notation beim Ausschließen ganzer Ordner ebenso (für Windows-Menschen wie mich jedenfalls). Und so passiert eben mitunter nicht das, was man erwartet hat - sondern nur das, was auch wirklich definiert wurde.

In meinem Fall war es ganz einfach der Umstand, dass groß- und kleingeschriebene Extensions hier eben nicht dasselbe bedeuten. Das hätte einige Stunden Frust verhindern können. Merke: *.dcu *.dcp *.ddp *.mb *.db *.y?? *.x?? ist nicht gleich *.DCU *.DCP *.DDP *.MB *.DB *.Y?? *.X??.

"Unbekannter Laufzeitfehler" bei JavaScript - nur im Internet-Explorer

Na toll - ein JavaScript, das auf anderen Seiten bereits eingebunden ist und dort einwandfrei funktioniert, versagt auf einer neuen Site plötzlich - und dann ausgerechnet und ausschließlich im Internet-Explorer. Während man in Firefox und anderen Browsern mit dem Script keine Probleme hat, will der IE einfach nicht tun, was man von ihm verlangt und zeigt nach einem Klick auf das dezente "Fehler auf der Seite" in der Statusleiste und "Details anzeigen >>" die hilfreiche Meldung "Unbekannter Laufzeitfehler". Mit einigen genervten alert()-Versuchen und / oder einem ordentlichen Debugger, der auch im IE den Comfort eines Dragonfly oder der zahlreichen Debugger für Firefox bietet, findet man endlich die korrekte Zeile, die "irgendwo in der Nähe" der angegebenen Zeilennummer der IE-Fehlermeldung liegt und wo irgendwo eine Anweisung nach dem Muster

irgendwas.innerHTML = "sonstwas";

zu finden ist. Damit also gleich zur Suchmaschine und nach "innerHTML unbekannter Laufzeitfehler IE" oder ähnlichen Kombinationen gesucht, findet man schnell die Erklärung, dass sich der IE hier ausnahmsweise nicht falsch, sondern überkorrekt verhält und die Zuweisung von syntaktisch unvollständigen Codeblöcken mitunter auf diese sehr uninformative Weise zurückweist. Ist also z. B. ein Tag im zugewiesenen neuen Inhalt des Containers nicht korrekt geschlossen, weigert sich der IE, die Anweisung auszuführen. In seltenen Fällen mag dieser Hinweis aber nicht zum Ziel führen... doer zumindest nur auf Umwegen. Im Fall, der mich zu diesem Beitrag "inspiriert" hat, lag das Problem nämlich nicht am dynamisch zugewiesenen Inhalt, sondern an einem Fehler in der bestehenden Struktur der Seite, ganz in der Nähe des Containers, dem durch das JavaScript neues innerHTML zugewiesen werden sollte. Konkret war es ein nicht geschlossenes Endtag für den Link, der das Script auslösen sollte. Ein Beispiel, das den Fehler im vorliegenden Fall veranschaulicht, funktioniert allerdings komischerweise im IE auch mit dem Fehler - es mag zu vereinfacht sein, als dass es zum Auslösen der Laufzeitstörung ausreicht. Dennoch genügt das Beispiel zur Illustration der Fehlerursache, die zwar mit nicht valider Struktur zu tun hat... aber eben nicht im zugewiesenen Inhalt, sondern im bereits vor der Manipulation /bzw. dem Versuch) vorhandenen DOM. 

<p><a href="#" onclick="document.getElementById('testjs').innerHTML='<strong>Hallo</strong> IE!'; return false;">Sag "Hallo"</a</p>
<p id="testjs"></p>
...

Das fehlende ">" beim schließenden </a> am Ende der ersten Zeile war - im übertragenen Fall, der aus einer komplexeren Seitenstruktur und einem Funktionsaufruf statt direktem Script im onclick bestand -die Fehlerquelle für den Unbekannten Laufzeitfehler im IE, während Firefox, Safari, Chrome und andere kein Problem damit hatten. Vielleicht hilft dieser Beitrag ja einmal jemandem, die von mir verplemperte Zeit zu vermeiden - schön wär´s jedenfalls.     

Thursday, December 11, 2008

Vista Passwort vergessen: Benutzeraccount per Software zurücksetzen

Es gibt ein hilfreiches Werkzeug zum Zurücksetzen eines vergessenen Passworts für Windows Vista. Während eine Anmeldung mit dem unter XP bewährten ERD-Commander unter Vista scheitert, hilft der Offline NT Password & Registry Editor als Boot-CD, USB-Stick oder zur Not sogar Diskette auch beim XP-Nachfolger - selbst bei Vista 64 Bit.

