Markus Baersch

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Saturday, 18 March 2017

Aktualisierte Spam-Domainliste für analytrix.de

Wer in den letzten Wochen bereits über den Spam-Check bei analytrix.de gestolpert ist, sollte die Analyse noch einmal wiederholen. Denn die Liste der Spam-Domains wurde deutlich erweitert.

Durch den sehr hilfreichen Analytics-"Megapost" von Alexander Holl bei 121WATT bin ich auf eine umfangreiche Referrer-Blacklist gestoßen, mit deren Daten ich die eigene Spam-Domain-Liste um knapp 150 neue Einträge erweitert habe. Da diese die Basis des Spam-Checks bildet, finden sich nun je nach Property deutlich mehr potentielle Spammer als vorher.

Update der "Spam-Studie"

Da die deutliche Ergänzung der Liste auch merkliche Abweichungen in den Zahlen zur Folge haben könnte, habe ich die Erhebung des Spam-Anteils aus der Spam-Studie noch einmal wiederholt und den Beitrag aktualisiert. Da dabei aber teilweise deutliche Unterschiede zum ersten Durchgang aufgetaucht sind, möchte ich diese hier dokumentieren. Sie zeigen auf, wie wichtig eine möglichst gute Spam-Domainliste für eine Analyse ist.

Der Februar hatte deutlich mehr Spam als gedacht

Während ich nach dem ersten Durchgang noch geneigt war, einen Trend zum Rückgang von Spam in den untersuchten Datenprofilen zu postulieren, hat sich diese Hoffnung nach der Wiederholung aufgelöst.

Vorher

Anzahl betroffener Properties (vorher)

Nachher

Anzahl betroffener Properties (nachher)

Kein Rückgang erkennbar. Auch der Spam-Anteil von zuvor gemessenen 0,8% im Februar sind nach dem Update auf 2,6% angestiegen - die neuen Einträge haben also vor allem aktuell aktive Spammer in die Analyse gebracht.

Spammeranteil im Verweistraffic im Schnitt bei über 5%

Generell sind alle Zahlen erwartungsgemäß durch die genauere Messung angestiegen. Ein Anteil von über 3% nach Sessions und über 5% nach Referrern ist deutlich höher als in der ersten Erhebung.

Spam-Kontrolle. Mitmachen!

Gerade der oben gezeigte Verlauf und die deutlichen Unterschiede zwischen beiden Erhebungen zeigen vor allem eines: Spam ist nicht vorbei. Wenn wir den Anteil von Spam in Rohdaten bestimmen wollen, sind aktuelle und möglichst umfangreiche Listen von bekannten Spammern wesentlich. Wer sich daher mit seinem Kontrollprofil an einer Sammlung beteiligen will, ist herzlich willkommen. Einfach per Mail melden. Danke! ;)

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Thursday, 10 September 2015

Google Search Console wird wieder in Webmaster Tools umbenannt

Jedenfalls bei mir. Ich kann mich mit dem neuen Namen nicht anfreunden. Weder in der Kommunikation mit anderen (auch wenn ich es muss), noch in Form des Anblicks bei der Verwendung der Webmaster Tools. Der Webmaster Tools. Webmaster Tools, nicht Search Console. Ich mag den Namen nicht. Hatte ich das schon erwähnt?

Name doof? Einfach umbenennen!

Ein Plugin war mir dann doch ein wenig zu übertrieben, aber da ich ohnehin gern und viel mit Greasemonkey bzw. Tampermonkey "nachbessere", habe ich zahllose schweißtreibende Stunden in eine umfangreiche Lösung investiert ;)

Wer meine Abneigung gegen den neuen Namen teilt, kann sich also mit den o. g. Erweiterungen für den Browser seiner Wahl Abhilfe verschaffen. Sowohl in der Anwendung als auch in der Hilfe. Einfach hier klicken und das Script in Greasemonkey oder Tampermonkey installieren oder herunterladen. Schon sieht das wieder so aus:

Search Console als Webmaster Tools rerebranded

Wem es noch fehlt: Hier sind Greasemonkey für Firefox oder Tampermonkey für Chrome zu bekommen.

Happy Re-Rebranding & Webmaster-Tooling ;)


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Wednesday, 05 March 2014

HTML Slideshows ohne Ballast (AKA jQuery)

Ich mag eigentlich keine HTML-Slideshows auf Startseiten. Weil sie die typische "Wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Patentlösung geworden sind. Wann immer jemand entscheidet, dass die Startseite aufgeräumt werden muss und daher Inhalte wegfallen sollen, kommt von irgendwo jemand mit der Idee, den ganzen Mist einfach weiter auf der Startseite zu lassen, aber eben als Teil einer "Slideshow", die durch wechselnde Inhalte eine übersichtliche Seite vorgaukelt, ohne dass man sich von altem Krempel trennen müßte. So, jetzt isses raus.

Das Ganze wird auch nicht dadurch besser, dass das Slider-Element dann noch zusätzliche Last für die Seite in Form von Script, Design, Bibliotheken und weiteren Mini-Grafiken bedeutet, die alle zusätzlich geladen werden müssen. Trotzdem: Man kommt ja nicht dran vorbei (redignierend). Daher habe ich mir eine Lösung gesucht, die für mich das "kleinste annehmbare Übel" bedeutet. Der "Small Image Slider" löst die eigentliche Aufgabe, ohne allzuviel zusätzlichen Ballast für die nutzende Seite zu bedeuten und verzichtet auch auf jQuery und andere Bibliotheken. Wer mag, kann sich gern bedienen und sich selbst ein Bild machen - hier geht´s lang: Beschreibung und Download "Small Image Slider".

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Wednesday, 20 March 2013

Mobile Websites testen mit Manymo: Realistisch oder Zeitverschwendung?

Wer sich schon einmal mit mir zum Thema "testen mobiler Websites" unterhalten musste (:)), der kennt meine sehr geringe Begeisterung für Emulatoren. Nach meiner Erfahrung schlägt (leider) nichts den Test auf einem echten Gerät und bei den meisten Emulatoren im Web habe ich bisher schon nach wenigen Testkandidaten deutliche Unterschiede zwischen Simulation und Wirklichkeit gefunden. So kann man sich freilich einen ersten Eindruck verschaffen und sich dabei zeigende Probleme sind auch i. d. R. "realer" als eine vorgeblich fehlerfreie Darstellung, aber Sicherheit erhält man auf diese Weise nicht.

Da sich bei der Vielzahl von Geräten, Auflösungen und Eigenschaften aber ein echter Test auf allen Varianten kaum noch umsetzen lässt, ist neben den wichtigsten echten Geräten zumindest als Backup - oder in der Entwicklungsphase - sowohl für Websites als auch Apps eine möglichst umfassende und zuverlässige Emulation verschiedener Geräte fast unabdingbar, wenn man sich keinen "Mut zur Lücke" erlauben kann. Oder will.

Zumindest die Forderung nach einem umfassenden Angebot mit einfachen Möglichkeiten zur Automatisierung von Tests und Unterstützung gängiger Entwicklungswerkzeuge wird bereits seit einiger Zeit bei Manymo angeboten und ist auch jetzt noch kostenlos nutzbar. Inzwischen sind es über 50 simulierte Geräte, die man für Tests verwenden kann. Und während die meisten anderen Kandidaten ihre Schwächen schnell offenbart haben, habe ich zumindest bisher hier noch keine erkennbaren Unterschiede zwischen Emulator(en) und echten Geräten festgestellt. Mit Einschränkungen wie z. B. bei der Auswahl der auf dem jeweiligen Gerät verwendbaren Browser muss man allerdings leben, so dass auch auf simulierten Geräten mit Android 4.2 nur mit dem ollen Android-Standardbrowser gearbeitet werden kann und hier z. B. kein Chrome verwendet wird. Aber wenn man bedenkt, dass der Schwerpunkt (vermutlich) auch eher auf Apps als bei Websites liegt, ist dieser "Fehler" vermutlich zu verzeihen... aber dennoch ein weiteres Argument gegen ausschließliche Tests auf diesem Weg.

Erstes Fazit: Zwar benötige ich dieses Werkzeug nicht für Apps, sondern "nur" gelegentlich für Websites und mobile Landingpages, aber dennoch erscheint es mir angebracht, zumindest für diesen Einsatzzweck entgegen meiner bisherigen Meinung eine Empfehlung auszusprechen. Hat jemand eigene Erfahrungen mit Manymo gemacht, die meinen Eindruck bestätigen oder widerlegen können? Dann würde mich ein Kommentar sehr freuen ;)

Update 28.01.2014: Speziell bei der Umstellung einer bestehenden Website auf ein neues und / oder responsives Design sind die angebotenen Emulatoren wirklich hilfreich. Wer einzelne Elemente in den verschiedenen Varianten testen will und gerade kein passendes Endgerät zur Hand hat, kann sich m. E. hiermit recht sicher fühlen. Wann immer ich parallel auf echten Geräten und diesen Emulatoren testen konnte, habe ich stets übereinstimmende Ergebnisse gesehen. Schönes Werkzeug - da gibt es doch sicher inzwischen schon mehr..?

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Monday, 11 February 2013

Webanalyse mit Yandex.Metrica

Nachdem in diesem Blog schon eine ganze Weile nichts mehr passiert ist und der letzte Beitrag das Aussterben von Yahoo! Webanalytics zum Thema hatte, finde ich als Wiedereinstieg den Überblick eines denkbaren Ersatzes als würdiges Thema.

Durch Zufall bin ich auf Yandex.Metrica gestoßen - dem "Google Analytics dieser anderen Suchmaschine". Und mein erster Eindruck lässt mich hoffen, dass hier eine echte Alternative zu Analytics lauert. Sicher nicht auf dem gleichen Stand - und leider auch nicht mit den gleichen Stärken und Besonderheiten von Yahoo! Webanalytics gesegnet -, aber dennoch ein interessanter Kandidat.

Datenschutz?

Datenschutz ist hier nicht das eigentliche Thema und ich bin weder Fachmann noch Jurist. Metrica ist halt wie viele andere ein Tool, dass Daten auf dem Server des Anbieters speichert. Genau wie Clicktale und tausend andere gängige Tags, die in Webseiten nisten. IP-Adressen werden nicht offenkundig verarbeitet und ob diese gespeichert werden, kann ich nicht beantworten. Die Nutzungsbedingungen sprechen von einer anonymen Aufzeichnung und Speicherung - mehr weiß ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Die Cookies enthalten eine verschlüsselte ID, die keine direkten Rückschlüsse auf private Daten des Surfers zu geben scheint. Es sind keine "untergejubelten" FirstParty-Cookies, sondern Drittanbieterkekse. Das macht allein schon hinsichtlich der Browsereinstellungen einen Unterschied. Solange man aber keine persönlichen Daten in URLs o. Ä. an das System überträgt, besteht wohl kaum ein Nachteil ggü. vielen anderen Webanalysesystemen und so sollte es auch für Deutschland "reichen". Auch die in der Hilfe aufgezählten gesammelten Daten sind eine Auflistung der üblichen Kennzahlen. Der europäische, speziell der deutsche Markt wird für Yandex vermutlich noch nicht so schwierig erscheinen, wie er es vermutlich noch werden kann, sobald die Datenschützer bei wachsender Verbreitung hellhörig werden. Schließlich ist "Yandex das Google von vor 5 Jahren", wenngleich (noch) in einem anderen Markt und wer weiß schon, wie sich dieser noch entwickelt. Wenn es spezielle Anforderungen gibt, wird man diese bestimmt bald auch bei Yandex kennen...

Konfiguration und Einrichtung

Die Installation ist denkbar einfach und die Konfiguration erscheint durchdacht. Nach Anlage eines Yandex-Accounts (der wie bei Google Zugriff auf eine ganze Menge weiterer Dienste inkl. Mail etc. erlaubt) kann der "Counter", der ungeachtet des altmodisch klingenden Namens mehr als nur ein Besucherzähler ist, konfiguriert und der Code angerufen werden.

Konfiguration Y.M Counter

Dabei sind bereits eine ganze Menge an Optionen möglich und es können auch mehrere "Mirror"-Domains eingegeben werden, die die gleichen Inhalte ausliefern.

Optionen Y.M Trackingcode

Mehrere Sites in einem Profil scheinen aber nicht vorgesehen zu sein und obschon ich es nicht getestet habe, scheint die "Mirror"-Option eher darauf hinzudeuten, dass aller Traffic von hier nicht angegebenen Domains nicht im Profil ankommt. Auf der anderen Seite könnte genau diese Option auch ein Tracking mehrerer Domains dennoch ermöglichen... der ThirdParty-Cookie wäre dabei dann hilfreich. Wer es schon ausprobiert hat, dem bin ich für eine Nachricht oder einen Kommentar dankbar.

Als Besonderheit bietet Yandex die eigene Definition des Timeouts für Sessions, Infos über wichtige Probleme mit der Site per Mail und / oder SMS (also Webmaster Tools Light gleich eingebaut ;)), (gute, auch nicht-klickbare Bereiche umfassende) Clickmaps, Tracking von Downloads, externen Links und Shares, benutzerdefinierte Variablen und für zahlende (Werbe-) Kunden gibt es mit WebVisor sogar aufgezeichnete Einzelsessions zu sehen. Alles direkt aus der Dose und ohne viel Anpassungsarbeit.

Wer mehr braucht, findet in der Hilfe passende Hinweise eher mittels Suchfunktion, denn die in per Navigation erreichbaren Angaben kratzen wirklich nur an der Oberfläche. So gibt es eCommerce-Tracking, Zieltrichter (hier: "Multi Step Goals"), manuell aufgerufene "Zielerreichung", die als Ersatz für Events verwendet werden können, eine (offenbar nicht immer auf Anhieb funktionierende) Analyse von Formularabbrüchen, Steuerung und Reporting per API... und jede Menge weitere Optionen, mit denen sich vermutlich auch die meisten tieferen Implementierungen von Google Analytics weitestgehend ersetzen lassen.

Der so konfigurierte Code zum Einbau auf der eigenen Website funktioniert wahlweise klassisch (was für Tagmanagement Systeme hilfreich sein sollte) oder asynchron. Man kann bis zu 100 Ziele pro Site und unbegrenzt viele Filter definieren. Das ist im Zweifelsfall auch erforderlich, denn ausgefuchste Filter mittels Regex scheinen hier nicht möglich zu sein, so dass es auch schon mal ein paar mehr sein müssen als vielleicht bei Google Analytics. Auch einen Nutzermanager gibt es, mit dem man zusätzlichen Usern Zugriff auf die Daten eines Counters (oder aller Counter eines Kontos) gewähren kann.

Reports

Die Oberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig und sieht eher sparsam aus. Jeder Report kann in verschiedenen Darstellungsformen als Diagramm angezeigt; Daten können für weitere Analysen exportiert werden. Außerdem sind alle Reports in einem Editor anpass- und erweiterbar. Dabei sind die Freiheiten zwar zugegebenermaßen nicht so groß wie bei Google, aber Kennzahlauswahl und Filtermöglichkeiten reichen für sinnvolle vorsegmentierte eigene Reports locker aus. Avinash´s "ABO"-Reports kann man so mit etwas Mühe einmalig konfigurieren und schnell wieder finden. Nett ist es, dass alle Zahlen absolut und als Prozentwert dargestellt und zur optischen Unterstützung mit Balken hinterlegt sind.

Reports Y.M

Aufgeteilt in die üblichen Bereiche finden sich eigentlich alle Kennzahlen, die man von einer Webanalyse erwarten darf; auch mobiler Traffic hat hier seinen eigenen Platz in der Navigation. Gegen "not provided" ist man freilich auch hier nicht immun, aber zumindest wird der hier unter "Unknown" laufende Riesenanteil in nach Traffic sortierten Listen nicht oben angezeigt, sondern an das Ende gestellt, so dass man sich auf die Daten beschränken kann, die vorhanden und auswertbar sind. Zu den vorgefertigten Berichten gehören bei Yandex Schätze wie Ladezeiten und die Servererreichbarkeit. Die Auswertungsperiode und Auflösung ist leicht einzustellen; allerdings scheint es keine Vergleichszeiträume zu geben - das ist schon ein wenig eigenartig. Auch gewöhnungsbedürftig (aber praktisch) ist die Eigenart, dass eine "Segmentierung"; die man z. B. durch Drill Down auf einzelne Ziele o. Ä. vorgenommen hat, beim Wechsel eines Reports bestehen bleibt. Die Vielfalt der Reports kennt aber auch deutliche Grenzen.

Dashboard Y.M

Einschränkungen

Es gibt nur ein Dashboard und die Möglichkeiten zur Anpassung sind vergleichsweise begrenzt. Dafür gibt es hier aber zum Trost eine Vorschau auf den zu erwartenden Traffic für den nächsten Tag. Wird diese Prognose aber unter- oder überschritten, scheint es genau so wenig eine Möglichkeit zur Benachrichtigung zu geben, wie für andere Auffälligkeiten, die dem "Radar" in Google Analytics entsprechen würden. Auch so praktische Dinge wie AdHoc-Trichteranalysen aus Yahoo! oder andere echte "Knaller", die Alleinstellungsmerkmale oder zumindest echte "Premiumfunktionen" ausmachen können, scheint man hier vergeblich zu suchen. Sicher: Die Darstellung der Keywords als Wortwolke ist nett, aber das reicht 2013 bestimmt nicht mehr, um damit in die Zeitung zu kommen.

Auch nach Vergleichbarem zum Goal- oder Visitor-Flow, haarkleinen Segmentierungsmöglichkeiten oder vielen neueren Dingen (z. B. Multi-Channel Reports, definierbare Attributionsmodelle etc.), die in den letzten Monaten in Google Analytics Einzug gehalten haben, gibt es nicht (oder ich habe sie nicht gefunden). Auch keine RealTime - dafür werden die Daten aber mehrfach in der Stunde aktualisiert und unter den Reports findet sich stets die Angabe, wie alt die Datenbasis einer Tabelle oder eines Diagramms ist.

Ich habe den Eindruck, dass auch bei Yandex noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und in den nächsten Monaten werde ich ja mitbekommen, wie schnell sich hier das Rad dreht und in welcher Schlagzahl Innovationen und nachgeholte Funktionen aus dem Wettbewerb hier Einzug halten. Oder eben nicht...

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Friday, 30 September 2011

Einfachere Verifikation: Google Analytics und Webmaster Tools wachsen weiter zusammen...

Das scheint wohl schon länger so zu funktionieren, aber mir ist es erst jetzt aufgefallen: Wenn in den Google Webmaster Tools eine neue Site hinzugefügt werden soll, kann dazu nun einfach der Analytics-Trackingcode verwendet werden. Meint: Wer als Administrator beim passenden Analytics-Konto zur Website eingetragen ist, muss sich künftig weder als Agentur noch Betreiber mit Uploads, Metadaten oder gar DNS-Konfiguration rumschlagen.

Webmaster Tools

Ich find´s praktisch. Die engere Verknüpfung beider Werkzeuge ist damit zwar nicht wirklich vorangetrieben, aber trotzdem eine große Hilfe. Wer weiß: Es mag ja auch was mit dem kommenden "Analytics Premium" zu tun haben;) Wenn man jetzt noch die neue "schöne" Startseite der WMT wieder auf eine übersichtlichere Listenansicht umstellen könnte. Aber ich habe ja immer was zu meckern...

