Markus Baersch

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Tuesday, 23 August 2016

Google Tag Manager endlich "angekommen"?

Seit fast genau 4 Jahren kenne und nutze ich den Google Tag Manager (GTM) für verschiedenste Aufgaben; hauptsächlich auf Websites von Agenturkunden. In den letzten Monaten ist mir dabei (zu meiner Freude) aufgefallen, dass man den GTM verstärkt bereits implementiert findet, statt zuerst von A wie Analytics bis Z wie Zauberei den ganzen Evangelisierungsschmus runterleiern zu müssen.

Mehr (unterforderte) Implementierungen in KMUs

Zugegeben: Die meisten Implementierungen, die mir dabei unterkommen, sind simpel und tun selten mehr, als einen Analytics-Code auszuspielen; der dataLayer ist i. d. R. ungenutzt und das Potential nicht mal da angekratzt, wo es nicht nur technisch möglich, sondern aus der Businessperspektive wirklich erforderlich wäre. Trotzdem scheint die "gefühlte Menge" der Installationen in B2B- und B2C-Websites kleiner Unternehmen, Nischen-Shops und den anderen eher "kleineren Kandidaten", die unser Agenturgeschäft prägen, durchaus angestiegen zu sein.

Was sagen "die Zahlen"?

Gute Frage. Wo suchen? Bei den meisten Diensten wie Ghostery & Co. findet man so hilfreiche Angaben wie "not many". Im Vergleich zu den Zahlen zu Google Analytics, die man beim gleichen Anbieter findet, mag man aber darauf tippen, dass der Google Tag Manager eben immer noch ein Exot ist. Deutlich hilfreicher ist da die GTM-Statistik bei BuiltWith, die zwar keine absolute Zahl für "das ganze Internet" liefern kann, aber bei der man zumindest ein beachtliches Wachstum auf Basis einer recht großen Stichprobe erkennen kann.

Nutzung Google Tag Manager 2014 - 2016

Wenn die Zahlen so auch für "alle Websites" stimmen sollten, hat sich die Anzahl der Installationen innerhalb von zwei Jahren fast verdreifacht. Wenn man übersieht, dass den Ordinaten weiter oben eine signifikante Stelle abgeht und sich den Verlauf für die angebotenen Segmente der Top X - Websites anschaut, dann scheinen die Großen auch eher die Vorreiter gewesen zu sein, so dass ich in diesen Segmenten im Vergleich deutlich weniger Wachstum abspielt. Oder anders: Die "Normalo-Websites" holen auf.

Was sagt Deine Erfahrung?

Wenn Du, geschätzter Leser, dazu auch Erfahrungen beisteuern oder gar mehr, andere oder einfach nur bessere Zahlen hast, dann lass es mich bitte wissen. Danke dafür schon jetzt! ;)

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Thursday, 10 September 2015

Google Search Console wird wieder in Webmaster Tools umbenannt

Jedenfalls bei mir. Ich kann mich mit dem neuen Namen nicht anfreunden. Weder in der Kommunikation mit anderen (auch wenn ich es muss), noch in Form des Anblicks bei der Verwendung der Webmaster Tools. Der Webmaster Tools. Webmaster Tools, nicht Search Console. Ich mag den Namen nicht. Hatte ich das schon erwähnt?

Name doof? Einfach umbenennen!

Ein Plugin war mir dann doch ein wenig zu übertrieben, aber da ich ohnehin gern und viel mit Greasemonkey bzw. Tampermonkey "nachbessere", habe ich zahllose schweißtreibende Stunden in eine umfangreiche Lösung investiert ;)

Wer meine Abneigung gegen den neuen Namen teilt, kann sich also mit den o. g. Erweiterungen für den Browser seiner Wahl Abhilfe verschaffen. Sowohl in der Anwendung als auch in der Hilfe. Einfach hier klicken und das Script in Greasemonkey oder Tampermonkey installieren oder herunterladen. Schon sieht das wieder so aus:

Search Console als Webmaster Tools rerebranded

Wem es noch fehlt: Hier sind Greasemonkey für Firefox oder Tampermonkey für Chrome zu bekommen.

Happy Re-Rebranding & Webmaster-Tooling ;)


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Wednesday, 01 April 2015

Metatag rettet faule Webmaster vor Rankingverlust

Wenn Google am 21.4. ernst macht und alle Websites, die nicht als mobilfreundlich eingestuft werden, bei mobilen Suchen benachteiligt (mit mehr Auswirkungen "als bei Panda und Penguin zusammen"), werden eine ganze Menge Webmaster noch nicht fertig sein mit der Umstellung auf Responsive Design oder mit anderen Mitteln.

Da dies aber vor allem auch ein paar gaaanz große Fische betrifft, hat Google genauso erstaunlich schnell einen Rettungsanker für überlastete IT-Abteilungen nachgelegt, wie zuvor mit der Nennung eines konkreten Termins überrascht. Und so geht es: Wer nicht rechtzeitig fertig wird, aber bereits angefangen hat, kann Google dies per Metatag mitteilen und so Zeit zur Fertigstellung "erbitten".

Metatag mobileready to the rescue!

Dazu wird in den Quelltext der betroffenen Seite (i. d. R. also vermutlich einfach alle) ein Metatag in den head-Bereich eingebracht, mit dem Google mitgeteilt wird, dass die Umstellung bereits in Arbeit ist.

<meta name="mobileready" content="soon">

Der hier abgebildete Wert "soon" bedeutet für Google, dass man davon ausgeht, spätestens innerhalb von 14 Tagen mit der Umstellung fertig zu sein. Wenn Google im Mobile Friendly Test auf diese Anweisung stößt, wird auch eine entsprechende Meldung ausgegeben, die einen erneuten Crawl der Seite in zwei Wochen in Aussicht stellt.

Mobile Ready: Soon

Als weitere Option ist die Angabe "pending", mit der angekündigt wird, dass die Umsetzung zwar erfolgt, aber noch längere Zeit in Anspruch nimmt. Die Crawlpause fällt in diesem Fall doppelt so groß aus, so dass man vier volle Wochen Zeit bekommt, um die Mobil-Hausaufgaben nachzureichen.

<meta name="mobileready" content="pending">

Große Website? Kein Problem: Auch in den Webmaster Tools wird es in Kürze (lt. Blogpost spätestens bis zum 19.4.) eine Funktion geben, um die "Entdeckung" per Metatag zu forcieren, ohne dass man explizit für jede einzelne Seite den obigen Test durchführen muss. Man merkt der Lösung aber nicht nur daran an, dass sie mit der heißen Nadel gestrickt wurde.

Vorsicht bei tagesaktuellen Inhalten!

Da die obige Angabe z. B. dazu führt, dass die betreffende Seite tatsächlich eine Crawlpause erhält und Google erst zum "vereinbarten" Termin zurückkehrt, um sich von der Mobilfreundlichkeit der Seite zu überzeugen, entgehen der Suchmaschine in der Zwischenzeit alle Updates am Inhalt der Seite. Wer also seine Blogstartseite damit ausstattet, kann sich auch eine Publikationspause gönnen, wenn der Hauptkanal für Traffic die Suche ist. Ein Workaround für dieses Problem ist nicht bekannt... aber solche Lücken entstehen eben, wenn ein plötzlich notwendig gewordener Notbehelf aus nichts als einer Kugelschreibermine und einem Einmachgummi gebastelt werden muss.

Sonderfunktion für gesperrte Ressourcen

Auch ein anderes Problem kann mit der neuen Wunderwaffe behandelt werden: Google beachtet Verbote in der robots.txt. Hier wurde und wird gern aber eine ganze Menge an internen Ressourcen wie CSS- und JavaScript-Dateien für Google & Co. gesperrt. Außerdem sind unauffällige Ordner wie website.de/css oder website.de/js seit jeher ja ein beliebter Ablageort für Firmengeheimnisse, unverschlüsselte Nutzerdaten und Online Banking Passwörter der Geschäftsleitung. Wo sonst könnte man auch sensible Daten auf einem online zugänglichen Ort ablegen, ohne dass sich Suchmaschinen und andere Bots darüber hermachen? Naja, vielleicht erfindet ja jetzt jemand Dropbox oder so. Sperren per robots.txt ist nun jedenfalls definitv out. Was früher heimlich der Sicherheit interner Daten sowie vorgeblich der Schonung der Ressourcen von Crawler und dem eigenen Server gedacht war, geht nun also nach hinten los, denn wenn Google keinen Blick auf das Design werfen kann, dann kann auch nicht bestimmt werden, ob eine Website mobilfreundlich ist oder nicht.

Für diesen Fall gibt es eine dritte Möglichkeit, mobileready mit einem Wert zu bestücken:

<meta name="mobileready" content="yes">

Versieht man die oben dargestellte Seite mit gesperrtem Design mit dieser Angabe, beteuert Google das Vertrauen in die Angabe des Webmasters:

Mobile Ready: Yes

Hierbei wird auch keine Pause vereinbart o. Ä - vielmehr scheint Google tatsächlich den Angaben des Webmasters zu vertrauen. Wie lange das aber gut gehen wird - und ob dies wirklich eine Rettung für Rankings bei mobil ausgeführten Suchanfragen bedeutet -, muss abgewartet werden, bis der nach dem 21.4. geänderte Zustand eine zuverlässige Bewertung erlaubt.

Einfach einbauen?

Daher sollten Webmaster mobileready nicht einfach implementieren, ohne zuvor auch alle denkbaren Konsequenzen bedacht zu haben. Neben der Crawlpause gibt man Google mit dem Einbau auch ein Versprechen, dass es einzuhalten gilt. Daher lautet die Empfehlung: Lieber "pending" statt "soon", wenn es denn schon eingebaut werden muss. So ist dann wenigstens sichergestellt, dass unerwartete Probleme bei der Umsetzung noch einen etwas größeren Puffer bekommen, als bei einer Zwei-Wochen-Frist.

Wie lange hält so ein Pflaster denn?

Keine Ahnung. Google hat nichts dazu geschrieben, was passiert, wenn man die Angaben einfach im head drin läßt und das Versprechen der Umsetzung nicht einlöst. Sicher wird es aber spätestens nach mehrfachem Verstreichen der Frist ohne erkennbare Verbesserungen der Mobiltauglichkeit dann auch an die Rankings gehen. Auch unklar bleibt, wie es nach dem ersten verpassten Termin mit der Crawlfrequenz aussieht... oder was passiert, wenn man eigentlich schon mobilfreundlich geworden ist und nur vergisst, das Ding wieder auszubauen - Also Vorsicht ;)



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Sunday, 29 March 2015

Mobile Search steigt auf in die erste Liga

Am 21. April ist #MobileDay. Wer bis dahin nicht (endlich) seine Hausaufgaben gemacht und seine Website auf Mobilfreundlichkeit abgeklopft hat, wird bei Suchanfragen, die auf Mobilgeräten stattfinden (Wachstum: schnell und unaufhaltsam), nicht mehr gefunden, weil die "mobilen Rankings" deutlich abfallen werden.

Eine Überraschung? Nein.

Nach all dem freundlichen "Du, mobile ist echt wichtig, Du - mach da doch mal gelegentlich was, ja?", das seit 2010 immer wiederholt, aber meistenteils unbeachtet blieb, hat uns Google zuerst in seit Mitte 2014 rasant steigender Schlagzahl massenweise Infos und Werkzeuge an die Hand gegeben, dann per Webmaster Tools tonnenweise Warnungen per Mail versendet und schlussendlich mit dem konkreten Termin 21.4.2015 die Pistole auf die Brust gesetzt. Wer jetzt nicht aufwacht und die bestehenden Probleme aller Besucher mit Smartphones weiterhin missachtet, wird dort konsequenterweise bald auch nicht mehr angezeigt; darüber habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben.

Der Mai ist gekommen - die Rankings schlagen aus?

Spätestens Anfang Mai wird man mit dem Ausrollen nach eigenen Aussagen bei Google fertig sein. Mobile Rankingverluste drohen. Das muss kein Problem sein... jedenfalls nicht sofort: Wer jetzt noch keinen nennenswerten Anteil an organischen Besuchern per Smartphone verzeichnet, mag sich auch noch Zeit lassen dürfen. Alle anderen müssen aber handeln, wenn der Anteil nicht rapide sinken soll.

Vorher noch fertig werden? Möglich...

Aus der Erfahrung von inzwischen über 25 (teilweise zugegebenermaßen auch nur "notdürftig") in den letzten Monaten auf Responsive Design umgestellter Websites, die zumindest erst einmal den Mobilfreundlichkeitstest bei Google mit "grün" bestehen, kann ich behaupten, dass es für viele, aber sicher nicht alle Websites i. d. R. eine praktikable, wenngleich sicher nicht perfekte Lösung gibt, deren Vorbereitungs- und Umsetzungsaufwand in Stunden und nicht in Tagen berechnet werden kann. Jedenfalls bis uns auch Mobile Page Speed und der Rest einholt und der Erhalt der Rankings mehr erfordert als nur Änderungen am Design oder ein paar Templates.

Ja oder Nein: Google Mobile Friendly Test

Wer nicht 100% aller Seiten umstellen kann, hat außerdem die Option, sich den wichtigsten (Traffic bringenden) Inhalten zu widmen - das sind oft nur die Startseite und eine Handvoll weiterer Seiten, die i. d. R. auch alle mit dem gleichen Template erstellt und dem gleichen Design versehen werden. Denn das Thema „Mobilfreundlichkeit“ ist bei Google (aktuell) nicht nur an eine überschaubare Anzahl von Anforderungen geknüpft, sondern wird auch seitenweise beachtet, nicht „domainweit“.

Google hat bzgl. einer bevorzugten Methode selbst klargestellt, dass Responsive Design keine Vorteile ggü. anderen Lösungen haben wird. So ist also selbst eine separate m.meinedomain.de mit vollkommen unabhängigen Inhalten für Mobilgeräte ein ebenso probater Notbehelf wie die keinerlei Anpassungen am eigenen System (abgesehen von ein paar DNS-Einstellungen) erfordernde dynamische Generierung mobiler Fassungen durch das System eines Dienstleisters, von denen es inzwischen einige gibt – als Service oder „selbstgehostet“.

... aber mitunter nicht sehr wahrscheinlich

Weil der Termin erst Ende Februar bekannt geworden ist, kann gerade die Umstellung größerer Websites - oder kleinerer, dafür komplexer Webauftritte - kaum rechtzeitig fertig werden, wenn man erst im März oder später startet. Zu vollgestopft sind die IT-Roadmaps des Mittelstands. Aus beharrlicher Ignoranz plötzlich agile und effiziente Aktivität an den Tag zu legen oder einen Plan B wie die "Mobilmachung" der wichtigsten Seiten zu schmieden, beschließen und auch noch umzusetzen, bis der 21. April auf dem Kalender steht, ist selten noch drin.

Unterschiede gibt es schon heute

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Unterschiede zwischen Desktop- und mobilen Rankings weiter verändern werden... und bei wem die Ausschläge nach unten - oder durch Verdrängung des unvorbereiteten Wettbewerbs ja vielleicht auch nach oben? - besonders groß ausfallen. Ab dem 22. April wird es von den SEO-Toolanbietern dazu vermutlich reichlich Daten geben. Wer nicht bis dahin warten will, kann sich beim SISTRIX Smartphone-Sichtbarkeitsindex informieren, inwiefern sich schon auf Basis der Daten vom Februar Unterschiede feststellen lassen.

STSTRIX Smartphone Sichtbarkeit

Da hier "nur noch" die Aktualisierung der Datenbasis erforderlich ist, sollte sich auch ein zweiter und dritter Besuch lohnen, wenn erst einmal der #MobileDay gekommen ist ;)

Nächster Halt: Mobile PageSpeed

Damit ist die Reise natürlich nicht zu Ende. Ein so digitaler Faktor wie "mobilfreundlich" oder "mobilmist", wie er derzeit nicht nur in Form des oben angesprochenen Tests implementiert ist, sondern in gleicher Form auch in den Webmaster Tools lebt - und vermutlich aktuell im angekündigten Algoupdate, das uns so nett nebst konkretem Termin in Aussicht gestellt wurde -, ist noch nicht das, was wir von Google gewohnt sind.

Die Tatsache, dass ein Klick zum Recheck einer in den Problemen genannten Seiten des Berichts zur "Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten" in den WMT früher nicht zu dieser "hopp oder top"-Evaluierung, sondern zu den mobilen PageSpeed Insights geführt hat, wo man weitaus strenger mit den Probanden verfährt, zeugt von einer gewissen Rücksicht seitens Google...

Streng: PageSpeed Insights

...aber zeigt auch in eine klare Richtung. Genau wie die in der Branche nicht unbemerkt gebliebenen Tests mit als "Slow" gekennzeichneten Seiten.

Der "Mobile Split" kommt

Es ist bereits angekündigt, dass Google in Zukunft die Unterschiede zwischen Desktop, Tablet und Smartphone ernster nehmen will. Man wird dazu einen eigenen, vom "Desktop-Index" getrennten Index für mobile Suchergebnisse betreiben... und mittelfristig bestimmt auch einen separaten Satz an Rankingfaktoren und deren Gewichtung, um sensibler mit den sehr unterschiedlich ausfallenden Nutzersignalen aus verschiedenen Gerätewelten umgehen zu können. Die gleiche Maßnahme wäre selbstredend auch für Tablets denkbar, für Wearables... oder was auch immer übermorgen das dominierende Gerät sein wird. Desktop und Laptop aber ganz sicher nicht. Insofern ist dieser Schritt nicht nur logisch, sondern auch (überlebens-) notwendig für Google. Und deren Wettbewerber. Genau wie die entsprechende Reaktion aller Websitebetreiber, die sich um organischen Traffic scheren.

Damit: Happy Mobilmaching ;)

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Tuesday, 30 September 2014

Nachrichten aus Google Webmaster Tools für bereits entfernte Websites

Seit Monaten bekomme ich regelmäßig Nachrichten aus den Google Webmaster Tools für die Domain eines ehemaligen Kunden. Und ich werde sie einfach nicht los. Obschon ich die Domain schon aus meinen Webmaster Tools gelöscht habe. Dass ich damit nicht allein bin, mehrkt man schnell, wenn man sich mit passenden Suchbegriffen bei Google um Abhilfe bemüht: Alle paar Monate wird ein neuer Eintrag in einem der mal mehr und mal weniger passenden Google Produktforen gepostet.

Ein Tipp, den man häufig liest, ist "einfach die Mails ignorieren". Das würde ich auch gern, aber nun haben die Nachrichten eine neue Dimension erreicht. Nachdem es zunächst nur Meldungen gab, dass der Googlebot keinen Zugriff auf die Seite hat, dass sich die Fehler häufen und ähnlicher Kram, den man sich zuammenreimen kann, weil die Domain vom ehemaligen Betreiber zwischenzeitlich abgestoßen wurde, hatte ich kürzlich dieses Schätzchen im Posteingang:

Spammeldung

Da hat sich offenbar jemand die Domain geschnappt und betreibt nun reichlich Unsinn damit. In diesem speziellen Fall ist es ein Fake-Shop, mit dem der Betreiber sicher nichts Gutes im Schilde führt. Sonst hätte er sicher auch keine Phantasieadresse bei der Registrierung verwendet. Ich mag ja etwas überempfindlich sein, aber so eine Domain möchte ich einfach nicht in den Webmaster Tools haben. Oder gar für den Eigentümer gehalten werden... Also muss diese Domain irgendwie in den Webmaster Tools nachhaltig zum Schweigen gebracht werden können, oder?

So geht es... eigentlich

Während sich für die meisten Geplagten eine Lösung findet, kann ich leider nichts tun und werde wohl weiterhin ein ungewolltes Auge auf die Domain werfen. Der Grund: Wer vollen Zugriff auf die Domain hat, kann sich erst "deverifizieren" und erst dann die Domain löschen.

Das ist eigentlich recht einfach:

  1. Die Domain wieder in den Webmaster Tools hinzufügen, falls man sie schon gelöscht hat und dann
  2. unter "Website verwalten - Nutzer hinzufügen oder entfernen" auf den Link "Website Inhaber verwalten".
  3. Dort beim eigenen Eintrag auf "Bestätigung aufheben" klicken.
  4. Nun die Website wieder aus den WMT löschen - und schon herrscht Ruhe.

...aber wehe, Du bist gar kein Eigentümer!

Mein Problem ist aber, dass ich nicht (mehr) als Eigentümer mit vollem Zugriff ausgestattet bin, sondern nur einen eingeschränkten Zugriff auf die Domain habe. Das äußert sich nach der Wiederanmeldung der Site in den Webmaster Tools so:

Eingeschränktes Menü

Nix mit Beenden der "Eigentümerschaft". Und löschen allein läßt die Mails nicht verstummen. Nach allem, was ich so zum Thema gefunden habe, sitze ich also mit einer großen Ar...-Karte vor dem Rechner und es scheint keinen Auswweg zu geben, der nicht auf die Löschung des kompletten Google-Accounts hinausläuft.

Oder kennt jemand eine andere Lösung? Dann würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen ;)

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Monday, 04 June 2012

Analytics Content Experiments: (noch) schlechter Ersatz für Google Website Optimizer

Mit großem Trara beerdigt Google zum 1. August den Google Website Optimizer und bietet als Ersatz neue "Content Experiments" in Google Analytics an. Wer sich nur die Ankündigungs-E-Mail von Google dazu durchliest könnte meinen, es handelt sich um alten Wein in neuen Schläuchen und das Tool sei nur "umgezogen". Die dort verwendete Formulierung "To elevate website optimization and provide one fully integrated tool for testing, content optimization will now have a new home within Google Analytics." klingt ja auch vollmundig und lässt auf Umsetzung vieler Wünsche hoffen, die man ggf. bisher im Einsatz des Website Optimizers entwickelt hat.

