Markus Baersch

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Blog: Projektmanagement, Suchmaschinen und das Web

Wednesday, April 14, 2010

Projektmanagement-Ausreden gehören in jede gute PM-Toolbox!

Jaja, oft sind es ja die einfachen Ideen, die am besten ziehen. Aktueller Fall: Projectplace sucht die beste Projektmanagement-Ausrede. Da hagelt es sicher eine Menge neuer Links und Tweets, die der Domain guttun -was auch die Vergabe des Tags "SEO" hinreichend erklären sollte ;) Mir soll´s recht sein; also bin ich auch dabei. Nach reiflicher Überlegung habe ich alle Ideen rund um...

  • in parallele Realitäten entwichene Arbeitspakete,
  • Aliens und
  • Hackerangriffe aus China sowie
  • weiteren Unsinn

...verworfen und mich für einen echten Kassiker aus der Paxis entschieden:

"Gestern lief das noch problemlos, ehrlich!"

Wem´s bekannt vorkommt - oder wer mir einfach einen Gefallen tun will, obschon ich sicher keine Chance haben werde - kann hier abstimmen (Danke auch!). Ansonsten findet man am schwarzen Brett unter der Adresse (zumindest eine zeitlang) bestimmt eine Menge an originellen und unverbrauchten Ausreden, wenn das Projekt mal nicht so will wie geplant. Man weiß ja nie, wozu man sowas mal brauchen kann...  ;)

Tuesday, March 23, 2010

Vorsicht vor "Datenmeldung an www.google.de"

Es ist nicht wirklich neu, dass ab und an ein Fax auf meinem Tisch (ich nehme an, zu meiner Belustigung) landet, bei dem es um einen Eintrag in diesen oder jenen unnützen Webkatalog geht. Jetzt werden diese verzeifelten Inhaber wertloser Domains aber zwischenzeitlich ähnlich dreist wie die Pseudo-SEO-Agenturen, deren Callcenter-Mitarbeiter sich zwar nicht mehr an den Namen der eigenen Firma erinnern können, dafür aber genau wissen, dass man "damals das Häkchen bei SEO gemacht hat", als das AdWords-Konto eingerichtet wurde. Sach´et, Atze: Ja, nee; is´ klar

Das Papier-Pendant, welches ich gerade aus dem Fax gefischt habe, ist ähnlich beknackt mit "Datenmeldung an www.google.de" überschrieben und die monatlichen Kosten von knapp 90,-- Euro netto, die freilich jährlich und vorab fällig werden, sind ebenso gut im Kleingedruckten versteckt wie die "Leistungsbeschreibung". Reichlich teuer für einen Eintrag in ein saftloses Verzeichnis auf den Kokosinseln, finde ich. Schade nur, dass solche Schaumschläger dann im Endeffekt doch zu ihrem Geld kommen, weil 0.01% der angefaxten Klein- und Kleinst-Unternehmer tatsächlich denken, für den vergleichsweise ja sehr günstigen Betrag künftig jede Menge Besucher durch Google zu erhalten. Pfui!

Webkatalogspam

Da ist mir der übliche "Webkatalog-Faxspam" von irgendwas-verzeichnis/buch/liste/dingsda.info-oder-sonstwas schon fast lieber... denn wenigstens versucht man hier nicht auch noch mir vorzugaukeln, Google habe etwas damit zu tun. Dass auch diese Kandidaten mit ihrem "um die 1000,- Euro netto - Nepp" genau so nerven, wie die angesprochenen fähigkeitsfreien SEO-Wunderagenturen, die Top-Rankings für kleines Geld in einer Suchmaschine garantieren, deren Funktionsweise ihnen nicht mal als hoch vereinfachte Bauklötzchen-Kinderskizze bekannt ist, versteht sich aber sicher von selbst...      


Monday, January 25, 2010

Top-Positionen bei Google durch Zauberei?

Es häufen sich in letzter Zeit die Anfragen von Kunden aus dem Bereich AdWords, die wissen wollen, ob wir auch "Partner von Google" sind und daher deren Seiten ohne Anzeigen schnell und zuverlässig in die Top 10 der Suchergebnisse bringen können. Dauerhaft. Und das für Keywords, bei denen der durchschnittliche Preis pro Klick in AdWords typischerweise so um die drei Euro liegt. Da fragt man sich doch: Wer kann denn das und wie soll das gehen? 

Wenn ich zurückfrage, wer denn solche unglaublich tollen Dinge anbietet, ohne selbst Herr über die Rankings zu sein (m. E. kann mir nur Google dauerhaft Platz 1 für Keyword yxz versprechen.... und die machen das leider nicht), höre ich verschiedenste Namen von Agenturen. Lassen wir das "Dauerhaft" aus dem ersten Absatz weg, dann mag es noch angehen, für das passende Kleingeld mit Hilfe von Kennern wie Fantomaster & Co. etwas Vergleichbares zu erreichen. Für eine sehr überschaubare Zeit jedenfalls. Diese Namen höre ich dann aber nicht, sondern es geht um "ganz normale SEO-Agenturen"... mit angeschlossener Drückerkolonne, die ungefragt Webmaster anrufen und das globale Ende des Hungers, Unsterblichkeit und ewigen Weltfrieden versprechen.

Einige davon kenne ich, einige habe ich noch nie gehört... es passt aber alles in das ewig gleiche Schema: Im "Verkaufsgepräch" werden die wunderlichsten Dinge versprochen (ich will es nicht übertreiben, aber ein "garantierter" Platz 1 bei "autoteile" für eine vollkommen neue Kackseite innerhalb von zwei Monaten halte ich für extrem sportlich, wenn man nicht gerade Google heißt... oder wenigstens ATU oder so), schriftliche Unterlagen oder gar Verträge hingegen sind nur in einem Bereich sehr konkret: Was muss ich bezahlen? Was man wirklich für sein Geld bekommt, steht dafür i. d. R. dort kaum so, dass man es nachvollziehen kann. Nicht unwahrscheinlich also, dass ich nach 12 Monaten Mindestlaufzeit dann mit nichts außer 20 neuen Schrottlinks aus freien Webkatalogen und schon auf große Entfernung nach Spam müffelnden Twitter-und Facebook-Profilen dastehe... 

Auch finde ich das jeweilige "Tochterunternehmen von Google" (Brüll!) typischerweise auf Platz 80+, wenn ich nach Begriffen wie "Suchmaschinenoptimierung" oder "SEO Beratung" etc. suche. Das sollte eine Google-Tochter, die Kontingente bei Google kaufen kann (die meinen sicher AdWords-Gutscheine ;)) und jede Seite bei jedem Key in Top-Positionen bringen kann, doch eigentlich besser können, oder? Müßte es denen nicht egal sein, wie umkämpft diese Begriffe sind? Oder ist es nur ein mir bisher unbekannter Trick, das eigene Impressum lieber als Grafik statt als Text zu gestalten, der mir einen solch unglaublichen Boost in den Suchergebnissen verschaffen würde? Da ich bisher keine eigenen Erfahrungen mit solcher Zauberei gemacht habe, will ich auch kein abschließendes Urteil fällen, aber zumindest auf m. E. sehr hilfreiche Beiträge wie z. B. diesen hier oder auch den hier verweisen (Kommentare lesen nicht vergessen!). Wer SEO-Angebote bekommt, die zu gut klingen, um wahr zu sein, der sollte prüfen, ob es nicht in das hier skizzierte Bild paßt. Hinterfragen, wie es mit den Leistungen aussieht, die man für sein Geld bekommt, ist auf jeden Fall keine schlechte Idee; weitere Anregungen zur Prüfung im Vorfeld findet man im leicht angestaubten Beitrag zur SEO-Agenturensuche. Der ist zwar schon fast zwei Jahre alt, scheint mir aber aus gegebenem Anlass ein guter Linktipp zu sein. Es gilt auch im SEO-Bereich sicher in gewissem Rahmen die Weisheit "Wat nix kost´, dat is auch nix". Dies bedeutet aber nicht, dass alle kostspieligen Angebote deshalb automatisch prima sind. Ganz und gar nicht! Außerdem sind diejenigen, die wirklich "Premium-SEO" für den eigenen, hoch umkämpften Bereich anbieten könnten, oft entweder unbezahlbar, arbeiten nur gegen dauerhafte Beteiligung am Erfolg oder nehmen überhaupt keine Kunden an, sondern verkaufen denen im besten Fall den Traffic, den sie lieber selbst über eigene Projekte erzeugen. Auf keinen Fall aber rufen diese Kandidaten ungefragt bei Dir an, um teures Zauber-SEO-Zeugs von der Stange zu verkaufen.

