Markus Baersch

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Saturday, 20 September 2014

Optimierbar: Online einkaufen bei IKEA

Normalerweise mag ich solche individuellen Erfahrungsberichte mit einem Shop o. Ä. nicht so gern... zu schnell landet man damit in der "Meckerecke". Was ich aber gestern bei / mit IKEA erlebt habe, zeigt vor allem beim Shop so viele Dinge auf, die man offensichtlich besser machen kann (und sollte), dass es ich mich nach 5 Jahren dann doch noch mal dazu hinreißen lasse.

Vorab: Ja, IKEA ist trotzdem cool. Und innovativ: Tolle elektronische Blätterkataloge, aktuell sogar gut funktionierende virale Kampagnen, AR im eigenen Wohnzimmer beim Möbelrücken per App und und und. Umso trauriger ist es, dass es im Onlineshop (alles andere, was später noch folgt, ist wirklich nur Kleinkram) so viele Stellen gibt, an denen potentiell nicht nur ich "hängen bleibe", sondern vermutlich auch eine ganze Menge anderer Besucher in ähnlichen Situationen und mit vergleichbaren Bedürfnissen.

Testcase: Bürostuhl kaufen

Klingt eigentlich ganz einfach. Zumal ich schon auf dem gewünschten Möbel bei IKEA in Kaarst gesessen habe und daher genau wusste, was ich will. Genau 3 Mal, in unterschiedlichen Farben (blau, grün, orange).

Auf der unspektakulären, aber problemlos bedienbaren Produktdetailseite zum Bürostuhl "Markus" (für den Namen kann ich nix, er hat auch die Kaufentscheidung bestimmt nur minimal und bestenfalls unterbewusst beeinflusst; versprochen!) lege ich also alle drei Varianten je einmal in den Warenkorb, wobei mir IKEA per Layer direkt in Buttonnähe anbietet, den Warenkorb zu öffnen. Soweit, so gut. Exkurs: Wer direkt aus einer Übersicht oder Suchergebnissen heraus auf einen "Online kaufen"-Schalter klickt, muss schon genau hinsehen, dass oben links nun ein Artikel im Warenkorb angekommen ist, denn in dem Fall erfolgt ansonsten keinerlei Hinweis. Aber zurück zum Bürostuhlkauf: Klick auf den Warenkorb.

Hürdenlauf im Warenkorb

Die Bilder wirken hier zwar unnötig klein und die Angebote oberhalb der für mich gerade viel wichtigeren Produktübersicht sind nur schwer zu lesen,...


Angebote, Angebote, lies zuerst die Angebote

... aber das eigentliche Problem ist alles, was unter der Produktliste folgt.


Akute Buttonitis, gruselige Benutzerführung

Hier gibt es gleich so viele Dinge, die man klarer gestalten kann, dass jeder CRO-Rookie aus dem Stand so viele vierversprechende Hypothesen aufstellen kann, dass diese einen Testplan bis Ende 2016 füllen würden. Oder noch besser: Man macht es gleich radikal anders; nach unten ist sowieso nicht mehr viel Luft. Ein paar Ansatzpunkte jenseits der Klassiker wie Coupon-Code, SSL, fehlende Warenwertsumme unter der Tabelle u. v. m., das sicher schon alles bereits getestet wurde, gell?):

  • Eine nennenswerte Anzahl von Benutzern wird vermutlich (wie ich) spätestens beim zweiten Besuch des Warenkorbs, in dem dann die zuvor schon einmal eingegebene PLZ noch zu sehen ist, den Hinweis Bitte berechne zunächst die Versandkosten durch Eingabe deiner Postleitzahl, bevor du das Feld "ZUR BESTELLUNG" auswählst. übersehen. Obwohl er so schön klein geschrieben ist...
  • Wenn man einen Button wirklich einfach finden sollte, dann ist es der "zur Kasse"-Schalter, der hier zwar "ZUR BESTELLUNG" brüllt, aber dennoch alles andere als auffällig ist.
  • Außerdem kann ich ihn ja ohnehin noch nicht nutzen, ohne vorher (nennen wir es mal "in Schritt 1") die Versandkosten berechnet zu haben. Wie einfach wäre das, wenn der dazu passende Schalter farbig markiert und der Abschnitt darunter (nennen wir es doch "Schritt 2", OK?) ausgegraut wäre, bis der Schritt davor abgearbeitet ist?
  • Sich nicht mal die Mühe zu machen, den fitzeligen Hinweis nach einem Klick auf "Zur Bestellung" wenigstens farbig hervorzuheben oder eine der anderen 1001 Optionen zu wählen, um diese Notwendigkeit freundlich zu unterstreichen, ist das Online-Pendant zu "Du Idiot". Bei jedem Klick. "Warum funktioniert das nicht?" fragt sich der eine, "Habe ich vielleicht JavaScript deaktiviert oder bin ich mal wieder im falschen Browser unterwegs?" der andere. Oder auch "Whäää? Dann halt nicht, nächster Shop"...

Transparenz beim Liefertermin: Fehlanzeige

Wer den Knopf gefunden und geklickt hat, erhält Auskunft über die Kosten (sehr klein, nicht bündig und gaaanz weit weg von den Preisen in der Tabelle und frei von Währungssymbol) und einen für den hiesigen Markt eher unüblich formatierten vorauss. (Platz zum Ausschreiben wäre freilich da) Termin:


Bei dem Preis würde ich auch gaaanz klein schreiben

Und auch der Schalter, der mich hier weiter bringt, ist nun in einer anderen Farbe, hurra. Freilich aber immer noch mit unnötig wenig innenabstand und daher nicht wirklich optisch gefällig. Ich will jetzt nicht von "klick mich ja nicht an, ich mach mich mal klein" anfangen, aber ... der Punkt ist klar denke ich, oder?

Exkurs: Versandkosten sparen. Wer wie ich knapp 70,-- brutto für drei Bürostühle zu teuer findet, sollte einfach alle drei separat bestellen, denn einen Stuhl bekommt man offenbar für 6,90 geliefert. Klingt blöd? Ist es auch.

Lieferzeit und Verfügbarkeit

Warum aber muss ich so lange warten? Zurück auf der Produktdetailseite kann man zwar die Verfügbarkeit in einem beliebigen IKEA Haus kontrollieren, aber eine "Online-Verfügbarkeit" gibt es nicht und so mag man (ich bin es) auf die Idee kommen, dass es schneller geht, wenn man einzelne Artikel aus dem Warenkorb löscht, um so herauszufinden, was das Problem ist. An dieser Stelle setzt also je nach Bestückung des Warenkorbs eine Menge ein- und auspacken an. Mit entsprechendem Frust, wenn das Ergebnis ausfällt wie bei mir: Es dauert immer so lange. Egal wie viele oder welche Farbe. Warum? Keine Ahnung.

Kundenkonto. Oder auch nicht.

Resignation, ich will weiter kommen. Also Klick auf den erblauten Button. Hier gibt es nun zwei Szenarien: Wer das Ganze zum ersten Mal durchspielt, hat die Wahl zwischen einem Login oder dem Einkauf ohne Anmeldung. Wie jetzt? Ich kann ohne Anmeldung kaufen oder mich anmelden, wenn ich ein Konto habe? Wie komme ich denn an ein Konto, wenn es gar keine Option zum Einkauf als Neukunde mit Anmeldung gibt? Naja, das wird schon alles richtig sein. Also ohne Anmeldung.


Hast Du noch kein Konto oder ärgerst Du Dich schon?

Wer hingegen (wie ich) den Einkauf vor dem Abschluss abgebrochen hat, steht hier ggf. schon wieder vor einer Hürde: Da der Einkauf "ohne Anmeldung" offenbar technisch nicht wirklich frei von einer Anmeldung ist, muss sich hier also entweder an sein Passwort erinnern (nach dem ich nicht gefragt wurde) oder den Browser von Cookies befreien bzw. gleich ganz wechseln, denn hier hat man nur noch die Wahl zwischen der Anmeldung (da man freundlicherweise abgemeldet wurde, wie der rote Hinweis erklärt) oder der Lüge, man sei ein neuer Kunde. Und das Passwort, an dessen Eingabe ich mich nicht erinnern kann (vielleicht weil ich den Vorgang auch gar nicht abgeschlossen habe?), muss ich offenbar auch ändern:


Wehe, Du warst schon mal hier!

Als simulierter Erstbesucher gelangt man nach der Entscheidung für den Einkauf "ohne Anmeldung" (die Anführungsstriche sind ja nun nachweislich wohl verdient) gleich zur nächsten Hürde:


Hast Du keine BusinessCard guckst Du nur...

