Markus Baersch

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Wednesday, March 20, 2013

Mobile Websites testen mit Manymo: Realistisch oder Zeitverschwendung?

Wer sich schon einmal von mir zum Thema "testen mobiler Websites" unterhalten musste (:)), der kennt meine sehr geringe Begeisterung für Emulatoren. Nach meiner Erfahrung schlägt (leider) nichts den Test auf einem echten Gerät und bei den meisten Emulatoren im Web habe ich bisher schon nach wenigen Testkandidaten deutliche Unterschiede zwischen Simulation und Wirklichkeit gefunden. So kann man sich freilich einen ersten Eindruck verschaffen und sich dabei zeigende Probleme sind auch i. d. R. "realer" als eine vorgeblich fehlerfreie Darstellung, aber Sicherheit erhält man auf diese Weise nicht.

Da sich bei der Vielzahl von Geräten, Auflösungen und Eigenschaften aber ein echter Test auf allen Varianten kaum noch umsetzen lässt, ist neben den wichtigsten echten Geräten zumindest als Backup - oder in der Entwicklungsphase - sowohl für Websites als auch Apps eine möglichst umfassende und zuverlässige Emulation verschiedener Geräte fast unabdingbar, wenn man sich keinen "Mut zur Lücke" erlauben kann. Oder will.

Zumindest die Forderung nach einem umfassenden Angebot mit einfachen Möglichkeiten zur Automatisierung von Tests und Unterstützung gängiger Entwicklungswerkzeuge wird bereits seit einiger Zeit bei Manymo angeboten und ist auch jetzt noch kostenlos nutzbar. Inzwischen sind es über 50 simulierte Geräte, die man für Tests verwenden kann. Und während die meisten anderen Kandidaten ihre Schwächen schnell offenbart haben, habe ich zumindest bisher hier noch keine erkennbaren Unterschiede zwischen Emularor(en) und echten Geräten festgestellt. Mit Einschränkungen wie z. B. bei der Auswahl der auf dem jeweiligen Gerät verwendbaren Browser muss man allerdings leben, so dass auch auf simulierten Geräten mit Android 4.2 nur mit dem ollen Android-Standardbrowser gearbeitet werden kann und hier z. B. kein Chrome verwendet wird. Aber wenn man bedenkt, dass der Schwerpunkt (vermutlich) auch eher auf Apps als bei Websites liegt, ist dieser "Fehler" vermutlich zu verzeihen... aber dennoch ein weiteres Argument gegen ausschließliche Tests auf diesem Weg.

Erstes Fazit: Zwar benötige ich dieses Werkzeug nicht für Apps, sondern "nur" gelegentlich für Websites und mobile Landingpages, aber dennoch erscheint es mir angebracht, zumindest für diesen Einsatzzweck entgegen meiner bisherigen Meinung eine Empfehlung auszusprechen. Hat jemand eigene Erfahrungen mit Manymo gemacht, die meinen Eindruck bestätigen oder widerlegen können? Dann würde mich ein Kommentar sehr freuen ;)

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Monday, February 11, 2013

Webanalyse mit Yandex.Metrica

Nachdem in diesem Blog schon eine ganze Weile nichts mehr passiert ist und der letzte Beitrag das Aussterben von Yahoo! Webanalytics zum Thema hatte, finde ich als Wiedereinstieg den Überblick eines denkbaren Ersatzes als würdiges Thema.

Durch Zufall bin ich auf Yandex.Metrica gestoßen - dem "Google Analytics dieser anderen Suchmaschine". Und mein erster Eindruck lässt mich hoffen, dass hier eine echte Alternative zu Analytics lauert. Sicher nicht auf dem gleichen Stand - und leider auch nicht mit den gleichen Stärken und Besonderheiten von Yahoo! Webanalytics gesegnet -, aber dennoch ein interessanter Kandidat.

Datenschutz?

Datenschutz ist hier nicht das eigentliche Thema und ich bin weder Fachmann noch Jurist. Metrica ist halt wie viele andere ein Tool, dass Daten auf dem Server des Anbieters speichert. Genau wie Clicktale und tausend andere gängige Tags, die in Webseiten nisten. IP-Adressen werden nicht offenkundig verarbeitet und ob diese gespeichert werden, kann ich nicht beantworten. Die Nutzungsbedingungen sprechen von einer anonymen Aufzeichnung und Speicherung - mehr weiß ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Die Cookies enthalten eine verschlüsselte ID, die keine direkten Rückschlüsse auf private Daten des Surfers zu geben scheint. Es sind keine "untergejubelten" FirstParty-Cookies, sondern Drittanbieterkekse. Das macht allein schon hinsichtlich der Browsereinstellungen einen Unterschied. Solange man aber keine persönlichen Daten in URLs o. Ä. an das System überträgt, besteht wohl kaum ein Nachteil ggü. vielen anderen Webanalysesystemen und so sollte es auch für Deutschland "reichen". Auch die in der Hilfe aufgezählten gesammelten Daten sind eine Auflistung der üblichen Kennzahlen. Der europäische, speziell der deutsche Markt wird für Yandex vermutlich noch nicht so schwierig erscheinen, wie er es vermutlich noch werden kann, sobald die Datenschützer bei wachsender Verbreitung hellhörig werden. Schließlich ist "Yandex das Google von vor 5 Jahren", wenngleich (noch) in einem anderen Markt und wer weiß schon, wie sich dieser noch entwickelt. Wenn es spezielle Anforderungen gibt, wird man diese bestimmt bald auch bei Yandex kennen...

Konfiguration und Einrichtung

Die Installation ist denkbar einfach und die Konfiguration erscheint durchdacht. Nach Anlage eines Yandex-Accounts (der wie bei Google Zugriff auf eine ganze Menge weiterer Dienste inkl. Mail etc. erlaubt) kann der "Counter", der ungeachtet des altmodisch klingenden Namens mehr als nur ein Besucherzähler ist, konfiguriert und der Code angerufen werden.

Konfiguration Y.M Counter

Dabei sind bereits eine ganze Menge an Optionen möglich und es können auch mehrere "Mirror"-Domains eingegeben werden, die die gleichen Inhalte ausliefern.

Optionen Y.M Trackingcode

Mehrere Sites in einem Profil scheinen aber nicht vorgesehen zu sein und obschon ich es nicht getestet habe, scheint die "Mirror"-Option eher darauf hinzudeuten, dass aller Traffic von hier nicht angegebenen Domains nicht im Profil ankommt. Auf der anderen Seite könnte genau diese Option auch ein Tracking mehrerer Domains dennoch ermöglichen... der ThirdParty-Cookie wäre dabei dann hilfreich. Wer es schon ausprobiert hat, dem bin ich für eine Nachricht oder einen Kommentar dankbar.

Als Besonderheit bietet Yandex die eigene Definition des Timeouts für Sessions, Infos über wichtige Probleme mit der Site per Mail und / oder SMS (also Webmaster Tools Light gleich eingebaut ;)), (gute, auch nicht-klickbare Bereiche umfassende) Clickmaps, Tracking von Downloads, externen Links und Shares, benutzerdefinierte Variablen und für zahlende (Werbe-) Kunden gibt es mit WebVisor sogar aufgezeichnete Einzelsessions zu sehen. Alles direkt aus der Dose und ohne viel Anpassungsarbeit.

Wer mehr braucht, findet in der Hilfe passende Hinweise eher mittels Suchfunktion, denn die in per Navigation erreichbaren Angaben kratzen wirklich nur an der Oberfläche. So gibt es eCommerce-Tracking, Zieltrichter (hier: "Multi Step Goals"), manuell aufgerufene "Zielerreichung", die als Ersatz für Events verwendet werden können, eine (offenbar nicht immer auf Anhieb funktionierende) Analyse von Formularabbrüchen, Steuerung und Reporting per API... und jede Menge weitere Optionen, mit denen sich vermutlich auch die meisten tieferen Implementierungen von Google Analytics weitestgehend ersetzen lassen.

Der so konfigurierte Code zum Einbau auf der eigenen Website funktioniert wahlweise klassisch (was für Tagmanagement Systeme hilfreich sein sollte) oder asynchron. Man kann bis zu 100 Ziele pro Site und unbegrenzt viele Filter definieren. Das ist im Zweifelsfall auch erforderlich, denn ausgefuchste Filter mittels Regex scheinen hier nicht möglich zu sein, so dass es auch schon mal ein paar mehr sein müssen als vielleicht bei Google Analytics. Auch einen Nutzermanager gibt es, mit dem man zusätzlichen Usern Zugriff auf die Daten eines Counters (oder aller Counter eines Kontos) gewähren kann.

Reports

Die Oberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig und sieht eher sparsam aus. Jeder Report kann in verschiedenen Darstellungsformen als Diagramm angezeigt; Daten können für weitere Analysen exportiert werden. Außerdem sind alle Reports in einem Editor anpass- und erweiterbar. Dabei sind die Freiheiten zwar zugegebenermaßen nicht so groß wie bei Google, aber Kennzahlauswahl und Filtermöglichkeiten reichen für sinnvolle vorsegmentierte eigene Reports locker aus. Avinash´s "ABO"-Reports kann man so mit etwas Mühe einmalig konfigurieren und schnell wieder finden. Nett ist es, dass alle Zahlen absolut und als Prozentwert dargestellt und zur optischen Unterstützung mit Balken hinterlegt sind.

Reports Y.M

Aufgeteilt in die üblichen Bereiche finden sich eigentlich alle Kennzahlen, die man von einer Webanalyse erwarten darf; auch mobiler Traffic hat hier seinen eigenen Platz in der Navigation. Gegen "not provided" ist man freilich auch hier nicht immun, aber zumindest wird der hier unter "Unknown" laufende Riesenanteil in nach Traffic sortierten Listen nicht oben angezeigt, sondern an das Ende gestellt, so dass man sich auf die Daten beschränken kann, die vorhanden und auswertbar sind. Zu den vorgefertigten Berichten gehören bei Yandex Schätze wie Ladezeiten und die Servererreichbarkeit. Die Auswertungsperiode und Auflösung ist leicht einzustellen; allerdings scheint es keine Vergleichszeiträume zu geben - das ist schon ein wenig eigenartig. Auch gewöhnungsbedürftig (aber praktisch) ist die Eigenart, dass eine "Segmentierung"; die man z. B. durch Drill Down auf einzelne Ziele o. Ä. vorgenommen hat, beim Wechsel eines Reports bestehen bleibt. Die Vielfalt der Reports kennt aber auch deutliche Grenzen.

Dashboard Y.M

Einschränkungen

Es gibt nur ein Dashboard und die Möglichkeiten zur Anpassung sind vergleichsweise begrenzt. Dafür gibt es hier aber zum Trost eine Vorschau auf den zu erwartenden Traffic für den nächsten Tag. Wird diese Prognose aber unter- oder überschritten, scheint es genau so wenig eine Möglichkeit zur Benachrichtigung zu geben, wie für andere Auffälligkeiten, die dem "Radar" in Google Analytics entsprechen würden. Auch so praktische Dinge wie AdHoc-Trichteranalysen aus Yahoo! oder andere echte "Knaller", die Alleinstellungsmerkmale oder zumindest echte "Premiumfunktionen" ausmachen können, scheint man hier vergeblich zu suchen. Sicher: Die Darstellung der Keywords als Wortwolke ist nett, aber das reicht 2013 bestimmt nicht mehr, um damit in die Zeitung zu kommen.

Auch nach Vergleichbarem zum Goal- oder Visitor-Flow, haarkleinen Segmentierungsmöglichkeiten oder vielen neueren Dingen (z. B. Multi-Channel Reports, definierbare Attributionsmodelle etc.), die in den letzten Monaten in Google Analytics Einzug gehalten haben, gibt es nicht (oder ich habe sie nicht gefunden). Auch keine RealTime - dafür werden die Daten aber mehrfach in der Stunde aktualisiert und unter den Reports findet sich stets die Angabe, wie alt die Datenbasis einer Tabelle oder eines Diagramms ist.

Ich habe den Eindruck, dass auch bei Yandex noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und in den nächsten Monaten werde ich ja mitbekommen, wie schnell sich hier das Rad dreht und in welcher Schlagzahl Innovationen und nachgeholte Funktionen aus dem Wettbewerb hier Einzug halten. Oder eben nicht...

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Wednesday, June 13, 2012

Schade: Yahoo! Web Analytics geht von uns

Es gab viele Gründe für Yahoo! Web Analytics und ich habe es gern, wenn auch nicht sehr häufig, genutzt. Die Oberfläche mag nicht so sexy gewesen sein wie bei vielen Wettbewerbern, aber wenn man speziell man den Vergleich mit Google Analytics zieht, gibt es doch auch jetzt noch eine ganze Menge Punkte, die in Y!WA besser laufen. Simples Cross-Domain-Tracking, flexible und historiekompatible Trichter, Berichte und Dashboards und andere Vorteile, die Y!WA von den IndexTools geerbt hatte, werde ich sicher vermissen. Aber es war ja nach dem Aus für andere Yahoo-Zweige eigentlich schon zu erwarten, dass auch hier der Rotstift zuschlägt, zumal es in letzter Zeit nicht gerade vor Innovationen in Y!WA gewimmelt hat.

Und so endet das Datensammeln am 31. August - und pünktlich zu Halloween ist dann endgültig Feierabend und die Accounts machen für immer dicht. Wer (9 Minuten dauernde) 5 Minuten mit mir trauern mag, darf dazu gern statt schicksalsschwangerer Musik das folgende Video laufen lassen.

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Monday, June 04, 2012

Analytics Content Experiments: (noch) schlechter Ersatz für Google Website Optimizer

Mit großem Trara beerdigt Google zum 1. August den Google Website Optimizer und bietet als Ersatz neue "Content Experiments" in Google Analytics an. Wer sich nur die Ankündigungs-E-Mail von Google dazu durchliest könnte meinen, es handelt sich um alten Wein in neuen Schläuchen und das Tool sei nur "umgezogen". Die dort verwendete Formulierung "To elevate website optimization and provide one fully integrated tool for testing, content optimization will now have a new home within Google Analytics." klingt ja auch vollmundig und lässt auf Umsetzung vieler Wünsche hoffen, die man ggf. bisher im Einsatz des Website Optimizers entwickelt hat.

Zickige Validierung in GA

Mein erstes Fazit lautet aber leider: Pustekuchen. Es sind zwar ein paar erfreuliche Vereinfachungen mit dem Umzug gekommen, aber leider auch eine Menge Einschränkungen. Die überwiegend guten Nachrichten daher lieber zuerst.

Das mag (meistens) nett sein:

  • Ein separates Script für eine Conversion kann man sich nun i. d. R. sparen, denn es werden Analytics-Ziele als Grundlage für einen Test verwendet. Da dieser Punkt aber auch bedeutet, dass man für bisher per Script herbeigeführte Extrawürste wie Auslösen einer Conversion nach Erreichen einer Mindestanzahl von "Microconversions" o. Ä. nun ggf. (temporäre) "Hilfsziele" einrichten muss, muss das nicht zwingend ein Vorteil für jeden Anwendungsfall bedeuten. Zumindest aber geht dadurch keine Flexibilität verloren, macht bestimmte Szenarien nur ggf. etwas umständlicher oder erfordert (wenn alle Ziele "belegt sind") evtl. sogar ein neues Profil für Tests (zumal die Anzahl der Tests pro Profil in Analytics nun auf 12[wieso 12?] begrenzt ist)
  • Überhaupt werden weniger Scripts in Seiten benötigt, denn auch die Varianten müssen nicht mehr separat verwanzt werden, sondern nur noch die Originalseite. Klingt gut. Das "Aber" kommt dann nachher in der nächsten Liste...
  • Google steuert den Traffic auf die Varianten "schlau" selbst. Ziel ist es hier, die Seiten mit offenkundig schlechterer Konversionsrate nach einer gewissen Sicherheit mit weniger Traffic zu beschicken, um den Schaden für die Website zu minimieren. Klingt erst einmal gut, bedeutet aber durch die zwingende Nutzung dieser nicht-optionalen "Gutwillensautomatik" in gewisser Weise auch Kontrollverlust beim Experiment.
  • Wollte man bisher die Besucher einer bestimmten Variante separat in Analytics auswerten, musste man diese explizit mit einer benutzerdefinierten variable zu diesem Zweck markieren und konnte so Segmente bilden. Das ist jetzt durch die Integration einfacher, so dass das Verhalten jenseits der reinen Zielerreichung durch Segmentierung nach Varianten leichter beobachtet werden kann. Spart aber grundsätzlich erst einmal nur (geringen) Aufwand beim Aufsetzen es Experiments im Vergleich zur alten Lösung
  • Adieu Langzeittests: Tests in Analytics enden spätestens nach 3 Monaten. Das ist prinzipiell mal ein Vorteil, denn so ist man gezwungen, sich von der Idee zu verabschieden, einen Test nur lange genug laufen lassen zu müssen, um einen Gewinner zu finden, obschon die getesteten Variablen offenbar überhaupt keinen Einfluss auf die Ergebnisse des Tests haben ;). Das das im Einzelfall aber auch wieder ein Nachteil sein kann, ist ja fast schon klar...
  • Keine kollidierenden Tracker-Objekte mehr. Wer bisher GA und GWO parallel genutzt hat, musste ggf. die Scriptcodes anpassen, damit der Spaß überhaupt funktioniert. Außerdem wurde auf diese Weise auch mehr Code angezogen und ausgeführt, als das jetzt der Fall zu sein scheint, da keine zwei "Analytics-Codes" und unterschiedliche Profile mehr im Spiel sind. Die Content Experiments funktionieren sowohl mit dem neuen, als auch dem alten (synchronen) Trackingcode.

Das war es aber eigentlich auch schon. Ein wenig schöner mag das UI durch die Integration in Analytics ja geworden sein, aber wesentlich und / oder besonders bemerkenswert (weil nun einfacher oder besser oder sonstwas) finde ich das nicht. Mit Tools wie Optimizely hat man damit jedenfalls noch lange nicht aufgeschlossen. Vielmehr scheint es schon jetzt einige leicht zu identifizierende Nachteile zu geben... und es steht zu befürchten, dass mit steigender Erfahrung mit dieser Integration (noch ist kein einziger Test, der hier in Analytics gestartet wurde, bereits beendet) noch weitere Punkte dazu kommen werden.

Nicht so schön:

  • Der wichtigste Punkt zuerst: Die Flexibilität wird damit stark eingeschränkt. Denn sowohl (wie bisher dynamisch generierte) Multivariate Experimente als auch Experimente mit mehr als 5 Varianten sind mit den Content Experiments in Google Analytics nicht umsetzbar. Mehr muss man dazu auch eigentlich nicht schreiben, aber es ist eine wirklich fette Kröte, die man damit schlucken muss und ich würde mich nicht wundern, wenn das im ersten Schritt den Wettbewerb mehr stärkt, als dass es Analytics-Benutzer neu auf das Thema "Testing" bringt...
  • Ein Punkt, den viele sicher auch der Liste der Vorteile zuordnen würden: Es dauert mindestens 2 Wochen, bis ein Test "sichere" Ergebnisse liefert. Ob dies nun wirklich dazu dient, voreilige Schlüsse zu vermeiden oder nicht: Wer wirklich Traffic hat, konnte bisher nach Ablauf von mindestens 7 Tagen (um Schwankungen im Wochenverlauf nicht zu ignorieren) oftmals bereits fertig sein. Natürlich: Google zeigt wie früher stets den aktuellen Stand der Dinge an und verbietet auch nicht, einen Test "vorzeitig" zu beenden, aber es ist zu erwarten, dass eine Vielzahl von Benutzern erst dann Vertrauen in ein Ergebnis hat, wenn auch das Tool sagt, dass es "fertig" ist...
  • Folgetests auf der gleichen Seite erfordern offenbar stets einen neuen Code, denn jeder Test hat eine eigene ID
  • bei einer Implementierung in die Webanalyse naheliegende Wünsche wie die Beschränkung der Teilnahme an Tests nach verschiedenen Segmentierungskriterien o. Ä. sind (noch) nicht umgesetzt. Das bedeutet, dass die Integration in Analytics bis auf die Verwendung von dort bereits definierten Zielen noch keine der erwarteten funktionalen Verbesserungen mit sich gebracht hat. Auch die Berücksichtigung mehrerer Ziele o. Ä. (sei es gewichtet oder nicht) bleibt so folgerichtig noch offen
  • Die Validierung ist noch zickiger als bisher. Wenn man das Script in der Originalseite z. B. nun nicht direkt nach dem head-Tag einfügt, gibt es Gemecker.
    Zickige Validierung in GA
    Das bedeutet zwar nicht, dass man das Script nicht genau wie vorher zur Not (wenn es das CMS z. B. nicht anders zulässt) an anderer Stelle unterbringen, die Meldung ignorieren und trotzdem Ergebnisse erhalten kann, aber aus Sicht des typischen Analytics-Anwenders ist das vielleicht schon ein Grund, bereits nach dem ersten Einrichtungsversuch dauerhaft das Handtuch zu werfen
  • Die Integration wirkt teilweise noch fehlerbehaftet. Ob z. B. Vorschaubilder der beteiligten Seiten dargestellt werden oder nicht, scheint noch dem Zufall unterworfen zu sein. Das sind zwar Kleinigkeiten und zumindest bis jetzt scheinen Tests durchaus zu funktionieren, aber auch das fördert normalerweise nicht das Vertrauen der potentiell durch die Integration neu zu gewinnenden Benutzer für diese Funktion
  • Wer wirklich viel testet, wird sich vermutlich schnell über die Limitierung auf 12 Tests pro Profil ärgern. Damit sind übrigens aktive Tests gemeint. Wenn ein Test also abgelaufen oder pausiert ist, zählt er nicht für dieses Limit

Also: Luft nach oben ist noch reichlich vorhanden. Es bleibt zu wünschen, dass zumindest wesentliche Funktionen wie multivariate Tests möglichst schnell wieder einen Weg in das Tool finden, denn ansonsten ist es absehbar, dass es sich für eine ganze Menge typischer Testszenarien vorerst disqualifiziert. Warum der GWO zumindest in der Übergangsphase nicht weiterhin verfügbar bleibt, muss man Google fragen. Es sei denn, die größten Lücken werden noch vor dem 1. August geschlossen. Wer weiß..?