Zickige Validierung in GA

Mein erstes Fazit lautet aber leider: Pustekuchen. Es sind zwar ein paar erfreuliche Vereinfachungen mit dem Umzug gekommen, aber leider auch eine Menge Einschränkungen. Die überwiegend guten Nachrichten daher lieber zuerst.

Das mag (meistens) nett sein:

  • Ein separates Script für eine Conversion kann man sich nun i. d. R. sparen, denn es werden Analytics-Ziele als Grundlage für einen Test verwendet. Da dieser Punkt aber auch bedeutet, dass man für bisher per Script herbeigeführte Extrawürste wie Auslösen einer Conversion nach Erreichen einer Mindestanzahl von "Microconversions" o. Ä. nun ggf. (temporäre) "Hilfsziele" einrichten muss, muss das nicht zwingend ein Vorteil für jeden Anwendungsfall bedeuten. Zumindest aber geht dadurch keine Flexibilität verloren, macht bestimmte Szenarien nur ggf. etwas umständlicher oder erfordert (wenn alle Ziele "belegt sind") evtl. sogar ein neues Profil für Tests (zumal die Anzahl der Tests pro Profil in Analytics nun auf 12[wieso 12?] begrenzt ist)
  • Überhaupt werden weniger Scripts in Seiten benötigt, denn auch die Varianten müssen nicht mehr separat verwanzt werden, sondern nur noch die Originalseite. Klingt gut. Das "Aber" kommt dann nachher in der nächsten Liste...
  • Google steuert den Traffic auf die Varianten "schlau" selbst. Ziel ist es hier, die Seiten mit offenkundig schlechterer Konversionsrate nach einer gewissen Sicherheit mit weniger Traffic zu beschicken, um den Schaden für die Website zu minimieren. Klingt erst einmal gut, bedeutet aber durch die zwingende Nutzung dieser nicht-optionalen "Gutwillensautomatik" in gewisser Weise auch Kontrollverlust beim Experiment.
  • Wollte man bisher die Besucher einer bestimmten Variante separat in Analytics auswerten, musste man diese explizit mit einer benutzerdefinierten variable zu diesem Zweck markieren und konnte so Segmente bilden. Das ist jetzt durch die Integration einfacher, so dass das Verhalten jenseits der reinen Zielerreichung durch Segmentierung nach Varianten leichter beobachtet werden kann. Spart aber grundsätzlich erst einmal nur (geringen) Aufwand beim Aufsetzen es Experiments im Vergleich zur alten Lösung
  • Adieu Langzeittests: Tests in Analytics enden spätestens nach 3 Monaten. Das ist prinzipiell mal ein Vorteil, denn so ist man gezwungen, sich von der Idee zu verabschieden, einen Test nur lange genug laufen lassen zu müssen, um einen Gewinner zu finden, obschon die getesteten Variablen offenbar überhaupt keinen Einfluss auf die Ergebnisse des Tests haben ;). Das das im Einzelfall aber auch wieder ein Nachteil sein kann, ist ja fast schon klar...
  • Keine kollidierenden Tracker-Objekte mehr. Wer bisher GA und GWO parallel genutzt hat, musste ggf. die Scriptcodes anpassen, damit der Spaß überhaupt funktioniert. Außerdem wurde auf diese Weise auch mehr Code angezogen und ausgeführt, als das jetzt der Fall zu sein scheint, da keine zwei "Analytics-Codes" und unterschiedliche Profile mehr im Spiel sind. Die Content Experiments funktionieren sowohl mit dem neuen, als auch dem alten (synchronen) Trackingcode.

Das war es aber eigentlich auch schon. Ein wenig schöner mag das UI durch die Integration in Analytics ja geworden sein, aber wesentlich und / oder besonders bemerkenswert (weil nun einfacher oder besser oder sonstwas) finde ich das nicht. Mit Tools wie Optimizely hat man damit jedenfalls noch lange nicht aufgeschlossen. Vielmehr scheint es schon jetzt einige leicht zu identifizierende Nachteile zu geben... und es steht zu befürchten, dass mit steigender Erfahrung mit dieser Integration (noch ist kein einziger Test, der hier in Analytics gestartet wurde, bereits beendet) noch weitere Punkte dazu kommen werden.

Nicht so schön:

  • Der wichtigste Punkt zuerst: Die Flexibilität wird damit stark eingeschränkt. Denn sowohl (wie bisher dynamisch generierte) Multivariate Experimente als auch Experimente mit mehr als 5 Varianten sind mit den Content Experiments in Google Analytics nicht umsetzbar. Mehr muss man dazu auch eigentlich nicht schreiben, aber es ist eine wirklich fette Kröte, die man damit schlucken muss und ich würde mich nicht wundern, wenn das im ersten Schritt den Wettbewerb mehr stärkt, als dass es Analytics-Benutzer neu auf das Thema "Testing" bringt...
  • Ein Punkt, den viele sicher auch der Liste der Vorteile zuordnen würden: Es dauert mindestens 2 Wochen, bis ein Test "sichere" Ergebnisse liefert. Ob dies nun wirklich dazu dient, voreilige Schlüsse zu vermeiden oder nicht: Wer wirklich Traffic hat, konnte bisher nach Ablauf von mindestens 7 Tagen (um Schwankungen im Wochenverlauf nicht zu ignorieren) oftmals bereits fertig sein. Natürlich: Google zeigt wie früher stets den aktuellen Stand der Dinge an und verbietet auch nicht, einen Test "vorzeitig" zu beenden, aber es ist zu erwarten, dass eine Vielzahl von Benutzern erst dann Vertrauen in ein Ergebnis hat, wenn auch das Tool sagt, dass es "fertig" ist...
  • Folgetests auf der gleichen Seite erfordern offenbar stets einen neuen Code, denn jeder Test hat eine eigene ID
  • bei einer Implementierung in die Webanalyse naheliegende Wünsche wie die Beschränkung der Teilnahme an Tests nach verschiedenen Segmentierungskriterien o. Ä. sind (noch) nicht umgesetzt. Das bedeutet, dass die Integration in Analytics bis auf die Verwendung von dort bereits definierten Zielen noch keine der erwarteten funktionalen Verbesserungen mit sich gebracht hat. Auch die Berücksichtigung mehrerer Ziele o. Ä. (sei es gewichtet oder nicht) bleibt so folgerichtig noch offen
  • Die Validierung ist noch zickiger als bisher. Wenn man das Script in der Originalseite z. B. nun nicht direkt nach dem head-Tag einfügt, gibt es Gemecker.
    Zickige Validierung in GA
    Das bedeutet zwar nicht, dass man das Script nicht genau wie vorher zur Not (wenn es das CMS z. B. nicht anders zulässt) an anderer Stelle unterbringen, die Meldung ignorieren und trotzdem Ergebnisse erhalten kann, aber aus Sicht des typischen Analytics-Anwenders ist das vielleicht schon ein Grund, bereits nach dem ersten Einrichtungsversuch dauerhaft das Handtuch zu werfen
  • Die Integration wirkt teilweise noch fehlerbehaftet. Ob z. B. Vorschaubilder der beteiligten Seiten dargestellt werden oder nicht, scheint noch dem Zufall unterworfen zu sein. Das sind zwar Kleinigkeiten und zumindest bis jetzt scheinen Tests durchaus zu funktionieren, aber auch das fördert normalerweise nicht das Vertrauen der potentiell durch die Integration neu zu gewinnenden Benutzer für diese Funktion
  • Wer wirklich viel testet, wird sich vermutlich schnell über die Limitierung auf 12 Tests pro Profil ärgern. Damit sind übrigens aktive Tests gemeint. Wenn ein Test also abgelaufen oder pausiert ist, zählt er nicht für dieses Limit

Also: Luft nach oben ist noch reichlich vorhanden. Es bleibt zu wünschen, dass zumindest wesentliche Funktionen wie multivariate Tests möglichst schnell wieder einen Weg in das Tool finden, denn ansonsten ist es absehbar, dass es sich für eine ganze Menge typischer Testszenarien vorerst disqualifiziert. Warum der GWO zumindest in der Übergangsphase nicht weiterhin verfügbar bleibt, muss man Google fragen. Es sei denn, die größten Lücken werden noch vor dem 1. August geschlossen. Wer weiß..?

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Monday, 12 March 2012

Nummerierte Google Suchergebnisse

Da ich gern 100 statt nur 10 Treffer bei Google erhalte, ist eine Nummerierung aus mehr als nur einem Grund sinnvoll - ob SEO oder nicht. Scripts und AddOns gibt es ja genug, die für Nummerierungen sorgen, aber die meisten machen auch noch eine ganze Menge anderen Kram, den ich eigentlich nicht will. Daher habe ich schon länger ein selbstgestricktes Script (in Firefox via Greasemonkey; in Chrome mit Tampermonkey) im Einsatz.

Suchergebnisse mit Nummern

Damit ich es nicht ständig suchen muss, habe ich (angesichts der riesigen Reichweite dieses Blogs also hauptsächlich für mich selbst ;)) die akt. Fassung online abgelegt. Wer es nutzen mag, kann also Greasemonkey für Firefox oder Tampermonkey für Chrome installieren und dann per Klick das Script nachinstallieren: Nummerierte Suchergebnisse bei Google.

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Monday, 13 February 2012

Google Datenschutzbestimmungen: Nichts Neues!

Ja, Google hat seine Datenschutzbestimmungen vereinfacht. Und ja: Dabei sind auch ein paar Kleinigkeiten geändert worden. Aber das große Gejammer über die Konsolidierung von Nutzerinformationen über Produktgrenzen hinweg, über die sich derzeit auch in meinem privaten Bekanntenkreis überraschenderweise die Gemüter erhitzen, kann ich nicht nachvollziehen, denn das ist nun wirklich keine Neuigkeit.

Google Datenschutzbedingungen

Auch die vorher für jedes Produkt einzeln existierenden Nutzungsbedingungen haben stets darauf hingeweisen, dass sich Google diese Option offen hält. Dass man es jetzt... naja: ehrlicher formuliert und durch die Zusammenfassung der vielen einzelnen Dokumente mehr in den Fokus rückt, ändert nichts daran, dass Google schon immer ein nahezu zu 100% datengetriebenes Untermnehmen ist und sich die vielen "kostenlosen" Angebote schon immer mit den Daten der Nutzer hat bezahlen lassen, aus denen laufend Erkenntnisse gewonnen und oft auch neue Produkte gefüttert werden.

Da ist eine kostenlose Telefonauskunft, deren zahlreiche US-Nutzer dafür gesorgt haben, dass Google nun lebendige Sprache besser verstehen kann als Siri & Co. nur ein Beispiel von vielen. Google ist nicht kostenlos. Und das Interesse am einzelnen Nutzer ist durchaus vorhanden, wenngleich dieses (noch) etwas anderer Natur ist, als bei anderen Plattformen. Es geht hauptsächlich darum, jeden (möglichst regelmäßigen) Nutzer optimal mit Werbung zu beballern, denn da kommt (mal von Android abgesehen) das Geld her Wer damit wirklich ein Problem hat, war auch schon vor den geänderten Datenschutzbestimmungen gut beraten, sich bewußt zu machen, wann wo und wie Google überall Daten über Nutzer und Nicht-Nutzer (z. B. via Google Analytics) sammelt... und ggf. aktiv etwas dagegen zu tun, wenn er damit nicht einverstanden ist.

Einige Hilfsmittel bietet Google dazu selbst an - wohlwissend, dass die Mehrheit sich überhaupt keine Gedanken macht und der Großteil des Rests zwar gerne meckert, aber trotzdem kaum jemand die Plugins zum Ausstieg aus dem Tracking installiert oder den privaten Modus auch beim "normalen" Surfen aktiviert. Wer sich einen Überblick verschaffen will, findet bei Google eine übersichtliche Auflistung aller Datenschutztools. Und ich habe mit diesem Blogpost nun eine einfache Antwort auf eine derzeit recht beliebte Frage ;)

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Monday, 09 January 2012

Scroll-Tracking in Google Analytics

Inspiriert durch die Ausgabe 23 von Web Analytics TV habe ich mich endlich aufgerafft, ein generelles Problem vieler Blog-Sites anzugehen: Hohe Absprungrate, geringe "Time On Site". Denn allzu oft landet ein Besucher mit einer sehr konkreten Anfrage auf einer Seite, die eine sehr konkrete Antwort gibt. Im Idealfall ist die Frage damit geklärt und der Besucher verlässt die Site... vermutlich durchaus zufrieden. Was er dabei aber in der Webanalyse hinterlässt, ist die gleiche Spur wie die eines "echten Bouncers", der kam, sah (dass er falsch war) und direkt wieder verschwand. Eine Seite, Null Sekunden, Weg.

Die Lösung kann in diesem Fall die Messung einer Interaktion sein, die man durchaus als "Engagement" betrachten darf: Scollen der Seite. Denn wird der Beitrag wirklich gelesen (und ist er länger als nur ein paar Sätze bzw. enthält Ressourcen wie Bilder, Tabellen o. Ä.), wird der komplette Inhalt kaum auf die erste Bildschirmseite passen. Es ist also im Sinne der Webanalyse, wenn man durch die Messung einer solchen Interaktion die Qualität der Daten verbessert. Gibt man GA die Möglichkeit durch virtuelle Pageviews (wer sich gern extra dick in die Tasche lügt) oder besser Events mitzubekommen, wenn weiter nach unten gescrollt wird, dann bedeutet dies sowohl eine bessere Messung der Verweildauer auf der Seite als auch eine gerechtere Bestimmung der Absprungrate. Denn sobald ein solches Event ausgelöst wird, gibt es ein Ereignis nach dem Betreten der Seite, so dass diese nicht mehr in den Übersichten der besuchten Seiten wie eine "Problemseite" erscheint, ohne es wirklich zu sein.

Ich habe bei der Suche nach bestehenden Lösungen zwei unterschiedliche Beispiele gefunden, an denen man sich bei der Umsetzung orientieren kann. Die erste, einfachere Variante fängt "nur" die Tatsache ein, dass gescrollt wurde und gibt sich damit zufrieden, die zweite Lösung ermittelt auch die "Scrolltiefe" und löst dazu ggf. mehr als ein Event aus, wenn weiter nach unten gescrollt wird. Und obschon die zweite Lösung eigentlich mehr Daten liefert und auch bei der Verweildauer auf einer einzelnen Seite genauere Werte liefert, habe ich mich mit einer leicht angepassten Variante nach dem ersten Vorbild entschieden. Erstens, weil es mir primär um eine bessere Betrachtung des Absprungverhaltens ging und weil ich (bei meinen meistens recht langen Beiträgen) eine "Eventüberschwemmung" befürchte, die mir die Auswertung anderer Events, die hier auch genutzt werden, nicht gerade vereinfachen würde.

Wie auch immer man sich entscheidet und wie "genau" man es wissen will: Schon nach kurzer Zeit sieht man den Erfolg der Anpassung in "realitätsnäheren" (und idealerweise an der richtigen Stelle gestiegenen bzw. gesunkenen) Kennzahlen. Hier am Beispiel dieses Blogs seit der Implementierung zum Jahreswechsel:

Statistik in Google Analytics

Das Diagramm zeigt schon nach wenigen Tagen den gewünschten Trend: Gesunkene Absprungrate, mehr Time On Site. Auch die absoluten Kennzahlen sind signifikant unterschiedlich für die Tage vor und nach der Implementierung:

Statistik in Google Analytics

Wer sich bei den o. A. Beispielen bedienen und eine eigene Implementierung vornehmen will, kann die dortigen Fassungen eigentlich unverändert übernehmen. Bitte aber daran denken, die Syntax des Eventtracking-Aufrufs für den jeweils verwendeten Google-Analytics-Trackingcode anpassen, also entweder nach der alten Variante mit dem pageTracker, wie es im ersten Beispiel der Fall ist oder asynchron wie im zweiten Beispiel mit der mehrfachen Messung.

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Tuesday, 08 November 2011

Willkommen zur SSL-Volksverdummung. Danke Google!

Ich wollte eigentlich kein Wort drüber verlieren und habe es auch fast zwei Wochen geschafft. Aber nachdem ich nun den oberflächlichsten Verdummungbeitrag seit langem in der Webmaster Zentrale dazu gelesen habe, müssen ein paar Dinge einfach mal raus - egal, ob es wirklich jemand liest oder nicht.

Was passiert denn?

Google stellt also seine Suche auf SSL um. Https statt http. Verschlüsselt suchen. Toll. Und wenn Google uns sagt, dass dies "im Rahmen unserer Verpflichtung, das Web noch sicherer zu machen" geschehe, dann muss man das wohl auch glauben. Selbst dann, wenn man sich zufällig gleichtzeitig dazu entschlossen hat, den Referer zusätzlich künstlich zu verstümmeln, so dass in der Webanalyse und den Webmaster Tools nichts mehr zu Impressions oder Klicks in Verbindung zu einem Suchbegriff erscheint. Jedenfalls dann, wenn nicht gerade zufällig jemand auf eine Anzeige geklickt hätte. Denn wer über Anzeigen auf eine Website kommt, bringt auf jeden Fall noch - ebenso künstlich - Angaben über den Suchbegriff mit. Der "normale" organische Besucher aber eben nicht mehr.

Was hat Google davon?

Der Sicherheitsvorwand (der sich in Deutschland dann auch gern gleich magisch erweitert in "Datenschutz" übersetzt) ist aus mehreren Gründen aber m. E. der totale Unsinn. Erstens hat das nichts mit Datenschutz zu tun, zweitens ist die ganze Angelegenheit - nicht zuletzt zur Aufrechterhaltung der CashCow "AdWords", die sich den Verlust der Keywordinfos zu ordentlichen Kampagnensteuerung einfach nicht erlauben kann - mehr oder minder "künstlich" geschaffen / verändert worden. Wäre "nur https passiert", müßte m. W. (ich bin da allerdings nicht 100% sicher und lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen), der interessierte Webmaster, SEO, Affiliate seine Site ebenso komplett auf SSL umstellen und erhielte alle Infos, die er bisher auch bekommen hat. Hätte vielleicht also das Web sogar wirklich ein wenig besser gemacht, was sicher auch in der oben als Argument angeführten "Google Selbstverprflichtung" steht. Wer weiß. Das primäre Ziel der Aktion ist aber vermutlich an ganz anderer Stelle zu suchen. Im Satz "better protection against snooping from third parties" aus dem offiziellen Statement kann man sich zwar auf "protection" konzentrieren (und soll das sicher auch), viel interessanter ist aber "third parties" in diesem Zusammenhang. Es geht um Drittanbieter. Nur welche? Irgendwelche "Bösewichte"? Werbenetzwerke? Oder doch jeder einzelne Webmaster, Toolanbieter, SEO?

Was hat "König Kunde" davon?

Für den Nutzer der Suchmaschine ist damit jedenfalls kaum was gewonnen. Ausreichend schlaue Toolbars und Plugins werden vermutlich immer noch genug Daten über das Suchverhalten sammeln, wenn sie denn wollen. Und wenn ich Suchbegriffe verwende, für die ich mich schämen muss, kamen die früher ja auch nicht gleich mit meinem Namen und meiner Anschrift bei jedem an, dessen Site ich besucht habe. Naaaaihn (Diese Verbindung haben nur Google und besonders neugiereige Cookieplatzierer ;))! Man sieht aber möglicherweise weniger stumpfsinnige Einblendungen über Blogposts, die mir nochmal sagen, wonach ich vor einer Sekunde gesucht habe, falls ich mich nicht mehr daran erinnern sollte. Und nicht nur Webmaster, sondern auch Werbenetzwerke (besonders die, deren Geschäftsmodell auf Suchanfragen angewiesen sind. Ja die gibt es!) wissen nun weniger über meine Interessen (was aber Google bestimmt mehr Nutzen bringt als dem einzelnen User). Ansonsten sitzen nun aber jede Menge SEOs, Webmaster & Co. vor den Daten, die immer mehr hämisch (not provided)-grinsende Lücken enthalten.

Alles supi? Oder nicht so wild?

"Passiert ja nur bei google.com und nur, wenn man angemeldet ist". Ja klar. Das war bei Google Instant, Google Dingens und Google Sonstwas auch erst der Fall, wird aber ganz sicher mit der Zeit immer mehr Suchanfragen betreffen. Weniger wird´s jedenfalls nicht. Und je nachdem, wo der Hauptteil der Besucher her kommt, fehlen jetzt schon zweistellige Anteile der Keywords in der Webanalyse. Nicht nur in Google Analytics (wo der Kunde demnächst ja auch zahlender König werden kann - huch, habe ich das jetzt laut gedacht?), sondern in jedem Tool... außer vielleicht demnächst dann in Google Analytics Premium. Wie? Ich spinne? Naja: Nachdem Google in letzter Zeit nicht gerade zimperlich bei der Suche nach neuen Einnahmequellen vorgeht, der Charme der ersten 10 Jahre langsam aber sicher verblasst und sich Google mehr und mehr Bedrohungen ausgesetzt fühlt, traue ich Google inzwischen auch Schritte wie diesen zu. Jedenfalls manchmal. Und vor allem dann, wenn ich solchen Flachsinn wie im oben verlinkten Blogpost lese, der mit vielen Worten nichts sagt. Warum Nebelbomben werfen und dann nicht angreifen? Na gut: Ich kann mir zwar "Alle Keywords in der Premium-Version" auf einer Featureliste weder wirklich ernsthaft vorstellen, noch kommt man vermutlich einfach so damit durch, wenn man sich so ein Alleinstellungsmerkmal im Markt der Webanalyse-Tools schafft (und sei es - wie in diesem Fall - dann auf Basis von "eigenen" Daten), aber langsam sollte der letzte gemerkt haben, dass eine Menge Googler jeden Tag satt werden müssen und Geld nicht an Bäumen wächst. "SSL für Suchanfragen" gehört jedenfalls ganz bestimmt nicht zu den Dingen, die man sich mal wieder einfach so als "Oh toll, dann wird ja bestimmt alles noch sicherer und besser, oder?" unterjubeln lassen sollte. Echt nicht...