Ich bin in diesem Moment keine Privatperson, habe aber auch keine IKEA BusinessCard. Meine Option fehlt also. Weil ich aber eine Firmenanschrift eingeben und die Rechnung nicht aus der eigenen Tasche zahlen will, wähle ich notgedrungen die zweite Option... in der Hoffnung, dass mir das Fehlen einer solchen Karte nicht noch zum unüberwindbaren Verhängnis wird. Meine Daten aus dem ersten Einkaufsversuch gebe ich hier auch notgedrungen nochmal ein. Wenn sich also jemand fragt, wie die ganzen Doubletten in der Kundendatenbank herkommen: Hier.

Liefertermin. Oder auch nicht.

Bei meinem ersten Versuch wurde ich noch mit der Auswahl eines Wunsch-Liefertermins konfrontiert. Dabei gibt es jeweils die Wahl zwischen zwei Zeitfenstern, die beide unsinnig sind, wenn man ein Büro beliefern will: 7:00 bis 14:00 Uhr oder 14:00 bis 21: Uhr. Aber auch diese Kröte habe ich bei der ersten und fast abgeschlossenen Bestellung gefressen.

Komischerweise aber erfolgt diese Auswahl bei meinem zweiten Einkaufsversuch mit neu eingegebenen Daten nicht. Ein Glück, dass ich das jetzt nur noch deshalb mache, um Screenshots zu erstellen ;)

Zahlungsweise und (fast) Kaufabschluss

Als ich dann endlich auf der letzten Seite vor dem finalen Klick angekommen bin, gibt man mir einen weiteren Grund, mir das Ganze noch mal zu überlegen, denn als Nicht-Business-Karteninhaber kann ich nun noch zwischen Bar und - vielleicht - EC beim Spediteur wählen. Wenn es nicht dann doch per DHL kommt.


Ich bin dann mal weg

Von Online zu Offline...

Bargeld bereitlegen, um die Stühle zu bezahlen? "Ach Nein..." denke ich mir und entscheide mich dann doch für einen kurzen Ausflug zum nächsten IKEA Standort ein paar-zehn Kilometer entfernt. Nach all dem Unsinn im Shop will ich also nun nur noch eins wissen: Wie groß sind die Packstücke? Oder anders: Bekomme ich drei dieser Stühle in zerlegter Form ins Auto?

Die Antwort erhoffe ich mir auf der Produktdetailseite. Und tatsächlich gibt es dort einen Block, der Maße und Gewicht des Packstücks verspricht:


Finde den Fehler

Wie bitte? Artikelnummer ja, Maße nein? Was soll das denn? Bleibt wohl nur das Telefon. Ich versuche es erst zwar noch mit "Frag Anna", aber darüber breite ich mal lieber den Mantel des Schweigens... hatte aber auch nichts anderes erwartet. Also bleibt nur eine Nummer mit gaaaanz vielen Neunen am Ende, die ich nach ein paar Klicks auch finde.

Verzweiflung am Telefon

Angesichts der bereits erreichten unangemessenen Länge des Beitrags mache ich es kurz: Es gibt kaum sinnvolle Optionen im IKEA-werbeakzentschwangeren Sprachmenü. Freundlich aber nervig, träge und trotz mehrfacher Rückkehr zum Hauptmenü bei meiner speziellen Frage nicht zu gebrauchen. Leider fragt mich auch keiner, ob ich lieber mit einem Menschen statt einem Sprachmenü reden will, also muss ich mich so lange durchkämpfen, bis ich eine Option gefunden habe, die mich zu einer Hotline bringt. Vielleicht...

"Sie sind mehr als 30 cm über dem Boden"

Wenn man aus einem Flugzeug stürzt und wissen will, wann es Zeit ist, den Fallschirm zu öffnen, für den wäre diese Information sicher nicht hilfreich. Genauso geht es mir, nachdem ich über fünf Minuten lang erfahre, dass "mehr als 30 andere arme Schweine vor mir" dran sind. In anderen Worten, aber mit dem gleichen Informationsgehalt für mich. Sind es 31 oder 310? Wie viele Leute sitzen wohl im Callcenter, um die Zahl zu minimieren? Wie sieht es mit meiner voraussichtlichen Wartezeit aus? Ich weiß es nicht - und lege irgendwann genervt auf, ohne eine Ahnung zu haben, ob zwischenzeitlich vielleicht schon 280 vor mir wartende Personen abgearbeitet wurden. Wer weiß das schon? Kontext ist immer gut, wenn man Zahlen bewerten soll. Das stimmt nicht nur in der Webanalyse, sondern auch in einer Warteschlange.

"Wenden Sie sich an einen Mitarbeiter"

Schnitt. Neue Szene: Angekommen in Kaarst, schnell zu den Bürostühlen und die Regalnummer gesucht. Die gibt es aber nicht, denn das Ding muss an der Warenausgabe abgeholt werden. Man soll sich an einen Mitarbeiter wenden. Ich kenne das Spiel, reihe mich in die Schlange ein und erlange tatsächlich irgendwann einen Passierschein A38, mit dem ich via Kasse zur Ausgabe marschieren bzw. fahren kann.

Auf dem Parkplatz der Warenausgabe angekommen mache ich den gleichen Fehler wie immer: Ich nehme einen Wagen mit rein. Es mag sein, dass da irgendwo steht, dass das nicht erforderlich ist. Drinnen steht es jedenfalls und es fällt mir auch auf dem Weg wieder ein, also lasse ich den Wagen mit dem festen Vorhaben stehen, ihn gleich wieder zurückzubringen. Bin auch nicht der einzige, dem das in der nächsten knappen halben Stunde passiert, wie ich noch feststellen darf.

Neu (für mich) sind die Nummern auf dem Ausgabezettel, die auf mehreren Monitoren entweder wiederzufinden sind oder eben nicht. Also gehe ich erst mal (wie bei meinem letzen Besuch noch üblich) zur Theke, wo mich ein Mitarbeiter freundlich darauf aufmerksam macht, wie das jetzt funktioniert und dass ich zu warten habe, bis meine Nummer elektronisch per Monitor "aufgerufen" wird. Auch das passiert während der folgenden Wartezeit noch mit mehreren anderen Kunden.

Warum es 2014 satte 25 Minuten (plus Gang zur Kasse, Zahlvorgang, Fahrzeit vom Parkplatz bis Warenausgabe) dauert, bis meine Nummer sich endlich auf dem Display findet und die Bürostühle eingeladen werden können, will ich gar nicht wissen. Warum aber sagt nicht einfach derjenige, der einem Kunden den Wisch in die Hand drückt sowas wie "Diese Nummer hier finden Sie in der Warenausgabe auf einem der Monitore, sobald Ihre Ware bereitsteht; setzen Sie sich ruhig solange hin. Einen Wagen brauchen Sie nicht mit reinzunehmen, die Kartons stehen schon auf einem Wagen, wenn Sie sie bekommen"? Genau so wäre sichergestellt, dass es wahrgenommen wird. Alles andere, was an Schildern & Co. angebracht sein mag, ist nicht so wirksam. Weil wir nun mal so ticken, wie wir ticken.

Wie auch immer: Die Nummer am Telefon und der Kleinkram bei der Abholung sind meines Erachtens echte Peanuts gegen das, was im Shop potentiell liegengelassen wird. Oder zumindest der ganze vermeidbare Frust, der dort in meinem und ähnlichen Usecases entsteht. Also: einfach mal mit der Optimierung anfangen. Bitte.

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Monday, 27 January 2014

Website optimiert für Tablets und Smartphones(?)

Ich geb's ja zu. Das Layout meiner eigenen Website ist in die Jahre gekommen. Die feste Breite von 900px war nicht mehr wirklich nett anzusehen, denn auf dem Desktop ist das viel zu mickrig und auf dem Smartphone zoomt man sich den Wolf. Da auch mir die Zeit fehlt, sich ernsthaft mit einem Redesign der mehr oder weniger "privaten" Website zu befassen und weil auch noch Blog und Site auf unterschiedlichen Systemen basieren, habe ich mir nun zumindest die Mühe gemacht, das Standardlayout ein gutes Stück zu verbreitern und dynamisch für Auflösungen bis 1024 und in einer weiteren Stufe für alles darunter anzupassen, ohne dass ich dazu an die individuellen Inhalte einzelner Seiten muss, um die dort lauernden inline-Formatierungen zu eliminieren. "Responsive Light" will ich es mal nennen ;)

Wer hier denn überhaupt (im Zeitalter langsam aussterbender Blogs - und vor allem Blogbeiträge) gelegentlich noch mitliest, darf mir gern mitteilen, wenn es Probleme mit der Darstellung des Blogs oder der übrigen Site auf bestimmten Geräten, in bestimmten Browsern oder sonstwo geben sollte. Danke auch!