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Friday, 16 September 2011

Schade: Google Page Speed Service kann nicht zaubern

Wenn es um Websites geht, ist schneller immer besser. Ich bin daher auch ein großer Freund von PageSpeed, YSlow und anderen Werkzeugen zur Messung und Optimierung der Performance von Internetseiten... ohne nun wirklich immer alles ausreizen zu müssen, was drin steckt. Also definitiv nicht wie Scotty ;)

Das ist aber vielleicht trotzdem schon das Problem: Wenn ich mir verschiedene von mir betriebene oder betreute Sites anschaue, bringt eine "Faulenzer-Optimierung", wie sie von Google mit dem Page Speed Service zur dynamischen Optimierung der eigenen HTML-Seiten und Ressourcen angeboten wird, leider nicht sehr viel, wenn man sich selbst ein wenig Mühe gegeben hat. Klar: Ich betreue keine spiegel.de, aber trotzdem scheint es mir kaum ein Modell, mit dem Google wirklich viel ausrichten wird, um das Web schneller zu machen.

Das typische Bild bei einigermaßen "speedbewussten" Sites scheint ein minimaler Gewinn im einstelligen Bereich für Erstaufrufe zu sein. Bei erneuten Aufrufen ist allzu oft die Ladezeit sogar (wegen des Umwegs und der Bearbeitung auf dem Weg zum anfordernden Browser ja auch erklärbar) höher als ohne den Service.

Hier ein Beispiel für meine eigene Website: Der Effekt ist nicht der Rede wert. Wenigstens ist die Seite aber noch intakt - das hat bei anderen Versuchen schon anders ausgesehen, so dass das Ergebnis nach der Optimierung mitunter deutliche Darstellungsprobleme hatte.

Klar, dass es bei anderen Sites besser aussieht und der Gewinn größer ausfällt. Aber ich kann mir eigentlich nicht denken, dass ein Unternehmen, welches eine vergleichsweise langsame Website betreibt, wirklich den später ja kommerziellen Service nutzen und dauerhaft dafür zahlen wird, wenn es meistens mit ein paar mehr oder weniger kleinen Handgriffen und einmaligem Aufwand machbar ist, selbst eine ganze Menge für bessere Antwortzeiten zu tun. Oder mache ich es mir da zu einfach?

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Thursday, 12 May 2011

Google Chrome: Spracheingabe in Webformularen

Erst heute bin ich durch die zweite Google IO-Keynote darauf aufmerksam gemacht worden, dass Google Chrome es denkbar simpel macht, Spracheingabe in Eingabefeldern von Webformularen aller Art zu ermöglichen - genau so, wie man es bereits z. B. aus der "googlelabsfunktionsbereicherten" US-Google-Suche kennt.

Dazu reicht es, dem Eingabeelement ein simples "x-webkit-speech" mit auf den Weg zu geben. In der simpelsten Variante also einfach so:

<input type="text" x-webkit-speech>

Anhand der Suchfunktion auf dieser Website (allerdings aus langweiligen Gründen nicht im Blog) gezeigt sieht das so aus: Wer mit Chrome auf die Seite kommt, sieht das Aufnahmesymbol, das sich auch auf Android-Geräten zur Sprachsteuerung immer mehr breit macht. Olle Firefoxe oder andere Browser können damit allerdings noch nichts anfangen. Nicht mal mobil unter Android 2.3.4.

Spracheingabesymbol

Ein Klick startet die Aufnahmefunktion, über die das Eingabefeld befüllt werden kann. Das klappt in Chrome genau so gut oder schlecht wie bei entsprechenden Funktionen auf dem Mobiltelefon: Die Spracherkennung selbst ist prima, allerdings eben leider (noch) nicht für längere Texte oder gar als Ersatz für "echte" Spracherkennungssoftware geeignet, weil z. B. keinerlei Großschreibung stattfindet (sicher übrigens ein Grund, warum sich Apple lieber - möglicherweise? - Nuance kauft bzw. schon gekauft hat, als das Thema nochmal selbst zu erfinden und dann gleich "perfekt" zu sein, wenn iOSxyz dann ebenso sprachbedienbar wird). Zur einfachen Texteingabe aber schon jetzt eine prima Sache. Wenngleich es hier bei der Suchfunktion zugegebenermaßen eher eine Spielerei ist.

Spracheingabe starten

Sobald sich die Funktion aber - mit verbesserter Erkennung und "lokalisierter" Schreibweise - auch in anderen Browsern breitmachen sollte (was sicher erst dann passiert, wenn genug Websites darauf setzen) und auch für große Textfelder (<textara>, nicht nur <input>) genutzt werden kann, kann vielleicht auch auf dem Desktop so manche Eingabe schneller per Stimme als mit der Tastatur erfolgen. Das wäre schon in gewisser Weise etwas Neues, denn bis jetzt muss man sich die Funktion, wenn gewünscht, per "Dragon Dictate" & Co. nachinstallieren.

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Tuesday, 08 March 2011

Aktive Sterbehilfe für alte Internet Explorer

Vorbemerkung: Der Internet Explorer 6 scheint unsterblich. Das liegt sicher daran, dass aus nachvollziehbaren Gründen noch eine Menge Rechner mit Windows XP arbeiten, der IE6 dort zuhause ist und es für viele Anwender keinen klar erkennbaren Grund gibt, warum man das ändern sollte. Es funktioniert ja auch (meistens) alles ganz ordentlich. Ich kann das zu 100% verstehen und mache auch bestimmt niemandem einen Vorwurf. Das hier ist nur ein Aufruf zur Aktualisierung.

Warum das Ganze?

Oft und ungern habe ich mich schon über die Extrawürste geärgert, die man für alte (und manchmal neue...) Internet-Explorer braten muss. Angeregt durch die beim IE6Countdown stets aktuellen Vergleichszahlen habe ich den überdurchschnittlich hohen Anteil von fast 10 Prozent(!) Besucher meiner eigenen Website (Stand: Januar / Februar 2011), die nach wie vor mit IE6 oder älter vorbeikommen, zum Anlass für eine aktivere Rolle bei der "Bekämpfung" des IE6 genommen. Es wird das Web nicht wesentlich besser machen. Und vielleicht sogar den einen oder anderen Besucher meines Blogs oder der Website verstimmen (was mir schon jetzt Leid tut). Aber wenn ich auch nur ein paar Besucher auf die Dringlichkeit aufmerksam machen kann, sich einen modernen, schnelleren und vor allem sichereren Browser zuzulegen, dann ist es das potentiell wert. Aus diesem Grund erscheint nun beim Besuch mit einem IE6 oder älter der folgende Hinweis, der auf diesen erklärenden Beitrag verweist (ja richtig: nur dazu dient dieser Blogbeitrag).

IE6 Hinweis

Was tun?

Aktueller Internet-Explorer: Ich kann und will ganz bestimmt niemanden zwingen, sich vom Internet Explorer zu trennen. Nicht jeder möchte sich an ein grundlegend neues Stück Software gewöhnen, nur um damit "auf das Internet zu schauen". Wer diesen Beitrag also über den oben dargestellten Hinweis erreicht hat, sollte sich zumindest bei Microsoft mit der aktuellen Fassung des Internet-Explorers versorgen.

Alternativen: Wer gern mal was Neues ausprobiert, findet mit Google Chrome einen i. d. R. deutlich schnelleren Browser... oder z. B. mit Firefox eine vielseitige Alternative. Oder eben Opera, Sea Monkey, Safari... oder alles auf einmal. Der persönliche Lieblingsbrowser muss jedenfalls nicht zwingend der Internet-Explorer sein. Und wenn er es doch ist, dann bitte in einer möglichst aktuellen Fassung. Zur eigenen Sicherheit - und für ein besseres Web ;)

Und dann: dranbleiben! Mit einer einmaligen Aktualisierung ist es aber nicht getan. Der IE6 wird so zwar irgendwann vielleicht verschwinden, aber der IE7 ist der IE6 von morgen (oder besser: schon heute Abend) und auch Version 9 ist irgendwann mal alt. Genauso wie Firefox Version y und alles andere, was heute aktuell ist. Irgendwelche Sicherheitslücken haben alle - die einen mehr, die anderen weniger. Sich das bewusst zu machen und regelmäßig selbst oder per automatischer Updatefunktion, die alle modernen Browser in der einen oder anderen Weise mitbringen, nach einer aktuellen Fassung zu suchen, sollte daher zur ungeliebten, aber trotzdem erfüllten Auflage für jeden werden, der gern online surft. Normalerweise wird das mit mehr Geschwindigkeit, hilfreichen Optionen (z. B. zum erhöhten Datenschutz im Web) oder manchmal auch nur einer schöneren Oberfläche belohnt.

 

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Friday, 04 March 2011

Man kann Google Webmastertools + Analytics verbinden... aber wozu?

Um die Frage gleich zu beantworten: Aktuell ist die Verknüpfung zwischen Webmastertools und Analytics eigentlich noch zu gar nichts gut. Aber das kann sich ja durchaus noch ändern... Speziell die Google Webmastertools haben sich in den letzten Monaten ja durch stetige kleinere und größere Verbesserungen hervorgetan. Da dort vor allem der Bereich der Analyse von Klicks und Impressions im Suchanfragenbericht immer hilfreicher wird, ist der Wunsch nach ähnlichen Reports direkt in Google Analytics nicht ungewöhnlich. Aktuell findet man aber nichts weiter als zwei sehr unspannende Links aus den WMT zu Google Analytics. Nichts in der anderen Richtung oder praktischere / engere Integration beider Produkte.

Ich glaube aber trotzdem, dass sich die "Mühe" der Verknüpfung lohnt und je nach Resonanz auch relativ schnell nicht nur weitere Brücken zwischen beiden Produkten geschlagen werden, sondern die wesentlichen Daten aus den Webmaster-Tools kurz oder lang deutlich näher an Google Analytics rücken als heute. Schön wäre es jedenfalls...

Wer heute schon mal reinsehen will und die Webmastertools mit dem gleichen Google-Konto wie Analytics betreibt (das ist Voraussetzung - zur Not also das Profil in Analytics für den richtigen Account freigeben), findet die Verknpüfung direkt im Dashboard der Webmastertools.

Verknüpfung herstellen

Je nach Anzahl der für dieses Konto freigeschalteten Analytics-Accounts kann die Auswahl des richtigen Kontos zur Aufgabe werden, die ohne Browser-Suchfunktion gar nicht gelöst werden kann (so sah das jedenfalls bei mir aus). In der Regel ist die Liste aber so übersichtlich wie hier dargestellt und die Auswahl des richtigen Profils kein Problem.

Profil wählen

Zum Dank erhält man dann erstens einen Link im Bericht "Links zu Ihrer Website", der direkt zum passenden Report des verbundenen Analytics-Profils führt.

Verlinkende Websites anzeigen

... und noch trivialer ist der Link oben in den Webmastertools, der stets zum Dashboard des passenden Analytics-Profils führt.

Dashboard anzeigen

Gähn. Ja sicher: Das mag praktisch sein, wenn man eine gewisse Anzahl von Sites verwaltet und daher ggf. schneller auf zwei selbst geöffneten Tabs mit beiden Informationsquellen durcheinanderkommt, wenn er diese Links in die stets passenden Profile nicht hat. Trotzdem für sich gesehen viel zu langweilig und nebensächlich, um überhaupt einen Blogbeitrag drüber zu schreiben. Wenn es denn nicht mit ein wenig Glück nur der Einstieg in eine tiefere Integration ist. Man darf ja mal träumen ;)

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Monday, 28 February 2011

Google CloudConnect: Google Docs als Backup + "Sharepoint Extralight"

Praktisch isses schon, wenngleich weder neu noch besonders "intergriert": Dank Google Cloud Connect (BTW: mal wieder ein suuuuuuper Name. Kann sich bestimmt jeder gleich was drunter vorstellen) kann man nun nicht nur den Office Live Workspace, sondern auch ein entsprechendes Google Pendant dazu nutzen, seine Dokumente direkt aus den beliebten Office-Programmen MS-Wurst, Echse & Bauernfreund mit der Wolke abzugleichen. Das sorgt dann nicht nur für ortsunabhängige Sicherheitskopien der Dokumente, sondern erlaubt auch die "Online-Zusammenarbeit" (im weitesten Sinne) mehrerer Autoren an einem Dokument.

Und obwohl ich gestehen muss, dass mir die Lösung von MS besser gefällt, gibt es naturgemäß in meinem beruflichen Umfeld deutlich mehr Personen mit einem Google-Konto als mit einem Hotmail/Passport/Live-ID/Wie-auch-immer-es-heute-heißt-Anmeldedingsda von MS, so dass ich diese Variante wahrscheinlich eher nutzen werde als Office Live. Jedenfalls ab dem Zeitpunkt, wo es wirklich vernünftig läuft. Denn aktuell scheint das Ganze noch nicht so toll zu klappen, wenn die Dokumente etwas größer sind - entweder bezogen auf den Umfang oder auch nur die Dateigröße, die auch bei wenigen Seiten mit einigen Grafiken ja beachtlich ausfallen kann (gerade bei Powerpoint Bauernfreund). In der Theorie ist das Ganze aber eine prima Angelegenheit: Einfach installieren, anmelden und automatisch oder manuell mit den Dokumenten online abgleichen. Wie? Hä? So:

Cloud Connect herunterladen und installieren. Beim nächsten Start von Office schafft sich Google unterhalb der Werkzeuge in einer eigenen Leiste Platz:

Cloud Connect in Office

Einmalig auf "Login" klicken, sich bei Google anmelden, den Zugriff auf die betreffenden Dienste freigeben und dann die sehr übersichtlichen Einstellungen zur Synchronisation vornehmen. Wer es nachträglich einmal suchen sollte: Die Links oben erlauben auch das Abmelden oder den Wechsel des Google-Kontos.

Einstellungen Cloud Connect

Für jedes Dokument kann dann noch einmal zusätzlich gewählt werden, ob die Synchronisation automatisch oder manuell erfolgen soll. gerade bei größeren Dokumenten sollte es wohl besser sein, den Abgleich manuell durchzuführen, weil die gute alte Wolke nur selten mit Festplattengeschwindigkeit angebunden ist.

Cloud Connect Synchronisation

Wer nun das Dokoment lokal speichert und danach der automatische oder manuelle Abgleich stattfindet, wird der Fortschritt des Vorgangs in der Leiste dargestellt.

Cloud Connect

Ist der Vorgang dann abgeschlossen, zeigt die Leiste einen Link zum Dokument im eigenen "Text & Tabellen"-Konto. Hier - oder auch direkt in Office über den "Share"-Schalter - kann das Dokument nun zur Ansicht oder Bearbeitung für andere Benutzer freigegeben werden... oder einfach als zusätzliche Sicherheitskopie online verweilen, die bei jeder Bearbeitung des lokalen Dokuments auf dem eigenen Rechner schnell abgeglichen ist. Auch die Versionsverwaltung von Google Docs mag hilfreich sein, wenn man einen dummen Fehler bei einer Überarbeitung erst nach einigen Wochen bemerkt...

So sieht die ganze Sache in der Praxis aus:

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Tuesday, 02 November 2010

HTML Seiten-Quelltext in mobilen Browsern ansehen

Zeitgleich mit den ersten Geräten, auf denen ich Internetseiten "unterwegs" betrachten konnte - mit sehr gewöhnungsbedürftigen Browsern auf Telefonen, die heute niemand mehr ungestraft "Smartphone" nennen kann -, kam bei mir der Wunsch auf, auch ohne PC schnell mal einen Blick auf den Seitenquellcode werfen zu können. Da es zwar für unterschiedliche Geräte durchaus verschiedene Möglichkeiten gibt und Browser ohnehin schon lange nicht mehr so doof sind wie früher, ich aber trotzdem bisher keine wirklich überall funktionierende Lösung finden konnte, habe ich mir bisher mit einem sehr einfachen Script auf der eigenen Site selbst geholfen, mit dem ich den Quelltext nach Eingabe der Adresse ansehen konnte... mehr oder weniger schön formatiert. Wer sich kein "eigenes" Script mit möglichst minimalistischer Darstellung und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitteten Optionen gönnen will, findet entsprechende Webdienste wie den Code Viewer bei iWebTool, muss dann aber halt je nach Displaygröße auf dem mobilen Gerät ein wenig scrollen.  

Update 05/0211: Auf jeden Fall einen Besuch wert sind zudem die zwei folgenden Dienste, auf die ich dank des Vortrags "Use Page Speed to Optimize Your Web Site For Mobile" auf der Google I/O 2011 (nein, ich war nur via Youtube da) kennengelernt habe und die m. E. ganz besonders gut ihren Job machen:

  • jdrop.org: Sehr hilfreich bei der Analyse mobiler Seiten, ohne sich zwingend mit den Werten auf dem Telefon, sondern vorzugsweise in einem Browser am PC zu befassen. Warum das nun hier steht? Weil man auf diesem (Um)weg auch zum...
  •  MobilePerf Bookmarklet kommt. Und damit holt man sich eine Menge an mehr oder weniger sinnvoll auch mobil nutzbaren Bookmarklets auf den Rechner; auch für Firebug Lite, Page Resources, DOM Monster, SpriteMe, CSSess und Zoompf. Allesamt prima Tools, die nicht nur bei der Ansicht eines Seitenquellcodes auf dem Mobiltelefon, sondern bei sehr viel mehr hilfreich sein können.
  • Der Vollständigkeit halber soll hier auch blaze.io genannt werden, speziell blaze.io/mobile. Nicht, dass man hier wirklich sehen würde, wie der Quellcode aussieht, aber es ist nicht minder hilfreich bei der Analyse von Websites aus "mobiler Sicht".

Auch ausgerechnet eine Suchmaschine (die ausnahmsweise nicht Google ist!) löst das Problem - für eine große Zahl an Seiten - sehr elegant: Bei blekko.com kann man nicht nur einige Kennzahlen und Links etc. per Slashtag /seo abrufen (Beispiel: http://blekko.com/ws/gandke.de+/SEO), sondern auch mit dem Slashtag /source den Quelltext einer Seite abrufen. Dazu muss diese allerdings auch schon mal von blekko.com besucht worden sein - und das gilt natürlich noch lange nicht für alle Sites und meistens kann man so "nur" die Startseite betrachten. Weiteres Problem: Man sieht das, was blekko bei seinem letzten Besuch gesehen hat. Das muss aber nicht dem Sourcecode der aktuell wirklich gezeigten Seite entsprechen.

Blekko auf Opera 5
Quellcode auf einem "Dumbphone" mit Opera Mini

Auf dem iPad (und wohl auch dem iPhone; ich hab nur keins) kann man alternativ prima Snoopy benutzen oder spezielle Apps dazu installieren. Leider funktioniert dies bei Android auf´m Telefon so aber nicht. Auch entsprechende AddOns für Dolphin habe ich nicht gefunden (dafür aber für ein paar andere hilfreiche Angaben). Wer aber nicht nur (im Nutzen oft sehr eingeschränkte Informationen) rund um den "SEO-Status" einer Domain per App oder ein unschönes Script benutzen mag, muss wohl weiterhin den Browser verlassen und eine App benutzen. Zum Glück gibt es ja eine Menge davon und man muss auch kein Geld ausgeben. Eigentlich sogar zu viele Apps: Entweder ist die Formatierung gruselig oder die Eingabe der zu untersuchenden Adresse trotz Zwischenablage unnötig kompliziert. Mein Tipp ist daher entweder View Web Source oder View Page Source (fast gleich, nur kleinerer Font), da diese beiden wenigstens schnell mittels STRG+S direkt im Browser mit der Adresse der akt. Seite versorgt und aufgerufen werden können.  

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Monday, 18 October 2010

Spaß mit dem Internet Explorer 9?

MS ist wirklich unverbesserlich. Als ich mich gerade auch im Büro mit einem IE 9 beglücken wollte, um damit noch ein wenig mehr Zeit mit den Spielereien unter http://ie.microsoft.com/testdrive/ zu verplempern und einen ersten Blick auf meine vorsichtigen HTML5-Experimente auch in diesem Browser zu wagen, wurde meine Bibliothek an Gründen, warum man sich mit dem Thema "Browserstabilität" auseinandersetzen sollte, unversehens um ein aktuelles Fundstück bereichert:

No IE9 4 FF!

