Markus Baersch

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Wednesday, 14 April 2010

Projektmanagement-Ausreden gehören in jede gute PM-Toolbox!

Jaja, oft sind es ja die einfachen Ideen, die am besten ziehen. Aktueller Fall: Projectplace sucht die beste Projektmanagement-Ausrede. Da hagelt es sicher eine Menge neuer Links und Tweets, die der Domain guttun -was auch die Vergabe des Tags "SEO" hinreichend erklären sollte ;) Mir soll´s recht sein; also bin ich auch dabei. Nach reiflicher Überlegung habe ich alle Ideen rund um...

  • in parallele Realitäten entwichene Arbeitspakete,
  • Aliens und
  • Hackerangriffe aus China sowie
  • weiteren Unsinn

...verworfen und mich für einen echten Kassiker aus der Paxis entschieden:

"Gestern lief das noch problemlos, ehrlich!"

Wem´s bekannt vorkommt - oder wer mir einfach einen Gefallen tun will, obschon ich sicher keine Chance haben werde - kann hier abstimmen (Danke auch!). Ansonsten findet man am schwarzen Brett unter der Adresse (zumindest eine zeitlang) bestimmt eine Menge an originellen und unverbrauchten Ausreden, wenn das Projekt mal nicht so will wie geplant. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal brauchen kann...  ;)

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Tuesday, 30 December 2008

Ein kleines Jubiläum: 75.000 Downloads der Projektmanagement Muster

Das hätte ich wirklich nicht erwartet, als ich im Februar 2007 damit begonnen hatte, meine bis dahin eher stiefmütterlich behandelte Website umzugestalten und in diesem Zusammenhang kostenlose Muster für Projektmanagement-Dokumente wie Lastenheft, Pflichtenheft & Co. anzubieten. Sicherlich sind 75.000 Downloads nicht die Welt und andere Dinge werden weitaus häufiger heruntergeladen - selbst an einem einzigen Tag. Dennoch ist der nun herrschende rege Besucherverkehr mehr, als ich im Sinn hatte. Zugegeben: Die Vorlagen sind natürlich ein Magnet, der in einem zweiten Schritt auch dazu geeignet sein kann, Geschäft zu generieren (und das hat ja auch in einigen Fällen durchaus funktioniert). Trotzdem steckt eine Menge initialer Arbeit in der Anlage und Gestaltung aller Vorlagen, die auch demjenigen zur Verfügung stehen, der keine Beratung, Schulung oder sonstwas zusätzlich braucht. Und so ich freue mich immer, wenn ein wenig Dank zurückkommt. Stellvertretend für das durchweg positive Feedback, das ich über das Kontaktformular bekommen habe, soll hier zum "kleinen Jubiläum" eine "Kundenstimme" zu Wort kommen:

Nachricht von 26.05.2008, 22:19:26:

Guten Tag Herr Bärsch

hiermit möchte ich Ihnen ein feedback zu den kostenlosen Vorlagen geben, die Sie auf Ihrer Seite anbieten.

Ihnen gebührt mein aufrichtiger und besonderer Dank, da ich erst auf Ihrer Seite endlich einmal Hilfestellung bekommen habe, wie sich die einzelnen Dokumente eines Projektes aufschlüsseln, wie sie aufgebaut sind und als Muster aussehen können.

Vielen herzlichen Dank, dass Sie all diese Downloads gratis anbieten. Das hebt Sie von anderen Seiten im Netz ab, wo man erst eine Mitgliedschaft kaufen muss, um solche Vorlagen einsehen zu können...