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Monday, 12 March 2012

Nummerierte Google Suchergebnisse

Da ich gern 100 statt nur 10 Treffer bei Google erhalte, ist eine Nummerierung aus mehr als nur einem Grund sinnvoll - ob SEO oder nicht. Scripts und AddOns gibt es ja genug, die für Nummerierungen sorgen, aber die meisten machen auch noch eine ganze Menge anderen Kram, den ich eigentlich nicht will. Daher habe ich schon länger ein selbstgestricktes Script (in Firefox via Greasemonkey; in Chrome mit Tampermonkey) im Einsatz.

Suchergebnisse mit Nummern

Damit ich es nicht ständig suchen muss, habe ich (angesichts der riesigen Reichweite dieses Blogs also hauptsächlich für mich selbst ;)) die akt. Fassung online abgelegt. Wer es nutzen mag, kann also Greasemonkey für Firefox oder Tampermonkey für Chrome installieren und dann per Klick das Script nachinstallieren: Nummerierte Suchergebnisse bei Google.

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Tuesday, 14 December 2010

USB Stick testen: Speicherplatz, Geschwindigkeit, Fehlerfreiheit

USB-Sticks sind überall ("Wir können hier nicht anhalten! Das ist USB-Stick-Land!"*). Aber ungeachtet von Größe, Speicherplatz - und leider auch Preis - ist die Geschwindigkeit für Schreiben und Lesen mitunter oft "gefühlt" sehr unterschiedlich. Es gibt offenbar reichlich Ausreißer nach oben und unten; selbst bei "gleichen" Exemplaren. Das kann je nach angedachtem Einsatzzweck schonmal so richtig nervig sein.

Daher gehört ein Test von Geschwindigkeit (und nebenbei auch Fehlerfreiheit) inzwischen schon fest zu meinem Auspackritual, bevor ich mir die Mühe der Bestückung mache. Mit einer "nicht installieren, einfach starten und glücklich sein"-Software, die auf den wohlkingenden Namen "H2testw" hört, ist das zum Glück nicht nur schnell, sondern auch so einfach zu erledigen, dass man eine Beschreibung zur Not in einen Tweet bekommen würde. Genau deshalb ist dieser Beitrag hier auch schon zu Ende und es bleibt nur noch ein Verweis auf eine Vergleichstabelle im Web, mit der man seine Ergebnisse mit anderen Herstellern und Geräten vergleichen kann. Ich find´s hilfreich.

*) Na, welcher Film? Wer spricht die Vorlage für den Satz? Keine Ahnung? Dann: http://youtu.be/HirmJAq7USA.

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Saturday, 28 February 2009

Warum Kommentare derzeit deaktiviert sind

Wer sich wundert, warum in einzelnen Beiträgen dazu aufgerufen wird, Kommentare zu hinterlassen oder in Nachträgen auf Kommentare Bezug genommen wird, die man gar nicht sehen kann, dem sei versichert, dass ich das mindestens genau so blöd finde wie er selbst. Da ich derzeit aber täglich - nach einem Update der Blogsoftware (grummel!) - mit ca. 10.000 Spamkommentaren beballert werde, die im Gegensatz zu Wordpress in "dasBlog" leider überhaupt nicht zu handhaben sind (Sorry Clemens); ich aber aus alter Liebe zum Produkt und zum Erhalt der auch nicht immer gelungenen URLs (nochmal Sorry, Clemens*) nicht umsteigen will, muss die Kommentarfunktion leider komplett ausgeschaltet bleiben, bis eine Lösung gefunden ist oder sich die freundlichen Kommentargeber aus SpamALot dauerhaft ein anderes Ziel gesucht haben.

Ich kann also zwar nichts dafür, entschuldige mich aber dennoch für dieses daher hinsichtlich der Interaktion auf "Web1.0-Level" zurückgefallene Blog. Wer Kommentare dennoch über den Umweg einer Mail (gern veröffentliche ich Hinweise auf Wunsch auch "manuell") loswerden möchte, verwendet bitte einfach das Kontaktformular oder sendet mir eine Mail (siehe Impressum).

* ... obschon ich natürlich weiß, dass das inzwischen schon andere längst hätten angehen können und es Dir nicht persönlich ankreide ;)

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Friday, 16 January 2009

Google Örs vs. Google Mops

Ich habe schon lange nicht mehr auf dem Weg vom Büro zum Parkhaus laut gelacht. Sieht auch doof aus, wenn man allein durch die Stadt rennt und plötzlich anfängt, sich aus heiterem Himmel laut zu beömmeln. Leider ließ sich das heute nicht ganz vermeiden. Warum? Ganz einfach: Ich verkürze mir den Weg gern mit Hörbüchern oder Podcasts. Leider kommt man nicht immer dazu, alles zeitnah zu hören; z. B. weil Hörbücher epischen Ausmaßes die Podcasts zeitweise ausstechen. Daher konnte ich mir - leider - heute erst die Folge vom 2.12. der Webmasters on the Roof mit dem schönen Titel "Google Örs" anhören. Und schon ist eigentlich genug zum Lachanfall gesagt, oder? Hallo, jemand zuhause? Google Örs statt Google Earth??? Ich wollte einfach nicht glauben, dass eine messbare Anzahl von [ *+~!$"!snipp!] sowas ernsthaft in die Browserzeile eingibt oder gar absichtlich Suchmaschinen damit belästigt. Aber klar doch: Das Google Keyword Tool hat mich eines Besseren belehrt. Egal, ob man den Zahlen nun trauen mag oder nicht. Aber über 200 "navigatorische" Anfragen in der einen oder anderen Art und gar 1900 Mal google örs + ca. 600 google ors im Monat? Ernsthaft? Das ist schooon klasse ;)

Ein Blick in die Synonyme machts aber noch viel schlimmer. gogle örs, goggle örs und googel örs. Genau wie google ör. Mein lieber Schwan. Aber google ehart mit knapp 18.000 Suchanfragen / Monat ist schon fast die Überlegung wert, sich künftig als der "Google Ehart" vorzustellen und als Entschuldigung vorzubringen, die Eltern seien damals auf dem Standesamt halt besoffen gewesen ;-). Der Sieger nach (blödsinnigen) Anfragen - übrigens gefolgt von google imagens - ist... google erth (über 40.000!!!). Nicht zu verwechseln mit google berth. Oder google ernieh. Mannomann, gleich nochmal der liebe Schwan!

Leider nach Punkten mit nur ca. 600 Anfragen pro Monat total abgeschlagen, aber ungeachtet dessen mein persönlicher Favorit: google mops. Danach habe ich mich einfach nicht mehr getraut weiterzusuchen...

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Monday, 05 January 2009

Shop Usability: Offene Fragen vermeiden - an jeder Stelle!

Das es für einen Online-Shop keine gute Idee ist, den Benutzer zu verwirren oder vorhersehbare Fragen nicht direkt im Prozess oder zumindest einem gut verlinkten und befüllten FAQ zu beantworten, ist mehr als eine Binsenweisheit. Jeder Shopbetreiber, der sich mit ernsthaft mit der Verbesserung der Usability (und hoffentlich damit auch der Conversions) auseinandersetzt, findet im Verlauf seiner Bemühungen Stolpersteine... oder er läßt diese im Rahmen einer extern durchgeführten Usability-Analyse finden.

Dass nicht nur Produktdetailseiten, der Warenkorb und der Abschlussprozess im Web dazu gehören, wurde mir heute mehr oder weniger als "Opfer" einer extrem unklaren Formulierung eines Shops wieder schmerzlich bewusst. Es gibt auch viele Möglichkeiten, im dem Prozess folgenden - oder wie im Fall von Registrierungsbestätigungen etc. auch den Einkauf begleitenden - Mailverkehr unnötige Fragen aufzuwerfen. Dies geschieht in der Regel durch:

  • Überinformation. Besipiel: Bankverbindung zum Überweisen in Bestätigungsmail nebst eindeutiger Aufforderung, obschon per kreditkarte bezahlt wird? 
  • Zu wenig Information: Bestellung ist eingegangen. Aha, welche? Was habe ich bestellt?
  • Unklare Formulierungen (Beispiel folgt...)
  • Zahlreiche Rechtschreibfehler (fördert nicht wirklich das Vertrauen)
  • Falsche Sprache. Nicht lachen: Shopoberfläche deutsch, Bestätigungsmails englisch ist kein Einzelfall bei internationalen Shops...Aber auch ein plötzliches "Du", obschon der Shop selbst recht förmlich daher kommt, ist schon vorgekommen.

Wenngleich die Probleme in den meisten Fällen nicht zum nachträglichen Kaufabbruch führen und auch doppelt überweisene Zahlungen wieder zurückgezahlt werden können, ist ein zweiter Einkauf nur dann noch wahrscheinlich, wenn man sich im AfterSales-Prozess besondere Mühe gegeben hat. Was im vorlieghenden Fall aber passiert ist, ist eher ein Beispiel für unklare Formulierungen. Oder besser: Unklare Absicht hinter der Mail. Es handelt sich um eine "Bestell[eingangs]bestätigung" des Shops von Borussia Mönchengladbach Eine Bestellung habe ich ungeachtet einiger kleiner Hürden am 20.12., wohlwissend, dass es vor Weihnachten sicher nichts mehr wird, abgeschickt. Eine Bestätigung per Mail habe ich auch erhalten...dachte ich jedenfalls zuerst.