Ohne Worte ;)

Darstellungsfehler von MS-Inhalten in Firefox, Safari & Co, haben ja aber eine lange und ehrwürdige Geschichte. Also kein Grund zum Rückzug, obwohl ich schon finde, dass man mal jemanden mit einem anderen Browser drüber schauen lassen darf, bevor man Besucher bei Google per Anzeige dafür einkauft... naja, egal.

Ich habe es aber trotzdem nicht geschafft den IE9 hier zu installieren, denn hier arbeitet man mit dem Rechner auch hin und wieder. Und dazu braucht man XP, wenn es denn schon Windows sein muss. Blöd nur, dass man unter XP nur den guten Tipp bekommt, sein System zu aktualisieren, bevor man dem anspruchsvollen IE9 ein angemesseses Zuhause bieten kann. Das läßt a) vermuten, dass es ein sehr sehr sehr sehr großes Setuppaket zum Nachinstallieren von allerlei Krempel für alle geben wird, die einen finalen IE9 auf Ihrem alten System haben wollen... oder es gibt b) schon jetzt einen gewichtigen Grund mehr, warum sich IE6 & Co. so dauerhaft halten werden, dass man sich auch in 5 Jahren noch bei der Erstellung von Webseiten mit Graceful Degradation für die ewigen Extrawurstler rumschlagen muss. Vielen Dank auch!

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Tuesday, 07 September 2010

Gewichtete Sortierung in Google Analytics: Einfach Wow!

Sich über einzelne neue Funktionen auszulassen lohnt sich nur dann, wenn es wirklich ein Knaller ist. Und warum auch immer: Obwohl die neue Sortierung nach Gewichtung bei Google Analytics vielleicht auf den ersten Blick unspannender erscheint als andere neue Zeitsparer der letzten Wochen und Monate*, habe ich mich schneeköniglich gefreut, als ich erstmals über das neue Feature in einem Analytics-Account gestolpert bin.

Worum geht´s?

Ganz einfach: In einem typischen Google Analytics-Profil können zwar inzwischen sehr viele sinnvolle Dinge direkt im Webinterface ermittelt werden... trotzdem kommt man bei konkreten Fragen oft nicht an Excel vorbei. Das ist zwar auch nach Einführung der gewichteten Sortierung noch so, aber man kann sich zumindest bei einigen "einfachen", aber wesentlichen Fragen den Umweg nun nicht nur sparen, sondern vielleicht sogar noch bessere Werte erhalten als mit anderen Methoden. Als Beispiel soll die Frage dienen: Welche Keywords (oder Trafficquellen, Kampagnen, tri, tra, trullalla) bringen mir zwar relativ viel Traffic, weisen aber überdurchschnittlich hohe Absprungraten (oder schlechte Conversionrates oder...) auf?

Versucht man nun, diese Frage mit einer absteigend nach Absprungrate sortierten Liste der Keywords zu beantworten, findet man i. d. R. eine ganze Menge an "Schrott", der 100% Absprünge bei minimalen Seitenaufrufen besteht. Seitenweise.

Nach Absprungrate sortierte Begriffe
Sie kamen - sahen, dass Sie hier falsch sind - und gingen. Unvermeidbar und nicht schlimm... aber definitiv nicht geeignet, um effektive Optimierungsansätze zu liefern.

Damit kann man natürlich herzlich wenig anfangen. Also müssen die Daten nach Excel exportiert und dann dort erst einmal der ganze Kleinkram gefiltert werden. Anschließend kann man z. B. über das (nach belieben mit individuellen Faktoren) gewichtete Produkt aus Seitenaufrufen und Absprungrate genommen werden, um eine "Hilfs-Kennzahl" zu generieren, nach der dann sinnvoll sortiert werden kann, um diejenigen Begriffe zu finden, für die es sich ggf. lohnt, Anpassungen an den Zielseiten zu planen, um aus dem Traffic mehr herauszuholen. Wenn die Begriffe denn irgendwas mit dem eigenen Angebot zu tun haben. Ansatzweise ;)

Aber Moment mal: Was macht die komische Checkbox da oben? Gewichtet nach Impressions und Bouncerate? Nur mit einem einfachen Klick? Genau!

Nach Absprungrate und Impressions sortiert
Das ist hilfreich: Traffic und Abschreckungsgrad im Auge: Das sind die Begriffe, für die sich die Arbeit vielleicht lohnen könnte!

Nach Aktivierung zeigen sich deutlich veränderte Top-Ten. Diese Begriffe haben einen Einfluss auf die Gesamtperformance der Site und hierüber ist dann auch (hoffentlich) viel einfacher etwas zu finden, was eine weitere Analyse lohnt: Wie sehen die Zielseiten aus und wie kann der Traffic ggf. in die richtige Richtung gelenkt werden? Man muss sollte zwar trotzdem immer noch nachdenken, ob ein Begriff wirklich relevant für das eigene Thema ist und ob 100% Absprungrate bei der konkreten Zielseite nicht einfach nur bedeutet, dass das Ziel des Besuchers bereits auf der ersten Seite erreicht wird... Aber so finden sich Chancen natürlich deutlich schneller. Ohne Export und Umwege, ohne viele Klicks - sehr cool, oder?

Wie Analytics diese Gewichtung vornimmt? Naja, die Analytics Hilfe ist hier gewohnt unkonkret. Wer es genauer wissen will, findet bei Avinash Kaushik eine gewohnt ausführliche Beschreibung, die auch auf die Vorgehensweise eingeht. Mir ist das aber ehrlich gesagt wurscht. Ich brauche auch keine Enthüllungsshows über die tollstren Tricks der Magier. Und es ist mir egal, wie genau die Pins wieder aufgestellt werden, solange es funktioniert und ich zügig weiterbowlen kann. Was zählt ist die Tatsache, dass auf diese Weise schneller sehr viel mehr aus vielen Reports herauszuholen ist. Vorausgesetzt, dass sich jemand dafür interessiert und konkrete Fragen hat, die er seiner Webanalyse stellen will...


*) Ich meine z. B. Dinge wie die Mehrfachanmeldung - schau mal in die Einstellungen des Google - Profils. Das wird für mich vielleicht der größte Effizienzschub seit Einführung des integrierten Suchanfragenberichts und der Segmentierung und Filter im AdWords-Interface, wenn es denn erst einmal durchgängig bei allen Google-Produkten funktioniert ;)

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Friday, 12 March 2010

Wenn Wiki zum Stern mutiert und Wellen Brücken zur Post bauen...

... dann ist bei Google wohl mal wieder was schief gelaufen. Diesmal geht es mir gar nicht im die zahlreichen neuen und alten Ansatzpunkte für Kritik hinsichtlich Datenschutz & Co., sondern um zwei andere Punkte, die als Symtom für etwas herhalten können, was derzeit zum Problem zu werden scheint: Ungeachtet der unendlich scheinenden Ressourcen verzettelt man sich offenbar bei Google mit steigender Frequenz.

Was der eigenartige Titel erstens meint, ist das inzwischen schon länger verstorbene "SearchWiki" der personalisierten Suchergebnisse für angemeldete Google-Nutzer. Sieht so aus, als hätten wohl deutlich weniger Benutzer als erwartet die Möglichkeit genutzt, Suchergebnisse selbst "umzusortieren", obschon das Feature ja sorgsam in den Labs getestet wurde. Warum wohl? Weil es keine Sau braucht, Einträge von Platz 6 auf Platz 3 zu heben, die Funktion aber nie für mehr als das zu gebrauchen war? Ja, daran kann es ja wohl nicht gelegen haben, oder? Komisch ist allerdings, dass die Kommentarfunktion auch nicht genug Nutzer gefunden zu haben scheint...  Stattdessen wird nun der frei gewordene Platz von "Sternen" belegt, mit denen man einzelne Suchtreffer nicht nur zu einem Favoriten macht, der dann oberhalb der übrigen Suchtreffer angezeigt wird, sondern auch gleich ein Lesezeichen in den Google Bookmarks setzt.

Favoriten in Suchergebnissen

Klingt erst mal praktischer als der alte Ansatz und kommt mir als aktiver Nutzer von Google Bookmarks freilich entgegen. Bestimmt wird sich so auch die Anzahl der Nutzer von Google Bookmarks verbessern lassen.

Trotzdem ist es schon ein Indiz dafür, dass selbst meiner eisernen "Googlegläubigkeit" langsam der Putz abbröckelt, dass ich erst einmal nachsehen musste, ob in meinem Google-Profil dann auch neuerdings alle Bookmarks von mir erscheinen. Glückliches Ergebnis: Nein. Noch nicht. Das mag aber daran liegen, dass die Bookmarks  zu den Diensten gehören, die derzeit noch nicht im Dashboard zu sehen sind. Würde mich nicht wundern, wenn die dann doch irgendwann mal bei mir im Profil zu finden sind und ich das dann selbst aktiv in neuen Optionen des Dashboards abschalten kann. Das jüngste "Google Buzz-Debakel" hat ja schön vorgemacht, wie man selbst bei sonst eher locker mit persönlichen Daten hantierenden Amerikanern eine Welle der Entrüstung lostritt - und auch in Herrn Schmidt´s Statement gegebener guter Rat, eben "nichts in's Netz zu stellen, wenn man nicht will, dass es jeder zu sehen bekommt", erhöht mein Vertrauen in die vielfach eingesetzten Google-Produkte nicht unbedingt. Von den aktuellen Diskussionen rund um StreetView, Buchsuche und vor allem Analytics gar nicht zu reden. Ich kann zwar nicht alles teilen, was es da draußen so an Bedenken gibt (wer es wissen will, darf mich z. B. jederzeit nach meiner IP fragen, die ich nicht als persönliche Information ernst nehmen kann), aber es gesellen sich mehr und mehr Spuren von vorzeitig umgesetzten / veröffentlichten "halb- und unfertigen Konzepten" zu dem ewigen "Datenkraken"-Gefasel-Grundrauschen hinzu, dass man ohnehin ständig über Google zu lesen bekommt. Da scheint lustig mit Bing, Apple und dem Rest der Welt um die Wette entwickelt zu werden (was nichts neues ist) und plötzlich bleibt nicht nur die Qualität auf der Strecke (was auch nichts neues ist), sondern es mangelt an grundlegenden "Muss-Funktionen" und brauchbaren Konzepten.

Warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe? Weil mir gerade klar geworden ist, dass ein weiterer Vertreter dieser Gattung "halbgarer Konzepte" dabei ist, den Geist aufzugeben. Google Wave. Was hatte ich mich gefreut... und wie groß war meine Enttäuschung, als ich dann endlich Zugang zu einem System hatte, was von Anfang an grundlegende Funktionen vermissen läßt und daher auch nur in Sonderfällen wirklich nützlich war. Klar - der Nutzen steigt mit der Anzahl der Kommunikationspartner, aber trotzdem möchte man doch ein Mindestmaß an effizienten Organisationsfunktionen für Nachrichten und Kontakte. Beides wird leider von Wave m. E. noch immer nicht bereitgestellt und ob die "Feedback-Funktion" irgendwann dazu führt, dass diese Dinge nachgebessert werden, muss ich noch erweisen. Man muss jedenfalls den Eindruck bekommen, man sei bei Google derzeit mit anderen Baustellen beschäftigt. Wie sonst kann man sich erklären, dass Wave nun eine Brücke zur E-Mail schlägt (was auch den Rest der Überschrift endlich auflöst) und damit schon in der Erprobungsphase zugibt, bestenfalls als Ergänzungsmedium zur klassischen E-Mail nutzbar zu sein.

Mail-Erinnerungen für Wave

Was soll ich sagen? Ich habe mich der Realität des wavearmen Alltags gebeugt und das Angebot angenommen. Schnief!

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Tuesday, 26 January 2010

Aktualisierungen auf Webseiten mit Google Reader verfolgen

Wie jüngst im Google Reader Blog zu lesen war, kann man mit dem Reader nun nicht nur Feeds von Seiten abonnieren, sondern künftig auch Veränderungen auf einzelnen Webseiten folgen, deren Inhalte gar nicht per RSS, ATOM oder was-weiss-ich-welches-Format ausgeliefert werden. Das ist nicht einfach nur praktisch, sondern spart einigen Nutzern sicher einen Haufen Zeit, die bisher im ständigen "mal nachsehen, ob es was Neues bei xyz gibt" verloren gegangen ist.

Als ich das aber bei der einzigen Seite, die mir auf Anhieb einfiel (Jacob Nielsen´s Alertbox, die zwar Mails bei neuen Beiträgen versendet, aber leider nicht abonniert werden kann), ausprobieren wollte, hat mir mein Google Reader allerdings nach Angabe der entsprechenden URL http://www.useit.com/alertbox/ die gleiche Antwort gegeben, die ich sonst auch bekam: "Für Ihre Suche wurden keine übereinstimmenden Feeds gefunden.". Wer sich davon nicht auf morgen vertrösten lassen will, der kann entweder den langen Weg gehen (google.com -> google.com auf Englisch -> More -> Reader) oder er stellt einfach in den Einstellungen (Link ist oben rechts im Reader unter Einstellungen -> Reader Eintellungen ) die Sprache auf "Englisch -English". Anschließend liefert der Versuch, eine "Nicht RSS-Adresse" einfach über den Button "Add a Subscription" hinzuzufügen, den gewünschten Effekt. Jedenfalls fast, denn bei Jacob´s Alertbox scheint es Probleme mit dem Umwandeln in einen Feed zu geben. Andere Seiten sind da aber weniger zickig und so bekommt man z. B. künftig die Info, ob sich die Startseite der Webmarketing Akademie verändert hat, direkt im Reader mit. Nach einem Klick auf "Create Feed" werden künftig Veränderungen in mehr oder weniger schönen Snipplets im Reader angezeigt.

Das wird den Klick auf die Seite wohl nicht verhindern (soll es ja auch nicht), erspart aber das aktive Nachsehen. Aus Pull wird also - mehr oder weniger - Push ;) 

Update 11/2011: Offenbar scheinen die "google generated feeds" nicht mehr wirklich zu funktionieren und neue Seiten lassen sich nicht so einfach hier eintragen, wie es in der Vergagenheit der Fall war. Schade eigentlich... Es gibt zwar einige Dienste und auch installierbare Programme wie den "Page Update Checker" - aber nichts davon ist da, wo man ohnehin reinschaut und so wird es dann zum Problem. Wer einen Dienst kennt, der den Job noch macht und Änderungen dann wieder als abonnierbaren Feed anbietet (damit die Info wieder im Reader ankommt), dem bin ich für einen Kommentar dankbar, wenn er sich schon zu diesem Blogpost verirrt hat.

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Thursday, 21 January 2010

"Sag mal - Warum rankt der Typ besser als ich?"

Diese Frage kann man sich dank SEOmoz künftig selbst besser beantworten, da Ranking bekannterweise eine ganze Menge mit Links zu tun hat. Und deren Quellen, Qualität, den Linktexten, bla bla bla. Viele der Metriken sind im neuen Open Site Explorer abrufbar - und das dauerhaft kostenlos.. wenngleich in einer reduzierten Form. Wer in Eigenregie etwas mehr über das eigene Linkprofil und vor allem die Linkstruktur der Hauptwettbewerber herauszufinden trachtet, der sollte sich beeilen: SEOmoz bietet den "OSE" noch ca. für die nächsten 30 Stunden für alle registrierten Benutzer (eine Registrierung für einen normalen Account ist weder mit Kosten, noch mit Spam verbunden) kostenlos in vollem Umfang an, bevor die Ergebnisse für den Normalsterblichen reduziert werden und nur noch Pro-Member vollumfänglich in den Genuss der Ergebnisse kommen. Den Tipp wollte ich den knapp zehn regelmäßigen Lesern meines Blogs nicht vorenthalten ;)


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Wednesday, 15 July 2009

Google "Mein Standort" (my location) mit Firefox 3.5

Wer es bisher nur aus der Google IO-Keynote kennt oder im USA-Urlaub plötzlich Gutscheine von der Pizzeria nebenan auf dem Handy hatte und die dahinter liegende Technik nun auch mal daheim ausprobieren will, der muss eigentlich nur seinen Firefox auf 3.5 aktualisieren (wenn nicht bereits geschehen) und dann Google Maps besuchen. Auch mit Chome und anderen Browsern ist Dank Google Gears die Nutzung des Geolocation-API, welches für die Offenlegung des eigenen Standorts auf Anfrage sorgt, problemlos nun über den integrierten "my location"-Dienst in Google Maps möglich.

Dabei ist es schon erstaunlich, wie genau mitunter die Anzeige sein kann. In meinem Fall ist der heimische Balkon nur um geschätzte knappe 40 Meter verfehlt worden. Gruselig, wenn man sich ausmalt, was da wohl bald an lokaler Werbung über uns hereinprasseln wird, vor allem auf der mobilen Schiene...

Aber Wurscht, man will es ja mal ausprobieren, gell? Also nix wir hin zu Maps und auf den kleinen unscheinnbaren Punkt obren rechts auf der Karte klicken:

my location aktivieren

Unscheinbar, aber für erstaunlich genaue Ortung auch im "DSL-Festnetz"...

Anständigerweise fragt Firefox (ja, auch Chrome fragt und bietet eine Option zum Speichern an) nach, ob man den Zugriff zulassen will. Per Optionsschalter kann die Auswahl dauerhaft gespeichert werden - was ich mich ehrlich zugegeben jetzt erst mal noch nicht getraut habe...

GEOlocation API Zugriff zulassen

Mein kleiner blauer Punkt auf der anschließend erscheinenden Karte war erstaunlich genau platziert...

Ob das nun gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Mir war jedenfalls schon nach dem entsprechenden "Opera-Abschnitt" bei o. g. Keynote (siehe Youtube-Video, der Link spingt gleich zur richtigen Stelle...) schon mulmig, als ich zwischen die Zeilen geschaut habe..."Life´s Better with Location". Ja klar. Aber für wen genau? Ich stelle mir vor allem die Frage, ob jedem Benutzer klar sein wird, was eine schluderige Einstellung in küftigen Tools so alles über jemanden preisgibt, der sich ansonsten rühmt, nicht mal eine Payback-Karte zu haben, um nicht zum gläsernen Kunden zu werden. Unwissenheit wird hier potentiell einigen Schaden anrichten, auf den sich Anbieter lokaler Werbekonzepte (also nicht zuletzt auch Google selbst) schon freuen können.

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Sunday, 07 June 2009

Spass mit Google Squared: Lustige Abfragen

Irgendwie hagelt es derzeit coole Tools. Mit Google Squared kommt nun ein Vertreter dazu, mit dem man nicht nur unglaublich viel Zeit sparen kann, sondern auch eine Menge Spass haben kann, wenn man sich die Ergebnisse der seiner Abfragen mal richtig anschaut.