Liebe Grüße aus Aachen
Manfred Gaspers

Kurz gesagt: Ich finde es auch prima, wenn jemand eine Vorlage sucht und hier findet, was er benötigt. Dazu ist natürlich auch die Mithilfe von Suchmaschinen gefragt, denn da kommen die Anfragen - und ein großer Teil neuer Besucher - schließlich her. Insofern kann und muss ich mich wohl auch bei Google für die Überraschung bedanken ;-)

Mein eigener Dank geht an alle zurück, die Interesse an den Vorlagen gezeigt haben. Besonders diejenigen, die mich mit einem Backlink belohnt haben, sollen - wenngleich sie dies hier nicht zwingend lesen werden - natürlich besonders gelobt werden (grins). Weiterhin ist jedes Feedback willkommen und wird, wenn irgend möglich, auch zeitnah beantwortet.

Ich hoffe einfach mal, es geht in den nächsten Monaten so weiter wie bisher, so dass sich die Arbeit, die bisher schon in das Thema gesteckt wurde, weiter gelohnt hat. Nach wie vor steht die Fertigstellung eines eBooks, das die noch fehlenden kommentierten Fassungen für alle Dokumente nachliefern soll, aus Mangel an Zeitüberfluss aus. Ich habe den Plan aber noch nicht aufgegeben und bitte bis dahin jeden, der eine Detailfrage zu einem der Dokumente hat, um eine kurze E-Mail. Wenn es sich irgendwie einrichten läßt, kann eine Antwort aus dem bereits bestehenden Rohmaterial für das eBook vorab als Antwort dienen... oder die Frage zwingt mich zur Fertigstellung eines weiteren Bausteins für den geplanten eBook-Leitfaden :-)

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Friday, 11 April 2008

Excel-Muster Anforderungsliste / Roadmapdokument aktualisiert

Die in den "Downloads" bereitgestellte kostenlose Vorlage für eine Anforderungsliste zum Sammeln aller Anforderungen an ein Projekt wurde heute mit einer neuen Fassung aktualisiert. Hierin sind folgende Änderungen enthalten:

  • Die bedingte Formatierung weist für den Nutzen nun nicht mehr rot für "Hoch" und grün für "Niedrig" (analog zur Spalte für die Kosten) aus, sondern praxisgerechter in umgekehrter Form, so dass die Einschätzung eines Eintrags anhand der Farbgebung leichter fällt.
  • Die Spalte für die Priorität verwendet nun andere Farben als die beiden anderen formatierten Spalten, so dass "hoch", "mittel" und "niedrig" durch unterschiedlich "warme" Pastelltöne visualisiert werden.
  • Einigen der Spalten fehle die Definition zur automatischen Anpassung der Zeilenhöhe, so dass längere Beschreibungen im Ausdruck abgeschnitten wurden, wenn man die Zeilenhöge nicht manuell angepaßt hat.
  • Die Vergleichwerte "hoch, mittel, niedrig" für die bedingte Formatierung sind nun direkt in die Formatierungsanweisungen übernommen worden und stehen nicht mehr in separaten Zellen, so dass diese für einen Ausdruck nicht mehr beibehalten werden müssen, sondern aus dem Dokument entfernt werden können.

Der Dateiname und Downloadlink sind unverändert; hier geht´s direkt zum Download der Vorlage "Anforderungsliste"

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Thursday, 15 November 2007

Dokumentvorlagen zum Projektmanagement: Wozu dient der "Projektbezug"?

Da aus Mangel an Zeitüberfluss bisher noch keine Gelegenheit bestand, die ausstehenden kommentierten Fassungen aller Dokumente zum Anforderungsmanagement / Projektmanagement zu erstellen, so dass bisher nur der Projektauftrag als ausführliche Version zur Verfügung steht, werfen die existierenden Fassungen zum Ausfüllen sicher die eine oder andere Frage auf, da nur allein aus der Überschrift nicht immer abzuleiten ist, wozu der Block denn dienen soll.

Wenn jemand solche Fragen haben sollte, genügt eine kurze Anfrage über das Kontaktformular. Ich werde versuchen, alle auftretenden Fragen per Mail und / oder hier im Blog zu klären, bis alle gesammelten Erläuterungen zu den Vorlagen endlich einmal in gebrauchsfertige Form gebracht sind.