Da nun aber bis heute weder Ware noch Nachricht eingetroffen sind, wollte ich mich über die Verfügbarkeit des Artikels auf der Website informieren. Kurz gesagt: siehe Bild. Abgebildet ist die aktuelle Produktinformation, berienigt um das Bild. Sonst ist alles da, was es zu finden gibt; und das ist - leider - wenig genug.

Produktdetailchen

Unpraktisch, dass das zitierte "Klapp-Menü" nun gar nicht mehr sichtbar ist (zum Zeitpunkt der Bestellung konnte man noch aus zwei Größen wählen) - sicherlich, damit nicht noch mehr Besucher einen Artikel bestellen, den man doch gar nicht liefern kann.

Nun das eigentliche Problem: Der "Durchschnittsbesucher" mit etwas Onlineshopping-Erfahrung geht davon aus, dass die Mail, die unmittelbar nach Bestellabschluss kommt, auch eine Auftragsbestätigung ist. In der Hoffnung, den Liefertermin beim Querlesen vor zwei Wochen einfach nur übersehen zu haben, habe ich nun aber die Mail hervorgeholt und dann folgende Formulierung gefunden:

Betreff: Ihre Bestellung bei Borussia Mönchengladbach 

--------------------------------------------------------------------------
+++ Borussia Mönchengladbach Bestellbestätigung +++
--------------------------------------------------------------------------

Sehr geehrter Herr Baersch,
vielen Dank für Ihre Bestellung bei Borussia Mönchengladbach
vom 20. Dezember 2008.
Bestellnummer: 123456
==========================================================================
Menge Produkt Einzelpreis Gesamtpreis
--------------------------------------------------------------------------
1 Kinderschlafanzug "Home" 24,99 EUR 24,99 EUR
Größe: 164

Versandkosten 4,99 EUR 4,99 EUR
==========================================================================
enthaltene MwSt.: 4,79 EUR
Gesamtsumme: 29,98 EUR
==========================================================================
Diese E-Mail ist keine Auftragsbestätigung. Lieferung erfolgt nur so
lange der Vorrat reicht.


Rechnungsanschrift: Herr Markus Baersch
...
(und so weiter)

Hmm... für mich liest sich der rot markierte Abschnitt als Benutzer des Shops nun im Extremfall so: "Keine Auftragsbestätigung, nur eine Bestätigung der Bestellung. Und man wird nur beliefert, wenn Ware da ist". Fazit: Man hat eigentlich gar keine Ahnung, ob nun eine Bestellung in Bearbeitung ist oder nicht. Offenbar aber jedenfalls nicht, wenn die Ware vielleicht nicht mehr geliefert werden kann.

OK, das ist vielleicht ein gemeines Beispiel, da die Ware nun offenkundig nicht mehr verfügbar ist und eine böswillige Interpretation - zugegeben. Aber auch im wirklichen Leben weiß ich als Kunde nun nicht, ob ich etwas bestellt habe oder nicht. Und ob ich noch mit einer Lieferung und Belastung meines Kontos rechnen darf oder lieber einen Schlafanzug von Hoffenheim kaufen soll ;) Erst eine Rückfrage per E-Mail hat nach einiger Wartezeit die Antwort ergeben, dass die Ware voraussichtlich am Monatsende wieder lieferbar sei. Ohne eine Nachfrage hätte ich das aber sicher erst mit Eintreffen der Lieferung erfahren... unschön. 

Wenn Sie also einen Webshop betreiben, dann lassen Sie sich von diesem Beispiel dazu inspirieren, sich den eigenen Prozess wirklich bis zum Ende anzusehen. Nicht immer, aber ab und zu kann eine sicher gut gemeinte Formulierung viele Fragen aufwerfen - was immer vermeidbar ist. In diesem Fall hätte es ja schon gereicht, den weiteren Verlauf zu skizzieren und zu beschreiben, unter welchen Bedingungen nun was passiert. Und es muss zusätzlich sicher gestellt sein, dass Bestellungen, die in absehbarer Zeit nicht bedient werden können, eine Rückmeldung erhalten und die Kunden entscheiden können, ob weiter gewartet wird oder die Bestellung verworfen werden soll (wenn die Option der späten Lieferung denn überhaupt besteht). Beispiel gefällig: Amazon (wer sonst) macht es auch hier goldrichtig und kann getrost als Vorbild dienen. Solange dort eine Bestellung noch aktiv ist, kann man sich nicht nur online jederzeit über den Status informieren, sondern wird auch per Mail bei weiteren Verzögerungen, Preisänderungen oder sonstigen Anpassungen rund um die bestellten Artikel per Mail informiert.

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Wednesday, 31 December 2008

Muss man nach zu viel joinR zum OptikR?

Usability, speziell Web-Usability ist ja nun mal beruflich in gewisser Weise mein Thema, wenngleich weder dieses Blog (ja, ich nenne es das Blog und nicht der Blog und wer wissen will, warum, bekommt die Antwort hier) und auch die eigene Site nicht wirklich als Aushängeschild geeignet sind. Wenn ich aber nebenbei auf dem Notebook meiner Frau per Seitenblick sehe, was man sich in so vielen Web 2.0-Communities so alles gefallen lassen muss, kann ich manchmal nicht anders. Wozu soll es gut sein, wenn die voreingestellte Schrift mehr oder weniger jeden Besucher - selbst denjenigen, der über ein durchschnittlich gutes Sehvermögen verfügt - zum Zoomen zwingt, wenn man sich keine Kopfschmerzen bei längerem Verweilen einfangen will? Ein aktuelles Beispiel mußte ich umgehend (wenn auch nicht unter eigenem Namen) kommentieren - das ist ja schließlich der Sinn und Zweck des Mitmach-Webs ;)

In einer joinR - Gruppe, die dem edlen Zweck dient, Lobeshymnen über den gottgleichen Chuck Norris zu verbreiten, darf man sich (wie in den anderen Gruppen auch) an satten 10 Pixel hohen Verdana-Absätzen erfreuen; der rot umrandete Eintrag ist meine persönliche Bereicherung des Forums.



Für die miese Qualität der Abbildung, die ich leider noch 10% verkleinern mußte, kann ich nur einen Teil der Verantwortung übernehmen. Wer das nur unwesentlich besser lesbare Original live betrachten will, kann auf das Bild klicken und zur Gruppe bei joinR gelangen. Ein paar Pixel mehr und ein gefälliger Zeilenabstand würde hier schon viel verbessern. Ob man da wohl ein offenes Ohr findet? Ich werde es vielleicht einfach mal versuchen...

Was hier genau so vergessen wurde... wie bei vielen anderen Seiten auch: Text im Web ist kein Print-Text! Das wird er erst dann, wenn glücklicherweise separate CSS-Formatierungsanweisungen für den Druck definiert wurden oder einer der beliebten "Druckansicht"-Links benutzt werden. Solange Text aber im Browser zum Zweck des Lesens durch einen Besucher dargestellt wird, sollte die Mindesthöhe für Schrift je nach Evangelium 14 oder 15 Punkte betragen. Und auch eine vergrößerte Zeilenhöhe, die das 1.4/1.5-fache der Schrifthöhe (je nach Font sogar besser mehr) beträgt, erhöht die Lesbarkeit von Webtext enorm. Das würde m. E. auch das Lesen bei joinR um Klassen einfachR machen ;)

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Tuesday, 30 December 2008

Ein kleines Jubiläum: 75.000 Downloads der Projektmanagement Muster

Das hätte ich wirklich nicht erwartet, als ich im Februar 2007 damit begonnen hatte, meine bis dahin eher stiefmütterlich behandelte Website umzugestalten und in diesem Zusammenhang kostenlose Muster für Projektmanagement-Dokumente wie Lastenheft, Pflichtenheft & Co. anzubieten. Sicherlich sind 75.000 Downloads nicht die Welt und andere Dinge werden weitaus häufiger heruntergeladen - selbst an einem einzigen Tag. Dennoch ist der nun herrschende rege Besucherverkehr mehr, als ich im Sinn hatte. Zugegeben: Die Vorlagen sind natürlich ein Magnet, der in einem zweiten Schritt auch dazu geeignet sein kann, Geschäft zu generieren (und das hat ja auch in einigen Fällen durchaus funktioniert). Trotzdem steckt eine Menge initialer Arbeit in der Anlage und Gestaltung aller Vorlagen, die auch demjenigen zur Verfügung stehen, der keine Beratung, Schulung oder sonstwas zusätzlich braucht. Und so ich freue mich immer, wenn ein wenig Dank zurückkommt. Stellvertretend für das durchweg positive Feedback, das ich über das Kontaktformular bekommen habe, soll hier zum "kleinen Jubiläum" eine "Kundenstimme" zu Wort kommen:

Nachricht von 26.05.2008, 22:19:26:

Guten Tag Herr Bärsch

hiermit möchte ich Ihnen ein feedback zu den kostenlosen Vorlagen geben, die Sie auf Ihrer Seite anbieten.