Und wer so gar nicht weiß, ob und wie er (gefragt oder ungefragt erhaltene) SEO-Angebote einschätzen kann, kann sich bestimmt auch einigen Ärger durch einen SEO-Vermittlungsservice sparen. Da hat man dann vielleicht nicht alle Kandidaten im Pool, ist aber (hoffentlich) vor allzu miesen Geschäftspraktiken deutlich sicherer. Ich kenne nur einen, also empfehle ich diesen mal, ohne ihn selbst je genutzt zu haben: Hier geht´s zum SEO-United Vermittlungsservice.

Thursday, January 21, 2010

"Sag mal - Warum rankt der Typ besser als ich?"

Diese Frage kann man sich dank SEOmoz künftig selbst besser beantworten, da Ranking bekannterweise eine ganze Menge mit Links zu tun hat. Und deren Quellen, Qualität, den Linktexten, bla bla bla. Viele der Metriken sind im neuen Open Site Explorer abrufbar - und das dauerhaft kostenlos.. wenngleich in einer reduzierten Form. Wer in Eigenregie etwas mehr über das eigene Linkprofil und vor allem die Linkstruktur der Hauptwettbewerber herauszufinden trachtet, der sollte sich beeilen: SEOmoz bietet den "OSE" noch ca. für die nächsten 30 Stunden für alle registrierten Benutzer (eine Registrierung für einen normalen Account ist weder mit Kosten, noch mit Spam verbunden) kostenlos in vollem Umfang an, bevor die Ergebnisse für den Normalsterblichen reduziert werden und nur noch Pro-Member vollumfänglich in den Genuss der Ergebnisse kommen. Den Tipp wollte ich den knapp zehn regelmäßigen Lesern meines Blogs nicht vorenthalten ;)


Friday, September 18, 2009

Ist meine Website "verdächtig"?

Wenn die eigene Website plötzlich nicht mehr im Index auftaucht oder vielleicht kaum noch zu finden ist oder wenn Kunden sich gehäuft beschweren, dass der Browser komische Warnungen ausgibt, wenn die Site besucht werden soll, ist es höchste Zeit für ein Minimum an Diagnose. Auch dann, wenn der kurze Blick in die Zugriffsdaten des eingesetzten WebAnalyse-Systems signifikante Rückgänge beim Traffic verzeichnet, will man nach dem ersten Schreck genauer wissen, was denn passiert sein könnte- Und wie man das Problem wieder in den Griff bekommt. Ist man ggf. verdächtig, Schadcode im Web zu verbreiten oder gar schon mit der Höchststrafe - dem Rauswurf aus dem Index - belegt worden?

Einige Dinge, die man als Webmaster zur Diagnose direkt erledigen kann, sind z. B. die folgenden Schritte:

  • Der erste Blick, wenngleich nicht vollständig, sollte Google gegönnt werden. Mittels "site:www.meinedomain.de" läßt sich zumindest abfragen, ob überhaupt noch Seiten im Index zu finden sind. Sieht man hier nichts. riecht es schon mal nach "Rauswurf".
  • Wer sich den Spaß schon vorher gegönnt hat, sollte sich nun bei den Google Webmaster Tools anmelden. Probleme werden hier i. d. R. schnell aufgezeigt, so dass es sich lohnen mag, die Anmeldung und Verifikation jetzt nachzuholen, wenn bisher nicht mit den Webmaster-Tools gearbeitet wurde. Übrigens gilt das nicht nur für Google, sondern auch für Bing...
  • Vor allem, wenn man das Problem anhand von Traffic-Auswertungen bemerkt hat, ist das Webanalyse-Tool der erste Anlaufpunkt. Sind alle Quellen versiegt oder nur einzelne Suchmaschinen? Der tolle Link bei Wikipedia mal wieder weg, der 99% der Besucher gebracht hat? Machmal ist es wirklich so einfach, leider aber zu selten...
  • Wer sich zumindest "thoretisch" im Index befindet, aber nicht rankt, muss sich vieleicht - zu recht oder auch "vollkommen schuldlos" - gerade mit einem Google Filter herumschlagen, der dafür sorgt, dass man für die Begriffe, auf die man es abgesehen hat, nun 20, 40, 60, 100 oder wie viele Positionen auch immer nach unten versetzt wurde. Das merkt man schnell daran, wenn man z. B. nur noch für den eigenen Domain- und / oder Firmennamen bei Google auffindbar ist, die anderen Begriffe aber plötzlich keinen Traffic mehr bringen.
  • Hat man sich offenkundig einen dieser Filter oder gar einen kompletten Rauswurf eingefangen, sollte nun die Suche nach dem Grund starten. Und zwar wieder möglichst mittels der Webmaster-Tools. Und zusätzlich per Blick auf den Quellcode der Startseite und der "bisher" prominenten Seiten auf der eigenen Domain. Ist das wirklich das, was man dort erwartet oder hat sich aus der Ferne fremder Schadcode hier eingenistet?
  • Denkbar ist auch, dass die Domain nun deswegen nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint, weil jemand anders sich die Mühe gemacht hat, eine Kopie des kompletten Inhalts der Domain an anderer Stelle zu publizieren, um den Traffic lieber selbst mitzunehmen oder aktiv Schaden für die bestohlene Domain anzurichten. Ein einfacher Weg, dies zu diagnostizieren, ist eine Suche nach einem wirklich langen Ausschnitt aus dem Inhalt der eigenen Seite. Also z. B. "Willkommen bei Lederwaren Dingsda Wir fertigen seit über 400 Jahren Schlangenledertaschen aus Eselsohrhaut im schönen Knacktal an der Wurst...". Findet Google nicht die eigene Seite, sondern eine andere, ist man wohl um seinen Content betrogen worden... oder hat dies selbst getan, indem allzu viele andere Domainnamen auf den gleichen Inhalt zeigen und dies nicht per "sauberer" Weiterleitung tun.
  • Hilft das alles nichts oder will man gleich sicherstellen, dass das Problem nichts mit böser böser Malware zu tun hat, die von der eigenen Domain verbreitet wurde (oder zumindest vom eigenen Server), der kann Googles "Safebrowsing" zu Rate ziehen. Entweder per Firefox Plugin oder durch Aufruf von http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=www.meinedomain.de. Sollte dies für die eigene Domain keine Ergebnisse liefern, lohnt sich ggf. auch ein Klick auf das "Network", so dass auch ausgeschlossen werden kann, dass man mit allzu vielen Spammern auf dem gleichen Server / auf der gleichen IP zuhause ist.