Eine ernsthafte Vorbemerkung sei mir jedoch erlaubt: Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass bei entsprechender Qualität der Ergebnisse enorm viel Potential in Squared steckt. Wenn man bedenkt, wie oft täglich in Unternehmen zur Erledigung verschiedenster Recherchearbeiten massenhaft Abfragen an Suchmaschinen abgesetzt werden, die dazu dienen, Daten auf verschiedenen Websites zu sammeln und dann mühselig in eine Tabelle zu übertragen, dann kann man sich schon an einem kleinen Beispiel vorstellen, welche Effizienzsteigerung mit Google Squared denkbar ist. Exemplarisch habe ich Squared ein paar Webanalyse-Systeme auflisten und vergleichen lassen, indem ich einige Spalten hinzugefügt habe.

google squared
Klick zum Vergrößern

Sieht schon recht praktisch aus und hat keinen einzigen Klick in einer Ergebnisliste und Suche nach Fakten auf x Sites erfordert. Ganz schön wolframalphaesque, oder? Egal, jetzt aber zum Spaß: Man kann natürlich mit den richtigen Abfragen und dem Hinzufügen passender Spalten unglaublich interessante Dinge und überraschende Zahlen zu Tage fördern. So belehrt eine Suche nach "google tools" (die Links führen zu gespeicherten Squares, so dass man sich die Arbeit sparen kann, neue Spalten anzulegen) z. B., dass...

  • GMail nur 6 User hat und einem "joe" gehört.
  • Bei Blogger gibt es nur noch 6 Gäste und 2 Bots;
  • Google Wave gibts schon seit 2005...

Und es hört nicht auf; reichlich lustige Zahlen und Fakten.

Ich fand das fast so amüsant wie seinerzeit "`ne Runde D-Info zocken" ("Was, es gibt ernsthaft eine Rosa Schlüpfer in Berlin? Ich schrei' mich weg!") und mußte gleich noch ein paar andere Squares ausprobieren. So zeigt ein interessanter Vergleich der Suchmaschinen, dass...

  • Yahoo nur etwa 2 Millionen Seiten im Index hat,
  • die Live Search als Rating ein "good" verdient und
  • Excite exakt 666 Nutzer sein eigen nennt.

Ha, da wollte ich doch gleich mehr wissen und habe mir mal aktuelle Tipps für Ranking-Faktoren abgerufen. Top-Tipp (weil leider einziger und dann noch total unrelevant) ist die Technik des "Page Themings". Sicher der SEO-Trend des träge anlaufenden Sommers ;) Liest das ausnahmsweise mal jemand, den ich nicht ohnehin persönlich kenne und hat eigene nette Vorschläge? Dann gern als Kommentar! Ich mache die Funktion mal auf und schaue, was passiert. Wird der Spam-o-mat östlich von hier wieder angeworfen, muss ich das halt wieder rückgängig machen - ich würde mich aber über jeden hochkarätigen Query-Vorschlag oder gespeicherten Square freuen. Ich muss jetzt gleich zurück zu meinem gerade entdeckten neuen Lieblingssport im Web: gSquaring!

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Monday, 01 June 2009

10 Gründe, warum ich mich auf Google Wave freue

Was wäre, wenn das Medium "E-Mail" erst heute erfunden würde? Die Antwort von Google auf diese Frage lautet "Google Wave". Mit Waves verschmilzen nicht nur Mails und Instant Messages zu einem einzigen Medium, sondern es kommen noch einige andere und wirklich coole Dinge dazu, die eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass Waves die besseren Träger moderner und elektronischer n-Wege Kommunikation sind. Da Waves aber eine Idee von Google sind, wird es wie immer für jeden eine persönliche Liste der Dinge geben, die für oder gegen die Benutzung von Google Wave bzw. eben der "Waves" als Informationsträger im Allgemeinen sprechen. Derzeit gibt es bei Google Wave nur ein interessantes Video und ein paar ebenso interessante Links und meine kleine Liste stützt sich ausschließlich auf das, was man anhand der Präsentation und einem kurzen Überblick über die API-Infos mitbekommt. Für mich reicht es aber, mich auf die Benutzung von Waves zu freuen... zumindest in Fällen, in denen es sinnvoll erscheint und die entsprechenden Teilnehmer diese Einstellung teilen. Wer vor dem recht langen Video ein paar Anreize braucht...:

  1. Instant Messages und Mail in einem Paket, - vor allem ohne vorher entscheiden zu müssen, was daraus werden soll - ist ein geringer, aber dennoch nennenswerter Grund
  2. Dass man wahlweise eine Nachricht zeichenweise bei der Eingabe übertragen und fast in Echtzeit auf dem Zielrechner - oder den Zielrechnern - sehen kann, ist im Gegensatz zu den meisten anderen Messengern hingegen schon ein Riesenvorteil. Wie viel Zeit verbringt man bei diesem Medium mit der Ansicht der Nachricht "John Doe gibt eine Nachricht ein..."? Ich glaube daran, dass man auf diese Weise wirklich viel Zeit sparen kann und weitaus effizienter schriftlich kommuniziert als heute. Den Applaus kann ich hier jedenfalls gut verstehen... es ist cool.
  3. Mindestens ebenso cool ist die Fähigkeit von Waves, deren Entstehungsgeschichte per "Playback" jederzeit nachzuvollziehen. Wer per nachträglicher CC-Überflutung einmal nachträglich in eine mehrfach zitierte Diskussion eingestiegen ist (wer nicht?), wird sich genau diese Funktion schon gewünscht haben. Und gerade deshalb, weil aus Waves sicher mal etwas ganz anderes werden kann, als bei der Erstanlage geplant war (wenn keine Ableger entstehen), ist die Playback-Funktion mein absoluter Liebling, weil sie ein echtes Bedürfnis abdeckt und nicht nur benutzt werden kann, weil es nun plötzlich möglich ist. Besonders praktisch ist diese Funktion neben Mails auch für Dokumente und Notizen, die gemeinsam mon mehreren Personen bearbeitet werden... aber den Punkt haben wir ja noch nicht ;)
  4. Die beeindruckenden Funktionen zur Bilderverwaltung  - Einfügen, Sharing, gemeinsames Kommentieren und Tagging etc. - gehört aus rein technischer Begeisterung in meine Liste, weil ich selbst auch heute kaum gebrauch von Bilderdiensten o. Ä. mache. Außerdem ließt jede Wave - und damit auch die Bilder - bei Google, wenn man keinen eigenen Server betreibt, also ist das schon gleich für viele Kritiker sicher ein unreflektierter Punkt auf der Sollseite.
  5. Gadgets und Extensions heißen die benutzergenerierten Erweiterungen am Client bzw. Server. Natürlich auch cool. Und natürlich auch wieder ein feiner Punkt, um jede Menge Vorbehalte und Sicherheitsbedenken zu schüren. Sicher sind die harmlosen Demos wie die Anbindung einer Wave und deren Bilder per API an ein Blog nett. Und so richtig cool wird diese Demo durch "kommentare 2.0" ;) Da der Content dann aber nicht bei mir liegt... aber lassen wir das!
  6. Die bereits existierenden Extensions wie den Spellchecker (Spelly?), der mich automatisch korrigiert, wenn er sich "sicher genug" ist (uiuiui) oder sonst halt officelike "unterschlängelt" sind schon ungemein praktisch und machen aus der Browserapp dank des Google Web Toolkit und viel Erfindergeist fast einen vollwertigen Desktopsoftware-Ersatz, wenn man es aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit und -führung betrachtet So gesehen ist der Client allein schon irre genug, selbst wenn er nur ein "normales" Mailprogramm wäre.
  7. Wer aber neben den zweifelsfrei praktischen Extensions auch "böse Robots" auf dem verwendeten Wave-Server fürchtet und dort nicht nur "bloggy", "searchy" und "linky", sondern vielleicht auch auch "spammy", "sniffy" und den guten alten "wurmy" vermutet, wird sich vielleicht nach den ersten Erfolgsmeldungen der Unterwanderungsgemeinde zwar wieder auf die olle E-Mail besinnen - für mich sind die vorgestellten Extensions aber ein eches Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Lösungen.
  8. Die Extension "rosy", welche in der Lage ist, neue Kommentare oder eingegebene Passagen in Waves direkt in eine Zielsprache zu übersetzen, um auch internationale Kommunikation in Form von Waves von Sprachbarrieren zu befreien, ist vielleicht in der Praxis nicht immer ganz überlebensfähig (man wird sehen), es ist aber auf jeden Fall ein echtes Highlight für internationale Kommunikation und einen eigenen Eintrag wert!
  9. Open Source! Extensions und Gadgets aus der Community werden den präsentierten Laborratten oder Ideen wie Anbindung von Twitter, Bugtracker, Sourcecodeverwaltungen & Co. sicher noch viele Dinge bescheren, an die man heute noch gar nicht denken mag. Dass Formulare von haus aus unterstützt werden, macht die Sache noch viel einfacher. Es wird also sicher jede Menge noch entwickelt, auf das man sich jetzt schon freuen kann und daher allein schon ist dieser Punkt auf der Liste gerechtfertigt. 
  10. "Open Source!" meint auch, dass man nicht den Servern von Google vertrauen muss. Und gerade hier liegt - wenn auch weit unten auf der Liste - eine echte (wenngleich wahrscheinlich leider eher theoretische) Knallerchance, damit Exchange & Co. im Unternehmensumfeld so richtig in den Allerwertesten zu treten. Ein selbst betriebener Server scheitert sicher an weitaus weniger Policies, als es andere Google Tools derzeit reihenweise tun; Branding und Erweiterung durch eigene und firmenexklusive Extensions und Gadgets nicht ausgeschlossen. Wer also die Vorteile für sein eigenes Unternehmen erkennt und korrekt zu vermitteln weiß, der wird möglicherweise bald zumindest firmenweit viel moderner kommunizieren können, als er es derzeit betreibt. Echt jetzt!

Wer sich einen besseren eigenen Eindruck verschaffen will, kann das Video schauen und nach exakt einer Stunde und 14 Minuten getrost abbrechen, wenn er auf weiteren Applaus und ein paar Marginalien verzichten kann. Die Zeit sollte man lieber gleich mit Träumen von einer wellenförmigen schönen neuen Kommunikation verbringen. Aloha!

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Friday, 29 May 2009

Verbessert Bing, was nicht verbessert werden muss?

Nun heißt das Ding also "Bing". Microsofts neue Suchmaschine und (erstmal sicher "endgültiger") Ersatz für die [MSN-]Live-Suche wird, nach allem was es zu Lesen und im unter bing.de hinter dem Button "Find out more" verborgene Vorschauvideo zu sehen gibt, wohl mehr Usability für Suchmaschinenbenutzer mitbringen. Und natürlich viel intuitiver zu bedienen sein. Einfacher zum Ziel führen. Schneller sein. Mehr Spaß machen. Und so weiter. Zugegeben: Es sind ganz bestimmt auch einige Dinge dabei, die der eher erfahrene Webnutzer als sehr praktisch einstufen wird. Und es ist auch ein Schritt nach vorn für eine Suchmaschine, die offenbar ein wenig den Anschluss an die natürliche Evulution im eigenen Markt verpasst zu haben scheint. Denn: Vergleicht man die Ergebnislisten von Google (Yahoo dieses eine Mal ausnahmsweise nicht betrachtet) von ... sagen wir mal: vor zwei Jahren und heute, so hat sich da schließlich auch einiges getan: Es ist mit

  • SearchWiki (den "eigenen" Trefferlisten und Kommentaren) und Google Suggest (den Vorschlägen für Mehrwortsuchanfragen, die so manchen SEO derzeit zur Weißglut treiben) webzwonulliger
  • Je nach Suchanfrage mit passenden News, Blogposts, Bildern oder Videos (oder einer Mixtur) universalsearchiger in den Ergebnislisten
  • Merklichen Verbesserungen in der Behandlung von Schreibfehlern "verzeihender"
  • "Rich Snipplets" (durch entsprechende Auszeichnung bestimmter Informationen auf den Seiten die Snipplets in den Ergebnissen beeinflussen) sogar bald webdreinulliger 

geworden. Google Maps, Earth, Mail, Reader, Pfeffer und Salz funktionieren auch alle mehr oder weniger immer "einfacher", ohne dabei - von freilich Werbung abgesehen - besonders unübersichtlich zu werden und wer wie früher weiter arbeiten mag, kann die Änderungen zumeist einfach ignorieren. Mit Analytics, Webmastertools, Mail und AdWords gönnt man sich derzeit zwar gern hier und da Updates in der Bedienoberfläche einzelner Tools, die unbestritten dadurch nicht nur besser aussehen, sondern teilweise auch echte Verbesserungen der Bedienbarkeit, Effizienzsteigerungen oder nützliche neue Funktionen mit sich bringen... aber das sind nicht die Suchergebnisse, sondern "Nebenkriegsschauplätze". Möglicherweise werden auch andere Tools noch nachziehen, aber einen grundsätzlichen Schwenk Richtung "Applikationsähnlichkeit" für die Suchmaschine, wie er bei Bing nun meiner Meinung nach ansteht, wird es bei Google sicher nicht so einfach "in einem Schritt" geben. Unabhängig davon, ob hier vielleicht ein wenig mehr AJAX in die Trefferliste kommt oder nicht: Die SERPs bei Google werden sich wohl eher eine unauffälligere und sanfte Evolution aufweisen und das ist möglicherweise auch gut so. Braucht der Suchmaschinennutzer wirklich ein "Vollwert-RIA-Bing", wenn er Informationen im Web sucht?

Klar, ich mag die Features, die mir im Bing-Video vorgestellt werden und finde es auch praktisch, wenn die Ergebnisse mehr oder minder intelligent und optisch ansprechend als Navigation "gruppiert" werden... aber ich brauche sie vermutlich nicht. Und ich vermute, dass es eine große Anzahl von Benutzern außerhalb der Web-2.0-Gemeinde gibt, die sich mit der Bing-Oberfläche schwer tun werden. Der Anteil der User, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs bei Google an der Navigation oder allgemeinen Bedienung der gefundenen Webseiten scheitern, ist mit Bing vielleicht schon damit überfordert, die Suchmaschine selbst selbst zu bedienen. Oder einen Großteil der (ernsthaft) tollen neuen Features überhaupt wahr zu nehmen (wenn man sich mal anschaut, wo im Allgemeinen überhaupt die Aufmerksamkeit bei der Suchmaske und den Ergebnissen einer Suchmaschine hinfällt). Ich teile zwar die Einschätzung, dass man mit den ganzen Verbesserungen, die Bing gegenüber den vor einiger Zeit offenbar evolutionstechnisch fast stehen geblieben Live-Suche mit sich bringt, nun besser aufgestellt ist, als vorher. Und zweifelsfrei auch "konkurrenzfähiger" sein wird; besonders in einer nicht zu unterschätzenden Zielgruppe. Aber für die "BestAger", "Pro-, Power- und BusinessUser",  "Seltensurfer" & Co, die die Masse der täglichen Suchanfragen absetzen, wird das vermutlich eher nichts werden und das weiß man bei MS sicher auch. Es wollte ja bestimmt ohnehin kein realistisch denkender Stratege auf diesem Weg einen ernsthaften "Google-Killer" aus dem Hut zaubern, sondern es sollten offenkundig "nur" die Dinge, die man in den letzten Jahren ein wenig verpennt hat, bei Bing nachgeholt werden. Und dabei kann man ja direkt (mal wieder) ein neues Gesicht erfinden und einige der neuen hauseigenen hippen Technologien unterbringen. Was die Qualität der Suchergebnisse angeht, so werden wir sehen, ob es große Unterschiede zur LiveSearch, Yahoo oder Google geben wird... aber das war auch bisher nicht der Grund, warum sich die Marktanteile verteilen, wie sie es nun mal tun. "Google Classic oder iGoogle?" scheint da viel eher die Frage zu sein, die man sich stellt, wenn man zwischen schlichter und informativerer Oberfläche wählen will, nicht "Bing oder was anderes?". Wird Bing mich oder andere "hauptsächlich-Googler" also zu einem "treureren" MS-Suchanfragensteller machen, als man  es derzeit vielleicht ohnehin schon ist? Warum sollte man überhaupt damit rechnen, dass sich wesentliche Anteile in der Nutzung der Suchmaschinen ändern, nur weil es einige neue gibt oder etablierte Anbieter Veränderungen implementieren? Mir erscheint es vielmehr, als würde dieser Krieg ohnehin auch (oder gerade) hier nicht auf funktionaler Ebene, sondern im Marketing und der Brand- und Imagepflege entschieden. Also wieder nix mit dem großen Schwenk zu einer anderen Suchmaschine. Wie immer. Nicht falsch verstehen: Sicher werde ich irgendwann mal in der Zukunft (wenn es prima funktioniert) bei Wolfram|Alpha die Lottozahlen des kommenden Wochenendes abrufen und mich freuen, dass ich das Ergebnis bekomme, ohne noch irgendwelche Links anklicken zu müssen - aber das ist ja bekannterweise weder Absicht noch Sinn von Google oder Bing. Auf einer Ebene jenseits von zusätzlichen Funktionen bleibt Bing ein Pendant zu Google, dass einen grundsätzlich anderen Ansatz verwirklicht, um "bestmögliche Userexperience" beim Suchen und Finden zu bieten: KISS (gepaart mit einem durch den einzigen Monetarisierungszweck bedingten "Klick this Ad, Dude!" - Beigeschmack) bei Google und "Woah!/Impress" bei Microsoft. Also eigentlich nichts Neues ;)

Update 3.5.09: Bing ist live (im wahrsten Sinne)

Nun ist es also so weit: Bing ist bereits seit dem Wochenende in Betrieb, sieht aber erst einmal nur aus wie die LiveSearch, nur mit zugekaufter Liste verwandter Suchvorgänge. Ob die Rankings wirklich überall gleich sind, sei mal dahingestellt (berkaq8scm). Als ich aber eben einen Blick auf die mobile Version unter m.bing.com geworfen habe, war ich doch angenehm überrascht: Eine übersichtliche Mobilfassung, die schon ein wenig mehr von dem anklingen lässt, was sich die Entscheidungsmaschine auf die Fahnen geschrieben hat. Das oben angesprochene Video ist jedenfalls nach wie vor unter http://www.decisionengine.com zu finden; nur eben nicht mehr auf der Startseite verlinkt, seit die "FastFertig-Fassung" online ist.

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Thursday, 07 May 2009

LexLive: Auftragsbearbeitung kostenlos im Web

Seit Mittwoch ist bei LexLive als erste Online-Version der kaufmännischen Anwendungen eine "Minimal-Auftragsbearbeitung" vorläufig kostenlos für jeden Anwender im Web verfügbar. Warum "Minimal" und was meint "vorläufig"? Die zweite Frage zuerst: Das kostenlose Angebot gilt nur bis Jahresende, danach kostet die Nutzung knappe 5,-- EUR / Monat. Wer sich also jetzt schon auf die massenhafte Eingabe seiner Daten (Nein, kein Import) stürzt, sollte sich der Folgekosten lieber bewusst sein. Die Anwendung ist in allen verfügbaren Bereichen zwar spartanisch mit Funktionen ausgestattet... für einen Ersatz der berühmten "Office-Fakturierung" mittels Word, Excel & Co. reicht es aber auf jeden Fall. Durch den Einsatz von AJAX ist die Bedienoberfläche trotz der durchaus vorhandenen Desktop-Optik zügig bedienbar - Mausschubserei vorausgesetzt. Überhaupt richtet sich das Paket in der aktuellen Form sicher nicht an den Poweruser, sondern ist bewusst einfach gehalten und überfordert den anvisierten "08/15-Anwender" nicht einmal im Bereich der "Programmoptionen", die sich auf die Stammdaten und das Logo des Benutzers beschränken. 

Was da ist, ist aber recht stabil: Was nicht IE, Firefox, Opera (oder wenigstens Safari) heißt, wird zwar mit einer Warnmeldung beim Betreten der Anwendung begrüßt... solange JavaScript (-> AJAX) ausgeführt werden kann, kommt die Anwendung aber dank eines robust wirkenden Designs (welches sich freilich auch einen Dreck um Suchmaschinenoptimierung kümmern muss) auch auf anderen Browsern wie Chrome / Iron oder exotischeren Vertretern ihrer Zunft gut bedienbar daher. 