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Friday, 21 October 2011

Google Analytics in Echtzeit

Ich will mich gar nicht an der Diskussion beteiligen, wie sinnvoll nun Realtime Webanalyse nun ist oder nicht - jedenfalls nicht hier und jetzt.

Denn ich freue mich viel zu sehr über die Berichte, die erfreulich schnell nach der Anmeldung zur Teilnahme an der Beta zu Realtime in Google Analytics heute in meinem Konto verfügbar sind.

Realtime in GA

Was ich wirklich sinnvolles damit anfangen kann - und in welchem Profil - werde ich mir irgendwann später überlegen. Jetzt erst mal wieder zurück zur Betrachtung der Echtzeitanalyse ;)

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Thursday, 06 October 2011

Organische Impressions + Co. jetzt auch in Analytics

Und weiter geht´s mit der Verknüpfung von Analytics und den Google Webmaster Tools: Im neuen Bereich "Besucherquellen -> Suchmaschinenoptimierung" (nur in der neuen Oberfläche) finden sich nun nach Verknüpfung der Analytics-Web-Property mit dem passenden Eintrag aus den Webmaster Tools (ja genau: Gleiches Google - Konto erforderlich, logo!) zusätzliche Reports, die auch die Impressions, Seiten, Klickraten und geografische Angaben zu den Besuchern enthalten.

Suchanfragenbericht

Das ist zwar erst einmal nichts, was aus den Socken haut, aber man kann zumindest schon jetzt von den im Vergleich zu den WMT umfangreicheren Filteroptionen in Analytics profitieren, um sich die Impressions zu den Begriffen oder Seiten genauer anzusehen. Auch praktisch ist z. B. eine Sicht auf die Klickrate nach "Quelle" in Form unterschiedlicher Google-Dienste wie Suche, Bilder oder Mobile, in denen man durchaus signifikante Unterschiede feststellen kann ;). Ich hoffe doch, dass dieser Block noch ausgebaut wird. Gegen den m. E. nicht ganz so glücklich gewählten Namen "Suchmaschinenoptimierung" kann man ja vermutlich nun nichts mehr tun...

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Friday, 30 September 2011

Einfachere Verifikation: Google Analytics und Webmaster Tools wachsen weiter zusammen...

Das scheint wohl schon länger so zu funktionieren, aber mir ist es erst jetzt aufgefallen: Wenn in den Google Webmaster Tools eine neue Site hinzugefügt werden soll, kann dazu nun einfach der Analytics-Trackingcode verwendet werden. Meint: Wer als Administrator beim passenden Analytics-Konto zur Website eingetragen ist, muss sich künftig weder als Agentur noch Betreiber mit Uploads, Metadaten oder gar DNS-Konfiguration rumschlagen.

Webmaster Tools

Ich find´s praktisch. Die engere Verknüpfung beider Werkzeuge ist damit zwar nicht wirklich vorangetrieben, aber trotzdem eine große Hilfe. Wer weiß: Es mag ja auch was mit dem kommenden "Analytics Premium" zu tun haben;) Wenn man jetzt noch die neue "schöne" Startseite der WMT wieder auf eine übersichtlichere Listenansicht umstellen könnte. Aber ich habe ja immer was zu meckern...

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Friday, 16 September 2011

Schade: Google Page Speed Service kann nicht zaubern

Wenn es um Websites geht, ist schneller immer besser. Ich bin daher auch ein großer Freund von PageSpeed, YSlow und anderen Werkzeugen zur Messung und Optimierung der Performance von Internetseiten... ohne nun wirklich immer alles ausreizen zu müssen, was drin steckt. Also definitiv nicht wie Scotty ;)

Das ist aber vielleicht trotzdem schon das Problem: Wenn ich mir verschiedene von mir betriebene oder betreute Sites anschaue, bringt eine "Faulenzer-Optimierung", wie sie von Google mit dem Page Speed Service zur dynamischen Optimierung der eigenen HTML-Seiten und Ressourcen angeboten wird, leider nicht sehr viel, wenn man sich selbst ein wenig Mühe gegeben hat. Klar: Ich betreue keine spiegel.de, aber trotzdem scheint es mir kaum ein Modell, mit dem Google wirklich viel ausrichten wird, um das Web schneller zu machen.

Das typische Bild bei einigermaßen "speedbewussten" Sites scheint ein minimaler Gewinn im einstelligen Bereich für Erstaufrufe zu sein. Bei erneuten Aufrufen ist allzu oft die Ladezeit sogar (wegen des Umwegs und der Bearbeitung auf dem Weg zum anfordernden Browser ja auch erklärbar) höher als ohne den Service.

Hier ein Beispiel für meine eigene Website: Der Effekt ist nicht der Rede wert. Wenigstens ist die Seite aber noch intakt - das hat bei anderen Versuchen schon anders ausgesehen, so dass das Ergebnis nach der Optimierung mitunter deutliche Darstellungsprobleme hatte.

Klar, dass es bei anderen Sites besser aussieht und der Gewinn größer ausfällt. Aber ich kann mir eigentlich nicht denken, dass ein Unternehmen, welches eine vergleichsweise langsame Website betreibt, wirklich den später ja kommerziellen Service nutzen und dauerhaft dafür zahlen wird, wenn es meistens mit ein paar mehr oder weniger kleinen Handgriffen und einmaligem Aufwand machbar ist, selbst eine ganze Menge für bessere Antwortzeiten zu tun. Oder mache ich es mir da zu einfach?

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Tuesday, 24 May 2011

Mehr Futter für den Feedreader: Offizieller Google Search Blog "Inside Search"

Wer sich - freiwillig oder aus beruflichem Druck - für die Google-Suche interessiert, sich bisher aber mit der Ausrede "das ist mir aber viel zu viel technisches Webmaster-Zeugs" oder ähnlich fadenscheinigen Aussagen davor gedrückt hat, die Google Webmaster Central oder den deutschen Ableger zu abonnieren, dem sind nun Argumente ausgegangen, denn Google betreibt jetzt unter Inside Search eine eigene Anlaufstelle für alles, was "direkt" mit der Suche zu tun hat. Das bedeutet nun aber ganz und gar nicht, dass man sich Webmaster Central nun sparen kann... sondern nur, dass man mit weiteren Kleinigkeiten versorgt wird, die hoffentlich nicht nur Anekdoten aus dem Leben des Search-Teams, sondern idealerweise auch Handfesteres zu bieten haben. Der vollmundige Eröffnungsbeitrag läßt da gleichermaßen hoffen und bangen... wir werden es ja erleben. Oder ertragen. Oder beides. ;)

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Thursday, 12 May 2011

Google Chrome: Spracheingabe in Webformularen

Erst heute bin ich durch die zweite Google IO-Keynote darauf aufmerksam gemacht worden, dass Google Chrome es denkbar simpel macht, Spracheingabe in Eingabefeldern von Webformularen aller Art zu ermöglichen - genau so, wie man es bereits z. B. aus der "googlelabsfunktionsbereicherten" US-Google-Suche kennt.

Dazu reicht es, dem Eingabeelement ein simples "x-webkit-speech" mit auf den Weg zu geben. In der simpelsten Variante also einfach so:

<input type="text" x-webkit-speech>

Anhand der Suchfunktion auf dieser Website (allerdings aus langweiligen Gründen nicht im Blog) gezeigt sieht das so aus: Wer mit Chrome auf die Seite kommt, sieht das Aufnahmesymbol, das sich auch auf Android-Geräten zur Sprachsteuerung immer mehr breit macht. Olle Firefoxe oder andere Browser können damit allerdings noch nichts anfangen. Nicht mal mobil unter Android 2.3.4.

Spracheingabesymbol

Ein Klick startet die Aufnahmefunktion, über die das Eingabefeld befüllt werden kann. Das klappt in Chrome genau so gut oder schlecht wie bei entsprechenden Funktionen auf dem Mobiltelefon: Die Spracherkennung selbst ist prima, allerdings eben leider (noch) nicht für längere Texte oder gar als Ersatz für "echte" Spracherkennungssoftware geeignet, weil z. B. keinerlei Großschreibung stattfindet (sicher übrigens ein Grund, warum sich Apple lieber - möglicherweise? - Nuance kauft bzw. schon gekauft hat, als das Thema nochmal selbst zu erfinden und dann gleich "perfekt" zu sein, wenn iOSxyz dann ebenso sprachbedienbar wird). Zur einfachen Texteingabe aber schon jetzt eine prima Sache. Wenngleich es hier bei der Suchfunktion zugegebenermaßen eher eine Spielerei ist.

Spracheingabe starten

Sobald sich die Funktion aber - mit verbesserter Erkennung und "lokalisierter" Schreibweise - auch in anderen Browsern breitmachen sollte (was sicher erst dann passiert, wenn genug Websites darauf setzen) und auch für große Textfelder (<textara>, nicht nur <input>) genutzt werden kann, kann vielleicht auch auf dem Desktop so manche Eingabe schneller per Stimme als mit der Tastatur erfolgen. Das wäre schon in gewisser Weise etwas Neues, denn bis jetzt muss man sich die Funktion, wenn gewünscht, per "Dragon Dictate" & Co. nachinstallieren.

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Friday, 04 March 2011

Man kann Google Webmastertools + Analytics verbinden... aber wozu?

Um die Frage gleich zu beantworten: Aktuell ist die Verknüpfung zwischen Webmastertools und Analytics eigentlich noch zu gar nichts gut. Aber das kann sich ja durchaus noch ändern... Speziell die Google Webmastertools haben sich in den letzten Monaten ja durch stetige kleinere und größere Verbesserungen hervorgetan. Da dort vor allem der Bereich der Analyse von Klicks und Impressions im Suchanfragenbericht immer hilfreicher wird, ist der Wunsch nach ähnlichen Reports direkt in Google Analytics nicht ungewöhnlich. Aktuell findet man aber nichts weiter als zwei sehr unspannende Links aus den WMT zu Google Analytics. Nichts in der anderen Richtung oder praktischere / engere Integration beider Produkte.

Ich glaube aber trotzdem, dass sich die "Mühe" der Verknüpfung lohnt und je nach Resonanz auch relativ schnell nicht nur weitere Brücken zwischen beiden Produkten geschlagen werden, sondern die wesentlichen Daten aus den Webmaster-Tools kurz oder lang deutlich näher an Google Analytics rücken als heute. Schön wäre es jedenfalls...

Wer heute schon mal reinsehen will und die Webmastertools mit dem gleichen Google-Konto wie Analytics betreibt (das ist Voraussetzung - zur Not also das Profil in Analytics für den richtigen Account freigeben), findet die Verknpüfung direkt im Dashboard der Webmastertools.

Verknüpfung herstellen

Je nach Anzahl der für dieses Konto freigeschalteten Analytics-Accounts kann die Auswahl des richtigen Kontos zur Aufgabe werden, die ohne Browser-Suchfunktion gar nicht gelöst werden kann (so sah das jedenfalls bei mir aus). In der Regel ist die Liste aber so übersichtlich wie hier dargestellt und die Auswahl des richtigen Profils kein Problem.

Profil wählen

Zum Dank erhält man dann erstens einen Link im Bericht "Links zu Ihrer Website", der direkt zum passenden Report des verbundenen Analytics-Profils führt.

Verlinkende Websites anzeigen

... und noch trivialer ist der Link oben in den Webmastertools, der stets zum Dashboard des passenden Analytics-Profils führt.

Dashboard anzeigen

Gähn. Ja sicher: Das mag praktisch sein, wenn man eine gewisse Anzahl von Sites verwaltet und daher ggf. schneller auf zwei selbst geöffneten Tabs mit beiden Informationsquellen durcheinanderkommt, wenn er diese Links in die stets passenden Profile nicht hat. Trotzdem für sich gesehen viel zu langweilig und nebensächlich, um überhaupt einen Blogbeitrag drüber zu schreiben. Wenn es denn nicht mit ein wenig Glück nur der Einstieg in eine tiefere Integration ist. Man darf ja mal träumen ;)

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Monday, 28 February 2011

Google CloudConnect: Google Docs als Backup + "Sharepoint Extralight"

Praktisch isses schon, wenngleich weder neu noch besonders "intergriert": Dank Google Cloud Connect (BTW: mal wieder ein suuuuuuper Name. Kann sich bestimmt jeder gleich was drunter vorstellen) kann man nun nicht nur den Office Live Workspace, sondern auch ein entsprechendes Google Pendant dazu nutzen, seine Dokumente direkt aus den beliebten Office-Programmen MS-Wurst, Echse & Bauernfreund mit der Wolke abzugleichen. Das sorgt dann nicht nur für ortsunabhängige Sicherheitskopien der Dokumente, sondern erlaubt auch die "Online-Zusammenarbeit" (im weitesten Sinne) mehrerer Autoren an einem Dokument.

Und obwohl ich gestehen muss, dass mir die Lösung von MS besser gefällt, gibt es naturgemäß in meinem beruflichen Umfeld deutlich mehr Personen mit einem Google-Konto als mit einem Hotmail/Passport/Live-ID/Wie-auch-immer-es-heute-heißt-Anmeldedingsda von MS, so dass ich diese Variante wahrscheinlich eher nutzen werde als Office Live. Jedenfalls ab dem Zeitpunkt, wo es wirklich vernünftig läuft. Denn aktuell scheint das Ganze noch nicht so toll zu klappen, wenn die Dokumente etwas größer sind - entweder bezogen auf den Umfang oder auch nur die Dateigröße, die auch bei wenigen Seiten mit einigen Grafiken ja beachtlich ausfallen kann (gerade bei Powerpoint Bauernfreund). In der Theorie ist das Ganze aber eine prima Angelegenheit: Einfach installieren, anmelden und automatisch oder manuell mit den Dokumenten online abgleichen. Wie? Hä? So:

Cloud Connect herunterladen und installieren. Beim nächsten Start von Office schafft sich Google unterhalb der Werkzeuge in einer eigenen Leiste Platz:

Cloud Connect in Office

Einmalig auf "Login" klicken, sich bei Google anmelden, den Zugriff auf die betreffenden Dienste freigeben und dann die sehr übersichtlichen Einstellungen zur Synchronisation vornehmen. Wer es nachträglich einmal suchen sollte: Die Links oben erlauben auch das Abmelden oder den Wechsel des Google-Kontos.

Einstellungen Cloud Connect

Für jedes Dokument kann dann noch einmal zusätzlich gewählt werden, ob die Synchronisation automatisch oder manuell erfolgen soll. gerade bei größeren Dokumenten sollte es wohl besser sein, den Abgleich manuell durchzuführen, weil die gute alte Wolke nur selten mit Festplattengeschwindigkeit angebunden ist.

Cloud Connect Synchronisation

Wer nun das Dokoment lokal speichert und danach der automatische oder manuelle Abgleich stattfindet, wird der Fortschritt des Vorgangs in der Leiste dargestellt.

Cloud Connect

Ist der Vorgang dann abgeschlossen, zeigt die Leiste einen Link zum Dokument im eigenen "Text & Tabellen"-Konto. Hier - oder auch direkt in Office über den "Share"-Schalter - kann das Dokument nun zur Ansicht oder Bearbeitung für andere Benutzer freigegeben werden... oder einfach als zusätzliche Sicherheitskopie online verweilen, die bei jeder Bearbeitung des lokalen Dokuments auf dem eigenen Rechner schnell abgeglichen ist. Auch die Versionsverwaltung von Google Docs mag hilfreich sein, wenn man einen dummen Fehler bei einer Überarbeitung erst nach einigen Wochen bemerkt...

So sieht die ganze Sache in der Praxis aus:

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Tuesday, 07 September 2010

Gewichtete Sortierung in Google Analytics: Einfach Wow!

Sich über einzelne neue Funktionen auszulassen lohnt sich nur dann, wenn es wirklich ein Knaller ist. Und warum auch immer: Obwohl die neue Sortierung nach Gewichtung bei Google Analytics vielleicht auf den ersten Blick unspannender erscheint als andere neue Zeitsparer der letzten Wochen und Monate*, habe ich mich schneeköniglich gefreut, als ich erstmals über das neue Feature in einem Analytics-Account gestolpert bin.

Worum geht´s?

Ganz einfach: In einem typischen Google Analytics-Profil können zwar inzwischen sehr viele sinnvolle Dinge direkt im Webinterface ermittelt werden... trotzdem kommt man bei konkreten Fragen oft nicht an Excel vorbei. Das ist zwar auch nach Einführung der gewichteten Sortierung noch so, aber man kann sich zumindest bei einigen "einfachen", aber wesentlichen Fragen den Umweg nun nicht nur sparen, sondern vielleicht sogar noch bessere Werte erhalten als mit anderen Methoden. Als Beispiel soll die Frage dienen: Welche Keywords (oder Trafficquellen, Kampagnen, tri, tra, trullalla) bringen mir zwar relativ viel Traffic, weisen aber überdurchschnittlich hohe Absprungraten (oder schlechte Conversionrates oder...) auf?

Versucht man nun, diese Frage mit einer absteigend nach Absprungrate sortierten Liste der Keywords zu beantworten, findet man i. d. R. eine ganze Menge an "Schrott", der 100% Absprünge bei minimalen Seitenaufrufen besteht. Seitenweise.

Nach Absprungrate sortierte Begriffe
Sie kamen - sahen, dass Sie hier falsch sind - und gingen. Unvermeidbar und nicht schlimm... aber definitiv nicht geeignet, um effektive Optimierungsansätze zu liefern.

Damit kann man natürlich herzlich wenig anfangen. Also müssen die Daten nach Excel exportiert und dann dort erst einmal der ganze Kleinkram gefiltert werden. Anschließend kann man z. B. über das (nach belieben mit individuellen Faktoren) gewichtete Produkt aus Seitenaufrufen und Absprungrate genommen werden, um eine "Hilfs-Kennzahl" zu generieren, nach der dann sinnvoll sortiert werden kann, um diejenigen Begriffe zu finden, für die es sich ggf. lohnt, Anpassungen an den Zielseiten zu planen, um aus dem Traffic mehr herauszuholen. Wenn die Begriffe denn irgendwas mit dem eigenen Angebot zu tun haben. Ansatzweise ;)

Aber Moment mal: Was macht die komische Checkbox da oben? Gewichtet nach Impressions und Bouncerate? Nur mit einem einfachen Klick? Genau!

Nach Absprungrate und Impressions sortiert
Das ist hilfreich: Traffic und Abschreckungsgrad im Auge: Das sind die Begriffe, für die sich die Arbeit vielleicht lohnen könnte!

Nach Aktivierung zeigen sich deutlich veränderte Top-Ten. Diese Begriffe haben einen Einfluss auf die Gesamtperformance der Site und hierüber ist dann auch (hoffentlich) viel einfacher etwas zu finden, was eine weitere Analyse lohnt: Wie sehen die Zielseiten aus und wie kann der Traffic ggf. in die richtige Richtung gelenkt werden? Man muss sollte zwar trotzdem immer noch nachdenken, ob ein Begriff wirklich relevant für das eigene Thema ist und ob 100% Absprungrate bei der konkreten Zielseite nicht einfach nur bedeutet, dass das Ziel des Besuchers bereits auf der ersten Seite erreicht wird... Aber so finden sich Chancen natürlich deutlich schneller. Ohne Export und Umwege, ohne viele Klicks - sehr cool, oder?

Wie Analytics diese Gewichtung vornimmt? Naja, die Analytics Hilfe ist hier gewohnt unkonkret. Wer es genauer wissen will, findet bei Avinash Kaushik eine gewohnt ausführliche Beschreibung, die auch auf die Vorgehensweise eingeht. Mir ist das aber ehrlich gesagt wurscht. Ich brauche auch keine Enthüllungsshows über die tollstren Tricks der Magier. Und es ist mir egal, wie genau die Pins wieder aufgestellt werden, solange es funktioniert und ich zügig weiterbowlen kann. Was zählt ist die Tatsache, dass auf diese Weise schneller sehr viel mehr aus vielen Reports herauszuholen ist. Vorausgesetzt, dass sich jemand dafür interessiert und konkrete Fragen hat, die er seiner Webanalyse stellen will...


*) Ich meine z. B. Dinge wie die Mehrfachanmeldung - schau mal in die Einstellungen des Google - Profils. Das wird für mich vielleicht der größte Effizienzschub seit Einführung des integrierten Suchanfragenberichts und der Segmentierung und Filter im AdWords-Interface, wenn es denn erst einmal durchgängig bei allen Google-Produkten funktioniert ;)

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Thursday, 10 June 2010

Nervt Google etwa nur, damit Du Dir ein Konto besorgst?

Also, das ist schon irgendwie dreist: Da verschlimmbessert Google das Startseitendesign durch 30"-füllende ätzende Hintergrundbilder und eröffnet nur demjenigen einen Weg zurück zum alten Design, welcher sich vermittels Google Konto anmeldet und wieder ein weißes Hintergrundbild als "Tipp der Redaktion" übernimmt.

Hintergrundbild bei Google
Irgendwie übel riechender "Login-Bait" bei Google: Willste´s wieder schön? Meld! Dich! An!

Davon abgesehen, dass ich schon jetzt eine beachtliche Menge an Leuten darüber aufgeregt haben mag, wird diese Aktion sicher zu einer deutlichen "Optimierung" der Rate bei der Suche angemeldeter Benutzer bedeuten. Oder anders: Statt von Vorteilen der Anmeldung zu überzeugen, werden nun offenbar gezielt künstliche Nachteile für Nichtanmeldung geschaffen, um den "Anreiz" zu erhöhen. Der kleine kennzahlengetriebene Manager in mir zieht vielleicht noch heimlich den Hut vor diesem Schachzug... der Rest findet das aber definitv... naja: übel. ebel. evel. evil. Jedenfalls fast. Zumindest für heute visualisiere ich Google wohl eher als ledergeschürzte und peitschenschwingende Werbeclip-Domina, die mir ein eindringliches "MELD!!!  DICH!!!  AN!!!" befiehlt. Irgendwie unschön.  