Ihnen gebührt mein aufrichtiger und besonderer Dank, da ich erst auf Ihrer Seite endlich einmal Hilfestellung bekommen habe, wie sich die einzelnen Dokumente eines Projektes aufschlüsseln, wie sie aufgebaut sind und als Muster aussehen können.

Vielen herzlichen Dank, dass Sie all diese Downloads gratis anbieten. Das hebt Sie von anderen Seiten im Netz ab, wo man erst eine Mitgliedschaft kaufen muss, um solche Vorlagen einsehen zu können...

Liebe Grüße aus Aachen
Manfred Gaspers

Kurz gesagt: Ich finde es auch prima, wenn jemand eine Vorlage sucht und hier findet, was er benötigt. Dazu ist natürlich auch die Mithilfe von Suchmaschinen gefragt, denn da kommen die Anfragen - und ein großer Teil neuer Besucher - schließlich her. Insofern kann und muss ich mich wohl auch bei Google für die Überraschung bedanken ;-)

Mein eigener Dank geht an alle zurück, die Interesse an den Vorlagen gezeigt haben. Besonders diejenigen, die mich mit einem Backlink belohnt haben, sollen - wenngleich sie dies hier nicht zwingend lesen werden - natürlich besonders gelobt werden (grins). Weiterhin ist jedes Feedback willkommen und wird, wenn irgend möglich, auch zeitnah beantwortet.

Ich hoffe einfach mal, es geht in den nächsten Monaten so weiter wie bisher, so dass sich die Arbeit, die bisher schon in das Thema gesteckt wurde, weiter gelohnt hat. Nach wie vor steht die Fertigstellung eines eBooks, das die noch fehlenden kommentierten Fassungen für alle Dokumente nachliefern soll, aus Mangel an Zeitüberfluss aus. Ich habe den Plan aber noch nicht aufgegeben und bitte bis dahin jeden, der eine Detailfrage zu einem der Dokumente hat, um eine kurze E-Mail. Wenn es sich irgendwie einrichten läßt, kann eine Antwort aus dem bereits bestehenden Rohmaterial für das eBook vorab als Antwort dienen... oder die Frage zwingt mich zur Fertigstellung eines weiteren Bausteins für den geplanten eBook-Leitfaden :-)

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Tuesday, 18 March 2008

Kann man mit Windows Vista effizient arbeiten?

OK, die Frage mag etwas ketzerisch erscheinen, aber mal ehrlich: Warum wohl hat ein Riesenheer von Anwendern nach kurzer Zeit die Nase voll von Vista, bietet der Handel plötzlich doch wieder vereinzelt die Wahl zwischen XP und Vista? Oder: Was braucht man eigentlich, um effizient mit Vista arbeiten zu können? Ich zumindest kann die Frage nun von der anderen Seite her betrachtet beantworten und sagen, was definitiv nicht ausreicht. Meine ersten Versuche auf einem eher mittelprächtigen Dell - Notebook mit 1.5 GB Speicher (man flüsterte mir zu, dass es mit 1 GB sowieso keinen Spaß mache) waren schnell beendet und einer problemosen Rücksicherung (Danke, Acronis!) geopfert, dafür konnte und kann ich auf dem gleichen Rechner nach wie vor zügig und zufrieden arbeiten... aber mit XP Pro, nicht Vista.

Dass ich mich jetzt bei Anschaffung eines noch nach Fabrik riechenden neuen Thinkpad mit 4 GB und einem Doppelläufigen Intel-Prozessor, Kaliber 2.1GHz doch an Vista Business gewagt habe, bereuue ich bereits nach dem zweiten Tag und werde mich gleich nach diesem Beitrag auf die Suche nach Tuning-Tools machen, bevor ich Linunx draufpacke oder was auch immer...

Gestern: Auspacken, Anschließen, Registrierungsorgie, Aufräumen (Mitgelieferten Müll wegschaffen dauert so lange, wie einmal selbst neu installieren, glaube ich). Danach stundenlanges Aktualisieren von System und Sicherheitssofware. Dabei konnte ich mich wenigstens schon mal im System umschauen und einen Eindruck der wirklich eher gemütlichen Performance machen, eigentlich bei allem.

Heute: Die üblicherweise ohnehin schon öde Installation der notwendigen kleinen Helfer wird zur echten Nervenprobe wegen der dauernden Abfragen nicht einfacher, aber dennoch bin ich von UAC überzeugt und hoffe, dass es sich im täglichen Gebrauch nicht allzusehr auswirkt. Dass ich aber bei der Anlage eines neuen Ordners bei der Organisation des "Startmenüs" immer gleich zweimal gefragt doppelt (genau, macht vier Unterbrechungen) werde, finde ich schon irgendwie blöd. Warum muss man mich denn noch mal fragen, wenn ein gerade angelegter "Neuer Ordner" einen sinnvollen Namen bekommen soll? Egal, auch das werde ich wohl nicht jeden Tag machen. Gerade aber, beim Kopieren vom eigentlich recht schnellen USB-Stick auf die neue Festplatte und einiger Umorganisation ist der Wunsch nach XP oder einer anderen Alternative schon sehr konkret geworden. Dass man erst noch auf den Link zur Anzeige weiterer Informationen klicken und dann noch in aller Ruhe eine Bildschirmkopie der Meldung erstellen kann, die erscheint während ein paar jämmerliche Bytes gelöscht werden, ist eine neue Erfahrung, auf die ich ganz gut verzichten kann. Hier das Bild, das es m. E. eigentlich nicht geben dürfte:

Vista-Lähmung

Soso, das muss also erst mal berechnet werden. Aha. Vielleicht ist es nur die Berechnung, die so lange dauert? Mit einem Akustikkoppler könnte man die 169 Bytes (!) jedenfalls sicher schneller von einem überlasteten Server herunterladen, als unter Vista vom USB-Stick löschen!

Wenn mir irgend jemand seine Begeisterung angesichts der zügigen Arbeitsweise von Vista mitteilen mag, dann doch bitte auch mit passender Systemkonfiguration. Und der bisherigen Erfahrung mit anderen Systemen... aber immer gern! Ich kann nichts (trag- und bezahlbares) benennen, mit dem Vista mit seinem Vorgänger vergleichbar wäre, wenn es um die berühmte "gefühlte Performance" geht. Und das erklärt vielleicht auch, warum dieser Eintrag auch in der Usability-Rubrik und nicht nur bei Privatem zu finden ist. So, zurück zur lahmen Offline-Erfahrung. Wenigstens der betagte und zickige Editor im Blog war via Browser zu bedienen wie gewohnt, aber das ist ja auch keine Kunst.

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Tuesday, 05 February 2008

Enthüllt: Bewegte Bilder vom Cloverfield - Monster

Schlagzeilen wie diese generieren reichlich Traffic in den letzten Tagen und ich wollte einfach nur mal was mitnehmen ;). Im Ernst: Selten hat ein Film so viel Aufmerksamkeit und Virales im Vorfeld erzeugt wie Cloverfield. Schon mit den ersten Guerilla-Kreidemalereien mit meist nicht mehr als dem Namen "Cloverfield" und einem Datum (18.1.2008 - ab diesem Tag wurden erste kleine Informationen veröffentlicht) auf den Gehwegen in San Francisco wurde eine Riesenmenge an Suchmaschinentraffic erzeugt; kleine Trailer und gut lancierte Informationsbrocken haben den Strom an Anfragen laufend am Leben gehalten.

Das große Geheimnis dreht sich in diesem Fall um ein Monster, welches im Film eindrucksvoll ganze Straßenzüge in Schutt und Asche legt - und jeder will wissen, wie das Viech denn nun wirklich aussieht. Der Gerüchte gibt es reichlich und nicht alle Theorien sind gleich haarstäubend. Ob es aber nun eine Mischung aus Godzilla und Alien oder etwas ganz anderes ist... wir werden abwarten müssen, denn dieses Geheimnis scheint Ausnahmsweise wirklich gut gehütet zu werden. Hier der Beitrag, der mir bisher am Besten zu diesem Thema gefallen hat: Da isses: Das echte Cloverfield-Monster! ("Monsterbilder" erst im letzten Drittel des Trailers).


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Tuesday, 23 October 2007

Danke, Kollegen!