Ich habe zwar normalerweise kein Interesse am Hacken von Passwörtern, aber in diesem Fall war es der nicht nur potentiell (Dank CCC weiß es ja nun auch jeder) unsichere, sondern auch viel zu bequeme Fingerprint-Sensor, der dafür gesorgt hat, dass ich das nie zur Eingabe gebrauchte Passwort einfach vergessen hatte. Dumm nur, wenn man auf einem eingeschränkten Account dann Software installieren oder aktualiseren will, denn da hilft der Fingerabdruck leider nichts. Mit der auf Linux basierenden Live-CD ist das Zurückstellen des Passworts (ich habe mich an die Empfehlung gehalten und das vegessene Vista-Passwort nur auf ein leeres Kennwort zurückgesetzt) schnell erledigt. Die Hinweise des grafikfreien und schnell gebooteten Helfers sind zwar in englischer Sprache, die Auswahl der richtigen Partition und der gewünschten Funktionen zum Zurücksetzen des Passworts sind aber dennoch dank der meist schon richtig vorgewählten Optionen einfach. Wer das Encrypted File System einsetzt und mit dem Tool eine verschlüsselte Partition bearbeiten will, muss aber leider die Finger von dieser Lösung lassen, denn die verschüsselten Informationen bleiben auch nach dem Vorgang leider unzugänglich. Funktioniert aber ansonsten angeblich auch prima bei vergessenem Windows-Kennwort für andere Windows-Versionen:

  • NT 3.51
  • NT 4
  • Windows 2000
  • Windows XP
  • Windows Server 2003
  • Windows Vista 32 Bit
  • Windows Vista 64 Bit
  • Windows Server 2008 32 Bit
  • Windows Server 2008 64 Bit

Übrigens: Wer bei Vista einen Benutzer mit Administratorrechten angelegt und nun das Kennwort vergessen hat, sollte möglicherweise erst einmal versuchen, im abgesicherten Modus zu starten und sich dann als Administrator anzumelden - recht oft ist dieser Account noch seit der Installation unverändert und hat gar kein Kennwort, so dass die Anmeldung am System noch gelingt und auch ohne irgendwelche Hilfsmittel ein neues Kennwort für den ausgesperrten Benutzer erzeugt werden kann. ;)
Tuesday, December 09, 2008

Passende Keywords für die eigene Website finden

Das Thema "Keyword-Recherche" dreht sich normalerweise eher darum, passende und vielversprechende Suchbegriffe für eigene Webseiten zu finden, zumindest wenn es um SEO geht. Oft wird dabei neben anderen Werkzeugen das Keyword-Tool von Google eingesetzt, welches "eigentlich" einen ganz anderen Sinn hat und der Findung von treffenden Begriffen für eigene AdWords-Kampagnen dienen soll. Speziell für diesen Zweck - also Keywords zu finden, die zum eigenen Angebot passen und ein entsprechendes Potential für die Anzeigenschaltung bergen - steht AdWords-Nutzern im englischsprachigen Raum nun bereits ein weiteres Werkzeug zur Seite, welches sicher auch bald für die hiesigen Konten benutzt werden kann: Das Search Based Keyword Tool.

Praktischerweise ist es aber nicht an die Verwendung eines AdWords-Kontos gebunden, sondern kann auch mit einem "normalen" Google-Konto verwendet werden. Unter der Adresse http://www.google.com/sktool kann daher jeder schon mal einen Blick reinwerfen und sehen, welche Seiten Google als passend zu welchen Begriffen einstuft - mehr oder weniger also eine Erfolgskontrolle der eigenen Bemühungen und eine Übersicht über das Potential, das in einzelnen Begriffen steckt, denn auch das monatliche Suchvolumen wird je Begriff / Phrase angezeigt (nebst Wettbewerbsdichte und Gebotsvorschlag; bezogen auf AdWords).

In Verbindung mit einem AdWords-Account werden hierüber wohl später nur noch Begriffe gezeigt, die nicht bereits beworben werden, so dass man das "ungenutzte Potential" an weiteren Begriffen für weitere Kampagnen einfach aufdecken kann. Die Intention (seitens Google) dahinter liegt also auf der Hand, dennoch finde ich auch diese Art der Keywordrecherche nicht unpraktisch; zumindest als Ergänzung.