Warum das alles? Ganz ehrlich? Weil ich mir diese verdammte Adresse des Safebrowsing-Diensts nie merken kann, ist nun eigens dieser Blogbeitrag entstanden ;) Wer also nur mal nachsehen will, ob die eigene Domain irgendwie "verdächtig" ist, kann jetzt seinen Domainnamen einfach unten in das Feld eintragen und die Ergebnisse bei Google abrufen. Wer in der Tat mit der obigen Liste ein potentielles Problem diagnistiziert hat und nun wissen will, wie er aus der Falle rauskommt, sollte sich zur Verifikation vertrauensvoll an einen unbeteiligten Dritten wenden und nach einer Überprüfung gemeinsam nach möglichen Wegen suchen. Das muss nicht, darf aber gern unsere Agentur für Suchmaschinenmarketing sein ;)  

Safebrowsing: Ist meine Site verdächtig?

Frag Google. Domainnamen (zur Not auch mal mit und mal ohne www) hier eintragen und nachsehen, was Google in den letzten 3 Monaten so alles über Domain und Server zu sagen hat...

Monday, January 05, 2009

Empfehlung für SEO AddOns im Firefox

Firefox zeichnet sich als Werkzeug für Suchmaschinenoptimierung besonders dadurch aus, dass es zahlreiche AddOns gibt, die die tägliche SEO Arbeit und vor allem die eingehende Analyse bestimmter Seiten erleichtern. Ich bevorzuge dabei allerdings Tools, die mir die gewünschte Information möglichst direkt im Browser liefern, ohne dafür eine neue Seite eines Webdienstes laden zu müssen, denn Lesezeichen kann ich gerade noch selbst verwalten. Die RankRequest SEO - Toolbar fällt z. B. somit ungeachtet der eigentlich ja ganz sinnvollen Tools unter AddOns, die man sich m.E. getrost sparen kann. Will man einzelne Funktionen hiervon doch mal nutzen, findet man diese problemlos selbst im Web bei RankRequest, ohne sich lediglich die Eingabe der gesuchten Seite zu ersparen, indem man eine platzverschwenderische Toolbar einsetzt, die außerdem noch jede Menge mitbringt, was den typischen SEO wenig interessiert (hmpf!).

Auch problematische "Dauerfeuertools" wie SEOQuake mag ich aus verschiedenen Gründen nicht, die ich in einem eigenen Beitrag an anderer Stelle dargelegt habe und in dem man auch weitere Argumente für einige der im Folgenden aufgezählten Tools findet. Hier also meine Auswahl der Firefox AddOns, die unmittelbar das Feedback bringen, das man gerade braucht und die dann zuschaltbar sind, wenn Sie benötigt werden bzw. den normalen Surfalltag so wenig wie möglich belasten (Reihenfolge bedeutet keine Wertung oder etwas in der Art; alle Tools ergänzen sich undgeachtet einiger Funktionsredundanzen):
  • Search Status
  • Live HTTP Headers
  • Flagfox
  • Firebug
  • Developer Toolbar
  • Customize Google
Die Liste enthält nur Tools, die in aktuellen 3-er Versonen von Firefox laufen und die nicht experimentell sind. Durchaus nützliche Tools wie SEOHAND oder MetaTags fallen daher aus der Liste, sind aber je nach Version und Experimentierfreudigkeit auch einen Blick wert. Sollte es weitere hilfreiche Kandidaten geben, werden diese ggf. als Kommentar an diesen Beitrag angehängt. Über diesen Weg sind auch gute Vorschläge zur Erweiterung der Liste jederzeit willkommen! Möglichst natürlich mit einem guten Argumentfür das jeweilige AddOn.


Tuesday, December 09, 2008

Passende Keywords für die eigene Website finden

Das Thema "Keyword-Recherche" dreht sich normalerweise eher darum, passende und vielversprechende Suchbegriffe für eigene Webseiten zu finden, zumindest wenn es um SEO geht. Oft wird dabei neben anderen Werkzeugen das Keyword-Tool von Google eingesetzt, welches "eigentlich" einen ganz anderen Sinn hat und der Findung von treffenden Begriffen für eigene AdWords-Kampagnen dienen soll. Speziell für diesen Zweck - also Keywords zu finden, die zum eigenen Angebot passen und ein entsprechendes Potential für die Anzeigenschaltung bergen - steht AdWords-Nutzern im englischsprachigen Raum nun bereits ein weiteres Werkzeug zur Seite, welches sicher auch bald für die hiesigen Konten benutzt werden kann: Das Search Based Keyword Tool.

Praktischerweise ist es aber nicht an die Verwendung eines AdWords-Kontos gebunden, sondern kann auch mit einem "normalen" Google-Konto verwendet werden. Unter der Adresse http://www.google.com/sktool kann daher jeder schon mal einen Blick reinwerfen und sehen, welche Seiten Google als passend zu welchen Begriffen einstuft - mehr oder weniger also eine Erfolgskontrolle der eigenen Bemühungen und eine Übersicht über das Potential, das in einzelnen Begriffen steckt, denn auch das monatliche Suchvolumen wird je Begriff / Phrase angezeigt (nebst Wettbewerbsdichte und Gebotsvorschlag; bezogen auf AdWords).

In Verbindung mit einem AdWords-Account werden hierüber wohl später nur noch Begriffe gezeigt, die nicht bereits beworben werden, so dass man das "ungenutzte Potential" an weiteren Begriffen für weitere Kampagnen einfach aufdecken kann. Die Intention (seitens Google) dahinter liegt also auf der Hand, dennoch finde ich auch diese Art der Keywordrecherche nicht unpraktisch; zumindest als Ergänzung.

Friday, July 11, 2008

Keywords-Tool zeigt Suchvolumen bei Google an

Das Keyword-Tool von Google signalisierte bisher sowohl die Mitbewerberdichte (bezogen auf Anzeigen[?]) als auch das Suchvolumen in Form von Balken an, die zwar eine Tendenz erkennen ließen, aber keine Ableitung absoluter Werte erlaubte. Das hat sich nun geändert, denn sowohl die im Rahmen des AdWords-Systems verfügbare Variante zur Bestimmung und Bewertung von Suchbegriffen als auch das frei nutzbare Google Keyword-Tool zeigen nun absolute Werte für den laufenden Monat und einen Durchschnittswert an, der sich auf das tatsächliche Suchvolumen zu einem Begriff bei Google bezieht.

Suchvolumen
Die Abbildung zeigt die Ausgabe des Suchvolumens für vollkommen willkürlich gewählte Begriffe *-)

Damit ist nun eine ansatzweise objektive Einschätzung des theoretischen Besucherpotentials derjenigen Keywords, für die die eigenen Seiten optimiert wurden, möglich. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man in der Lage ist, den erreichbaren Anteil an diesem Gesamtvolumen realistisch einzuschätzen ;)

Friday, June 20, 2008

Kostenlose Tipps zur Suchmaschinenoptimierung

Puh... es ist soweit: In einem separaten Blog ist jetzt ein "erster Grundstock" an Tipps zur Suchmaschinenoptimierung zu finden. Unter der mehr oder weniger sinnreichen Adresse www.suchmaschinenland.de wird die Tippsammlung stetig erweitert und richtet sich hauptsächlich an Webmaster, die Suchmaschinenoptimierung selber machen "müssen"... oder wollen. Der Fokus liegt daher vor allem auf der Vermittlung der Arbeitsweise von Suchmaschinen und die daraus abzuleitenden Handlungsvorschläge zur Gestaltung der eigenen Seiten. Sprich: es handelt (derzeit) hauptsächlich von OnPage-Optimierung. Das Kapitel "Linkaufbau" ist aber ein Bereich, der in den nächsten Wochen und Monaten noch ausgebaut werden muss und wird, so dass auch OffPage-Optimierung zumindest im Ansatz "abgedeckt" wird. Auch die anderen Beiträge werden sicher noch die eine oder andere Erweiterung, redaktionelle Änderung und sonstige Korrekturen erfahren sowie durch neue Artikel ergänzt werden.