Merke: Wenn man in der IT-Branche Geschenke bekommt, kann man diese nicht immer anfassen. Zumeist aber wenigstens ansehen: http://www.baerschweinchen.de.vu/

Da bleibt mir nicht viel zu sagen... außer: Danke, Kollegen - auch im Namen meiner Vertragspartnerin ;)

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Sunday, 06 May 2007

„Charter & Go“ - Segeln auf dem Ijsselmeer

„Sag mal, gehst Du eigentlich nicht mehr segeln, das hast Du doch früher so oft gemacht?“ Diese Frage muss man sich schon gefallen lassen, wenn die letzten Beweisbilder noch aus 2002 stammen. Dabei ist der Grund doch so einfach:

Wer als „unambitionierter Fahrtensegler“ als Hauptgrund für diese Form der Freizeitgestaltung wie ich angeben kann, ausschließlich „für den Spaß“ zu segeln und das meistens an verlängerten Wochenenden unternimmt, dem gehen schnell die Motive aus. Grund: Solange die Klimaveränderung (will man nicht immer gleich von der „Katastrophe“ reden, die einer ernst nimmt, solange die nicht unmittelbar – und deutlicher als heute – spürbar ist) es noch nicht geschafft hat, Holland großzügig bis zur Grenze des Niederrheins zu fluten, befährt der Deutsche gern das Ijsselmeer, die holländische Waddenzee und wagt sich nur „auf Rufweite“ von der Nordseeküste aus raus auf die See. Wenn das höchste der Gefühle ein Abstecher nach England oder ein paar Ehrenrunden um Aero in der dänischen Südsee sind, sieht man hauptsächlich das eigene (freilich möglichst risikofrei gecharterte) Boot, ein paar andere Boote und Schiffe sowie mehr oder weniger die gleichen Mitstreiter auf den mehr oder weniger gleichen Törns.

Warum man sich das aber dennoch regelmäßig antut, wenn es „nichts Neues“ zu fotografieren gibt, ist dennoch leicht vermittelt: Es macht einen Riesenspaß, ist ein optimaler Ausgleich zum Alltag und hilft je nach Wetter enorm dabei, sich so klein zu fühlen, wie man wirklich ist. Der Spaß steht im Vordergrund, wenn man das Revier kennt und sich beim Segeln – ein Sport der viel Zeit zum Nachdenken und Reden lässt – ganz darauf konzentrieren kann, bewusst mal über „nichts“ nachzudenken oder sich mit den geschätzten Mitseglern zu unterhalten. Und nebenbei kommen Aspekte hinzu, die zwar subtil, aber lebenswichtig sind. So sind Segelmotive nicht umsonst gern bemüht, wenn Zusammenspiel, Harmonie und Teamgedanke visualisiert werden sollen. Nur in mehr oder weniger eingespielten Teams oder zumindest durch die Hilfe von eindeutigen Kommandos (die dann im Idealfall auch eindeutig verstanden werden ;)) kommt man auch beim Segeln von A nach B – und das ist gut so. Wenn es mal  nicht ganz genau klappt, ist das zudem nicht so tragisch, da hier ganz klar "der Weg das Ziel" ist und das Ziel selbst Nebensache.

Zurück zur Frage nach den Bildern. Klar ist die Anzahl der abwechslungsreichen Segelbilder endlich. Dass ich diesmal dennoch, obgleich es sich um die „tausendfach besegelte“ Wochenend-Strecke Lemmer – Enkhuizen – Stavoren – Medemblik – Lemmer gehandelt hat, an diesem letzten Aprilwochenende einen Haufen „neuer“ Bilder mitgebracht habe, hat zwei Gründe. Erstens sollten ein paar Motive für Bürowände gefunden werden, was zu einer Riesenauswahl an 17 MB großen und mehr oder weniger gleichen Bildern geführt hat -deren Bereitstellung ich  mir allein wegen der großen Anzahl gespart habe. Zweitens war dieser Törn trotz der Bekanntheit von Revier, Strecke & Co. Doch auf seine eigene Weise bemerkenswert; und zwar weil es ungeachtet des frühen Termins (27-30.4.2007) dank des Jahrhundertaprils ein echter Sommertörn war. Wie in einem „echten Sommer“ sind wir auch auf dieser Tour zahlreich von der gefürchteten Ijsselmeer-Fliege befallen worden, die sich bei Flaute gern auf vorbeidümpelnde Yachten stürzt, um dort unmittelbar zu verstreben und das Deck zu versauen oder es sich zur letzten Ruhe in Mund, Nase und Ohren gemütlich macht. Das kenne ich vom Ansegeln zu recht frühen Terminen eher nicht!

Auch schön: Wenn man sich nach vielen Törns an vergleichsweise kleineren Boote gewöhnt hat, ist eine nagelneue Bavaria 46 ein echter Schlachtkreuzer mit mächtig viel Platz innen und außen (was nicht immer nur von Vorteil ist). Wir hatten zudem die Freude der Jungfernfahrt, die wir dank Skipper- und Kautionsversicherung ungetrübt genießen konnten.

So liebe Familie: Ja, ich habe also diesmal wieder Bilder gemacht. Und glaubt mir, dass es einen Grund hat, warum die nicht so großartig anders aussehen als die vielen anderen, die Ihr schon gesehen habt ;).

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Friday, 06 April 2007

Bluescreen „BOOT_DEVICE_FAILURE” und nichts geht mehr?

Toll, schon wieder! Bereits vor etwa einem Jahr begrüßte mich mein Rechner mit einem derart hartnäckigen Bluescreen mit der Meldung „BOOT_DEVICE_FAILURE“, dass mir am Ende keine Wahl mehr blieb, als gaaaaanz von vorn anzufangen. Und gestern abend nun die gleiche penetrante und unfreundliche Begrüßung!

Auch damals habe ich im Netz nach Verdächtigen gesucht und keine Forenbeiträge oder anderes gefunden, was mir geholfen hätte. Entweder suche ich falsch oder kann nicht lesen, denn auch gestern konnte ich nichts finden, was mich weiter gebracht hätte. Inzwischen hatte sich aber etwas seit dem letzten Mal geändert: Mein etwas betagter DVD Brenner brannte erst keine DVDs mehr, bestückte aber eigenartigerweise anstandslos CDs nach wie vor mit Daten. Das ist wohl ganz sicher kein typisches Verhalten eines ruhigen und ausgeglichenen Brenners, oder?

Also habe ich gerade Stromversorgung und Controlleranschluss des Verdächtigen getrennt, die Hasenpfote gerieben und untypischer Weise tatsächlich mal begleitet von spirituell angehauchtem Gemurmel in Gedanken den bösen Knopf gedrückt, der den Rechner zum Leben erweckt.

Einige unschöne Fehlermeldungen des hartnäckigen DOS-Vereraten CHKDSK später; nach einem gehörigen Schreck und zwei Reboots habe ich alles, was mir lieb und heilig ist, auf eine USB-Platte verschoben und vor lauter und naiver Freude darüber, dass der Rechner wieder läuft, diesen Beitrag geschrieben, um mich auch morgen noch daran zu erinnern, dass mir dieses Jahr Ostern fast neu formatierend und fluchen verbracht hätte!

Ob es nun heißen muss „Merke - ein CD-ROM ist auch ein BOOT-DEVICE“ oder an der Hasenpfote (oder gar dem Einfluss eines höheren und uns wohlgesonnenen Erschaffers) gelegen hat – ich kann es nicht sagen. Das CHKDSK sich auf der Platte ausgetobt hat, macht diese nach wie vor verdächtig und da das CD-Laufwerk von einem anderen Controller an die Mutterbrust gedrückt wurde als die Platte, macht mir der Zusammenhang nur noch schleierhafter, gerade weil Hardware nicht wirklich mein Fach ist. Aber egal, es läuft wieder und ich habe nun über Ostern die Zeit mir zu überlegen, wie sehr ich der Platte noch vertrauen mag. Software sei Dank kann ich die Expertenmeinung aus der einen oder anderen Heft-CD zu Rate ziehen – und genau das mache ich jetzt ;

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Monday, 02 April 2007

Routenplanung mit Google: „Schwimmen Sie durch den Atlantik“

Nachtrag 08/2007:Das in diesem Eintrag beschriebene Phänomen wurde zwischenzeitlich von Google "behoben". Lustig ist es aber immer noch ;)

Dass auch durchaus ernstzunehmende Software in der Lage ist, ab und zu seine komödiantischen Seiten zu zeigen, beweist Google bzw. beweisen die Entwickler von Google Maps.

Wer dort eine Suche nach einer Route durchführt, die nicht ausschließlich auf regulären Verkehrswegen für KFZ zu bewältigen ist, kommt vielleicht schon mal in’s grübeln, wenn er mit Vorschlägen konfrontiert wird wie bei der Fahrt von Köln nach New York.