Tuesday, December 02, 2008

"Klickbetrug" mal anders: angeblich besuchte Links in Spam-Mails

Das Thema "Klickbetrug" ist zwar nicht ganz neu, hat aber durch Clickjacking (Infos dazu am Ende des verlinkten Beitrags zu Klickbetrug) aktuell ein neues Hoch erfahren. Und auch Spam ist nichts neues und begenet uns in der täglichen Arbeit in der Agentur auch im Zusammenhang mit gefälschten Google AdWords-E-Mails. Was sich aber letztens in mein Postfach geschlichen hat, war mir in dieser Form doch neu:

Die empfangene Mail war zwar weder besonders geschickt übersetzt, noch besonders professionell formatiert, aber das man den Leser dadurch zum Klick auf einen Link bewegen will, indem man diesen wie einen "besuchten Link" aussehen läßt, habe ich glaube ich noch nicht gesehen.

Spam-Mail

Dabei ist die Idee ja ganz einfach: Der Link wird so eingefärbt, wie er auch in den meisten Mailprogrammen aussehen würde, wäre die verlinkte Seite bereits in der Historie des Browsers vorhanden ("visited link"). Wer mißtraut schon einer Seite, die er offenkundig bereits selbst besucht hat? Schaden ist schließlich offenbar keiner entstanden. Fast wäre ich aus reiner Neugier dem Link gefolgt um herauszufinden, welche Seite denn wohl dahinter stecken könnte. Fast... Warum ich das überhaupt extra erwähne? Weil ich nicht umhin komme, die total simple Methode zu bewundern, mit der ein recht komplexer Entscheidungsprozess subtil in die vom Angreifer gewünschte Richtung gelenkt wird. Und das sicher weitaus erfolgreicher als mit manch anderem und viel komplizierteren Trick.

Friday, November 28, 2008

Google zum Mitmachen: Ergebnisse selbst sortieren

Bald ist es möglicherweise auch bei uns soweit, dass sich alle Inhaber eines Google-Accounts die eigenen Suchergebnisse selbst sortieren können. Und auch nach Bewertungen zu den gefundenen Seiten muss man vielleicht künftig nicht mehr an anderer Stelle suchen, sondern findet bei Google gleich alles, was man sich nur wünscht. Google SearchWiki heißt das Zauberwort, welches bald auch uns beschert wird(?)

Die Community der Google-Benutzer erhält - derzeit experimentell und auf einige Regionen beschränkt - Gelegenheit, Suchtreffer zu sortieren und beliebig zu kommentieren. Unerwünschte Treffer können gnadenlos aussortiert werden, um bei einer Wiederholung der Suche gar nicht erst zu erscheinen. Wer sich selbst ein Bild machen will, loggt sich bei Google mit seiner Mailadresse und seinem Kennwort ein und klickt dann auf "Google in Englisch". Nach einer Suchanfrage (bei der die Suggest-Funktion durch die Bevorzugung der englischen Sprache oft erst spät brauchbare Treffer bietet) wird die Trefferliste durch einige dezente und bei Google Deutschland bisher nicht zu findende Veränderungen angereichert.

Google SearchWiki
Wenn´s nur immer so simpel wäre: Ein Klick auf den Pfeil und schon hat die Seite Platz 1 erobert...

Hier können per Mausklick nun Einträge nach oben katapultiert oder einfach gelöscht werden. Und damit man in seinem persönlichen SearchWiki zu verschiedenen Themen nicht unbedingt auf die Suchtreffer angewiesen ist, kann man sogar eigene Links hinzufügen. Die Änderungen beeinflussen (noch) keine Positionen für andere Benutzer, wohl aber für eigene künftige Suchanfragen. Außerdem wird zu jeder Suche ein Wiki angelegt, in dem die ausgewählten Einträge ("Promote"-Funktion per Klick auf den nach oben gerichteten Pfeil) zur Suchanfrage aufgelistet sind. Dort kann auch, wenngleich nur sehr unscheinbar, wieder Zugriff auf ggf. gelöschte Einträge genommen werden.

So richtig webzwonullig wird es aber bei der Kommentarfunktion, denn jeder zu einem Suchtreffer abgegebene Kommentar ist angeblich öffentlich (was ich allerdings auf die Schnelle trotz eines zweiten Google-Kontos und gelöschter Cookies nicht verifizieren konnte) und wird unter dem Anzeigenamen des Bewertenden auch für andere sichtbar. Genau wie die Anzahl der "Promotions", die ein Eintrag erhalten hat, erscheint eine kleine Übersicht zu allen Treffern.