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Monday, May 07, 2012

Achtung Sicherheitsproblem: PHP Quellcode u. U. im Browser lesbar

Ein Albtraum wird wahr: Wie ich gerade beim Boesenseo gelesen habe, besteht bei PHP-Scripten unter gewissen Bedingungen (PHP im CGI-Modus) eine realistische Chance, dass durch das simple Anhängen des Kommandozeilenparameters "-s" der Quellcode jeder PHP-Seite sichtbar gemacht werden kann... weitere Schweinereien per Kommandozeile sind freilich mit ausreichender krimineller Energie auch denkbar.

Man könnte diese Chance jetzt nutzen, um (mal wieder) dazu aufzurufen, alle kritischen Inhalte wie Zugangsdaten etc. auch in Kleinstprojekten und einfachen Scripts zum Mailversand etc. aus den erreichbaren PHP-Dateien fern zu halten und per geschütztem Include vor Zugriffen zu schützen... aber wer würde es schon hören? Es muss also reichen, auf den o. a. Beitrag zu verweisen und jedem Betreiber einer eigenen Site zu raten, den Schnelltest zu machen, indem z. B. die Startseite (nennen wir sie mal ganz willkürlich "index.php") mit dem Parameter -s (also "index.php?-s") aufgerufen wird. Sieht man nun den Quellcode, ist es höchste Zeit, sich an den Admin des Servers, den Hoster - oder wer auch immer für das Schließen dieser Lücke verantwortlich ist - zu wenden.

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Monday, March 12, 2012

Nummerierte Google Suchergebnisse

Da ich gern 100 statt nur 10 Treffer bei Google erhalte, ist eine Nummerierung aus mehr als nur einem Grund sinnvoll - ob SEO oder nicht. Scripts und AddOns gibt es ja genug, die für Nummerierungen sorgen, aber die meisten machen auch noch eine ganze Menge anderen Kram, den ich eigentlich nicht will. Daher habe ich schon länger ein selbstgestricktes Script (in Firefox via Greasemonkey; in Chrome mit Tampermonkey) im Einsatz.

Suchergebnisse mit Nummern

Damit ich es nicht ständig suchen muss, habe ich (angesichts der riesigen Reichweite dieses Blogs also hauptsächlich für mich selbst ;)) die akt. Fassung online abgelegt. Wer es nutzen mag, kann also Greasemonkey für Firefox oder Tampermonkey für Chrome installieren und dann per Klick das Script nachinstallieren: Nummerierte Suchergebnisse bei Google.

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Monday, February 13, 2012

Google Datenschutzbestimmungen: Nichts Neues!

Ja, Google hat seine Datenschutzbestimmungen vereinfacht. Und ja: Dabei sind auch ein paar Kleinigkeiten geändert worden. Aber das große Gejammer über die Konsolidierung von Nutzerinformationen über Produktgrenzen hinweg, über die sich derzeit auch in meinem privaten Bekanntenkreis überraschenderweise die Gemüter erhitzen, kann ich nicht nachvollziehen, denn das ist nun wirklich keine Neuigkeit.

Google Datenschutzbedingungen

Auch die vorher für jedes Produkt einzeln existierenden Nutzungsbedingungen haben stets darauf hingeweisen, dass sich Google diese Option offen hält. Dass man es jetzt... naja: ehrlicher formuliert und durch die Zusammenfassung der vielen einzelnen Dokumente mehr in den Fokus rückt, ändert nichts daran, dass Google schon immer ein nahezu zu 100% datengetriebenes Untermnehmen ist und sich die vielen "kostenlosen" Angebote schon immer mit den Daten der Nutzer hat bezahlen lassen, aus denen laufend Erkenntnisse gewonnen und oft auch neue Produkte gefüttert werden.

Da ist eine kostenlose Telefonauskunft, deren zahlreiche US-Nutzer dafür gesorgt haben, dass Google nun lebendige Sprache besser verstehen kann als Siri & Co. nur ein Beispiel von vielen. Google ist nicht kostenlos. Und das Interesse am einzelnen Nutzer ist durchaus vorhanden, wenngleich dieses (noch) etwas anderer Natur ist, als bei anderen Plattformen. Es geht hauptsächlich darum, jeden (möglichst regelmäßigen) Nutzer optimal mit Werbung zu beballern, denn da kommt (mal von Android abgesehen) das Geld her Wer damit wirklich ein Problem hat, war auch schon vor den geänderten Datenschutzbestimmungen gut beraten, sich bewußt zu machen, wann wo und wie Google überall Daten über Nutzer und Nicht-Nutzer (z. B. via Google Analytics) sammelt... und ggf. aktiv etwas dagegen zu tun, wenn er damit nicht einverstanden ist.

Einige Hilfsmittel bietet Google dazu selbst an - wohlwissend, dass die Mehrheit sich überhaupt keine Gedanken macht und der Großteil des Rests zwar gerne meckert, aber trotzdem kaum jemand die Plugins zum Ausstieg aus dem Tracking installiert oder den privaten Modus auch beim "normalen" Surfen aktiviert. Wer sich einen Überblick verschaffen will, findet bei Google eine übersichtliche Auflistung aller Datenschutztools. Und ich habe mit diesem Blogpost nun eine einfache Antwort auf eine derzeit recht beliebte Frage ;)

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Monday, January 09, 2012

Scroll-Tracking in Google Analytics

Inspiriert durch die Ausgabe 23 von Web Analytics TV habe ich mich endlich aufgerafft, ein generelles Problem vieler Blog-Sites anzugehen: Hohe Absprungrate, geringe "Time On Site". Denn allzu oft landet ein Besucher mit einer sehr konkreten Anfrage auf einer Seite, die eine sehr konkrete Antwort gibt. Im Idealfall ist die Frage damit geklärt und der Besucher verlässt die Site... vermutlich durchaus zufrieden. Was er dabei aber in der Webanalyse hinterlässt, ist die gleiche Spur wie die eines "echten Bouncers", der kam, sah (dass er falsch war) und direkt wieder verschwand. Eine Seite, Null Sekunden, Weg.

Die Lösung kann in diesem Fall die Messung einer Interaktion sein, die man durchaus als "Engagement" betrachten darf: Scollen der Seite. Denn wird der Beitrag wirklich gelesen (und ist er länger als nur ein paar Sätze bzw. enthält Ressourcen wie Bilder, Tabellen o. Ä.), wird der komplette Inhalt kaum auf die erste Bildschirmseite passen. Es ist also im Sinne der Webanalyse, wenn man durch die Messung einer solchen Interaktion die Qualität der Daten verbessert. Gibt man GA die Möglichkeit durch virtuelle Pageviews (wer sich gern extra dick in die Tasche lügt) oder besser Events mitzubekommen, wenn weiter nach unten gescrollt wird, dann bedeutet dies sowohl eine bessere Messung der Verweildauer auf der Seite als auch eine gerechtere Bestimmung der Absprungrate. Denn sobald ein solches Event ausgelöst wird, gibt es ein Ereignis nach dem Betreten der Seite, so dass diese nicht mehr in den Übersichten der besuchten Seiten wie eine "Problemseite" erscheint, ohne es wirklich zu sein.

Ich habe bei der Suche nach bestehenden Lösungen zwei unterschiedliche Beispiele gefunden, an denen man sich bei der Umsetzung orientieren kann. Die erste, einfachere Variante fängt "nur" die Tatsache ein, dass gescrollt wurde und gibt sich damit zufrieden, die zweite Lösung ermittelt auch die "Scrolltiefe" und löst dazu ggf. mehr als ein Event aus, wenn weiter nach unten gescrollt wird. Und obschon die zweite Lösung eigentlich mehr Daten liefert und auch bei der Verweildauer auf einer einzelnen Seite genauere Werte liefert, habe ich mich mit einer leicht angepassten Variante nach dem ersten Vorbild entschieden. Erstens, weil es mir primär um eine bessere Betrachtung des Absprungverhaltens ging und weil ich (bei meinen meistens recht langen Beiträgen) eine "Eventüberschwemmung" befürchte, die mir die Auswertung anderer Events, die hier auch genutzt werden, nicht gerade vereinfachen würde.

Wie auch immer man sich entscheidet und wie "genau" man es wissen will: Schon nach kurzer Zeit sieht man den Erfolg der Anpassung in "realitätsnäheren" (und idealerweise an der richtigen Stelle gestiegenen bzw. gesunkenen) Kennzahlen. Hier am Beispiel dieses Blogs seit der Implementierung zum Jahreswechsel:

Statistik in Google Analytics

Das Diagramm zeigt schon nach wenigen Tagen den gewünschten Trend: Gesunkene Absprungrate, mehr Time On Site. Auch die absoluten Kennzahlen sind signifikant unterschiedlich für die Tage vor und nach der Implementierung:

Statistik in Google Analytics

Wer sich bei den o. A. Beispielen bedienen und eine eigene Implementierung vornehmen will, kann die dortigen Fassungen eigentlich unverändert übernehmen. Bitte aber daran denken, die Syntax des Eventtracking-Aufrufs für den jeweils verwendeten Google-Analytics-Trackingcode anpassen, also entweder nach der alten Variante mit dem pageTracker, wie es im ersten Beispiel der Fall ist oder asynchron wie im zweiten Beispiel mit der mehrfachen Messung.

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Tuesday, November 08, 2011

Willkommen zur SSL-Volksverdummung. Danke Google!

Ich wollte eigentlich kein Wort drüber verlieren und habe es auch fast zwei Wochen geschafft. Aber nachdem ich nun den oberflächlichsten Verdummungbeitrag seit langem in der Webmaster Zentrale dazu gelesen habe, müssen ein paar Dinge einfach mal raus - egal, ob es wirklich jemand liest oder nicht.

Was passiert denn?

Google stellt also seine Suche auf SSL um. Https statt http. Verschlüsselt suchen. Toll. Und wenn Google uns sagt, dass dies "im Rahmen unserer Verpflichtung, das Web noch sicherer zu machen" geschehe, dann muss man das wohl auch glauben. Selbst dann, wenn man sich zufällig gleichtzeitig dazu entschlossen hat, den Referer zusätzlich künstlich zu verstümmeln, so dass in der Webanalyse und den Webmaster Tools nichts mehr zu Impressions oder Klicks in Verbindung zu einem Suchbegriff erscheint. Jedenfalls dann, wenn nicht gerade zufällig jemand auf eine Anzeige geklickt hätte. Denn wer über Anzeigen auf eine Website kommt, bringt auf jeden Fall noch - ebenso künstlich - Angaben über den Suchbegriff mit. Der "normale" organische Besucher aber eben nicht mehr.

Was hat Google davon?

Der Sicherheitsvorwand (der sich in Deutschland dann auch gern gleich magisch erweitert in "Datenschutz" übersetzt) ist aus mehreren Gründen aber m. E. der totale Unsinn. Erstens hat das nichts mit Datenschutz zu tun, zweitens ist die ganze Angelegenheit - nicht zuletzt zur Aufrechterhaltung der CashCow "AdWords", die sich den Verlust der Keywordinfos zu ordentlichen Kampagnensteuerung einfach nicht erlauben kann - mehr oder minder "künstlich" geschaffen / verändert worden. Wäre "nur https passiert", müßte m. W. (ich bin da allerdings nicht 100% sicher und lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen), der interessierte Webmaster, SEO, Affiliate seine Site ebenso komplett auf SSL umstellen und erhielte alle Infos, die er bisher auch bekommen hat. Hätte vielleicht also das Web sogar wirklich ein wenig besser gemacht, was sicher auch in der oben als Argument angeführten "Google Selbstverprflichtung" steht. Wer weiß. Das primäre Ziel der Aktion ist aber vermutlich an ganz anderer Stelle zu suchen. Im Satz "better protection against snooping from third parties" aus dem offiziellen Statement kann man sich zwar auf "protection" konzentrieren (und soll das sicher auch), viel interessanter ist aber "third parties" in diesem Zusammenhang. Es geht um Drittanbieter. Nur welche? Irgendwelche "Bösewichte"? Werbenetzwerke? Oder doch jeder einzelne Webmaster, Toolanbieter, SEO?

Was hat "König Kunde" davon?

Für den Nutzer der Suchmaschine ist damit jedenfalls kaum was gewonnen. Ausreichend schlaue Toolbars und Plugins werden vermutlich immer noch genug Daten über das Suchverhalten sammeln, wenn sie denn wollen. Und wenn ich Suchbegriffe verwende, für die ich mich schämen muss, kamen die früher ja auch nicht gleich mit meinem Namen und meiner Anschrift bei jedem an, dessen Site ich besucht habe. Naaaaihn (Diese Verbindung haben nur Google und besonders neugiereige Cookieplatzierer ;))! Man sieht aber möglicherweise weniger stumpfsinnige Einblendungen über Blogposts, die mir nochmal sagen, wonach ich vor einer Sekunde gesucht habe, falls ich mich nicht mehr daran erinnern sollte. Und nicht nur Webmaster, sondern auch Werbenetzwerke (besonders die, deren Geschäftsmodell auf Suchanfragen angewiesen sind. Ja die gibt es!) wissen nun weniger über meine Interessen (was aber Google bestimmt mehr Nutzen bringt als dem einzelnen User). Ansonsten sitzen nun aber jede Menge SEOs, Webmaster & Co. vor den Daten, die immer mehr hämisch (not provided)-grinsende Lücken enthalten.

Alles supi? Oder nicht so wild?

"Passiert ja nur bei google.com und nur, wenn man angemeldet ist". Ja klar. Das war bei Google Instant, Google Dingens und Google Sonstwas auch erst der Fall, wird aber ganz sicher mit der Zeit immer mehr Suchanfragen betreffen. Weniger wird´s jedenfalls nicht. Und je nachdem, wo der Hauptteil der Besucher her kommt, fehlen jetzt schon zweistellige Anteile der Keywords in der Webanalyse. Nicht nur in Google Analytics (wo der Kunde demnächst ja auch zahlender König werden kann - huch, habe ich das jetzt laut gedacht?), sondern in jedem Tool... außer vielleicht demnächst dann in Google Analytics Premium. Wie? Ich spinne? Naja: Nachdem Google in letzter Zeit nicht gerade zimperlich bei der Suche nach neuen Einnahmequellen vorgeht, der Charme der ersten 10 Jahre langsam aber sicher verblasst und sich Google mehr und mehr Bedrohungen ausgesetzt fühlt, traue ich Google inzwischen auch Schritte wie diesen zu. Jedenfalls manchmal. Und vor allem dann, wenn ich solchen Flachsinn wie im oben verlinkten Blogpost lese, der mit vielen Worten nichts sagt. Warum Nebelbomben werfen und dann nicht angreifen? Na gut: Ich kann mir zwar "Alle Keywords in der Premium-Version" auf einer Featureliste weder wirklich ernsthaft vorstellen, noch kommt man vermutlich einfach so damit durch, wenn man sich so ein Alleinstellungsmerkmal im Markt der Webanalyse-Tools schafft (und sei es - wie in diesem Fall - dann auf Basis von "eigenen" Daten), aber langsam sollte der letzte gemerkt haben, dass eine Menge Googler jeden Tag satt werden müssen und Geld nicht an Bäumen wächst. "SSL für Suchanfragen" gehört jedenfalls ganz bestimmt nicht zu den Dingen, die man sich mal wieder einfach so als "Oh toll, dann wird ja bestimmt alles noch sicherer und besser, oder?" unterjubeln lassen sollte. Echt nicht...

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Friday, October 21, 2011

Google Analytics in Echtzeit

Ich will mich gar nicht an der Diskussion beteiligen, wie sinnvoll nun Realtime Webanalyse nun ist oder nicht - jedenfalls nicht hier und jetzt.

Denn ich freue mich viel zu sehr über die Berichte, die erfreulich schnell nach der Anmeldung zur Teilnahme an der Beta zu Realtime in Google Analytics heute in meinem Konto verfügbar sind.

Realtime in GA

Was ich wirklich sinnvolles damit anfangen kann - und in welchem Profil - werde ich mir irgendwann später überlegen. Jetzt erst mal wieder zurück zur Betrachtung der Echtzeitanalyse ;)

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Thursday, October 06, 2011

Organische Impressions + Co. jetzt auch in Analytics

Und weiter geht´s mit der Verknüpfung von Analytics und den Google Webmaster Tools: Im neuen Bereich "Besucherquellen -> Suchmaschinenoptimierung" (nur in der neuen Oberfläche) finden sich nun nach Verknüpfung der Analytics-Web-Property mit dem passenden Eintrag aus den Webmaster Tools (ja genau: Gleiches Google - Konto erforderlich, logo!) zusätzliche Reports, die auch die Impressions, Seiten, Klickraten und geografische Angaben zu den Besuchern enthalten.

Suchanfragenbericht

Das ist zwar erst einmal nichts, was aus den Socken haut, aber man kann zumindest schon jetzt von den im Vergleich zu den WMT umfangreicheren Filteroptionen in Analytics profitieren, um sich die Impressions zu den Begriffen oder Seiten genauer anzusehen. Auch praktisch ist z. B. eine Sicht auf die Klickrate nach "Quelle" in Form unterschiedlicher Google-Dienste wie Suche, Bilder oder Mobile, in denen man durchaus signifikante Unterschiede feststellen kann ;). Ich hoffe doch, dass dieser Block noch ausgebaut wird. Gegen den m. E. nicht ganz so glücklich gewählten Namen "Suchmaschinenoptimierung" kann man ja vermutlich nun nichts mehr tun...

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Friday, September 30, 2011

Einfachere Verifikation: Google Analytics und Webmaster Tools wachsen weiter zusammen...

Das scheint wohl schon länger so zu funktionieren, aber mir ist es erst jetzt aufgefallen: Wenn in den Google Webmaster Tools eine neue Site hinzugefügt werden soll, kann dazu nun einfach der Analytics-Trackingcode verwendet werden. Meint: Wer als Administrator beim passenden Analytics-Konto zur Website eingetragen ist, muss sich künftig weder als Agentur noch Betreiber mit Uploads, Metadaten oder gar DNS-Konfiguration rumschlagen.

Webmaster Tools

Ich find´s praktisch. Die engere Verknüpfung beider Werkzeuge ist damit zwar nicht wirklich vorangetrieben, aber trotzdem eine große Hilfe. Wer weiß: Es mag ja auch was mit dem kommenden "Analytics Premium" zu tun haben;) Wenn man jetzt noch die neue "schöne" Startseite der WMT wieder auf eine übersichtlichere Listenansicht umstellen könnte. Aber ich habe ja immer was zu meckern...