Einige weitere Themen stehen schon fest für die nächsten Wochen im Kalender. Jetzt habe ich aber erstmal das Problem zu lösen, dass sich mir vor lauter Suchmaschinen-Optimierungstipps-Tipperrei die Fingerkuppen ablösen. Nach einer merklichen Besserung dieses Zustands wird es weitere Beiträge zur Suchmaschinenoptimierung dort geben, die die bereits existierenden und noch ausstehenden Tipps zur Usability von Webseiten unter www.usability-tipps.de laufend ergänzen werden.

Friday, April 25, 2008

Suchmaschinen öffnen Trefferliste für Daten von Drittanbietern?

Yahoo und Google verfolgen beide neben vielen anderen Projekten derzeit ein recht ähnliches Ziel, nämlich die Liste der Suchtreffer durch Daten von Drittanbietern anzureichern. Dabei gibt es bei beiden Suchmaschinen durchaus Unterschiede; z. B. bei der Aufmerksamkeit, die die (nicht der Öffentlichkeit zugänglichen) Projekte erregen, der Dauer... und möglicherweise auch den potentiellen Auswirkungen.  

Wie soll das überhaupt aussehen? Yahoo taufte sein Projekt Ende Februar SearchMonkey und erhielt damit zumindest kurzzeitig recht viel Aufmerksamkeit in verschiedenen Presseportalen. Und sicherlich sitzen vielerorts bereits potentielle Anbieter in den Startlöchern, um geeignete Daten an das Projekt liefern zu können, wenn es denn soweit ist. Wer möchte nicht die zahlreichen Bewertungen "seiner" Community als Portalbetreiber gern in die Suchtreffer eingebunden wissen, wenn dort die Website eines Restaurants, eines Dienstleisters oder eines anderen beliebigen kommerziellen Angebots angezeigt werden? Das klingt schon fast wie der Traum von "Huckepack-SEO" mit Lizenz, wenn man ohne langwieriges Optimieren umkämpfter Suchbegriffe und aufwändigen Linkaufbau durch Anreicherung der bestehenden Suchtreffer - ggf. mittels Geld(?) -  durch "seine" Daten einen Teil der Aufmerksamkeit (und des Traffics) abzweigen kann.   

Denn der Suchaffe bietet nichts anderes als die Möglichkeit der Anreicherung von Suchtreffern durch weitere Daten wie Bewertungen, Bilder etc. direkt in der Trefferanzeige. Wie das aussehen wird? Denkbar ist die Verwendung von Mikroformaten wie hCard und hReview, die Metadaten der eigenen Seiten mit Informationen anreichern (die aber nicht zwingend die eigenen Angebote betreffen müssen[?]) und durch Suchmaschinen ausgelesen werden. Das wäre zwar "nur" ein Weg, die Daten zur Anholung bereit zu stellen; ensprechende APIs und XML-Formate zum Austausch aller benötigten Daten wie z. B. bei OpenSearch (nur eben mehr oder weniger in der anderen Richtung) sind aber sicher ohne große geistige Anstrengung denkbar... und je nachdem, was erzielt werden soll, viel praktischer für Anbieter und Suchmaschine. "Schöner" sieht es natürlich aus, wenn man auf Miktoformate setzt und damit den Anschein wahrt, einen entschiedenen Schritt in Richtung Web 3.0 / Semantisches Web zu machen (...noch ein vollkommen unnötiger Nebensatz in Klammern: woher die ganzen passenden Ontoligien herkommen sollen und von wem sie in OWL oder sonstwie abgebildet werden, um einen nennenswerten Teil des Webs wirklich "semantisch" zu machen, bleibt - zumindest mir - ein Rätsel). Unter der Haube bleibt die Anreicherung der Suchtreffer (vor allem! neben SEM) eine Chance für Websitebetreiber, sich nach der Freigabe für die Öffentlichkeit etwas zu überlegen, wie er die Suchtreffer denn sinnvoll anreichern kann, um die Chancen auf einen Klick zu verbessern. Hier und da vielleicht nur die eigenen Suchtreffer, anderswo eben auch "fremde" Suchtreffer. Klingt nicht ausschließlich einfach nur "toll"? Stimmt...

Auch Google hat lt. Matt Cutts, dem "Imperator der Suchtreffer" entsprechende Erweiterungen unter dem Titel Subscribed Links bereits länger (und weniger beachtet?) in der Pipeline. Auch hier kann man bereits erahnen, was alles theoretisch geht / gehen wird.

Sowohl zu diesem Blogbeitrag als auch z. B. im Yahoo! Search Blog oder zahlreichen Referenzen aus anderen (großteilig SEO-) Blogs gibt es in vielen Kommentaren daher nicht nur stumpfe Begeisterung zu lesen, sondern auch welche potentiellen Probleme befürchtet werden. Mal ehrlich: Wenn plötzlich bei allen "erfolgversprechenden" Suchanfragen künftig nicht nur die vergleichsweise dezenten Ergebnislisten (sebstredend nebst Anzeigen! ;)) bei Google und Yahoo um die Gunst des Suchenden buhlen, sondern sich auch noch gegenseitig in hipper bunter Darstellung, Anreicherung mit Zusatzinformationen (anderer Sites!) und sonstwas zu übertreffen versuchen, bleibt nachher vielleicht dann letztendlich möglicherweise doch der Suchende auf der Strecke.

Daher ist es nachvollziehbar, dass Google zumindest offiziell nicht einfach "jedem Hansel" erlauben will, die Gestalt der Suchergebnisse zu beeinflussen - und die Anreicherungen angeblich im Gegensatz zu Yahoo nicht unter bestimmten Umständen auch ohne explizite Aktivierung der "Drittanbieterinformationen" in den Suchergebnissen plant. Wie das alles aber genau aussehen wird, wenn es Serienreife erlangt, darf gespannt erwartet werden. Ich höre schon jetzt die Stimmen der Kritiker, die Google (und selbstverständlich nur Google) zahlreiche Vorwürfe machen und es (möglicherweise zurecht?) bedenklich finden, dass in den Suchtreffern durch Erweiterungen wie Subscribed Links die Mehrklassengesellschaft weiter gefördert wird... Auf jeden Fall aber ist zumindest schonmal der Arbeitstitel bei Google eine Spur ehrlicher, als der niedlich daherkommende Affe, der beliebig mit Suchtreffern jongliert....

Wednesday, April 09, 2008

Werkzeuge für Web-Entwickler in Apple Safari

Apple´s Browser Safari ist in der neuen Version 3.1 auch für XP und Vista eine Alternative zum IE, die einige Vorteile zu bieten hat. Obwohl sich in Deutschland eine gewisse Internet-Explorer-Müdigkeit breit zu machen scheint, beschert dieser Glücksfall mehr oder weniger ausschließlich dem Firefox (nicht, dass er es nicht verdient hätte) neue Nutzer. Opera oder gar Safari und andere Browser haben zumindest hier zu Lande nicht viel davon. Dafür bekommt Apple für den Safari in der Presse in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit, weil die neue Version nicht nur sehr schnell ist und dank WebKit das "Standardkonformste" ist, was derzeit auf einem Windows-Rechner zum Laufen zu bewegen ist, sondern auch weil er einfach Spaß macht. Die "Verbesserung" der Lesbarkeit ist zwar fragwürdig oder zumindest gewöhnungsbedürftig, aber man kann den Effekt auch runterregeln und zumindest die Vergrößerung durch Fettschrift hervorgehobener Textpassagen macht das Überfliegen einer Seite wirklich leichter.