Aber was soll das Gemecker? Freuen wir uns an den schönen bunten Bildern! Bing hat das ja schließlich auch. Und schneller ist nun alles auch dank Caffeine. Schneller im Index, schneller gefunden, schneller vollgespammt. Schneller alles eben. Wen stört es da schon, dass es schei..e aussieht?

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Wednesday, 31 March 2010

Mutige trauern um entfallenen Zugang zur zensierten Suche in China...

Was bleibt nun nach dem Rückzug von Google als Suchmaschine aus China, wo man sich irgendwann wohl zu sehr verbiegen musste, um den geltenden Zensuranforderungen zu entsprechen? Nicht, dass man bei Google nicht auch in Deutschland und anderen Gebieten zensierte Ergebnisse ausliefern muss, aber das China ein Sonderfall war - und ist -, bestreitet wohl kaum jemand.

Primäres Ziel der Regierung nach dem Umschalten auf die unerwünscht offene Google-Fassung aus Hong Kong ist (wie immer) die Unterbindung von Kritik und Verbreitung der Diskussion, wie die von der Washington Post veröffentlichte Liste der Regularien für Online-Berichterstattung unmissverständlich unterstreicht. Da muss man sich schon wundern, dass es dennoch offenbar zahlreiche Mutige gibt, die Kerzen, Blumen und Kränze vor dem nutzlosen Google-Hauptquartier in Peking ablegen... und sich dabei sogar noch fotografieren lassen. Gibt es aber wirklich; zu sehen in einem Artikel des Guardian über die Bemühungen, sich gegen eben diese Form der "Aussperrung aus dem Internet" zur Wehr setzen.


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Friday, 12 March 2010

Wenn Wiki zum Stern mutiert und Wellen Brücken zur Post bauen...

... dann ist bei Google wohl mal wieder was schief gelaufen. Diesmal geht es mir gar nicht im die zahlreichen neuen und alten Ansatzpunkte für Kritik hinsichtlich Datenschutz & Co., sondern um zwei andere Punkte, die als Symtom für etwas herhalten können, was derzeit zum Problem zu werden scheint: Ungeachtet der unendlich scheinenden Ressourcen verzettelt man sich offenbar bei Google mit steigender Frequenz.

Was der eigenartige Titel erstens meint, ist das inzwischen schon länger verstorbene "SearchWiki" der personalisierten Suchergebnisse für angemeldete Google-Nutzer. Sieht so aus, als hätten wohl deutlich weniger Benutzer als erwartet die Möglichkeit genutzt, Suchergebnisse selbst "umzusortieren", obschon das Feature ja sorgsam in den Labs getestet wurde. Warum wohl? Weil es keine Sau braucht, Einträge von Platz 6 auf Platz 3 zu heben, die Funktion aber nie für mehr als das zu gebrauchen war? Ja, daran kann es ja wohl nicht gelegen haben, oder? Komisch ist allerdings, dass die Kommentarfunktion auch nicht genug Nutzer gefunden zu haben scheint...  Stattdessen wird nun der frei gewordene Platz von "Sternen" belegt, mit denen man einzelne Suchtreffer nicht nur zu einem Favoriten macht, der dann oberhalb der übrigen Suchtreffer angezeigt wird, sondern auch gleich ein Lesezeichen in den Google Bookmarks setzt.

Favoriten in Suchergebnissen

Klingt erst mal praktischer als der alte Ansatz und kommt mir als aktiver Nutzer von Google Bookmarks freilich entgegen. Bestimmt wird sich so auch die Anzahl der Nutzer von Google Bookmarks verbessern lassen.

Trotzdem ist es schon ein Indiz dafür, dass selbst meiner eisernen "Googlegläubigkeit" langsam der Putz abbröckelt, dass ich erst einmal nachsehen musste, ob in meinem Google-Profil dann auch neuerdings alle Bookmarks von mir erscheinen. Glückliches Ergebnis: Nein. Noch nicht. Das mag aber daran liegen, dass die Bookmarks  zu den Diensten gehören, die derzeit noch nicht im Dashboard zu sehen sind. Würde mich nicht wundern, wenn die dann doch irgendwann mal bei mir im Profil zu finden sind und ich das dann selbst aktiv in neuen Optionen des Dashboards abschalten kann. Das jüngste "Google Buzz-Debakel" hat ja schön vorgemacht, wie man selbst bei sonst eher locker mit persönlichen Daten hantierenden Amerikanern eine Welle der Entrüstung lostritt - und auch in Herrn Schmidt´s Statement gegebener guter Rat, eben "nichts in's Netz zu stellen, wenn man nicht will, dass es jeder zu sehen bekommt", erhöht mein Vertrauen in die vielfach eingesetzten Google-Produkte nicht unbedingt. Von den aktuellen Diskussionen rund um StreetView, Buchsuche und vor allem Analytics gar nicht zu reden. Ich kann zwar nicht alles teilen, was es da draußen so an Bedenken gibt (wer es wissen will, darf mich z. B. jederzeit nach meiner IP fragen, die ich nicht als persönliche Information ernst nehmen kann), aber es gesellen sich mehr und mehr Spuren von vorzeitig umgesetzten / veröffentlichten "halb- und unfertigen Konzepten" zu dem ewigen "Datenkraken"-Gefasel-Grundrauschen hinzu, dass man ohnehin ständig über Google zu lesen bekommt. Da scheint lustig mit Bing, Apple und dem Rest der Welt um die Wette entwickelt zu werden (was nichts neues ist) und plötzlich bleibt nicht nur die Qualität auf der Strecke (was auch nichts neues ist), sondern es mangelt an grundlegenden "Muss-Funktionen" und brauchbaren Konzepten.

Warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe? Weil mir gerade klar geworden ist, dass ein weiterer Vertreter dieser Gattung "halbgarer Konzepte" dabei ist, den Geist aufzugeben. Google Wave. Was hatte ich mich gefreut... und wie groß war meine Enttäuschung, als ich dann endlich Zugang zu einem System hatte, was von Anfang an grundlegende Funktionen vermissen läßt und daher auch nur in Sonderfällen wirklich nützlich war. Klar - der Nutzen steigt mit der Anzahl der Kommunikationspartner, aber trotzdem möchte man doch ein Mindestmaß an effizienten Organisationsfunktionen für Nachrichten und Kontakte. Beides wird leider von Wave m. E. noch immer nicht bereitgestellt und ob die "Feedback-Funktion" irgendwann dazu führt, dass diese Dinge nachgebessert werden, muss ich noch erweisen. Man muss jedenfalls den Eindruck bekommen, man sei bei Google derzeit mit anderen Baustellen beschäftigt. Wie sonst kann man sich erklären, dass Wave nun eine Brücke zur E-Mail schlägt (was auch den Rest der Überschrift endlich auflöst) und damit schon in der Erprobungsphase zugibt, bestenfalls als Ergänzungsmedium zur klassischen E-Mail nutzbar zu sein.

Mail-Erinnerungen für Wave

Was soll ich sagen? Ich habe mich der Realität des wavearmen Alltags gebeugt und das Angebot angenommen. Schnief!

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Tuesday, 26 January 2010

Aktualisierungen auf Webseiten mit Google Reader verfolgen

Wie jüngst im Google Reader Blog zu lesen war, kann man mit dem Reader nun nicht nur Feeds von Seiten abonnieren, sondern künftig auch Veränderungen auf einzelnen Webseiten folgen, deren Inhalte gar nicht per RSS, ATOM oder was-weiss-ich-welches-Format ausgeliefert werden. Das ist nicht einfach nur praktisch, sondern spart einigen Nutzern sicher einen Haufen Zeit, die bisher im ständigen "mal nachsehen, ob es was Neues bei xyz gibt" verloren gegangen ist.

Als ich das aber bei der einzigen Seite, die mir auf Anhieb einfiel (Jacob Nielsen´s Alertbox, die zwar Mails bei neuen Beiträgen versendet, aber leider nicht abonniert werden kann), ausprobieren wollte, hat mir mein Google Reader allerdings nach Angabe der entsprechenden URL http://www.useit.com/alertbox/ die gleiche Antwort gegeben, die ich sonst auch bekam: "Für Ihre Suche wurden keine übereinstimmenden Feeds gefunden.". Wer sich davon nicht auf morgen vertrösten lassen will, der kann entweder den langen Weg gehen (google.com -> google.com auf Englisch -> More -> Reader) oder er stellt einfach in den Einstellungen (Link ist oben rechts im Reader unter Einstellungen -> Reader Eintellungen ) die Sprache auf "Englisch -English". Anschließend liefert der Versuch, eine "Nicht RSS-Adresse" einfach über den Button "Add a Subscription" hinzuzufügen, den gewünschten Effekt. Jedenfalls fast, denn bei Jacob´s Alertbox scheint es Probleme mit dem Umwandeln in einen Feed zu geben. Andere Seiten sind da aber weniger zickig und so bekommt man z. B. künftig die Info, ob sich die Startseite der Webmarketing Akademie verändert hat, direkt im Reader mit. Nach einem Klick auf "Create Feed" werden künftig Veränderungen in mehr oder weniger schönen Snipplets im Reader angezeigt.

Das wird den Klick auf die Seite wohl nicht verhindern (soll es ja auch nicht), erspart aber das aktive Nachsehen. Aus Pull wird also - mehr oder weniger - Push ;) 

Update 11/2011: Offenbar scheinen die "google generated feeds" nicht mehr wirklich zu funktionieren und neue Seiten lassen sich nicht so einfach hier eintragen, wie es in der Vergagenheit der Fall war. Schade eigentlich... Es gibt zwar einige Dienste und auch installierbare Programme wie den "Page Update Checker" - aber nichts davon ist da, wo man ohnehin reinschaut und so wird es dann zum Problem. Wer einen Dienst kennt, der den Job noch macht und Änderungen dann wieder als abonnierbaren Feed anbietet (damit die Info wieder im Reader ankommt), dem bin ich für einen Kommentar dankbar, wenn er sich schon zu diesem Blogpost verirrt hat.

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Sunday, 03 January 2010

Google Chrome erreicht Platz 3 in der Browserstatistik

Neben allen spannenden Neuerungen bei Google (siehe unten) hat sich wohl vor allem das (hoffentlich bald wachsende) Angebot von Google Chrome AddOns positiv auf die Verbreitung ausgewirkt, so dass im weltweiten Vergleich nun offenbar nicht nur Opera, sondern auch Safari überholt wurden und Chrome damit auf dem dritten Platz in der Browserstatistik hinter IE und Firefox angekommen ist (siehe Computerworld Artikel).

Je nach Statistik ist das allerdings ein alter Hut und schon seit einiger Zeit so... bei den eher kleinen Unterschieden zwischen Chrome, Opera und Safari wahrscheinlich nicht ganz unverständlich.

Browserstatistik

Quelle: StatCounter Global Stats - Browser Market Share

In Deutschland ist das übrigens, wenn man StatCounter glauben will, noch nicht der Fall. Auch Logfiles und Webanalyse zeigen oft ganz andere Verteilungen und so sehe ich in vielen Konten z. B. Firefox in den Besucherstatistiken mitunter deutlich vor IE. Trotzdem: Chrome ist auf dem Vormarsch und bietet schließlich nicht nur in Geschwindigkeit, sondern auch beim Thema Sicherheit einige interessante Argumente. Und vielleicht wird sich ja auch "Chrome OS" diesbezüglich noch auswirken, wenngleich ich allein mit Netbooks als Plattform für das "Google Betriebssystem" noch nicht sehe, dass das der große Wurf werden wird.

Google wird jedenfalls auch 2010 sicherlich den in den letzten Monaten gezeigten Trend zu schnelleren und zahlreicheren Neuerungen (ich will nicht alles wirklich als "Innovation" betiteln) fortsetzen. Was ist nicht alles passiert: Schnellere Releasezyklen für neue Features in Analytics, den Webmaster-Tools und an tausend anderen Stellen, sich stetig verändernde Suchergebnisse (Snipplets, PDF/Docs-Integration, "UX"/Userinterface-Tests u. A.), mehr oder weniger sinnvoller Funktionswettlauf mit Bing (Stichwort: Social Search), Elements, Squared, Page Speed, Wave... oder "persönliche Suchergebnisse für alle", dem SEO-Unsinnsthema der letzten Wochen. Es bleibt auf jeden Fall spannend ;)


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Monday, 16 November 2009

AdSense mit (anderem) Google Analytics Konto verbinden

Google Analytics kann bereits seit einiger Zeit auch Daten aus einem verbundenen AdSense Konto anzeigen. Was aber, wenn man ein gentrennte Google-Konten für Analytics und AdSense verwendet? Die Lösung vorab: In diesem Fall ist es erforderlich, dem "AdSende"-Konto-Login mittels des Analytics-Nutzermanagers Administratorzugriff auf das Konto zu gewähren, in dem das betreffende Profil der Website verwaltet wird, welches künftig die AdSense-Daten erhalten soll. Der lange Weg:

AdSense-Konto mit Analytics verknüpfen

Zunächst einmal muss die Verknüpfung - am einfachsten aus AdSense heraus - aktiviert werden. Dazu dient der Link "Integrieren Sie Ihr AdSense-Konto in Google Analytics" im AdSense Dasboard:

AdSense Link zu Analytics

Der Link führt (normalerweise; nach erstmaliger Definition später dann direkt zu den Analytics-Daten) zu einer Seite, auf der gewählt werden kann, ob man sich bereits mit einem bestehenden Konto verbinden will oder ein neues Analytics-Konto eröffnet werden soll. Hat man mit dem "AdSense-Google-Konto" bereits Zugriff auf bestehende AdSense-Profile des selben oder eines anderen Kontos (durch den oben genannten Adminzugriff; zur Konfiguration siehe weiter unten), kann hier nun gewählt werden, welches Profil verwendet werden soll.

Entscheidet man sich für mehrere Profile, die mehr als eine Website betreffen, muss auf den zusätzlichen Domains ggf. ein zusätzliches Script implementiert bzw. vorhandene Scripte angepasst werden, damit die Brücke zwischen dem Profil und den AdSense-Daten funktioniert. Eine so definierte Verbindung kann übrigens nachträglich in den Profileinstellungen in Analytics wieder gelöst werden - und auch der Scriptcode ist hier (in den Profileinstellungen) nachträglich noch einmal abrufbar.

Wenn die Liste leer ist: Zugriff auf andere Analytics-Konten

Was aber tun, wenn keine Liste von Profilen eingeblendet wird oder zwar eine Liste vorhanden ist, diese aber keine Einträge zeigt? In diesem Fall ist es erforderlich, das AdSense-Konto im Nutzermanager des gewünschten Analytics-Kontos einzubinden. Nach der Anmeldung in Analytics kann der Nutzermanager über den Link am Ende der Profilliste geöffnet werden:

Nutzermanager in Analytics

Hier dann oben rechts vom Titel "Bestehender Zugriff" auf "Nutzer hinzufügen" klicken und anschließend die Anmelde-Mailadresse des AdSense-Kontos neu eintragen. Als Zugriffstyp "Kontoadministrator" wählen.

AdSense-Konto Zugriff gewähren

Nach Abschluss mit "Änderungen speichern" kann wieder zurück in das AdSense-Konto gewechselt und der obige Vorgang wiederholt werden - nun besteht Zugriff auf die Profile und per Mausklick kann das gewünschte Profil (oder mehrere; s. o.) angegeben werden, welches Daten aus AdSense enpfangen soll.

Auswerten in Analytics

Der Link im AdSense-Dashboard, mit dem eingangs die Verbindung hergestellt wurde, heißt nun "Navigieren Sie zu Ihrem Google Analytics-Konto" und führt künftig direkt zum Dashboard der Analytics-Berichte des verbundenen Kontos - leider nicht zwingend im richtigen Profil... dieses also ggf. noch aus der Auswahlliste oben auswählen. Danach findet man die AdSense-Auswertungen im Bereich "Content":

AdSense-Auswertungen in Analytics

Neben der Tatsache, dass man nun z. B. im Top-Webseiten - Bericht analyticslike weitergehend segmentieren, filtern und pivotieren kann (:-)), gibt es nun auch Ansichten, die sonst nicht so einfach herzustellen sind, wie z. B. eine Liste über besonders erfolgreiche Anzeigenziele über alle Kanäle etc...

Zum Abschluss: Die ganze Mühe lohnt sich - was bei Analytics eigentlich immer gilt - freilich nur dann, wenn man Analytics auch wirklich aktiv nutzt, um regelmäßig Fragen an die eigene Website zu stellen und die Antworten zu verwenden, um eine Optimierung voranzutreiben - sei es für AdSense-Umsätze, Shop-Bestellungen, Anfragen, Downloads, allgemeine Benutzerfreundlichkeit, Suchmaschinen oder alles zusammen...

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Monday, 05 October 2009

Das Guxu-Guxu-Guxu-Guxu-Kaufsuauchirgendwann-Prinzip jetzt auch bei AdWords messbar

So haben wir´s gern. Jetzt wird in AdWords also für Content-Kampagnen auch nachvollziehbar gemessen, wenn jemand etwas kauft und vorher mal möglicherweise meine Anzeige gesehen hat. Möglichst mehrfach. Also (zur Übersetzung der Übreschrift): Wenn Du meine Anzeige nur oft genug siehst, kaufst Du auch irgendwann bei mir, nachdem Du die Adresse des Shops ja oft genug gelesen hast. In allen Erfolgsgeschichten aus dem Content-Werbenetzwerk und anderswo wird man (Google) ja auch nicht müde zu erwähnen, dass neben Brandingeffekten und den direkt auf einen Klick zurückführbaren Conversions vor allem spätere Verkäufe durch die möglichst mehrfache Ansicht von Anzeigen via Werbenetzwerkt begünstigt werden. Mehrere Kontakte Werbemitteln wie Content- oder Suchanzeigen vor dem Kauf sind das immer wieder in´s Feld geführte Argument, dass nun z. B. in der Kampagnenübersicht bei AdWords in Form der "View-Through Conversions" nachvollzogen werden kann.

Dass da seit der erst gerade erfolgten Einführung vielleicht auch bei großen Content-Kampagnen noch nichts steht, muss (noch) nicht beinruhigen, denn die Conversions haben ja noch 30 Tage Zeit, um zu geschehen ;). Vor allem derjenige, der auch in den organischen Suchergebnissen zu seinen gut verkaufenden Keywords prima positioniert ist und nebenbei sinnvollerweise dennoch AdWords-Kampagnen betreibt, um dem anzeigeaffinen Googlenutzer eine Chance zum Klick zu bieten, wird demnächst sicher die ersten "VT-Conversions" zu sehen bekommen. Denn mal ehrlich: Es ist einfach "ziemlich wahrscheinlich", dass es zu seinem Keyword auch die eine oder andere gut platzierte oder geschickt verlinkte Seite geben wird, auf der die eigene Anzeige via AdSense durchaus Chancen zur Einblendung hat. Ob diese dort auch wirklich wahrgenommen wird, spielt bei der Messung schlussendlich keine Rolle, sondern dient so oder so dazu, den Wert des Content-Werbenetzwerks auch "optisch" zu verbessern. Dass eine Kaufentscheidung durch mehrere Werbekontakte messbar begünstigt wird, will ja schließlich niemand anzweifeln und es gibt genug Studien dazu. Knackpunkt ist aber die Frage, ob die hier "gemessenen" Kontakte zum Werbemittel auch wirklich stattgefunden haben. Wie oft ist Werbung so schlecht (freilich nur aus der Perspektive des Publishers gesehen) platziert, dass der Besucher der Seite diese selbst dann nicht wahrnehmen kann, wenn er grundsätzlich gar kein Problem mit Werbung hat. Die Zahlen der View-Through Conversions mögen dazu dienen können, sich besser beim Chef für die Ausgaben schlecht geführter Content-Kampagnen zu rechtfertigen... der wirkliche Effekt bei der Kaufentscheidung der erfolgten Einblendungen vor der Conversion ohne Anzeigen-Klick darf in diesem speziellen Fall aber durchaus angezweifelt werden. Praktischerweise kann diese "neue Conversionrate" auch angesichts der Tatsache, dass es unendlich viele Abstufungen von "Anzeigensichtbarkeit und -wahrnehmmung" im bunten Content-Werbenetzwerk gibt, wohl auch nie wirklich mit brauchbaren Zahlen untermauert oder widerlegt werden. Zumindest nicht, bevor keine Mouse- oder (noch besser:) EyeTracking-Daten massenhaft und automatisiert an das Google Conversion-Tracking-System geliefert werden, weil jeder Browser dann irgendwann standardmäßig willens und in der Lage ist, diese zu erheben und Benutzer sich massenhaft dazu (z. B. per Unwissenheit) entscheiden, diese Trackingsystemen zur Verfügung zu stellen. Grusel!

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Monday, 21 September 2009

Bekomme ich meine Daten von Google zurück?

Wenngleich ich persönlich recht gern eine ganze Menge von Google-Tools einsetze und schon berufsbedingt damit lebe, dass Google einen ganzen Haufen meiner Daten für mich verwaltet, kann ich den Wunsch durchaus nachvollziehen, dass andere Benutzer verschiedenster Google-Tools die eigenen Daten lieber "zurückbekommen" und in anderen Werkzeugen einsetzen wollen. Oder im gleichen Werkzeug, aber unter einem anderen Namen / Konto. Oder vielleicht parallel in mehreren Produkten... oder wie auch immer. Während in fast allen Anwendungen entsprechende Exportmöglichkeiten - und mitunter auch die Fähigkeit zum Import - vorhanden sind, ist es je nach Produkt nicht immer ganz einfach, diese auch zu finden. Nicht zuletzt wird dazu auch gern mal ein zusätzliches Produkt wie der AdWords-Editor, Google Calendar Sync oder ein entsprechendes API dazu benötigt.