Der Zugang erfolgt im "Mehrbenutzerbetrieb" über ein und das selbe Konto und eine Einschränkung von Benutzerrechten wird sicher erst mit mehr Komplexität in das Produkt Einzug halten. Hauptzweck ist die Verwaltung von Kunden und Artikeln (möglichst nicht zu viele, um die Übersicht und Bedienbarkeit zu wahren, um auf dieser Basis schnell ein Angebot oder eine Rechnung zu erstellen. Der Versand per Mail ist ebenfalls ohne viel Schnickschnack möglich. Einige Reports, eine gute Statusübersicht, Austausch mit dem Steuerberater, eine übergreifende Suchfunktion und Newsletterversand an die Kunden runden das Paket ab. Nicht mehr... aber auch nicht weniger. Angesichts der Tatsache, dass viele Anwender damit vollkommen auskommen werden, ist ein Erfolg zumindest nicht von der potentiellen Zielgruppe schon vorab beschränkt. Datensicherheit und hohe Verfügbarkeit werden auch hier offenbar groß geschrieben und am Marketing wird es bei Lexware sicher auch nicht scheitern. Nach ASP und SaaS kommt nun die CloudComputing-Welle also vielleicht gerade recht, um diesen ersten Schritt in´s Web für die "Jederkanns-Versionen" von Lexware zum Erfolg werden zu lassen. Ob aber ausgerechnet heute, wo angesichts der Wirtschaftskrise selbst niedrigste spätere periodische Kosten gescheut werden, viele Anwender den Schritt von kostenlosen oder raubkopierten Office-Versionen zu einer gemieteten Wolkensoftware machen werden, darf in Freiburg gespannt erwartet werden. Wer ein wenig in die Zukunft denkt und sich die Frage stellt, ob und wie er seine Daten bei einem anstehenden Systemwechsel aus LexLive exportieren kann, wird sich - wenn er nicht mehr Glück beim Suchen hat als ich - den Support bemühen müssen, denn eine offensichtliche Funktion dazu habe ich jedenfalls nicht finden können. Fehlt die nur noch, oder gehört die Datenhoheit zum Konzept? Selbst wenn man seine Daten "irgendwie" bekommen kann: Wie genau funktioniert das, welche Formate stehen zur Wahl und wie einfach ist der Vorgang - z. B. zur Anfertigung eigener Sicherungen - durchführbar? OK, vielleicht gehöre ich nicht mehr zur Zielgruppe, wenn ich mir solche Fragen stelle, aber dennoch bleiben bei mir Zweifel, ob man hier nicht seine Daten ähnlich "freiwillig" als Geiseln hergibt wie bei Desktop-Produkten à la WISO Vereinsverwalter & Co...

Der Nachteil, dass die Anwendung noch ganz neu ist, ist m. E. auch zeitgleich ein Vorteil: Viele bereits etablierte kaufmännische Anwendungen, die im Browser verfügbar sind, sind entweder inzwischen optisch nicht mehr so recht auf dem aktuellen Stand oder zumindest wenig ansprechend (was in Einzelfällen aber auch zum Konzept gehört) oder durch die seinerzeit fehlenden Mittel nur träge zu bedienen bzw. mit hohen Systemanforderungen ausgestattet, um ansatzweise "RIA" zu sein. Und während der Umfang von LexLive - zumindest derzeit - noch nicht besonders "Rich" ist, finde ich die  Oberfläche in seiner Einfachheit sehr gelungen und durchaus auch ohne Silverlight oder Flash eine gute Alternative zu installierter Software. Poweruser schauen sich aber lieber m. E. funktional reifere Alternativen an. Das könnte z. B. Collmex im Web sein oder ganz andere Anbieter auf dem Desktop... ich sage jetzt aber nicht, wer das z. B. sein könnte ;)  


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Fennec: Mobiler Browser von Mozilla

Wer den integrierten Browser des jeweiligen Herstellers nicht mag, greift heute meistens (wenn es das Betriebssystem des Telefons erlaubt) zu Opera Mini oder Opera Mobile. Und weil der mobile Browsermarkt langsam aber sicher auch vom letzten Ignoranten nicht mehr lange als Nischenmarkt verkannt werden kann, macht man sich auch bei Mozilla mit dem mobilen Browser "Fennec" auf, um den zaghaften, aber messbaren Aufwind für den Firefox auch auf die Handhelds und Mobilgeräte zu retten. Initial für "Maemo" (System auf dem Nokia N810) entwickelt, kann man auch schon in der ersten Betaphase schon Versionen für Windows, Mac und Linux unter abrufen (die Beta 1 für Windows gibt's als Download hier). Windows Mobile und andere mobile Linuxsysteme werden folgen; die Unterstützung soll sowohl touch-basierte als auch tastengesteuerte Endgeräte einschließen.

Was wird aber anders als bei anderen Browsern? Zunächst einmal muss natürlich auch bei Fennec möglichst der komplette Viewport für die Seitendarstellung verwendet werden. "Das einblendbare Menü" gibt es in diesem Fall nicht (wie gewohnt), sondern erst bei Cursorkontakt eingeblendete Adressleisten, Tabs (ja, man kann mehrere Tabs verwenden), Bookmarks und Einstellungen. In der Desktopvariante können diese Elemente durch Verschieben bzw. Skalieren des Viewports sichtbar gemacht werden. Aber das sind noch keine Killer-Argumente für die Benutzung von Fennec auf dem Telefon...  und auf dem Desktop ist ein kleiner Überblick ganz hilfreich, aber der Browser soll und wird es da nicht einmal gegen Chrome, Opera oder Safari schaffen. Neben dem großen Viewport erinnert übrigens auch die Sucheingabe über die Adresszeile an Chrome.

Fennec
Absichtlich unspektakulär: Nichts als die Webseite im Fenster zu sehen

Ganz deutlich für Fennec sprechen aber Dinge, die der Firefox-Benutzer bereits auf dem Laptop oder Desktop schätzen gelernt hat: Öfter mal ein anderes Gesicht dank Themes (prima sicher später auch zur Individualisierung des Browsers für einzelne Hersteller von Endgeräten) und vor allem erweiterbare Funktionalität dank AddOns, Extensions, Plugins. Optimiert für mobile Geräte steht vor allem Performance im Vordergrund - hier wird man abwarten müssen, bis die Betaphase vorbei ist, bevor man sich ein Urteil erlaubt. Helfen soll dabei auch die neue JavaScript-Engine "TraceMonkey", die auch dem nächsten Firefox Beine machen soll. Auch die Skalierung der Darstellung von Webseiten ist freilich in der Windows-Version schlecht zu beurteilen; zumindest kann man es nicht so "fühlen" wie auf dem Desktop. Verkleinert man aber die Ansicht der gleichen Seite parellel in Fennec und im Firefox, sieht das Fennec-Ergebnis in der Tat auch auf dem Windows-PC deutlich lesbarer aus - ob das nun auf dem Telefon später wirklich inßs Gewicht fallen wird oder nicht, bleibt aber ebenfalls abzuwarten.

Fazit: In Ermangelung eines passenden Endgerätes fällt ein abschließendes Urteil zwar schwer, aber es scheint sich auf jeden Fall zu lohnen, diesen mobilen Browser im Auge zu behalten. Nichts gegen Opera (ich bin als Nokia-Anwender extrem dankbar für Opera Mini als Alternative zum proprietären Browser), aber ein "mobiler Firefox" sollte allein durch die Plugin-Schnittstelle genug Potential haben, um eine nennenswerte Nutzergemeinde zu rekrutieren, sobald die Serienreife erlangt ist. Und Webdeveloper werden sich sicher angesichts der steigenden Anforderungen an "mobile Benutz- und Lesbarkeit" von Webseiten heute schon die Finger nach einer WebDeveloper-Toolbar und / oder Firebug für Fennec lecken ;)

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Wednesday, 04 February 2009

phpBB: Wenn Google Analytics keine Daten bekommt

Das kommt davon, wenn man nicht gleich nachsieht: Vor Wochen habe ich in ein Projekt, welches mit phpBB betrieben wird, über die Templates einen Tracking-Code für Google Analytics implementiert und wollte nun erstmals nachsehen, wie es denn mit den Besucherzahlen dort aussieht und ob bestimmte Bereiche vielleicht mehr Aufmerksamkeit benötigen. Mein erstaunen war groß, als Google Analytics mir meldete, dass der Code korrekt implementiert sei, aber dennoch keine Daten gemessen wurden. "Warte auf Daten"... und zwar seit Wochen. Die Implementierung des Trackingcodes für Google Analytics in phpBB funktionierte also offenbar nicht.

Na klar! Der Code ist irgendwie nicht richtig implementiert. Aber warum? Die Lösung: phpBB scheint "Unnützes" bei der Ausgabe zu filtern und der Trackingcode von Google Analytics hat unter diesem Filter zu leiden. Ich muss gestehen, dass ich kein ausgewiesener phpBB-Fachmann bin und nur so eben gut genug zurecht komme, um ein Forum damit aufzusetzen und einige Anpassungen am Design zu erstellen. Daher habe ich auch keine Ahnung, ob dieses Verhalten per Option steuerbar ist oder nicht. Und so musste in meinem Fall eine eher triviale Lösung her: Ich habe ein Leerzeichen an passender Stelle eingefügt, danach wurden die Daten auch korrekt an Google Analytics übertragen. Falls sich jemand mit einem ähnlichen Problem rumschlagen sollte und dank Suchmaschine auf diesen Beitrag gestoßen ist - hier die Anleitung, damit das Tracking über Google Analytics korrekt funktioniert. 

Im Template lässt sich der Code - egal ob neuer oder alter Trackingcode -, welcher gern am Ende einer Seite wohnt und so möglichst wenig den Seitenaufbau verzögert, simpel - und vor allem korrekt und vollständig - z. B. in overall_footer implementieren. Hierin ist in der letzten Zeile des Trackingscripts ein leerer Anweisungsblock zur Fehlerbehandlung vorhanden. 

Code in phpBB einbauen

Wird diese Änderung gespeichert, liefert phpBB eine "optimierte Fassung" des Codes aus, in dem der leere Anweisungsblock leider fehlt. Dies sorgt dafür, dass das ganze Script nicht korrekt arbeitet und keine Daten bei Google Analytics ankommen. Im Quelltext einer produzierten fertigen Seite sieht das dann so aus:

Defekter Code im Quelltext

Um das Problem zu beheben, kann zwischen die beiden Klammern des leeren Anweisungsblocks im Script beim Einbau in das Template einfach ein Leerzeichen eingefügt werden. Dies reicht offensichtlich, um den Block nicht als "leer und verzichtbar" zu erkennen. Eine Seite beinhaltet nach dieser Anpassung dann auch den vollständigen Code.

Funktionierender Code

Analytics ist damit zufrieden und zeigt künftig Daten an. Die Lösung ist zwar vielleicht nicht elegant, funktioniert aber. Wer weiß, warum das Script ohne diese Anpassung "kaputtoptimiert" wird und wie man dies durch eine entsprechende Einstellung oder Option im System verhindern kann, dem wäre ich für einen entsprechenden Hinweis per Kommentar höchst dankbar.

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Tuesday, 09 December 2008

Passende Keywords für die eigene Website finden

Das Thema "Keyword-Recherche" dreht sich normalerweise eher darum, passende und vielversprechende Suchbegriffe für eigene Webseiten zu finden, zumindest wenn es um SEO geht. Oft wird dabei neben anderen Werkzeugen das Keyword-Tool von Google eingesetzt, welches "eigentlich" einen ganz anderen Sinn hat und der Findung von treffenden Begriffen für eigene AdWords-Kampagnen dienen soll. Speziell für diesen Zweck - also Keywords zu finden, die zum eigenen Angebot passen und ein entsprechendes Potential für die Anzeigenschaltung bergen - steht AdWords-Nutzern im englischsprachigen Raum nun bereits ein weiteres Werkzeug zur Seite, welches sicher auch bald für die hiesigen Konten benutzt werden kann: Das Search Based Keyword Tool.

Praktischerweise ist es aber nicht an die Verwendung eines AdWords-Kontos gebunden, sondern kann auch mit einem "normalen" Google-Konto verwendet werden. Unter der Adresse http://www.google.com/sktool kann daher jeder schon mal einen Blick reinwerfen und sehen, welche Seiten Google als passend zu welchen Begriffen einstuft - mehr oder weniger also eine Erfolgskontrolle der eigenen Bemühungen und eine Übersicht über das Potential, das in einzelnen Begriffen steckt, denn auch das monatliche Suchvolumen wird je Begriff / Phrase angezeigt (nebst Wettbewerbsdichte und Gebotsvorschlag; bezogen auf AdWords).

In Verbindung mit einem AdWords-Account werden hierüber wohl später nur noch Begriffe gezeigt, die nicht bereits beworben werden, so dass man das "ungenutzte Potential" an weiteren Begriffen für weitere Kampagnen einfach aufdecken kann. Die Intention (seitens Google) dahinter liegt also auf der Hand, dennoch finde ich auch diese Art der Keywordrecherche nicht unpraktisch; zumindest als Ergänzung.

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Friday, 28 November 2008

Google zum Mitmachen: Ergebnisse selbst sortieren

Bald ist es möglicherweise auch bei uns soweit, dass sich alle Inhaber eines Google-Accounts die eigenen Suchergebnisse selbst sortieren können. Und auch nach Bewertungen zu den gefundenen Seiten muss man vielleicht künftig nicht mehr an anderer Stelle suchen, sondern findet bei Google gleich alles, was man sich nur wünscht. Google SearchWiki heißt das Zauberwort, welches bald auch uns beschert wird(?)

Die Community der Google-Benutzer erhält - derzeit experimentell und auf einige Regionen beschränkt - Gelegenheit, Suchtreffer zu sortieren und beliebig zu kommentieren. Unerwünschte Treffer können gnadenlos aussortiert werden, um bei einer Wiederholung der Suche gar nicht erst zu erscheinen. Wer sich selbst ein Bild machen will, loggt sich bei Google mit seiner Mailadresse und seinem Kennwort ein und klickt dann auf "Google in Englisch". Nach einer Suchanfrage (bei der die Suggest-Funktion durch die Bevorzugung der englischen Sprache oft erst spät brauchbare Treffer bietet) wird die Trefferliste durch einige dezente und bei Google Deutschland bisher nicht zu findende Veränderungen angereichert.

Google SearchWiki
Wenn´s nur immer so simpel wäre: Ein Klick auf den Pfeil und schon hat die Seite Platz 1 erobert...

Hier können per Mausklick nun Einträge nach oben katapultiert oder einfach gelöscht werden. Und damit man in seinem persönlichen SearchWiki zu verschiedenen Themen nicht unbedingt auf die Suchtreffer angewiesen ist, kann man sogar eigene Links hinzufügen. Die Änderungen beeinflussen (noch) keine Positionen für andere Benutzer, wohl aber für eigene künftige Suchanfragen. Außerdem wird zu jeder Suche ein Wiki angelegt, in dem die ausgewählten Einträge ("Promote"-Funktion per Klick auf den nach oben gerichteten Pfeil) zur Suchanfrage aufgelistet sind. Dort kann auch, wenngleich nur sehr unscheinbar, wieder Zugriff auf ggf. gelöschte Einträge genommen werden.

So richtig webzwonullig wird es aber bei der Kommentarfunktion, denn jeder zu einem Suchtreffer abgegebene Kommentar ist angeblich öffentlich (was ich allerdings auf die Schnelle trotz eines zweiten Google-Kontos und gelöschter Cookies nicht verifizieren konnte) und wird unter dem Anzeigenamen des Bewertenden auch für andere sichtbar. Genau wie die Anzahl der "Promotions", die ein Eintrag erhalten hat, erscheint eine kleine Übersicht zu allen Treffern.

Und schon stellt sich die Frage, wie lange es nach der flächendeckenden Einführung und der zu erwartenden regen Nutzung dauern wird, bis die benutzergenerierten Informationen vielleicht doch - ausreichende Menge vorausgesetzt - die Reihenfolge von öffentlichen Suchtreffern beeinflussen. Google´s Überzeugung von der "Weisheit der Massen" wird sich sicher auch hier irgendwann durchsetzen, wenn es denn gelingt, authentische Bewertungen von "Spam" aus zweifelhaften SEO-Gründen zu unterscheiden. Und es gibt auf jeden Fall ein neues und von vielen Augen beachtetes Schlachtfeld für direkte Wettbewerber, die sich im Web per Kommentar auf die in Suchtreffer konkurrierenden Seiten gegenseitig das Wasser abgraben wollen (also eine deutliche Mehrbelastung für alle, die bisher nur auf die AdWords-Anzeigen des Erzfeinds klicken mussten...).

Spätere sinnvolle Erweiterungen oder auch Mashups mit eigenen Diensten wie den Bookmarks (besondere Berücksichtigung ( Markierung vorhandener Einträge; direkte Aufnahme von Promotions in die Bookmarks unter Verwendung der Suchanfrage als Tag etc.) oder durch vom Suchenden vorgewählte Drittanbieter generierte Bewertungen oder weiterere Metadaten sind durchaus denkbar. 

Ich für meinen Teil bin natürlich wie immer vorbehaltlos davon überzeugt, dass Google das schon alles irgendwie richtig machen wird. Auch den Weltfrieden und so. Naja, ich muss jetzt Schluss machen, mein Dinkelbrot ist gleich fertig. Du.

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Thursday, 27 November 2008

Grafikbearbeitung online fast wie am Desktop

Bisher habe ich mich ja mit wenig zufrieden gegeben, wenn es um Bild-/Grafikbearbeitung online im Browser ging. Nun habe ich aber ein Tool gefunden, das den Vergleich mit installierter Dektop-Software nicht zu scheuen braucht. Unter http://www.splashup.com findet man eine Anwendung, die - im Vollbild ausgeführt - fast vergessen läßt, dass ein Browser im Spiel ist.

Es läßt sich zwar nicht alles, was man von einer installierten Anwendung her kennt, einfach nachbilden und so fehlt es z. B. zumeist am hilfreichen Cursor zur Anzeige des aktuellen Werkzeugs und auch das automstische Scrollen bei Markierungen über den sichtbaren Bildrand hinaus darf man nicht erwarten, aber der Funktionsumfang reicht für die meisten einfachen Aufgaben... und die komfortable und gefällige Oberfläche lädt ganz einfach zum Wiederkommen ein. Ich werd´s machen! Wo sonst kann man sogar mehrere Ebenen bearbeiten, Transparenzeffekte nutzen und problemlos beliebig drehen oder mal schnell einen Farbverlauf zeichnen... alles ohne lange Wartezeiten und direkt im Browser? Ausprobieren lohnt sich, zumal für die Nutztung keine Registrierung erforderlich ist.

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Thursday, 20 November 2008

Live Search wirbt mit Prämien um neue Benutzer

Jaja, die Live Search: Spenden für gute Zwecke, nun Prämien... wie verzweifelt muss man dort wohl sein? Microsoft sieht den Suchmaschinenzug offenkundig zwar Richtung Google abfahren und langsam in der Ferne entschwinden, will aber anscheinend um jeden Preis irgendwie auch noch auf die Schienen kommen. Die nächste Idee ist die aktive Belohnung der Benutzer durch verschiedenste Prämien; vom Musik-Download bis zum X-Box-Zubehör. Schade nur, dass in den "Terms & Conditions" zu lesen ist, dass man ein mindestens 13-jähriger US-Amerikaner sein muss, um am Programm teil zu nehmen, denn die erforderlichen Punkte für den ersten Download hat man schon nach Anmeldung und einem Tag zusammen; anschließend können 25 neue Punkte pro Tag durch die Verwendung der Live Search gesammelt werden.