Den Anfang macht der Abschnitt "Projektbezug", der in fast allen Dokumenten im einleitenden Abschnitt zu finden ist. Dieser dient - ähnlich wie der später folgende Bereich zur Darstellung von Bezügen zu anderen Dokumenten - je nach Projekttyp unterschiedlichen Zielen.

Handelt es sich im Thema des Pflichtenhefts um ein Teilprojekt aus einem größeren Vorhaben oder ist es in ein "Multiprojekt" eingebunden? Dann benennen Sie dieses hier und verweisen Sie weiter unten auf ggf. bereits vorhandene Dokumente oder Informationsquellen zum übergeordneten Projekt. Ist die Anzahl der "Schwesterprojekte", die den Verbund des Gesamtprojekts bilden, überschaubar, zählen Sie ruhig alle auf - sonst muss ein Verweis auf das Big Picture an dieser Stelle reichen.

Für Projekte, die in einem chronologischen Kontext zu erfolgreichen oder auch erfolglosen (gerade dann!) Vorgängern stehen, sind diese hier unbedingt aufzuführen, damit bei Bedarf auf weiterführende Informationen zurückgegriffen werden kann. Und auch dann, wenn bereits Folgeprojekte geplant sind: Hier sind sie anzugeben und möglichst unten in Form eines passenden Roadmapdokuments o. Ä. weiter unten als Dokumentverweis zu "verlinken".

In allen Vorlagen hängt der Inhalt also nicht nur vom Dokumenttyp allein ab, sondern auch vom jeweiligen Projekt. Faustregel: Hier ein paar Verweise "zu viel" auf sinnvolle Sekundärquellen zu legen ist eigentlich nicht möglich, solange ein thematischer Zusammenhang mit dem Projekt oder "nahen" Projekten besteht.

Geht es aber allein um Grundlagen oder Basisinformationen, die technische Voraussetzungen ö. Ä. beschreiben, sollte dazu vorzugsweise ein separater Abschnitt im Anhang des Dokuments verwendet werden.

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Monday, 29 October 2007

Tipp zur Excel-Vorlage Meetingprotokoll: Automatische Formatierung der Statusspalte

In der Excel-Vorlage zum Meetingprotokoll ("Welche Vorlage?" ... hier zum kostenlosen Download) werden keine automatischen Einträge in der Statusspalte vorgenommen, auch wenn der Fortschritt auf 100% gesetzt wird. Statt dessen sollen (müssen) diese Punkte vom Protokollführer anhand des tatsächlichen Status des jeweiligen Tagesordnungspunktes vergeben; sprich: dorthin kopiert oder manuell eingefügt und in der entsprechenden Farbe formatiert werden.

Warum ist das so? Genau wie jedes Projekt, kann auch jede Aufgabe unabhängig vom Grad der Fertigstellung zu jedem Zeitpunkt bis zur Erledigung jeden Status einnehmen - so kann eine Aufgabe auch kurz vor der Fertigstellung "plötzlich" von grün auf rot wechseln, obwohl (oder weil!) sich der Prozentsatz der Fertigstellung nicht verändert...

Wenn Sie eine aber dennoch eine bedingte Formatierung nutzen wollen, um "automatisch" die passende Farbe zu erzeugen, dann kann folgender Trick helfen:

  1. Markieren Sie in Excel eine der Zellen der Spalte, in der der Status "farbig" angezeigt werden soll (im Beispielformular Zelle J9.)
     
  2. Vergeben Sie für die Zelle mittels FORMAT - BEDINGTE FORMATIERUNG... für einen Zellwert wie z. B. "1" (oder ="grün" oder beliebige andere Kennzeichnungen) eine entsprechende Formatierung (siehe auch Abbildung unten). Dies kann wahlweise für die Schrift und den Hintergrund oder nur für den Hintergrund geschehen. Denken Sie bei der gleichfarbigen Formatierung von Schrift und Hintergrund (wie im abgebildeten Beispiel) aber daran, dass diese Fassung auf einem Schwarz-Weiß-Ausdruck nicht gut zwischen den jeweiligen Farben unterscheiden lässt! Zur Angabe des Formats klicken Sie dabei auf "Format" und wählen die Farbe auf der Seite "Schrift" und "Muster" aus.
     