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Friday, September 16, 2011

Schade: Google Page Speed Service kann nicht zaubern

Wenn es um Websites geht, ist schneller immer besser. Ich bin daher auch ein großer Freund von PageSpeed, YSlow und anderen Werkzeugen zur Messung und Optimierung der Performance von Internetseiten... ohne nun wirklich immer alles ausreizen zu müssen, was drin steckt. Also definitiv nicht wie Scotty ;)

Das ist aber vielleicht trotzdem schon das Problem: Wenn ich mir verschiedene von mir betriebene oder betreute Sites anschaue, bringt eine "Faulenzer-Optimierung", wie sie von Google mit dem Page Speed Service zur dynamischen Optimierung der eigenen HTML-Seiten und Ressourcen angeboten wird, leider nicht sehr viel, wenn man sich selbst ein wenig Mühe gegeben hat. Klar: Ich betreue keine spiegel.de, aber trotzdem scheint es mir kaum ein Modell, mit dem Google wirklich viel ausrichten wird, um das Web schneller zu machen.

Das typische Bild bei einigermaßen "speedbewussten" Sites scheint ein minimaler Gewinn im einstelligen Bereich für Erstaufrufe zu sein. Bei erneuten Aufrufen ist allzu oft die Ladezeit sogar (wegen des Umwegs und der Bearbeitung auf dem Weg zum anfordernden Browser ja auch erklärbar) höher als ohne den Service.

Hier ein Beispiel für meine eigene Website: Der Effekt ist nicht der Rede wert. Wenigstens ist die Seite aber noch intakt - das hat bei anderen Versuchen schon anders ausgesehen, so dass das Ergebnis nach der Optimierung mitunter deutliche Darstellungsprobleme hatte.

Klar, dass es bei anderen Sites besser aussieht und der Gewinn größer ausfällt. Aber ich kann mir eigentlich nicht denken, dass ein Unternehmen, welches eine vergleichsweise langsame Website betreibt, wirklich den später ja kommerziellen Service nutzen und dauerhaft dafür zahlen wird, wenn es meistens mit ein paar mehr oder weniger kleinen Handgriffen und einmaligem Aufwand machbar ist, selbst eine ganze Menge für bessere Antwortzeiten zu tun. Oder mache ich es mir da zu einfach?

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Monday, August 01, 2011

(Schnief): Yahoo stellt Suchergebnisse auf Bing um

Ab Mittwoch geht es los: Yahoo stellt die organischen Treffer vollständig auf Bing um. Keine unterschiedlichen Rankings mehr; ein Algo weniger. Bedeutet: Wer gute Rankings bei Yahoo, aber schlechte bei Bing für seine trafficbringenden Keywords hat, kann sich auf einen leichten Rückgang der Besucher von dort einstellen. Das ist je nach Einzelschicksal sicher nicht ganz irrelevant; dennoch sollte sich der "Schaden" angesichts der (derzeitigen) Marktanteile bei den meisten Sites deutlich in Grenzen halten. Und auf der anderen Seite gibt es dann auch ein paar Gewinner. Zudem kann es niemanden wirklich unvorbereitet treffen, der sich auch nur ansatzweise um Besucher durch organische Rankings schert. Dennoch ist die Endgültigkeit und - leider nicht ganz unwahre - Formulierung des knappen Abgesangs, der gerade von Yahoo in´s Postfach flatterte, irgendwie beklemmend:

"wir möchten Sie heute darüber informieren, dass die algorithmischen Suchergebnisse auf Yahoo! (also die Suchergebnisse im Hauptteil der Yahoo! Suche, auch Index oder organische Suchergebnisse genannt) in Kürze von Microsoft bereitgestellt werden. Dies ist ein bedeutender Schritt im Rahmen der Yahoo! und Microsoft Search Alliance und bringt uns unserem Ziel näher, die Relevanz der algorithmischen Suchergebnisse auf Yahoo! weltweit weiter zu verbessern.

Die Umstellung der algorithmischen Suchergebnisse von Yahoo! auf Bing wird am 3. August 2011 für die Yahoo! Suche in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien beginnen.

Es ist keine Initiative Ihrerseits erforderlich – Sie sollten sich jedoch auf diese Änderung vorbereiten, wenn algorithmische Suchergebnisse Nutzer auf Ihre Website bringen:

  • Vergleichen Sie Ihr Ranking in den algorithmischen Suchergebnissen auf Yahoo! und Bing in bezug auf die Suchbegriffe, die für Ihr Unternehmen relevant sind, um potentielle Auswirkungen auf Ihren Traffic und Ihren Abverkauf zu erkennen.
  • Passen Sie Ihre kommerziellen Search Marketing-Kampagnen gegebenenfalls an, um gegebenenfalls Veränderungen in den algorithmischen Suchergebnissen zu kompensieren.
  • Überprüfen Sie die Bing Webmaster Tools und optimieren Sie Ihre Webseite für den Bing Crawler, um sicherzustellen, dass Ihre Website in den algorithmischen Suchergebnissen von Yahoo! und Bing gut platziert wird.

Beachten Sie bitte, dass Yahoo! die kommerziellen Suchergebnisse NOCH NICHT umstellt. Sie sollten weiterhin Ihr Yahoo! Search Marketing Konto wie üblich verwalten. Wir werden Sie rechtzeitig vor der Umstellung der kommerziellen Suchergebnisse in Ihrem Markt informieren, um einen reibungslosen Ablauf vorzubereiten."

Auf jeden Fall hat mein "Yahooooohuhooooo"-Klingelton, der mir schon so manch verwirrten Blick bei (Google-)Veranstaltungen eingebracht hat, ab sofort für meine Ohren einen nostalgischen Nachhall. Ein Grund mehr, ihn nicht zu wechseln... ;)

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Tuesday, May 24, 2011

Mehr Futter für den Feedreader: Offizieller Google Search Blog "Inside Search"

Wer sich - freiwillig oder aus beruflichem Druck - für die Google-Suche interessiert, sich bisher aber mit der Ausrede "das ist mir aber viel zu viel technisches Webmaster-Zeugs" oder ähnlich fadenscheinigen Aussagen davor gedrückt hat, die Google Webmaster Central oder den deutschen Ableger zu abonnieren, dem sind nun Argumente ausgegangen, denn Google betreibt jetzt unter Inside Search eine eigene Anlaufstelle für alles, was "direkt" mit der Suche zu tun hat. Das bedeutet nun aber ganz und gar nicht, dass man sich Webmaster Central nun sparen kann... sondern nur, dass man mit weiteren Kleinigkeiten versorgt wird, die hoffentlich nicht nur Anekdoten aus dem Leben des Search-Teams, sondern idealerweise auch Handfesteres zu bieten haben. Der vollmundige Eröffnungsbeitrag läßt da gleichermaßen hoffen und bangen... wir werden es ja erleben. Oder ertragen. Oder beides. ;)

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Friday, May 13, 2011

Social Media als Trafficquelle - nur ein Witz?

Wenngleich die Ergebnisse der frisch bei SEO-United durchgeführten Umfrage zum Social-Media-Traffic aus mehreren Gründen nicht als Messlatte für den gesamten deutschen Online-Markt genommen werden kann, ist es doch ein weiteres Beispiel für das, was viele Webmaster selbst in ihren Projekten feststellen: Social Media ist nur für sehr wenige, meist direkt an die sich auf Facebook tummelnde Masse gerichtete Angebote als direkter Trafficlieferant geeignet.

Trafficverteilung für 150 Websites

Facebook bringt schlappe 5%; Twitter keine 3%. Da ist Yahoo oder ASK für viele deutlich relevanter, wenn man nur den direkten (und direkt zuzuordnenden) Traffic zählt.

Klar, es gibt noch die 999 anderen Gründe, warum man an Social Media nicht vorbei kommt, aber wenn selbst in einer Umfrage, deren Zielgruppe schon viel IT-lastiger ist als der Rest der Republik, so ernüchternde Zahlen rauskommen, muss sich doch eigentlich niemand mehr ernsthaft die Frage stellen, ob man den Like-, Tweet- und +1-Button wirklich braucht oder nicht. Jedenfalls in den meisten Projekten. Deutlich mehr wird es natürlich, wenn man unter "Social Media Traffic" auch Besucher aus anderen Blogs versteht... entweder direkt oder über den Umweg "Google"... denn auch dieser Traffic kann ja durchaus "Social" sein. Wer das aber grundätzlich anders sieht, darf gern die Facebook-Kommentarfunktion nutzen und das kundtun ;)

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Thursday, May 12, 2011

Google Chrome: Spracheingabe in Webformularen

Erst heute bin ich durch die zweite Google IO-Keynote darauf aufmerksam gemacht worden, dass Google Chrome es denkbar simpel macht, Spracheingabe in Eingabefeldern von Webformularen aller Art zu ermöglichen - genau so, wie man es bereits z. B. aus der "googlelabsfunktionsbereicherten" US-Google-Suche kennt.

Dazu reicht es, dem Eingabeelement ein simples "x-webkit-speech" mit auf den Weg zu geben. In der simpelsten Variante also einfach so:

<input type="text" x-webkit-speech>

Anhand der Suchfunktion auf dieser Website (allerdings aus langweiligen Gründen nicht im Blog) gezeigt sieht das so aus: Wer mit Chrome auf die Seite kommt, sieht das Aufnahmesymbol, das sich auch auf Android-Geräten zur Sprachsteuerung immer mehr breit macht. Olle Firefoxe oder andere Browser können damit allerdings noch nichts anfangen. Nicht mal mobil unter Android 2.3.4.

Spracheingabesymbol

Ein Klick startet die Aufnahmefunktion, über die das Eingabefeld befüllt werden kann. Das klappt in Chrome genau so gut oder schlecht wie bei entsprechenden Funktionen auf dem Mobiltelefon: Die Spracherkennung selbst ist prima, allerdings eben leider (noch) nicht für längere Texte oder gar als Ersatz für "echte" Spracherkennungssoftware geeignet, weil z. B. keinerlei Großschreibung stattfindet (sicher übrigens ein Grund, warum sich Apple lieber - möglicherweise? - Nuance kauft bzw. schon gekauft hat, als das Thema nochmal selbst zu erfinden und dann gleich "perfekt" zu sein, wenn iOSxyz dann ebenso sprachbedienbar wird). Zur einfachen Texteingabe aber schon jetzt eine prima Sache. Wenngleich es hier bei der Suchfunktion zugegebenermaßen eher eine Spielerei ist.

Spracheingabe starten

Sobald sich die Funktion aber - mit verbesserter Erkennung und "lokalisierter" Schreibweise - auch in anderen Browsern breitmachen sollte (was sicher erst dann passiert, wenn genug Websites darauf setzen) und auch für große Textfelder (<textara>, nicht nur <input>) genutzt werden kann, kann vielleicht auch auf dem Desktop so manche Eingabe schneller per Stimme als mit der Tastatur erfolgen. Das wäre schon in gewisser Weise etwas Neues, denn bis jetzt muss man sich die Funktion, wenn gewünscht, per "Dragon Dictate" & Co. nachinstallieren.

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Tuesday, March 08, 2011

Aktive Sterbehilfe für alte Internet Explorer

Vorbemerkung: Der Internet Explorer 6 scheint unsterblich. Das liegt sicher daran, dass aus nachvollziehbaren Gründen noch eine Menge Rechner mit Windows XP arbeiten, der IE6 dort zuhause ist und es für viele Anwender keinen klar erkennbaren Grund gibt, warum man das ändern sollte. Es funktioniert ja auch (meistens) alles ganz ordentlich. Ich kann das zu 100% verstehen und mache auch bestimmt niemandem einen Vorwurf. Das hier ist nur ein Aufruf zur Aktualisierung.

Warum das Ganze?

Oft und ungern habe ich mich schon über die Extrawürste geärgert, die man für alte (und manchmal neue...) Internet-Explorer braten muss. Angeregt durch die beim IE6Countdown stets aktuellen Vergleichszahlen habe ich den überdurchschnittlich hohen Anteil von fast 10 Prozent(!) Besucher meiner eigenen Website (Stand: Januar / Februar 2011), die nach wie vor mit IE6 oder älter vorbeikommen, zum Anlass für eine aktivere Rolle bei der "Bekämpfung" des IE6 genommen. Es wird das Web nicht wesentlich besser machen. Und vielleicht sogar den einen oder anderen Besucher meines Blogs oder der Website verstimmen (was mir schon jetzt Leid tut). Aber wenn ich auch nur ein paar Besucher auf die Dringlichkeit aufmerksam machen kann, sich einen modernen, schnelleren und vor allem sichereren Browser zuzulegen, dann ist es das potentiell wert. Aus diesem Grund erscheint nun beim Besuch mit einem IE6 oder älter der folgende Hinweis, der auf diesen erklärenden Beitrag verweist (ja richtig: nur dazu dient dieser Blogbeitrag).

IE6 Hinweis

Was tun?

Aktueller Internet-Explorer: Ich kann und will ganz bestimmt niemanden zwingen, sich vom Internet Explorer zu trennen. Nicht jeder möchte sich an ein grundlegend neues Stück Software gewöhnen, nur um damit "auf das Internet zu schauen". Wer diesen Beitrag also über den oben dargestellten Hinweis erreicht hat, sollte sich zumindest bei Microsoft mit der aktuellen Fassung des Internet-Explorers versorgen.

Alternativen: Wer gern mal was Neues ausprobiert, findet mit Google Chrome einen i. d. R. deutlich schnelleren Browser... oder z. B. mit Firefox eine vielseitige Alternative. Oder eben Opera, Sea Monkey, Safari... oder alles auf einmal. Der persönliche Lieblingsbrowser muss jedenfalls nicht zwingend der Internet-Explorer sein. Und wenn er es doch ist, dann bitte in einer möglichst aktuellen Fassung. Zur eigenen Sicherheit - und für ein besseres Web ;)

Und dann: dranbleiben! Mit einer einmaligen Aktualisierung ist es aber nicht getan. Der IE6 wird so zwar irgendwann vielleicht verschwinden, aber der IE7 ist der IE6 von morgen (oder besser: schon heute Abend) und auch Version 9 ist irgendwann mal alt. Genauso wie Firefox Version y und alles andere, was heute aktuell ist. Irgendwelche Sicherheitslücken haben alle - die einen mehr, die anderen weniger. Sich das bewusst zu machen und regelmäßig selbst oder per automatischer Updatefunktion, die alle modernen Browser in der einen oder anderen Weise mitbringen, nach einer aktuellen Fassung zu suchen, sollte daher zur ungeliebten, aber trotzdem erfüllten Auflage für jeden werden, der gern online surft. Normalerweise wird das mit mehr Geschwindigkeit, hilfreichen Optionen (z. B. zum erhöhten Datenschutz im Web) oder manchmal auch nur einer schöneren Oberfläche belohnt.

 

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Friday, March 04, 2011

Man kann Google Webmastertools + Analytics verbinden... aber wozu?

Um die Frage gleich zu beantworten: Aktuell ist die Verknüpfung zwischen Webmastertools und Analytics eigentlich noch zu gar nichts gut. Aber das kann sich ja durchaus noch ändern... Speziell die Google Webmastertools haben sich in den letzten Monaten ja durch stetige kleinere und größere Verbesserungen hervorgetan. Da dort vor allem der Bereich der Analyse von Klicks und Impressions im Suchanfragenbericht immer hilfreicher wird, ist der Wunsch nach ähnlichen Reports direkt in Google Analytics nicht ungewöhnlich. Aktuell findet man aber nichts weiter als zwei sehr unspannende Links aus den WMT zu Google Analytics. Nichts in der anderen Richtung oder praktischere / engere Integration beider Produkte.

Ich glaube aber trotzdem, dass sich die "Mühe" der Verknüpfung lohnt und je nach Resonanz auch relativ schnell nicht nur weitere Brücken zwischen beiden Produkten geschlagen werden, sondern die wesentlichen Daten aus den Webmaster-Tools kurz oder lang deutlich näher an Google Analytics rücken als heute. Schön wäre es jedenfalls...

Wer heute schon mal reinsehen will und die Webmastertools mit dem gleichen Google-Konto wie Analytics betreibt (das ist Voraussetzung - zur Not also das Profil in Analytics für den richtigen Account freigeben), findet die Verknpüfung direkt im Dashboard der Webmastertools.

Verknüpfung herstellen

Je nach Anzahl der für dieses Konto freigeschalteten Analytics-Accounts kann die Auswahl des richtigen Kontos zur Aufgabe werden, die ohne Browser-Suchfunktion gar nicht gelöst werden kann (so sah das jedenfalls bei mir aus). In der Regel ist die Liste aber so übersichtlich wie hier dargestellt und die Auswahl des richtigen Profils kein Problem.

Profil wählen

Zum Dank erhält man dann erstens einen Link im Bericht "Links zu Ihrer Website", der direkt zum passenden Report des verbundenen Analytics-Profils führt.

Verlinkende Websites anzeigen

... und noch trivialer ist der Link oben in den Webmastertools, der stets zum Dashboard des passenden Analytics-Profils führt.

Dashboard anzeigen

Gähn. Ja sicher: Das mag praktisch sein, wenn man eine gewisse Anzahl von Sites verwaltet und daher ggf. schneller auf zwei selbst geöffneten Tabs mit beiden Informationsquellen durcheinanderkommt, wenn er diese Links in die stets passenden Profile nicht hat. Trotzdem für sich gesehen viel zu langweilig und nebensächlich, um überhaupt einen Blogbeitrag drüber zu schreiben. Wenn es denn nicht mit ein wenig Glück nur der Einstieg in eine tiefere Integration ist. Man darf ja mal träumen ;)

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Monday, February 28, 2011

Google CloudConnect: Google Docs als Backup + "Sharepoint Extralight"

Praktisch isses schon, wenngleich weder neu noch besonders "intergriert": Dank Google Cloud Connect (BTW: mal wieder ein suuuuuuper Name. Kann sich bestimmt jeder gleich was drunter vorstellen) kann man nun nicht nur den Office Live Workspace, sondern auch ein entsprechendes Google Pendant dazu nutzen, seine Dokumente direkt aus den beliebten Office-Programmen MS-Wurst, Echse & Bauernfreund mit der Wolke abzugleichen. Das sorgt dann nicht nur für ortsunabhängige Sicherheitskopien der Dokumente, sondern erlaubt auch die "Online-Zusammenarbeit" (im weitesten Sinne) mehrerer Autoren an einem Dokument.

Und obwohl ich gestehen muss, dass mir die Lösung von MS besser gefällt, gibt es naturgemäß in meinem beruflichen Umfeld deutlich mehr Personen mit einem Google-Konto als mit einem Hotmail/Passport/Live-ID/Wie-auch-immer-es-heute-heißt-Anmeldedingsda von MS, so dass ich diese Variante wahrscheinlich eher nutzen werde als Office Live. Jedenfalls ab dem Zeitpunkt, wo es wirklich vernünftig läuft. Denn aktuell scheint das Ganze noch nicht so toll zu klappen, wenn die Dokumente etwas größer sind - entweder bezogen auf den Umfang oder auch nur die Dateigröße, die auch bei wenigen Seiten mit einigen Grafiken ja beachtlich ausfallen kann (gerade bei Powerpoint Bauernfreund). In der Theorie ist das Ganze aber eine prima Angelegenheit: Einfach installieren, anmelden und automatisch oder manuell mit den Dokumenten online abgleichen. Wie? Hä? So:

Cloud Connect herunterladen und installieren. Beim nächsten Start von Office schafft sich Google unterhalb der Werkzeuge in einer eigenen Leiste Platz:

Cloud Connect in Office

Einmalig auf "Login" klicken, sich bei Google anmelden, den Zugriff auf die betreffenden Dienste freigeben und dann die sehr übersichtlichen Einstellungen zur Synchronisation vornehmen. Wer es nachträglich einmal suchen sollte: Die Links oben erlauben auch das Abmelden oder den Wechsel des Google-Kontos.