Vor allem aber für Entwickler bietet Safari einige Werkzeuge, die zwar (noch?) gut versteckt sind, aber für den Web-Entwickler hilfreiche Informationen bieten, die in der einen oder anderen Form zwar auch von anderen Werkzeugen für andere Browser dargeboten werden, aber allein schon aus optischen Gründen einen Blick wert sind. Ich bin und bleibe ein bekennender Fan von Firebug und Firefox, wenn es um die Analyse oder Designanpassung von Webseiten geht und die Developer-Toolbar scheint auch im IE8 nicht wirklich an Firebug heranzureichen... aber das muss ja nicht immer so sein. Außerdem bietet der Web-Inspector und die Developer-Tools in Safari auch einige andere Kleinigkeiten, die sonst nur durch AddOns in anderen Browsern oder Zusatztools nutzbar sind.    

Web-Inspector in Apple Safari aktivieren

Web-Inspector aufrufen

Der Weg zur Aktivierung der Developer-Tools und des Web-Inspectors führt beim Safari für Windows über die Parameterdateien im persönlichen Profil des Anwenders. Diese sind im Ordner %APPDATA%\Apple Computer\Safari\ zu finden. Wer unter %AppData% (z. B. "C:\Dokumente und Einstellungen\Administrator\Anwendungsdaten\") der Ordner "Apple Computer/Safari" nicht findet: Der Browser muss nach der Installation wenigstens einmal gestartet werden, damit das Profil angelegt wird ;) 

In der Datei %APPDATA%\Apple Computer\Safari\WebKitPreferences.plist, die mit einem beliebigen Texteditor bearbeitet werden kann, muss zur Aktivierung des Web-Inspectors ein neuer Schlüssel erzeugt werden (der Browser sollte geschlossen sein). Key "WebKitDeveloperExtras" eintragen und mit dem Wert "true" belegen:

<key>WebKitDeveloperExtras</key>
<true/>

Der Web-Inspector kann nach einem Neustart über das Kontextmenü in einer Webseite geöffnet werden und zeigt nicht nur Elementeigenschaften ähnlich dem altbewährten Firebug im FF an, sondern auch z. B. die Ladezeiten für jedes geladene Element einer Seite übersichtlich als Grafik.

Developer-Menü in Safari aktivieren

Developer Menü in Safari

Man kann auch in der Hauptmenüleiste ein "Developer"-Menü aktivieren, um nicht zwingend das Kontextmenü verwenden zu müssen, um auf den Web-Inspector zuzugreifen. Außerdem bietet das menü weitere Funktionen an, die bei der Analyse von Webseiten hilfreich sind. Zur Aktivierung wird in der Datei com.apple.Safari.plist unter "Preferences" in oben genanntem Ordner (also der Datei %APPDATA%\Apple Computer\Safari\Preferences\com.apple.Safari.plist) ein ähnlicher Eintrag vorgenommen (für die Version 3.1 des Browsers; bei 3.0 kann der gleiche Schlüssel in de preferences.plist eingetragen werden, die direkt im Profilverzeichnis liegt) :

<key>IncludeDebugMenu</key>
<true/>

Anwendungsbeispiel:
Ladezeiten von Webseiten analysieren

Ladezeitenanalyse
Klick zum Vergrößern

Während die Konsole des Inspektors zwar schöner ist, aber funktional hinter Firebug zurückliegt, der auch Manipulationen am Code und Design zuläßt, so dass Anpassungen gleich live ausgetestet werden können, ist gerade die "Network"-Ansicht mit den Ladezeiten für alle Elemente einer Seite ein sehr hilfreiches Werkzeug bei der Ladezeitenanalyse und der Identifikation evtl. "Flaschenhälse"... und daher nicht nur im Zusammenhang mit dem Qualitätsfaktor für Google AdWords interessant. Auf einem zweiten Bildschirm dauerhaft im Blick während des Surfens erhält man schnell einen Eindruck über das Ladeverhalten auf einer Domain... wenngleich der Safari - Browser ja ohnehin unverschämt schnell ist und derzeit alle Konkurrenten im Vergleich schlägt. Das gilt aber fairerweise schließlich auch für die Referenzseiten, die man ebenso im Safari mit dem Werkzeug grob "durchmißt". Absolut betrachtet sind die Zahlen also vielleicht weniger wert als eine Ladezeitenanalyse, die von Tools automatisiert zu verschiedenen Zeiten und über unterschiedliche Wege angefertigt wird, im Verhältnis zu anderen Seiten ergeben sich aber valide Vergleichsdaten... und es kostet nichts.  

Nachtrag vom 15.04.2008
"Um die Dose zu öffnen, spannen Sie sie in einen Schraubstock ein, führen Sie einen Kabelbinder durch die Öse und spannen Sie diese mit einem Flaschenzug, bis... oder Sie ziehen den Verschluss einfach mit der Hand ab...". Einfacher geht es offenbar auch beim Safari, wenn man die Developer-Werzeuge nutzen will: In Safari 3.1 einfach auf BEARBEITEN - EINSTELLUNGEN - ERWEITERT und dort die Option zur Aktivierung der Tools anklicken, dann kann man sich auch die ganze Turnerei in den Profildateien ersparen ;-)

Erweiterte Einstellungen Safari

Danke an "Geizhals" für den Hinweis (siehe Kommentare zu diesem Beitrag)

Wednesday, January 02, 2008

Webmastertools auch bei Microsoft für die Live - Suche

Frohes Neues erstmal!


Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, auch lieb zu Suchmaschinen zu sein, der sollte seinen Werkzeugkasten aufmachen und ein weiteres Tool reinlegen: Die Webmastertools von Microsoft. Zumindest, wenn er die letzten paar Prozent von neuen Besuchern, die jeden Monat auch hierüber reinkommen und nicht aus dem großen Google-Topf stammen, auch noch mitnehmen will. Das Pendant zu den Google - Webmastertools ist unter http://webmaster.live.com/ zu erreichen.

Nach der Anmeldung (es ist eine Windows Live ID erforderlich) ist erst einmal eine Verifikation fällig. Und während sich die Google Webmaster Tools und der Yahoo Site Explorer mit einer platten HTML-Datei begnügen, muss es bei Microsoft (natürlich) eine XML-Datei sein, die schnell auf den Server geladen wird und zur Bestätigung der Zugriffsmöglichkeit ("ich bin Webmaster, echt!") dient. Die Alternative dazu sind auch bei MS angepasste Tags auf der Startseite der Domain.

Wichtigste Funktion ist hier - wie (zumindest ursprünglich) bei Google auch - die Anmeldung aller Seiten einer Domain per Sitemap, die der Suchmaschine bei der Erfassung aller Seiten eines Webauftritts den Weg weist, so dass Lücken in der Erfassung nun einfacher geschlossen werden können (zumindest in der Theorie; crawlen muss MS die Seiten dann schon noch selbst). Ebenso sind hier - wie bei Google in den Webmaster Tools - statistische Informationen über die Domain abrufbar. Dieser Part ist aber sicher der Grund für das Dasein als Beta, denn es ist hier vergleichsweise wenig zu sehen oder gar zu gebrauchen. Trotzdem schön, dass nun nach den Google Webmaster Tools und dem Yahoo Site Explorer auch für den dritten nennenswerten Vertreter seiner Zunft ein Dashboard für den Webmaster bereit steht.