  3. Klicken Sie auf "Hinzufügen >>" und definieren Sie auch für die anderen Statuswerte entsprechende Formate.
    Meetingprotokoll formatieren
     
  4. Die aktuelle Schriftart der Zelle ist "Webdings" zur manuellen Darstellung des "Statuspunktes" in der entsprechenden Farbe. Sie wollen aber bei der Eingabe sicher lesen können, was Sie eingeben - oder bei Eingaben, für die keine Formatierung definiert ist, den Text als Klartext lesen können. Ändern Sie dies auf Arial oder eine andere "lesbare" Schriftart (z. B. über "FORMAT - ZELLEN...; auf der Seite "Schrift").
     
  5. Testen Sie die Formatierung durch Eingabe der Werte 1, 2, 3 (oder Ihrer abweichenden Definition). Stimmt was nicht, können Sie nun zunächst die Definition korrigieren, bevor Sie das Format auf die anderen Zellen übertragen. Wenn der Test erfolgreich ist, leeren Sie die Zelle, so dass keine bedingte Formatierung verwendet wird (der Hintergrund der Zelle ist dann wieder "normal grau", wie in der Vorlage vor Ihrer Veränderung.
     
  6. Übertragen auf die anderen Zellen: Markieren Sie nun mit der Maus die Zelle und ziehen Sie die Markierung weiter nach unten, bis Sie den kompletten verwendeten Bereich der Spalte markiert haben, der mit der Formatierung ausgestattet werden soll. Betätigen Sie dann die Tastenkombination STRG+U (oder BEARBEITEN - AUSFÜLLEN - UNTEN), um die Formatierung (und den Inhalt) auch auf die anderen Zellen zu übertragen.
     
  7. Rahmen formatieren
    Der aufmerksame Betrachter merkt, dass nun der "dicke Rahmen" um den kompletten Arbeitsbereich der Vorlage am unteren Ende der Spalte J zu dünn ist. Dies korrigieren Sie, indem Sie wiederum den kompletten Bereich der Spalte J markieren und eine dicke Rahmenlinie für den Bereich definieren. Am Schnellsten geht dies, indem Sie in der Symbolleiste für die Formate die entsprechende Auswahl treffen.

     
  8. Ab sofort kann durch einfache Eingabe der definierten Werte (1, 2 oder 3) eine farbige Markierung vergeben werden:
    Status als Farbe
     
  9. Für eine "druckfreundliche" Fassung belassen Sie die Farbe der Schriftart auf "Automatisch". In diesem Fall werden die Werte 1, 2 oder 3 sichtbar ausgedruckt.
    Status als Farbe und Zahl
    Sollten Sie die Variante mit den Zahlen (für die einfachere Eingabe statt z. B. "grün", "gelb" oder "rot") wählen, kann eine Legende im Fuß der Tabelle erklären, was die Zahlen bedeuten.

Diese Form der bedingten (automatischen) Formatierung kann sicher auch in der einen oder anderen Excel-Tabelle hilfreich sein, die Sie rund um Ihre Projekte einsetzen...

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Friday, 28 September 2007

Vorlage für Projektabschlussbericht wieder verfügbar

Vielen Dank an alle, die mir in den letzten beiden Tagen Hinweise per Mail gesendet haben, dass die Dokumentvorlage für den Projektabschlussbericht auf markus-baersch.de nicht heruntergeladen werden kann.
Wie das manchmal so ist: Es waren gleich zwei Fehler. Erst wurde auf die falsche Vorlage verweisen, dann führte der Link etwa 24 Stunden zu einem nicht existierenden Downloadziel. Sorry an alle, die sich potentiell ein wenig geärgert haben mögen(?) Und... ganz ehrlich: Bugfixing kann ich sonst besser ;) Habe mir gerade feierlich meine eigene Eselsmütze aufgesetzt...