Einstellungen Cloud Connect

Für jedes Dokument kann dann noch einmal zusätzlich gewählt werden, ob die Synchronisation automatisch oder manuell erfolgen soll. gerade bei größeren Dokumenten sollte es wohl besser sein, den Abgleich manuell durchzuführen, weil die gute alte Wolke nur selten mit Festplattengeschwindigkeit angebunden ist.

Cloud Connect Synchronisation

Wer nun das Dokoment lokal speichert und danach der automatische oder manuelle Abgleich stattfindet, wird der Fortschritt des Vorgangs in der Leiste dargestellt.

Cloud Connect

Ist der Vorgang dann abgeschlossen, zeigt die Leiste einen Link zum Dokument im eigenen "Text & Tabellen"-Konto. Hier - oder auch direkt in Office über den "Share"-Schalter - kann das Dokument nun zur Ansicht oder Bearbeitung für andere Benutzer freigegeben werden... oder einfach als zusätzliche Sicherheitskopie online verweilen, die bei jeder Bearbeitung des lokalen Dokuments auf dem eigenen Rechner schnell abgeglichen ist. Auch die Versionsverwaltung von Google Docs mag hilfreich sein, wenn man einen dummen Fehler bei einer Überarbeitung erst nach einigen Wochen bemerkt...

So sieht die ganze Sache in der Praxis aus:

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Tuesday, December 14, 2010

USB Stick testen: Speicherplatz, Geschwindigkeit, Fehlerfreiheit

USB-Sticks sind überall ("Wir können hier nicht anhalten! Das ist USB-Stick-Land!"*). Aber ungeachtet von Größe, Speicherplatz - und leider auch Preis - ist die Geschwindigkeit für Schreiben und Lesen mitunter oft "gefühlt" sehr unterschiedlich. Es gibt offenbar reichlich Ausreißer nach oben und unten; selbst bei "gleichen" Exemplaren. Das kann je nach angedachtem Einsatzzweck schonmal so richtig nervig sein.

Daher gehört ein Test von Geschwindigkeit (und nebenbei auch Fehlerfreiheit) inzwischen schon fest zu meinem Auspackritual, bevor ich mir die Mühe der Bestückung mache. Mit einer "nicht installieren, einfach starten und glücklich sein"-Software, die auf den wohlkingenden Namen "H2testw" hört, ist das zum Glück nicht nur schnell, sondern auch so einfach zu erledigen, dass man eine Beschreibung zur Not in einen Tweet bekommen würde. Genau deshalb ist dieser Beitrag hier auch schon zu Ende und es bleibt nur noch ein Verweis auf eine Vergleichstabelle im Web, mit der man seine Ergebnisse mit anderen Herstellern und Geräten vergleichen kann. Ich find´s hilfreich.

*) Na, welcher Film? Wer spricht die Vorlage für den Satz? Keine Ahnung? Dann: http://youtu.be/HirmJAq7USA.

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Tuesday, November 02, 2010

HTML Seiten-Quelltext in mobilen Browsern ansehen

Zeitgleich mit den ersten Geräten, auf denen ich Internetseiten "unterwegs" betrachten konnte - mit sehr gewöhnungsbedürftigen Browsern auf Telefonen, die heute niemand mehr ungestraft "Smartphone" nennen kann -, kam bei mir der Wunsch auf, auch ohne PC schnell mal einen Blick auf den Seitenquellcode werfen zu können. Da es zwar für unterschiedliche Geräte durchaus verschiedene Möglichkeiten gibt und Browser ohnehin schon lange nicht mehr so doof sind wie früher, ich aber trotzdem bisher keine wirklich überall funktionierende Lösung finden konnte, habe ich mir bisher mit einem sehr einfachen Script auf der eigenen Site selbst geholfen, mit dem ich den Quelltext nach Eingabe der Adresse ansehen konnte... mehr oder weniger schön formatiert. Wer sich kein "eigenes" Script mit möglichst minimalistischer Darstellung und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitteten Optionen gönnen will, findet entsprechende Webdienste wie den Code Viewer bei iWebTool, muss dann aber halt je nach Displaygröße auf dem mobilen Gerät ein wenig scrollen.  

Update 05/0211: Auf jeden Fall einen Besuch wert sind zudem die zwei folgenden Dienste, auf die ich dank des Vortrags "Use Page Speed to Optimize Your Web Site For Mobile" auf der Google I/O 2011 (nein, ich war nur via Youtube da) kennengelernt habe und die m. E. ganz besonders gut ihren Job machen:

  • jdrop.org: Sehr hilfreich bei der Analyse mobiler Seiten, ohne sich zwingend mit den Werten auf dem Telefon, sondern vorzugsweise in einem Browser am PC zu befassen. Warum das nun hier steht? Weil man auf diesem (Um)weg auch zum...
  •  MobilePerf Bookmarklet kommt. Und damit holt man sich eine Menge an mehr oder weniger sinnvoll auch mobil nutzbaren Bookmarklets auf den Rechner; auch für Firebug Lite, Page Resources, DOM Monster, SpriteMe, CSSess und Zoompf. Allesamt prima Tools, die nicht nur bei der Ansicht eines Seitenquellcodes auf dem Mobiltelefon, sondern bei sehr viel mehr hilfreich sein können.
  • Der Vollständigkeit halber soll hier auch blaze.io genannt werden, speziell blaze.io/mobile. Nicht, dass man hier wirklich sehen würde, wie der Quellcode aussieht, aber es ist nicht minder hilfreich bei der Analyse von Websites aus "mobiler Sicht".

Auch ausgerechnet eine Suchmaschine (die ausnahmsweise nicht Google ist!) löst das Problem - für eine große Zahl an Seiten - sehr elegant: Bei blekko.com kann man nicht nur einige Kennzahlen und Links etc. per Slashtag /seo abrufen (Beispiel: http://blekko.com/ws/gandke.de+/SEO), sondern auch mit dem Slashtag /source den Quelltext einer Seite abrufen. Dazu muss diese allerdings auch schon mal von blekko.com besucht worden sein - und das gilt natürlich noch lange nicht für alle Sites und meistens kann man so "nur" die Startseite betrachten. Weiteres Problem: Man sieht das, was blekko bei seinem letzten Besuch gesehen hat. Das muss aber nicht dem Sourcecode der aktuell wirklich gezeigten Seite entsprechen.

Blekko auf Opera 5
Quellcode auf einem "Dumbphone" mit Opera Mini

Auf dem iPad (und wohl auch dem iPhone; ich hab nur keins) kann man alternativ prima Snoopy benutzen oder spezielle Apps dazu installieren. Leider funktioniert dies bei Android auf´m Telefon so aber nicht. Auch entsprechende AddOns für Dolphin habe ich nicht gefunden (dafür aber für ein paar andere hilfreiche Angaben). Wer aber nicht nur (im Nutzen oft sehr eingeschränkte Informationen) rund um den "SEO-Status" einer Domain per App oder ein unschönes Script benutzen mag, muss wohl weiterhin den Browser verlassen und eine App benutzen. Zum Glück gibt es ja eine Menge davon und man muss auch kein Geld ausgeben. Eigentlich sogar zu viele Apps: Entweder ist die Formatierung gruselig oder die Eingabe der zu untersuchenden Adresse trotz Zwischenablage unnötig kompliziert. Mein Tipp ist daher entweder View Web Source oder View Page Source (fast gleich, nur kleinerer Font), da diese beiden wenigstens schnell mittels STRG+S direkt im Browser mit der Adresse der akt. Seite versorgt und aufgerufen werden können.  

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Monday, October 18, 2010

Spaß mit dem Internet Explorer 9?

MS ist wirklich unverbesserlich. Als ich mich gerade auch im Büro mit einem IE 9 beglücken wollte, um damit noch ein wenig mehr Zeit mit den Spielereien unter http://ie.microsoft.com/testdrive/ zu verplempern und einen ersten Blick auf meine vorsichtigen HTML5-Experimente auch in diesem Browser zu wagen, wurde meine Bibliothek an Gründen, warum man sich mit dem Thema "Browserstabilität" auseinandersetzen sollte, unversehens um ein aktuelles Fundstück bereichert:

No IE9 4 FF!

Ohne Worte ;)

Darstellungsfehler von MS-Inhalten in Firefox, Safari & Co, haben ja aber eine lange und ehrwürdige Geschichte. Also kein Grund zum Rückzug, obwohl ich schon finde, dass man mal jemanden mit einem anderen Browser drüber schauen lassen darf, bevor man Besucher bei Google per Anzeige dafür einkauft... naja, egal.

Ich habe es aber trotzdem nicht geschafft den IE9 hier zu installieren, denn hier arbeitet man mit dem Rechner auch hin und wieder. Und dazu braucht man XP, wenn es denn schon Windows sein muss. Blöd nur, dass man unter XP nur den guten Tipp bekommt, sein System zu aktualisieren, bevor man dem anspruchsvollen IE9 ein angemesseses Zuhause bieten kann. Das läßt a) vermuten, dass es ein sehr sehr sehr sehr großes Setuppaket zum Nachinstallieren von allerlei Krempel für alle geben wird, die einen finalen IE9 auf Ihrem alten System haben wollen... oder es gibt b) schon jetzt einen gewichtigen Grund mehr, warum sich IE6 & Co. so dauerhaft halten werden, dass man sich auch in 5 Jahren noch bei der Erstellung von Webseiten mit Graceful Degradation für die ewigen Extrawurstler rumschlagen muss. Vielen Dank auch!

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Tuesday, September 07, 2010

Gewichtete Sortierung in Google Analytics: Einfach Wow!

Sich über einzelne neue Funktionen auszulassen lohnt sich nur dann, wenn es wirklich ein Knaller ist. Und warum auch immer: Obwohl die neue Sortierung nach Gewichtung bei Google Analytics vielleicht auf den ersten Blick unspannender erscheint als andere neue Zeitsparer der letzten Wochen und Monate*, habe ich mich schneeköniglich gefreut, als ich erstmals über das neue Feature in einem Analytics-Account gestolpert bin.

Worum geht´s?

Ganz einfach: In einem typischen Google Analytics-Profil können zwar inzwischen sehr viele sinnvolle Dinge direkt im Webinterface ermittelt werden... trotzdem kommt man bei konkreten Fragen oft nicht an Excel vorbei. Das ist zwar auch nach Einführung der gewichteten Sortierung noch so, aber man kann sich zumindest bei einigen "einfachen", aber wesentlichen Fragen den Umweg nun nicht nur sparen, sondern vielleicht sogar noch bessere Werte erhalten als mit anderen Methoden. Als Beispiel soll die Frage dienen: Welche Keywords (oder Trafficquellen, Kampagnen, tri, tra, trullalla) bringen mir zwar relativ viel Traffic, weisen aber überdurchschnittlich hohe Absprungraten (oder schlechte Conversionrates oder...) auf?

Versucht man nun, diese Frage mit einer absteigend nach Absprungrate sortierten Liste der Keywords zu beantworten, findet man i. d. R. eine ganze Menge an "Schrott", der 100% Absprünge bei minimalen Seitenaufrufen besteht. Seitenweise.

Nach Absprungrate sortierte Begriffe
Sie kamen - sahen, dass Sie hier falsch sind - und gingen. Unvermeidbar und nicht schlimm... aber definitiv nicht geeignet, um effektive Optimierungsansätze zu liefern.

Damit kann man natürlich herzlich wenig anfangen. Also müssen die Daten nach Excel exportiert und dann dort erst einmal der ganze Kleinkram gefiltert werden. Anschließend kann man z. B. über das (nach belieben mit individuellen Faktoren) gewichtete Produkt aus Seitenaufrufen und Absprungrate genommen werden, um eine "Hilfs-Kennzahl" zu generieren, nach der dann sinnvoll sortiert werden kann, um diejenigen Begriffe zu finden, für die es sich ggf. lohnt, Anpassungen an den Zielseiten zu planen, um aus dem Traffic mehr herauszuholen. Wenn die Begriffe denn irgendwas mit dem eigenen Angebot zu tun haben. Ansatzweise ;)

Aber Moment mal: Was macht die komische Checkbox da oben? Gewichtet nach Impressions und Bouncerate? Nur mit einem einfachen Klick? Genau!

Nach Absprungrate und Impressions sortiert
Das ist hilfreich: Traffic und Abschreckungsgrad im Auge: Das sind die Begriffe, für die sich die Arbeit vielleicht lohnen könnte!

Nach Aktivierung zeigen sich deutlich veränderte Top-Ten. Diese Begriffe haben einen Einfluss auf die Gesamtperformance der Site und hierüber ist dann auch (hoffentlich) viel einfacher etwas zu finden, was eine weitere Analyse lohnt: Wie sehen die Zielseiten aus und wie kann der Traffic ggf. in die richtige Richtung gelenkt werden? Man muss sollte zwar trotzdem immer noch nachdenken, ob ein Begriff wirklich relevant für das eigene Thema ist und ob 100% Absprungrate bei der konkreten Zielseite nicht einfach nur bedeutet, dass das Ziel des Besuchers bereits auf der ersten Seite erreicht wird... Aber so finden sich Chancen natürlich deutlich schneller. Ohne Export und Umwege, ohne viele Klicks - sehr cool, oder?

Wie Analytics diese Gewichtung vornimmt? Naja, die Analytics Hilfe ist hier gewohnt unkonkret. Wer es genauer wissen will, findet bei Avinash Kaushik eine gewohnt ausführliche Beschreibung, die auch auf die Vorgehensweise eingeht. Mir ist das aber ehrlich gesagt wurscht. Ich brauche auch keine Enthüllungsshows über die tollstren Tricks der Magier. Und es ist mir egal, wie genau die Pins wieder aufgestellt werden, solange es funktioniert und ich zügig weiterbowlen kann. Was zählt ist die Tatsache, dass auf diese Weise schneller sehr viel mehr aus vielen Reports herauszuholen ist. Vorausgesetzt, dass sich jemand dafür interessiert und konkrete Fragen hat, die er seiner Webanalyse stellen will...


*) Ich meine z. B. Dinge wie die Mehrfachanmeldung - schau mal in die Einstellungen des Google - Profils. Das wird für mich vielleicht der größte Effizienzschub seit Einführung des integrierten Suchanfragenberichts und der Segmentierung und Filter im AdWords-Interface, wenn es denn erst einmal durchgängig bei allen Google-Produkten funktioniert ;)

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Thursday, June 10, 2010

Nervt Google etwa nur, damit Du Dir ein Konto besorgst?

Also, das ist schon irgendwie dreist: Da verschlimmbessert Google das Startseitendesign durch 30"-füllende ätzende Hintergrundbilder und eröffnet nur demjenigen einen Weg zurück zum alten Design, welcher sich vermittels Google Konto anmeldet und wieder ein weißes Hintergrundbild als "Tipp der Redaktion" übernimmt.

Hintergrundbild bei Google
Irgendwie übel riechender "Login-Bait" bei Google: Willste´s wieder schön? Meld! Dich! An!

Davon abgesehen, dass ich schon jetzt eine beachtliche Menge an Leuten darüber aufgeregt haben mag, wird diese Aktion sicher zu einer deutlichen "Optimierung" der Rate bei der Suche angemeldeter Benutzer bedeuten. Oder anders: Statt von Vorteilen der Anmeldung zu überzeugen, werden nun offenbar gezielt künstliche Nachteile für Nichtanmeldung geschaffen, um den "Anreiz" zu erhöhen. Der kleine kennzahlengetriebene Manager in mir zieht vielleicht noch heimlich den Hut vor diesem Schachzug... der Rest findet das aber definitv... naja: übel. ebel. evel. evil. Jedenfalls fast. Zumindest für heute visualisiere ich Google wohl eher als ledergeschürzte und peitschenschwingende Werbeclip-Domina, die mir ein eindringliches "MELD!!!  DICH!!!  AN!!!" befiehlt. Irgendwie unschön.  

Aber was soll das Gemecker? Freuen wir uns an den schönen bunten Bildern! Bing hat das ja schließlich auch. Und schneller ist nun alles auch dank Caffeine. Schneller im Index, schneller gefunden, schneller vollgespammt. Schneller alles eben. Wen stört es da schon, dass es schei..e aussieht?

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Monday, April 19, 2010

EasyPeasy: Ideales Linux für den eeePC 901

Wer sich zu früh für ein Netbook entschieden hat, wird an Windows nicht viel Freude haben. Nachdem ich mit der viel zu kleinen 7 Zoll Version meine ersten Schritte mit Linux auf einem eeePC machen durfte und ich zu schnell auf ein neueres Modell umgestiegen war (901), auf dem Windows XP zwar läuft, aber wegen der kleinen, schnellen (4 GB) und viel zu lahmen zweiten SSD in keiner Installationsvariante Spaß macht, habe ich mich entschieden, auch den wegen des ewig knappen Speichers und der ewigen Probleme bei der Aktualisierung des Systems ungeliebten 901 wieder nutzbar zu machen. Sprich: Auch da muss Linux her.

Ein paar Versuche mit eeebuntu und anderen Kandidaten später bin ich nun bei EasyPeasy hängen geblieben:

EasyPeasy 1.5
EasyPeasy nutzt 1024x600 optimal aus: Klick mich!

Die Installation ist denkbar simpel und nach dem Download des ISO-Images und der Erstellung eines USB-Bootsticks kann man erst einmal in Ruhe als Livesystem austesten, ob man damit glücklich wird, bevor die Installation vorgenommen wird. Parallelinstallationen zu XP sollte man sich aber sparen, wenn man nicht selbst für mehr Platz auf den SSDs gesorgt hat.

An Applikationen mangelt es nicht und ich habe dem Standardumfang nur wenige Anwendungen hinzufügen müssen, um alles, was ich vorher unter Windows mit dem Netbook angestellt habe, nun auch mit EasyPeasy zu erledigen. Gute Sache - kann ich nur jedem empfehlen, der wie ich bisher das Gefühl hatte, die Lücke zwischen Handy und Notebook mit dem Netbook dann doch nur zum Teil geschlossen zu haben ;)

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Wednesday, April 14, 2010

Projektmanagement-Ausreden gehören in jede gute PM-Toolbox!

Jaja, oft sind es ja die einfachen Ideen, die am besten ziehen. Aktueller Fall: Projectplace sucht die beste Projektmanagement-Ausrede. Da hagelt es sicher eine Menge neuer Links und Tweets, die der Domain guttun -was auch die Vergabe des Tags "SEO" hinreichend erklären sollte ;) Mir soll´s recht sein; also bin ich auch dabei. Nach reiflicher Überlegung habe ich alle Ideen rund um...

  • in parallele Realitäten entwichene Arbeitspakete,
  • Aliens und
  • Hackerangriffe aus China sowie
  • weiteren Unsinn

...verworfen und mich für einen echten Kassiker aus der Paxis entschieden:

"Gestern lief das noch problemlos, ehrlich!"

Wem´s bekannt vorkommt - oder wer mir einfach einen Gefallen tun will, obschon ich sicher keine Chance haben werde - kann hier abstimmen (Danke auch!). Ansonsten findet man am schwarzen Brett unter der Adresse (zumindest eine zeitlang) bestimmt eine Menge an originellen und unverbrauchten Ausreden, wenn das Projekt mal nicht so will wie geplant. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal brauchen kann...  ;)

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Wednesday, March 31, 2010

Mutige trauern um entfallenen Zugang zur zensierten Suche in China...

Was bleibt nun nach dem Rückzug von Google als Suchmaschine aus China, wo man sich irgendwann wohl zu sehr verbiegen musste, um den geltenden Zensuranforderungen zu entsprechen? Nicht, dass man bei Google nicht auch in Deutschland und anderen Gebieten zensierte Ergebnisse ausliefern muss, aber das China ein Sonderfall war - und ist -, bestreitet wohl kaum jemand.

Primäres Ziel der Regierung nach dem Umschalten auf die unerwünscht offene Google-Fassung aus Hong Kong ist (wie immer) die Unterbindung von Kritik und Verbreitung der Diskussion, wie die von der Washington Post veröffentlichte Liste der Regularien für Online-Berichterstattung unmissverständlich unterstreicht. Da muss man sich schon wundern, dass es dennoch offenbar zahlreiche Mutige gibt, die Kerzen, Blumen und Kränze vor dem nutzlosen Google-Hauptquartier in Peking ablegen... und sich dabei sogar noch fotografieren lassen. Gibt es aber wirklich; zu sehen in einem Artikel des Guardian über die Bemühungen, sich gegen eben diese Form der "Aussperrung aus dem Internet" zur Wehr setzen.