Wednesday, September 12, 2007

Von fleissigen Suchmaschinen und merkwürdiger Werbung

Nicht mal mit Schreibfehlern hat man seine Ruhe in den Suchergebnissen ;)

Da machte mich ein Kollege heute voller Häme darauf aufmerksam, dass ausgerechnet mir, dem "Rechtschreibulator" himself, grobe, und mehrfache Schreibfehler unterlaufen sind, die jeder im Web nachlesen kann. Dank Copy & Paste stand sowohl auf der Downloadseite als auch hier im Blog gleich mehrfach "Eselsmüzte" statt "Eselsmütze". Klar, dass mir das auch gleich eine Ehrenrunde mit eben dieser Kopfbedeckung durch die Büros eingebracht hat. Grummel!

Google hatte dies jedenfalls umgehend zum Anlass genommen, mich zur Ultima ratio in Sachen "Eselsmüzte" zu erklären und spenderte mir freundlicherweise eine eigene Seite in den Suchergebnissen, die ich mir (das ist noch lange nicht bei jedem Schreibfehler so!) mit niemandem teilen mußte... fast jedenfalls.

eselsmuetze bei google

Was war denn das? Zusätzlich zum erwarteten "Meinten Sie: eselsmütze" finde ich da doch tatsächlich eine Werbeeinblendung auf ausgerechnet dieses Keyword? Was müssen das für Keywordlisten sein, die da beworben werden? Meinetwegen - solange jemand bereit ist, für solche Begriffe bei AdWords zu zahlen, warum nicht?

Ich bin jedenfalls gespannt, wie lange es dauert, bis die Korrekturen der Fehler auch bei Google angekommen sind und nur noch dieser neue Eintrag hier die einzigen indizierten Nennungen der flaschen Variante beinhaltet. Wenn es dieser Artikel hingegen nicht schaffen sollte, gibt es galt wieder einen Begriff mehr, der keine Treffer liefert. Davon gibt es ja ohnehin schon wenig genug... Und die Anzeige würde dann auch wieder ganz allein sein; ungestört von falsch geschriebenen, aber gut platzierten Seiten. Merke: SEO ohne Syntax ist Suboptimal. Bringt aber manchmal recht lustige Ergebnisse...

Monday, September 03, 2007

Google Webmaster Tools als Pflichtprogramm für Webmaster?

Haben Sie in den letzten Monaten auch die eine oder andere Mail erhalten, die offenkundig von Google stammte und die eine Verbannung Ihrer Site aus dem Index zum Thema hatte? Vielleicht haben Sie auch erst mal einen ordentlichen Schreck bekommen und erst nach Einnahme der Herzptropfen den Absender als toten GMAIL-Account entlarvt oder auf anderem Weg davon erfahren, dass mal wieder eine Spam-Welle mit gefälschten "Abstraf-Mails" von Google über das Internet schwappt und ein paar Spritzer davon auch in Ihrem Postfach niedergegangen sind.

Die gute Nachricht: Künftig können Sie zu 100% sicher sein, dass eine solche Mail, wenn Sie denn nochmal eine erhalten sollten, eine Fäschung ist. Die - wenngleich vielleicht auch erst auf den zweiten Blick - schlechte Nachricht ist nämlich, dass Google solche Mails, die es in der Vergangenheit durchaus auch mit ernstem Hintergrund und echtem Absender gab, künftig nicht mehr versenden wird.

Statt dessen gibt es jetzt einen hochtrabend "Message Center" genannten Bereich in den Google Webmaster Tools, die ab sofort für diese und andere Nachrichten (es sind sicher selten gute...) zuständig ist. Das bedeutet erst einmal im Prinzip, dass Sie die Google Webmaster Tools auch einsetzen müssen, wenn Sie künftig erfahren wollen, gegen welche (Ihnen nicht unbedingt bekannten oder vollkommen neuen Regeln) Sie nun verstoßen haben und Ihre Site deshalb in Verdacht geraten ist, Suchmaschinen austricksen zu wollen. Und es heißt, dass Sie dort regelmäßig vorbeischauen müssen, wenn Sie böse Überraschungen nicht erst durch sinkende Umsätze erfahren wollen, sondern einigermaßen rechtzeitig, um direkt gegenzusteuern und eine Neuaufnahme zu erzielen.

Hintergründig bedeutet es auch, dass Sie mehr oder weniger keine andere Wahl haben, als jede Ihrer Sites, die Sie betreiben und an denen Ihr wirtschaftlicher Erfolg hängt, bei Google als Ihre Site identifizieren müssen. Das ist nicht wirklich tragisch; kann Google doch seit geraumer Zeit ohnehin auf alle erforderlichen Daten bei DENIC zugreifen, wenn man dies im Zuge der Bewertung eingehender Links wirklich wissen will... seit man ohne viel Rummel in das Geschäft des Webhostings "eingestiegen" ist, ohne es ernsthaft betreiben zu wollen. Wie praktisch, oder?

Natürlich können und sollten(!) Sie auch auf anderem Weg beobachten, ob Ihre Seiten und Angebote nach wie vor gut bei Google gefunden werden, spielt hier schließlich je nach Erhebung immer "so um die 80%" der Musik in der Informations- und Produktsuche im Internet. Aber Hand auf´s Herz: Wer macht sich schon wirklich die Mühe oder schafft die notwendigen Systeme dazu an und betreibt sie?

Also wurscht, was Sie sonst noch einsetzen: Wenn Sie sich nicht die Mühe gemacht haben, jede der für Ihr "privates Linknetzwerk" verwendeten Domains auf einen entfernten verwandten zu registrieren, schaden Sie Ihrem selbst aufgebauten Geflecht von "externen Links aus eigener Produktion" (mir fiel einfach keine noch vorsichtigere Umschreibung ein) auch nicht, wenn Sie sich zusätzlich zu allem anderen die Google Webmaster Tools antun und ab und zu einen Blick rein werfen. Als Bonus kommen Sie vielleicht ja auch erstmalig auf die Idee, eine Sitemap hochzuladen und wissen auch ansonsten gar nicht, worum es in diesem Artikel geht ;)

Monday, August 20, 2007

Wie man ein passendes Online-Shop-System finden kann

Wenn man zum ersten Mal vor der Frage steht, welches Online-Shopsystem "man sich mal ansehen sollte", sobald der Wunsch nach einem eigenen Shop im Internet aufkommt, steht man vor einem Berg an Möglichkeiten.

Von welcher Seite man den Aufstieg wagt, ist oft von der zufälligen Laune des unvermeidlichen "guten Bekannten" abhängig, der dann einen mehr oder weniger unfangreichen / hilfreichen / verständlichen Tipp absondert. Das System schaut man sich dann auch gern an, fragt den Bekannten dann noch, ob dieses oder jenes denn funktioniere ("na klar!") und schon geht es los - oft in die völlig falsche Richtung.

Investieren Sie vorher - oder zahlen Sie nachher drauf! Auch - oder gerade weil - es bei Shops durchaus eine Menge an kostenlosen Alternativen zu vergleichweise teuren und oft für den überschaubaren Anspruch überdimensionierten Systemen gibt, ist guter Rat hingegen teuer. Das, was der mitfühlende Kegelbruder geraten hat, ist dann zwar vielleicht erst einmal kostenlos oder sehr günstig, kann aber im Nachinein eine Menge an Geld für Anpassungen oder Ärger wegen nicht erfüllbarer neuer oder erst zu spät erkannter Anforderungen kosten.

Dagegen helfen eigentlich nur zwei Mittel:

  1. Man macht sich selbst an die Recherche und untersucht mehrere Alternativen für den eigenen Online-Shop.
  2. Man übergibt diese Aufgabe an einen Dienstleister, der nach den aufgenommenen Anforderungen mehrere Lösungen gegenüberstellt und eine Empfehlung ausspricht.