Wenn das Programm Mitte April 2009 endet, wird sich ja vielleicht tatsächlich eine signifikante Verbesserung der Nutzerzahlen eingestellt haben... ich kann es mir aber eigentlich kaum vorstellen. Wenn doch, wird es vielleicht ja auch eine entsprechende Aktion in Europa geben und dann wäre ich auch bereit, mein Suchverhalten (temporär) umzustellen ;)

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Wednesday, 15 October 2008

Google Chrome nutzen - Ja oder Nein?

Ob man nun auf Comics zur Einführung eines Browsers steht oder nicht: Ganz so flapsig, wie die Entstehungsgeschichte von Google Chrome erzählt wird, wurde der Browser dann wohl doch nicht zusammengeschustert und es sind in googletypischer Weise auch gleich wieder einige Ansatzpunkte zu Kritik vorhanden, die vor allem in die Richtung des Datenschutzes gehen. An der Diskussion will ich mich eigentlich auch gar nicht erst beteiligen und habe für mich selbst festgelegt, welche Seiten ich mit Chrome besuche... oder besser: welche nicht. Denn neben all dem Gerede um Client-IDs, die "schlimmer als IPs" sind, Installations-Zeitstempel, Fehlerberichte und Nutzungsstatistiken (nicht, das sich das nicht jeder mit der Google Toolbar in FF und IE auch in der Regel in gewissem Maße selbst antut, ohne darüber nachzudenken...) ist Chrome dank Webkit rattenschnell. Klar, da kann man auch bei Safari bleiben, aber ich finde den Minimalistmus, der bei den Einstellungen noch nervt, spätestens im Hauptfenster einfach klasse. So viel Viewport bieten andere Browser auch ohne Toolbars nicht, wenn diese nicht durch Drittanbietertricks dynamisch ausgeblendet werden.

Es ist zwar schon irgendwie blöd, wenn man ausgerechnet mit dem "Google Browser" keinen so einfachen Zugriff auf die Google Bookmarks hat, wie es mit der Google Toolbar der Fall ist, aber das kommt sicher noch. Und auch lange Sessions sollte man sich vielleicht zumindest in der aktuellen Phase noch ersparen. Aber es macht unter`m Strich ganz einfach Spaß, mit Chrome zu surfen, weshalb ich recht häufig zu Chrome als Browser greife. In hohem Maße Sicherheitsrelevantes oder Privates sollte man derzeit allein schon wegen der mit Sicherheit bestehenden Lücken vielleicht nicht unbedingt per Chrome abrufen, wenngleich der IE und FF wohl nach wie vor attraktiver für Angreifer sein sollte. Dennoch ist der Browser noch nicht "fertig" und es gibt auch Bedienungs- und Darstellungsprobleme, die bei den Geschwistern in dieder Form nicht vorkommen. Vor allen anderen Dingen hält aber sicher eine Angst viele potentielle Anwender bisher ab: Es besteht natürlich schon ein nicht von der Hand zu weisender Unterschied zwischen dem Zusammenhang, der (natürlich rein theoretisch) zwischen Google Account bzw. LiveID (wenn man denn angemeldet ist), besuchten Seiten, Nutzerverhalten und Werbeaffinität etc. mit Hilfe des Browsers beim Anbieter hergestellt werden kann. Ober besser: was man dem jeweiligen Anbieter so alles zutraut.

Wen die Sicherheitsbedenken daher bisher abgeschreckt haben, Erfahrungen mit Chrome zu sammeln, der kann zwei Dinge tun, wenn er sich trotzdem ein Bild machen möchte:

  • sich im Chromium Blog im Detail über den Browser, dessen Bestandteile und Eigenschaften informieren und / oder
  • eine Alternative nutzen, in der die meistkritisierten Funktionen deaktiviert werden: In einem auf transparente Weise im Code "entschärfte" Version von Chrome ist unter dem Namen "Iron" erhältlich. Wer die "sichere Chrome-Version" nutzen will, findet diese hier.

Iron Browser

Google ohne "Nachhause-telefonieren": Sieht aus wie Chrome, schmeckt wie Chrome, ist aber "Iron"

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Thursday, 02 October 2008

Bewertungen bei Google Maps

Still und heimlich hat sich eine Funktion für Bewertungen in die Anzeige von Brancheneinträgen bei Google Maps eingeschlichen.

Google Bewertungen

Die Funktion ist bisher noch recht wenig beachtet, aber für einige Orte sind bereits mehrere Beurteilungen vorhanden, die dem potentiellen Besucher von Duisburger Zoo, Phantasialand & Co. bei der Entscheidungsfindung helfen sollen. Die Erfassung eines Eintrags ist denkbar simpel, besitzt als einzige Hürde eine Anmeldung mit einem Google Account und führt zu sofortiger Freischaltung. Es besteht also eigentlich kein Grund für einen regelmäßigen Nutzer von Google Maps, keine Beurteilungen abzugeben.

Derzeit stammen die meisten Einträge - je nach Art des Brancheneintrags - allerdings (noch) von unterschiedlichen "externen" Quellen, die ihrerseits die Beurteilungen von Restaurants, Dienstleistern, beliebten Reisezielen etc. als eigene Kernfunktion für den Anwender betrachten. Und ebenfalls derzeit werden diese Quellen mit den eigenen Portalen wie Qype, Cityguide etc. wohl noch mehr Aufmerksamkeit für die Bewertungen erregen. Sollte sich hier aber mittelfristig still und heimlich ein weiteres Geschäftsfeld in ein Google-Quasi-Monopol verwandeln und Google Maps tatsächlich zur Anlaufstelle Nummer Eins für lokale Suche und Bewertung werden, wird das sicher niemanden überraschen; zur Not wird der jeweilige Toplieferant je Region halt eingekauft. Wenn also derzeit einige Bräute geschmückt werden sollten - nicht wundern ;) Mit der weitaus fokussierteren Darstellung von lokalen Suchergebnissen und den besser funktionierenden Anreizsystemen zur Eintragung neuer Bewertungen stehen die Etablierten und Web 2.0 - Newcomer in diesem Bereich zwar heute noch objektiv betrachtet besser da als Google Maps, aber das muss ja nicht immer so bleiben...

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Wednesday, 03 September 2008

Fehlerhafte Darstellung im Internet Explorer 8 korrigieren

Tja, das ist schon so eine Sache mit der Browserkompatibilität:( Hatte man sich gerade dran gewöhnt, dass man mitunter für jeden Internet Explorer neue Extrawürste in Form unterschiedlichster Hacks verwenden muss, damit ansonsten simple Designvorstellungen so umgesetzt werden können, dass man sie nicht nur in Firefox, Opera & Co. fehlerfrei bewundern kann, kommt ein IE8 daher, der sich als "relativ standardkonform" erweist.

Wer nun aber denkt, es sei nun nach absehbarer Zeit endlich Schluss mit der Pflicht, sich mit den Macken des Microsoft - Browsers herumzuschlagen, wird schnell enttäuscht sein. Nicht nur deshalb, weil es sicher noch recht lange dauern wird, bis der kommende IE8 die Vielzahl an Installationen von IE6 und IE7 einigermaßen abgelöst hat (wenn er das denn überhaupt schafft...), sondern auch deshalb, weil mitunter Seiten, die mühsam auf Firefox, Safari, Opera, Konqueror, IE5.5, IE6 und IE7 abgestimmt wurden, nun im IE8 offenbar wieder ganz neue Probleme mitbringen: verschobene oder überlagernde Texte, "zerfloatete" Layouts... und alles, ohne mit den üblichen Hausmitteln so kuriert werden zu können, dass auch die anderen beteiligten Kandidaten problemlos mit dem verwirrenden XHTML + CSS - Konstrukt zurecht kommen. Doof also, wenn man sich nun nur deshalb unsicher fühlt, weil man den IE8 schon so früh ausprobiert hat... oder weil ein Besucher der eigenen Site mit dem Argument "Das ist nur 'ne Beta, was soll ich da nun anpassen?" einfach nicht zufrieden sein will...

Bis neue Hacks gefunden sind, die auch in einer finalen Version des IE8 zur Behandlung einzelner Problemchen dienlich sind, kann der Internet Explorer 8 aber glücklicherweise dazu gezwungen werden, sich wie sein Vorgänger IE7 zu verhalten. Mit allen Vor- und Nachteilen selbstverständlich - aber er verwandelt den neuen Browser zumindest in einen bekannten Feind. Um dem armen Webdesigner nicht zumuten zu müssen, jeden IE8-nutzenden Besucher persönlich aufzusuchen und die entsprechende Einstellung im Menü vorzunehmen, braten wir auch gleich wieder eine (zum Glück simpel zubereitete) Extrawurst: Ein spezielles Meta - Tag weist den Internet Explorer zum Rückfall in die IE7-Steinzeit an.

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=EmulateIE7" />

Die Zeile sollte vorzugsweise gleich nach dem <head>-Tag eingefügt werden, um "so schnell wie möglich" umzuschalten. Wer einen eigenen Server betreibt, kann diese Header-Information natürlich auch gleich als Standard definieren, wenn er sich dauerhaft allen erforderlichen Anpassungen für IE8 entziehen will (oder zumindest bis zum IE9 ;)). BTW: Damit dieses Tag seinen Zweck erfüllen kann, muss der besuchende IE auf dem aktuellen Stand sein, denn die Fähigkeit zum Lesen des Tags erhielt die Beta 1 des IE8 erst in einem Sicherheitsupdate.

Abschließend noch zum Thema "Es wird leichter": Dass es nun seit heute mit Google Chrome ein "neuer" Browser in das Rennen um die Gunst der Anwender gibt, wird die Sache möglicherweise auch nicht leichter machen. Derzeit steckt zwar noch sehr viel Bekanntes drin, so dass man die Kompatibilität zu Chrome mehr oder weniger "geschenkt" bekommt, wenn man sich an die "Eltern" - bzw. besser gesagt "Brüder" - von Chrome hält... aber das muss schließlich nicht immer so bleiben. Niemand kann garantieren, dass sich Chrome später immer noch genau so verhält, wie jetzt am Anfang seiner Reise (auch der IE sah unter der Haube mal ganz anders aus). Noch bin ich nur gespannt...

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Kostenloser Adserver "Google Ad Manager"

Wer einen Adserver nicht als gehostete Lösung einsetzen will, bei der zumeist auch ein gewisser Anteil an Werbung des Betreibers eigeblendet wird, hat nur wenige Varianten zur Auswahl, wenn er kein Geld für einen "fremdwerbefreien" Dienst ausgeben will. Die Installation eigener AdServer ist zwar auch eine Option - aber wer will sich schon mit der Konfiguration selbst herumschlagen, wenn es nur um ein paar AdSense-Anzeigeplätze geht? Speziell im Zusammenhang mit Google AdSense ist auch nicht jede verfügbare Lösung einfach implementierbar - oder braucht die eine oder andere Anpassung an Codes, die immer die Gefahr beinhalten, dass man (freilich immer aus Versehen und unwissentlich ;)) gegen die Richtlinien des einen oder anderen Werbepartners verstößt.

Kein Wunder also, dass es nun auch bei Google mit dem "Ad Manager" einen eigenen Adserver gibt, der sich vor allem an Betreiber kleinerer Sites mit vergleichweise überschaubaren Anforderungen richtet (siehe Featureliste). Eigentlich logisch: Zu Login wird ein Adsense-Konto vorausgesetzt. Die Einrichtung anschließende ist erfreulich simpel und wird auch von kleinen "Schulungen" begleitet, die von der Definition der Anzeigenflächen bis zur Bestückung mit Anzeigen und der Bestimmung des Inventars alle wesentlichen Punkte vermittelt. Für AdSense-Publisher wird der Ad Manager sicher schnell zum AdServer erster Wahl. Auch wer "nur" ohne viel manuelle Arbeit herausfinden will, welche Anzeigen an welcher Stelle am besten funktioneren, sollte ich den Google Ad Manager mal ansehen.

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Tuesday, 29 July 2008

Karte / Map einbinden in Website

Karten und Anfahrthinweise auf der eigenen Website sind auch im Zeitalter der allgegenwärtigen Routenplaner und Kartendienste immer noch beliebt. Google Maps, Yahoo Maps und Microsoft mit VirtualEarth bieten daher kostenfrei allen Betreibern die Möglichkeit zum Einbinden einer Karte oder eines Satellitenbildes des eigenen Standorts an. Auch Routenplaner kann man schnell in die eigenen Seiten einbinden. Welche Lösung zur eigenen Seite paßt, wie einfach oder kompliziert das Einbinden von Maps ist und mit welchen Problemen man ggf. rechnen darf, zeigt ein kurzer Vergleich zwischen den verschiedenen Wegen zur interaktiven Karte. Weiterlesen...

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Friday, 11 July 2008

Keywords-Tool zeigt Suchvolumen bei Google an

Das Keyword-Tool von Google signalisierte bisher sowohl die Mitbewerberdichte (bezogen auf Anzeigen[?]) als auch das Suchvolumen in Form von Balken an, die zwar eine Tendenz erkennen ließen, aber keine Ableitung absoluter Werte erlaubte. Das hat sich nun geändert, denn sowohl die im Rahmen des AdWords-Systems verfügbare Variante zur Bestimmung und Bewertung von Suchbegriffen als auch das frei nutzbare Google Keyword-Tool zeigen nun absolute Werte für den laufenden Monat und einen Durchschnittswert an, der sich auf das tatsächliche Suchvolumen zu einem Begriff bei Google bezieht.

Suchvolumen
Die Abbildung zeigt die Ausgabe des Suchvolumens für vollkommen willkürlich gewählte Begriffe *-)

Damit ist nun eine ansatzweise objektive Einschätzung des theoretischen Besucherpotentials derjenigen Keywords, für die die eigenen Seiten optimiert wurden, möglich. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man in der Lage ist, den erreichbaren Anteil an diesem Gesamtvolumen realistisch einzuschätzen ;)

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Friday, 20 June 2008

Kostenlose Tipps zur Suchmaschinenoptimierung

Puh... es ist soweit: In einem separaten Blog ist jetzt ein "erster Grundstock" an Tipps zur Suchmaschinenoptimierung zu finden. Unter der mehr oder weniger sinnreichen Adresse www.suchmaschinenland.de wird die Tippsammlung stetig erweitert und richtet sich hauptsächlich an Webmaster, die Suchmaschinenoptimierung selber machen "müssen"... oder wollen. Der Fokus liegt daher vor allem auf der Vermittlung der Arbeitsweise von Suchmaschinen und die daraus abzuleitenden Handlungsvorschläge zur Gestaltung der eigenen Seiten. Sprich: es handelt (derzeit) hauptsächlich von OnPage-Optimierung. Das Kapitel "Linkaufbau" ist aber ein Bereich, der in den nächsten Wochen und Monaten noch ausgebaut werden muss und wird, so dass auch OffPage-Optimierung zumindest im Ansatz "abgedeckt" wird. Auch die anderen Beiträge werden sicher noch die eine oder andere Erweiterung, redaktionelle Änderung und sonstige Korrekturen erfahren sowie durch neue Artikel ergänzt werden.

Einige weitere Themen stehen schon fest für die nächsten Wochen im Kalender. Jetzt habe ich aber erstmal das Problem zu lösen, dass sich mir vor lauter Suchmaschinen-Optimierungstipps-Tipperrei die Fingerkuppen ablösen. Nach einer merklichen Besserung dieses Zustands wird es weitere Beiträge zur Suchmaschinenoptimierung dort geben, die die bereits existierenden und noch ausstehenden Tipps zur Usability von Webseiten unter www.usability-tipps.de laufend ergänzen werden.

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Wednesday, 11 June 2008

Passt das ganze Web 2.0 in ein einziges Portal?

Die Antwort der Betreiber von moli.com würde ganz sicher "ja, natürlich" ausfallen. Und nun geht das social-network-video-lokale-suche-chat-forum-bewertungs-foto-community-blog-Portal auch in Deutschland bald an den Start. Wer beim Test unter de.moli.com mitmachen will, muss allerdings ganz getreu dem "vente-privee-Prinzip" eine Einladung haben oder schon drin sein. Hat mal jemand einen Code für mich?

Ich kann es nämlich kaum erwarten, all die Dinge, die man auch jetzt schon problemlos auf thematisch etwas fokussierteren Portalen erledigen kann, nun dem künftigen Monopolisten (ja sicher!) zu überlassen, der sicher bald xing, blogger, youtube, suchen.de, studivz & Co. unnötig machen wird. Ganz bestimmt! Und schon morgen wird noch ebay, mymuesli und google maps nachgebaut; anschließend beginnt die Verdrängung heute noch vollkommen überflüssiger und nicht gleich in das "alles-was-man-im-Web-2.0-so-machen-kann" - Portal implementierter Suchmaschinen. Warum kann ich da eigentlich noch keine Texte schreiben und Tabellenkalkulation machen - oder habe ich es nur in der übersichtlichen (US-)Oberfläche nicht gefunden?

Mal ganz im Ernst: Wer braucht´s und was ist drin, was es nicht schon gibt? Sind wirklich schon alle Web 2.0 - Ideen umgesetzt, das Potential ausgeschöpft, der Käse gegessen? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

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Wednesday, 09 April 2008

Werkzeuge für Web-Entwickler in Apple Safari

Apple´s Browser Safari ist in der neuen Version 3.1 auch für XP und Vista eine Alternative zum IE, die einige Vorteile zu bieten hat. Obwohl sich in Deutschland eine gewisse Internet-Explorer-Müdigkeit breit zu machen scheint, beschert dieser Glücksfall mehr oder weniger ausschließlich dem Firefox (nicht, dass er es nicht verdient hätte) neue Nutzer. Opera oder gar Safari und andere Browser haben zumindest hier zu Lande nicht viel davon. Dafür bekommt Apple für den Safari in der Presse in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit, weil die neue Version nicht nur sehr schnell ist und dank WebKit das "Standardkonformste" ist, was derzeit auf einem Windows-Rechner zum Laufen zu bewegen ist, sondern auch weil er einfach Spaß macht. Die "Verbesserung" der Lesbarkeit ist zwar fragwürdig oder zumindest gewöhnungsbedürftig, aber man kann den Effekt auch runterregeln und zumindest die Vergrößerung durch Fettschrift hervorgehobener Textpassagen macht das Überfliegen einer Seite wirklich leichter.

Vor allem aber für Entwickler bietet Safari einige Werkzeuge, die zwar (noch?) gut versteckt sind, aber für den Web-Entwickler hilfreiche Informationen bieten, die in der einen oder anderen Form zwar auch von anderen Werkzeugen für andere Browser dargeboten werden, aber allein schon aus optischen Gründen einen Blick wert sind. Ich bin und bleibe ein bekennender Fan von Firebug und Firefox, wenn es um die Analyse oder Designanpassung von Webseiten geht und die Developer-Toolbar scheint auch im IE8 nicht wirklich an Firebug heranzureichen... aber das muss ja nicht immer so sein. Außerdem bietet der Web-Inspector und die Developer-Tools in Safari auch einige andere Kleinigkeiten, die sonst nur durch AddOns in anderen Browsern oder Zusatztools nutzbar sind.    