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Thursday, 06 September 2007

Fehlermanagement mit Humor: Die IT-Eselsmütze

Jeder hat seine eigenen Methoden, um mit menschlichem Versagen umzugehen. Und ganz sicher sind Fehler meistens einfach nur ärgerlich. Gerade dann, wenn der Erfolg eines Projekts durch individuelle Fehler in Gefahr gerät, besteht ganz sicher kein Grund zum Lachen

Zum Glück gibt es sie aber noch: Die harmlosen oder zumindest mit sehr geringer Reichweite ausgestatteten Schusseligkeiten und sprichwörtlichen Bretter vor der Stirn, die nichts kosten ... außer der Zeit, die man bis zu Ihrer Entdeckung verplempert. Und gerade für diese Fälle sollte man sich eine Portion gesunden Humor bewahren und einfach mal über sich selbst lachen (können). Einen Schritt weiter - nämlich bis zur Einladung anderer zum Mitlachen, wenn mal wieder ein "Mann, bin ich blöd!" fällig war - geht die Eselsmütze. Und die kann auch gern jeder ausprobieren:

Vorlage zum Download, Schere, Klebestreifen schon ist die... IT-Eselsmütze einsatzbereit. Auch eine ausführliche Bauanleitung finden Sie direkt unter dem angegebenen Link. Tipp: Nehmen Sie eine Spur Humor mit, wenn Sie auf diesen Link klicken. Dieser Eintrag ist nicht umsonst mit zwei Kategorien versehen, die sonst nicht so oft zusammen auftreten ;)

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Friday, 24 August 2007

Woran scheitert ein Projekt - und warum?

Warum gut definierte und überwachte Anforderungen, Rollen und deren Verantwortlichkeit (Roles & Responsibilities; "RnR", persönliche Pflichten - wie auch immer es genannt werden mag) für Projekte und deren Erfolg entscheidend sind, sieht man immer dann, wenn ein Projekt nicht so "funktioniert", wie es "geplant" war.

In diesem einen Satz steckt viel Ansatzpotential zur Erkennung üblicher Probleme in Projekten - und wenn Sie sich ernsthaft mit den wichtigen "zweieinhalb Faktoren" (Anforderungen und das Zusammenspiel von Rollen und verantwortung) beschäftigen, können Sie sicher mehr als die vielzitierten 80% eines Projekts wieder auf den rechten Weg bringen.

Wenn aber etwas nicht funktioniert, wird nicht primar danach gefragt, ob auch alle alles haben und alles wissen, was erforderlich ist, um die Erwartungen zu erfüllen, die an sie gesetzt sind... und die sie hoffentlich auch selbst kennen.

 

Schnellschüsse und "Klein-Klein"

Zuallererst kommen leider viel zu oft typische Fragen auf, die die Schuld für den Misserfolg (der es ja noch nicht ist, aber es sieht schließlich irgendwie "nicht gut" aus) auf einen eher "allgemeinen" Mangel zurückführen. Man stellt sich und anderen in Krisensitzungen dann gern Fragen wie "Arbeiten die Leute hart genug?"; "Fehlen uns noch Ressourcen?"; "Warum versteht mich keiner?"; "Hilft vielleicht einfach mehr Geld?"; "Machen die das mit Absicht?"; "Wie können wir wieder zurück zum alten Zustand vor dem Projekt?"; "Wer ist es schuld?". Wie viel Zeit man damit verplempert, ist jedem selbst überlassen - und in machen (seltenen) Fällen können vielleicht hier tatsächlich schon Antworten gefunden werden, die das Projekt wieder auf den richtigen Weg bringen.

