Markus Baersch

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Tuesday, 18 March 2008

Kann man mit Windows Vista effizient arbeiten?

OK, die Frage mag etwas ketzerisch erscheinen, aber mal ehrlich: Warum wohl hat ein Riesenheer von Anwendern nach kurzer Zeit die Nase voll von Vista, bietet der Handel plötzlich doch wieder vereinzelt die Wahl zwischen XP und Vista? Oder: Was braucht man eigentlich, um effizient mit Vista arbeiten zu können? Ich zumindest kann die Frage nun von der anderen Seite her betrachtet beantworten und sagen, was definitiv nicht ausreicht. Meine ersten Versuche auf einem eher mittelprächtigen Dell - Notebook mit 1.5 GB Speicher (man flüsterte mir zu, dass es mit 1 GB sowieso keinen Spaß mache) waren schnell beendet und einer problemosen Rücksicherung (Danke, Acronis!) geopfert, dafür konnte und kann ich auf dem gleichen Rechner nach wie vor zügig und zufrieden arbeiten... aber mit XP Pro, nicht Vista.

Dass ich mich jetzt bei Anschaffung eines noch nach Fabrik riechenden neuen Thinkpad mit 4 GB und einem Doppelläufigen Intel-Prozessor, Kaliber 2.1GHz doch an Vista Business gewagt habe, bereuue ich bereits nach dem zweiten Tag und werde mich gleich nach diesem Beitrag auf die Suche nach Tuning-Tools machen, bevor ich Linunx draufpacke oder was auch immer...

Gestern: Auspacken, Anschließen, Registrierungsorgie, Aufräumen (Mitgelieferten Müll wegschaffen dauert so lange, wie einmal selbst neu installieren, glaube ich). Danach stundenlanges Aktualisieren von System und Sicherheitssofware. Dabei konnte ich mich wenigstens schon mal im System umschauen und einen Eindruck der wirklich eher gemütlichen Performance machen, eigentlich bei allem.

Heute: Die üblicherweise ohnehin schon öde Installation der notwendigen kleinen Helfer wird zur echten Nervenprobe wegen der dauernden Abfragen nicht einfacher, aber dennoch bin ich von UAC überzeugt und hoffe, dass es sich im täglichen Gebrauch nicht allzusehr auswirkt. Dass ich aber bei der Anlage eines neuen Ordners bei der Organisation des "Startmenüs" immer gleich zweimal gefragt doppelt (genau, macht vier Unterbrechungen) werde, finde ich schon irgendwie blöd. Warum muss man mich denn noch mal fragen, wenn ein gerade angelegter "Neuer Ordner" einen sinnvollen Namen bekommen soll? Egal, auch das werde ich wohl nicht jeden Tag machen. Gerade aber, beim Kopieren vom eigentlich recht schnellen USB-Stick auf die neue Festplatte und einiger Umorganisation ist der Wunsch nach XP oder einer anderen Alternative schon sehr konkret geworden. Dass man erst noch auf den Link zur Anzeige weiterer Informationen klicken und dann noch in aller Ruhe eine Bildschirmkopie der Meldung erstellen kann, die erscheint während ein paar jämmerliche Bytes gelöscht werden, ist eine neue Erfahrung, auf die ich ganz gut verzichten kann. Hier das Bild, das es m. E. eigentlich nicht geben dürfte:

Vista-Lähmung

Soso, das muss also erst mal berechnet werden. Aha. Vielleicht ist es nur die Berechnung, die so lange dauert? Mit einem Akustikkoppler könnte man die 169 Bytes (!) jedenfalls sicher schneller von einem überlasteten Server herunterladen, als unter Vista vom USB-Stick löschen!

Wenn mir irgend jemand seine Begeisterung angesichts der zügigen Arbeitsweise von Vista mitteilen mag, dann doch bitte auch mit passender Systemkonfiguration. Und der bisherigen Erfahrung mit anderen Systemen... aber immer gern! Ich kann nichts (trag- und bezahlbares) benennen, mit dem Vista mit seinem Vorgänger vergleichbar wäre, wenn es um die berühmte "gefühlte Performance" geht. Und das erklärt vielleicht auch, warum dieser Eintrag auch in der Usability-Rubrik und nicht nur bei Privatem zu finden ist. So, zurück zur lahmen Offline-Erfahrung. Wenigstens der betagte und zickige Editor im Blog war via Browser zu bedienen wie gewohnt, aber das ist ja auch keine Kunst.

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