Und schon stellt sich die Frage, wie lange es nach der flächendeckenden Einführung und der zu erwartenden regen Nutzung dauern wird, bis die benutzergenerierten Informationen vielleicht doch - ausreichende Menge vorausgesetzt - die Reihenfolge von öffentlichen Suchtreffern beeinflussen. Google´s Überzeugung von der "Weisheit der Massen" wird sich sicher auch hier irgendwann durchsetzen, wenn es denn gelingt, authentische Bewertungen von "Spam" aus zweifelhaften SEO-Gründen zu unterscheiden. Und es gibt auf jeden Fall ein neues und von vielen Augen beachtetes Schlachtfeld für direkte Wettbewerber, die sich im Web per Kommentar auf die in Suchtreffer konkurrierenden Seiten gegenseitig das Wasser abgraben wollen (also eine deutliche Mehrbelastung für alle, die bisher nur auf die AdWords-Anzeigen des Erzfeinds klicken mussten...).

Spätere sinnvolle Erweiterungen oder auch Mashups mit eigenen Diensten wie den Bookmarks (besondere Berücksichtigung ( Markierung vorhandener Einträge; direkte Aufnahme von Promotions in die Bookmarks unter Verwendung der Suchanfrage als Tag etc.) oder durch vom Suchenden vorgewählte Drittanbieter generierte Bewertungen oder weiterere Metadaten sind durchaus denkbar. 

Ich für meinen Teil bin natürlich wie immer vorbehaltlos davon überzeugt, dass Google das schon alles irgendwie richtig machen wird. Auch den Weltfrieden und so. Naja, ich muss jetzt Schluss machen, mein Dinkelbrot ist gleich fertig. Du.

Thursday, November 27, 2008

Grafikbearbeitung online fast wie am Desktop

Bisher habe ich mich ja mit wenig zufrieden gegeben, wenn es um Bild-/Grafikbearbeitung online im Browser ging. Nun habe ich aber ein Tool gefunden, das den Vergleich mit installierter Dektop-Software nicht zu scheuen braucht. Unter http://www.splashup.com findet man eine Anwendung, die - im Vollbild ausgeführt - fast vergessen läßt, dass ein Browser im Spiel ist.

Es läßt sich zwar nicht alles, was man von einer installierten Anwendung her kennt, einfach nachbilden und so fehlt es z. B. zumeist am hilfreichen Cursor zur Anzeige des aktuellen Werkzeugs und auch das automstische Scrollen bei Markierungen über den sichtbaren Bildrand hinaus darf man nicht erwarten, aber der Funktionsumfang reicht für die meisten einfachen Aufgaben... und die komfortable und gefällige Oberfläche lädt ganz einfach zum Wiederkommen ein. Ich werd´s machen! Wo sonst kann man sogar mehrere Ebenen bearbeiten, Transparenzeffekte nutzen und problemlos beliebig drehen oder mal schnell einen Farbverlauf zeichnen... alles ohne lange Wartezeiten und direkt im Browser? Ausprobieren lohnt sich, zumal für die Nutztung keine Registrierung erforderlich ist.

Thursday, November 20, 2008

Live Search wirbt mit Prämien um neue Benutzer

Jaja, die Live Search: Spenden für gute Zwecke, nun Prämien... wie verzweifelt muss man dort wohl sein? Microsoft sieht den Suchmaschinenzug offenkundig zwar Richtung Google abfahren und langsam in der Ferne entschwinden, will aber anscheinend um jeden Preis irgendwie auch noch auf die Schienen kommen. Die nächste Idee ist die aktive Belohnung der Benutzer durch verschiedenste Prämien; vom Musik-Download bis zum X-Box-Zubehör. Schade nur, dass in den "Terms & Conditions" zu lesen ist, dass man ein mindestens 13-jähriger US-Amerikaner sein muss, um am Programm teil zu nehmen, denn die erforderlichen Punkte für den ersten Download hat man schon nach Anmeldung und einem Tag zusammen; anschließend können 25 neue Punkte pro Tag durch die Verwendung der Live Search gesammelt werden.

Wenn das Programm Mitte April 2009 endet, wird sich ja vielleicht tatsächlich eine signifikante Verbesserung der Nutzerzahlen eingestellt haben... ich kann es mir aber eigentlich kaum vorstellen. Wenn doch, wird es vielleicht ja auch eine entsprechende Aktion in Europa geben und dann wäre ich auch bereit, mein Suchverhalten (temporär) umzustellen ;)

Wednesday, November 19, 2008

Spam-Studie: Na also - Spam ist doch Mist!