Dennoch gibt es viele Punkte, die oft unausgesprochen bleiben - und damit dann auch unbehandelt.

 

Naheliegende Klassiker

Zumeist sind es dann folgende Dinge, an denen in einer neuen Welle angesetzt wird, wenn die oben scherzhaft (aber ernst gemeint) aufgezählten Ideen aufgebraucht sind - leider oft aber erst danach :(. Es sind Fragen wie

  • Haben wir eine ausreichende Planung?
  • Sind alle Anforderungen klar definiert?
  • Werden Planung, Fortschritt, Reporting und Erwartungen laufend mit der Realität verglichen?
  • Sind die richtigen verantwortlichen gewählt?
  • Sind die Prozesse angemessen und zielgerichtet?

Hier schon eine Antwort gefunden? Na, prima! Wenn Sie die Antwort hier vermuten, aber nicht sicher sind: Fragen Sie doch einfach mal jemanden, der gar nichts mit dem Projekt zu tun hat. Aus angrenzenden Abteilungen oder Bereichen... oder auch außerhalb Ihres Unternehmens. (Es soll den einen oder anderen geben, der diese Dienste anbietet ;))

Die Lösung indes ist oft nicht ganz so simpel wie die Identifizierung des Problems. Sind die Rahmenbedingungen nicht ausreichend oder steht das unwegdiskutierbare Dreieck aus Kosten, Qualität und Zeit unübersehbar schief, müssen Veränderungen her, die wehtun. Erstens deswegen, weil Veränderungen immer wehtun. Und weil sie ein Eingeständnis sind, dass irgendetwas nicht so gelaufen ist, wie es vorgesehen war. Zum Glück sind dafür wiederum schnell Gründe (oder besser: Begründungen) gefunden und so werden zähneknirschend endlich echte Managemententscheidungen gefällt. Punkt.

Hier ist dann oft Ende der Fahnenstange erreicht; entweder weil das Projekt nun wieder zielsicher fortgeführt wird / werden kann (Glückwunsch!) oder weil nichts geholfen hat und sich daher das Projekt in einen akzeptierten Fehlschlag verwandet hat. "Lieber ein Ende mit Schrecken.... blablabla". Das mag im Einzelfall sogar angemessen sein. Andere sind mutiger und führen das Projekt nach allen fehlgeschlagenen Versuchen einer Veränderung zum Guten unbeirrbar fort. Und wenn der Feind die Zeit ist, dann wird halt die besiegt. Und dann, vielleicht irgendwann durch Zufall, steigt man tiefer in die Gruft der Gemeinheiten ab, die in jemdem Projektsumpf lauern.  

 

Wahrhaftige Klassiker!

Auch dann, wenn einige oder alle der oben genannten Punkte auf Ihr Projekt zutreffen (was ich niemandem wünschen mag); die Wahrheit ist oft viel brutaler als alles, was Sie bis hier hin gelesen haben. Stellen Sie doch mal folgende Fragen und versuchen Sie, es aus der Sicht eines Unbeteiligten zu beutreilen, der nicht schon seit Projektbeginn mitgelitten hat (wenn Sie dazu einfach nicht mehr in der Lage sind, ist das menschlich und verständlich. Hilfe: siehe oben)

  • Ist das Ziel wirklich klar definiert?
  • Weiß jeder genau, was er zu tun hat und was von ihm erwartet wird? Auch wann er dies liefern soll? (und was passiert, wenn dies nicht erfolgen kann?)
  • Ändern sich Anforderungen oder Rahmenbedingungen oder haben sich diese geändert, ohne das dies auf die Planung eine Auswirklung hatte oder zumindest Berücksichtigt wurde?
  • Hat jeder Beteiligte auch die notwendigen Fertigkeiten, seine Aufgaben zu erfüllen?
  • Sind alle notwendigen sonstigen Mittel da?
  • Kann jeder auftretende Probleme vorbehaltfrei kommunizieren, ohne um seinen Kopf zu fürchten?
  • Fließen Informationen in ausreichender und angemessener Form an die entsprechenden Adressaten 
    [sprich: kommt gar nichts... oder so viel, dass kein Überblick möglich ist? Bekommen alle die gleichen Informationen oder jeder diejenigen, die für seine Arbeit und einen Überblick über das gesamte Projekt erforderlich sind?]
  • Betreiben wir ein ausreichendes Risikomanagement?

