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Sunday, May 06, 2007
„Charter & Go“ - Segeln auf dem Ijsselmeer
„Sag mal, gehst Du eigentlich nicht mehr segeln, das hast Du doch früher so oft gemacht?“ Diese Frage muss man sich schon gefallen lassen, wenn die letzten Beweisbilder noch aus 2002 stammen. Dabei ist der Grund doch so einfach:
Wer als „
unambitionierter Fahrtensegler
“ als Hauptgrund für diese Form der Freizeitgestaltung wie ich angeben kann, ausschließlich „für den Spaß“ zu segeln und das meistens an verlängerten Wochenenden unternimmt, dem gehen schnell die Motive aus. Grund: Solange die Klimaveränderung (will man nicht immer gleich von der „Katastrophe“ reden, die einer ernst nimmt, solange die nicht unmittelbar – und deutlicher als heute – spürbar ist) es noch nicht geschafft hat, Holland großzügig bis zur Grenze des Niederrheins zu fluten, befährt der Deutsche gern das Ijsselmeer, die holländische Waddenzee und wagt sich nur „auf Rufweite“ von der Nordseeküste aus raus auf die See. Wenn das höchste der Gefühle ein Abstecher nach England oder ein paar Ehrenrunden um Aero in der dänischen Südsee sind, sieht man hauptsächlich das eigene (freilich möglichst risikofrei gecharterte) Boot, ein paar andere Boote und Schiffe sowie mehr oder weniger die gleichen Mitstreiter auf den mehr oder weniger gleichen Törns.
Warum man sich das aber dennoch regelmäßig antut, wenn es „nichts Neues“ zu fotografieren gibt, ist dennoch leicht vermittelt:
Es macht einen Riesenspaß
, ist ein optimaler Ausgleich zum Alltag und hilft je nach Wetter enorm dabei, sich so klein zu fühlen, wie man wirklich ist. Der Spaß steht im Vordergrund, wenn man das Revier kennt und sich beim Segeln – ein Sport der viel Zeit zum Nachdenken und Reden lässt – ganz darauf konzentrieren kann, bewusst mal über „nichts“ nachzudenken oder sich mit den geschätzten Mitseglern zu unterhalten. Und nebenbei kommen Aspekte hinzu, die zwar subtil, aber lebenswichtig sind. So sind Segelmotive nicht umsonst gern bemüht, wenn Zusammenspiel, Harmonie und Teamgedanke visualisiert werden sollen. Nur in mehr oder weniger eingespielten Teams oder zumindest durch die Hilfe von eindeutigen Kommandos (die dann im Idealfall auch eindeutig verstanden werden ;)) kommt man auch beim Segeln von A nach B – und das ist gut so. Wenn es mal nicht ganz genau klappt, ist das zudem nicht so tragisch, da hier ganz klar "
der Weg das Ziel
" ist und das Ziel selbst Nebensache.
Zurück zur Frage nach den Bildern. Klar ist die Anzahl der abwechslungsreichen Segelbilder endlich. Dass ich diesmal dennoch, obgleich es sich um die „tausendfach besegelte“ Wochenend-Strecke Lemmer – Enkhuizen – Stavoren – Medemblik – Lemmer gehandelt hat, an diesem letzten Aprilwochenende einen Haufen „neuer“ Bilder mitgebracht habe, hat zwei Gründe. Erstens sollten ein paar Motive für Bürowände gefunden werden, was zu einer Riesenauswahl an 17 MB großen und mehr oder weniger gleichen Bildern geführt hat -deren Bereitstellung ich mir allein wegen der großen Anzahl gespart habe. Zweitens war dieser Törn trotz der Bekanntheit von Revier, Strecke & Co. Doch auf seine eigene Weise bemerkenswert; und zwar weil es ungeachtet des frühen Termins (27-30.4.2007)
dank des Jahrhundertaprils ein echter Sommertörn
war.
Zum Beweis soll dieser eine Ausschnitt aus der Bilderstrecke (siehe Link unten) genügen: Wie in einem „echten Sommer“ sind wir auch auf dieser Tour zahlreich von der gefürchteten
Ijsselmeer-Fliege
befallen worden, die sich bei Flaute gern auf vorbeidümpelnde Yachten stürzt, um dort unmittelbar zu verstreben und das Deck zu versauen oder es sich zur letzten Ruhe in Mund, Nase und Ohren gemütlich macht. Das kenne ich vom Ansegeln zu recht frühen Terminen eher nicht!
Auch schön: Wenn man sich nach vielen Törns an vergleichsweise kleineren Boote gewöhnt hat, ist eine
nagelneue Bavaria 46
ein echter Schlachtkreuzer mit mächtig viel Platz innen und außen (was nicht immer nur von Vorteil ist). Wir hatten zudem die Freude der Jungfernfahrt, die wir dank Skipper- und Kautionsversicherung ungetrübt genießen konnten.
So liebe Familie: Ja, ich habe also diesmal wieder Bilder gemacht. Und glaubt mir, dass es einen Grund hat, warum die nicht so großartig anders aussehen als die vielen anderen, die Ihr schon gesehen habt ;). Wer ..
einfach mal reinsehen
will - oder
das
Ijsselmeer
dank des perfekten Lichts (Danke Gott!) auf einigen der Bilder
von seiner besten Seite
sehen will;
sich schon immer gefragt hat, ob es
Flatrate-Parties
braucht, um 16-jährige in´s Koma zu versetzen oder
Innen- und Außenansichten des „
Brakeboer
“ (http://www.muziekcafebrakeboer.nl/) in Medemblik sucht,
klicke hier:
Bilder Segeln Ijsselmeer April 2007
. Ganz nebenbei wird für den aufmerksamen Beobachter auch die Frage geklärt,
ob Cab Calloway wirklich tot
ist...
Privat
|
Segeln
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