Das wollte ich schon immer mal wissen: Lohnt sich dieser ganze Viaaaaagra-Mist eigentlich, der täglich versendet wird? Generieren die normalerweise grauenhaft aussehenden Mails mit den - zwecks Spamfiltervermeidung - immer komischeren Formulierungen wirklich Geschäft? Informatiker am der Uni Berkeley, genauer gesagt des International Computer Science Institute (ICSI), haben das nun auf ungewöhnlichem Weg getestet. Denn zum Versand von vielen Millionen Spammails nutzten Sie Teile eines bestehenden Botnetzes, über das ohnehin ständig Massen von Spam versendet werden; zumeist ohne dass die armen infiltrierten Zombies etwas davon mitbekommen. Es wurde also ein Test unter möglichst realen Bedingungen durchgeführt ;) Auch die beworbenen Sites wurden nach üblichem Muster erstellt und hierüber die Conversionrate ermittelt. Details der Studie zur Conversionrate von Spam stehen zum Download bereit.

Die gute Nachricht: Die Raten sind miserabel. 28 Bestellungen aus 350 Millionen Mails einer Beispielkampagne für eine "Internet-Apotheke" liefern ernüchternde Zahlen. Verglichen mit selbst den miesesten "normalen" Marketing-Kampagnen - auch bei echt kalten Leads - ist das absolut unterirdisch... Aber leider nur auf den ersten Blick, denn schließlich steckt für den Versender nach Leistung eines "Einmalaufwands" kaum noch Arbeit hinter einer solchchen Spamwelle, die zudem auch noch beinahe beliebig oft wiederholt werden kann. Selbst bei so miesen Erfolgsraten bleibt unter Ausnutzung aller bekannter und unbekannter Botnetze ein rechnerischer Jahresumsatz von mehreren Millionen Euro übrig. Und der ist Dank der zumeist hoch unseriösen Natur der Angebote auch schon fast mit Jahresgewinn gleichzusetzen. Spam in der Gesamtheit macht also durchaus reich. Der Einzelne wird aber von diesem Kuchen (hoffentlich) nicht allzu viel abbekommen.

So, und nun viel Spaß mit der Kommentarfunktion, liebe Spam-Millionäre. Laßt mich wissen, wenn die Studie Unsinn war und Eure Ergebnisse doch an konservatives Marketing heranreichen ;)


Monday, November 03, 2008

Delphi for PHP 2.0 für Nicht-Delphianer

Nach meinen eigenen Gehversuchen in Version 1 und einem nur virtuellen Überblick über Version 2.0 von Delphi for PHP hatte ich vergangene Woche im Rahmen der fragwürdigen "EKON 12 / Ajax In Action / International PHP Conference - Kombiveranstaltung" (dazu vielleicht später einmal mehr) die Gelegenheit, mir die nachgebesserte Fassung ein wenig näher anzusehen. Man muss schon zugeben, dass die Version deutlich besser als Version 1 dasteht. Und damit ist nicht nur die Hilfe gemeint, denn da war erstens noch reichlich Luft nach oben vorhanden und zweitens ist die Hilfe auch heute - in guter Delphi - Manier - immer noch nicht als Referenzklasse zu bezeichnen. Die allgemeine "Benutzbarkeit" hat aber merklich zugenommen und es ist für mich zumindest denkbar, dass man damit gute Ergebnisse erzielen kann (wenngleich ein Ernst zu nehmender kommerzieller Erfolg des Produkts nach wie vor unwahrscheinlich bleibt). Ich habe es nur mangels Not nie selbst ausprobiert.

Nicht zum ersten Mal habe ich mich aber gefragt, wer genau die Zielgruppe von Delphi for PHP ist. Streng genommen richtet sich Delphi for PHP ja nicht an Delphi-Anwender. Der Name soll zwar dazu dienen zu verdeutlichen, dass damit die Entwicklung von PHP-Anwendungen so einfach wie das Entwickeln in Delphi ist. Vor allem für Einsteiger ist Delphi for PHP schließlich ein prima Werkzeug.... die haben aber leider wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung, was Delphi ist oder warum es toll sein sollte. PHP-Einsteigern und "Webentwicklungs-Umsteigern" ist es ganz bestimmt eine enorme Erleichterung, sich möglichst viel Arbeit von einer guten IDE und einem geeigneten Framework abnehmen zu lassen und sich im Idealfall nie mit Dingen befassen zu müssen, die "unter der Haube" stattfinden. Und Delphi for PHP bietet dem Entwickler in der Tat einige Vorteile:
  • Reichlich Wiederverwendbares in Form einer Framework- / Widget-  Kombination (VCL for PHP)
  • Effizientes lokales Entwickeln und Testen direkt nach der Installation
  • Die konfigurationsstressfreie Verwendung eines Debuggers
  • Die vergleichslose Integration eines Frameworks und einer IDE in Form der VCL for PHP und der produktivitätsfördernden Funktionalität einer Delphi-IDE; beides mehr oder weniger aus einer Hand (Quadram)
  • Ein brauchbarer Profiler, der bei der Optimierung von Performanceengpässen hilft
  • Der nahezu "codefreie" Einsatz von AJAX-Funktionalität dank der guten XAJAX-Integration
  • Zugriff (via adodb) auf zahlreiche Datenquellen ohne besonderen Konfigurationsaufwand
Wer also schon seine Wahl getroffen hat, bestimmte Frameworks kennen und lieben gelernt hat und auch mit seinem Editor hoch zufrieden ist, für den mag der Anreiz nicht groß genug sein; zumal man sich den Großteil davon selbst "herbeikonfigurieren" kann. Um aber nicht den typischen Einstieg über Bücher mit Scripten aus dem PHP3-Zeitalter zu machen und sich erst später mit Objekten, Frameworks und anderen Dingen jenseits von echo "Hallo Welt"; zu befassen, ist Delphi for PHP ganz sicher ein viel besserer Einstieg in PHP. Schade nur, dass wahrscheinlich wenige - mangels Kenntnis - diesen Weg wählen werden.