Praktisch für alle, die Ihre Daten beim Umzug zu oder von einer Google-Anwendung mitnehmen möchten, ist daher die Website dataliberation.org, auf der für viele Google-Produkte (verlinkt) aufgezeigt wird, wie man Daten in die Anwendung oder wieder heraus bekommt. Selbst wenn hier nur stehen sollte, dass es derzeit keinen Weg gibt, den gewünschten Schritt von oder zu einer der Anwendungen nebst Daten zu vollziehen, ist das ja auch schon eine Hilfe und erspart mühseliges (und erfolgloses) Rumklicken in diversen Einstellungsdialogen.

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Friday, 18 September 2009

Ist meine Website "verdächtig"?

Wenn die eigene Website plötzlich nicht mehr im Index auftaucht oder vielleicht kaum noch zu finden ist oder wenn Kunden sich gehäuft beschweren, dass der Browser komische Warnungen ausgibt, wenn die Site besucht werden soll, ist es höchste Zeit für ein Minimum an Diagnose. Auch dann, wenn der kurze Blick in die Zugriffsdaten des eingesetzten WebAnalyse-Systems signifikante Rückgänge beim Traffic verzeichnet, will man nach dem ersten Schreck genauer wissen, was denn passiert sein könnte- Und wie man das Problem wieder in den Griff bekommt. Ist man ggf. verdächtig, Schadcode im Web zu verbreiten oder gar schon mit der Höchststrafe - dem Rauswurf aus dem Index - belegt worden?

Einige Dinge, die man als Webmaster zur Diagnose direkt erledigen kann, sind z. B. die folgenden Schritte:

  • Der erste Blick, wenngleich nicht vollständig, sollte Google gegönnt werden. Mittels "site:www.meinedomain.de" läßt sich zumindest abfragen, ob überhaupt noch Seiten im Index zu finden sind. Sieht man hier nichts. riecht es schon mal nach "Rauswurf".
  • Wer sich den Spaß schon vorher gegönnt hat, sollte sich nun bei den Google Webmaster Tools anmelden. Probleme werden hier i. d. R. schnell aufgezeigt, so dass es sich lohnen mag, die Anmeldung und Verifikation jetzt nachzuholen, wenn bisher nicht mit den Webmaster-Tools gearbeitet wurde. Übrigens gilt das nicht nur für Google, sondern auch für Bing...
  • Vor allem, wenn man das Problem anhand von Traffic-Auswertungen bemerkt hat, ist das Webanalyse-Tool der erste Anlaufpunkt. Sind alle Quellen versiegt oder nur einzelne Suchmaschinen? Der tolle Link bei Wikipedia mal wieder weg, der 99% der Besucher gebracht hat? Machmal ist es wirklich so einfach, leider aber zu selten...
  • Wer sich zumindest "thoretisch" im Index befindet, aber nicht rankt, muss sich vieleicht - zu recht oder auch "vollkommen schuldlos" - gerade mit einem Google Filter herumschlagen, der dafür sorgt, dass man für die Begriffe, auf die man es abgesehen hat, nun 20, 40, 60, 100 oder wie viele Positionen auch immer nach unten versetzt wurde. Das merkt man schnell daran, wenn man z. B. nur noch für den eigenen Domain- und / oder Firmennamen bei Google auffindbar ist, die anderen Begriffe aber plötzlich keinen Traffic mehr bringen.
  • Hat man sich offenkundig einen dieser Filter oder gar einen kompletten Rauswurf eingefangen, sollte nun die Suche nach dem Grund starten. Und zwar wieder möglichst mittels der Webmaster-Tools. Und zusätzlich per Blick auf den Quellcode der Startseite und der "bisher" prominenten Seiten auf der eigenen Domain. Ist das wirklich das, was man dort erwartet oder hat sich aus der Ferne fremder Schadcode hier eingenistet?
  • Denkbar ist auch, dass die Domain nun deswegen nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint, weil jemand anders sich die Mühe gemacht hat, eine Kopie des kompletten Inhalts der Domain an anderer Stelle zu publizieren, um den Traffic lieber selbst mitzunehmen oder aktiv Schaden für die bestohlene Domain anzurichten. Ein einfacher Weg, dies zu diagnostizieren, ist eine Suche nach einem wirklich langen Ausschnitt aus dem Inhalt der eigenen Seite. Also z. B. "Willkommen bei Lederwaren Dingsda Wir fertigen seit über 400 Jahren Schlangenledertaschen aus Eselsohrhaut im schönen Knacktal an der Wurst...". Findet Google nicht die eigene Seite, sondern eine andere, ist man wohl um seinen Content betrogen worden... oder hat dies selbst getan, indem allzu viele andere Domainnamen auf den gleichen Inhalt zeigen und dies nicht per "sauberer" Weiterleitung tun.
  • Hilft das alles nichts oder will man gleich sicherstellen, dass das Problem nichts mit böser böser Malware zu tun hat, die von der eigenen Domain verbreitet wurde (oder zumindest vom eigenen Server), der kann Googles "Safebrowsing" zu Rate ziehen. Entweder per Firefox Plugin oder durch Aufruf von http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=www.meinedomain.de. Sollte dies für die eigene Domain keine Ergebnisse liefern, lohnt sich ggf. auch ein Klick auf das "Network", so dass auch ausgeschlossen werden kann, dass man mit allzu vielen Spammern auf dem gleichen Server / auf der gleichen IP zuhause ist.

Warum das alles? Ganz ehrlich? Weil ich mir diese verdammte Adresse des Safebrowsing-Diensts nie merken kann, ist nun eigens dieser Blogbeitrag entstanden ;) Wer also nur mal nachsehen will, ob die eigene Domain irgendwie "verdächtig" ist, kann jetzt seinen Domainnamen einfach unten in das Feld eintragen und die Ergebnisse bei Google abrufen. Wer in der Tat mit der obigen Liste ein potentielles Problem diagnistiziert hat und nun wissen will, wie er aus der Falle rauskommt, sollte sich zur Verifikation vertrauensvoll an einen unbeteiligten Dritten wenden und nach einer Überprüfung gemeinsam nach möglichen Wegen suchen. Das muss nicht, darf aber gern unsere Agentur für Suchmaschinenmarketing sein ;)  

Safebrowsing: Ist meine Site verdächtig?

Frag Google. Domainnamen (zur Not auch mal mit und mal ohne www) hier eintragen und nachsehen, was Google in den letzten 3 Monaten so alles über Domain und Server zu sagen hat...

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Thursday, 27 August 2009

Content-Werbung via Google wird teurer?

Die eierlegende Wollmilchsau von Google scheint wohl noch ein paar Extras vertragen zu können. Es geht um Werbung, der einzigen ernsthaften Einnahmequelle für Google. Worum genau, kann theoretisch zwar in einem Satz gesagt werden - die Frage ist nur, ob man den dann überhaupt an einem Stück lesen kann. Ich versuch´s natürlich trotzdem (war klar, oder?): Google AdWords-Kampagnen, welche derzeit als Quelle für Anzeigen dienen, die auf Websites erscheinen, die im Rahmen des Gegenstücks "AdSense" Ihrerseits Google Platz zur Darstellung der Anzeigen überlassen, werden künftig nicht der einzige Lieferant von Inhalten für AdSense-Werbeblöcke im so genannten Content- (AdSense-Partner-) Werbenetzwerk sein. 

Der Inside AdSense Blog feierte kürzlich noch die verbesserten Chancen für AdSense Publisher; nun sind die E-Mail-Benachrichtigungen an die AdSense Publisher raus. Die für Google AdSense angebrachten Anzeigenplätze werden künftig nicht nur mit Google-(AdWords/Content) Werbung bestückt, sondern es nehmen auch Anzeigen aus "Drittnetzwerken" an der Auktion um den verfügbaren Platz teil. Das sind zwar nicht irgendwelche Wald-und-Wiesen-Netzwerke, sondern von Google geprüfte und zugelassene Werbepartner; so richtig transparent scheint mir die Nummer aber noch nicht zu sein.

Die Kehrseite der Medaille: Wer über die automatische / kategoriebezogene Platzierung oder gar per dediziertem Placement auf bestimmte Seiten im AdWords-System seine Anzeigen an den Besucher bringen will, muss sich in der Auktion preislich nicht nur mit den Anzeigen anderer Adwords-Kunden, sondern eben auch mit den Anzeigen und entsprechenden Geboten der nun hinzugekommenen Lieferanten für Werbung herumschlagen. Und das passiert in der Regel über den Preis. Wer heute in vergleichsweise kleine (und für den Publisher daher besonders lukrative) Anzeigenblöcke rein will und daher nicht mit kleineren Maximalgeboten etwa Position 5.x erreicht (was auch jetzt schon für wenig Schaltung sorgt) wird künftig seine Position und Reichweite wohl nur halten können, wenn er ein paar Cent auf sein Maximalgebot drauflegt. Und wer bisher so gerade noch in den einen oder anderen größeren Block reingerutscht ist, wird künftig wohlmöglich die Impressions an den Fingern abzählen können...

Der Effekt wird (sowohl seitens Publisher als auch beim Advertiser) abhängig davon sein, wie das Thema der Site und der dort geschalteten Anzeigen lautet; wie viel Nachfrage, Traffic und Wettbewerb herrscht und welche Schwerpunkte die neu hinzukommenden Werbenetzwerke bedienen. Trotzdem wird die Ausweitung auf weitere Bieter in der Auktion um mehr oder weniger begehrte Anzeigenplätze sicher nicht zu einem Preisverfall, sondern einem Anstieg der Werbekosten (respektive -Werbeeinnahmen) sorgen. Jedenfalls dort, wo es sich auch heute schon lohnt, Anzeigen zu schalten bzw. Platz zur Verfügung zu stellen. Nur gut, dass meine Site definitiv nicht dazu gehört ;)

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Wednesday, 15 July 2009

Google "Mein Standort" (my location) mit Firefox 3.5

Wer es bisher nur aus der Google IO-Keynote kennt oder im USA-Urlaub plötzlich Gutscheine von der Pizzeria nebenan auf dem Handy hatte und die dahinter liegende Technik nun auch mal daheim ausprobieren will, der muss eigentlich nur seinen Firefox auf 3.5 aktualisieren (wenn nicht bereits geschehen) und dann Google Maps besuchen. Auch mit Chome und anderen Browsern ist Dank Google Gears die Nutzung des Geolocation-API, welches für die Offenlegung des eigenen Standorts auf Anfrage sorgt, problemlos nun über den integrierten "my location"-Dienst in Google Maps möglich.

Dabei ist es schon erstaunlich, wie genau mitunter die Anzeige sein kann. In meinem Fall ist der heimische Balkon nur um geschätzte knappe 40 Meter verfehlt worden. Gruselig, wenn man sich ausmalt, was da wohl bald an lokaler Werbung über uns hereinprasseln wird, vor allem auf der mobilen Schiene...

Aber Wurscht, man will es ja mal ausprobieren, gell? Also nix wir hin zu Maps und auf den kleinen unscheinnbaren Punkt obren rechts auf der Karte klicken:

my location aktivieren

Unscheinbar, aber für erstaunlich genaue Ortung auch im "DSL-Festnetz"...

Anständigerweise fragt Firefox (ja, auch Chrome fragt und bietet eine Option zum Speichern an) nach, ob man den Zugriff zulassen will. Per Optionsschalter kann die Auswahl dauerhaft gespeichert werden - was ich mich ehrlich zugegeben jetzt erst mal noch nicht getraut habe...

GEOlocation API Zugriff zulassen

Mein kleiner blauer Punkt auf der anschließend erscheinenden Karte war erstaunlich genau platziert...

Ob das nun gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Mir war jedenfalls schon nach dem entsprechenden "Opera-Abschnitt" bei o. g. Keynote (siehe Youtube-Video, der Link spingt gleich zur richtigen Stelle...) schon mulmig, als ich zwischen die Zeilen geschaut habe..."Life´s Better with Location". Ja klar. Aber für wen genau? Ich stelle mir vor allem die Frage, ob jedem Benutzer klar sein wird, was eine schluderige Einstellung in küftigen Tools so alles über jemanden preisgibt, der sich ansonsten rühmt, nicht mal eine Payback-Karte zu haben, um nicht zum gläsernen Kunden zu werden. Unwissenheit wird hier potentiell einigen Schaden anrichten, auf den sich Anbieter lokaler Werbekonzepte (also nicht zuletzt auch Google selbst) schon freuen können.

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Sunday, 07 June 2009

Spass mit Google Squared: Lustige Abfragen

Irgendwie hagelt es derzeit coole Tools. Mit Google Squared kommt nun ein Vertreter dazu, mit dem man nicht nur unglaublich viel Zeit sparen kann, sondern auch eine Menge Spass haben kann, wenn man sich die Ergebnisse der seiner Abfragen mal richtig anschaut.

Eine ernsthafte Vorbemerkung sei mir jedoch erlaubt: Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass bei entsprechender Qualität der Ergebnisse enorm viel Potential in Squared steckt. Wenn man bedenkt, wie oft täglich in Unternehmen zur Erledigung verschiedenster Recherchearbeiten massenhaft Abfragen an Suchmaschinen abgesetzt werden, die dazu dienen, Daten auf verschiedenen Websites zu sammeln und dann mühselig in eine Tabelle zu übertragen, dann kann man sich schon an einem kleinen Beispiel vorstellen, welche Effizienzsteigerung mit Google Squared denkbar ist. Exemplarisch habe ich Squared ein paar Webanalyse-Systeme auflisten und vergleichen lassen, indem ich einige Spalten hinzugefügt habe.

google squared
Klick zum Vergrößern

Sieht schon recht praktisch aus und hat keinen einzigen Klick in einer Ergebnisliste und Suche nach Fakten auf x Sites erfordert. Ganz schön wolframalphaesque, oder? Egal, jetzt aber zum Spaß: Man kann natürlich mit den richtigen Abfragen und dem Hinzufügen passender Spalten unglaublich interessante Dinge und überraschende Zahlen zu Tage fördern. So belehrt eine Suche nach "google tools" (die Links führen zu gespeicherten Squares, so dass man sich die Arbeit sparen kann, neue Spalten anzulegen) z. B., dass...

  • GMail nur 6 User hat und einem "joe" gehört.
  • Bei Blogger gibt es nur noch 6 Gäste und 2 Bots;
  • Google Wave gibts schon seit 2005...

Und es hört nicht auf; reichlich lustige Zahlen und Fakten.

Ich fand das fast so amüsant wie seinerzeit "`ne Runde D-Info zocken" ("Was, es gibt ernsthaft eine Rosa Schlüpfer in Berlin? Ich schrei' mich weg!") und mußte gleich noch ein paar andere Squares ausprobieren. So zeigt ein interessanter Vergleich der Suchmaschinen, dass...

  • Yahoo nur etwa 2 Millionen Seiten im Index hat,
  • die Live Search als Rating ein "good" verdient und
  • Excite exakt 666 Nutzer sein eigen nennt.

Ha, da wollte ich doch gleich mehr wissen und habe mir mal aktuelle Tipps für Ranking-Faktoren abgerufen. Top-Tipp (weil leider einziger und dann noch total unrelevant) ist die Technik des "Page Themings". Sicher der SEO-Trend des träge anlaufenden Sommers ;) Liest das ausnahmsweise mal jemand, den ich nicht ohnehin persönlich kenne und hat eigene nette Vorschläge? Dann gern als Kommentar! Ich mache die Funktion mal auf und schaue, was passiert. Wird der Spam-o-mat östlich von hier wieder angeworfen, muss ich das halt wieder rückgängig machen - ich würde mich aber über jeden hochkarätigen Query-Vorschlag oder gespeicherten Square freuen. Ich muss jetzt gleich zurück zu meinem gerade entdeckten neuen Lieblingssport im Web: gSquaring!

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Monday, 01 June 2009

10 Gründe, warum ich mich auf Google Wave freue

Was wäre, wenn das Medium "E-Mail" erst heute erfunden würde? Die Antwort von Google auf diese Frage lautet "Google Wave". Mit Waves verschmilzen nicht nur Mails und Instant Messages zu einem einzigen Medium, sondern es kommen noch einige andere und wirklich coole Dinge dazu, die eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass Waves die besseren Träger moderner und elektronischer n-Wege Kommunikation sind. Da Waves aber eine Idee von Google sind, wird es wie immer für jeden eine persönliche Liste der Dinge geben, die für oder gegen die Benutzung von Google Wave bzw. eben der "Waves" als Informationsträger im Allgemeinen sprechen. Derzeit gibt es bei Google Wave nur ein interessantes Video und ein paar ebenso interessante Links und meine kleine Liste stützt sich ausschließlich auf das, was man anhand der Präsentation und einem kurzen Überblick über die API-Infos mitbekommt. Für mich reicht es aber, mich auf die Benutzung von Waves zu freuen... zumindest in Fällen, in denen es sinnvoll erscheint und die entsprechenden Teilnehmer diese Einstellung teilen. Wer vor dem recht langen Video ein paar Anreize braucht...:

  1. Instant Messages und Mail in einem Paket, - vor allem ohne vorher entscheiden zu müssen, was daraus werden soll - ist ein geringer, aber dennoch nennenswerter Grund
  2. Dass man wahlweise eine Nachricht zeichenweise bei der Eingabe übertragen und fast in Echtzeit auf dem Zielrechner - oder den Zielrechnern - sehen kann, ist im Gegensatz zu den meisten anderen Messengern hingegen schon ein Riesenvorteil. Wie viel Zeit verbringt man bei diesem Medium mit der Ansicht der Nachricht "John Doe gibt eine Nachricht ein..."? Ich glaube daran, dass man auf diese Weise wirklich viel Zeit sparen kann und weitaus effizienter schriftlich kommuniziert als heute. Den Applaus kann ich hier jedenfalls gut verstehen... es ist cool.
  3. Mindestens ebenso cool ist die Fähigkeit von Waves, deren Entstehungsgeschichte per "Playback" jederzeit nachzuvollziehen. Wer per nachträglicher CC-Überflutung einmal nachträglich in eine mehrfach zitierte Diskussion eingestiegen ist (wer nicht?), wird sich genau diese Funktion schon gewünscht haben. Und gerade deshalb, weil aus Waves sicher mal etwas ganz anderes werden kann, als bei der Erstanlage geplant war (wenn keine Ableger entstehen), ist die Playback-Funktion mein absoluter Liebling, weil sie ein echtes Bedürfnis abdeckt und nicht nur benutzt werden kann, weil es nun plötzlich möglich ist. Besonders praktisch ist diese Funktion neben Mails auch für Dokumente und Notizen, die gemeinsam mon mehreren Personen bearbeitet werden... aber den Punkt haben wir ja noch nicht ;)
  4. Die beeindruckenden Funktionen zur Bilderverwaltung  - Einfügen, Sharing, gemeinsames Kommentieren und Tagging etc. - gehört aus rein technischer Begeisterung in meine Liste, weil ich selbst auch heute kaum gebrauch von Bilderdiensten o. Ä. mache. Außerdem ließt jede Wave - und damit auch die Bilder - bei Google, wenn man keinen eigenen Server betreibt, also ist das schon gleich für viele Kritiker sicher ein unreflektierter Punkt auf der Sollseite.
  5. Gadgets und Extensions heißen die benutzergenerierten Erweiterungen am Client bzw. Server. Natürlich auch cool. Und natürlich auch wieder ein feiner Punkt, um jede Menge Vorbehalte und Sicherheitsbedenken zu schüren. Sicher sind die harmlosen Demos wie die Anbindung einer Wave und deren Bilder per API an ein Blog nett. Und so richtig cool wird diese Demo durch "kommentare 2.0" ;) Da der Content dann aber nicht bei mir liegt... aber lassen wir das!
  6. Die bereits existierenden Extensions wie den Spellchecker (Spelly?), der mich automatisch korrigiert, wenn er sich "sicher genug" ist (uiuiui) oder sonst halt officelike "unterschlängelt" sind schon ungemein praktisch und machen aus der Browserapp dank des Google Web Toolkit und viel Erfindergeist fast einen vollwertigen Desktopsoftware-Ersatz, wenn man es aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit und -führung betrachtet So gesehen ist der Client allein schon irre genug, selbst wenn er nur ein "normales" Mailprogramm wäre.
  7. Wer aber neben den zweifelsfrei praktischen Extensions auch "böse Robots" auf dem verwendeten Wave-Server fürchtet und dort nicht nur "bloggy", "searchy" und "linky", sondern vielleicht auch auch "spammy", "sniffy" und den guten alten "wurmy" vermutet, wird sich vielleicht nach den ersten Erfolgsmeldungen der Unterwanderungsgemeinde zwar wieder auf die olle E-Mail besinnen - für mich sind die vorgestellten Extensions aber ein eches Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Lösungen.
  8. Die Extension "rosy", welche in der Lage ist, neue Kommentare oder eingegebene Passagen in Waves direkt in eine Zielsprache zu übersetzen, um auch internationale Kommunikation in Form von Waves von Sprachbarrieren zu befreien, ist vielleicht in der Praxis nicht immer ganz überlebensfähig (man wird sehen), es ist aber auf jeden Fall ein echtes Highlight für internationale Kommunikation und einen eigenen Eintrag wert!
  9. Open Source! Extensions und Gadgets aus der Community werden den präsentierten Laborratten oder Ideen wie Anbindung von Twitter, Bugtracker, Sourcecodeverwaltungen & Co. sicher noch viele Dinge bescheren, an die man heute noch gar nicht denken mag. Dass Formulare von haus aus unterstützt werden, macht die Sache noch viel einfacher. Es wird also sicher jede Menge noch entwickelt, auf das man sich jetzt schon freuen kann und daher allein schon ist dieser Punkt auf der Liste gerechtfertigt. 
  10. "Open Source!" meint auch, dass man nicht den Servern von Google vertrauen muss. Und gerade hier liegt - wenn auch weit unten auf der Liste - eine echte (wenngleich wahrscheinlich leider eher theoretische) Knallerchance, damit Exchange & Co. im Unternehmensumfeld so richtig in den Allerwertesten zu treten. Ein selbst betriebener Server scheitert sicher an weitaus weniger Policies, als es andere Google Tools derzeit reihenweise tun; Branding und Erweiterung durch eigene und firmenexklusive Extensions und Gadgets nicht ausgeschlossen. Wer also die Vorteile für sein eigenes Unternehmen erkennt und korrekt zu vermitteln weiß, der wird möglicherweise bald zumindest firmenweit viel moderner kommunizieren können, als er es derzeit betreibt. Echt jetzt!