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Tuesday, March 23, 2010

Vorsicht vor "Datenmeldung an www.google.de"

Es ist nicht wirklich neu, dass ab und an ein Fax auf meinem Tisch (ich nehme an, zu meiner Belustigung) landet, bei dem es um einen Eintrag in diesen oder jenen unnützen Webkatalog geht. Jetzt werden diese verzeifelten Inhaber wertloser Domains aber zwischenzeitlich ähnlich dreist wie die Pseudo-SEO-Agenturen, deren Callcenter-Mitarbeiter sich zwar nicht mehr an den Namen der eigenen Firma erinnern können, dafür aber genau wissen, dass man "damals das Häkchen bei SEO gemacht hat", als das AdWords-Konto eingerichtet wurde. Sach´et, Atze: Ja, nee; is´ klar

Das Papier-Pendant, welches ich gerade aus dem Fax gefischt habe, ist ähnlich beknackt mit "Datenmeldung an www.google.de" überschrieben und die monatlichen Kosten von knapp 90,-- Euro netto, die freilich jährlich und vorab fällig werden, sind ebenso gut im Kleingedruckten versteckt wie die "Leistungsbeschreibung". Reichlich teuer für einen Eintrag in ein saftloses Verzeichnis auf den Kokosinseln, finde ich. Schade nur, dass solche Schaumschläger dann im Endeffekt doch zu ihrem Geld kommen, weil 0.01% der angefaxten Klein- und Kleinst-Unternehmer tatsächlich denken, für den vergleichsweise ja sehr günstigen Betrag künftig jede Menge Besucher durch Google zu erhalten. Pfui!

Webkatalogspam

Da ist mir der übliche "Webkatalog-Faxspam" von irgendwas-verzeichnis/buch/liste/dingsda.info-oder-sonstwas schon fast lieber... denn wenigstens versucht man hier nicht auch noch mir vorzugaukeln, Google habe etwas damit zu tun. Dass auch diese Kandidaten mit ihrem "um die 1000,- Euro netto - Nepp" genau so nerven, wie die angesprochenen fähigkeitsfreien SEO-Wunderagenturen, die Top-Rankings für kleines Geld in einer Suchmaschine garantieren, deren Funktionsweise ihnen nicht mal als hoch vereinfachte Bauklötzchen-Kinderskizze bekannt ist, versteht sich aber sicher von selbst...      


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Friday, March 12, 2010

Wenn Wiki zum Stern mutiert und Wellen Brücken zur Post bauen...

... dann ist bei Google wohl mal wieder was schief gelaufen. Diesmal geht es mir gar nicht im die zahlreichen neuen und alten Ansatzpunkte für Kritik hinsichtlich Datenschutz & Co., sondern um zwei andere Punkte, die als Symtom für etwas herhalten können, was derzeit zum Problem zu werden scheint: Ungeachtet der unendlich scheinenden Ressourcen verzettelt man sich offenbar bei Google mit steigender Frequenz.

Was der eigenartige Titel erstens meint, ist das inzwischen schon länger verstorbene "SearchWiki" der personalisierten Suchergebnisse für angemeldete Google-Nutzer. Sieht so aus, als hätten wohl deutlich weniger Benutzer als erwartet die Möglichkeit genutzt, Suchergebnisse selbst "umzusortieren", obschon das Feature ja sorgsam in den Labs getestet wurde. Warum wohl? Weil es keine Sau braucht, Einträge von Platz 6 auf Platz 3 zu heben, die Funktion aber nie für mehr als das zu gebrauchen war? Ja, daran kann es ja wohl nicht gelegen haben, oder? Komisch ist allerdings, dass die Kommentarfunktion auch nicht genug Nutzer gefunden zu haben scheint...  Stattdessen wird nun der frei gewordene Platz von "Sternen" belegt, mit denen man einzelne Suchtreffer nicht nur zu einem Favoriten macht, der dann oberhalb der übrigen Suchtreffer angezeigt wird, sondern auch gleich ein Lesezeichen in den Google Bookmarks setzt.

Favoriten in Suchergebnissen

Klingt erst mal praktischer als der alte Ansatz und kommt mir als aktiver Nutzer von Google Bookmarks freilich entgegen. Bestimmt wird sich so auch die Anzahl der Nutzer von Google Bookmarks verbessern lassen.

Trotzdem ist es schon ein Indiz dafür, dass selbst meiner eisernen "Googlegläubigkeit" langsam der Putz abbröckelt, dass ich erst einmal nachsehen musste, ob in meinem Google-Profil dann auch neuerdings alle Bookmarks von mir erscheinen. Glückliches Ergebnis: Nein. Noch nicht. Das mag aber daran liegen, dass die Bookmarks  zu den Diensten gehören, die derzeit noch nicht im Dashboard zu sehen sind. Würde mich nicht wundern, wenn die dann doch irgendwann mal bei mir im Profil zu finden sind und ich das dann selbst aktiv in neuen Optionen des Dashboards abschalten kann. Das jüngste "Google Buzz-Debakel" hat ja schön vorgemacht, wie man selbst bei sonst eher locker mit persönlichen Daten hantierenden Amerikanern eine Welle der Entrüstung lostritt - und auch in Herrn Schmidt´s Statement gegebener guter Rat, eben "nichts in's Netz zu stellen, wenn man nicht will, dass es jeder zu sehen bekommt", erhöht mein Vertrauen in die vielfach eingesetzten Google-Produkte nicht unbedingt. Von den aktuellen Diskussionen rund um StreetView, Buchsuche und vor allem Analytics gar nicht zu reden. Ich kann zwar nicht alles teilen, was es da draußen so an Bedenken gibt (wer es wissen will, darf mich z. B. jederzeit nach meiner IP fragen, die ich nicht als persönliche Information ernst nehmen kann), aber es gesellen sich mehr und mehr Spuren von vorzeitig umgesetzten / veröffentlichten "halb- und unfertigen Konzepten" zu dem ewigen "Datenkraken"-Gefasel-Grundrauschen hinzu, dass man ohnehin ständig über Google zu lesen bekommt. Da scheint lustig mit Bing, Apple und dem Rest der Welt um die Wette entwickelt zu werden (was nichts neues ist) und plötzlich bleibt nicht nur die Qualität auf der Strecke (was auch nichts neues ist), sondern es mangelt an grundlegenden "Muss-Funktionen" und brauchbaren Konzepten.

Warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe? Weil mir gerade klar geworden ist, dass ein weiterer Vertreter dieser Gattung "halbgarer Konzepte" dabei ist, den Geist aufzugeben. Google Wave. Was hatte ich mich gefreut... und wie groß war meine Enttäuschung, als ich dann endlich Zugang zu einem System hatte, was von Anfang an grundlegende Funktionen vermissen läßt und daher auch nur in Sonderfällen wirklich nützlich war. Klar - der Nutzen steigt mit der Anzahl der Kommunikationspartner, aber trotzdem möchte man doch ein Mindestmaß an effizienten Organisationsfunktionen für Nachrichten und Kontakte. Beides wird leider von Wave m. E. noch immer nicht bereitgestellt und ob die "Feedback-Funktion" irgendwann dazu führt, dass diese Dinge nachgebessert werden, muss ich noch erweisen. Man muss jedenfalls den Eindruck bekommen, man sei bei Google derzeit mit anderen Baustellen beschäftigt. Wie sonst kann man sich erklären, dass Wave nun eine Brücke zur E-Mail schlägt (was auch den Rest der Überschrift endlich auflöst) und damit schon in der Erprobungsphase zugibt, bestenfalls als Ergänzungsmedium zur klassischen E-Mail nutzbar zu sein.

Mail-Erinnerungen für Wave

Was soll ich sagen? Ich habe mich der Realität des wavearmen Alltags gebeugt und das Angebot angenommen. Schnief!

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Friday, February 26, 2010

"Beinahe Expression Web": HTML-Editor kostenlos von Microsoft

Wer sich im letzten Jahrtausend noch mit Frontpage von Microsoft als "HTML-Editor" herumgeschlagen hat, um Webseiten zu erstellen und zu "pflegen", hat nicht nur unglaublich viel geflucht, sondern auch irgendwann vergeblich auf aktuellere Versionen gehofft. Ein Teil hat den Absprung zu anderen Lösungen geschafft, der Rest ist dann irgendwann bei Expression Web gelandet. Ich will nicht behaupten, dass ich von der ersten Version des Frontpage-Nachfolgers begeistert war, aber ich hatte deutlich weniger Anlass zum Fluchen. Sicher: Mir sind nach wie vor Projekte lieber, in denen entweder ein ordentliches CMS im Spiel ist oder man sich den Editor für statische Seiten selbst aussuchen kann. Und ich weiß auch nicht, ob man jedem eingefleischten Frontpage-Benutzer einfach so ExpressionWeb antun sollte... schon gar nicht nach dem Update auf die Version 3.

Persönlich habe ich zwar die Freude, mich nicht mehr mit DWT-Dateien und anderen Scherzen aus typischen Frontpage-Websites herumzuschlagen und habe Expression Web (in der version 1) daher nur sporadisch als "normalen" HTML-Editor verwendet. Und gern auch einige der Tools wie z. B. die Optimierungsfunktion verwendet, mit der man gut "Word-HTML-Übergewicht" abspecken kann. Es gibt aber noch eine Menge Leute da draußen, die entweder immer noch Frontpage verwenden oder zumindest ein Werkzeug bevorzugen, das funktional und hinsichtlich der Bedienung möglichst nah an Frontpage / Expression Web liegt. Umso überraschter war ich, als man mich jüngst auf den SharePoint Designer 2007 aufmerksam gemacht hat. Hier scheint mir erst einmal alles drin zu sein, was ich aus Expression Web irgendwann mal genutzt habe. Ob damit auch DWT-Mastertemplates bearbeitet werden können, konnte ich allerdings gerade (zum Glück ;)) nicht ausprobieren.

Na gut... das Ding ist vielleicht optisch nicht so ansprechend wie die aktuellen Expression-Produkte, sondern scheint eher der Version 1 zu entsprechen. Dafür ist es aber im Gegensatz zum (mit knapp 150 Euro allerdings auch nicht gerade überteuren) "Expression Web" vollkommen kostenlos und kann ohne viel Zinnober drumherum einfach so bei Microsoft heruntergeladen und eingesetzt werden, Sharepoint hin oder her.   

Ich werde jetzt wohl kaum deshalb auf Notepad++ oder Weaverslave für die Bearbeitung überschaubarer HTML/CSS/PHP/ASP-Dateien verzichten (von denen ich je nach Mondphase mal den einen und mal den anderen bevorzuge) aber zumindest empfehlenswert finde ich dieses Angebot schon und werde sicher das eine oder andere Mal nun zum SharePoint Designer greifen, wenn der Wunsch aufkommt, bestimmte Werkzeuge zu verwenden, die man irgendwann einmal schätzen gelernt und später wieder vergessen hat ;)  

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Tuesday, January 26, 2010

Aktualisierungen auf Webseiten mit Google Reader verfolgen

Wie jüngst im Google Reader Blog zu lesen war, kann man mit dem Reader nun nicht nur Feeds von Seiten abonnieren, sondern künftig auch Veränderungen auf einzelnen Webseiten folgen, deren Inhalte gar nicht per RSS, ATOM oder was-weiss-ich-welches-Format ausgeliefert werden. Das ist nicht einfach nur praktisch, sondern spart einigen Nutzern sicher einen Haufen Zeit, die bisher im ständigen "mal nachsehen, ob es was Neues bei xyz gibt" verloren gegangen ist.

Als ich das aber bei der einzigen Seite, die mir auf Anhieb einfiel (Jacob Nielsen´s Alertbox, die zwar Mails bei neuen Beiträgen versendet, aber leider nicht abonniert werden kann), ausprobieren wollte, hat mir mein Google Reader allerdings nach Angabe der entsprechenden URL http://www.useit.com/alertbox/ die gleiche Antwort gegeben, die ich sonst auch bekam: "Für Ihre Suche wurden keine übereinstimmenden Feeds gefunden.". Wer sich davon nicht auf morgen vertrösten lassen will, der kann entweder den langen Weg gehen (google.com -> google.com auf Englisch -> More -> Reader) oder er stellt einfach in den Einstellungen (Link ist oben rechts im Reader unter Einstellungen -> Reader Eintellungen ) die Sprache auf "Englisch -English". Anschließend liefert der Versuch, eine "Nicht RSS-Adresse" einfach über den Button "Add a Subscription" hinzuzufügen, den gewünschten Effekt. Jedenfalls fast, denn bei Jacob´s Alertbox scheint es Probleme mit dem Umwandeln in einen Feed zu geben. Andere Seiten sind da aber weniger zickig und so bekommt man z. B. künftig die Info, ob sich die Startseite der Webmarketing Akademie verändert hat, direkt im Reader mit. Nach einem Klick auf "Create Feed" werden künftig Veränderungen in mehr oder weniger schönen Snipplets im Reader angezeigt.

Das wird den Klick auf die Seite wohl nicht verhindern (soll es ja auch nicht), erspart aber das aktive Nachsehen. Aus Pull wird also - mehr oder weniger - Push ;) 

Update 11/2011: Offenbar scheinen die "google generated feeds" nicht mehr wirklich zu funktionieren und neue Seiten lassen sich nicht so einfach hier eintragen, wie es in der Vergagenheit der Fall war. Schade eigentlich... Es gibt zwar einige Dienste und auch installierbare Programme wie den "Page Update Checker" - aber nichts davon ist da, wo man ohnehin reinschaut und so wird es dann zum Problem. Wer einen Dienst kennt, der den Job noch macht und Änderungen dann wieder als abonnierbaren Feed anbietet (damit die Info wieder im Reader ankommt), dem bin ich für einen Kommentar dankbar, wenn er sich schon zu diesem Blogpost verirrt hat.

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Monday, January 25, 2010

Top-Positionen bei Google durch Zauberei?

Es häufen sich in letzter Zeit die Anfragen von Kunden aus dem Bereich AdWords, die wissen wollen, ob wir auch "Partner von Google" sind und daher deren Seiten ohne Anzeigen schnell und zuverlässig in die Top 10 der Suchergebnisse bringen können. Dauerhaft. Und das für Keywords, bei denen der durchschnittliche Preis pro Klick in AdWords typischerweise so um die drei Euro liegt. Da fragt man sich doch: Wer kann denn das und wie soll das gehen? 

Wenn ich zurückfrage, wer denn solche unglaublich tollen Dinge anbietet, ohne selbst Herr über die Rankings zu sein (m. E. kann mir nur Google dauerhaft Platz 1 für Keyword yxz versprechen.... und die machen das leider nicht), höre ich verschiedenste Namen von Agenturen. Lassen wir das "Dauerhaft" aus dem ersten Absatz weg, dann mag es noch angehen, für das passende Kleingeld mit Hilfe von Kennern wie Fantomaster & Co. etwas Vergleichbares zu erreichen. Für eine sehr überschaubare Zeit jedenfalls. Diese Namen höre ich dann aber nicht, sondern es geht um "ganz normale SEO-Agenturen"... mit angeschlossener Drückerkolonne, die ungefragt Webmaster anrufen und das globale Ende des Hungers, Unsterblichkeit und ewigen Weltfrieden versprechen.

Einige davon kenne ich, einige habe ich noch nie gehört... es passt aber alles in das ewig gleiche Schema: Im "Verkaufsgepräch" werden die wunderlichsten Dinge versprochen (ich will es nicht übertreiben, aber ein "garantierter" Platz 1 bei "autoteile" für eine vollkommen neue Kackseite innerhalb von zwei Monaten halte ich für extrem sportlich, wenn man nicht gerade Google heißt... oder wenigstens ATU oder so), schriftliche Unterlagen oder gar Verträge hingegen sind nur in einem Bereich sehr konkret: Was muss ich bezahlen? Was man wirklich für sein Geld bekommt, steht dafür i. d. R. dort kaum so, dass man es nachvollziehen kann. Nicht unwahrscheinlich also, dass ich nach 12 Monaten Mindestlaufzeit dann mit nichts außer 20 neuen Schrottlinks aus freien Webkatalogen und schon auf große Entfernung nach Spam müffelnden Twitter-und Facebook-Profilen dastehe... 

Auch finde ich das jeweilige "Tochterunternehmen von Google" (Brüll!) typischerweise auf Platz 80+, wenn ich nach Begriffen wie "Suchmaschinenoptimierung" oder "SEO Beratung" etc. suche. Das sollte eine Google-Tochter, die Kontingente bei Google kaufen kann (die meinen sicher AdWords-Gutscheine ;)) und jede Seite bei jedem Key in Top-Positionen bringen kann, doch eigentlich besser können, oder? Müßte es denen nicht egal sein, wie umkämpft diese Begriffe sind? Oder ist es nur ein mir bisher unbekannter Trick, das eigene Impressum lieber als Grafik statt als Text zu gestalten, der mir einen solch unglaublichen Boost in den Suchergebnissen verschaffen würde? Da ich bisher keine eigenen Erfahrungen mit solcher Zauberei gemacht habe, will ich auch kein abschließendes Urteil fällen, aber zumindest auf m. E. sehr hilfreiche Beiträge wie z. B. diesen hier oder auch den hier verweisen (Kommentare lesen nicht vergessen!). Wer SEO-Angebote bekommt, die zu gut klingen, um wahr zu sein, der sollte prüfen, ob es nicht in das hier skizzierte Bild paßt. Hinterfragen, wie es mit den Leistungen aussieht, die man für sein Geld bekommt, ist auf jeden Fall keine schlechte Idee; weitere Anregungen zur Prüfung im Vorfeld findet man im leicht angestaubten Beitrag zur SEO-Agenturensuche. Der ist zwar schon fast zwei Jahre alt, scheint mir aber aus gegebenem Anlass ein guter Linktipp zu sein. Es gilt auch im SEO-Bereich sicher in gewissem Rahmen die Weisheit "Wat nix kost´, dat is auch nix". Dies bedeutet aber nicht, dass alle kostspieligen Angebote deshalb automatisch prima sind. Ganz und gar nicht! Außerdem sind diejenigen, die wirklich "Premium-SEO" für den eigenen, hoch umkämpften Bereich anbieten könnten, oft entweder unbezahlbar, arbeiten nur gegen dauerhafte Beteiligung am Erfolg oder nehmen überhaupt keine Kunden an, sondern verkaufen denen im besten Fall den Traffic, den sie lieber selbst über eigene Projekte erzeugen. Auf keinen Fall aber rufen diese Kandidaten ungefragt bei Dir an, um teures Zauber-SEO-Zeugs von der Stange zu verkaufen.

Und wer so gar nicht weiß, ob und wie er (gefragt oder ungefragt erhaltene) SEO-Angebote einschätzen kann, kann sich bestimmt auch einigen Ärger durch einen SEO-Vermittlungsservice sparen. Da hat man dann vielleicht nicht alle Kandidaten im Pool, ist aber (hoffentlich) vor allzu miesen Geschäftspraktiken deutlich sicherer. Ich kenne nur einen, also empfehle ich diesen mal, ohne ihn selbst je genutzt zu haben: Hier geht´s zum SEO-United Vermittlungsservice.

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Thursday, January 21, 2010

"Sag mal - Warum rankt der Typ besser als ich?"

Diese Frage kann man sich dank SEOmoz künftig selbst besser beantworten, da Ranking bekannterweise eine ganze Menge mit Links zu tun hat. Und deren Quellen, Qualität, den Linktexten, bla bla bla. Viele der Metriken sind im neuen Open Site Explorer abrufbar - und das dauerhaft kostenlos.. wenngleich in einer reduzierten Form. Wer in Eigenregie etwas mehr über das eigene Linkprofil und vor allem die Linkstruktur der Hauptwettbewerber herauszufinden trachtet, der sollte sich beeilen: SEOmoz bietet den "OSE" noch ca. für die nächsten 30 Stunden für alle registrierten Benutzer (eine Registrierung für einen normalen Account ist weder mit Kosten, noch mit Spam verbunden) kostenlos in vollem Umfang an, bevor die Ergebnisse für den Normalsterblichen reduziert werden und nur noch Pro-Member vollumfänglich in den Genuss der Ergebnisse kommen. Den Tipp wollte ich den knapp zehn regelmäßigen Lesern meines Blogs nicht vorenthalten ;)


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Sunday, January 03, 2010

Google Chrome erreicht Platz 3 in der Browserstatistik

Neben allen spannenden Neuerungen bei Google (siehe unten) hat sich wohl vor allem das (hoffentlich bald wachsende) Angebot von Google Chrome AddOns positiv auf die Verbreitung ausgewirkt, so dass im weltweiten Vergleich nun offenbar nicht nur Opera, sondern auch Safari überholt wurden und Chrome damit auf dem dritten Platz in der Browserstatistik hinter IE und Firefox angekommen ist (siehe Computerworld Artikel).