Klar, Delphi for PHP ist natürlich auch weit entfernt davon, perfekt zu sein und viele Funktionen wecken mehr Wünsche als sie zu decken, aber man muss ganz einfach anerkennen, dass hier eigentlich etwas sehr Richtiges getan wurde, indem man rund um PHP ein Gesamtpaket geschnürt hat, das dem Interessenten einen Einstieg erlaubt, ohne dass zuerst WAMPP / XAMPP, ein Editor, ein Framework, ein dies und ein jenes besorgt, installiert, konfiguriert und ausprobiert werden muss. Und vor allem steht hier das schnelle Ergebnis und eine gut bedienbare Benutzeroberfläche des Endprodukts - eben delphilike - im Vordergrund. Mit etwas mehr begleitender Literatur könnte dieses Paket vielleicht sogar noch attraktiver sein. Aber vielleicht macht MS es ja bald besser. Die Annäherung von Microsoft (in Form von Visual Studio, IIS & Co.) an PHP ist jedenfalls nicht mehr zu übersehen.


Monday, October 27, 2008

Google und Werbung für Escort-Services

Betreiber von Escort- / Begleitservice - Agenturen haben es seit einer guten Woche wirklich schwer, wenn es um die Bewerbung des eigenen Angebots geht... jedenfalls bei Google. Die Bewerbung mehr oder weniger aller vielversprechenden Keywords rund um das Thema "Escort" ist durch eine Änderung in den Richtlinien bei Google AdWords nicht mehr möglich. Entsprechende AdWords-Konten, die bisher dazu geeignet waren, Besucher bei entsprechenden Suchanfragen auf das eigene Webangebot zu lenken, liegen nun dauerhaft brach; ein Umschwenken seitens Google ist eher unwahrscheinlich.

Die Aktion hat zahlreiche Pressemitteilungen und Blogbeiträge zur Folge gehabt und die moralische Ausrichtung von Google werden genau so diskutiert wie Willkür und Monopolstellung von Google - mal wieder. Im Umfeld einer dieser Pressemitteiliungen habe ich dann aber eine so ungaublich gut passende Anzeigenschaltung aus Google´s hauseigenem AdSense-Programm auf einem Presseportal gesehen, dass ein Printscreen einfach unvermeidlich war.

Google mag kein Escort

Wer "kein Escort" im Anzeigentext verwenden kann, wird dies sicherlich auch noch ohne das "kein" hinbekommen. Ein kleiner Trost scheint es also zu sein, dass zumindest jetzt noch (da das Thema einigermaßen populär ist)  eine gewisse Aufmerksamkeit über eine Fortführung der Kampagnen im Conten-Bereich zu erreichen ist... aber auch damit ist sicher bald Schluss. Bin gespannt, wer als nächster auf Google´s Abschussliste für "moralisch bedenkliche" Angebote landet.

Wednesday, October 15, 2008

Google Chrome nutzen - Ja oder Nein?