Wer sich einen besseren eigenen Eindruck verschaffen will, kann das Video schauen und nach exakt einer Stunde und 14 Minuten getrost abbrechen, wenn er auf weiteren Applaus und ein paar Marginalien verzichten kann. Die Zeit sollte man lieber gleich mit Träumen von einer wellenförmigen schönen neuen Kommunikation verbringen. Aloha!

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Friday, 29 May 2009

Verbessert Bing, was nicht verbessert werden muss?

Nun heißt das Ding also "Bing". Microsofts neue Suchmaschine und (erstmal sicher "endgültiger") Ersatz für die [MSN-]Live-Suche wird, nach allem was es zu Lesen und im unter bing.de hinter dem Button "Find out more" verborgene Vorschauvideo zu sehen gibt, wohl mehr Usability für Suchmaschinenbenutzer mitbringen. Und natürlich viel intuitiver zu bedienen sein. Einfacher zum Ziel führen. Schneller sein. Mehr Spaß machen. Und so weiter. Zugegeben: Es sind ganz bestimmt auch einige Dinge dabei, die der eher erfahrene Webnutzer als sehr praktisch einstufen wird. Und es ist auch ein Schritt nach vorn für eine Suchmaschine, die offenbar ein wenig den Anschluss an die natürliche Evulution im eigenen Markt verpasst zu haben scheint. Denn: Vergleicht man die Ergebnislisten von Google (Yahoo dieses eine Mal ausnahmsweise nicht betrachtet) von ... sagen wir mal: vor zwei Jahren und heute, so hat sich da schließlich auch einiges getan: Es ist mit

  • SearchWiki (den "eigenen" Trefferlisten und Kommentaren) und Google Suggest (den Vorschlägen für Mehrwortsuchanfragen, die so manchen SEO derzeit zur Weißglut treiben) webzwonulliger
  • Je nach Suchanfrage mit passenden News, Blogposts, Bildern oder Videos (oder einer Mixtur) universalsearchiger in den Ergebnislisten
  • Merklichen Verbesserungen in der Behandlung von Schreibfehlern "verzeihender"
  • "Rich Snipplets" (durch entsprechende Auszeichnung bestimmter Informationen auf den Seiten die Snipplets in den Ergebnissen beeinflussen) sogar bald webdreinulliger 

geworden. Google Maps, Earth, Mail, Reader, Pfeffer und Salz funktionieren auch alle mehr oder weniger immer "einfacher", ohne dabei - von freilich Werbung abgesehen - besonders unübersichtlich zu werden und wer wie früher weiter arbeiten mag, kann die Änderungen zumeist einfach ignorieren. Mit Analytics, Webmastertools, Mail und AdWords gönnt man sich derzeit zwar gern hier und da Updates in der Bedienoberfläche einzelner Tools, die unbestritten dadurch nicht nur besser aussehen, sondern teilweise auch echte Verbesserungen der Bedienbarkeit, Effizienzsteigerungen oder nützliche neue Funktionen mit sich bringen... aber das sind nicht die Suchergebnisse, sondern "Nebenkriegsschauplätze". Möglicherweise werden auch andere Tools noch nachziehen, aber einen grundsätzlichen Schwenk Richtung "Applikationsähnlichkeit" für die Suchmaschine, wie er bei Bing nun meiner Meinung nach ansteht, wird es bei Google sicher nicht so einfach "in einem Schritt" geben. Unabhängig davon, ob hier vielleicht ein wenig mehr AJAX in die Trefferliste kommt oder nicht: Die SERPs bei Google werden sich wohl eher eine unauffälligere und sanfte Evolution aufweisen und das ist möglicherweise auch gut so. Braucht der Suchmaschinennutzer wirklich ein "Vollwert-RIA-Bing", wenn er Informationen im Web sucht?

Klar, ich mag die Features, die mir im Bing-Video vorgestellt werden und finde es auch praktisch, wenn die Ergebnisse mehr oder minder intelligent und optisch ansprechend als Navigation "gruppiert" werden... aber ich brauche sie vermutlich nicht. Und ich vermute, dass es eine große Anzahl von Benutzern außerhalb der Web-2.0-Gemeinde gibt, die sich mit der Bing-Oberfläche schwer tun werden. Der Anteil der User, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs bei Google an der Navigation oder allgemeinen Bedienung der gefundenen Webseiten scheitern, ist mit Bing vielleicht schon damit überfordert, die Suchmaschine selbst selbst zu bedienen. Oder einen Großteil der (ernsthaft) tollen neuen Features überhaupt wahr zu nehmen (wenn man sich mal anschaut, wo im Allgemeinen überhaupt die Aufmerksamkeit bei der Suchmaske und den Ergebnissen einer Suchmaschine hinfällt). Ich teile zwar die Einschätzung, dass man mit den ganzen Verbesserungen, die Bing gegenüber den vor einiger Zeit offenbar evolutionstechnisch fast stehen geblieben Live-Suche mit sich bringt, nun besser aufgestellt ist, als vorher. Und zweifelsfrei auch "konkurrenzfähiger" sein wird; besonders in einer nicht zu unterschätzenden Zielgruppe. Aber für die "BestAger", "Pro-, Power- und BusinessUser",  "Seltensurfer" & Co, die die Masse der täglichen Suchanfragen absetzen, wird das vermutlich eher nichts werden und das weiß man bei MS sicher auch. Es wollte ja bestimmt ohnehin kein realistisch denkender Stratege auf diesem Weg einen ernsthaften "Google-Killer" aus dem Hut zaubern, sondern es sollten offenkundig "nur" die Dinge, die man in den letzten Jahren ein wenig verpennt hat, bei Bing nachgeholt werden. Und dabei kann man ja direkt (mal wieder) ein neues Gesicht erfinden und einige der neuen hauseigenen hippen Technologien unterbringen. Was die Qualität der Suchergebnisse angeht, so werden wir sehen, ob es große Unterschiede zur LiveSearch, Yahoo oder Google geben wird... aber das war auch bisher nicht der Grund, warum sich die Marktanteile verteilen, wie sie es nun mal tun. "Google Classic oder iGoogle?" scheint da viel eher die Frage zu sein, die man sich stellt, wenn man zwischen schlichter und informativerer Oberfläche wählen will, nicht "Bing oder was anderes?". Wird Bing mich oder andere "hauptsächlich-Googler" also zu einem "treureren" MS-Suchanfragensteller machen, als man  es derzeit vielleicht ohnehin schon ist? Warum sollte man überhaupt damit rechnen, dass sich wesentliche Anteile in der Nutzung der Suchmaschinen ändern, nur weil es einige neue gibt oder etablierte Anbieter Veränderungen implementieren? Mir erscheint es vielmehr, als würde dieser Krieg ohnehin auch (oder gerade) hier nicht auf funktionaler Ebene, sondern im Marketing und der Brand- und Imagepflege entschieden. Also wieder nix mit dem großen Schwenk zu einer anderen Suchmaschine. Wie immer. Nicht falsch verstehen: Sicher werde ich irgendwann mal in der Zukunft (wenn es prima funktioniert) bei Wolfram|Alpha die Lottozahlen des kommenden Wochenendes abrufen und mich freuen, dass ich das Ergebnis bekomme, ohne noch irgendwelche Links anklicken zu müssen - aber das ist ja bekannterweise weder Absicht noch Sinn von Google oder Bing. Auf einer Ebene jenseits von zusätzlichen Funktionen bleibt Bing ein Pendant zu Google, dass einen grundsätzlich anderen Ansatz verwirklicht, um "bestmögliche Userexperience" beim Suchen und Finden zu bieten: KISS (gepaart mit einem durch den einzigen Monetarisierungszweck bedingten "Klick this Ad, Dude!" - Beigeschmack) bei Google und "Woah!/Impress" bei Microsoft. Also eigentlich nichts Neues ;)

Update 3.5.09: Bing ist live (im wahrsten Sinne)

Nun ist es also so weit: Bing ist bereits seit dem Wochenende in Betrieb, sieht aber erst einmal nur aus wie die LiveSearch, nur mit zugekaufter Liste verwandter Suchvorgänge. Ob die Rankings wirklich überall gleich sind, sei mal dahingestellt (berkaq8scm). Als ich aber eben einen Blick auf die mobile Version unter m.bing.com geworfen habe, war ich doch angenehm überrascht: Eine übersichtliche Mobilfassung, die schon ein wenig mehr von dem anklingen lässt, was sich die Entscheidungsmaschine auf die Fahnen geschrieben hat. Das oben angesprochene Video ist jedenfalls nach wie vor unter http://www.decisionengine.com zu finden; nur eben nicht mehr auf der Startseite verlinkt, seit die "FastFertig-Fassung" online ist.

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Friday, 20 March 2009

"Flashwarnungsgau" beim IE8 fällt offenbar aus

Nachdem mir noch in der vergangenen Woche die letzte Fassung vom Internet Explorer 8 beim Besuch einer jeden Seite, die mit dem Google Analytics Trackingcode versehen ist, eine Warnung ausgegeben hat, scheint das in der finalen Fassung des IE8, die ich mir gerade installiert habe, nicht mehr der Fall zu sein.

Warnung im IE8
Klick zum Vergrößern

Warum überhaupt solche Warnungen bei Seiten erschienen, die offenkundig nichts mit Flash am Hut haben, war mir zuerst gar nicht klar, bevor ich an die Flash-Erkennung bei Google Analytics gedacht habe. Und wenn jede Site bei der Initialisierung des Trackings die beim Besucher vorhandene Flashunterstützung nur nach aktiver Bestätigung hätte auslesen können, wäre das sicherlich noch zum echten Gewissensproblem für jeden Webmaster geworden, der sich für Webanalytics entschieden hat. Möglicherweise also eine Konzessionsentscheidung bei MS gegen eine eigentlich gute Idee zu Gunsten einer ungestörten Browserbenutzung auf den letzten Drücker? Wie auch immer, ich find´s in dieser Auslieferungskonfiguration auf jeden Fall dann doch anwedergerechter.

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Friday, 13 March 2009

Interessenbasierte Werbung: AdSense-Publisher in der Pflicht

* Nachtrag zum Beitrag vom 11.03 zum Google Anzeigenvorgaben-Manager: Inzwischen hat sich auch die Frage nach der praktischen Implementierung bei AdSense geklärt. Jeder AdSense-Publisher bekommt die neue Option in aktiviertem Zustand untergejubelt und ist damit in der Pflicht, seine Datenschutzbestimmungen entsprechend anzupassen und auf die interessenbasierte Werbung und den DART-Cookie hinzuweisen (Links und ein Beispiel in den Datenschutzbestimmungen zu markus-baersch.de unter "Werbung auf dieser Site", obgleich ich die Option deaktiviert habe), der auch geblockt werden kann.

Option in AdSense

Natürlich kann man die Option auch über "Bearbeiten" ausschalten und ansonsten nichts weiter tun... Dennoch ist jeder Publisher zur Aktion aufgerufen, weil er sonst nach dem Start der Anpassung ohne Änderung der Option an dieser Veränderung des Programms teilnimmt, ohne seine Besucher darauf aufmerksam zu machen. Dass die Informationen an die Publisher zusätzlich per E-Mail versendet wurden, wird nichts daran ändern, dass es demnächst eine Menge Sites gibt, die AdSense einsetzen und weder die Option verändert noch die Datenschutzerklärung ergänzt haben. Abmahnwelle schon vorhersehbar? Wer sich jetzt die Hände reibt: Wer meckern will, wird sicher irgendwie nachweisen müssen, dass er seinen Interessen entsprechende Werbung per AdSense auf einer Seite geliefert bekommt, die ganz offenkundig nichts mit dem beworbenen Thema zu tun hat. Wenn Google diese Einblendungen nicht gesondert kennzeichnet, hilft also möglicherweise nur eine "beweissicher" festgehaltene Einblendung einer AdSense - Babywindelwerbung auf einer Contentsite für Sportwaffen bei gleichzweitigem Nachweis, dass man sich ständig in Mütterforen rumtreibt, die mit AdSense beworben werden und jeden Tag nach Babynahrung googelt... Wer kann (und will) das schon? ;)

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Wednesday, 11 March 2009

Google Anzeigenvorgaben-Manager: Schreien Sie "hier", wenn Sie meine Werbung sehen wollen...

Dass Google eine ganze Menge über seine Nutzer weiß und damit auch bereit ist, etwas anzufangen, ist kein Geheimnis, sondern wird aus verschiedensten Perspektiven seit jeher kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es eine neue Funktion, die alle aktiv ausschalten müssen, die Google verwenden, aber dabei nicht immer "gläserner" werden wollen. Ähnlich wie beim Web-Protokoll ("Waaas, Google weiß, welche Seiten ich besucht habe, nachdem ich auf einen Suchtreffer geklickt habe???" - "Ja natürlich, Du Depp!"), das erst dann für Aufsehen gesorgt hat, als es zu einer vom Nutzer beeinflussbaren Option gemacht wurde, wird die der "Google Anzeigenvorgaben-Manager" sicher ähnliche Entrüstung derjenigen provozieren, die sich vorher überhaupt keine Gedanken beim Surfen gemacht haben, aber nun protestieren, sobald die Bestätigung der Existenz einer solchen Funktion für alle im Web verfügbar ist. Komischerweise ist diese Untermenge der Webnutzer in weiten Teilen deckungsgleich mit den Usern zahlreicher Web 2.0 Communities und Portale, in denen sie bedenkenlos jede Menge Daten in ihre Profile eingeben, die ein noch weitaus wirkungsvolleres Targeting erlauben als die durch die Anzeigenvorgaben bei Google reflektierten Informationen. Aber egal, ich schweife offenbar schon wieder ab... 

Es geht um eine Liste der persönlichen Interessen des Surfers, die sich durch Websites ermitteln lassen, die man besucht hat oder Videos, die man bei YouTube angesehen hat. Sind mehrere der von mir bevorzugten Websites Partner im Google Werbenetzwerk (erscheinen dort also über das AdSense-Programm von Google ausgelieferte Anzeigen), wird davon ausgegangen, dass meine persönlichen Interessen mit den Informations-Segmenten übereinstimmt, in die die entsprechenden Websites einsortiert wurden. Google weiß also auch ohne Verwendung eines Google-Accounts durch entsprechende Cookies unter Umständen nach einer Weile theoretisch recht gut, was mich interessiert. Was liegt näher, als mir beim nächsten Besuch bei YouTube oder einer Website mit aktiviertem Google-Werbeprogramm Anzeigen zu präsentieren, die meinen Interessen entsprechen? Das System, welches mehrfach effektlos ausgelieferte Anzeigen immer weiter aus dem Fokus des Benutzers rückt (das passiert z. B. bei AdWords-Anzeigen in Suchergebnissen, wenn mehrfach nach dem gleichen Begriff gesucht wird), kann auf diese Weise noch verbessert werden und mir nicht nur "relevantere und interessantere Werbung" liefern, sondern eben auch genau die Anzeigen, die die besten Chancen auf einen Klick von mir - unter Berücksichtigung meiner offenkundigen Interessen - haben.

Da dieses System seine Grenzen hat, kann auch der "anonyme Google Nutzer" ohne Anmeldung in einem Google Account selbst Finetuning an den ermittelten Interessen haben. Vordergründig kann so z. B. die Tatsache "korrigiert" werden, dass ich beruflich vielleicht jede Menge Sites besuche, die meine privaten Interessen überhaupt nicht abdecken, so dass ich Werbung sehe, die für meinen Chef sicher klasse ich, mich selbst aber überhaupt nicht anspricht. Kein Problem: Unter http://www.google.com/ads/preferences/ lassen sich die ermittelten Vorgaben bereinigen, eigene Einträge hinzufügen oder die Funktion komplett deaktivieren.

Ich für meinen Teil werde nun erst einmal von der üblichen Cookievernichtung beim Sitzungsende absehen und aus reinem Interesse beobachten, welche Schwerpunkte denn so ermittelt werden, wenn die Funktion einige Zeit zur Analyse meines Surfverhaltens bekommt. Da ich ansonsten ohnehin privat relativ "web-werberesistent" bin und nur aus beruflichen gründen Interesse an AdWords, AdSense und anderen Programmen habe, ist diese Funktion für mich vom reinen Anwendernutzen her eher irrelevant. Aus Sicht des Datenschutzes sehe ich keinen Aspekt, der wirklich neu wäre... außer natürlich, dass Google diese Daten nur dort nutzen kann, wo der AdSense-Publisher dieser Form des verbesserten Targetings überhaupt per AGB oder sonstwie zustimmt*. Illusionen über Privatsphäre im Web ohne besondere Vorkehrungen habe ich auch seit längerer Zeit nicht, so dass mir die Funktion mehr oder weniger "wurscht" ist. Das mag aber nicht jeder teilen und vor allem diejenigen, die aus Prinzip entrüstet sind, wenn es um Google und Nutzerdaten geht, dürfen nun wieder ihre Blogs vollschreiben. Viel Material habe ich zwar zu diesem Thema komischerweise noch nicht gefunden; das kommt aber sicher in den nächsten Tagen.

Siehe hierzu den Beitrag AdSense Publisher in der Pflicht.

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Friday, 16 January 2009

Google Örs vs. Google Mops

Ich habe schon lange nicht mehr auf dem Weg vom Büro zum Parkhaus laut gelacht. Sieht auch doof aus, wenn man allein durch die Stadt rennt und plötzlich anfängt, sich aus heiterem Himmel laut zu beömmeln. Leider ließ sich das heute nicht ganz vermeiden. Warum? Ganz einfach: Ich verkürze mir den Weg gern mit Hörbüchern oder Podcasts. Leider kommt man nicht immer dazu, alles zeitnah zu hören; z. B. weil Hörbücher epischen Ausmaßes die Podcasts zeitweise ausstechen. Daher konnte ich mir - leider - heute erst die Folge vom 2.12. der Webmasters on the Roof mit dem schönen Titel "Google Örs" anhören. Und schon ist eigentlich genug zum Lachanfall gesagt, oder? Hallo, jemand zuhause? Google Örs statt Google Earth??? Ich wollte einfach nicht glauben, dass eine messbare Anzahl von [ *+~!$"!snipp!] sowas ernsthaft in die Browserzeile eingibt oder gar absichtlich Suchmaschinen damit belästigt. Aber klar doch: Das Google Keyword Tool hat mich eines Besseren belehrt. Egal, ob man den Zahlen nun trauen mag oder nicht. Aber über 200 "navigatorische" Anfragen in der einen oder anderen Art und gar 1900 Mal google örs + ca. 600 google ors im Monat? Ernsthaft? Das ist schooon klasse ;)

Ein Blick in die Synonyme machts aber noch viel schlimmer. gogle örs, goggle örs und googel örs. Genau wie google ör. Mein lieber Schwan. Aber google ehart mit knapp 18.000 Suchanfragen / Monat ist schon fast die Überlegung wert, sich künftig als der "Google Ehart" vorzustellen und als Entschuldigung vorzubringen, die Eltern seien damals auf dem Standesamt halt besoffen gewesen ;-). Der Sieger nach (blödsinnigen) Anfragen - übrigens gefolgt von google imagens - ist... google erth (über 40.000!!!). Nicht zu verwechseln mit google berth. Oder google ernieh. Mannomann, gleich nochmal der liebe Schwan!

Leider nach Punkten mit nur ca. 600 Anfragen pro Monat total abgeschlagen, aber ungeachtet dessen mein persönlicher Favorit: google mops. Danach habe ich mich einfach nicht mehr getraut weiterzusuchen...

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Tuesday, 09 December 2008

Passende Keywords für die eigene Website finden

Das Thema "Keyword-Recherche" dreht sich normalerweise eher darum, passende und vielversprechende Suchbegriffe für eigene Webseiten zu finden, zumindest wenn es um SEO geht. Oft wird dabei neben anderen Werkzeugen das Keyword-Tool von Google eingesetzt, welches "eigentlich" einen ganz anderen Sinn hat und der Findung von treffenden Begriffen für eigene AdWords-Kampagnen dienen soll. Speziell für diesen Zweck - also Keywords zu finden, die zum eigenen Angebot passen und ein entsprechendes Potential für die Anzeigenschaltung bergen - steht AdWords-Nutzern im englischsprachigen Raum nun bereits ein weiteres Werkzeug zur Seite, welches sicher auch bald für die hiesigen Konten benutzt werden kann: Das Search Based Keyword Tool.

Praktischerweise ist es aber nicht an die Verwendung eines AdWords-Kontos gebunden, sondern kann auch mit einem "normalen" Google-Konto verwendet werden. Unter der Adresse http://www.google.com/sktool kann daher jeder schon mal einen Blick reinwerfen und sehen, welche Seiten Google als passend zu welchen Begriffen einstuft - mehr oder weniger also eine Erfolgskontrolle der eigenen Bemühungen und eine Übersicht über das Potential, das in einzelnen Begriffen steckt, denn auch das monatliche Suchvolumen wird je Begriff / Phrase angezeigt (nebst Wettbewerbsdichte und Gebotsvorschlag; bezogen auf AdWords).