Aha? An der einen oder anderen Stelle, ganz heimlich? Es hift nichts, seien Sie ehrlich; wenigstens zu sich selbst! Denn: Wenn Sie nicht zum Kern der eigentlichen Probleme vorstossen, kann das nicht nur Unmengen von Geld und Zeit verschlingen und die Motivation von Einzelnen oder ganzen Teams dauerhaft und bis zum Wegfall schädigen... Sie haben auch keine Chance, andere davon zu überzeugen, dass grundlegene Änderungen notwendig sind, wenn Sie es nicht selbst eingestehen wollen. Wenn nicht für dieses Projekt, dann für das Nächste.

 

Kurz und Knapp:

Suchen und gestalten Sie aktiv Prozesse und Verfahren, die für Ihr Team und das konkrete Projekt passend sind. Schneiden Sie nicht alles mit der Kettensäge, wo es auch ein Taschenmesser tun würde. Vielleicht sind Ihre vorhandenen Prozesse und Modelle gar nicht so schleht; bedürfen nur einer Anpassung an wenigen zentralen Punkten. 

Vergleichen Sie einfach Ihre Vorgehensweise mit Standards und picken Sie sich die Rosinen aus jedem Modell heraus, das zu Ihrer Projektgröße und Ihren Ressourcen paßt. Hier finden Sie einen guten und schnellen Überblick über einige PM-Standards. Setzen Sie ruhig auf bewährte Techniken und Mittel, ohne dabei allzu sehr an Büchern zu kleben.

Konzentrieren Sie sich darauf, dass alle Beteiligten im Projekt ihre Rolle kennen und genau wissen, was von ihnen erwartet wird; stellen Sie sicher, dass dies auch realistisch ist. Sorgen Sie dafür, dass Anforderungen von allen verstanden werden; vorzugsweise auf einer gemeinsamen Basis und nicht jeder für sich. Planen Sie nicht nur am Anfang des Projekts, sondern laufend.

Also eigentlich ganz einfach, oder? Wenn Sie noch einen Anstoß benötigen, um zu handeln, lassen Sie sich doch mal von der Blitzverblödung inspirieren. Wenn Sie sich oder Ihr Projekt wiedererkennen, ist es aus naheliegenden Gründen auf jeden Fall Zeit zum Handeln!

Viel Erfolg!

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Tuesday, 07 August 2007

Vorlage für Lastenheft beliebter als Pflichtenheft?

Da wunderte ich mich schon, als ich meinen kostenlosen Downloads für Vorlagen zum IT-Projektmanagement, die nun schon seit einigen Wochen online verfügbar sind, Zugriffszähler auf den Detailseiten spendiert hatte:

Die Vorlage für ein Lastenheft wurde doch tatsächlich einige Male (wenngleich nicht signifikant) häufiger von der Website geladen als das Pflichtenheft. Ob dies nun bedeuten soll, dass die Welt keinen so hohen Bedarf an Pflichtenheft-Dokumentvorlagen hat wie an Lastenheften oder ob es ein reiner Zufall ist - oder ob es tatsächlich mehr Menschen gibt, die sich vor dem "Wie" eines Projekts Gedanken zum "Was" machen als ich erwartet habe - keine Ahnung.

Schön jedenfalls zu sehen, dass es ein offensichtliches Interesse an den Vorlagen gibt, denn sonst hätten die beiden "Topkandidaten" Pflichtenheft und Lastenheft nicht schon jetzt vierstellige Zahlen erreicht. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

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