In Schritt 33 der Route steht „Schwimmen Sie durch den Atlantik“ mit einer recht sportlichen Längenangabe. Wer mag, kann ja mit dem Rad bis Schritt 33 fahren, dann ein Stück schwimmen und den Rest locker zu Fuß erledigen, wenn er ein echter Eisenkerl ist ;)

Schön, dass man sich noch die Zeit für solchen Humor nehmen kann, wenn man bei einem Unternehmen wie Google arbeitet, dass vor lauter Expansion eigentlich kaum noch Zeit zum Lachen – außer beim Geldzählen - haben sollte. Und man kann diese humoristische „Unzulänglichkeit“ von Google Maps ja auch gut verkraften, wenn man den Festlandnutzen des Kartenmaterials und der Routenberechnung berücksichtigt, die ganz in google-manier daherkommt und sich im Web breit macht wie weiland „I love you“.

Derweil finde ich es beruhigend, dass es mir bei Map24 nicht auf Anhieb gelungen ist, eine solche Route zu berechnen, nicht mal im Scherz :-).

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Sunday, 01 April 2007

Maske nochmal schauen?

...geht gar nicht oft genug: http://www.youtube.com/watch?v=NkS0HwQjXmA

Endlich mal nach all den weniger erfreulichen Kandidaten wie Schulz, Take That, Irak & Co. ein Comeback, dass wunschgemäß ausgegangen ist. Und das zeigt, dass gute Vorbereitung oft die halbe Miete ist. Dass der Kampf mit freier Sicht für den elf Jahre gefürchteten Gegner vielleicht auch anders hätte ausgehen können, will sicher keiner lesen. Und was weiß ich schon? 

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Der lustige Hitmix sucht Nachahmer

Nachdem ich vor ein paar Tagen in einer Wiederholung auf comedycentral den mir bisher vollkommen unbekannten Dittmar Bachmann (man mag ihn auch als DJ Ramttid kennen) gesehen und mich schlappgelacht habe - und nun sehe, dass das Web voll von ebenso belustigten Kommentaren ist - frage ich mich, ob die Welt nicht noch viel mehr von diesen Hitmixes gebrauchen kann.

Mal reinschauen?

Als erster Kandidat fällt mir da gleich der Kirchenheinrich ein, nur bin ich leider mit einer wenig musikalischen Stimme ausgestattet und mein Spanisch no es bueno. Wie schade ;) Freiwillige Sänger oder Nominierungen für weitere "Mixsusen" vor... 

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Saturday, 31 March 2007

USB-Stick kostenlos verschlüsseln. Warum und wie?

Was schleppt man nicht immer so alles mit sich herum...  und es ist ja so einfach geworden mit den USB-Sticks, die man inzwischen an jeder zweiten Tankstelle als Werbegeschenk bekommt und deren bezahlbare Kapazität sich mittlerweile in Bereiche vorwagt, die nie ein ZIP- oder JAZ-Laufwerk gesehen hat (wer sich noch erinnern kann).

<Kleiner Exkurs> Und überhaupt ist USB inzwischen irgendwie mein Ding geworden, obwohl ich länger dazu gebraucht habe als andere: Der neue Brenner, der vor einiger Zeit seinen dahingeschiedenen eingebauten Großvater ersetzt hat, brennt problemlos und ausreichend performant extern via USB. Die ein wenig an den Hüften spannende Festplatte wird durch eine robuste externe Platte entschlackt, auf die all der Kram kommt, der nach einer Neuinstallation oder Rechnertausch schmerzlich vermisst wird. Beides ist mir persönlich sicher auch noch in fünf, sechs Jahren - ja vielleicht sogar noch länger - schnell genug, wenn die outgesourced'te (wie zum Teufel soll man das eigentlich richtig schreiben? Muss man das überhaupt?)  Peripherie lange genug durchhält. Der Rechner sicher nicht! </kleiner Exkurs>

OK, zurück zum Thema: Auf schlüsselanhängergroßen "Platten", Sticks, MP3-Playern und auf unterschiedlichsten Vertretern der formfaktorreichen Speicherkartenwelt trägt Hinz wie Kunz heute federleichte und dennoch enorme Datenmengen durch die Gegend, die in ausgedruckter Form selbst dem guten alten Hulk beim hilfsmittellosen Transport den (grünen?) Schweiß auf die Stirn treiben würde. Sind das alles immer nur die neusten Top 8000 aus den gängigen Charts? Verstohlen abgefilmte Augenkrebsfassungen der bald erscheinenden cineastischen Meisterwerke mit Wolldecken-im-Mund-Ton? Oder hat der eine oder andere auch Dinge bei sich, die er nicht nur vermissen würde, sondern auch gern selbst nach einem Verlust des Datenträgers "einigermaßen sicher" wissen würde? Und das vorzugsweise kostenlos?

Klar weiß ich selbst, dass nichts, was von Menschenhirn zum Schutz von Privatsphäre erdacht wurde, nicht mehr oder minder leicht von versierter und gut ausgerüsteter Hackerhand wieder an´s Tageslicht gezerrt werden kann (Ihr Säcke!), aber wenn wir mal ehrlich sind, so finden die statistisch gesehen weniger häufig einen USB-Stick mit vielleicht doch eher privatem Inhalt als das Heer der reinen PC-Anwender. Und die mögen zwar allesamt ein gewisses Potential krimineller Energie in sich tragen, aber nicht alle haben das Rüstzeug, um sich selbst durch eine vergleichsweise einfache Verschlüsselung zu bohren.

Dummerweise ist aber für alles, was einem dazu zuerst einfällt, ein leicht googlebares Kraut gewachsen: Verschlüsselte ZIP-Archive sind weniger sicher als die Rente, versteckte Dateien und Ordner keine wirklich sichere Lösung und alles nach dem Gebrauch in "tmpaskdsdjlasds.$$$" umzubenennen oder ähnliche Späße ist gleichfalls kindisch wie umständlich. Hausgemachte Verschlüsselung von Office-Dokumenten und gängigen Datenbanken hält einer guten Suche im Web auch nicht lange Stand. (Nebenbei tun dies die Passwörter vieler Anwender auch nicht und für eine BruteForce-Attacke braucht es neben einem der vielen Tools dann nur noch ein wenig Zeit, die man mit Kenntnissen über den Angegriffenen noch verkürzen kann, indem man ein paar Stichworte vorgibt und das Werkzeug dann seine Arbeit machen läßt).

Also muss ein anderes Stück Software her, dem man ansatzweise vertraut. Das kann die Anwendung sein, die beim USB-Stick der preislichen Mittelklasse gleich dabei war oder die bisher unbeachtet zum schon lange gekauften "Alles kein Problem, wir kümmern uns drum" - Sicherheitspaket gehört, dass man sich in einem Moment geistiger Klarheit mal für den heimischen PC gegönnt (und seit Ablauf der im Preis enthaltenen Updates natürlich nicht mehr aktualisiert) hat.

Wer nun aber einen USB-Stick oder anderen externen Datenträger - mit elektronischen Kontoauszügen, den Passwörtern seiner Bank- und Mailaccounts, abgelegt in Pimmy oder anderen praktischen Programmen oder die anzüglichen Fotos der Freundin (die die Frau besser nicht sehen sollte) - ohne Software hat und plötzlich oder erst jetzt beim Lesen einen Anflug von Sicherheitsbedürfnis verspürt, dem mag ich nun, da er so lange durchgehalten hat, auch gern einen Tipp geben. Ich habe mir einige Dinge angesehen. Für mein portables Fort Knox Light fiel die Wahl nach einigen Versuchen auf (... and the winner is:) TrueCrypt (Tusch verklingt, Beifall setzt ein).

Neben dem angenehmen Preis gefallen mir einige Kleinigkeiten an dieser Lösung, die optisch vielleicht nicht das Maß der Dinge ist, aber ich will ja auch verschlüsseln und nicht in's Kunstmuseum.