In Verbindung mit einem AdWords-Account werden hierüber wohl später nur noch Begriffe gezeigt, die nicht bereits beworben werden, so dass man das "ungenutzte Potential" an weiteren Begriffen für weitere Kampagnen einfach aufdecken kann. Die Intention (seitens Google) dahinter liegt also auf der Hand, dennoch finde ich auch diese Art der Keywordrecherche nicht unpraktisch; zumindest als Ergänzung.

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Friday, 28 November 2008

Google zum Mitmachen: Ergebnisse selbst sortieren

Bald ist es möglicherweise auch bei uns soweit, dass sich alle Inhaber eines Google-Accounts die eigenen Suchergebnisse selbst sortieren können. Und auch nach Bewertungen zu den gefundenen Seiten muss man vielleicht künftig nicht mehr an anderer Stelle suchen, sondern findet bei Google gleich alles, was man sich nur wünscht. Google SearchWiki heißt das Zauberwort, welches bald auch uns beschert wird(?)

Die Community der Google-Benutzer erhält - derzeit experimentell und auf einige Regionen beschränkt - Gelegenheit, Suchtreffer zu sortieren und beliebig zu kommentieren. Unerwünschte Treffer können gnadenlos aussortiert werden, um bei einer Wiederholung der Suche gar nicht erst zu erscheinen. Wer sich selbst ein Bild machen will, loggt sich bei Google mit seiner Mailadresse und seinem Kennwort ein und klickt dann auf "Google in Englisch". Nach einer Suchanfrage (bei der die Suggest-Funktion durch die Bevorzugung der englischen Sprache oft erst spät brauchbare Treffer bietet) wird die Trefferliste durch einige dezente und bei Google Deutschland bisher nicht zu findende Veränderungen angereichert.

Google SearchWiki
Wenn´s nur immer so simpel wäre: Ein Klick auf den Pfeil und schon hat die Seite Platz 1 erobert...

Hier können per Mausklick nun Einträge nach oben katapultiert oder einfach gelöscht werden. Und damit man in seinem persönlichen SearchWiki zu verschiedenen Themen nicht unbedingt auf die Suchtreffer angewiesen ist, kann man sogar eigene Links hinzufügen. Die Änderungen beeinflussen (noch) keine Positionen für andere Benutzer, wohl aber für eigene künftige Suchanfragen. Außerdem wird zu jeder Suche ein Wiki angelegt, in dem die ausgewählten Einträge ("Promote"-Funktion per Klick auf den nach oben gerichteten Pfeil) zur Suchanfrage aufgelistet sind. Dort kann auch, wenngleich nur sehr unscheinbar, wieder Zugriff auf ggf. gelöschte Einträge genommen werden.

So richtig webzwonullig wird es aber bei der Kommentarfunktion, denn jeder zu einem Suchtreffer abgegebene Kommentar ist angeblich öffentlich (was ich allerdings auf die Schnelle trotz eines zweiten Google-Kontos und gelöschter Cookies nicht verifizieren konnte) und wird unter dem Anzeigenamen des Bewertenden auch für andere sichtbar. Genau wie die Anzahl der "Promotions", die ein Eintrag erhalten hat, erscheint eine kleine Übersicht zu allen Treffern.

Und schon stellt sich die Frage, wie lange es nach der flächendeckenden Einführung und der zu erwartenden regen Nutzung dauern wird, bis die benutzergenerierten Informationen vielleicht doch - ausreichende Menge vorausgesetzt - die Reihenfolge von öffentlichen Suchtreffern beeinflussen. Google´s Überzeugung von der "Weisheit der Massen" wird sich sicher auch hier irgendwann durchsetzen, wenn es denn gelingt, authentische Bewertungen von "Spam" aus zweifelhaften SEO-Gründen zu unterscheiden. Und es gibt auf jeden Fall ein neues und von vielen Augen beachtetes Schlachtfeld für direkte Wettbewerber, die sich im Web per Kommentar auf die in Suchtreffer konkurrierenden Seiten gegenseitig das Wasser abgraben wollen (also eine deutliche Mehrbelastung für alle, die bisher nur auf die AdWords-Anzeigen des Erzfeinds klicken mussten...).

Spätere sinnvolle Erweiterungen oder auch Mashups mit eigenen Diensten wie den Bookmarks (besondere Berücksichtigung ( Markierung vorhandener Einträge; direkte Aufnahme von Promotions in die Bookmarks unter Verwendung der Suchanfrage als Tag etc.) oder durch vom Suchenden vorgewählte Drittanbieter generierte Bewertungen oder weiterere Metadaten sind durchaus denkbar. 

Ich für meinen Teil bin natürlich wie immer vorbehaltlos davon überzeugt, dass Google das schon alles irgendwie richtig machen wird. Auch den Weltfrieden und so. Naja, ich muss jetzt Schluss machen, mein Dinkelbrot ist gleich fertig. Du.

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Monday, 27 October 2008

Google und Werbung für Escort-Services

Betreiber von Escort- / Begleitservice - Agenturen haben es seit einer guten Woche wirklich schwer, wenn es um die Bewerbung des eigenen Angebots geht... jedenfalls bei Google. Die Bewerbung mehr oder weniger aller vielversprechenden Keywords rund um das Thema "Escort" ist durch eine Änderung in den Richtlinien bei Google AdWords nicht mehr möglich. Entsprechende AdWords-Konten, die bisher dazu geeignet waren, Besucher bei entsprechenden Suchanfragen auf das eigene Webangebot zu lenken, liegen nun dauerhaft brach; ein Umschwenken seitens Google ist eher unwahrscheinlich.

Die Aktion hat zahlreiche Pressemitteilungen und Blogbeiträge zur Folge gehabt und die moralische Ausrichtung von Google werden genau so diskutiert wie Willkür und Monopolstellung von Google - mal wieder. Im Umfeld einer dieser Pressemitteiliungen habe ich dann aber eine so ungaublich gut passende Anzeigenschaltung aus Google´s hauseigenem AdSense-Programm auf einem Presseportal gesehen, dass ein Printscreen einfach unvermeidlich war.

Google mag kein Escort

Wer "kein Escort" im Anzeigentext verwenden kann, wird dies sicherlich auch noch ohne das "kein" hinbekommen. Ein kleiner Trost scheint es also zu sein, dass zumindest jetzt noch (da das Thema einigermaßen populär ist)  eine gewisse Aufmerksamkeit über eine Fortführung der Kampagnen im Conten-Bereich zu erreichen ist... aber auch damit ist sicher bald Schluss. Bin gespannt, wer als nächster auf Google´s Abschussliste für "moralisch bedenkliche" Angebote landet.

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Wednesday, 15 October 2008

Google Chrome nutzen - Ja oder Nein?

Ob man nun auf Comics zur Einführung eines Browsers steht oder nicht: Ganz so flapsig, wie die Entstehungsgeschichte von Google Chrome erzählt wird, wurde der Browser dann wohl doch nicht zusammengeschustert und es sind in googletypischer Weise auch gleich wieder einige Ansatzpunkte zu Kritik vorhanden, die vor allem in die Richtung des Datenschutzes gehen. An der Diskussion will ich mich eigentlich auch gar nicht erst beteiligen und habe für mich selbst festgelegt, welche Seiten ich mit Chrome besuche... oder besser: welche nicht. Denn neben all dem Gerede um Client-IDs, die "schlimmer als IPs" sind, Installations-Zeitstempel, Fehlerberichte und Nutzungsstatistiken (nicht, das sich das nicht jeder mit der Google Toolbar in FF und IE auch in der Regel in gewissem Maße selbst antut, ohne darüber nachzudenken...) ist Chrome dank Webkit rattenschnell. Klar, da kann man auch bei Safari bleiben, aber ich finde den Minimalistmus, der bei den Einstellungen noch nervt, spätestens im Hauptfenster einfach klasse. So viel Viewport bieten andere Browser auch ohne Toolbars nicht, wenn diese nicht durch Drittanbietertricks dynamisch ausgeblendet werden.

Es ist zwar schon irgendwie blöd, wenn man ausgerechnet mit dem "Google Browser" keinen so einfachen Zugriff auf die Google Bookmarks hat, wie es mit der Google Toolbar der Fall ist, aber das kommt sicher noch. Und auch lange Sessions sollte man sich vielleicht zumindest in der aktuellen Phase noch ersparen. Aber es macht unter`m Strich ganz einfach Spaß, mit Chrome zu surfen, weshalb ich recht häufig zu Chrome als Browser greife. In hohem Maße Sicherheitsrelevantes oder Privates sollte man derzeit allein schon wegen der mit Sicherheit bestehenden Lücken vielleicht nicht unbedingt per Chrome abrufen, wenngleich der IE und FF wohl nach wie vor attraktiver für Angreifer sein sollte. Dennoch ist der Browser noch nicht "fertig" und es gibt auch Bedienungs- und Darstellungsprobleme, die bei den Geschwistern in dieder Form nicht vorkommen. Vor allen anderen Dingen hält aber sicher eine Angst viele potentielle Anwender bisher ab: Es besteht natürlich schon ein nicht von der Hand zu weisender Unterschied zwischen dem Zusammenhang, der (natürlich rein theoretisch) zwischen Google Account bzw. LiveID (wenn man denn angemeldet ist), besuchten Seiten, Nutzerverhalten und Werbeaffinität etc. mit Hilfe des Browsers beim Anbieter hergestellt werden kann. Ober besser: was man dem jeweiligen Anbieter so alles zutraut.

Wen die Sicherheitsbedenken daher bisher abgeschreckt haben, Erfahrungen mit Chrome zu sammeln, der kann zwei Dinge tun, wenn er sich trotzdem ein Bild machen möchte:

  • sich im Chromium Blog im Detail über den Browser, dessen Bestandteile und Eigenschaften informieren und / oder
  • eine Alternative nutzen, in der die meistkritisierten Funktionen deaktiviert werden: In einem auf transparente Weise im Code "entschärfte" Version von Chrome ist unter dem Namen "Iron" erhältlich. Wer die "sichere Chrome-Version" nutzen will, findet diese hier.

Iron Browser

Google ohne "Nachhause-telefonieren": Sieht aus wie Chrome, schmeckt wie Chrome, ist aber "Iron"

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Thursday, 02 October 2008

Bewertungen bei Google Maps

Still und heimlich hat sich eine Funktion für Bewertungen in die Anzeige von Brancheneinträgen bei Google Maps eingeschlichen.

Google Bewertungen

Die Funktion ist bisher noch recht wenig beachtet, aber für einige Orte sind bereits mehrere Beurteilungen vorhanden, die dem potentiellen Besucher von Duisburger Zoo, Phantasialand & Co. bei der Entscheidungsfindung helfen sollen. Die Erfassung eines Eintrags ist denkbar simpel, besitzt als einzige Hürde eine Anmeldung mit einem Google Account und führt zu sofortiger Freischaltung. Es besteht also eigentlich kein Grund für einen regelmäßigen Nutzer von Google Maps, keine Beurteilungen abzugeben.

Derzeit stammen die meisten Einträge - je nach Art des Brancheneintrags - allerdings (noch) von unterschiedlichen "externen" Quellen, die ihrerseits die Beurteilungen von Restaurants, Dienstleistern, beliebten Reisezielen etc. als eigene Kernfunktion für den Anwender betrachten. Und ebenfalls derzeit werden diese Quellen mit den eigenen Portalen wie Qype, Cityguide etc. wohl noch mehr Aufmerksamkeit für die Bewertungen erregen. Sollte sich hier aber mittelfristig still und heimlich ein weiteres Geschäftsfeld in ein Google-Quasi-Monopol verwandeln und Google Maps tatsächlich zur Anlaufstelle Nummer Eins für lokale Suche und Bewertung werden, wird das sicher niemanden überraschen; zur Not wird der jeweilige Toplieferant je Region halt eingekauft. Wenn also derzeit einige Bräute geschmückt werden sollten - nicht wundern ;) Mit der weitaus fokussierteren Darstellung von lokalen Suchergebnissen und den besser funktionierenden Anreizsystemen zur Eintragung neuer Bewertungen stehen die Etablierten und Web 2.0 - Newcomer in diesem Bereich zwar heute noch objektiv betrachtet besser da als Google Maps, aber das muss ja nicht immer so bleiben...

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Wednesday, 03 September 2008

Kostenloser Adserver "Google Ad Manager"

Wer einen Adserver nicht als gehostete Lösung einsetzen will, bei der zumeist auch ein gewisser Anteil an Werbung des Betreibers eigeblendet wird, hat nur wenige Varianten zur Auswahl, wenn er kein Geld für einen "fremdwerbefreien" Dienst ausgeben will. Die Installation eigener AdServer ist zwar auch eine Option - aber wer will sich schon mit der Konfiguration selbst herumschlagen, wenn es nur um ein paar AdSense-Anzeigeplätze geht? Speziell im Zusammenhang mit Google AdSense ist auch nicht jede verfügbare Lösung einfach implementierbar - oder braucht die eine oder andere Anpassung an Codes, die immer die Gefahr beinhalten, dass man (freilich immer aus Versehen und unwissentlich ;)) gegen die Richtlinien des einen oder anderen Werbepartners verstößt.

Kein Wunder also, dass es nun auch bei Google mit dem "Ad Manager" einen eigenen Adserver gibt, der sich vor allem an Betreiber kleinerer Sites mit vergleichweise überschaubaren Anforderungen richtet (siehe Featureliste). Eigentlich logisch: Zu Login wird ein Adsense-Konto vorausgesetzt. Die Einrichtung anschließende ist erfreulich simpel und wird auch von kleinen "Schulungen" begleitet, die von der Definition der Anzeigenflächen bis zur Bestückung mit Anzeigen und der Bestimmung des Inventars alle wesentlichen Punkte vermittelt. Für AdSense-Publisher wird der Ad Manager sicher schnell zum AdServer erster Wahl. Auch wer "nur" ohne viel manuelle Arbeit herausfinden will, welche Anzeigen an welcher Stelle am besten funktioneren, sollte ich den Google Ad Manager mal ansehen.

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Tuesday, 29 July 2008

Karte / Map einbinden in Website

Karten und Anfahrthinweise auf der eigenen Website sind auch im Zeitalter der allgegenwärtigen Routenplaner und Kartendienste immer noch beliebt. Google Maps, Yahoo Maps und Microsoft mit VirtualEarth bieten daher kostenfrei allen Betreibern die Möglichkeit zum Einbinden einer Karte oder eines Satellitenbildes des eigenen Standorts an. Auch Routenplaner kann man schnell in die eigenen Seiten einbinden. Welche Lösung zur eigenen Seite paßt, wie einfach oder kompliziert das Einbinden von Maps ist und mit welchen Problemen man ggf. rechnen darf, zeigt ein kurzer Vergleich zwischen den verschiedenen Wegen zur interaktiven Karte. Weiterlesen...

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Friday, 25 April 2008

Suchmaschinen öffnen Trefferliste für Daten von Drittanbietern?

Yahoo und Google verfolgen beide neben vielen anderen Projekten derzeit ein recht ähnliches Ziel, nämlich die Liste der Suchtreffer durch Daten von Drittanbietern anzureichern. Dabei gibt es bei beiden Suchmaschinen durchaus Unterschiede; z. B. bei der Aufmerksamkeit, die die (nicht der Öffentlichkeit zugänglichen) Projekte erregen, der Dauer... und möglicherweise auch den potentiellen Auswirkungen.  

Wie soll das überhaupt aussehen? Yahoo taufte sein Projekt Ende Februar SearchMonkey und erhielt damit zumindest kurzzeitig recht viel Aufmerksamkeit in verschiedenen Presseportalen. Und sicherlich sitzen vielerorts bereits potentielle Anbieter in den Startlöchern, um geeignete Daten an das Projekt liefern zu können, wenn es denn soweit ist. Wer möchte nicht die zahlreichen Bewertungen "seiner" Community als Portalbetreiber gern in die Suchtreffer eingebunden wissen, wenn dort die Website eines Restaurants, eines Dienstleisters oder eines anderen beliebigen kommerziellen Angebots angezeigt werden? Das klingt schon fast wie der Traum von "Huckepack-SEO" mit Lizenz, wenn man ohne langwieriges Optimieren umkämpfter Suchbegriffe und aufwändigen Linkaufbau durch Anreicherung der bestehenden Suchtreffer - ggf. mittels Geld(?) -  durch "seine" Daten einen Teil der Aufmerksamkeit (und des Traffics) abzweigen kann.   

Denn der Suchaffe bietet nichts anderes als die Möglichkeit der Anreicherung von Suchtreffern durch weitere Daten wie Bewertungen, Bilder etc. direkt in der Trefferanzeige. Wie das aussehen wird? Denkbar ist die Verwendung von Mikroformaten wie hCard und hReview, die Metadaten der eigenen Seiten mit Informationen anreichern (die aber nicht zwingend die eigenen Angebote betreffen müssen[?]) und durch Suchmaschinen ausgelesen werden. Das wäre zwar "nur" ein Weg, die Daten zur Anholung bereit zu stellen; ensprechende APIs und XML-Formate zum Austausch aller benötigten Daten wie z. B. bei OpenSearch (nur eben mehr oder weniger in der anderen Richtung) sind aber sicher ohne große geistige Anstrengung denkbar... und je nachdem, was erzielt werden soll, viel praktischer für Anbieter und Suchmaschine. "Schöner" sieht es natürlich aus, wenn man auf Miktoformate setzt und damit den Anschein wahrt, einen entschiedenen Schritt in Richtung Web 3.0 / Semantisches Web zu machen (...noch ein vollkommen unnötiger Nebensatz in Klammern: woher die ganzen passenden Ontoligien herkommen sollen und von wem sie in OWL oder sonstwie abgebildet werden, um einen nennenswerten Teil des Webs wirklich "semantisch" zu machen, bleibt - zumindest mir - ein Rätsel). Unter der Haube bleibt die Anreicherung der Suchtreffer (vor allem! neben SEM) eine Chance für Websitebetreiber, sich nach der Freigabe für die Öffentlichkeit etwas zu überlegen, wie er die Suchtreffer denn sinnvoll anreichern kann, um die Chancen auf einen Klick zu verbessern. Hier und da vielleicht nur die eigenen Suchtreffer, anderswo eben auch "fremde" Suchtreffer. Klingt nicht ausschließlich einfach nur "toll"? Stimmt...

Auch Google hat lt. Matt Cutts, dem "Imperator der Suchtreffer" entsprechende Erweiterungen unter dem Titel Subscribed Links bereits länger (und weniger beachtet?) in der Pipeline. Auch hier kann man bereits erahnen, was alles theoretisch geht / gehen wird.

Sowohl zu diesem Blogbeitrag als auch z. B. im Yahoo! Search Blog oder zahlreichen Referenzen aus anderen (großteilig SEO-) Blogs gibt es in vielen Kommentaren daher nicht nur stumpfe Begeisterung zu lesen, sondern auch welche potentiellen Probleme befürchtet werden. Mal ehrlich: Wenn plötzlich bei allen "erfolgversprechenden" Suchanfragen künftig nicht nur die vergleichsweise dezenten Ergebnislisten (sebstredend nebst Anzeigen! ;)) bei Google und Yahoo um die Gunst des Suchenden buhlen, sondern sich auch noch gegenseitig in hipper bunter Darstellung, Anreicherung mit Zusatzinformationen (anderer Sites!) und sonstwas zu übertreffen versuchen, bleibt nachher vielleicht dann letztendlich möglicherweise doch der Suchende auf der Strecke.

Daher ist es nachvollziehbar, dass Google zumindest offiziell nicht einfach "jedem Hansel" erlauben will, die Gestalt der Suchergebnisse zu beeinflussen - und die Anreicherungen angeblich im Gegensatz zu Yahoo nicht unter bestimmten Umständen auch ohne explizite Aktivierung der "Drittanbieterinformationen" in den Suchergebnissen plant. Wie das alles aber genau aussehen wird, wenn es Serienreife erlangt, darf gespannt erwartet werden. Ich höre schon jetzt die Stimmen der Kritiker, die Google (und selbstverständlich nur Google) zahlreiche Vorwürfe machen und es (möglicherweise zurecht?) bedenklich finden, dass in den Suchtreffern durch Erweiterungen wie Subscribed Links die Mehrklassengesellschaft weiter gefördert wird... Auf jeden Fall aber ist zumindest schonmal der Arbeitstitel bei Google eine Spur ehrlicher, als der niedlich daherkommende Affe, der beliebig mit Suchtreffern jongliert....

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Tuesday, 01 April 2008

Neue, alternative und spezielle Suchfunktionen bei Google (und warum man sie nicht auf Anhieb finden kann)

Um Marktführer zu bleiben, darf man sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen... nicht mal, wenn man Google heißt. Neue Suchfunktionen und Methoden, um das unerschöpfliche Angebot des Webs "erfahrbar" zu machen, entstehen jeden Tag und überall. Social Search, lokale Suche, Expertenempfehlungen, Massenbewertung von Suchergebnissen und eher unbekannte Spezialsuchmaschinen haben ihre Daseinsberechtigung und werden, wenngleich nicht so häufig wie Google - zur Suche nach Informationen genutzt. Auch - teilweise nur subtile - Veränderungen in der Bedienung einer Suchmaschine, der Navigation innerhalb der Suchtreffer oder der Darstellung von Beziehungen zu weiteren Informationen oder anderen Medientypen entscheidet für den einzelnen Benutzer oft darüber, wo er gern sucht... oder neben Google sonst noch sucht.

Daher werden vor allem bei Google ständig Verbesserungen gesucht, die dabei helfen sollen, die Position an der Spitze zu halten und dem Benutzer nicht nur ein möglichst passendes Suchergebnis zu bieten (die Verbesserungen am Suchalgorithmus sind ein anderes Thema, dass die SEO-Blogs dieser Welt schon zu Genüge spekulativ breit treten...), sondern auch eine gefällige und hilfreiche Oberfläche. Der "stumme und geduldige Suchschlitz", das aufgeräumte Design, die schnelle Lade- und Antwortzeit sowie die Listendarstellung der Ergebnisse mögen einst Garant für den Erfolg gewesen sein und sind es im Fall der Einfachheit in der Darstellung sicher immer noch; die ständig wachsende Web 2.0 - verwöhnte Internetgemeinde verlangt aber nach mehr Flexibilität, Interaktion und Unterstützung bei der Definition der "zum Erwarteten passenden Suchanfrage" und Auswertung der Suchtreffer.