Web-Inspector in Apple Safari aktivieren

Web-Inspector aufrufen

Der Weg zur Aktivierung der Developer-Tools und des Web-Inspectors führt beim Safari für Windows über die Parameterdateien im persönlichen Profil des Anwenders. Diese sind im Ordner %APPDATA%\Apple Computer\Safari\ zu finden. Wer unter %AppData% (z. B. "C:\Dokumente und Einstellungen\Administrator\Anwendungsdaten\") der Ordner "Apple Computer/Safari" nicht findet: Der Browser muss nach der Installation wenigstens einmal gestartet werden, damit das Profil angelegt wird ;) 

In der Datei %APPDATA%\Apple Computer\Safari\WebKitPreferences.plist, die mit einem beliebigen Texteditor bearbeitet werden kann, muss zur Aktivierung des Web-Inspectors ein neuer Schlüssel erzeugt werden (der Browser sollte geschlossen sein). Key "WebKitDeveloperExtras" eintragen und mit dem Wert "true" belegen:

<key>WebKitDeveloperExtras</key>
<true/>

Der Web-Inspector kann nach einem Neustart über das Kontextmenü in einer Webseite geöffnet werden und zeigt nicht nur Elementeigenschaften ähnlich dem altbewährten Firebug im FF an, sondern auch z. B. die Ladezeiten für jedes geladene Element einer Seite übersichtlich als Grafik.

Developer-Menü in Safari aktivieren

Developer Menü in Safari

Man kann auch in der Hauptmenüleiste ein "Developer"-Menü aktivieren, um nicht zwingend das Kontextmenü verwenden zu müssen, um auf den Web-Inspector zuzugreifen. Außerdem bietet das menü weitere Funktionen an, die bei der Analyse von Webseiten hilfreich sind. Zur Aktivierung wird in der Datei com.apple.Safari.plist unter "Preferences" in oben genanntem Ordner (also der Datei %APPDATA%\Apple Computer\Safari\Preferences\com.apple.Safari.plist) ein ähnlicher Eintrag vorgenommen (für die Version 3.1 des Browsers; bei 3.0 kann der gleiche Schlüssel in de preferences.plist eingetragen werden, die direkt im Profilverzeichnis liegt) :

<key>IncludeDebugMenu</key>
<true/>

Anwendungsbeispiel:
Ladezeiten von Webseiten analysieren

Ladezeitenanalyse
Klick zum Vergrößern

Während die Konsole des Inspektors zwar schöner ist, aber funktional hinter Firebug zurückliegt, der auch Manipulationen am Code und Design zuläßt, so dass Anpassungen gleich live ausgetestet werden können, ist gerade die "Network"-Ansicht mit den Ladezeiten für alle Elemente einer Seite ein sehr hilfreiches Werkzeug bei der Ladezeitenanalyse und der Identifikation evtl. "Flaschenhälse"... und daher nicht nur im Zusammenhang mit dem Qualitätsfaktor für Google AdWords interessant. Auf einem zweiten Bildschirm dauerhaft im Blick während des Surfens erhält man schnell einen Eindruck über das Ladeverhalten auf einer Domain... wenngleich der Safari - Browser ja ohnehin unverschämt schnell ist und derzeit alle Konkurrenten im Vergleich schlägt. Das gilt aber fairerweise schließlich auch für die Referenzseiten, die man ebenso im Safari mit dem Werkzeug grob "durchmißt". Absolut betrachtet sind die Zahlen also vielleicht weniger wert als eine Ladezeitenanalyse, die von Tools automatisiert zu verschiedenen Zeiten und über unterschiedliche Wege angefertigt wird, im Verhältnis zu anderen Seiten ergeben sich aber valide Vergleichsdaten... und es kostet nichts.  

Nachtrag vom 15.04.2008
"Um die Dose zu öffnen, spannen Sie sie in einen Schraubstock ein, führen Sie einen Kabelbinder durch die Öse und spannen Sie diese mit einem Flaschenzug, bis... oder Sie ziehen den Verschluss einfach mit der Hand ab...". Einfacher geht es offenbar auch beim Safari, wenn man die Developer-Werzeuge nutzen will: In Safari 3.1 einfach auf BEARBEITEN - EINSTELLUNGEN - ERWEITERT und dort die Option zur Aktivierung der Tools anklicken, dann kann man sich auch die ganze Turnerei in den Profildateien ersparen ;-)

Erweiterte Einstellungen Safari

Danke an "Geizhals" für den Hinweis (siehe Kommentare zu diesem Beitrag)

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Thursday, 03 April 2008

Internet Explorer 8 (IE8) gefahrlos selbst testen

Dass der IE8 den Acid2 - Test ohne allzu große Schmerzen bestanden hat und auch dem Acid3 - Test zumindest eine auswertbare Antwort zurückliefern kann, hatte mich schon neugierig gemacht. Nach anfänglichen Problemen mit dem Download ist es mir dann zwar gelungen, das Setup für die Testversion des IE8 für Vista herunterzuladen, eine Installation auf einem Produktivrechner wollte ich mir dann aber nach einiger Überlegung doch nicht antun. Konflikte mit der bestehenden Installation des IE7, der nur dank "MultipleIEs" friedlich neben seinen Ahnen IE6, IE5.5, IE4 und IE3 lebt, sind schließlich vorhersehbar und den IE7 mit einer so frühen (und englischsprachigen) Version des IE8 zu ersetzen, klingt trotz des "IE7-Simulationsmodus" im Internet-Explorer 8 nicht nach einer guten Idee.

Ein Image des kompletten Systems zu ziehen, wenn man weiß, dass man es gleich wieder zurückspielen wird, um vernünftig weiter zu arbeiten, ist sicher auch nicht die Lösung. Also flugs zur Virtualisierung gegriffen. Ob man nun Virtual PC, Moka, Virtual Box oder VMWare bevorzugt: Auf einem virtuellen PC ist der Test solcher Vorabversionen zweifelsfrei einfacher und problemloser als auf einem Rechner, auf dem man ernsthaft arbeiten möchte.

IE8 und Virtual PC

Angenehm überrascht war ich da, dass man bei Microsoft ein fertiges Image von Windows XP inkl. Internet Explorer 8 für Virtual PC 2007 finden kann. Neben den älteren Fassungen des fertigen XP - VPC mit IE6 oder IE7 hat man erfreulicherweise auch gleich eine Variante für frühe Kompatibilitätstests zum IE8 im Download Center bereitgestellt. Damit ist ein gefahrloser und vor allem problemloser Test des IE8 ein Kinderspiel und man muss sich nicht einmal selbst Gedanken über die Installation eines entsprechenden virtuellen Systems machen oder gar sein Gewissen mit virtuellen Installationen von Betriebssystemen belasten, die die man gar keine Lizenz hat. Die Systeme, die mittels eines "Internet Explorer Application Compatibility VPC Image" erstellt werden, sind zwar nur in englisch verfügbar, dafür aber bis zum Ende der beschränkten Laufzeit (derzeit bis Anfang Juli 2008) auch legal. Da sie schließlich nur dem Testen dienen, muss man sich auch keine großen Gedanken wegen der eingeschränkten Nutzbarkeit machen und es ist davon auszugehen, dass rechtzeitig neue VPC-Images zur Verfügung gestellt werden, wenn die Nutzbarkeit der aktuellen Fassungen ausläuft. Klasse Service von MS, der nur dadurch geschmälert wird, dass man sich bei der Beschreibung der herunterladbaren Dateien nicht gerade um epische Breite bemüht hat....

Wer deshalb von den Dateinamen der Downloadliste unter oben genanntem Link verrwirrt ist und nicht weiß, was genau er herunterladen soll: IEx_VPC.EXE steht für ein XP-Image mit Internet Explorer Version x. Die anderen drei Dateien IE7-VIS1.exe bis IE7-VIS2.rar enthalten offensichtlich genau das, was man vermutet: Einen komplett fertig installierten und ebenso englischen Virtual PC mit Windows Vista (Business) und dem IE7. Wer also schon immer mal sehen wollte, ob sich auch Vista ordentlich virtualisieren läßt und den Download der 1.8 GB nicht scheut, darf sich hier ebenfalls bedienen, ohne sich eine Vista-Lizenz aus den Rippen schneiden zu müssen. Für gewisse Tests sicher recht praktisch; für einen ersten Eindruck vom IE8 aber definitiv die falsche Wahl...

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Tuesday, 01 April 2008

Neue, alternative und spezielle Suchfunktionen bei Google (und warum man sie nicht auf Anhieb finden kann)

Um Marktführer zu bleiben, darf man sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen... nicht mal, wenn man Google heißt. Neue Suchfunktionen und Methoden, um das unerschöpfliche Angebot des Webs "erfahrbar" zu machen, entstehen jeden Tag und überall. Social Search, lokale Suche, Expertenempfehlungen, Massenbewertung von Suchergebnissen und eher unbekannte Spezialsuchmaschinen haben ihre Daseinsberechtigung und werden, wenngleich nicht so häufig wie Google - zur Suche nach Informationen genutzt. Auch - teilweise nur subtile - Veränderungen in der Bedienung einer Suchmaschine, der Navigation innerhalb der Suchtreffer oder der Darstellung von Beziehungen zu weiteren Informationen oder anderen Medientypen entscheidet für den einzelnen Benutzer oft darüber, wo er gern sucht... oder neben Google sonst noch sucht.

Daher werden vor allem bei Google ständig Verbesserungen gesucht, die dabei helfen sollen, die Position an der Spitze zu halten und dem Benutzer nicht nur ein möglichst passendes Suchergebnis zu bieten (die Verbesserungen am Suchalgorithmus sind ein anderes Thema, dass die SEO-Blogs dieser Welt schon zu Genüge spekulativ breit treten...), sondern auch eine gefällige und hilfreiche Oberfläche. Der "stumme und geduldige Suchschlitz", das aufgeräumte Design, die schnelle Lade- und Antwortzeit sowie die Listendarstellung der Ergebnisse mögen einst Garant für den Erfolg gewesen sein und sind es im Fall der Einfachheit in der Darstellung sicher immer noch; die ständig wachsende Web 2.0 - verwöhnte Internetgemeinde verlangt aber nach mehr Flexibilität, Interaktion und Unterstützung bei der Definition der "zum Erwarteten passenden Suchanfrage" und Auswertung der Suchtreffer.

Wenn man Google heißt, kann man sich allerdings nicht einfach so auf jeden Trend stürzen und vor lauter AJAX, Multimedia und "Designverbesserungen" die Bedürfnisse der riesigen Armee bereits gewonnener Benutzer vergessen. Da der beharrlich an Gewohntem haftende Stammkunde naturgemäß der Feind des Neuen ist, müssen solche Verbesserungen also entweder sehr dezent bzw. optional umgesetzt werden oder im Stillen passieren - und sind dann darauf angewiesen, dass sie auf andere Weise bekannt werden (wer schaut schon unter Links wie "Mehr - und noch mehr" oder "Weitere Informationen" etc. nach?). Und: sie werden erst einmal lange und ausgiebig getestet. Da es bei Google erstens vernünftig ist, neue Dinge erst einmal für die englische Sprache (...bald wird man solche Tests sicher mit Inhalten in Mandarin machen müssen, weil die dann in der Mehrzahl sind, aber ich scheine abzuschw...) zu erproben und zweitens schon zum guten Ton gehört, möglichst lange "Beta" drauf zu schreiben (auch dies hat einen Grund, der nicht zum Thema gehört, warum habe ich diese Klammer überhaupt aufgemacht?), findet man neue Funktionen während der ausdauernden Testphase zumeist in den Google Labs.

Google Suggest und andere "Experimental Search" Erweiterungen der Google Labs

Die Vervollständigung von Eingaben ist eines ersten sinnvollen Anwendungsgebiete von AJAX und daher weit verbreitet. Es liegt also nahe, bei einem derart riesigen Datenbestand zu Suchanfragen sinnvolle Vorschläge für eine Suchphrase oder einen Einzelbegriff schon bei der Eingabe auch bei Google zu implementieren, die über die "Meinten Sie..." Links bei erkennbaren Schreibfehlern oder die dezenten Vorschläge am Ende der ersten Trefferliste für zielgerichtetere Anfragen hinausgehen und schon bei der Eingabe hilfreich sind. Die in englischer Sprache zu testende Erweiterung Google Suggest zeigt, wo es auch mit dem Eingabefeld der Google - Website hingehen wird. Schon heute kann diese Erweiterung [auch für deutsch formulierte] Suchanfragen hilfreich genutzt und mit der Historie der eigenen Anfragen kombiniert werden, indem man die Google Toolbar einsetzt und deren Sucheingabefeld verwendet.

Die Verwendung von Suggest kann auch über http://www.google.com/experimental/ als Vorgabe eingestellt werden; das bringt aber dem deutschsprachigen Suchenden nur bedingt dauerhafte Freude, weil zur Nutzung trotzdem immer Umwege über die Labs erforderlich sind (der kennt jemand einen einfacheren Weg?).

Neue Ansichten und Navigationsmittel für die Suchergebnisse

Außerdem ist es da schon viel interessanter, die Experimental Search "Alternate views for search results" zu benutzen. Die Ansichten:

  • List view ("klassische" Ansicht)
  • Info view (Nach Kategorien gruppiert wie "Orte", "Bilder" etc.)
  • Timeline view (Zeitleiste, leider nicht bei vielen Suchbegriffen zu gebrauchen, aber interessante Idee) und
  • Map view (mit Kartenansichten, die die Suche beim Zoomen weiter eingrenzen kann)

können bei der Einschätzung der Relevanz gefundener Suchergebnisse je nach Art der Anfrage ganz neue Wege eröffnen. Bei "Dauerbrennerthemen" eine Zeitleiste zur Einschränkung der Suchergebnisse verwenden zu können oder bei der Suche nach Angeboten lokaler Natur statt der direkten Eingabe bei Google Maps die "klassischen" Suchergebnisse mit Hilfe einer Karte weiter einschränken zu können, mögen irgendwann genau so normal erscheinen wie die heutige Form der Suche... oder eben auch nicht. Noch lange nicht jedes Experiment geht in Serie oder dient nur als Vorlage für ein neues Experiment - oder wird in andere Google-Produkte integriert, obwohl es als potentielle reine "Sucherweiterung" begonnen hat. Ab und zu mal unter "Mehr -> und noch Mehr" nachzuschlagen, lohnt sich also, denn hier findet sich so mancher Kandidat wieder, der die Labs bereits verlassen hat. Auch die anderen aktuell laufenden Experimente sind einen Blick wert, wenngleich Spezialsuchfunktionen wie die Codesuche logischerweise nur einen eingeschränkten Nutzerkreis adressieren (dafür aber einen, der Suchmaschinen besonders oft nutzt und daher solche Spezialfunktionen nicht nur im Sinne des Benutzers praktisch sind, sondern auch helfen können, "unnötigen" Suchtraffic zu vermeiden...).

Google Trends

Schon fast ein "Rentner" in den Labs ist Google Trends. Wenngleich auch hier die englische Sprache vorherrscht und das Werkzeuge daher (derzeit) nur bedingt zur Recherche von Keywords für SEO und SEM geeignet sind (ähnlich wie Google Suggest oder die Google Sets), können damit Trends nachverfogt werden und das Volumen von Suchanfragen zu einzelnen Begriffen weitaus anschaulicher betrachtet werden, als das z. B. im Keyword-Tool von Google der Fall ist. Ein schönes Beispiel für die Spuren einer erfolgreichen Guerilla-Marketing Kampagne in den Suchtrends, die zu einem unglaublichen Peak zum 18.Januar 2008 führten - dem Datum, dass nicht nur mittels Kreidezeichnungen auf Gehwegen in viele Köpfe gefunden hatte: http://www.google.com/trends?q=Cloverfield

Spezialfunktionen der Google-Suche

Einiges, was man in ein Sucheingabefeld eingibt, führt zu Ergebnissen, die man in dieser Form nicht erwartet hätte. So entdeckt der eine oder andere Benutzer eher zufällig einzelne Spezialfunktionen der Suchmaschine und nutzt sie danach gezielt. Wer ruft trotz offenem Browser noch den Windows-Taschenrechner auf, wenn er ein Ergebnis braucht? Eigentlich unnötig, kann Google doch problemlos rechnen und selbst komplexere Aufgaben ebensogut berechnen. Eine Anfrage wie 17+4 lagweilt Google zwar, das Ergebnis stimmt aber und ist sogar frei von Werbung (möglicherweise werden komplexere Anfragen aber demnächst mit akademischen Stellenanzeigen geschmückt,  wer weiß?).

Genauso dezent hat Google auch gelernt, nach Aktienkursen zu suchen, günstige Tarife zu finden und mehr... man weiß es nur oft einfach nicht. Eine kompakte Übersicht findet man bei Google selbst (das ist nicht für alle Funktionen so selbstverständlich!) in der "Featureliste" der Suche.

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Wednesday, 12 March 2008

Kostenloses eBook zum Internetrecht als PDF

Datenschutz, eigener Online-Shops, Web 2.0 - Funktionen, Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing... alles Dinge, mit denen im Web oft sehr laienhaft umgegangen wird. Nicht nur bei Dauerbrennern wie der Betrieb "rechtssicherer Shops" oder derzeit aktuelle Themen wie die Verwendung fremder Markenbezeichnungen in Metatags oder als bezahlte Suchbegriffe bei Google AdWords ist ständig Bewegung in der Rechtsprechung. Umso besser, wenn man ein Nachschlagewerk zur Hand hat, dass im Zweifelsfall möglichst aktuelle Informationen und Anwendungsbeispiele liefern kann. Ein im Web erhältliches kostenloses eBook dreht sich um mehr oder weniger alle Bereiche des Internetrechts, so z. B. auch dem Domainhandel, in abgeschlossenen Kapiteln. Der Autor Prof. Dr. Thomas Hoeren ist als Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Uni Münster sicherlich nicht die schlechteste Adresse, wenn es um Informationen zum Internetrecht geht...

Kostenlos herunterladen und lesen ist ausdrücklich erlaubt, einer Spende für die Kaffekasse des Instituts ist man aber lt. Deckblatt nicht abgeneigt. Noch praktischer als der kostenlose Download des eBooks ist es zudem, dass die "online-Ausgabe" häufig aktualisiert wird und bei der Lektüre der neuesten Fassung vom Server unter http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/materialien/Skript/ bestmöglich davor schützt, sich auf veraltete Informationen zu stützen - abgesehen natürlich von der Konsultation eines Fachmanns (was im Einzelfall so oder so immer die bessere Alternative zum Selbststudium ist).

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Tuesday, 04 March 2008

Favicons mit Online - Generator erstellen

Und noch ein nützliches Webtool, das sich gerade dann bewährt, wenn man nicht an seinem eigenen Rechner sitzt, aber dennoch schnell die eine oder andere Veränderung an einer Website vornehmen will: Der online und kostenlos zur Verfügung stehende Favicon - Generator ist einfach praktisch, um aus einer beliebigen JPG-, PNG- oder GIF-Grafik ein Favicon in 16x16 oder auch ein größeres Icon in 32x32 Pixel zu erstellen. Einfach im Favicon - Generator die vorbereitete Grafik hochladen, auf "Favicon erstellen" klicken und das Ergebnis lokal speichern.

Was bitte sind "Favicons"?

Wer sich nun beim Lesen "Faviwas?" fragt: "Favicons" (steht als Abkürzung für "favourite" und "icon") sind die individuellen Symbole, die der Browser neuerer Bauart gern in der Adressleiste und auf dem Tab, das die Seite darstellt, anzeigt. Dieses Symbol wird auch in die Lesezeichen / Favoriten des Browsers übernommen, wenn eine Seite dort eingetragen wird. 

ico

Per Vorgabe steht an der Stelle eines Favicons ein neutrales Standardsymbol, das eine "Dokumentseite" darstellt; im Fall meiner Site ist es z. B. das grün-weiß-orange-farbene "Mini-Schachbrettmuster" mit dem blauen Rahmen.  Dieses wird immer dann verwendet, wenn kein eigenes Symbol für eine Domain oder einzelne Seite vorhanden ist.