Je nach Statistik ist das allerdings ein alter Hut und schon seit einiger Zeit so... bei den eher kleinen Unterschieden zwischen Chrome, Opera und Safari wahrscheinlich nicht ganz unverständlich.

Browserstatistik

Quelle: StatCounter Global Stats - Browser Market Share

In Deutschland ist das übrigens, wenn man StatCounter glauben will, noch nicht der Fall. Auch Logfiles und Webanalyse zeigen oft ganz andere Verteilungen und so sehe ich in vielen Konten z. B. Firefox in den Besucherstatistiken mitunter deutlich vor IE. Trotzdem: Chrome ist auf dem Vormarsch und bietet schließlich nicht nur in Geschwindigkeit, sondern auch beim Thema Sicherheit einige interessante Argumente. Und vielleicht wird sich ja auch "Chrome OS" diesbezüglich noch auswirken, wenngleich ich allein mit Netbooks als Plattform für das "Google Betriebssystem" noch nicht sehe, dass das der große Wurf werden wird.

Google wird jedenfalls auch 2010 sicherlich den in den letzten Monaten gezeigten Trend zu schnelleren und zahlreicheren Neuerungen (ich will nicht alles wirklich als "Innovation" betiteln) fortsetzen. Was ist nicht alles passiert: Schnellere Releasezyklen für neue Features in Analytics, den Webmaster-Tools und an tausend anderen Stellen, sich stetig verändernde Suchergebnisse (Snipplets, PDF/Docs-Integration, "UX"/Userinterface-Tests u. A.), mehr oder weniger sinnvoller Funktionswettlauf mit Bing (Stichwort: Social Search), Elements, Squared, Page Speed, Wave... oder "persönliche Suchergebnisse für alle", dem SEO-Unsinnsthema der letzten Wochen. Es bleibt auf jeden Fall spannend ;)


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Monday, November 16, 2009

AdSense mit (anderem) Google Analytics Konto verbinden

Google Analytics kann bereits seit einiger Zeit auch Daten aus einem verbundenen AdSense Konto anzeigen. Was aber, wenn man ein gentrennte Google-Konten für Analytics und AdSense verwendet? Die Lösung vorab: In diesem Fall ist es erforderlich, dem "AdSende"-Konto-Login mittels des Analytics-Nutzermanagers Administratorzugriff auf das Konto zu gewähren, in dem das betreffende Profil der Website verwaltet wird, welches künftig die AdSense-Daten erhalten soll. Der lange Weg:

AdSense-Konto mit Analytics verknüpfen

Zunächst einmal muss die Verknüpfung - am einfachsten aus AdSense heraus - aktiviert werden. Dazu dient der Link "Integrieren Sie Ihr AdSense-Konto in Google Analytics" im AdSense Dasboard:

AdSense Link zu Analytics

Der Link führt (normalerweise; nach erstmaliger Definition später dann direkt zu den Analytics-Daten) zu einer Seite, auf der gewählt werden kann, ob man sich bereits mit einem bestehenden Konto verbinden will oder ein neues Analytics-Konto eröffnet werden soll. Hat man mit dem "AdSense-Google-Konto" bereits Zugriff auf bestehende AdSense-Profile des selben oder eines anderen Kontos (durch den oben genannten Adminzugriff; zur Konfiguration siehe weiter unten), kann hier nun gewählt werden, welches Profil verwendet werden soll.

Entscheidet man sich für mehrere Profile, die mehr als eine Website betreffen, muss auf den zusätzlichen Domains ggf. ein zusätzliches Script implementiert bzw. vorhandene Scripte angepasst werden, damit die Brücke zwischen dem Profil und den AdSense-Daten funktioniert. Eine so definierte Verbindung kann übrigens nachträglich in den Profileinstellungen in Analytics wieder gelöst werden - und auch der Scriptcode ist hier (in den Profileinstellungen) nachträglich noch einmal abrufbar.

Wenn die Liste leer ist: Zugriff auf andere Analytics-Konten

Was aber tun, wenn keine Liste von Profilen eingeblendet wird oder zwar eine Liste vorhanden ist, diese aber keine Einträge zeigt? In diesem Fall ist es erforderlich, das AdSense-Konto im Nutzermanager des gewünschten Analytics-Kontos einzubinden. Nach der Anmeldung in Analytics kann der Nutzermanager über den Link am Ende der Profilliste geöffnet werden:

Nutzermanager in Analytics

Hier dann oben rechts vom Titel "Bestehender Zugriff" auf "Nutzer hinzufügen" klicken und anschließend die Anmelde-Mailadresse des AdSense-Kontos neu eintragen. Als Zugriffstyp "Kontoadministrator" wählen.

AdSense-Konto Zugriff gewähren

Nach Abschluss mit "Änderungen speichern" kann wieder zurück in das AdSense-Konto gewechselt und der obige Vorgang wiederholt werden - nun besteht Zugriff auf die Profile und per Mausklick kann das gewünschte Profil (oder mehrere; s. o.) angegeben werden, welches Daten aus AdSense enpfangen soll.

Auswerten in Analytics

Der Link im AdSense-Dashboard, mit dem eingangs die Verbindung hergestellt wurde, heißt nun "Navigieren Sie zu Ihrem Google Analytics-Konto" und führt künftig direkt zum Dashboard der Analytics-Berichte des verbundenen Kontos - leider nicht zwingend im richtigen Profil... dieses also ggf. noch aus der Auswahlliste oben auswählen. Danach findet man die AdSense-Auswertungen im Bereich "Content":

AdSense-Auswertungen in Analytics

Neben der Tatsache, dass man nun z. B. im Top-Webseiten - Bericht analyticslike weitergehend segmentieren, filtern und pivotieren kann (:-)), gibt es nun auch Ansichten, die sonst nicht so einfach herzustellen sind, wie z. B. eine Liste über besonders erfolgreiche Anzeigenziele über alle Kanäle etc...

Zum Abschluss: Die ganze Mühe lohnt sich - was bei Analytics eigentlich immer gilt - freilich nur dann, wenn man Analytics auch wirklich aktiv nutzt, um regelmäßig Fragen an die eigene Website zu stellen und die Antworten zu verwenden, um eine Optimierung voranzutreiben - sei es für AdSense-Umsätze, Shop-Bestellungen, Anfragen, Downloads, allgemeine Benutzerfreundlichkeit, Suchmaschinen oder alles zusammen...

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Monday, October 05, 2009

Das Guxu-Guxu-Guxu-Guxu-Kaufsuauchirgendwann-Prinzip jetzt auch bei AdWords messbar

So haben wir´s gern. Jetzt wird in AdWords also für Content-Kampagnen auch nachvollziehbar gemessen, wenn jemand etwas kauft und vorher mal möglicherweise meine Anzeige gesehen hat. Möglichst mehrfach. Also (zur Übersetzung der Übreschrift): Wenn Du meine Anzeige nur oft genug siehst, kaufst Du auch irgendwann bei mir, nachdem Du die Adresse des Shops ja oft genug gelesen hast. In allen Erfolgsgeschichten aus dem Content-Werbenetzwerk und anderswo wird man (Google) ja auch nicht müde zu erwähnen, dass neben Brandingeffekten und den direkt auf einen Klick zurückführbaren Conversions vor allem spätere Verkäufe durch die möglichst mehrfache Ansicht von Anzeigen via Werbenetzwerkt begünstigt werden. Mehrere Kontakte Werbemitteln wie Content- oder Suchanzeigen vor dem Kauf sind das immer wieder in´s Feld geführte Argument, dass nun z. B. in der Kampagnenübersicht bei AdWords in Form der "View-Through Conversions" nachvollzogen werden kann.

Dass da seit der erst gerade erfolgten Einführung vielleicht auch bei großen Content-Kampagnen noch nichts steht, muss (noch) nicht beinruhigen, denn die Conversions haben ja noch 30 Tage Zeit, um zu geschehen ;). Vor allem derjenige, der auch in den organischen Suchergebnissen zu seinen gut verkaufenden Keywords prima positioniert ist und nebenbei sinnvollerweise dennoch AdWords-Kampagnen betreibt, um dem anzeigeaffinen Googlenutzer eine Chance zum Klick zu bieten, wird demnächst sicher die ersten "VT-Conversions" zu sehen bekommen. Denn mal ehrlich: Es ist einfach "ziemlich wahrscheinlich", dass es zu seinem Keyword auch die eine oder andere gut platzierte oder geschickt verlinkte Seite geben wird, auf der die eigene Anzeige via AdSense durchaus Chancen zur Einblendung hat. Ob diese dort auch wirklich wahrgenommen wird, spielt bei der Messung schlussendlich keine Rolle, sondern dient so oder so dazu, den Wert des Content-Werbenetzwerks auch "optisch" zu verbessern. Dass eine Kaufentscheidung durch mehrere Werbekontakte messbar begünstigt wird, will ja schließlich niemand anzweifeln und es gibt genug Studien dazu. Knackpunkt ist aber die Frage, ob die hier "gemessenen" Kontakte zum Werbemittel auch wirklich stattgefunden haben. Wie oft ist Werbung so schlecht (freilich nur aus der Perspektive des Publishers gesehen) platziert, dass der Besucher der Seite diese selbst dann nicht wahrnehmen kann, wenn er grundsätzlich gar kein Problem mit Werbung hat. Die Zahlen der View-Through Conversions mögen dazu dienen können, sich besser beim Chef für die Ausgaben schlecht geführter Content-Kampagnen zu rechtfertigen... der wirkliche Effekt bei der Kaufentscheidung der erfolgten Einblendungen vor der Conversion ohne Anzeigen-Klick darf in diesem speziellen Fall aber durchaus angezweifelt werden. Praktischerweise kann diese "neue Conversionrate" auch angesichts der Tatsache, dass es unendlich viele Abstufungen von "Anzeigensichtbarkeit und -wahrnehmmung" im bunten Content-Werbenetzwerk gibt, wohl auch nie wirklich mit brauchbaren Zahlen untermauert oder widerlegt werden. Zumindest nicht, bevor keine Mouse- oder (noch besser:) EyeTracking-Daten massenhaft und automatisiert an das Google Conversion-Tracking-System geliefert werden, weil jeder Browser dann irgendwann standardmäßig willens und in der Lage ist, diese zu erheben und Benutzer sich massenhaft dazu (z. B. per Unwissenheit) entscheiden, diese Trackingsystemen zur Verfügung zu stellen. Grusel!

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Monday, September 21, 2009

Bekomme ich meine Daten von Google zurück?

Wenngleich ich persönlich recht gern eine ganze Menge von Google-Tools einsetze und schon berufsbedingt damit lebe, dass Google einen ganzen Haufen meiner Daten für mich verwaltet, kann ich den Wunsch durchaus nachvollziehen, dass andere Benutzer verschiedenster Google-Tools die eigenen Daten lieber "zurückbekommen" und in anderen Werkzeugen einsetzen wollen. Oder im gleichen Werkzeug, aber unter einem anderen Namen / Konto. Oder vielleicht parallel in mehreren Produkten... oder wie auch immer. Während in fast allen Anwendungen entsprechende Exportmöglichkeiten - und mitunter auch die Fähigkeit zum Import - vorhanden sind, ist es je nach Produkt nicht immer ganz einfach, diese auch zu finden. Nicht zuletzt wird dazu auch gern mal ein zusätzliches Produkt wie der AdWords-Editor, Google Calendar Sync oder ein entsprechendes API dazu benötigt.

Praktisch für alle, die Ihre Daten beim Umzug zu oder von einer Google-Anwendung mitnehmen möchten, ist daher die Website dataliberation.org, auf der für viele Google-Produkte (verlinkt) aufgezeigt wird, wie man Daten in die Anwendung oder wieder heraus bekommt. Selbst wenn hier nur stehen sollte, dass es derzeit keinen Weg gibt, den gewünschten Schritt von oder zu einer der Anwendungen nebst Daten zu vollziehen, ist das ja auch schon eine Hilfe und erspart mühseliges (und erfolgloses) Rumklicken in diversen Einstellungsdialogen.

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Friday, September 18, 2009

Ist meine Website "verdächtig"?

Wenn die eigene Website plötzlich nicht mehr im Index auftaucht oder vielleicht kaum noch zu finden ist oder wenn Kunden sich gehäuft beschweren, dass der Browser komische Warnungen ausgibt, wenn die Site besucht werden soll, ist es höchste Zeit für ein Minimum an Diagnose. Auch dann, wenn der kurze Blick in die Zugriffsdaten des eingesetzten WebAnalyse-Systems signifikante Rückgänge beim Traffic verzeichnet, will man nach dem ersten Schreck genauer wissen, was denn passiert sein könnte- Und wie man das Problem wieder in den Griff bekommt. Ist man ggf. verdächtig, Schadcode im Web zu verbreiten oder gar schon mit der Höchststrafe - dem Rauswurf aus dem Index - belegt worden?

Einige Dinge, die man als Webmaster zur Diagnose direkt erledigen kann, sind z. B. die folgenden Schritte:

  • Der erste Blick, wenngleich nicht vollständig, sollte Google gegönnt werden. Mittels "site:www.meinedomain.de" läßt sich zumindest abfragen, ob überhaupt noch Seiten im Index zu finden sind. Sieht man hier nichts. riecht es schon mal nach "Rauswurf".
  • Wer sich den Spaß schon vorher gegönnt hat, sollte sich nun bei den Google Webmaster Tools anmelden. Probleme werden hier i. d. R. schnell aufgezeigt, so dass es sich lohnen mag, die Anmeldung und Verifikation jetzt nachzuholen, wenn bisher nicht mit den Webmaster-Tools gearbeitet wurde. Übrigens gilt das nicht nur für Google, sondern auch für Bing...
  • Vor allem, wenn man das Problem anhand von Traffic-Auswertungen bemerkt hat, ist das Webanalyse-Tool der erste Anlaufpunkt. Sind alle Quellen versiegt oder nur einzelne Suchmaschinen? Der tolle Link bei Wikipedia mal wieder weg, der 99% der Besucher gebracht hat? Machmal ist es wirklich so einfach, leider aber zu selten...
  • Wer sich zumindest "thoretisch" im Index befindet, aber nicht rankt, muss sich vieleicht - zu recht oder auch "vollkommen schuldlos" - gerade mit einem Google Filter herumschlagen, der dafür sorgt, dass man für die Begriffe, auf die man es abgesehen hat, nun 20, 40, 60, 100 oder wie viele Positionen auch immer nach unten versetzt wurde. Das merkt man schnell daran, wenn man z. B. nur noch für den eigenen Domain- und / oder Firmennamen bei Google auffindbar ist, die anderen Begriffe aber plötzlich keinen Traffic mehr bringen.
  • Hat man sich offenkundig einen dieser Filter oder gar einen kompletten Rauswurf eingefangen, sollte nun die Suche nach dem Grund starten. Und zwar wieder möglichst mittels der Webmaster-Tools. Und zusätzlich per Blick auf den Quellcode der Startseite und der "bisher" prominenten Seiten auf der eigenen Domain. Ist das wirklich das, was man dort erwartet oder hat sich aus der Ferne fremder Schadcode hier eingenistet?
  • Denkbar ist auch, dass die Domain nun deswegen nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint, weil jemand anders sich die Mühe gemacht hat, eine Kopie des kompletten Inhalts der Domain an anderer Stelle zu publizieren, um den Traffic lieber selbst mitzunehmen oder aktiv Schaden für die bestohlene Domain anzurichten. Ein einfacher Weg, dies zu diagnostizieren, ist eine Suche nach einem wirklich langen Ausschnitt aus dem Inhalt der eigenen Seite. Also z. B. "Willkommen bei Lederwaren Dingsda Wir fertigen seit über 400 Jahren Schlangenledertaschen aus Eselsohrhaut im schönen Knacktal an der Wurst...". Findet Google nicht die eigene Seite, sondern eine andere, ist man wohl um seinen Content betrogen worden... oder hat dies selbst getan, indem allzu viele andere Domainnamen auf den gleichen Inhalt zeigen und dies nicht per "sauberer" Weiterleitung tun.
  • Hilft das alles nichts oder will man gleich sicherstellen, dass das Problem nichts mit böser böser Malware zu tun hat, die von der eigenen Domain verbreitet wurde (oder zumindest vom eigenen Server), der kann Googles "Safebrowsing" zu Rate ziehen. Entweder per Firefox Plugin oder durch Aufruf von http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=www.meinedomain.de. Sollte dies für die eigene Domain keine Ergebnisse liefern, lohnt sich ggf. auch ein Klick auf das "Network", so dass auch ausgeschlossen werden kann, dass man mit allzu vielen Spammern auf dem gleichen Server / auf der gleichen IP zuhause ist.

Warum das alles? Ganz ehrlich? Weil ich mir diese verdammte Adresse des Safebrowsing-Diensts nie merken kann, ist nun eigens dieser Blogbeitrag entstanden ;) Wer also nur mal nachsehen will, ob die eigene Domain irgendwie "verdächtig" ist, kann jetzt seinen Domainnamen einfach unten in das Feld eintragen und die Ergebnisse bei Google abrufen. Wer in der Tat mit der obigen Liste ein potentielles Problem diagnistiziert hat und nun wissen will, wie er aus der Falle rauskommt, sollte sich zur Verifikation vertrauensvoll an einen unbeteiligten Dritten wenden und nach einer Überprüfung gemeinsam nach möglichen Wegen suchen. Das muss nicht, darf aber gern unsere Agentur für Suchmaschinenmarketing sein ;)  

Safebrowsing: Ist meine Site verdächtig?

Frag Google. Domainnamen (zur Not auch mal mit und mal ohne www) hier eintragen und nachsehen, was Google in den letzten 3 Monaten so alles über Domain und Server zu sagen hat...

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Thursday, August 27, 2009

Content-Werbung via Google wird teurer?

Die eierlegende Wollmilchsau von Google scheint wohl noch ein paar Extras vertragen zu können. Es geht um Werbung, der einzigen ernsthaften Einnahmequelle für Google. Worum genau, kann theoretisch zwar in einem Satz gesagt werden - die Frage ist nur, ob man den dann überhaupt an einem Stück lesen kann. Ich versuch´s natürlich trotzdem (war klar, oder?): Google AdWords-Kampagnen, welche derzeit als Quelle für Anzeigen dienen, die auf Websites erscheinen, die im Rahmen des Gegenstücks "AdSense" Ihrerseits Google Platz zur Darstellung der Anzeigen überlassen, werden künftig nicht der einzige Lieferant von Inhalten für AdSense-Werbeblöcke im so genannten Content- (AdSense-Partner-) Werbenetzwerk sein. 

Der Inside AdSense Blog feierte kürzlich noch die verbesserten Chancen für AdSense Publisher; nun sind die E-Mail-Benachrichtigungen an die AdSense Publisher raus. Die für Google AdSense angebrachten Anzeigenplätze werden künftig nicht nur mit Google-(AdWords/Content) Werbung bestückt, sondern es nehmen auch Anzeigen aus "Drittnetzwerken" an der Auktion um den verfügbaren Platz teil. Das sind zwar nicht irgendwelche Wald-und-Wiesen-Netzwerke, sondern von Google geprüfte und zugelassene Werbepartner; so richtig transparent scheint mir die Nummer aber noch nicht zu sein.

Die Kehrseite der Medaille: Wer über die automatische / kategoriebezogene Platzierung oder gar per dediziertem Placement auf bestimmte Seiten im AdWords-System seine Anzeigen an den Besucher bringen will, muss sich in der Auktion preislich nicht nur mit den Anzeigen anderer Adwords-Kunden, sondern eben auch mit den Anzeigen und entsprechenden Geboten der nun hinzugekommenen Lieferanten für Werbung herumschlagen. Und das passiert in der Regel über den Preis. Wer heute in vergleichsweise kleine (und für den Publisher daher besonders lukrative) Anzeigenblöcke rein will und daher nicht mit kleineren Maximalgeboten etwa Position 5.x erreicht (was auch jetzt schon für wenig Schaltung sorgt) wird künftig seine Position und Reichweite wohl nur halten können, wenn er ein paar Cent auf sein Maximalgebot drauflegt. Und wer bisher so gerade noch in den einen oder anderen größeren Block reingerutscht ist, wird künftig wohlmöglich die Impressions an den Fingern abzählen können...