Wenn man Google heißt, kann man sich allerdings nicht einfach so auf jeden Trend stürzen und vor lauter AJAX, Multimedia und "Designverbesserungen" die Bedürfnisse der riesigen Armee bereits gewonnener Benutzer vergessen. Da der beharrlich an Gewohntem haftende Stammkunde naturgemäß der Feind des Neuen ist, müssen solche Verbesserungen also entweder sehr dezent bzw. optional umgesetzt werden oder im Stillen passieren - und sind dann darauf angewiesen, dass sie auf andere Weise bekannt werden (wer schaut schon unter Links wie "Mehr - und noch mehr" oder "Weitere Informationen" etc. nach?). Und: sie werden erst einmal lange und ausgiebig getestet. Da es bei Google erstens vernünftig ist, neue Dinge erst einmal für die englische Sprache (...bald wird man solche Tests sicher mit Inhalten in Mandarin machen müssen, weil die dann in der Mehrzahl sind, aber ich scheine abzuschw...) zu erproben und zweitens schon zum guten Ton gehört, möglichst lange "Beta" drauf zu schreiben (auch dies hat einen Grund, der nicht zum Thema gehört, warum habe ich diese Klammer überhaupt aufgemacht?), findet man neue Funktionen während der ausdauernden Testphase zumeist in den Google Labs.

Google Suggest und andere "Experimental Search" Erweiterungen der Google Labs

Die Vervollständigung von Eingaben ist eines ersten sinnvollen Anwendungsgebiete von AJAX und daher weit verbreitet. Es liegt also nahe, bei einem derart riesigen Datenbestand zu Suchanfragen sinnvolle Vorschläge für eine Suchphrase oder einen Einzelbegriff schon bei der Eingabe auch bei Google zu implementieren, die über die "Meinten Sie..." Links bei erkennbaren Schreibfehlern oder die dezenten Vorschläge am Ende der ersten Trefferliste für zielgerichtetere Anfragen hinausgehen und schon bei der Eingabe hilfreich sind. Die in englischer Sprache zu testende Erweiterung Google Suggest zeigt, wo es auch mit dem Eingabefeld der Google - Website hingehen wird. Schon heute kann diese Erweiterung [auch für deutsch formulierte] Suchanfragen hilfreich genutzt und mit der Historie der eigenen Anfragen kombiniert werden, indem man die Google Toolbar einsetzt und deren Sucheingabefeld verwendet.

Die Verwendung von Suggest kann auch über http://www.google.com/experimental/ als Vorgabe eingestellt werden; das bringt aber dem deutschsprachigen Suchenden nur bedingt dauerhafte Freude, weil zur Nutzung trotzdem immer Umwege über die Labs erforderlich sind (der kennt jemand einen einfacheren Weg?).

Neue Ansichten und Navigationsmittel für die Suchergebnisse

Außerdem ist es da schon viel interessanter, die Experimental Search "Alternate views for search results" zu benutzen. Die Ansichten:

  • List view ("klassische" Ansicht)
  • Info view (Nach Kategorien gruppiert wie "Orte", "Bilder" etc.)
  • Timeline view (Zeitleiste, leider nicht bei vielen Suchbegriffen zu gebrauchen, aber interessante Idee) und
  • Map view (mit Kartenansichten, die die Suche beim Zoomen weiter eingrenzen kann)

können bei der Einschätzung der Relevanz gefundener Suchergebnisse je nach Art der Anfrage ganz neue Wege eröffnen. Bei "Dauerbrennerthemen" eine Zeitleiste zur Einschränkung der Suchergebnisse verwenden zu können oder bei der Suche nach Angeboten lokaler Natur statt der direkten Eingabe bei Google Maps die "klassischen" Suchergebnisse mit Hilfe einer Karte weiter einschränken zu können, mögen irgendwann genau so normal erscheinen wie die heutige Form der Suche... oder eben auch nicht. Noch lange nicht jedes Experiment geht in Serie oder dient nur als Vorlage für ein neues Experiment - oder wird in andere Google-Produkte integriert, obwohl es als potentielle reine "Sucherweiterung" begonnen hat. Ab und zu mal unter "Mehr -> und noch Mehr" nachzuschlagen, lohnt sich also, denn hier findet sich so mancher Kandidat wieder, der die Labs bereits verlassen hat. Auch die anderen aktuell laufenden Experimente sind einen Blick wert, wenngleich Spezialsuchfunktionen wie die Codesuche logischerweise nur einen eingeschränkten Nutzerkreis adressieren (dafür aber einen, der Suchmaschinen besonders oft nutzt und daher solche Spezialfunktionen nicht nur im Sinne des Benutzers praktisch sind, sondern auch helfen können, "unnötigen" Suchtraffic zu vermeiden...).

Google Trends

Schon fast ein "Rentner" in den Labs ist Google Trends. Wenngleich auch hier die englische Sprache vorherrscht und das Werkzeuge daher (derzeit) nur bedingt zur Recherche von Keywords für SEO und SEM geeignet sind (ähnlich wie Google Suggest oder die Google Sets), können damit Trends nachverfogt werden und das Volumen von Suchanfragen zu einzelnen Begriffen weitaus anschaulicher betrachtet werden, als das z. B. im Keyword-Tool von Google der Fall ist. Ein schönes Beispiel für die Spuren einer erfolgreichen Guerilla-Marketing Kampagne in den Suchtrends, die zu einem unglaublichen Peak zum 18.Januar 2008 führten - dem Datum, dass nicht nur mittels Kreidezeichnungen auf Gehwegen in viele Köpfe gefunden hatte: http://www.google.com/trends?q=Cloverfield

Spezialfunktionen der Google-Suche

Einiges, was man in ein Sucheingabefeld eingibt, führt zu Ergebnissen, die man in dieser Form nicht erwartet hätte. So entdeckt der eine oder andere Benutzer eher zufällig einzelne Spezialfunktionen der Suchmaschine und nutzt sie danach gezielt. Wer ruft trotz offenem Browser noch den Windows-Taschenrechner auf, wenn er ein Ergebnis braucht? Eigentlich unnötig, kann Google doch problemlos rechnen und selbst komplexere Aufgaben ebensogut berechnen. Eine Anfrage wie 17+4 lagweilt Google zwar, das Ergebnis stimmt aber und ist sogar frei von Werbung (möglicherweise werden komplexere Anfragen aber demnächst mit akademischen Stellenanzeigen geschmückt,  wer weiß?).

Genauso dezent hat Google auch gelernt, nach Aktienkursen zu suchen, günstige Tarife zu finden und mehr... man weiß es nur oft einfach nicht. Eine kompakte Übersicht findet man bei Google selbst (das ist nicht für alle Funktionen so selbstverständlich!) in der "Featureliste" der Suche.

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Saturday, 01 December 2007

Suchen bei Google ohne Zensur und ohne Filter

Dass es bei Google in einigen Ländern eine strenge Zensur der Ergebnisse gab, gibt und auch immer wieder geben wird, wird in vielen anderen Blogs bereits ausreichend emport, entrüstet und naiv beschrieben und rege kommentiert. Warum das so ist und dass dieser Kompromiss aus wirtschaftlichen Gründen für eine Firma wie Google überlebensnotwendig ist, ergibt sich derweil nach einem kurzen Moment des Nachdenkens eigentlich ganz von allein; unabhängig davon, ob man das nun akzeptiert oder verteufelt.

Dennoch suchen wir alle gern und oft bei Google. Aber auch hier sind Zensur und Filterung - wenngleich aus weitaus "nobleren" Gründen als in manch anderen Ländern - nichts Ungewöhnliches. Und da jeden Tag ein neuer Grund auftreten kann, warum die eine oder andere Seite nicht mehr in den Suchergebnissen erscheinen sollte, kann eine Recherche unter Verwendung der einen oder anderen Variante durchaus andere und u. U. brauchbarere Ergebnisse zu Tage fördern.

Wer vergeblich nach Informationen zu heiklen Themen sucht, kann es z. B. gern mal über eine "deutsche und unzensierte" Fassung der Suche über http://www.google.com/webhp/ versuchen. Wird hier das Gesuchte nicht gefunden, ist auch mit einer "amerikanischen Suche" auf google.com (per Klick auf "Google.com in English" unten rechts zu erreichen, wenn man dann doch wieder bei google.de gelandet ist) gut beraten.

Wer Inhalte sucht, die wegen der "rein zufälligen Ähnlichkeit" mit anderen Seiten im Duplicate Content Filter hängen geblieben ist, findet eine ungefilterte Liste durch Anhängen des Parameters &filter=0 an seine Suchanfrage. Das sorgt neben dem Auflisten der wegen Gleichheit des Inhalts gefilterten Seiten auch dafür, dass "ähnliche Suchergebnisse" einer Domain direkt angezeigt werden, statt diese erst nach einem Klick auf "die Suche unter Einbeziehung der übersprungenen Ergebnisse wiederholen" anzuzeigen - in diesem Fall passiert nämlich nichts anderes, als den besagten Parameter an die Anfrage anzuhängen. Und wer noch nie auf die Idee gekommen ist, bei Google auf die Einstellungen zu klicken, kann dies nachholen und den moderat vordefinierten SafeSearch-Filter so lange abschalten, wie er seine Cookies behält (oder man nutzt CustomizeGoogle als Erweiterung in Firefox).

Und dann besteht da natürlich noch die gewagte Idee, einfach mal eine andere Suchmaschine zu benutzen. Ja, die gibt es tatsächlich immer noch! Yahoo liefert bei einigen Anfragen vielleicht sogar wertvollere Treffer auf den ersten Seiten als Google (kann das wirklich wahr sein?) und auch die Windows Live Suche Bing ist nach wie vor fleissig beim Einsammeln und Bewerten von neuen Inhalten. Und wer die Windows - Suche nur wegen des Designs und dem ganzen Kram drumherum scheut, der kann ja einfach ab und zu mal bei msdewey.com (Nachtrag: von MS leider eingestellt; man findet aber bei Youtube reichlich Material über Ms. Dewey) nachschlagen. Das ist zwar weniger effizient und anwendergerecht, dafür wird man während der längeren Wartezeit auf die (Microsoft-) Suchergebnisse nett unterhalten ;)

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Thursday, 20 September 2007

Gesuchtes schneller finden bei Google & Co.

Klicken Sie auch immer auf einen Link in den Suchergebnissen bei Google, landen auf einer Seite, die schon auf den ersten Blick offenbart, dass man hier nicht fündig wird und kehren per "Zurück" - Schalter zu den Suchergebnissen zurück?

Dann sind Sie in guter Gesellschaft, denn ein Großteil der Suchmaschinen-Nutzer geht so vor. Problem: Das Finden bestimmter Informationen kostet auf diese Weise oft eine Menge Zeit, wenn das Gesuchte nicht innerhalb der ersten Treffer auftaucht.

Anwender von "tabfähigen" Browsern wie IE7, Firefox und Opera haben sich schnell daran gewöhnt, die Suchergebnisse nicht per normalem Klick zu bedienen, sondern über einen Rechtsklick Funktionen wie "Seite in neuem Tab öffnen" o. Ä. einzusetzen, so dass zunächst einmal mehrere Kandidaten aus der Trefferliste geöffnet und anschließend in neuen Reitern begutachtet werden. Das spart Zeit, ist aber auch nicht ideal, wenn man die Anzahl der Klicks bedenkt, die sich verdoppelt hat.

Wenig beachtet hingegen ist die Option, die Suchergebnisse bei Google per Vorgabe immer in neuen Fenstern öffnen zu lassen, was bei den o. a. Browsern einfach einen neuen Reiter öffnet - also genau das macht, was man sich per Kontextmenü weitaus umständlicher zusammenklickt. Dazu Klicken Sie oben neben der Schaltfläche "Suche" bei Google auf den Link "Einstellungen". Ganz unten finden Sie einen Bereich "Ergebnis-Fenster" und dort die Option "Für Suchergebnisse neues Fenster Öffnen". Anklicken, Einstellungen speichern und fertig. Wer das Gefühl hat, dass oft mehr als 10 Suchmaschinentreffer erforderlich sind, um zum Ziel zu gelangen, kann darüber auch gleich die Anzahl der Ergebnisse an seine Wünsche anpassen.

Noch simpler, mit der praktischen Einstellung bei Google kombinerbar und in vielen Fällen zudem bereits ausreichend, um zumindest "Schrottseiten" aus seiner Kandidatenliste für die spätere Begutachtung der Inhalte auszusieben, ist die Verwendung einer dynamischen Seitenvorschau, die die schöne neue Web 2.0 - Welt in mehreren Varianten bereithält. Der Vorteil ist, dass Sie die Suchergebnisse weder verlassen, noch neue Fenster oder Tabs öffnen müssen, um einen Eindruck vom Inhalt der Linkziele zu bekommen. Ich verwende das Tool Snap Shots dazu, in den Suchergebnissen eine Vorschau auf die hinter den Links liegenden Seiten zu erhalten. Spart nochmal den einen oder anderen Klick... und die Zeit, die das Werkzeug zum Erzeugen der Seitenvorschau benötigt, kann gut zum Begutachten der nächsten Einträge in der Trefferliste genutzt werden.

Dies praktische Funktion steht auch auf anderen Seiten wie Amazon (leider nur amazon.com), Yahoo, Wikipedia und anderen zur Verfügung. Außerdem kann diese Funktion auch statt als Browser-Plugin (für Firefox, Internet Explorer oder Safari) direkt in Ihre eigene Webseite implementiert werden, wenn Sie die Funktion generell für externe oder auch interne Links anbieten wollen. Die zweite Variante ist sicher Geschmackssache und paßt nicht überall so gut wie bei Wikipedia oder in Suchergebnissen... aber schauen Sie sich das Add-On doch einfach mal an - nervt es, ist es auch schnell wieder deinstalliert.

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Wednesday, 12 September 2007

Von fleissigen Suchmaschinen und merkwürdiger Werbung

Nicht mal mit Schreibfehlern hat man seine Ruhe in den Suchergebnissen ;)

Da machte mich ein Kollege heute voller Häme darauf aufmerksam, dass ausgerechnet mir, dem "Rechtschreibulator" himself, grobe, und mehrfache Schreibfehler unterlaufen sind, die jeder im Web nachlesen kann. Dank Copy & Paste stand sowohl auf der Downloadseite als auch hier im Blog gleich mehrfach "Eselsmüzte" statt "Eselsmütze". Klar, dass mir das auch gleich eine Ehrenrunde mit eben dieser Kopfbedeckung durch die Büros eingebracht hat. Grummel!

Google hatte dies jedenfalls umgehend zum Anlass genommen, mich zur Ultima ratio in Sachen "Eselsmüzte" zu erklären und spenderte mir freundlicherweise eine eigene Seite in den Suchergebnissen, die ich mir (das ist noch lange nicht bei jedem Schreibfehler so!) mit niemandem teilen mußte... fast jedenfalls.

eselsmuetze bei google

Was war denn das? Zusätzlich zum erwarteten "Meinten Sie: eselsmütze" finde ich da doch tatsächlich eine Werbeeinblendung auf ausgerechnet dieses Keyword? Was müssen das für Keywordlisten sein, die da beworben werden? Meinetwegen - solange jemand bereit ist, für solche Begriffe bei AdWords zu zahlen, warum nicht?

Ich bin jedenfalls gespannt, wie lange es dauert, bis die Korrekturen der Fehler auch bei Google angekommen sind und nur noch dieser neue Eintrag hier die einzigen indizierten Nennungen der flaschen Variante beinhaltet. Wenn es dieser Artikel hingegen nicht schaffen sollte, gibt es galt wieder einen Begriff mehr, der keine Treffer liefert. Davon gibt es ja ohnehin schon wenig genug... Und die Anzeige würde dann auch wieder ganz allein sein; ungestört von falsch geschriebenen, aber gut platzierten Seiten. Merke: SEO ohne Syntax ist Suboptimal. Bringt aber manchmal recht lustige Ergebnisse...

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Monday, 03 September 2007

Google Webmaster Tools als Pflichtprogramm für Webmaster?

Haben Sie in den letzten Monaten auch die eine oder andere Mail erhalten, die offenkundig von Google stammte und die eine Verbannung Ihrer Site aus dem Index zum Thema hatte? Vielleicht haben Sie auch erst mal einen ordentlichen Schreck bekommen und erst nach Einnahme der Herzptropfen den Absender als toten GMAIL-Account entlarvt oder auf anderem Weg davon erfahren, dass mal wieder eine Spam-Welle mit gefälschten "Abstraf-Mails" von Google über das Internet schwappt und ein paar Spritzer davon auch in Ihrem Postfach niedergegangen sind.

Die gute Nachricht: Künftig können Sie zu 100% sicher sein, dass eine solche Mail, wenn Sie denn nochmal eine erhalten sollten, eine Fäschung ist. Die - wenngleich vielleicht auch erst auf den zweiten Blick - schlechte Nachricht ist nämlich, dass Google solche Mails, die es in der Vergangenheit durchaus auch mit ernstem Hintergrund und echtem Absender gab, künftig nicht mehr versenden wird.

Statt dessen gibt es jetzt einen hochtrabend "Message Center" genannten Bereich in den Google Webmaster Tools, die ab sofort für diese und andere Nachrichten (es sind sicher selten gute...) zuständig ist. Das bedeutet erst einmal im Prinzip, dass Sie die Google Webmaster Tools auch einsetzen müssen, wenn Sie künftig erfahren wollen, gegen welche (Ihnen nicht unbedingt bekannten oder vollkommen neuen Regeln) Sie nun verstoßen haben und Ihre Site deshalb in Verdacht geraten ist, Suchmaschinen austricksen zu wollen. Und es heißt, dass Sie dort regelmäßig vorbeischauen müssen, wenn Sie böse Überraschungen nicht erst durch sinkende Umsätze erfahren wollen, sondern einigermaßen rechtzeitig, um direkt gegenzusteuern und eine Neuaufnahme zu erzielen.

Hintergründig bedeutet es auch, dass Sie mehr oder weniger keine andere Wahl haben, als jede Ihrer Sites, die Sie betreiben und an denen Ihr wirtschaftlicher Erfolg hängt, bei Google als Ihre Site identifizieren müssen. Das ist nicht wirklich tragisch; kann Google doch seit geraumer Zeit ohnehin auf alle erforderlichen Daten bei DENIC zugreifen, wenn man dies im Zuge der Bewertung eingehender Links wirklich wissen will... seit man ohne viel Rummel in das Geschäft des Webhostings "eingestiegen" ist, ohne es ernsthaft betreiben zu wollen. Wie praktisch, oder?

Natürlich können und sollten(!) Sie auch auf anderem Weg beobachten, ob Ihre Seiten und Angebote nach wie vor gut bei Google gefunden werden, spielt hier schließlich je nach Erhebung immer "so um die 80%" der Musik in der Informations- und Produktsuche im Internet. Aber Hand auf´s Herz: Wer macht sich schon wirklich die Mühe oder schafft die notwendigen Systeme dazu an und betreibt sie?

Also wurscht, was Sie sonst noch einsetzen: Wenn Sie sich nicht die Mühe gemacht haben, jede der für Ihr "privates Linknetzwerk" verwendeten Domains auf einen entfernten verwandten zu registrieren, schaden Sie Ihrem selbst aufgebauten Geflecht von "externen Links aus eigener Produktion" (mir fiel einfach keine noch vorsichtigere Umschreibung ein) auch nicht, wenn Sie sich zusätzlich zu allem anderen die Google Webmaster Tools antun und ab und zu einen Blick rein werfen. Als Bonus kommen Sie vielleicht ja auch erstmalig auf die Idee, eine Sitemap hochzuladen und wissen auch ansonsten gar nicht, worum es in diesem Artikel geht ;)

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Monday, 02 April 2007

Routenplanung mit Google: „Schwimmen Sie durch den Atlantik“

Nachtrag 08/2007:Das in diesem Eintrag beschriebene Phänomen wurde zwischenzeitlich von Google "behoben". Lustig ist es aber immer noch ;)

Dass auch durchaus ernstzunehmende Software in der Lage ist, ab und zu seine komödiantischen Seiten zu zeigen, beweist Google bzw. beweisen die Entwickler von Google Maps.

Wer dort eine Suche nach einer Route durchführt, die nicht ausschließlich auf regulären Verkehrswegen für KFZ zu bewältigen ist, kommt vielleicht schon mal in’s grübeln, wenn er mit Vorschlägen konfrontiert wird wie bei der Fahrt von Köln nach New York.

In Schritt 33 der Route steht „Schwimmen Sie durch den Atlantik“ mit einer recht sportlichen Längenangabe. Wer mag, kann ja mit dem Rad bis Schritt 33 fahren, dann ein Stück schwimmen und den Rest locker zu Fuß erledigen, wenn er ein echter Eisenkerl ist ;)

Schön, dass man sich noch die Zeit für solchen Humor nehmen kann, wenn man bei einem Unternehmen wie Google arbeitet, dass vor lauter Expansion eigentlich kaum noch Zeit zum Lachen – außer beim Geldzählen - haben sollte. Und man kann diese humoristische „Unzulänglichkeit“ von Google Maps ja auch gut verkraften, wenn man den Festlandnutzen des Kartenmaterials und der Routenberechnung berücksichtigt, die ganz in google-manier daherkommt und sich im Web breit macht wie weiland „I love you“.

Derweil finde ich es beruhigend, dass es mir bei Map24 nicht auf Anhieb gelungen ist, eine solche Route zu berechnen, nicht mal im Scherz :-).

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