  • Das Programm selbst (man kann sich bis auf unter 900 KB sparen, wenn man nur das allernötigste für die meisten Fälle mitnimmt) passt gut auf den USB-Stick, so dass man an jeden beliebigen PC alles mitbringt, was man braucht, damit man auf seine geschützten Daten zugreifen oder das geschützte Archiv mit frischen Daten ausbauen kann
  • Der Zugriff auf das Archiv kann dadurch problemlos auch via Autorun.inf gleich beim Einstecken des Sticks angeworfen werden. Ein Archiv läßt sich dann einfach wie ein weiteres Laufwerk mounten, so dass man "natürlich" darauf zugreifen kann
  • Es bietet nicht nur ein, sondern mehrere Verschlüsselungsverfahren und -algorhytmen, die sich auch unterschiedlich Kombinieren lassen
  • Auf Zuruf kann es auch Deutsch und andere Sprachen; Sprachdateien gibt es wie XML-Sand am Meer. Das mag dem einen oder anderen bei der Bedienung des nicht ganz intuitiven Menüs helfen
  • Hardcore-Paranoiker können versteckte innere Volumes in "ummantelnden" Archiven anlegen und je nach Passwort das innere oder äußere Volume beim Zugriff öffnen. Mir gefällt das deswegen so gut, weil man den drei "Schichten" der Verschlüsselung eines Archivs so auch weitere Schalen hinzufügen kann - und ganz einfach, weil es geht und ich die Idee mag. Das Argument, dass man das Kennwort der ersten drei Schalen preisgeben kann, wenn man dazu gezwungen wird, um die Existenz des inneren Volumes mit den "eigentlichen" Daten, die durch Pseudowichtiges Beiwerk im äußeren Container noch weiter verschleiert werden, zu schützen, mag für Geheimagenten noch gut sein, die dem Druck einer Folter ausreichend lange Stand halten können; mir gefällt einzig und allein das Konzept... Ich gedenke ja aber auch nicht, mit einem USB-Stick voller Geheimpläne in Krisengebiete zu fliegen, sonst denke ich vielleicht mal anders darüber.
  • Das Tool ist nicht nur für USB-Sticks, sondern auch für Archive auf MP3-Playern, externen Festplatten (siehe oben ;)) oder auch dem (bitte niemals verlieren!) Notebook oder Desktop prima geeignet (übrigens nicht nur unter Windows)
  • Per Kommandozeilenparameter kann man das Programm so ziemlich zu allem veranlassen, nur nicht zum Stepptanz. Wer Spaß an autorun.infs, Batch-Dateien oder Scripten aller Art hat, wird sich darüber freuen. So zusagen "adminkompatibel" :-)

Eine Installations- und Bedienungsanleitung spare ich mir allein deshalb schon, weil das hier sonst noch das Internet sprengt. Außerdem habe ich bei meiner Suche nach einer kostenlosen Lösung meines Anliegens einen Haufen an deutschen und englischen Anleitungen in den Suchergebnissen gefunden, also warum noch eine mehr dahin posten, wo selten die Sonne scheint? Statt dessen möchte ich Dir, lieber Leser, noch ein paar Tipps und Anregungen geben, wenn Du TrueCrypt wirklich ausprobieren möchtest oder ernsthaft darüber nachdenkst, portable Daten mit dessen Hilfe zu rüsten:

  • In einer Autorun.inf auf dem Stick kann mehr passieren, als nur "etwas" zu starten. Ich statte z. B. alles, was ich so mit mir rumtrage, mit einer Bitte um Rückgabe aus, da ich prinzipiell immer noch an das Gute im Menschen glaube. Eine Textdatei mit der Adresse und dem Angebot eines angemessenen Finderlohns (Betrag ruhig reinschreiben!) erhöht die Rückgabewahrscheinlichkeit selbst bei einem MP3-Player enorm, wenn man an einen entsprechenden Finder gerät; selbst wenn der auch prima einen neuen Player gebrauchen kann. Je nachdem, ob auf dem Player nur Mucke oder auch wichtigere Dinge untergebracht sind, mag das also durchaus sinnvoll sein. Diese Textdatei kann beim Zugriff auf den Stick gleich geöffnet (open=...) - bzw. mit einem entsprechend reißerischen Titel wie "BITTE BITTE BITTE LESEN" in das Menü neuerer Windowsfassungen eingebunden werden.

    In meinem Fall beschränke ich mich darauf, ein "Gefunden? <meine Mailadresse>" als Label des Laufwerks via autorun zu beschränken. Das ist erstens weniger umständlich; zweitens muss das reichen, wenn der potentielle Finder wirklich vorhaben sollte, Gefundenes zurück zu geben. Ein kleines Beispiel dafür siehe unten.
  • Wenn alles, was portabel und per USB anschließbar ist, im Explorer nun plötzlich "Gefunden? Bitte [email protected]" (siehe oben) heißt, kann das unübersichtlich werden, wenn mehr als ein Gerät eingesteckt wird. Egal, dafür gibt es Icons. Der MP3-Player bekommt ein schönes Grammofonsymbol (Mist, ich wollte doch "Grammophon" schreiben!); der USB-Stick 1 ein anderes, ebenso eindeutiges Symbol , das von USB Stick 2 abweicht usw.  "Icon=blabla.ico" in der autorun reicht und die Icons findet man zu Phantastilliarden Hoch Zehn im Web.
  • Twofish, AES und die NavySeals zusammen helfen nichts, wenn das Passwort zu kurz, zu erratbar oder schlicht "zu doof" ist.  Ein einigermaßen ordentliches Passwort (sicher ist man nie, aber wir versuchen es hier ja gerade) ist auch ordentlich lang; enthält große wie kleine Lettern nebst Zahlen und vorzugsweise auch das eine oder andere Sonderzeichen. Und wenn es schon "lesbare" Begriffe sein müssen, dann bitte falsch kombiniert und / oder falsch geschrieben. Genug davon; nur bitte mal drüber nachdenken. Es muss ja nicht jedes Passwort "recht sicher" sein, das man im Leben braucht - aber wir verstecken hier schließlich gerade die Pläne zur angestrebten Weltherrschaft auf dem Stick und da darf es auch gern etwas sicherer sein, oder?
  • Auch der Dateiname eines verschlüsselten Containers muss nicht immer gleich darauf hinweisen, dass darin etwas liegt, dass man schützen möchte. Die meisten Verschlüsselungsprogramme sind sehr nachsichtig, wenn man einen andere oder gar keine Extension vergibt. Das hilft zwar im Beispiel eines automatisch geöffneten Archivs beim Einstecken nicht viel, da hier der Name des Archivs und dessen Existenz ja direkt kundgetan wird, kann aber als Denkanstoß beim Schützen von Daten auf dem heimischen PC dienen.
  • Als "Quickstart" mag ein Beispiel für eine autorun.inf auf einem USB-Datenträger dienen:

    [autorun]
    label=Gefunden? [email protected]
    icon=TC\stick.ico
    action=Archiv öffnen
    open=TC\TrueCrypt.exe /q background /e /c y /m rm /v "tc\meinschmutzigeskleinesgeheimnis"
    shell\mdec=Archiv öffnen...
    shell\mdec\command=TC\TrueCrypt.exe /q background /e /c y /m rm /v "tc\meinschmutzigeskleinesgeheimnis"
    shell\start=TrueCrypt starten...
    shell\start\command=TC\TrueCrypt.exe
    shell\dismount=Alle TrueCrypt - Laufwerke trennen
    shell\dismount\command=TC\TrueCrypt.exe /q /d

Tipp: Sollte das "Starten" des Archivs auf einem Zielrechner mal nicht funktionieren, ist dort wahrscheinlich eine ältere Fassung von TrueCrypt installiert und aktiv, so dass der Treiber beleidigt ist und sich weigert, das Archiv seines Nachfolgers zu öffnen. In diesem Fall zuerst (-> siehe Tray) TrueCrypt auf dem Rechner beenden und dann noch Mal "ein-sticken"...

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Friday, 30 March 2007

Blog installiert - blog lebt

Das war ja nun wirklich nicht schwer: installieren, ein wenig Konfiguration und "dasBlog" lebt! Ich frage mich, was für einen "Blogtyp" ich wohl abgeben werde, wenn der zweite bis n-te Eintrag folgt.

Bis dahin erfreue ich mich erstmal an der neuen markus-baersch.de, die nach jahrelanger Nutzung als "ortsunabhängige private Linkliste" (noch zu Zeiten entstanden, als es keine Favoritenfunktion in einer ebenso noch unerfundenen Google Toolbar gab) eiligst zeitgleich mit der Erlangung einer neuen Steuernummer als Freiberufler per Schnellschuss und mittels WebsiteCreator in eine google-unsichtbare Flash-Seite mit Businesscharakter umgewandelt wurde, um nun in einer "Version 1.0" als Visitenkarte meines fraglos in Bälde weltumspannenden, aber derzeit noch vollkommen unbeachteten Einmann-Unternehmens und dank CSS nun wieder suchmaschinenrelevant phönixgleich aus der Asche emporzusteigen. Und um der Frage gleich vorzugreifen: Ja, ich liebe lange Sätze, bin aber als Autor verschiedener Handbücher für unterschiedliche Softwareprodukte nicht (mehr) darauf angewiesen und habe auch den Charme eines kurzen >>Klicken Sie auf "OK". Öffnen Sie die Verwaltung erneut"<< kennen und schätzen gelernt. 

Und weil ich heute schon genug Texte geschrieben habe, die ich in Version 1.1 bis 1.5 meiner eigenen Adresse im Web auf ein vernünftiges Maß zusammenkürzen muss, soll es für heute auch reichen und ich eröffne dieses Blog mit dem guten Gefühl, dass mich derzeit ganz sicher noch keiner hier finden wird. So long, liebes Web... und bis morgen (letzte Bearbeitung: 21:43).

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