Die Phase einer durchdachten Evaluierung sollten Sie aber auf keinen Fall überspringen! Das Dumme dabei ist: Egal, ob Sie es selbst machen oder einem Dritten überlassen, die Anforderungen gegen die Möglichkeiten verschiedener Shopsysteme abzuwägen; sie müssen schlussendlich selbst bestimmen, was genau Sie brauchen und welche Rahmenbedingungen beachtet werden müssen. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern z. B. auch den erwarteten Umfang an Besuchern / Bestellungen etc.


Tipps zur Evaluierung von Shopsystemen

Hier ein paar Denkanstöße für eine Recherche, die dabei helfen, Fehler bei der Auswahl des Systems zu vermeiden und die eigenen Anforderungen zu erkennen und dann mit Shopsystemen zu vergleichen. Es muss nicht immer ein ausgefeiltes Pflichtenheft sein (oder zumindest nicht in jedem Fall), aber eine strukturierte Vorbereitung der Entscheidung sollte der gesunde Menschenverstand erfordern.

Betrachten Sie den Shop als das, was er ist: Ihre neue Ladenfilliale im Internet. Wie wäre das, wenn es sich um einen "echten" Shop handelt, den Sie in einer benachbarten Stadt eröffnen wollen? Nehmen Sie da gleich jedes Kellerloch, nur weil es billig (nicht gleich günstg!) ist? Müssen noch neue Farben an die Wände? Paßt alles rein? Kann man den Laden überhaupt finden und gibt es gute Parkmöglichkeiten? Ähnliche, aber andere Fragen sollten Sie sich auch stellen, bevor Sie auf der www.irgendwas-de-Straße Ihren Pachtvertrag unterschreiben und sich wohlmöglich auch noch langfristig an das Objekt binden.


Stand-Alone, Schnittstellen oder "integriert"?

Die Anzahl der Bestellungen bestimmt, ob Sie ein System brauchen, dass an Ihre Auftragsbearbeitung angeschlossen ist oder nicht. Schreiben Sie Ihre Rechnungen mit Word? Dann dürften es nicht zu viele sein und Sie brauchen sich um Schnittstellen nicht zu kümmern. Anderenfalls sollten Sie zunächst beim Hersteller Ihrer Auftragsbearbeitung in Erfahrung bringen, ob es nicht ein integriertes oder angebundenes System gibt oder ob dort Empfehlungen ausgesprochen werden können. Fragen Sie am Besten auch gleich nach Referenzen. Erhalten Sie eine Antwort der einen oder anderen Kategorie, nehmen Sie diese Produkte auf jeden Fall mit auf Ihre Kandidatenliste (Tipp Nummer Null: erstellen Sie eine Kandidatenliste! Auf Papier, in Excel - wurscht. Nur nicht ausschließlich im Kopf).


Wie einfach ist die Pflege der Inhalte?

Und wenn Sie nur zwei Artikel haben: Achten Sie darauf, dass Sie die Inhalte des Shops selbst pflegen und aktualisieren können. Und das bedeutet, dass es auch in zwei Monaten noch geht, ohne ein komplettes Handbuch zu lesen. Die Pflege der Inhalte muss entweder automatisiert werden können (Schnittstellen; integrierte Lösungen) oder zumindest einen für Sie leicht bedienbaren Editor beinhalten. Und wenn der Editor "ein Planet" ist, dann suchen Sie sich einen sicheren Weg zur Efüllung Ihrer Anforderungen bei der Erstellung eines neuen Artikels oder der Bearbeitung eines vorhandenen Eintrags, den Sie sich so merken oder aufschreiben können, dass Sie jederzeit Veränderungen und Erweiterungen vornehmen können.


Hat der Shop ein "offenes Design" (und: brauche ich das)?

Je nachdem, ob Sie den Shop in Ihre Website "integrieren" oder wenigstens optisch passend zum Rest Ihres Auftritts halten wollen, ist es erforderlich zu wissen, welche Gestaltungsmöglichkeiten ein Shopsystem bietet. Und je nachdem, ob Sie Ihre Seite selbst gestaltet haben oder nicht, müssen Sie ggf. auch die eine oder andere Frage an Ihre Agentur oder Ihren Webmaster stellen, um bei der Auswahl die Kandidaten auszusieben, die im Design zu starr für Ihre Anforderungen sind. Und Vorsicht: Nur weil in der Beschreibung steht, dass das Design anpassbar ist, bedeutet des noch nicht, dass Ihre Anforderungen abgedeckt werden können. Und auch nicht, dass Sie es selbst hinbekommen. Fragen Sie also lieber bei Unklarheiten jemanden, der sich ein wenig mit der Gestaltung von Webseiten auskennt, wenn das nicht Ihre Welt ist.

Werden alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt?

Die Frage scheint zunächst unnütz, ist es aber nicht. Viele Shopsysteme sind nicht ausschließlich für den EU-Markt konzipiert oder gar überhaupt nicht dafür geeignet - oder erst nach einigen Anpassungen. Mit dem Eröffnen eines Shops gehen Sie auch die eine oder andere Verpflichtung ein und sollten zumindest in groben Zügen wissen, was erforderlich ist, um beim Verkaufen im Web auf der sicheren Seite zu sein - sonst drohen böse Überraschungen in Form von Abmahnungen, die gern auch Ihr Mitbewerber für Sie in Gang setzt, wenn Sie sich eine offenkundige Blöße geben. Wenn der Shop also nicht von selbst behauptet, aus der Verpackung heraus installiert und unter Einhaltung aller Bestimmungen in Betrieb genommen werden zu können, sollten Sie in Erfahrung bringen, welche Dinge ggf. noch nachinstalliert werden müssen oder generell fehlen.

Das Internet ist hier eine gute Quelle, wenn Sie in die Suchmaschine Ihrer Wahl einfach den Namen des Shopsystems und passende Ergänzungen wie "Forum", "Abmahnung", "EU-Richtlinien" o. ä. eingeben. So machen Sie sich auch gleich ein Bild (speziell im Bereich der Foren) von Performance, Stabilität und Erfahrungen bei anderen Anwendern.

Die Einhaltung aller Bestimmungen ist übrigens eine Frage, die Sie sich auch nochmal vor dem endgültigen Liveschalten Ihres Shops stellen sollten... denn gern ist das eine oder andere erforderliche Element im Zuge der Individualisierung Ihres Shops aus dem Design "wegoptimiert" worden.


Was bin ich bereit zu zahlen? Einmalig oder periodisch?

Shopsoftware kann unterschiedlichste Formen annehmen. Einige "Generatoren" produzieren statische HTML-Seiten aus Ihren Artikeldaten, die dann an einen fest vorgegenbenen Bestellprozess angeschlossen werden oder in einem besseren Kontaktformular enden, dass die Bestellung dann an Ihre Mailadresse sendet. Nicht falsch verstehen: Wenn Sie nur drei Bestellungen pro Monat erwarten und auch nicht mehr brauchen, kann das durchaus die optimale Lösung für Sie sein!

Für andere Systeme wird eine einmalige Gebühr fällig, danach installieren Sie es auf Ihrem Webserver oder dem heimischen Rechner; wieder andere Systeme werden komplett vom Hersteller gehostet und kosten vielleicht gar nichts - oder Sie bezahlen monatlich, wuartalsweise oder jährlich für die Nutzung. Und auch im Bereich der OpenSoruce-Lösungen ist nicht alles "umsonst".