Da der Browser ohnehin immer nach einem Favicon sucht (favicon.ico im Stammverzeichnis einer Domain, wenn kein anderer Pfad oder Dateiname in den Metadaten definiert ist), kann man ihm auch gleich den Gefallen tun und ein eigenes Symbol dort ablegen. Und wer einzelne Seiten mit einem abweichenden Favicon / Symbol versehen will oder einfach nur einen anderen Pfad oder Dateinamen verwenden will, kann im Kopf einer Seite den Pfad zum Favicon selbst definieren:

<link rel="shortcut icon" href="anderesverzeichnis/schnurzegal.ico" />

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Tuesday, 19 February 2008

Bildbearbeitung: Praktisches Online-Werkzeug für transparente Grafiken

Man schlägt sich ja mit vielen Dingen rum und hat für alle Probleme so seine kleinen Helfer auf der Festplatte. Aus irgend einem Grund habe ich aber manchmal bei der Anpassung bestehender Grafiken für Webseiten einfach kein passendes (offline-) Werkzeug zur Hand. Sei es, weil ich gerade am Rechner eines Bekannten oder eines Kunden sitze... oder warum auch immer. Es passiert jedenfalls. Fast alles bekommt man zur Not mit den vorhandenen Bordmitteln zur Bildbearbeitung hin, aber das Definieren einer transparenten Farbe gehört selten dazu. In solchen Fällen greife ich inzwischen ganz entspannt via Google Bookmark auf einen Link bei GIFWorks zu. Hier ist schnell eine bestehende Grafik in eine (sehr rudimentäre) Online-Grafikbearbeitung eingelesen, die transparente Farbe mittels EDIT - TRANSPARIFY definiert und das Bild lokal wieder gespeichert. Zugegeben: Die Usability ist grottig und die Anwendung alles andere als Web 2.0, aber es erfüllt seinen Zweck und funktioniert überall, wo die Funktion gerade sonst nirgends zu finden ist... Vielleicht hilft dieses Webtool ja auch dem einen oder anderen Leser dieses Blogs - lieben muss man es ja deswegen noch lange nicht.

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Monday, 04 February 2008

Benutzerfreundliche Webseiten gestalten

Mit Speck fängt man Mäuse und mit Suchmaschinenoptimierung Besucher. Dass Besucher allein aber kein Garant für einen wirtschaftlichen Erfolg im Internet sind, merkt man spätestens dann, wenn man sich die falschen Besucher eingefangen hat - oder wenn zwar die "richtigen Besucher" kommen, aber das Angebot bzw. die Einkaufsmöglichkeiten nicht nutzen wollen... oder können.

"Usability" heißt das Zauberwort; zusammen mit "Conversionfreundlichkeit" (oder Conversionwahrscheinlichkeit) wird eine Formel draus. Was so alles zur Erstellung von Benutzerfreundlichen Webseiten gehört, die es möglichst auch schaffen, den Benutzer zu überzeugen und zur Annahme des jeweiligen Angebots - sprich: dem Auslösen einer Conversion - bewegt, wird das Thema einer neuen Tippsammlung im Web, die sich in loser Folge in den nächsten Wochen und Monaten mit den jeweiligen Faktoren der Web-Usability und conversionfreundlicher Gestaltung von Inhalten und Angeboten im Internet befassen wird. Die "Erstbestückung" der Sammlung ist noch ein wenig dünn, die bereits behandelten Abschnitte sind aber mehr oder weniger abgeschlossen, so dass man sich nach und nach als regelmäßiger Besucher der Site in das Thema eindenken kann. Wer sich darauf einläßt, erhält im Laufe der Zeit bis zur "kompletten" Befüllung der Tippsammlung jede Menge Material, mit dessen Hilfe sich Ansatzpunkte zur Verbesserung der eigenen Internetpräsenz identifizieren und optimieren lassen. Wem das zu lange dauert, der kann sich auch zum Festpreis eine Analyse der eigenen Site / des eigenen Online-Shops erstellen lassen. Und wen der Stil der dortigen Beiträge an dieses Blog erinnert, behält sein Wissen einfach für sich, OK?  ;)

Hier geht´s zu den Informationen und Tipps zur Web-Usability.

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Wednesday, 02 January 2008

Webmastertools auch bei Microsoft für die Live - Suche

Frohes Neues erstmal!


Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, auch lieb zu Suchmaschinen zu sein, der sollte seinen Werkzeugkasten aufmachen und ein weiteres Tool reinlegen: Die Webmastertools von Microsoft. Zumindest, wenn er die letzten paar Prozent von neuen Besuchern, die jeden Monat auch hierüber reinkommen und nicht aus dem großen Google-Topf stammen, auch noch mitnehmen will. Das Pendant zu den Google - Webmastertools ist unter http://webmaster.live.com/ zu erreichen.

Nach der Anmeldung (es ist eine Windows Live ID erforderlich) ist erst einmal eine Verifikation fällig. Und während sich die Google Webmaster Tools und der Yahoo Site Explorer mit einer platten HTML-Datei begnügen, muss es bei Microsoft (natürlich) eine XML-Datei sein, die schnell auf den Server geladen wird und zur Bestätigung der Zugriffsmöglichkeit ("ich bin Webmaster, echt!") dient. Die Alternative dazu sind auch bei MS angepasste Tags auf der Startseite der Domain.

Wichtigste Funktion ist hier - wie (zumindest ursprünglich) bei Google auch - die Anmeldung aller Seiten einer Domain per Sitemap, die der Suchmaschine bei der Erfassung aller Seiten eines Webauftritts den Weg weist, so dass Lücken in der Erfassung nun einfacher geschlossen werden können (zumindest in der Theorie; crawlen muss MS die Seiten dann schon noch selbst). Ebenso sind hier - wie bei Google in den Webmaster Tools - statistische Informationen über die Domain abrufbar. Dieser Part ist aber sicher der Grund für das Dasein als Beta, denn es ist hier vergleichsweise wenig zu sehen oder gar zu gebrauchen. Trotzdem schön, dass nun nach den Google Webmaster Tools und dem Yahoo Site Explorer auch für den dritten nennenswerten Vertreter seiner Zunft ein Dashboard für den Webmaster bereit steht.

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Saturday, 01 December 2007

Suchen bei Google ohne Zensur und ohne Filter

Dass es bei Google in einigen Ländern eine strenge Zensur der Ergebnisse gab, gibt und auch immer wieder geben wird, wird in vielen anderen Blogs bereits ausreichend emport, entrüstet und naiv beschrieben und rege kommentiert. Warum das so ist und dass dieser Kompromiss aus wirtschaftlichen Gründen für eine Firma wie Google überlebensnotwendig ist, ergibt sich derweil nach einem kurzen Moment des Nachdenkens eigentlich ganz von allein; unabhängig davon, ob man das nun akzeptiert oder verteufelt.

Dennoch suchen wir alle gern und oft bei Google. Aber auch hier sind Zensur und Filterung - wenngleich aus weitaus "nobleren" Gründen als in manch anderen Ländern - nichts Ungewöhnliches. Und da jeden Tag ein neuer Grund auftreten kann, warum die eine oder andere Seite nicht mehr in den Suchergebnissen erscheinen sollte, kann eine Recherche unter Verwendung der einen oder anderen Variante durchaus andere und u. U. brauchbarere Ergebnisse zu Tage fördern.

Wer vergeblich nach Informationen zu heiklen Themen sucht, kann es z. B. gern mal über eine "deutsche und unzensierte" Fassung der Suche über http://www.google.com/webhp/ versuchen. Wird hier das Gesuchte nicht gefunden, ist auch mit einer "amerikanischen Suche" auf google.com (per Klick auf "Google.com in English" unten rechts zu erreichen, wenn man dann doch wieder bei google.de gelandet ist) gut beraten.

Wer Inhalte sucht, die wegen der "rein zufälligen Ähnlichkeit" mit anderen Seiten im Duplicate Content Filter hängen geblieben ist, findet eine ungefilterte Liste durch Anhängen des Parameters &filter=0 an seine Suchanfrage. Das sorgt neben dem Auflisten der wegen Gleichheit des Inhalts gefilterten Seiten auch dafür, dass "ähnliche Suchergebnisse" einer Domain direkt angezeigt werden, statt diese erst nach einem Klick auf "die Suche unter Einbeziehung der übersprungenen Ergebnisse wiederholen" anzuzeigen - in diesem Fall passiert nämlich nichts anderes, als den besagten Parameter an die Anfrage anzuhängen. Und wer noch nie auf die Idee gekommen ist, bei Google auf die Einstellungen zu klicken, kann dies nachholen und den moderat vordefinierten SafeSearch-Filter so lange abschalten, wie er seine Cookies behält (oder man nutzt CustomizeGoogle als Erweiterung in Firefox).

Und dann besteht da natürlich noch die gewagte Idee, einfach mal eine andere Suchmaschine zu benutzen. Ja, die gibt es tatsächlich immer noch! Yahoo liefert bei einigen Anfragen vielleicht sogar wertvollere Treffer auf den ersten Seiten als Google (kann das wirklich wahr sein?) und auch die Windows Live Suche Bing ist nach wie vor fleissig beim Einsammeln und Bewerten von neuen Inhalten. Und wer die Windows - Suche nur wegen des Designs und dem ganzen Kram drumherum scheut, der kann ja einfach ab und zu mal bei msdewey.com (Nachtrag: von MS leider eingestellt; man findet aber bei Youtube reichlich Material über Ms. Dewey) nachschlagen. Das ist zwar weniger effizient und anwendergerecht, dafür wird man während der längeren Wartezeit auf die (Microsoft-) Suchergebnisse nett unterhalten ;)

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Thursday, 20 September 2007

Gesuchtes schneller finden bei Google & Co.

Klicken Sie auch immer auf einen Link in den Suchergebnissen bei Google, landen auf einer Seite, die schon auf den ersten Blick offenbart, dass man hier nicht fündig wird und kehren per "Zurück" - Schalter zu den Suchergebnissen zurück?

Dann sind Sie in guter Gesellschaft, denn ein Großteil der Suchmaschinen-Nutzer geht so vor. Problem: Das Finden bestimmter Informationen kostet auf diese Weise oft eine Menge Zeit, wenn das Gesuchte nicht innerhalb der ersten Treffer auftaucht.

Anwender von "tabfähigen" Browsern wie IE7, Firefox und Opera haben sich schnell daran gewöhnt, die Suchergebnisse nicht per normalem Klick zu bedienen, sondern über einen Rechtsklick Funktionen wie "Seite in neuem Tab öffnen" o. Ä. einzusetzen, so dass zunächst einmal mehrere Kandidaten aus der Trefferliste geöffnet und anschließend in neuen Reitern begutachtet werden. Das spart Zeit, ist aber auch nicht ideal, wenn man die Anzahl der Klicks bedenkt, die sich verdoppelt hat.

Wenig beachtet hingegen ist die Option, die Suchergebnisse bei Google per Vorgabe immer in neuen Fenstern öffnen zu lassen, was bei den o. a. Browsern einfach einen neuen Reiter öffnet - also genau das macht, was man sich per Kontextmenü weitaus umständlicher zusammenklickt. Dazu Klicken Sie oben neben der Schaltfläche "Suche" bei Google auf den Link "Einstellungen". Ganz unten finden Sie einen Bereich "Ergebnis-Fenster" und dort die Option "Für Suchergebnisse neues Fenster Öffnen". Anklicken, Einstellungen speichern und fertig. Wer das Gefühl hat, dass oft mehr als 10 Suchmaschinentreffer erforderlich sind, um zum Ziel zu gelangen, kann darüber auch gleich die Anzahl der Ergebnisse an seine Wünsche anpassen.

Noch simpler, mit der praktischen Einstellung bei Google kombinerbar und in vielen Fällen zudem bereits ausreichend, um zumindest "Schrottseiten" aus seiner Kandidatenliste für die spätere Begutachtung der Inhalte auszusieben, ist die Verwendung einer dynamischen Seitenvorschau, die die schöne neue Web 2.0 - Welt in mehreren Varianten bereithält. Der Vorteil ist, dass Sie die Suchergebnisse weder verlassen, noch neue Fenster oder Tabs öffnen müssen, um einen Eindruck vom Inhalt der Linkziele zu bekommen. Ich verwende das Tool Snap Shots dazu, in den Suchergebnissen eine Vorschau auf die hinter den Links liegenden Seiten zu erhalten. Spart nochmal den einen oder anderen Klick... und die Zeit, die das Werkzeug zum Erzeugen der Seitenvorschau benötigt, kann gut zum Begutachten der nächsten Einträge in der Trefferliste genutzt werden.

Dies praktische Funktion steht auch auf anderen Seiten wie Amazon (leider nur amazon.com), Yahoo, Wikipedia und anderen zur Verfügung. Außerdem kann diese Funktion auch statt als Browser-Plugin (für Firefox, Internet Explorer oder Safari) direkt in Ihre eigene Webseite implementiert werden, wenn Sie die Funktion generell für externe oder auch interne Links anbieten wollen. Die zweite Variante ist sicher Geschmackssache und paßt nicht überall so gut wie bei Wikipedia oder in Suchergebnissen... aber schauen Sie sich das Add-On doch einfach mal an - nervt es, ist es auch schnell wieder deinstalliert.

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Monday, 03 September 2007

Google Webmaster Tools als Pflichtprogramm für Webmaster?

Haben Sie in den letzten Monaten auch die eine oder andere Mail erhalten, die offenkundig von Google stammte und die eine Verbannung Ihrer Site aus dem Index zum Thema hatte? Vielleicht haben Sie auch erst mal einen ordentlichen Schreck bekommen und erst nach Einnahme der Herzptropfen den Absender als toten GMAIL-Account entlarvt oder auf anderem Weg davon erfahren, dass mal wieder eine Spam-Welle mit gefälschten "Abstraf-Mails" von Google über das Internet schwappt und ein paar Spritzer davon auch in Ihrem Postfach niedergegangen sind.

Die gute Nachricht: Künftig können Sie zu 100% sicher sein, dass eine solche Mail, wenn Sie denn nochmal eine erhalten sollten, eine Fäschung ist. Die - wenngleich vielleicht auch erst auf den zweiten Blick - schlechte Nachricht ist nämlich, dass Google solche Mails, die es in der Vergangenheit durchaus auch mit ernstem Hintergrund und echtem Absender gab, künftig nicht mehr versenden wird.

Statt dessen gibt es jetzt einen hochtrabend "Message Center" genannten Bereich in den Google Webmaster Tools, die ab sofort für diese und andere Nachrichten (es sind sicher selten gute...) zuständig ist. Das bedeutet erst einmal im Prinzip, dass Sie die Google Webmaster Tools auch einsetzen müssen, wenn Sie künftig erfahren wollen, gegen welche (Ihnen nicht unbedingt bekannten oder vollkommen neuen Regeln) Sie nun verstoßen haben und Ihre Site deshalb in Verdacht geraten ist, Suchmaschinen austricksen zu wollen. Und es heißt, dass Sie dort regelmäßig vorbeischauen müssen, wenn Sie böse Überraschungen nicht erst durch sinkende Umsätze erfahren wollen, sondern einigermaßen rechtzeitig, um direkt gegenzusteuern und eine Neuaufnahme zu erzielen.

Hintergründig bedeutet es auch, dass Sie mehr oder weniger keine andere Wahl haben, als jede Ihrer Sites, die Sie betreiben und an denen Ihr wirtschaftlicher Erfolg hängt, bei Google als Ihre Site identifizieren müssen. Das ist nicht wirklich tragisch; kann Google doch seit geraumer Zeit ohnehin auf alle erforderlichen Daten bei DENIC zugreifen, wenn man dies im Zuge der Bewertung eingehender Links wirklich wissen will... seit man ohne viel Rummel in das Geschäft des Webhostings "eingestiegen" ist, ohne es ernsthaft betreiben zu wollen. Wie praktisch, oder?

Natürlich können und sollten(!) Sie auch auf anderem Weg beobachten, ob Ihre Seiten und Angebote nach wie vor gut bei Google gefunden werden, spielt hier schließlich je nach Erhebung immer "so um die 80%" der Musik in der Informations- und Produktsuche im Internet. Aber Hand auf´s Herz: Wer macht sich schon wirklich die Mühe oder schafft die notwendigen Systeme dazu an und betreibt sie?

Also wurscht, was Sie sonst noch einsetzen: Wenn Sie sich nicht die Mühe gemacht haben, jede der für Ihr "privates Linknetzwerk" verwendeten Domains auf einen entfernten verwandten zu registrieren, schaden Sie Ihrem selbst aufgebauten Geflecht von "externen Links aus eigener Produktion" (mir fiel einfach keine noch vorsichtigere Umschreibung ein) auch nicht, wenn Sie sich zusätzlich zu allem anderen die Google Webmaster Tools antun und ab und zu einen Blick rein werfen. Als Bonus kommen Sie vielleicht ja auch erstmalig auf die Idee, eine Sitemap hochzuladen und wissen auch ansonsten gar nicht, worum es in diesem Artikel geht ;)

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Wednesday, 01 August 2007

Wie eine Suchmaschine Ihre Website sieht: Spideremulator

Über den Weg der Simulation eines Suchmaschinencrawlers machen Sie sich schnell ein Bild davon, wie ein Crawler / Spider Ihre Seite sieht und welche Inhalte erkannt werden - und welche nicht.

Es ist nicht der einzige Vertreter im Web, aber er ist so praktisch wie seine Kollegen: http://www.linkvendor.de/seo-tools/se-spider.html durchsucht einzelne Seiten und stellt die extrahierten Inhalte übersichtlich dar.
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Tuesday, 17 July 2007

Alle IEs auf einen Blick: Wie sieht meine Webseite in anderen Browsern aus - Teil II

Unter der Adresse http://tredosoft.com/Multiple_IE kann "Multiple IE" - ein extrem praktisches Tool - bezogen werden, über das die Internet-Explorer Version 3 bis einschließlich Version 6 parallel auf dem heimischen Rechner installiert werden. So kann zumindest für den IE relativ einfach kontrolliert werden, ob eine Seite auch in älteren Browsern sauber dargestellt wird.

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Wednesday, 04 July 2007

Browser-Emulation / Abbilder: Wie sieht meine Webseite in anderen Browsern aus?

Die Frage ist klar, der Grund auch: Nicht alles, was im IE7 prima ausschaut, macht sich auch im IE6 oder Firefox gut. Solange man sich nur die Mühe macht, kann man den einen oder anderen Browser auch selbst installieren und die Seiten testen... was ist aber mit Browsern für den Mac oder unter Linux, wenn man nur auf einer Windows-Büchse zuhause ist? Emulation oder Screenshots anderer Browser-Engines sind da ein guter Anhaltspunkt, wenngleich nicht unbedingt immer 1:1 mit einem "echten, installierten und konfigurierten Browser" zu vergleichen. Ein eigenes Bild kann man sich bei den folgenden Adressen machen:

  • Unter http://www.meineipadresse.de/netrenderer/ kann für die meisten Browser ein Abbild erstellt werden.

  • http://www.browsercam.com/ bietet im Rahmen einer kostenlosen Mitgliedschaft für 24 Stunden Tests an, danach kostet der Dienst Geld, das es sicher wert ist, wenn man dieses Werkzeug regelmäßig und nicht nur einmalig verwenden will. Mehrere Browser werden emuliert.

  • Unter http://browsershots.org/ kann für eine recht umfangreiche Liste angebotener Browser eine Übersicht an Screenshots angefordert werden. Die Bereitstellung der Grafiken kann etwas dauern, die Queue ist meistens recht voll

  • Wenn es "ganz alt" sein darf oder soll - oder wenn man einfach nur nostalgische Phasen am PC durchleben will - ist auch http://dejavu.org/emulator.htm eine gute Adresse.
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