Ob man nun auf Comics zur Einführung eines Browsers steht oder nicht: Ganz so flapsig, wie die Entstehungsgeschichte von Google Chrome erzählt wird, wurde der Browser dann wohl doch nicht zusammengeschustert und es sind in googletypischer Weise auch gleich wieder einige Ansatzpunkte zu Kritik vorhanden, die vor allem in die Richtung des Datenschutzes gehen. An der Diskussion will ich mich eigentlich auch gar nicht erst beteiligen und habe für mich selbst festgelegt, welche Seiten ich mit Chrome besuche... oder besser: welche nicht. Denn neben all dem Gerede um Client-IDs, die "schlimmer als IPs" sind, Installations-Zeitstempel, Fehlerberichte und Nutzungsstatistiken (nicht, das sich das nicht jeder mit der Google Toolbar in FF und IE auch in der Regel in gewissem Maße selbst antut, ohne darüber nachzudenken...) ist Chrome dank Webkit rattenschnell. Klar, da kann man auch bei Safari bleiben, aber ich finde den Minimalistmus, der bei den Einstellungen noch nervt, spätestens im Hauptfenster einfach klasse. So viel Viewport bieten andere Browser auch ohne Toolbars nicht, wenn diese nicht durch Drittanbietertricks dynamisch ausgeblendet werden.

Es ist zwar schon irgendwie blöd, wenn man ausgerechnet mit dem "Google Browser" keinen so einfachen Zugriff auf die Google Bookmarks hat, wie es mit der Google Toolbar der Fall ist, aber das kommt sicher noch. Und auch lange Sessions sollte man sich vielleicht zumindest in der aktuellen Phase noch ersparen. Aber es macht unter`m Strich ganz einfach Spaß, mit Chrome zu surfen, weshalb ich recht häufig zu Chrome als Browser greife. In hohem Maße Sicherheitsrelevantes oder Privates sollte man derzeit allein schon wegen der mit Sicherheit bestehenden Lücken vielleicht nicht unbedingt per Chrome abrufen, wenngleich der IE und FF wohl nach wie vor attraktiver für Angreifer sein sollte. Dennoch ist der Browser noch nicht "fertig" und es gibt auch Bedienungs- und Darstellungsprobleme, die bei den Geschwistern in dieder Form nicht vorkommen. Vor allen anderen Dingen hält aber sicher eine Angst viele potentielle Anwender bisher ab: Es besteht natürlich schon ein nicht von der Hand zu weisender Unterschied zwischen dem Zusammenhang, der (natürlich rein theoretisch) zwischen Google Account bzw. LiveID (wenn man denn angemeldet ist), besuchten Seiten, Nutzerverhalten und Werbeaffinität etc. mit Hilfe des Browsers beim Anbieter hergestellt werden kann. Ober besser: was man dem jeweiligen Anbieter so alles zutraut.

Wen die Sicherheitsbedenken daher bisher abgeschreckt haben, Erfahrungen mit Chrome zu sammeln, der kann zwei Dinge tun, wenn er sich trotzdem ein Bild machen möchte:

  • sich im Chromium Blog im Detail über den Browser, dessen Bestandteile und Eigenschaften informieren und / oder
  • eine Alternative nutzen, in der die meistkritisierten Funktionen deaktiviert werden: In einem auf transparente Weise im Code "entschärfte" Version von Chrome ist unter dem Namen "Iron" erhältlich. Wer die "sichere Chrome-Version" nutzen will, findet diese hier.

Iron Browser

Google ohne "Nachhause-telefonieren": Sieht aus wie Chrome, schmeckt wie Chrome, ist aber "Iron"

Thursday, October 02, 2008

Bewertungen bei Google Maps

Still und heimlich hat sich eine Funktion für Bewertungen in die Anzeige von Brancheneinträgen bei Google Maps eingeschlichen.

Google Bewertungen

Die Funktion ist bisher noch recht wenig beachtet, aber für einige Orte sind bereits mehrere Beurteilungen vorhanden, die dem potentiellen Besucher von Duisburger Zoo, Phantasialand & Co. bei der Entscheidungsfindung helfen sollen. Die Erfassung eines Eintrags ist denkbar simpel, besitzt als einzige Hürde eine Anmeldung mit einem Google Account und führt zu sofortiger Freischaltung. Es besteht also eigentlich kein Grund für einen regelmäßigen Nutzer von Google Maps, keine Beurteilungen abzugeben.

Derzeit stammen die meisten Einträge - je nach Art des Brancheneintrags - allerdings (noch) von unterschiedlichen "externen" Quellen, die ihrerseits die Beurteilungen von Restaurants, Dienstleistern, beliebten Reisezielen etc. als eigene Kernfunktion für den Anwender betrachten. Und ebenfalls derzeit werden diese Quellen mit den eigenen Portalen wie Qype, Cityguide etc. wohl noch mehr Aufmerksamkeit für die Bewertungen erregen. Sollte sich hier aber mittelfristig still und heimlich ein weiteres Geschäftsfeld in ein Google-Quasi-Monopol verwandeln und Google Maps tatsächlich zur Anlaufstelle Nummer Eins für lokale Suche und Bewertung werden, wird das sicher niemanden überraschen; zur Not wird der jeweilige Toplieferant je Region halt eingekauft. Wenn also derzeit einige Bräute geschmückt werden sollten - nicht wundern ;) Mit der weitaus fokussierteren Darstellung von lokalen Suchergebnissen und den besser funktionierenden Anreizsystemen zur Eintragung neuer Bewertungen stehen die Etablierten und Web 2.0 - Newcomer in diesem Bereich zwar heute noch objektiv betrachtet besser da als Google Maps, aber das muss ja nicht immer so bleiben...