Bei allen Modellen sollten Sie aber unbedingt überlegen, wie lange es dauert, bis der Shop voraussichtlich seine Kosten eingespielt hat - und zwar in Form zum zusätzlichen Bestellungen - und nicht solchen, die Sie ohnehin bekommen hätten und die nun nur deswegen über das Web kommen, weil Sie Ihrem Kunden bei der Anfrage am Telefon gesagt haben, dass er nun auch im tollen neuen und schönen Shop bestellen kann ("ist er nicht herrlich... ja finde ich auch")!


Bekomme ich Hilfe, wenn ich sie brauche?

Je nach Lizenzmodell und Herkunft eines Shopsystems sind auch die Konditionen für Unterstützung bei Problemen und Fragen höchst unterschiedlich. Optimal ist sicher eine Lösung, die keine Fragen aufwirft. Allzu oft sind es aber diese Lösungen, die Ihnen zu wenig Gestaltungsmöglichkeiten bieten wie z. B. die Shops, die man "aus Versehen" miterwirbt, wenn man einen DSL Anschluss beantragt. Ist Ihnen das egal und wollen Sie nur ein paar Artikel online anbieten: prima. Sonst aber sollten Sie schon jetzt planen, wie Sie im Ernstfall vorgehen wollen. Wird eine bestimmte Verfügbarkeit des Shops (oder des gehosteten Warenkorbs) garantiert? Wie schnell erhalte ich Antwort bei Problemen; gibt es Aussfallszenarien; habe ich eine Hotline und was kostet diese? Heute wird Ihnen das vielleicht noch egal sein, aber was ist, wenn Ihr Shop so gut funktioniert, dass ein mehrstündiger Ausfall des Systems Sie so viel kostet, wie Sie heute noch im Monat einnehmen mögen? Quantifizieren Sie also, welchen "Servicelevel" Sie benötigen (mittelfristig!) und beurteilen Sie die Kandidaten auch nach diesem Gesichtspunkt.


Ist mein Shop suchmaschinenfreundlich?

Was nutzt der beste Shop, wenn ihn keiner findet? Klar, Sie wollen einen Shop, dessen Seiten zu den jeweiligen Artikeln auch gefunden werden, wenn jemand danach sucht. Dumm nur, dass auch viele tausend andere Anbieter das gleiche wollen. Wenn es Ihnen also darauf ankommt, mit dem Shop neue Kunden zu erreichen und "zufällige" Besucher zu wiederkehrenden Geldquellen zu machen, dann sollte der Shop auch in der Lage sein, Ihre Artikel in den Suchergebnissen unterzubringen. Wie Sie das beurteilen können? Na, wenn Sie nicht zufällig Zeit und Lust haben, ein Buch über Suchmaschinenoptimierung zu lesen, dann hilft auch hier wieder gern das Internet. Shopname + Suchmadschine(n) / suchmaschinenfreundlichkeit / SEO[optimierung] sind gute Einstiege in einen Überblick via Google. Wenn Sie hier auf zahlreiche Tipps stoßen, wie Produkt xyz suchmaschinenfreundlicher werden kann, achten Sie auch gleich auf die Voraussetzungen dafür, denn oft ist dazu dieses oder jedes System oder Modul erforderlich, welches zusätzliche Kosten verursacht oder im Zweifelsfall auf Ihrem Server überhaupt nicht betrieben werden kann oder darf! Sorry, aber Expertenrat ist ggf. auch hier wieder gefragt. Wenn Sie Referenzen der Shopsysteme kennen: Prima, dann nichts wie rein in die Referenzshops und deren Artikel einfach mal bei Google suchen...

Auch Schnittstellen zu Artikelsuchmaschinen wie Froogle & Co. sind ein gutes Argument für einen Shop, wenn Sie Ihr Augenmerk auf die Neukundengewinnung durch den Betrieb des Onlineshops legen. Ein weiterer Punkt für Ihre Liste...


Ist der Shop gut bedienbar?

Diese Frage steht zwar hier am Ende der Liste, da Sie durch die anderen Kriterien zumeist schon eine gute Reduktion der Kandidaten erreichen, ist aber dennoch am Ende des Weges - also nach Inbetriebnahme des Shops - das Einzige, was zählt. Wenn Sie selbst im Web einkaufen, kennen Sie es vielleicht. Einige Shops vermitteln Vertrauen, andere lassen Sie vor dem Abschluss einer Bestellung zurückschrecken - entweder schon am Anfang (z, B, durch ein Design, dass nach alten Socken und muffigen Kellern riecht!) oder im Verlauf des Verkaufsprozesses. Wenn Sie es sich leisten können, lassen Sie mehrere Personen (Freunde, Familie und vor allem: Kunden) Ihre Kandidaten testen und hören Sie gut zu. Was Sie mehr als einmal hören, passiert potentiell auch Ihren künftigen Besuchern und hindert am Kaufabschluss, wenn Sie sich für dieses System entscheiden. Faustregel: Man sollte immer wissen, wo man gerade im Kaufprozess ist und nach welchem "Weiter" denn nun schlussendlich bestellt wird - und wie lange ich noch ändern und aussteigen kann, wenn ich dies will.


Machen Sie es wie die Computerzeitschriften: Erstellen Sie eine Tabelle

Jeder Vergleichstest endet nach der Prosa in einer Vergleichstabelle und diese in einem Fazit. Sie lesen Computerzeitschriften und kennen Vergleichstests. Ganz sicher! Sonst kaufen Sie sich ausnahmsweise mal eine Ausgabe mit einigen Vergleichtests von irgendwas, auch wenn Sie kein "Computerfuzzi" sind. Ja genau, so eine Tabelle machen Sie jetzt auch. Rein kommen alle Kandidaten und die Anforderungen, sie Sie selbst gefunden haben, gruppiert nach Bereichen wie Kosten, Installation, Systemvoraussetzungen, Design, Verfügbarkeit / Performance, Hilfe und Support, Einführungs- und Pflegeaufwand, Bedienung, Technik, Datenpflege, Suchmaschinen, Abdeckung meiner gewünschten Zahlungsarten.... und so weiter.

Ihre Liste ist Ihre Liste und sollte daher alles abdecken, was Sie für wichtig halten. Wenn Sie diesen Überblick erst einmal vor Augen haben, können Sie die einzelnen Punkte auch viel besser mit anderen diskutieren oder offene Fragen anhand der Aufstellung mit Ihrem Webmaster oder anderen Beteiligten klären. Gewichten Sie nicht alle Pukte gleich, sondern vergeben Sie für einzelne Gruppen oder jeden einzelnen Punkt einen Faktor, der seine Wichtigkeit repräsentiert.

Viele Antworten auf die Fragen, die Sie in Ihrer eigenen Tabelle stellen, werden glücklicherweise schon in bestehenden Tests beantwortet. Finden Sie gerade keinen in einer aktuellen Zeitschrift, durchforsten Sie einfach die Archive der Magazine im Internet. So finden Sie z. B. einen Test und Vergleich bei Heise unter zum kostenpflichtigen (aber durchaus bezahlbaren) Download.


Noch ein paar weitere Links zum Abschluss:

Wednesday, August 01, 2007

Wie eine Suchmaschine Ihre Website sieht: Spideremulator

Über den Weg der Simulation eines Suchmaschinencrawlers machen Sie sich schnell ein Bild davon, wie ein Crawler / Spider Ihre Seite sieht und welche Inhalte erkannt werden - und welche nicht.

Es ist nicht der einzige Vertreter im Web, aber er ist so praktisch wie seine Kollegen: http://www.linkvendor.de/seo-tools/se-spider.html durchsucht einzelne Seiten und stellt die extrahierten Inhalte übersichtlich dar.


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