Der Effekt wird (sowohl seitens Publisher als auch beim Advertiser) abhängig davon sein, wie das Thema der Site und der dort geschalteten Anzeigen lautet; wie viel Nachfrage, Traffic und Wettbewerb herrscht und welche Schwerpunkte die neu hinzukommenden Werbenetzwerke bedienen. Trotzdem wird die Ausweitung auf weitere Bieter in der Auktion um mehr oder weniger begehrte Anzeigenplätze sicher nicht zu einem Preisverfall, sondern einem Anstieg der Werbekosten (respektive -Werbeeinnahmen) sorgen. Jedenfalls dort, wo es sich auch heute schon lohnt, Anzeigen zu schalten bzw. Platz zur Verfügung zu stellen. Nur gut, dass meine Site definitiv nicht dazu gehört ;) 

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Wednesday, July 15, 2009

Google "Mein Standort" (my location) mit Firefox 3.5

Wer es bisher nur aus der Google IO-Keynote kennt oder im USA-Urlaub plötzlich Gutscheine von der Pizzeria nebenan auf dem Handy hatte und die dahinter liegende Technik nun auch mal daheim ausprobieren will, der muss eigentlich nur seinen Firefox auf 3.5 aktualisieren (wenn nicht bereits geschehen) und dann Google Maps besuchen. Auch mit Chome und anderen Browsern ist Dank Google Gears die Nutzung des Geolocation-API, welches für die Offenlegung des eigenen Standorts auf Anfrage sorgt, problemlos nun über den integrierten "my location"-Dienst in Google Maps möglich.

Dabei ist es schon erstaunlich, wie genau mitunter die Anzeige sein kann. In meinem Fall ist der heimische Balkon nur um geschätzte knappe 40 Meter verfehlt worden. Gruselig, wenn man sich ausmalt, was da wohl bald an lokaler Werbung über uns hereinprasseln wird, vor allem auf der mobilen Schiene...

Aber Wurscht, man will es ja mal ausprobieren, gell? Also nix wir hin zu Maps und auf den kleinen unscheinnbaren Punkt obren rechts auf der Karte klicken:

my location aktivieren

Unscheinbar, aber für erstaunlich genaue Ortung auch im "DSL-Festnetz"...

Anständigerweise fragt Firefox (ja, auch Chrome fragt und bietet eine Option zum Speichern an) nach, ob man den Zugriff zulassen will. Per Optionsschalter kann die Auswahl dauerhaft gespeichert werden - was ich mich ehrlich zugegeben jetzt erst mal noch nicht getraut habe...

GEOlocation API Zugriff zulassen

Mein kleiner blauer Punkt auf der anschließend erscheinenden Karte war erstaunlich genau platziert...

Ob das nun gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Mir war jedenfalls schon nach dem entsprechenden "Opera-Abschnitt" bei o. g. Keynote (siehe Youtube-Video, der Link spingt gleich zur richtigen Stelle...) schon mulmig, als ich zwischen die Zeilen geschaut habe..."Life´s Better with Location". Ja klar. Aber für wen genau? Ich stelle mir vor allem die Frage, ob jedem Benutzer klar sein wird, was eine schluderige Einstellung in küftigen Tools so alles über jemanden preisgibt, der sich ansonsten rühmt, nicht mal eine Payback-Karte zu haben, um nicht zum gläsernen Kunden zu werden. Unwissenheit wird hier potentiell einigen Schaden anrichten, auf den sich Anbieter lokaler Werbekonzepte (also nicht zuletzt auch Google selbst) schon freuen können.

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Thursday, June 25, 2009

Verarbeitungsfehler dank Leerzeilen im RSS - Feed bei Wordpress

Mein ewiger Kampf gegen nervigen Whitespace will offenbar kein Ende nehmen. Letztes Scharmützel: "Plötzlich" funktioniert der RSS-Feed in einem Wordpress-Blog nicht mehr richtig und Browser zeigen Verarbeitungsfehler statt formatierter News oder wenigstens XML wegen einer Leerzeile direkt am Anfang des Feeds. Nur: wo kommt die nun plötzlich her? Es ist mir zwar schon gelungen, durch ungünstige Platzierung des "more"-Seitentrenners in einem beitrag dafür zu sorgen, dass ein Feed nicht mehr valide war, aber in Zeile 1 des Feeds kommt man sicher nicht mit einem Beitrag. Die Version 2.8 von Wordpress fällt als Ursache logischerweise auch aus, weil es erstens dann auch bei den anderen Blogs auf dieser Version so sein sollte und überhaupt. Natürlich habe ich dennoch in einigen der PHP-Dateien nachgesehen, um auf die Spur der Leerzeile zu kommen. Auch hier natürlich (wie erwartet) nix. Was habe ich denn sonst noch geändert? Das typische "... ich schwöre, dass ich nichts am Rechner geändert habe, das Programm stürzt echt ganz von allein auf einmal ab; Nein, ich habe nichts installiert, blablabla" kenne ich selbst nur zu gut und falle sicher nicht drauf rein, wenn ich es selbst zu mir sage. Also was?

Die Lösung: Plugins. Ein Autor hatte mir bei der letzten Aktualisierung seines Plugins eine Leerzeile am Ende des Quelltextes nach dem schließenden php-Tag (am Anfang wäre ja auch viel zu einfach) hinterlassen. Da dieses Plugin bei der Produktion sämtlicher Inhalte (eben auch rss-Feeds) getriggert wurde, spendierte es freundlicherweise eine Leerzeile. Wer also ähnliche Probleme mit Leerzeichen oder Leerzeilen bei der Erstellung seiner XML-Feeds hat, dem sei ein Blick auf alles empfohlen, was an aktivierten Plugins zu finden ist. 

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Saturday, June 13, 2009

Facebook Profil-Adresse individell anpassen

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Bei Facebook kann die Adresse des Profils nun individuell gewählt werden, um diese "linkfreundlicher" zu gestalten. So sind statt eines trockenen Parameters sprechende URLs wie facebook.com/markus.baersch möglich, um auf sein Profil zu verlinken. Unter facebook.com/username kann dazu nach der Anmeldung ein Vorschlag übernommen oder ein eigener Vorschlag auf Verfügbarkeit geprüft und anschließend aktiviert werden. Das interessiert natürlich in der Regel keine Sau... außer man hat die vage Hoffnung, den Links auf seiner Profilseite für bestimmten Begriff ein wenig mehr Schwung mit auf den Weg zu geben. Dabei ist sicher keine Eile (mehr) geboten, denn Affiliate-Könige und SEOs werden sich bereits auf die üblichen Begriffe gestürzt und die Pharma-, Finanz- und Onlinezock-Branche ausreichend abgegrast haben. Wer aber seinem eigenen Profil "nur" den letzten Schliff geben will, ist unter oben genanntem Link schnell mit der Individualisierung seiner Profiladresse durch, also: warum nicht? Vielleicht ist ja auch facebook/dein.longtail.suchbegriff noch frei. Für die "Eselsmütze" scheint mir das aber nicht erforderlich und ich mag dafür kein eigenes Profil anlegen ;)

Wunschadresse (Vanity URL) für Fanseite oder Anwendung

Auch jeder, der eine Fanseite betreibt oder eine eigene Facebook-Applikation betreibt, für die es dann wiederum eine eigene Seite mit einer häßlichen URL gibt, möchte sicher eine schöne selbstgewählte Adresse definieren. Hierfür sind aber zwei Voraussetzungen zu erfüllen

  • Der Administrator (i. d. R. man selbst) muss für sein persönliches Profil eine eigene Adresse wie oben beschrieben über http://www.facebook.com/username/ definiert haben.
  • Die Anwendung bzw. Fanseite benötigt eine gewisse Anzahl von Fans (derzeit sind dies 25).

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Administrator der Seite im angemeldeten Zustand unter facebook.com/username die Fanseite aus einer Liste auswählen und bei ausreichend Fans der Seite auch hier einen noch freien Wunschnamen wählen.

Vanity URL für Fanseiten

Wer die 25 Fans für seine Seite nicht so einfach zusammen bekommt, kann es ja direkt bei Facebook versuchen: VanityURL ist eine Seite, die nur diesem Zweck gewidmet ist. Es sind zwar noch zu wenig Teilnehmer vorhanden, um die kritische Masse einfach zusammen zu bekommen, aber jede Hilfe mag ja zählen :)

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Sunday, June 07, 2009

Spass mit Google Squared: Lustige Abfragen

Irgendwie hagelt es derzeit coole Tools. Mit Google Squared kommt nun ein Vertreter dazu, mit dem man nicht nur unglaublich viel Zeit sparen kann, sondern auch eine Menge Spass haben kann, wenn man sich die Ergebnisse der seiner Abfragen mal richtig anschaut.

Eine ernsthafte Vorbemerkung sei mir jedoch erlaubt: Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass bei entsprechender Qualität der Ergebnisse enorm viel Potential in Squared steckt. Wenn man bedenkt, wie oft täglich in Unternehmen zur Erledigung verschiedenster Recherchearbeiten massenhaft Abfragen an Suchmaschinen abgesetzt werden, die dazu dienen, Daten auf verschiedenen Websites zu sammeln und dann mühselig in eine Tabelle zu übertragen, dann kann man sich schon an einem kleinen Beispiel vorstellen, welche Effizienzsteigerung mit Google Squared denkbar ist. Exemplarisch habe ich Squared ein paar Webanalyse-Systeme auflisten und vergleichen lassen, indem ich einige Spalten hinzugefügt habe.

google squared
Klick zum Vergrößern

Sieht schon recht praktisch aus und hat keinen einzigen Klick in einer Ergebnisliste und Suche nach Fakten auf x Sites erfordert. Ganz schön wolframalphaesque, oder? Egal, jetzt aber zum Spaß: Man kann natürlich mit den richtigen Abfragen und dem Hinzufügen passender Spalten unglaublich interessante Dinge und überraschende Zahlen zu Tage fördern. So belehrt eine Suche nach "google tools" (die Links führen zu gespeicherten Squares, so dass man sich die Arbeit sparen kann, neue Spalten anzulegen) z. B., dass...

  • GMail nur 6 User hat und einem "joe" gehört.
  • Bei Blogger gibt es nur noch 6 Gäste und 2 Bots;
  • Google Wave gibts schon seit 2005...

Und es hört nicht auf; reichlich lustige Zahlen und Fakten.

Ich fand das fast so amüsant wie seinerzeit "`ne Runde D-Info zocken" ("Was, es gibt ernsthaft eine Rosa Schlüpfer in Berlin? Ich schrei' mich weg!") und mußte gleich noch ein paar andere Squares ausprobieren. So zeigt ein interessanter Vergleich der Suchmaschinen, dass...

  • Yahoo nur etwa 2 Millionen Seiten im Index hat,
  • die Live Search als Rating ein "good" verdient und
  • Excite exakt 666 Nutzer sein eigen nennt.

Ha, da wollte ich doch gleich mehr wissen und habe mir mal aktuelle Tipps für Ranking-Faktoren abgerufen. Top-Tipp (weil leider einziger und dann noch total unrelevant) ist die Technik des "Page Themings". Sicher der SEO-Trend des träge anlaufenden Sommers ;) Liest das ausnahmsweise mal jemand, den ich nicht ohnehin persönlich kenne und hat eigene nette Vorschläge? Dann gern als Kommentar! Ich mache die Funktion mal auf und schaue, was passiert. Wird der Spam-o-mat östlich von hier wieder angeworfen, muss ich das halt wieder rückgängig machen - ich würde mich aber über jeden hochkarätigen Query-Vorschlag oder gespeicherten Square freuen. Ich muss jetzt gleich zurück zu meinem gerade entdeckten neuen Lieblingssport im Web: gSquaring!

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Monday, June 01, 2009

10 Gründe, warum ich mich auf Google Wave freue

Was wäre, wenn das Medium "E-Mail" erst heute erfunden würde? Die Antwort von Google auf diese Frage lautet "Google Wave". Mit Waves verschmilzen nicht nur Mails und Instant Messages zu einem einzigen Medium, sondern es kommen noch einige andere und wirklich coole Dinge dazu, die eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass Waves die besseren Träger moderner und elektronischer n-Wege Kommunikation sind. Da Waves aber eine Idee von Google sind, wird es wie immer für jeden eine persönliche Liste der Dinge geben, die für oder gegen die Benutzung von Google Wave bzw. eben der "Waves" als Informationsträger im Allgemeinen sprechen. Derzeit gibt es bei Google Wave nur ein interessantes Video und ein paar ebenso interessante Links und meine kleine Liste stützt sich ausschließlich auf das, was man anhand der Präsentation und einem kurzen Überblick über die API-Infos mitbekommt. Für mich reicht es aber, mich auf die Benutzung von Waves zu freuen... zumindest in Fällen, in denen es sinnvoll erscheint und die entsprechenden Teilnehmer diese Einstellung teilen. Wer vor dem recht langen Video ein paar Anreize braucht...:

  1. Instant Messages und Mail in einem Paket, - vor allem ohne vorher entscheiden zu müssen, was daraus werden soll - ist ein geringer, aber dennoch nennenswerter Grund
  2. Dass man wahlweise eine Nachricht zeichenweise bei der Eingabe übertragen und fast in Echtzeit auf dem Zielrechner - oder den Zielrechnern - sehen kann, ist im Gegensatz zu den meisten anderen Messengern hingegen schon ein Riesenvorteil. Wie viel Zeit verbringt man bei diesem Medium mit der Ansicht der Nachricht "John Doe gibt eine Nachricht ein..."? Ich glaube daran, dass man auf diese Weise wirklich viel Zeit sparen kann und weitaus effizienter schriftlich kommuniziert als heute. Den Applaus kann ich hier jedenfalls gut verstehen... es ist cool.
  3. Mindestens ebenso cool ist die Fähigkeit von Waves, deren Entstehungsgeschichte per "Playback" jederzeit nachzuvollziehen. Wer per nachträglicher CC-Überflutung einmal nachträglich in eine mehrfach zitierte Diskussion eingestiegen ist (wer nicht?), wird sich genau diese Funktion schon gewünscht haben. Und gerade deshalb, weil aus Waves sicher mal etwas ganz anderes werden kann, als bei der Erstanlage geplant war (wenn keine Ableger entstehen), ist die Playback-Funktion mein absoluter Liebling, weil sie ein echtes Bedürfnis abdeckt und nicht nur benutzt werden kann, weil es nun plötzlich möglich ist. Besonders praktisch ist diese Funktion neben Mails auch für Dokumente und Notizen, die gemeinsam mon mehreren Personen bearbeitet werden... aber den Punkt haben wir ja noch nicht ;)
  4. Die beeindruckenden Funktionen zur Bilderverwaltung  - Einfügen, Sharing, gemeinsames Kommentieren und Tagging etc. - gehört aus rein technischer Begeisterung in meine Liste, weil ich selbst auch heute kaum gebrauch von Bilderdiensten o. Ä. mache. Außerdem ließt jede Wave - und damit auch die Bilder - bei Google, wenn man keinen eigenen Server betreibt, also ist das schon gleich für viele Kritiker sicher ein unreflektierter Punkt auf der Sollseite.
  5. Gadgets und Extensions heißen die benutzergenerierten Erweiterungen am Client bzw. Server. Natürlich auch cool. Und natürlich auch wieder ein feiner Punkt, um jede Menge Vorbehalte und Sicherheitsbedenken zu schüren. Sicher sind die harmlosen Demos wie die Anbindung einer Wave und deren Bilder per API an ein Blog nett. Und so richtig cool wird diese Demo durch "kommentare 2.0" ;) Da der Content dann aber nicht bei mir liegt... aber lassen wir das!
  6. Die bereits existierenden Extensions wie den Spellchecker (Spelly?), der mich automatisch korrigiert, wenn er sich "sicher genug" ist (uiuiui) oder sonst halt officelike "unterschlängelt" sind schon ungemein praktisch und machen aus der Browserapp dank des Google Web Toolkit und viel Erfindergeist fast einen vollwertigen Desktopsoftware-Ersatz, wenn man es aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit und -führung betrachtet So gesehen ist der Client allein schon irre genug, selbst wenn er nur ein "normales" Mailprogramm wäre.
  7. Wer aber neben den zweifelsfrei praktischen Extensions auch "böse Robots" auf dem verwendeten Wave-Server fürchtet und dort nicht nur "bloggy", "searchy" und "linky", sondern vielleicht auch auch "spammy", "sniffy" und den guten alten "wurmy" vermutet, wird sich vielleicht nach den ersten Erfolgsmeldungen der Unterwanderungsgemeinde zwar wieder auf die olle E-Mail besinnen - für mich sind die vorgestellten Extensions aber ein eches Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Lösungen.
  8. Die Extension "rosy", welche in der Lage ist, neue Kommentare oder eingegebene Passagen in Waves direkt in eine Zielsprache zu übersetzen, um auch internationale Kommunikation in Form von Waves von Sprachbarrieren zu befreien, ist vielleicht in der Praxis nicht immer ganz überlebensfähig (man wird sehen), es ist aber auf jeden Fall ein echtes Highlight für internationale Kommunikation und einen eigenen Eintrag wert!
  9. Open Source! Extensions und Gadgets aus der Community werden den präsentierten Laborratten oder Ideen wie Anbindung von Twitter, Bugtracker, Sourcecodeverwaltungen & Co. sicher noch viele Dinge bescheren, an die man heute noch gar nicht denken mag. Dass Formulare von haus aus unterstützt werden, macht die Sache noch viel einfacher. Es wird also sicher jede Menge noch entwickelt, auf das man sich jetzt schon freuen kann und daher allein schon ist dieser Punkt auf der Liste gerechtfertigt. 
  10. "Open Source!" meint auch, dass man nicht den Servern von Google vertrauen muss. Und gerade hier liegt - wenn auch weit unten auf der Liste - eine echte (wenngleich wahrscheinlich leider eher theoretische) Knallerchance, damit Exchange & Co. im Unternehmensumfeld so richtig in den Allerwertesten zu treten. Ein selbst betriebener Server scheitert sicher an weitaus weniger Policies, als es andere Google Tools derzeit reihenweise tun; Branding und Erweiterung durch eigene und firmenexklusive Extensions und Gadgets nicht ausgeschlossen. Wer also die Vorteile für sein eigenes Unternehmen erkennt und korrekt zu vermitteln weiß, der wird möglicherweise bald zumindest firmenweit viel moderner kommunizieren können, als er es derzeit betreibt. Echt jetzt!

Wer sich einen besseren eigenen Eindruck verschaffen will, kann das Video schauen und nach exakt einer Stunde und 14 Minuten getrost abbrechen, wenn er auf weiteren Applaus und ein paar Marginalien verzichten kann. Die Zeit sollte man lieber gleich mit Träumen von einer wellenförmigen schönen neuen Kommunikation verbringen. Aloha!

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Friday, May 29, 2009

Verbessert Bing, was nicht verbessert werden muss?