Wednesday, September 03, 2008

Fehlerhafte Darstellung im Internet Explorer 8 korrigieren

Tja, das ist schon so eine Sache mit der Browserkompatibilität:( Hatte man sich gerade dran gewöhnt, dass man mitunter für jeden Internet Explorer neue Extrawürste in Form unterschiedlichster Hacks verwenden muss, damit ansonsten simple Designvorstellungen so umgesetzt werden können, dass man sie nicht nur in Firefox, Opera & Co. fehlerfrei bewundern kann, kommt ein IE8 daher, der sich als "relativ standardkonform" erweist.

Wer nun aber denkt, es sei nun nach absehbarer Zeit endlich Schluss mit der Pflicht, sich mit den Macken des Microsoft - Browsers herumzuschlagen, wird schnell enttäuscht sein. Nicht nur deshalb, weil es sicher noch recht lange dauern wird, bis der kommende IE8 die Vielzahl an Installationen von IE6 und IE7 einigermaßen abgelöst hat (wenn er das denn überhaupt schafft...), sondern auch deshalb, weil mitunter Seiten, die mühsam auf Firefox, Safari, Opera, Konqueror, IE5.5, IE6 und IE7 abgestimmt wurden, nun im IE8 offenbar wieder ganz neue Probleme mitbringen: verschobene oder überlagernde Texte, "zerfloatete" Layouts... und alles, ohne mit den üblichen Hausmitteln so kuriert werden zu können, dass auch die anderen beteiligten Kandidaten problemlos mit dem verwirrenden XHTML + CSS - Konstrukt zurecht kommen. Doof also, wenn man sich nun nur deshalb unsicher fühlt, weil man den IE8 schon so früh ausprobiert hat... oder weil ein Besucher der eigenen Site mit dem Argument "Das ist nur 'ne Beta, was soll ich da nun anpassen?" einfach nicht zufrieden sein will...

Bis neue Hacks gefunden sind, die auch in einer finalen Version des IE8 zur Behandlung einzelner Problemchen dienlich sind, kann der Internet Explorer 8 aber glücklicherweise dazu gezwungen werden, sich wie sein Vorgänger IE7 zu verhalten. Mit allen Vor- und Nachteilen selbstverständlich - aber er verwandelt den neuen Browser zumindest in einen bekannten Feind. Um dem armen Webdesigner nicht zumuten zu müssen, jeden IE8-nutzenden Besucher persönlich aufzusuchen und die entsprechende Einstellung im Menü vorzunehmen, braten wir auch gleich wieder eine (zum Glück simpel zubereitete) Extrawurst: Ein spezielles Meta - Tag weist den Internet Explorer zum Rückfall in die IE7-Steinzeit an.

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=EmulateIE7" />

Die Zeile sollte vorzugsweise gleich nach dem <head>-Tag eingefügt werden, um "so schnell wie möglich" umzuschalten. Wer einen eigenen Server betreibt, kann diese Header-Information natürlich auch gleich als Standard definieren, wenn er sich dauerhaft allen erforderlichen Anpassungen für IE8 entziehen will (oder zumindest bis zum IE9 ;)). BTW: Damit dieses Tag seinen Zweck erfüllen kann, muss der besuchende IE auf dem aktuellen Stand sein, denn die Fähigkeit zum Lesen des Tags erhielt die Beta 1 des IE8 erst in einem Sicherheitsupdate.

Abschließend noch zum Thema "Es wird leichter": Dass es nun seit heute mit Google Chrome ein "neuer" Browser in das Rennen um die Gunst der Anwender gibt, wird die Sache möglicherweise auch nicht leichter machen. Derzeit steckt zwar noch sehr viel Bekanntes drin, so dass man die Kompatibilität zu Chrome mehr oder weniger "geschenkt" bekommt, wenn man sich an die "Eltern" - bzw. besser gesagt "Brüder" - von Chrome hält... aber das muss schließlich nicht immer so bleiben. Niemand kann garantieren, dass sich Chrome später immer noch genau so verhält, wie jetzt am Anfang seiner Reise (auch der IE sah unter der Haube mal ganz anders aus). Noch bin ich nur gespannt...


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