Nun heißt das Ding also "Bing". Microsofts neue Suchmaschine und (erstmal sicher "endgültiger") Ersatz für die [MSN-]Live-Suche wird, nach allem was es zu Lesen und im unter bing.de hinter dem Button "Find out more" verborgene Vorschauvideo zu sehen gibt, wohl mehr Usability für Suchmaschinenbenutzer mitbringen. Und natürlich viel intuitiver zu bedienen sein. Einfacher zum Ziel führen. Schneller sein. Mehr Spaß machen. Und so weiter. Zugegeben: Es sind ganz bestimmt auch einige Dinge dabei, die der eher erfahrene Webnutzer als sehr praktisch einstufen wird. Und es ist auch ein Schritt nach vorn für eine Suchmaschine, die offenbar ein wenig den Anschluss an die natürliche Evulution im eigenen Markt verpasst zu haben scheint. Denn: Vergleicht man die Ergebnislisten von Google (Yahoo dieses eine Mal ausnahmsweise nicht betrachtet) von ... sagen wir mal: vor zwei Jahren und heute, so hat sich da schließlich auch einiges getan: Es ist mit

  • SearchWiki (den "eigenen" Trefferlisten und Kommentaren) und Google Suggest (den Vorschlägen für Mehrwortsuchanfragen, die so manchen SEO derzeit zur Weißglut treiben) webzwonulliger
  • Je nach Suchanfrage mit passenden News, Blogposts, Bildern oder Videos (oder einer Mixtur) universalsearchiger in den Ergebnislisten
  • Merklichen Verbesserungen in der Behandlung von Schreibfehlern "verzeihender"
  • "Rich Snipplets" (durch entsprechende Auszeichnung bestimmter Informationen auf den Seiten die Snipplets in den Ergebnissen beeinflussen) sogar bald webdreinulliger 

geworden. Google Maps, Earth, Mail, Reader, Pfeffer und Salz funktionieren auch alle mehr oder weniger immer "einfacher", ohne dabei - von freilich Werbung abgesehen - besonders unübersichtlich zu werden und wer wie früher weiter arbeiten mag, kann die Änderungen zumeist einfach ignorieren. Mit Analytics, Webmastertools, Mail und AdWords gönnt man sich derzeit zwar gern hier und da Updates in der Bedienoberfläche einzelner Tools, die unbestritten dadurch nicht nur besser aussehen, sondern teilweise auch echte Verbesserungen der Bedienbarkeit, Effizienzsteigerungen oder nützliche neue Funktionen mit sich bringen... aber das sind nicht die Suchergebnisse, sondern "Nebenkriegsschauplätze". Möglicherweise werden auch andere Tools noch nachziehen, aber einen grundsätzlichen Schwenk Richtung "Applikationsähnlichkeit" für die Suchmaschine, wie er bei Bing nun meiner Meinung nach ansteht, wird es bei Google sicher nicht so einfach "in einem Schritt" geben. Unabhängig davon, ob hier vielleicht ein wenig mehr AJAX in die Trefferliste kommt oder nicht: Die SERPs bei Google werden sich wohl eher eine unauffälligere und sanfte Evolution aufweisen und das ist möglicherweise auch gut so. Braucht der Suchmaschinennutzer wirklich ein "Vollwert-RIA-Bing", wenn er Informationen im Web sucht?

Klar, ich mag die Features, die mir im Bing-Video vorgestellt werden und finde es auch praktisch, wenn die Ergebnisse mehr oder minder intelligent und optisch ansprechend als Navigation "gruppiert" werden... aber ich brauche sie vermutlich nicht. Und ich vermute, dass es eine große Anzahl von Benutzern außerhalb der Web-2.0-Gemeinde gibt, die sich mit der Bing-Oberfläche schwer tun werden. Der Anteil der User, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs bei Google an der Navigation oder allgemeinen Bedienung der gefundenen Webseiten scheitern, ist mit Bing vielleicht schon damit überfordert, die Suchmaschine selbst selbst zu bedienen. Oder einen Großteil der (ernsthaft) tollen neuen Features überhaupt wahr zu nehmen (wenn man sich mal anschaut, wo im Allgemeinen überhaupt die Aufmerksamkeit bei der Suchmaske und den Ergebnissen einer Suchmaschine hinfällt). Ich teile zwar die Einschätzung, dass man mit den ganzen Verbesserungen, die Bing gegenüber den vor einiger Zeit offenbar evolutionstechnisch fast stehen geblieben Live-Suche mit sich bringt, nun besser aufgestellt ist, als vorher. Und zweifelsfrei auch "konkurrenzfähiger" sein wird; besonders in einer nicht zu unterschätzenden Zielgruppe. Aber für die "BestAger", "Pro-, Power- und BusinessUser",  "Seltensurfer" & Co, die die Masse der täglichen Suchanfragen absetzen, wird das vermutlich eher nichts werden und das weiß man bei MS sicher auch. Es wollte ja bestimmt ohnehin kein realistisch denkender Stratege auf diesem Weg einen ernsthaften "Google-Killer" aus dem Hut zaubern, sondern es sollten offenkundig "nur" die Dinge, die man in den letzten Jahren ein wenig verpennt hat, bei Bing nachgeholt werden. Und dabei kann man ja direkt (mal wieder) ein neues Gesicht erfinden und einige der neuen hauseigenen hippen Technologien unterbringen. Was die Qualität der Suchergebnisse angeht, so werden wir sehen, ob es große Unterschiede zur LiveSearch, Yahoo oder Google geben wird... aber das war auch bisher nicht der Grund, warum sich die Marktanteile verteilen, wie sie es nun mal tun. "Google Classic oder iGoogle?" scheint da viel eher die Frage zu sein, die man sich stellt, wenn man zwischen schlichter und informativerer Oberfläche wählen will, nicht "Bing oder was anderes?". Wird Bing mich oder andere "hauptsächlich-Googler" also zu einem "treureren" MS-Suchanfragensteller machen, als man  es derzeit vielleicht ohnehin schon ist? Warum sollte man überhaupt damit rechnen, dass sich wesentliche Anteile in der Nutzung der Suchmaschinen ändern, nur weil es einige neue gibt oder etablierte Anbieter Veränderungen implementieren? Mir erscheint es vielmehr, als würde dieser Krieg ohnehin auch (oder gerade) hier nicht auf funktionaler Ebene, sondern im Marketing und der Brand- und Imagepflege entschieden. Also wieder nix mit dem großen Schwenk zu einer anderen Suchmaschine. Wie immer. Nicht falsch verstehen: Sicher werde ich irgendwann mal in der Zukunft (wenn es prima funktioniert) bei Wolfram|Alpha die Lottozahlen des kommenden Wochenendes abrufen und mich freuen, dass ich das Ergebnis bekomme, ohne noch irgendwelche Links anklicken zu müssen - aber das ist ja bekannterweise weder Absicht noch Sinn von Google oder Bing. Auf einer Ebene jenseits von zusätzlichen Funktionen bleibt Bing ein Pendant zu Google, dass einen grundsätzlich anderen Ansatz verwirklicht, um "bestmögliche Userexperience" beim Suchen und Finden zu bieten: KISS (gepaart mit einem durch den einzigen Monetarisierungszweck bedingten "Klick this Ad, Dude!" - Beigeschmack) bei Google und "Woah!/Impress" bei Microsoft. Also eigentlich nichts Neues ;)

Update 3.5.09: Bing ist live (im wahrsten Sinne)

Nun ist es also so weit: Bing ist bereits seit dem Wochenende in Betrieb, sieht aber erst einmal nur aus wie die LiveSearch, nur mit zugekaufter Liste verwandter Suchvorgänge. Ob die Rankings wirklich überall gleich sind, sei mal dahingestellt (berkaq8scm). Als ich aber eben einen Blick auf die mobile Version unter m.bing.com geworfen habe, war ich doch angenehm überrascht: Eine übersichtliche Mobilfassung, die schon ein wenig mehr von dem anklingen lässt, was sich die Entscheidungsmaschine auf die Fahnen geschrieben hat. Das oben angesprochene Video ist jedenfalls nach wie vor unter http://www.decisionengine.com zu finden; nur eben nicht mehr auf der Startseite verlinkt, seit die "FastFertig-Fassung" online ist.

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Thursday, May 07, 2009

LexLive: Auftragsbearbeitung kostenlos im Web

Seit Mittwoch ist bei LexLive als erste Online-Version der kaufmännischen Anwendungen eine "Minimal-Auftragsbearbeitung" vorläufig kostenlos für jeden Anwender im Web verfügbar. Warum "Minimal" und was meint "vorläufig"? Die zweite Frage zuerst: Das kostenlose Angebot gilt nur bis Jahresende, danach kostet die Nutzung knappe 5,-- EUR / Monat. Wer sich also jetzt schon auf die massenhafte Eingabe seiner Daten (Nein, kein Import) stürzt, sollte sich der Folgekosten lieber bewusst sein. Die Anwendung ist in allen verfügbaren Bereichen zwar spartanisch mit Funktionen ausgestattet... für einen Ersatz der berühmten "Office-Fakturierung" mittels Word, Excel & Co. reicht es aber auf jeden Fall. Durch den Einsatz von AJAX ist die Bedienoberfläche trotz der durchaus vorhandenen Desktop-Optik zügig bedienbar - Mausschubserei vorausgesetzt. Überhaupt richtet sich das Paket in der aktuellen Form sicher nicht an den Poweruser, sondern ist bewusst einfach gehalten und überfordert den anvisierten "08/15-Anwender" nicht einmal im Bereich der "Programmoptionen", die sich auf die Stammdaten und das Logo des Benutzers beschränken. 

Was da ist, ist aber recht stabil: Was nicht IE, Firefox, Opera (oder wenigstens Safari) heißt, wird zwar mit einer Warnmeldung beim Betreten der Anwendung begrüßt... solange JavaScript (-> AJAX) ausgeführt werden kann, kommt die Anwendung aber dank eines robust wirkenden Designs (welches sich freilich auch einen Dreck um Suchmaschinenoptimierung kümmern muss) auch auf anderen Browsern wie Chrome / Iron oder exotischeren Vertretern ihrer Zunft gut bedienbar daher. 

Der Zugang erfolgt im "Mehrbenutzerbetrieb" über ein und das selbe Konto und eine Einschränkung von Benutzerrechten wird sicher erst mit mehr Komplexität in das Produkt Einzug halten. Hauptzweck ist die Verwaltung von Kunden und Artikeln (möglichst nicht zu viele, um die Übersicht und Bedienbarkeit zu wahren, um auf dieser Basis schnell ein Angebot oder eine Rechnung zu erstellen. Der Versand per Mail ist ebenfalls ohne viel Schnickschnack möglich. Einige Reports, eine gute Statusübersicht, Austausch mit dem Steuerberater, eine übergreifende Suchfunktion und Newsletterversand an die Kunden runden das Paket ab. Nicht mehr... aber auch nicht weniger. Angesichts der Tatsache, dass viele Anwender damit vollkommen auskommen werden, ist ein Erfolg zumindest nicht von der potentiellen Zielgruppe schon vorab beschränkt. Datensicherheit und hohe Verfügbarkeit werden auch hier offenbar groß geschrieben und am Marketing wird es bei Lexware sicher auch nicht scheitern. Nach ASP und SaaS kommt nun die CloudComputing-Welle also vielleicht gerade recht, um diesen ersten Schritt in´s Web für die "Jederkanns-Versionen" von Lexware zum Erfolg werden zu lassen. Ob aber ausgerechnet heute, wo angesichts der Wirtschaftskrise selbst niedrigste spätere periodische Kosten gescheut werden, viele Anwender den Schritt von kostenlosen oder raubkopierten Office-Versionen zu einer gemieteten Wolkensoftware machen werden, darf in Freiburg gespannt erwartet werden. Wer ein wenig in die Zukunft denkt und sich die Frage stellt, ob und wie er seine Daten bei einem anstehenden Systemwechsel aus LexLive exportieren kann, wird sich - wenn er nicht mehr Glück beim Suchen hat als ich - den Support bemühen müssen, denn eine offensichtliche Funktion dazu habe ich jedenfalls nicht finden können. Fehlt die nur noch, oder gehört die Datenhoheit zum Konzept? Selbst wenn man seine Daten "irgendwie" bekommen kann: Wie genau funktioniert das, welche Formate stehen zur Wahl und wie einfach ist der Vorgang - z. B. zur Anfertigung eigener Sicherungen - durchführbar? OK, vielleicht gehöre ich nicht mehr zur Zielgruppe, wenn ich mir solche Fragen stelle, aber dennoch bleiben bei mir Zweifel, ob man hier nicht seine Daten ähnlich "freiwillig" als Geiseln hergibt wie bei Desktop-Produkten à la WISO Vereinsverwalter & Co...

Der Nachteil, dass die Anwendung noch ganz neu ist, ist m. E. auch zeitgleich ein Vorteil: Viele bereits etablierte kaufmännische Anwendungen, die im Browser verfügbar sind, sind entweder inzwischen optisch nicht mehr so recht auf dem aktuellen Stand oder zumindest wenig ansprechend (was in Einzelfällen aber auch zum Konzept gehört) oder durch die seinerzeit fehlenden Mittel nur träge zu bedienen bzw. mit hohen Systemanforderungen ausgestattet, um ansatzweise "RIA" zu sein. Und während der Umfang von LexLive - zumindest derzeit - noch nicht besonders "Rich" ist, finde ich die  Oberfläche in seiner Einfachheit sehr gelungen und durchaus auch ohne Silverlight oder Flash eine gute Alternative zu installierter Software. Poweruser schauen sich aber lieber m. E. funktional reifere Alternativen an. Das könnte z. B. Collmex im Web sein oder ganz andere Anbieter auf dem Desktop... ich sage jetzt aber nicht, wer das z. B. sein könnte ;)  


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Fennec: Mobiler Browser von Mozilla

Wer den integrierten Browser des jeweiligen Herstellers nicht mag, greift heute meistens (wenn es das Betriebssystem des Telefons erlaubt) zu Opera Mini oder Opera Mobile. Und weil der mobile Browsermarkt langsam aber sicher auch vom letzten Ignoranten nicht mehr lange als Nischenmarkt verkannt werden kann, macht man sich auch bei Mozilla mit dem mobilen Browser "Fennec" auf, um den zaghaften, aber messbaren Aufwind für den Firefox auch auf die Handhelds und Mobilgeräte zu retten. Initial für "Maemo" (System auf dem Nokia N810) entwickelt, kann man auch schon in der ersten Betaphase schon Versionen für Windows, Mac und Linux unter abrufen (die Beta 1 für Windows gibt's als Download hier). Windows Mobile und andere mobile Linuxsysteme werden folgen; die Unterstützung soll sowohl touch-basierte als auch tastengesteuerte Endgeräte einschließen.

Was wird aber anders als bei anderen Browsern? Zunächst einmal muss natürlich auch bei Fennec möglichst der komplette Viewport für die Seitendarstellung verwendet werden. "Das einblendbare Menü" gibt es in diesem Fall nicht (wie gewohnt), sondern erst bei Cursorkontakt eingeblendete Adressleisten, Tabs (ja, man kann mehrere Tabs verwenden), Bookmarks und Einstellungen. In der Desktopvariante können diese Elemente durch Verschieben bzw. Skalieren des Viewports sichtbar gemacht werden. Aber das sind noch keine Killer-Argumente für die Benutzung von Fennec auf dem Telefon...  und auf dem Desktop ist ein kleiner Überblick ganz hilfreich, aber der Browser soll und wird es da nicht einmal gegen Chrome, Opera oder Safari schaffen. Neben dem großen Viewport erinnert übrigens auch die Sucheingabe über die Adresszeile an Chrome.

Fennec
Absichtlich unspektakulär: Nichts als die Webseite im Fenster zu sehen

Ganz deutlich für Fennec sprechen aber Dinge, die der Firefox-Benutzer bereits auf dem Laptop oder Desktop schätzen gelernt hat: Öfter mal ein anderes Gesicht dank Themes (prima sicher später auch zur Individualisierung des Browsers für einzelne Hersteller von Endgeräten) und vor allem erweiterbare Funktionalität dank AddOns, Extensions, Plugins. Optimiert für mobile Geräte steht vor allem Performance im Vordergrund - hier wird man abwarten müssen, bis die Betaphase vorbei ist, bevor man sich ein Urteil erlaubt. Helfen soll dabei auch die neue JavaScript-Engine "TraceMonkey", die auch dem nächsten Firefox Beine machen soll. Auch die Skalierung der Darstellung von Webseiten ist freilich in der Windows-Version schlecht zu beurteilen; zumindest kann man es nicht so "fühlen" wie auf dem Desktop. Verkleinert man aber die Ansicht der gleichen Seite parellel in Fennec und im Firefox, sieht das Fennec-Ergebnis in der Tat auch auf dem Windows-PC deutlich lesbarer aus - ob das nun auf dem Telefon später wirklich inßs Gewicht fallen wird oder nicht, bleibt aber ebenfalls abzuwarten.

Fazit: In Ermangelung eines passenden Endgerätes fällt ein abschließendes Urteil zwar schwer, aber es scheint sich auf jeden Fall zu lohnen, diesen mobilen Browser im Auge zu behalten. Nichts gegen Opera (ich bin als Nokia-Anwender extrem dankbar für Opera Mini als Alternative zum proprietären Browser), aber ein "mobiler Firefox" sollte allein durch die Plugin-Schnittstelle genug Potential haben, um eine nennenswerte Nutzergemeinde zu rekrutieren, sobald die Serienreife erlangt ist. Und Webdeveloper werden sich sicher angesichts der steigenden Anforderungen an "mobile Benutz- und Lesbarkeit" von Webseiten heute schon die Finger nach einer WebDeveloper-Toolbar und / oder Firebug für Fennec lecken ;)

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Friday, March 20, 2009

"Flashwarnungsgau" beim IE8 fällt offenbar aus

Nachdem mir noch in der vergangenen Woche die letzte Fassung vom Internet Explorer 8 beim Besuch einer jeden Seite, die mit dem Google Analytics Trackingcode versehen ist, eine Warnung ausgegeben hat, scheint das in der finalen Fassung des IE8, die ich mir gerade installiert habe, nicht mehr der Fall zu sein.

Warnung im IE8
Klick zum Vergrößern

Warum überhaupt solche Warnungen bei Seiten erschienen, die offenkundig nichts mit Flash am Hut haben, war mir zuerst gar nicht klar, bevor ich an die Flash-Erkennung bei Google Analytics gedacht habe. Und wenn jede Site bei der Initialisierung des Trackings die beim Besucher vorhandene Flashunterstützung nur nach aktiver Bestätigung hätte auslesen können, wäre das sicherlich noch zum echten Gewissensproblem für jeden Webmaster geworden, der sich für Webanalytics entschieden hat. Möglicherweise also eine Konzessionsentscheidung bei MS gegen eine eigentlich gute Idee zu Gunsten einer ungestörten Browserbenutzung auf den letzten Drücker? Wie auch immer, ich find´s in dieser Auslieferungskonfiguration auf jeden Fall dann doch anwedergerechter.

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Friday, March 13, 2009

Interessenbasierte Werbung: AdSense-Publisher in der Pflicht

* Nachtrag zum Beitrag vom 11.03 zum Google Anzeigenvorgaben-Manager: Inzwischen hat sich auch die Frage nach der praktischen Implementierung bei AdSense geklärt. Jeder AdSense-Publisher bekommt die neue Option in aktiviertem Zustand untergejubelt und ist damit in der Pflicht, seine Datenschutzbestimmungen entsprechend anzupassen und auf die interessenbasierte Werbung und den DART-Cookie hinzuweisen (Links und ein Beispiel in den Datenschutzbestimmungen zu markus-baersch.de unter "Werbung auf dieser Site", obgleich ich die Option deaktiviert habe), der auch geblockt werden kann.

Option in AdSense

Natürlich kann man die Option auch über "Bearbeiten" ausschalten und ansonsten nichts weiter tun... Dennoch ist jeder Publisher zur Aktion aufgerufen, weil er sonst nach dem Start der Anpassung ohne Änderung der Option an dieser Veränderung des Programms teilnimmt, ohne seine Besucher darauf aufmerksam zu machen. Dass die Informationen an die Publisher zusätzlich per E-Mail versendet wurden, wird nichts daran ändern, dass es demnächst eine Menge Sites gibt, die AdSense einsetzen und weder die Option verändert noch die Datenschutzerklärung ergänzt haben. Abmahnwelle schon vorhersehbar? Wer sich jetzt die Hände reibt: Wer meckern will, wird sicher irgendwie nachweisen müssen, dass er seinen Interessen entsprechende Werbung per AdSense auf einer Seite geliefert bekommt, die ganz offenkundig nichts mit dem beworbenen Thema zu tun hat. Wenn Google diese Einblendungen nicht gesondert kennzeichnet, hilft also möglicherweise nur eine "beweissicher" festgehaltene Einblendung einer AdSense - Babywindelwerbung auf einer Contentsite für Sportwaffen bei gleichzweitigem Nachweis, dass man sich ständig in Mütterforen rumtreibt, die mit AdSense beworben werden und jeden Tag nach Babynahrung googelt... Wer kann (und will) das schon? ;)

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